Sonntag, 29. April 2012

Belo Monte: Konsortium billigt Streik bis 1. Mai

Der Streik der Arbeiter des Wasserkraftwerks Belo Monte, der am Montag (23.4.) begann und am Mittwoch vom Gericht für illegal erklärt worden war, darf nun doch bis 1. Mai fortgesetzt werden, ohne dass auferlegte Bußgeld von R$ 200.000 pro Tag bezahlt werden muss. Darauf einigten sich das Konsortium Belo Monte (CCBM) und die Gewerkschaft Sintrapav bei einem Treffen am 26.4., bei dem Richter Luiz Antônio Noble Brito als Vermittler fungierte. Das Konsortium billigte diese Frist, damit die Gewerkschaft die Arbeiter über die Illegalität des Streiks informiert. Weitere Ergebnisse gab es nicht.

Die Gewerkschaft stellte ihrerseits einen Antrag zur Aufhebung des Streikverbotes und bekundete den Willen zur Fortsetzung, bis ein entsprechendes Ergebnis erzielt worden ist.


Agência Brasil, 26.4.2012
Trabalhadores de Belo Monte poderão permanecer em greve sem pagar multa
Brasília - Os trabalhadores da Usina Hidrelétrica de Belo Monte, em greve desde segunda-feira (23), vão poder manter a paralisação até a próxima terça-feira (1º) sem pagar a multa diária de R$ 200 mil determinada pelo Tribunal Regional do Trabalho da 8ª Região. A decisão foi tomada hoje (26), em reunião entre o Consórcio Construtor de Belo Monte (CCBM) e o Sindicato dos Trabalhadores nas Indústrias da Construção Pesada (Sintrapav), mediada pelo juiz Luiz Antônio Nobre Brito, da Vara do Trabalho de Altamira (no Pará).

Agência Estado, 26.4.2012
Consórcio de Belo Monte aceita prazo até 1º de maio
Não houve acordo durante a audiência de conciliação na Vara da Justiça do Trabalho em Altamira (PA), realizada na quinta-feira entre o Consórcio Construtor Belo Monte (CCBM) e o Sindicato da Construção Pesada do Pará (Sintrapav/PA).
O CCBM aceitou em juízo conceder um prazo até o dia 1.º de maio para que o sindicato comunique aos trabalhadores em greve da decisão do Tribunal Regional do Trabalho da 8ª Região que decretou a ilegalidade da greve na Usina Hidrelétrica de Belo Monte.

Freitag, 27. April 2012

Brasiliens Parlament billigte Aufweichung des Waldschutzes


ORF, 26.4.2012
Brasiliens Parlament billigte Aufweichung des Waldschutzes
In Brasilien hat das Abgeordnetenhaus nach stundenlanger hitziger Debatte grundsätzlich einer umstrittenen Gesetzesnovelle zugestimmt, die eine Schwächung des Regenwaldschutzes beinhaltet. Die Parlamentarier stimmten Änderungen des sogenannten Codigo Florestal mehrheitlich zu, obwohl die Regierung von Präsidentin Dilma Rousseff sich demonstrativ dagegen stellte.

Damit erlitt Rousseff gestern Abend (Ortszeit) zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres eine schwere Schlappe im Unterhaus, da ihre Parteienkoalition ihrem Kurs nicht folgte.

Der Entwurf kommt der Agrar-Lobby entgegen und öffnet Wege für eine Amnestie für illegale Rodungen, die bis Juli 2008 erfolgten. Kritiker werten den Entwurf als „fatales Signal“ und Freibrief für einen Ausweitung der Abholzungen. Die Novelle war im Dezember vom Senat mit Änderungen beschlossen worden. Das seit Monaten heftig diskutierte Gesetz muss noch zur Unterschrift an Rousseff weitergeleitet werden. Allerdings kündigte sie mehrfach ein Veto für den Fall von Amnestieregelungen an.


ARD, 27.4.2012 - VIDEO
Brasiliens Parlament schwächt Waldschutz
Dem Regenwald geht es an die Wurzeln
Die Nachfrage nach dem wertvollen Holz des Regenwaldes ist rasant gestiegen. Das brasilianische Parlament hat jetzt ein Gesetz gebilligt, das den bisherigen Waldschutz aufweicht und Holzfällern Straffreiheit zusagt. Die Parlamentarier stellten sich damit gegen die Regierung.

ARD-Interview, 27.4.2012 - VIDEO
Michael Stocks (ARD Rio de Janiero) zum umstrittenen Waldgesetz in Brasilien

Blickpunkt Lateinamerika, 27.4.2012
Neues Waldgesetz ist Dämpfer für den Umweltschutz
Gegen den ausdrücklichen Willen von Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff hat das Abgeordnetenhaus dem neuen Waldgesetz zugestimmt und sie damit kurz vor dem UN-Umweltgipfel in Rio de Janeiro in die Bredouille gebracht. Nun bleibt der Präsidentin nur noch die Möglichkeit, das Gesetz per Veto komplett oder in Teilen zu stoppen. Umweltschützer sehen in der Parlamentsentscheidung vom Abend des 25. April einen fatalen Schlag für den Umweltschutz und ein falsches Signal an die Landwirte: Illegales Abholzen lohnt sich doch.

Donnerstag, 26. April 2012

Gericht erklärt Belo-Monte-Streik für illegal

Das Arbeitsgericht von Pará gab am Mittwoch (25.4.) der Klage des Betreiberkonsortiums Belo Monte (CCBM) statt und erklärte den Streik an den Baustellen des Kraftwerks Belo Monte für illegal. Er ist sofort zu beenden. Für den Fall der Nichtbefolgung sind tägliche Bußgelder von R$ 200.000 vorgesehen. Außerdem könne CCBM den Arbeitern die Streiktage vom Urlaub abziehen. Die Gewerkschaft will sich nicht daran halten und den Streik fortsetzen.

Der Streik begann am Montag (23.4.), nachdem die Verhandlungen mit dem Unternehmen gescheitert waren. 7.000 Arbeiter beteiligen sich daran. Sie fordern eine Erhöhung der Verpflegungszulagen von derzeit R$ 90 auf R$ 300 und eine Reduzierung des Intervalls für den neuntägigen Heimaturlaub von sechs auf drei Monate. Der Arbeitsgeber bot einen Zuschuss von R$ 110 für die Verpflegung an und eine Verlängerung des Heimaturlaubs nach 6 Monaten von 9 auf 19 Tagen, wobei die zusätzlichen 10 Tage vom Urlaub abgezogen werden. Die Arbeiter lehnten dieses Angebot ab und entschieden sich für Streikmaßnahmen.

Laut Richter Georgenor de Sousa Franco Filho ist der Streik nicht gerechtfertigt, weil der im November 2011 unterzeichnete Tarifvertrag noch in Kraft sei, und weil es keine Anzeichen eines Verstoßes gegen die Vereinbarungen in Bezug auf Verpflegungsgeld und Heimaturlaub gebe. Weiters war er der Meinung, dass kein neuer Grund oder kein Faktum vorhanden sei, um den von beiden Parteien vereinbarten Tarifvertrag abzuändern.

Roginel Gobbo, Vizepräsident von Sintrapav, sagte dazu: "Aber klar gibt es neue Fakten und ich bin überrascht, dass der Richter so schnell gegen den Streik entschieden hat, ohne uns anzuhören." Laut Gewerkschafter hätte das Baukonsortium selbst das Faktum geliefert, weil es während des letzten Streiks Flugblätter an die Arbeiter verteilt hatte, in denen ihnen Verbesserungen bezüglich Urlaub und Verpflegungsgeld versprochen wurden, wenn sie die Arbeit aufnehmen.

Das Baukonsortium forderte die Arbeiter auf, am Donnerstag (26.4.) wie gewohnt zu den Sammelstellen der Omnisbussen zu kommen und zur Arbeit zu fahren. Die Gewerkschaft rief die Arbeiter auf, den Streik fortzusetzen und nicht zur Arbeit zu erscheinen, solange es keine Versammlung der Arbeiter gibt, bei der die weitere Vorgangsweise zu entscheiden sei. Laut Medienberichten blieben alle Baustellen leer. Der Streik verlief bisher völlig gewaltfrei und ohne Ausschreitungen.

Die Gewerkschaft SINTRAPAV erhielt außerdem eine gerichtliche Verfügung, in der ihr das Errichten von Straßensperren bei Streiks verboten wird.

Agencia Estado, 25.4.2012
Greve de trabalhadores de Belo Monte é declarada ilegal
CUIABÁ - O Consórcio Construtor Belo Monte CCBM obteve na tarde desta quarta-feira duas decisões favoráveis em relação à greve dos trabalhadores que começou no dia 23: a declaração de ilegalidade da greve e uma liminar que proíbe o Sindicato dos Trabalhadores da Construção Pesada do Pará (Sintrapav) de realizar barricada na principal estrada de acesso aos sítios das obras do maior empreendimento do programa de aceleração do crescimento (PAC), a Usina Hidrelétrica Belo Monte.

Globo, 25.4.2012
Justiça determina fim da greve em Belo Monte
Decisão determina que, caso greve continue, consórcio pode descontar dias parados
BRASÍLIA - A Justiça do Trabalho no Pará declarou ilegal e determinou nesta quarta-feira a suspensão da greve na construção da usina hidrelétrica de Belo Monte, depois de pedido enviado pelo Consórcio Construtor no fim da noite de terça-feira. A greve teve início na segunda-feira e suspendeu as atividades de cerca de 7 mil trabalhadores.

Agência Brasil, 25/04/2012
CCBM diz que atividades em Belo Monte devem ser retomadas a partir de amanhã, mas sindicato mantém a greve
Brasília – O Consórcio Construtor Belo Monte (CCBM), tendo por base a decisão do desembargador Georgenor de Sousa Franco Filho, do Tribunal Regional do Trabalho da 8ª Região – que considerou ilegal a greve dos trabalhadores da Usina Hidrelétrica de Belo Monte, no Pará –, decidiu que, a partir de amanhã (26), todas as atividades nos canteiros de obra serão retomadas. O Sindicato dos Trabalhadores nas Indústrias da Construção Pesada e Afins do Estado do Pará (Sintrapav-PA), no entanto, diz que a greve "está mantida" até que uma nova assembleia mude as decisões tomadas por assembleias anteriores.

Folha, 26.4.2012
Operários de Belo Monte descumprem determinação e mantêm greve
Os trabalhadores do canteiro de obras da usina hidrelétrica de Belo Monte, no rio Xingu (PA), descumpriram determinação da Justiça e não retomaram as atividades nesta quinta-feira. O CCBM (Consórcio Construtor de Belo Monte) conseguiu uma liminar ontem que determinava o retorno dos empregados, parados desde segunda-feira.

Mittwoch, 25. April 2012

Dritter Streiktag am Kraftwerk Belo Monte ohne Verhandlungen

Auch am dritten Tag des Streiks (25.4.) an den fünf Baustellen für das Kraftwerk Belo Monte nahm das Baukonsortium CCBM keine Verhandlungen mit der für die Industriebauarbeiter zuständigen Gewerkschaft SINTRAPAV auf. Dadurch wird die Stimmung unter den Arbeitern angespannter. "Wir haben das Recht auf unserer Seite. Die Firma verweigert nicht nur den Kontakt mit uns, sie hat uns wegen des Streiks sogar angeklagt. Das ist absurd," sagte Giovane Resende, Präsident von SINTRAPAV.

Laut Medienberichten versucht eine weitere Gewerkschaft (Conlutas), die Arbeiter für sich zu gewinnen und den Streik zu kontrollieren. SINTRAPAV befürchtet Kundgebungen von Conlutas in Altamira, was zu Verunsicherungen bei den Arbeitern führen könnte.

Fotos vom Streik auf "Folha"

Altamira Hoje, 25.4.2012
3º dia de Greve em Belo Monte.‏
Em Altamira no Oeste do Pará, na manhã desta quarta-feira, operários de Belo Monte voltaram a cruzar os braços e bloquear todas as entradas para as 5 frentes de trabalho da construção da Usina na Volta Grande do Xingu. Segundo o Sintrapav - (Sindicato dos Trabalhadores de Empresas da Construção Pesada e Afins do Pará) Que representa a catergoria, o Consórcio Construtor Belo Monte (CCBM) não estaria querendo negociar com o comando de greve o que está tornando o clima tenso entre os operários e a direção do CCBM.

Folha, 25.4.2012
Disputa pela greve na usina Belo Monte confunde operários
A disputa entre Sintrapav (Sindicato dos Trabalhadores nas Indústrias da Construção Pesada) e Conlutas, entidade sindical ligada a movimentos sociais, pelo comando da greve da usina hidrelétrica de Belo Monte, no Pará, está fazendo trabalhadores perderem a referência de quem está à frente das negociações, informa reportagem de Agnaldo Brito publicada na Folha desta quarta-feira.

Dienstag, 24. April 2012

Bischof Kräutler: "Regierung behandelt Menschen am Xingu nur zweitklassig"

Dom Erwin Kräutler, Präsident des Indigenen Missionsrates CIMI und Bischof der Prälatur am Xingu (PA), nahm auf der Pressekonferenz der 50. Generalversammlung der Bischöfe Brasiliens (CNBB) in Aparecida (23.4.) zum 40-jährigen Bestehen von CIMI sowie zu den Auswirkungen des Kraftwerksbaus Belo Monte Stellung.
Bischof Kräutler sagte, dass anlässlich der zunehmenden Vernachlässigung der Rechte der Indigenen das Jubiläum nicht viel Anlass zum Feiern biete. "Aus meiner Sicht war unser größter Erfolg, dass die Indigenen in die neue Bundesverfassung von 1988 aufgenommen worden waren. Leider hielten sich die folgenden Regierungen nicht an die in der Verfassung vorgesehene Verpflichtung, die indigenen Ländereien innerhalb von fünf Jahren zu demarkieren. Heute sind erst weniger als die Hälfte der indigenen Gebiete in Brasilien vermessen, was zu permanenten Konflikten mit Viehzüchtern, Holzhändlern und Landspekulatoren führt und Leid und Todesfälle verursacht", sagte der Bischof.

Im Blick auf Belo Monte gebrauchte Bischof Erwin Kräutler scharfe Worte und sagte, dass in der Stadt Altamira (PA) das totale Chaos herrsche. Schuld dafür sei die Verantwortungslosigkeit der Bundesregierung Brasiliens, die nicht in der Lage ist, die infrastrukturellen Mindestanforderungen für ein Projekt in dieser Größe zu schaffen.

"Es gibt keine sanitäre Grundversorgung, zu wenige Krankenhausbetten, überfüllte Schulen, keine Sicherheit für die Bevölkerung, keine Parkplätze und permanenter Stau in der Stadt. Die Arbeitsbedingungen für Belo Monte sind schrecklich. Der heute begonnene Streik an allen Baustellen wurde nicht grundlos ausgerufen", kritisierte Dom Erwin die Zustände, unter denen die lokale Bevölkerung und die Arbeiter zu leiden hätten.

Der Bischof der Prälatur am Xingu bezeichnete das Kraftwerk in einem Wortspiel statt "Belo Monte" als "Belo Monstro" (schönes Monster), das den indigenen Völkern entlang der Großen Schleife das Wasser absperrt und sie ihrer Lebensgrundlage beraubt. 40.000 Menschen müssten wegen des Stausees umgesiedelt werden und wüssten heute noch nicht, wohin. Der Bischof beklagte, dass die brasilianische Regierung die Menschen am Xingu und in Pará wie Menschen zweiter Klasse behandelt. "Der Bundesstaat Pará gilt weiterhin als Kolonie. Wir werden als Hinterhof Brasiliens betrachtet"', behauptete Bischof Kräutler.

CNBB, 23.4.2012
“Eu acuso que o Governo brasileiro trata o povo do Pará como pessoas de segunda categoria”, diz dom Erwin Krautler
Dom Erwin disse que no atual contexto, a data de hoje não é para muita comemorações, mas sim de cobranças. “A meu ver, o nosso maior legado foi ter colocado as condições e causas indígenas na Constituição Federal de 1988. Infelizmente, os governos que seguiram desde então, não cumpriram o prazo estipulado na Carta Magna, que foi de cinco anos, para demarcação das terras indígenas. Atualmente, menos da metade das terras indígenas no Brasil são demarcadas, o que gera conflito com fazendeiros, madeireiros e grileiros de terras, ocasionando mortes e tragédias”, destacou o bispo prelado do Xingu.
Sobre Belo Monte, dom Erwin foi incisivo ao afirmar que a situação da cidade de Altamira (PA), é de caos, gerado pela “irresponsabilidade do Governo Federal que não atendeu os requisitos mínimos para a realização de uma obra desse porte”.
“Não há saneamento básico, leito nos hospitais, vagas nas escolas, segurança, o trânsito está terrível, e os funcionários que lá estão não têm as menos condições de trabalho digno, não a toa hoje foi anunciada uma paralisação geral das obras na Volta Grande do Xingu”, descreveu dom Erwin as condições que lá estão vivendo a população local e os operários que seguiram de várias partes do país em busca de emprego e boas condições de vida.

Montag, 23. April 2012

Belo Monte: dritter Streik innerhalb von sechs Monaten

Zum dritten Mal innerhalb von sechs Monaten blieben am Montag (23.4.) die 7.000 am Kraftwerksbau Belo Monte Beschäftigten der Arbeit fern. Die Gewerkschaft für Anlagenbauarbeiter (Sintrapav) machte mit ihren Forderungen nach höheren Löhnen und besseren Urlaubsregelungen Ernst und rief einen unbefristeten Streik aus.

Die Omnibusse, die die Arbeiter am Montag Früh zu den Baustellen auf km 27 und km 55 bringen sollten, blieben in Altamira. Die Entscheidung zum Streik fiel bei einer Generalversammlung der Gerwerkschaft mit den Arbeitern am vergangenen Freitag.
Arbeiter und Gewerkschaftsvertreter bloquierten die Einfahrt zu den Baustellen Kanalbau und Sitio Pimentel auf km 27 der Transamazonica, um den Stillstand der Arbeiten sicher zu stellen.

Derzeit sind ca. 60 % der Arbeiter in Altamira untergebracht und 40 % bei den Baustellen. Bereits in den frühen Morgenstunden werden sie von Altmiara mit Omnibussen abgeholt. Beklagt wurde, dass zu wenige Busse zur Verfügung stehen und immer wieder Arbeiter zurück bleiben müssten. Das Baukonsortium CCBM hat im Anschluss an den letzten Streik versprochen, diese Forderung zu erfüllen und weitere 100 Omnibusse anzuschaffen.
Die Arbeitsbedingungen sind generell schlecht, nur 30 % der gesetzlich vorgeschriebenen Serviceleistungen funktionieren. Die Stimmung bei den Streikenden ist deshalb angespannt, doch bisher kam es zu keinen Ausschreitungen oder Vandalismus.

Unterdessen bezeichnete das Bauunternehmen den Streik als illegal, weil erst im November über Lohnerhöhungen verhandelt werden könnte, und forderte seine Aufhebung.

Ende März wurde - im Anschluss an längere Generalstreiks bei den Kraftwerken am Rio Madeira - an allen 5 Baustellen für Belo Monte gestreikt, um auch in Belo Monte bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen. Bereits im November des Vorjahres beklagten die Arbeiter Missstände bei der Versorgung, beim Transport zur Arbeit sowie bei den Unterkünften und legten die Arbeiten für einige Tage nieder. Trotz Interventionen der Regierung ist das Betreiberkonsortium nur zu wenigen Zugeständnissen bereit.

Belo Monte wird mit einer Leistung von 11.000 MW das drittgrößte Kraftwerk der Welt sein. Die ersten Turbinen sollen im Jänner 2015 Strom ans Netz liefern.

TV-Globo:
Trabalhadores de Belo Monte entram em greve

Folha, 22.4.2012
7.000 trabalhadores de Belo Monte entram em greve nesta segunda
Sete mil trabalhadores da usina hidrelétrica de Belo Monte, uma das mais importantes obras do PAC (Programa de Aceleração do Crescimento), devem cruzar os braços a partir desta segunda-feira.

O Globo, 22.4.2012
Operários de Belo Monte iniciam 3ª greve em menos de seis meses
BRASÍLIA - Os operários da Usina Hidrelétrica de Belo Monte, no Pará, prometem parar as atividades nos cinco canteiros da obra instalados às margens do Rio Xingu a partir desta segunda-feira. A decisão foi tomada na semana passada em assembleia. Vai ser a terceira paralisação dos canteiros de obras da usina em menos de seis meses.
A greve dos trabalhadores de Belo Monte será a terceira em menos de seis meses. No fim de fevereiro, os operários decidiram apoiar a paralisação dos trabalhadores das usinas que estão sendo erguidas no Rio Madeira, em Rodônia (Jirau e Santo Antônio). Antes, em novembro, a greve foi motivada por protestos contra as condições de trabalho e dos alojamentos. Os operários chegaram a bloquear um trecho da Rodovia Transamazônica.

Estado de S. Paulo, 23.4.2012
Clima em Belo Monte é de tensão, mas não há atos de vandalismo
Paralisação é a 2ª em menos de 20 dias; pontos negados pelo consórcio foram o direito de visitar a família a cada 3 meses e aumento do valor da cesta básica de R$ 95 para R$ 300,00
CUIABÁ - Os trabalhos nos canteiros de obra da Usina Hidrelétrica Belo Monte na Volta Redonda do Xingu em Altamira do Pará pararam nesta segunda-feira, 23. É a segunda paralisação em menos de 20 dias. Atualmente 60% dos trabalhadores moram em Altamira e os outros 40% são alojados dentro dos canteiros. Estão funcionando apenas 30% dos serviços, os essenciais previstos em lei. O clima é de tensão, mas não há atos de vandalismo ou de agressões por parte dos grevistas.

Folha, 23.4.2012
Trabalhadores em greve bloqueiam entrada a obras de Belo Monte
Em meio a uma disputa sindical nas obras da usina hidrelétrica de Belo Monte, a maior obra do PAC (Programa de Aceleração do Crescimento), o Sindicato dos Trabalhadores nas Indústrias da Construção Pesada, o Sintrapav, iniciou nesta segunda-feira, ainda de madrugada, uma greve por tempo indeterminado.

Folha, 23.4.2012
Consórcio de Belo Monte tentará derrubar greve na Justiça
Em nota, o Consórcio afirma que a greve foi deflagrada em razão do não atendimento das reivindicações fora da data-base feitas pelo Sindicato dos Trabalhadores nas Indústrias de Construção Pesada. A data-base da categoria é novembro.

Veja, 23.4.2012
Operários paralisam obras de Belo Monte
Manifestantes bloquearam o único acesso às obras e só permitiram a entrada de cerca de 850 trabalhadores que exercem funções essenciais

Agência Brasil, 23.4.2012
Cerca de 7 mil trabalhadores paralisam atividades em canteiro de obras de Belo Monte
No início da manhã de hoje, os trabalhadores fizeram uma barricada no acesso ao Travessão 27, local que liga a Rodovia Transamazônica à estrada de terra para os sítios Pimental e Canais e Diques. Segundo o vice-presidente do Sintrapav, Roginel Gobbo, os trabalhadores fizeram barricadas, mas os serviços essenciais foram mantidos.

CPS-Conlutas, 23/04/2012
Sete mil operários de Belo Monte entram em greve nesta segunda-feira
Sete mil operários da Hidrelétrica de Belo Monte, 100% do efetivo, aderiram à greve da categoria nesta segunda-feira (23). A CSP-Conlutas – Central Sindical e Popular está em Altamira (PA) acompanhando e apoiando o processo de mobilização desses operários.
Na terça-feira (24), às 6h, a Central está convocando uma assembleia para organizar os trabalhadores e fazer um grande ato pelas ruas de Altamira. “Nosso objetivo é levar para o conhecimento da população as reivindicações desses operários. Além disso, nos mobilizamos para que o governo intervenha e assuma sua responsabilidade e atenda as exigências da pauta desses trabalhadores”, ressalta o dirigente da CSP-Conlutas, Atnágoras Lopes, enviado à Altamira para auxiliar nas negociações.

Samstag, 21. April 2012

Bischof Erwin Kräutler kritisiert Indigenenpolitik Brasiliens

Bischöfliche Kommission für Amazonien mit Kommissionspräsident Kardinal Cláudio Hummes und CIMI-Präsident Bischof Erwin Kräutler (re)
Auf der 50. Generalversammlung der Brasilianischen Bischofskonferenz in Aparecida kamen die 40-jährigen Verdienste des Indigenen Missionsrates CIMI breit zur Sprache. Kardinal Cláudio Hummes, Präsident der Kommission, berichtete von seinem Besuch in Amazonien im vergangenen März. Bischof Erwin Kräutler, Präsident von CIMI, resümierte den Beitrag der Kirche für die indigenen Völker. Laut Kräutler ist die Kirche in den Dörfern der indigenen Gemeinschaften präsent, wobei ihre Prioritäten Solidarität, Hilfeleistung, Respekt und vollständige Akzeptanz der indigenen Kulturen sind. "Wir müssen die Gesellschaft sensibilisieren, denn nur wenn wir das Leid und die Unrechtsituationen der indigenen Völker mitbekommen, wird uns bewußt, welch große Schuld wir den Indigenen gegenüber haben", sagte der Bischof.

CIMI wurde 1972 gegründet und setzte sich während der 40 Jahre für die Rechte der indigenen Völker ein. Laut Dom Erwin was dieser Kampf in all den Jahren besonders vom Blut vieler Märtyrer geprägt. "Ich glaube, dass keine andere pastorale Gliederung so viele Märtyrer aufzuweisen hat. Das Blut der Märtyrer ist der Same dieses Kampfes für die Auferstehung der indigenen Völker," betonte er.

Bischof Erwin Kräutler kritisierte die momentane Politik Brasiliens, weil sie die Rechte der indigenen Völker nicht wirklich unterstützt. "Die offizielle Indigenenpolitik schützt die indigenen Völker nicht. Wir bedauern, dass die Indigenenrechte, die zwar gesetzlich verankert sind, in Wirklichkeit nicht beachtet werden," beklagte er. Ein großes Probelm seinen die fehlenden oder schleppend vorangehenden Demarkierungen der indigenen Gebiete. Der Bischof bedauerte eine "anti-indigene" Einstellung in Brasilien, die - von Profitgier geblendet - nicht verstehen will, warum so wenigen Indigenen so viel Land gehören sollte.


Rádio Vaticano, 20.4.2012
Aparecida: dia de premiações da CNBB
No dia ontem foi dado amplo destaque aos 40 anos do CIMI, Conselho Missionário Indigenista. A presença da Igreja nas aldeias junto aos povos indígenas, em uma perspectiva de solidariedade, de doação, de respeito e de generosa aceitação das culturas. Esta é a missão do Conselho Indigenista Missionário (CIMI), conforme disse o Bispo da Prelazia de Xingu (PA) e Presidente do CIMI, Dom Erwin Krautler.
“Precisamos sensibilizar a sociedade, pois só envolvendo as pessoas com os sofrimentos desse povo vamos conseguir conscientizar que temos uma grande dívida com os povos indígenas”, afirmou o bispo.
Fundado em 1972, o CIMI celebra neste ano 40 anos de lutas a favor dos povos indígenas. De acordo com Dom Erwin o que mais marcou a luta do CIMI ao longo destes anos foi o sangue derramado de seus mártires. “Acredito que não exista uma pastoral que tenha gerado tantos mártires quanto esta. O sangue derramado dos mártires é a semente dessa luta pela ressurreição dos povos indígenas”, acrescentou.
Dom Erwin destacou que o atual cenário dos povos indígenas não é favorável à suas lutas. “A política indigenista oficial não é favorável aos povos indígenas. Lamentamos que embora os índios estejam ancorados pela lei, ela não seja respeitada”, disse ele.

A Rádio Vaticano conversou Dom Erwin. Clique para ouvir.

CNBB, 21.4.2012
Comissão para a Amazônia apresenta trabalho na 50ª AG
Na segunda sessão de trabalho deste sábado, 21/04, os bispos reunidos na 50ª Assembleia Geral em Aparecida (SP) acompanharam o relato da Comissão Episcopal Pastoral para a Amazônia. O presidente da comissão, Cardeal Cláudio Hummes, relatou a visita que realizou à região, no último mês de março.

CIMI,19.4.2012
50ª Assembleia Geral da CNBB:
Dom Édson Damian: “Temos uma dívida social imensa com os povos indígenas”

Rádio Vaticano, 20.4.2012
Aparecida: bispos ressaltam "dívida social imensa" do Brasil com os povos indígenas
Aparecida (RV) - “Temos uma dívida social imensa com os povos indígenas pelos massacres, genocídios, inomináveis crueldades e injustiças praticadas ao longo destes 512 anos de invasão e extermínio”, disse dom Édson Tasquetto Damian, bispo de São Gabriel da Cachoeira (AM), presidente da celebração eucarística realizada no Santuário Nacional de Aparecido neste segundo dia da 50a. Assembleia dos Bispos da CNBB.

Estado de S. Paulo, 20.4.2012
Bispo de Xingu critica política indigenista
Para D.Erwin Kläutler, presidente do conselho indigenista, Brasil tem cultura \"anti-indígena\", que dificulta a adoção de política indigenista justa

Arbeiter am Kraftwerk Belo Monte wollen Streik fortsetzen


latin-press, 21.4.2012
Brasilien: Arbeiter planen Streik am Wasserkraftprojekt Belo Monte
Schnelle Einigung mit den Arbeitnehmern erwünscht
Die Arbeitnehmer am riesigen Wasserkraftprojekt Belo Monte haben für nächste Woche einen Streik angekündigt. Nach Angaben von Roginel Gobbo, Vize-Präsident der Gewerkschaft der Bauarbeiter im brasilianischen Bundesstaat Pará, werden rund 7.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz am Montag (23.) nicht betreten. Grund der kollektiven Arbeitsniederlegung ist eine Unstimmigkeit mit dem Baukonsortium.

Agência Estado, 20.4.2012
Greve vai paralisar novamente obras de Belo Monte
A partir da madrugada de segunda-feira, os trabalhos nos cinco canteiros de obra da Usina Hidrelétrica Belo Monte, a maior obra do PAC, na Volta Redonda do Xingu, região de Altamira do Pará, realizada pelo Consórcio Construtor Belo Monte (CCBM), serão interrompidas mais uma vez.

Donnerstag, 19. April 2012

Verhandlungen zwischen Arbeitern und Konsortium Belo Monte gescheitert


Die Arbeiter des Wasserkraftwerks Belo Monte und die Gewerkschaft der Industriebauarbeiter von Pará (Sintrapav) erklärten die Lohnverhandlungen mit dem Baukonsortium Belo Mone (CCBM) für gescheitert. In der Generalversammlung am Mittwochabend (18.4.) beschlossen "fast alle Arbeitnehmer", den Streik am Montag (23.4.) nach Einhaltung der gesetzlichen Frist von 48 Stunden wieder aufzunehmen.

Dieser Entscheidung gingen Versammlungen an den drei großen Baustellen Pimentel (Staudamm im Rio Xingu), Kanal- und Dammbauten für den Stausee und Belo Monte (Kraftwerk) voraus. Die 7.000 Arbeiter lehnten die Angebote des Konsortiums ab. Das Unternehmen hielt an der Frist von sechs Monaten für den Heimaturlaub fest und wollte den Urlaub von 9 auf 19 Tage verlängern. Die 10 zusätzlichen Tage würden aber vom Urlaubsanspruch abgezogen. Die Arbeiter fordern den Heimaturlaub nach 3 Monaten, so wie es in den ersten Arbeitsverträgen vereinbart worden war.

Weiters will das Konsortium den Essenszuschuss nur von R$ 95 auf R$ 110 erhöhen - die Arbeitnehmer verlangen R$ 300.

Sollte das Baukonsortium in der Zwischenzeit kein besseres Angebot machen, wird am Montag wieder auf allen Baustellen von Belo Monte gestreikt.


Agência Brasil, 18/04/2012
Trabalhadores de Belo Monte rejeitam proposta final do consórcio e decidem entrar em greve na próxima segunda-feitra
Altamira (PA) – Os trabalhadores da Usina Hidrelétrica de Belo Monte, no Pará, reunidos em assembleia, decidiram no começo da noite de hoje (18) paralisar suas atividades a partir da próxima segunda-feira (23), após cumprir prazo legal de 48 horas. A decisão, segundo o Sindicato dos Trabalhadores nas Indústrias da Construção Pesada do Estado do Pará (Sintrapav), foi tomada pela “quase totalidade dos trabalhadores”.

Folha, 19.4.2012
Trabalhadores de Belo Monte decidem entrar em greve
Os operários da usina hidrelétrica Belo Monte entrarão em greve a partir de segunda-feira, depois de não aceitarem as propostas do Consórcio Construtor Belo Monte sobre baixada (recesso) e aumento do vale-refeição, informou o Sintaprav (Sindicato dos Trabalhadores nas Indústrias da Construção Pesada do Estado do Pará).

150 Staudämme an den Nebenflüssen des Amazonas geplant

Der Spiegel, 19.04.2012
Staudämme bedrohen die Amazonas-Region
Südamerika setzt auf Wasserkraft: Mehr als 150 Staudämme sollen in den kommenden Jahren entstehen und Energie liefern. Forscher schlagen Alarm - die Bauprojekte an vielen Amazonas-Zuflüssen gefährden massiv die Umwelt.

Eine Vielzahl geplanter Staudämme an den Amazonas-Zuflüssen in den Anden könnte der Umwelt in bislang unerwartetem Ausmaß schaden, fürchten zwei US-Wissenschaftler. Insgesamt sollen dort in den nächsten 20 Jahren 151 Wasserkraftwerke mit jeweils mindestens zwei Megawatt Leistung gebaut werden. Diese Projekte gefährden sowohl die Vernetzung des Amazonas-Beckens als auch die Regenwaldbestände, berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin "PLoS One". Heute gibt es 48 Staudämme dieser Größe im Amzonas-Einzugsgebiet der Anden.

Research Article, 18.4.2012
Proliferation of Hydroelectric Dams in the Andean Amazon and Implications for Andes-Amazon Connectivity

„Tag des Indio“ - kein Grund zum Feiern

Blickpunkt Lateinamerika, 18.4.2012
„Tag des Indio“ - kein Grund zum Feiern
Seit fast 70 Jahren begeht Brasilien den 19. April als den „Tag des Indio“. Allerdings ist den meisten der gut 800.000 Ureinwohner kaum nach Feiern zumute. Obwohl die Verfassung von 1988 ihnen langersehnte Grundrechte wie Landzuteilung und eine eigene staatliche Gesundheitsbehörde zuerkannt hat, sieht die Realität meist anders aus. Zu Monatsbeginn riefen Indigenevertreter angesichts ihrer dramatischen Situation sogar die Vereinten Nationen zum Eingreifen auf. Im Zuge eines Verfassungszusatzes, der derzeit dem Kongress vorliegt, könnte es noch schlimmer kommen.

Mittwoch, 18. April 2012

Altamira: Hunderte von Arbeitssuchenden schlafen auf der Straße

Viele Arbeiter träumen von einer Anstellung bei den Baustellen für das Kraftwerk Belo Monte. Derzeit gibt es an den fünf Baustellen ca. 7.000 Beschäftigte, aber es sollen bald mehr als 20.000 werden. Deshalb strömen bereits unzählige Arbeitssuchende aus fernen Bundesländern nach Altamira, um sich rechtzeitig für eine Stelle zu bewerben. Meistens besitzen sie nur das Allernotwendigste. Ein Quartier können sie sich nur die ersten Tage leisten, da die Preise aufgrund der NAchfrage explodiert sind. Dann schlafen sie in den Straßen von Altamira oder rund um den Busbahnhof, wo sie einfach ihre Hängematten unter den Bäumen befestigen.
Die Situation in der Stadt wird für die Bewohner immer unerträglicher.

JN-Video, 12.4.2012
Altamira (PA) recebe milhares de trabalhadores por conta de Belo Monte
Perto da usina, o JN no Ar encontrou contrastes. Por um lado, a alegria da conquista do emprego. Por outro, as dificuldades do aumento populacional.


Agência Brasil, 18/04/2012
Centenas desempregados dormem nas ruas de Altamira à espera de vagas em Belo Monte
Altamira (PA) – A Usina Hidrelétrica de Belo Monte representa, para muitos desempregados, a possibilidade de começar uma nova vida no Norte do país. Atualmente, há cerca de 7,7 mil operários contratados diretamente pelo Consórcio Construtor de Belo Monte (CCBM). A previsão é atingir, em 2013, 21 mil trabalhadores nos canteiros de obras. Mas, enquanto esssas vagas não surgem, muitos desempregados estão em Altamira (PA) enfrentando problemas sérios para se manter.

Entlassungen und Misshandlungen von Streikbeteiligten des Kraftwerks Belo Monte

Während die Verhandlungen zwischen Streikenden und Baukonsortium von Belo Monte nicht voran kommen, klagen die Arbeiter über Entlassungen und Verhaftungen. Der Zimmermann Francenildo Teixeira Farias sagte, dass er und weitere 60 Arbeiter teilweise mit Schlägen gezwungen wurden, die Entlassung zu unterschreiben, weil sie an den Streiks von 5. bis 12. April beteiligt waren.

Mehrere Arbeiter und ein Gewerkschaftsvertreter von Sintrapav erstatteten wegen der Entlassungen Anzeige bei der Polizei. Laut G1.Globo bezeichneten 4 Arbeiter ihre Entlassungen als Vergeltungsmaßnahme und Racheakt des Konsoriums, weil sie sich am Streikkomitee beteiligt hatten.

Xingu Vivo veröffentlichte ein Video von der Festnahme des Schweißers Raimundo Nonato Diniz, einen der 60 Entlassenen. Raimundo wurde am Sonntag (15.4.) in der Nacht von Sicherheitsleuten des Baukonsortiums aus dem Bett und auf ein Pickup der Polizei gezerrt. Er wurde inhaftiert, verleumdet, beschimpft und getreten, und erst am nächsten Tag wieder frei gelassen mit dem Argument, es wäre ein Irrtum gewesen.

Karl-Weiss-Journalismus, 18.4.2012
Brasilien wie es leibt und lebt
Die Verbrechen des ‘Marabazinho’
Das schlägt dem Fass wirklich den Boden ins Gesicht! Wir schreiben das 21. Jahrhundert, die allgemeine Deklaration der Menschenrechte ist schon über 50 Jahre alt und hier, mitten in Brasilien, werden Arbeiter verfolgt, die ihre Rechte anmahnen und eine Gewerkschaft organisieren wollen, ins Gefängnis geworfen, verprügelt, entlassen und nicht ausbezahlt. Wo das stattfindet: Belo Monte, wo mitten im Amzonasurwaldgebiet eine der grössten Staumauern der Welt gebaut und einer der grössten Stauseen der Welt vorgesehen ist.
Alle 60 Teilnehmer der Manifestation wurden gefilmt und entlassen, nach Angaben der Arbeiter. Ein gewählter Vertreter, der ins Büro der Baustelle ging und sich beschwerte, wurde verprügelt.
Ebenso wurden die fünf Arbeiter entlassen, die das Gründungsdokument der Gewerkschaft unterschrieben hatten. Nach Angaben eines der neuen „Gewerkschafter“ hat sich die Direktion der Firma (Consortium) geweigert, sich den Rest der Forderungen, die 80% von allen ausmachen, überhaupt auch nur anzuhören.
Besonders schlimm erging es einem Schweisser, der auf dem Marsch gefilmt wurde, mit dem Spitznamen „Marabazinho“.


Xingu Vivo, 17.4.2012
Belo Monte demite 60, agride e manda prender trabalhadores
Uma liderança grevista foi demitida e agredida por um segurança privado do consórcio. Outro, que aparecera em vídeo participando da greve em gravações internas feitas pela empresa, foi demitido e posteriormente preso sem explicação pela Polícia Militar.
Raimundo Nonato Diniz, 29 anos, soldador, é um dos 60 demitidos pelo CCBM. Trabalhava no sítio Belo Monte, maior canteiro da obra. Domingo (15.4.) às 22 horas, seguranças privados do alojamento conduzem os policiais até Raimundo, que é jogado no chão, algemado e levado, sem camisa, para a caçamba de uma das picapes policiais.

Altamira Hoje, 17.12.2012
Trabalhador diz que foi demitido após greve
O operário Francenildo Teixeira Farias afirma que cerca de 60 trabalhadores foram demitidos pelo Consórcio Construtor Belo Monte (CCBM) na semana passada, em Altamira, após participação na greve no canteiro de obras da usina, ocorrida entre os dias 5 e 12 de abril.
Francenildo integrou a comissão de greve em Belo Monte, com outros cinco operários, e todos teriam sido desligados pelo CCBM. "Nenhuma de nossas demissões teve uma justificativa pertinente, eles (CCBM) nos disseram apenas que a empresa não tinha mais interesse em nossa mão-de-obra", disse Francenildo.

O Estado de S. Paulo - 17/04/2012
Reunião em Belo Monte acaba indefinida, diz consórcio
O Consórcio Construtor Belo Monte (CCBM) informou, por meio de sua assessoria de imprensa, que a reunião da terça-feira com os representantes dos trabalhadoras da hidrelétrica de Belo Monte, que está sendo construída no Rio Xingu, na cidade de Altamira, no Pará, acabou sem uma definição.

Globo, 20.4.2012 (Vídeo)
Operários de Belo Monte demitidos denunciam 'retaliação' no PA
Eles participaram de comissão durante greve em frente de trabalho.
Consórcio construtor nega perseguição e diz que há 'alta rotatividade'.

Dengue-Fieber auf den Baustellen von Belo Monte

Bei mehreren Arbeitern des Wasserkraftwerks Belo Monte wurde in den Krankenhäusern von Altamira Dengue-Fieber diagnostiziert. Pro Tag kommen ca. 30 Patienten mit Dengueverdacht ins Spital Santo Agostinho, von denen bei fünf die Krankheit festgestellt wird. Im städtischen Spital São Rafael wurden in den letzten Tagen bereits 50 Fälle registriert.

An den fünf Baustellen für das Wasserkraftwerk Belo Monte sind derzeit ca. 7.000 Menschen beschäftigt. Das Gebiet innerhalb der Großen Schleife ist außerdem für Malaria bekannt.

Das Baukonsortium Belo Monte (CCBM) informierte über "tägliche Aktionen auf allen Baustellen zur Verhütung und Bekämpfung von Dengue-Fieber, wie Versprühen von Insektiziden oder Aufklärungskampagnen in regelmäßigen Abständen durch gut geschultes Personal".

Die lokalen Ärzte beklagen hingegen die schlechte Wasserqualität, weshalb sehr viele Arbeiter an Durchfall erkranken. Die Staatsanwaltschaft erteilte den Gesundheitseinrichtungen in Altamira vor kurzem per Gerichtsbescheid 18 Auflagen, um die teilweise chaotischen Zustände in den Spitälern zu verbessern. Seit 13.4. streikt das Gesundheitspersonal von Altamira, wodurch in der Stadt Zustände herrschen wie nie zuvor in der Geschichte. Von der Stadtgemeinde Altamira massenweise angestellte Praktikanten und Hilfsarbeiter lösen die dramatische Situation nicht.

Agência Brasil, 17.4.2012
Dengue avança nos canteiros de obras de obras da Hidrelétrica de Belo Monte
Diversos trabalhadores da Usina Hidrelétrica de Belo Monte, no Pará, têm sido diagnosticados com dengue em hospitais de Altamira, município mais próximo ...

Altamira Hoje, 17.4.2012
Altamira vive um dos piores momentos da Saúde pública em toda a sua história.

Anapu em Foco, 13.4.2012
JUSTIÇA EXIGE SOLUÇÃO PARA CAOS NO HOSPITAL DE ALTAMIRA
A Justiça Federal concedeu liminar ao Ministério Público Federal(MPF) e ao Ministério Público do Pará (MP-PA) determinando à Prefeitura de Altamira, no oeste do estado, que tome 18 medidas para resolver os problemas que transformam em caos o atendimento de saúde no Hospital Municipal São Rafael. Algumas medidas são urgentes,outras têm prazos que variam entre 30 dias e seis meses. A decisão da juíza Luciana Sayd Daibes é do dia 24 de fevereiro mas será publicada na próxima semana no Diário Oficial da Justiça.

O Xingu, 27.4.2012
Altamira registrou 690 casos de dengue este ano
De 1º de janeiro a quarta-feira (25), o Pará notificou 13.565 casos suspeitos de dengue de todos os tipos, dos quais foram 4.707 confirmados. São 4.679 registros de dengue clássica, 21 de dengue com complicação, seis de febre hemorrágica da dengue e um de síndrome do choque do dengue.

Dienstag, 17. April 2012

OAB-Anhörung zu Kritik und Nutzen des Kraftwerkprojekts Belo Monte

Der Bundesrat der Anwaltskammer Brasiliens (OAB) hielt heute (16.4.) in Brasília-DF eine Anhörung und breit angelegte Debatten über den Bau des Wasserkraftwerks Belo Monte ab. Verschiedene Institutionen, Teile der Bevölkerung und Umweltexperten nahmen daran teil. Im Mittelpunkt stand die Umsetzung der vom Umweltinstitut IBAMA auferlegten Bedingungen zur Eindämmung der sozio-ökologischen Auswirkungen des Kraftwerks.

Die im Februar 2010 erteilte Vorlizenz (mit der Nummer 342) die endgültige Lizenz vom Juni 2011 (mit der Nummer 795) sahen insgesamt 117 Bedingungen vor. IBAMA berichtete von 12 Inspektionen während der letzten sechs Monate und einer gerichtlichen Beanstandung, weil viele Infrastukturprojekte in den vom Kraftwerksbau betroffenen Gemeinden nicht umgesetzt wurden.

Antonia Melo, Vorsitzende von Xingu Vivo para Sempre, übte heftige Kritik am Baubeginn. Die Entschädigungszahlungen seien nicht wie vereinbart an die enteigneten Siedler erfolgt. Die Städte und vor allem Altamira seien nicht auf den Ansturm der Arbeitermassen vorbereitet worden. Der Immobilienmarkt sei explodiert, langjährige Mieter und kleinere Geschäfte wurden gekündigt, weil Norte Energia mehr bezahlt. Doch auch die Unterbringungen und Verpflegungen der Arbeiter seien zufriedenstellend, weshalb es immer wieder zu Streiks käme. "Und es wundert nicht, dass die Regierung hier nicht entsprechend kontrolliert, weil Norte Energia selber Teil der Regierung ist," bemerkte Antonia.

OAB, 16.4.2012
OAB conhece críticas e benefícios do projeto da Usina de Belo Monte
Brasília – O Conselho Federal da Ordem dos Advogados do Brasil (OAB) foi palco hoje (16) de um amplo debate entre autoridades, população e especialistas em Direito Ambiental ligados ao projeto de construção da Usina Hidrelétrica de Belo Monte na cidade de Altamira, no Pará. Na audiência, conduzida pelo presidente nacional da OAB, Ophir Cavalcante, os conselheiros federais receberam esclarecimentos sobre como vem se dando o cumprimento das condicionantes exigidas quando da concessão da licença ambiental para o aproveitamento hidrelétrico de Belo Monte.
As críticas mais veementes ao projeto foram feitas pela coordenadora do Movimento Xingu Vivo Para Sempre, Antônia Melo, que apresentou um leque de problemas que surgiram como decorrência do início das obras. Ela citou a falta de assentamento apropriado e o não cumprimento no pagamento de indenizações às famílias ribeirinhas da Volta Grande do Xingu; a falta de investimento em educação e na contratação de especialistas em saúde, como havia sido prometido; o aumento da violência e do trânsito nas cidades em virtude do vertiginoso crescimento populacional; e a especulação imobiliária, que fez com que comerciantes pequenos fechassem as portas por não conseguir arcar com aluguéis. Por fim, a coordenadora do Movimento cobrou maior fiscalização. “Como pode o governo fiscalizar a si mesmo? Isso porque todos sabemos que a Norte Energia representa o governo”, acrescentou.

Samstag, 14. April 2012

Brasilien: Neuerliche OAS-Anfrage wegen Belo Monte

Die Interamerikanische Menschenrechtskommission (IACHR) der Organisation amerikanischer Staaten (OAS) verlangte von der brasilianischen Regierung wiederholt Auskünfte über die Situation der indigenen Völker im Xingu-Becken, wo das Wasserkraftwerk Belo Monte gebaut wird. Bereits im April 2011 gab es eine ähnliche Anfrage, wo der Stopp von Belo Monte gefordert worden war.

Die Kommission fordert Informationen über Veränderungen der Wasserqualität des Xingus seit dem Baubeginn. Laut der IACHR wäre das Wasser für die indigenen und traditionellen Gemeinschaften verschmutzt und gesundheitsschädigend. Das Gericht auch fragt wie ist die Neuzuordnung von Bauern weitergeleitet wird. Außerdem wird die Regierung um Bekanntgabe von Umsiedlungsprojekten sowie von Maßnahmen zur Verringerung der Auswirkungen des Kraftwerks Belo Monte gebeten.

Die Regierung hat für die Beantwortung eine Frist von 20 Tagen.

Agência Brasil, 13.4.2012
CIDH notifica o governo brasileiro e pede informações sobre comunidades que habitam a Bacia do Rio Xingu
No documento, a comissão solicita informações sobre alterações na qualidade da água do Rio Xingu. A água desse rio estaria, de acordo com a CIDH, prejudicanto a saúde de comunidades tradicionais e indígenas. O órgão também indaga como está sendo encaminhado o remanejamento de agricultores. Além disso, a CIDH solicita também que o governo informe sobre medidas adotadas para reduzir os impactos da construção da usina.

Xingu Vivo, 13.4.2012
CIDH cobra novas explicações do Brasil sobre violações de direitos

Erste Verhandlungsergebnisse für die Arbeiter von Belo Monte

Vertreter des Baukonsortiums Belo Monte (CCBM) und der Gewerkschaft (Sintrapav) einigten sich am Freitag (13.4.) über einige Forderungen der Arbeitnehmer.

Zur Verbesserung des Transportes der Arbeiter sollen 20 zusätzliche Omnibusse eingestellt werden. Die Form der Lohnauzahlung soll verbessert werden. Bisher wurden alle 7.000 Arbeiter am Monatsanfang in einer Diskothek in Altamira ausbezahlt, was zeitraubend und gefährlich war. Ab Mai soll der Handy-Betreib auf den Baustellen funktionieren. Außerdem wird die Gewerkschaft einen eigenen Sitz auf den Baustellen errichten.

Die Verhandlungen sollen am Montag über Lohnerhöhung und Urlaubsregelungen fortgesetzt werden.

Reuters, 13.4.2012
Belo Monte:sindicato e consórcio fecham acordo para alguns temas

Donnerstag, 12. April 2012

Belo Monte: Arbeiter drohen mit neuen Streiks

Die für 10.4. geplanten Lohnverhandlungen des Baukonsortiums Belo Monte mit der Gewerkschaft fanden nicht statt. Ohne Angaben von Gründen verschob die Firma zunächst das Treffen mehrere Male, und am Abend nannte sie den 12.4. als neuen Termin.
Die Arbeiter wollen den Streik am 13.4. wieder aufnehmen, sollte es bis dahin keine Verhandlungsergebnisse geben.

Anapu em Foco, 11.4.2012
BELO MONTE: IMPASSE CONTINUA E OPERÁRIOS PODEM ENTRAR EM GREVE
Continua o impasse entre os trabalhadores e a empresa Consórcio Construtor Belo Monte (CCBM) no canteiro de obras da usina, em Altamira. A reunião que estava prevista para acontecer na manhã de ontem (10), foi adiada para esta quinta-feira (12). Caso não haja o encontro entre as partes, a categoria promete paralisar novamente as obras na próxima sexta-feira (13).

Mittwoch, 11. April 2012

Enteignete Siedler erhielten noch keine Entschädigungszahlungen


Kleinbauern und Siedler der Großen Schleife des Xingu beschwerten sich bei der Staatsanwaltschaft in Altmira, dass Norte Energia S.A. die Verträge der Entschädigungszahlungen nicht einhält. Für den Bau des Staudammes Belo Monte wurde das gesamte Gebiet der Großen Schleife enteignet. Norte Energia zahlt aber weder die vereinbarten Beträge noch hält sie die Frist ein.

"Heute müssen wir um Hilfe bitten, um aus dieser verzwickten Situation heraus zu kommen, die wir nicht verschuldet haben. Niemand kümmert sich um unsere Anliegen. Sie haben uns betrogen; haben einen Betrag für die Entschädigung ausgemacht und nun wollen sie einen anderen zahlen. Sie haben den 15. Februar als Zahltag vereinbart, und bis heute haben wir kein Geld erhalten," sagte einer der Betroffenen.

Altamira Hoje, 11.4.2012

Agricultores ameaçam entrar na Justiça contra a Empresa Norte Energia por quebra de contrato.

Na tarde desta segunda (09/04), agricultores da Volta Grande do Xingu procuraram o Mistério Público Federal para apresentar denúncias em desfavor da Norte Energia acerca da quebra de Contrato sobre indenizações que estariam foram do prazo combinado e em valores menores que acordos firmados anteriormente.

Dienstag, 10. April 2012

Bischof Kräutler: "Xingu-Vivo-Aktivisten wird das Leben zur Hölle gemacht"

Vorarlberg Online, 10.4.2012
Staudamm Belo Monte: “Es gab nie einen Dialog
Rund um die Uhr wird trotz Protesten am riesigen Staudamm vor Altamira gebaggert. Bischof Erwin Kräutler (72), der 2010 mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde, prangert Belo Monte im VN-Interview mit Thomas Matt an: Das riesige Kraftwerk am Rio Xingu wird gegen alle Proteste durchgezogen.

Wie weit sind die Arbeiten an Belo Monte gediehen?

Bischof Kräutler: Die von uns immer befürchtete Strategie der Regierung, das Volk am Xingu schlichtweg vor vollendete Tatsachen zu stellen, ist Wirklichkeit geworden. Es gab nie einem Dialog zwischen der Regierung und der Bevölkerung. Die Arbeiten laufen auf vollen Touren. Jeden Morgen bringen schon zwischen fünf und halb sechs Uhr Dutzende Omnibusse die Arbeiter, die am Baugelände noch keine Unterkunft haben, von Altamira zum etwa 60 Kilometer entfernten Belo Monte. Die mit allen möglichen Versprechen angeheuerten ehemaligen Arbeitslosen haben um vier Uhr morgens Tagwache und kommen frühestens zwischen acht und neun Uhr abends in ihre Unterkünfte zurück. Alle Busse sind ausrangierte Fahrzeuge, die den Arbeiterinnen und Arbeitern nicht einmal ein Minimum an Komfort bieten. Die Arbeitsbedingungen sprechen der brasilianischen Arbeitsgesetzgebung Hohn. Überstunden werden nicht vergütet. Erst nach sechs Monaten sind Familienbesuche vorgesehen. Tag und Nacht, auch samstags und sonntags wird gearbeitet.

Welche Aktionen des Widerstands laufen derzeit?

Bischof Kräutler: Der Widerstand kommt nun aus den Reihen der Arbeiter. Sie drohten zunächst nur mit Streik, dann aber machten sie mit der Drohung ernst. Ich konnte vom Fenster meines Büros um halb sechs Uhr früh den Aufstand der Arbeiterinnen und Arbeiter mitverfolgen, die sich einfach weigerten, die Omnibusse zu besteigen. Schließlich rückte eine Sondereinheit der Polizei mit Gummigeschossen an. Einschüchterungsmanöver. Ein Arbeiter schrie nach dem Bischof: „Bispo, schau, was hier vor sich geht!“ Die Polizei beschwichtigte sofort: „Keine Sorge! Wir tun euch eh nichts!“ Die Omnibusse fuhren schließlich leer in die Garage und die Leute gingen nach Hause oder in ihre Unterkünfte zurück. Von der Situation im Baugelände gibt es nur spärliche Informationen. Niemand wird hineingelassen, um sich vor Ort ein Bild machen zu können.

Antônia Melo de Silva berichtet über massive Einschüchterungen und Todesdrohungen durch die Betreiber. Hat sich die Tonart derart verschärft?

Bischof Kräutler: Das Wort „Einschüchterung“ ist viel zu mild. Was wirklich vorgeht, spottet jeder Beschreibung. Wer sich „aufregt“, wer Menschenrechtsverletzungen „anzeigt“, hat mit Folgen zu rechnen. Alle möglichen juristischen Schikanen, die man sich nur vorstellen kann, können das Leben zur Hölle machen. Mit seiner Unterschrift will ein unverschämter Richter alle Menschenrechtsaktivisten aus dem Weg räumen und ihnen den Mund schließen, ja sogar einem Journalisten seine professionelle Tätigkeit verbieten. Mich schaudert es einfach bei der Feststellung, dass sich im Zusammenhang mit Belo Monte die übelsten Methoden aus der Asche der Militärdiktatur der 60er-, 70er- und 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts neu erheben. Ich kenne Antônia Melo, Mônica, Lázaro und den Journalisten Ruy persönlich. Was ihnen vorgehalten wird, ist gemeine Lüge und verbrecherische Verleumdung. Rechtsanwälte erklären die richterliche Verfügung als völlig absurd und bar jeder gesetzlichen Grundlage. Aber es ist schwer, einem Richter einen Prozess anzuhängen!

Wie hast du persönlich Ostern gefeiert?

Bischof Kräutler: Ich habe meinen Leuten schon nach meiner Bischofsweihe versprochen, die Karwoche und Ostern immer in Altamira zu verbringen.

Proteste bei US-Besuch von Präsidentin Rousseff

Am Montag (9.4.) protestierten über 100 Personen in Washington (USA) gegen die umweltfeindliche und asoziale Politik der brasilianischen Regierung. Auf Spruchbändern und Plakaten kritisierten die Demonstranten die Änderungen des Waldschutzgesetzes, den Bau des Wasserkraftwerks Belo Monte, den Stillstand bei der Agrarreform, und vor allem die mangelde Unterstützung für Umweltaktivisten, die wegen ihres Einsatzes für den Schutz der Regenwälder bedroht. Besonders erwähnt wurden jene, die während der letzen zehn Jahre wegen ihres Einsatzes für Wald- und Landrechte ermordet wurden, wie Chico Mendes, Dorothy Stang, Zé Cláudio und Maria do Espírito Santo. In kinem dre Fälle sind die Gerichtsverfahren abgeschlossen.
Die Demonstration fand am selben Tag statt, als Präsidentin Dilma Rousseff ihren Amtskollegen Barack Obama zu Beratungen und Verhandlungen traf.

taz, 10.4.2012
Belo Monte: Das Unheil nimmt seinen Lauf
Beim Bau des riesigen Wasserkraftwerks Belo Monte am Amazonas-Nebenfluss Xingu herrschen statt Partizipation Autoritarismus und Vetternwirtschaft. Bischof Erwin Kräutler aus Altamira fühlt sich an die Diktatur erinnert. Letztes Jahr begannen die Bauarbeiten für das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt.
Nach dem ersten bestätigten tödlichen Arbeitsunfall kam es jetzt zu Streikmaßnahmen und Straßensperren, die über über die Ostertage unterbrochen wurden.

Xingu Vivo, 9.4.2012
Protesto em Washington é só o começo das criticas ao Brasil, avisam ativistas
Na manhã desta segunda, 9, cerca de 100 pessoas participaram, em Washington, EUA, de uma marcha e um protesto contra as políticas anti-ambientais e anti-sociais do governo brasileiro – mudanças no Código Florestal, a hidrelétrica de Belo Monte, paralisação da reforma agrária, e principalmente o abandono das lideranças sociais da Amazônia ameaçadas ou assassinadas em função da luta pela floresta. A manifestação ocorreu no mesmo dia em que a presidente Dilma Rousseff se encontrou com seu colega Barack Obama.

Folha, 8.4.2012
Dilma desembarca nos EUA para discutir educação, comércio e 'temas globais'
A delegação brasileira que iniciou a visita aos Estados Unidos neste domingo, encabeçada pela presidente Dilma Rousseff, assinará sete acordos bilaterais e outros 14 relativos ao programa Ciência Sem Fronteiras.

Freitag, 6. April 2012

Baukonsortium Belo Monte zahlt keine Steuern an Altamira

Die Stadtverwaltung von Altamira beklagt, dass das Baukonsortium CCBM nicht die für Dienstleistungen vorgesehenen Steuerabgaben (ISS) entrichtet. Der dadurch entstandene Schaden wird allein für die an Norte Energia ausgestellten Rechnungen mit R$ 50 Mio beziffert.
Das Konsortium hat bereits in Altamira bei Gericht um eine Autorisierung für die Rücklage von 2 % an Steuern gefordert, während die Präfektur seit vielen Jahren 4 % einhebt.
Die Richter Cristina Collyer Damásio lehnte das Ansuchen ab und der Prozess wird an das Gericht in Belém als nächste Instanz weiter geleitet. Sollte dort dem Konsortium Recht gegeben werden, müsste die Stadtverwaltung noch 5bis 10 Jahre auf das Geld warten.

Altamira Hoje, 5.4.2012
PREFEITURA DE ALTAMIRA ACUSA CCBM DE NÃO PAGAR IMPOSTO
O Consórcio Construtor Belo Monte (CCBM) está se negando a recolher o Imposto Sobre Serviço – ISS decorrente da obra UHE Belo Monte ao município de Altamira, na mesma proporção paga por todos os demais prestadores de serviços do município. As perdas de receitas estão estimadas em aproximadamente R$ 50.000.000,00, apenas das notas fiscais emitidas do CCBM à Norte Energia, no período de execução da obra.

Brasilien: Amnestie für illegalen Kahlschlag

ORF.at, 6.4.2012
Abholzung hat sich verdreifacht
Seit Jahrzehnten steht der Amazonas-Regenwald im Fokus der Naturschützer. Durch die systematischen Rodungen wird das dortige Ökosystem immer mehr zerstört. Nun präsentierte das brasilianische Institut für Raumforschung schockierende Zahlen: Die seit Jahresbeginn gerodete Fläche im Amazonas-Gebiet ist bereits dreimal so groß wie im Vergleichszeitraum im Vorjahr. Zudem geht die brasilianische Politik kaum dagegen vor - ganz im Gegenteil: So soll das Waldgesetz weiter gelockert werden, Amnestie für illegalen Kahlschlag inklusive. Umweltorganisationen sehen darin einen „Freibrief für Rodungen“.

Blickpunkt Lateinamerika, 4.4.2012
Niederschmetternde Ökobilanz für Rousseff-Regierung
In Brasilien haben Umweltgruppen nach einjähriger Amtszeit von Staatspräsidentin Dilma Rousseff kritisch Bilanz gezogen. Demnach erlebt die Umweltagenda des südamerikanischen Landes ihren größten sozioökologischen Rückschlag seit dem Ende der Militärdiktatur (1964-1985), der sämtliche Nachhaltigkeitserfolge seit 1998 zunichtemache.
Die insgesamt 39 Organisationen kündigten an, ihre in einem Dokument zusammengefassten Vorwürfe an die Vereinten Nationen weiterzuleiten. "Die Situation ist beklagenswert", sagte Mario Mantovani von ´SOS Mata Atlantica´ vor ausländischen Journalisten am 28. März. "Brasilien verfährt wie 1700, als es ein Rohstofflieferant war, nur diesmal mit Technologie", kritisierte er in Anspielung auf den monokulturellen Anbau von Agrargütern. Auf diese Weise werde die soziale Funktion von Land ignoriert, für deren Anerkennung man solange gekämpft habe.

3sat, 6.12.2011
Amnestie für Umweltverbrechen

Streik in Belo Monte über Ostern eingestellt


Die Arbeiter des Wasserkraftwerks Belo Monte haben beschlossen, die seit letzter Woche durchgeführten Streiks und Straßensperren an der Stadtausfahrt von Altamira über die Osterfeiertage einzustellen. Mit dieser Strategie konnten sie verhindern, dass die in Vitoria do Xingu und Brasil Novo untergebrachten Arbeiter nicht zu den verschiendenen Baustellen für das Kraftwerk Belo Monte transportiert werden konnten.

Die Arbeiter werden die Streiks über Ostern aussetzen und die Sitzung der Gewerkschaft mit dem Baukonsortium CCBM am 10. April abwarten. Sollten ihre Forderungen bis 16. April nicht erfüllt werden, werden die Streiks und Kundgebungen wieder aufgenommen.

Per Telefon berichteten einige Arbeiter, dass sie die Gewerkschaft der Schwerindustrie (Sintrapav) nicht als Verhandler akzeptieren. Sie behaupteten, dass Druck auf sie ausgeübt wurde, die Arbeiten aufzunehmen, und dass ihnen Kündigungen angedroht wurden. Das Baukonsortium bestreitet Entlassungen aufgrund der Teilnahme an Demonstrationen.


Präsidentin Dilma Rousseff (PT) wandte sich bei einem Treffen mit Mitgliedern des Klimaforums im Palácio do Planalto in Brasília an jene Umweltgruppen, die gegen den Bau von Wasserkraftwerken in Amazonien sind. Einmal mehr betonte sie die Entschlossenheit der Regierung zum Ausbau der Wasserkraft, um die Energieversorung Brasiliens sicher zu stellen. Sie sagte, dass "Menschen, die gegen den Bau von Wasserkraftwerken sind, in einem Zustand der 'Phantasie' leben". Sie sei in Spanien gewesen, um sich dort Windkraftwerke anzusehen, doch die Räder seien seit acht Monate still gestanden, weil kein Wind ging. "Stauseen für die Kraftwerke können wir bauen, aber Reservatorien für Winde nicht", sagte Dilma.

Antonia Melo von Xingu Vivo para Sempre sagte dagegen, dass "diejenigen in einem Zustand der Phantasie leben, die nicht mit jenen sprechen, die anderer Meinung sind, und die alles von oben herab bestimmen und durchsetzen."

Estado de S. Paulo, 5.4.2012
Protestos em Belo Monte estão suspensos até terça-feira
Os trabalhadores das obras da usina hidrelétrica de Belo Monte, na Volta Grande do Rio Xingu, Altamira do Pará, decidiram suspender as manifestações que realizavam desde a semana passada na Rodovia Transamazônica como estratégia para impedir que os trabalhadores retornassem aos canteiros dos de obra.
Os manifestantes vão suspender a greve por causa do feriado de Páscoa e esperar a reunião prevista para o dia 10. Caso as reivindicações não sejam atendidas, eles prometem retomar a paralisação a partir do dia 16.

Estado de S. Paulo, 5.4.2012
Pessoas contrárias a hidrelétricas na Amazônia vivem 'fantasia', diz Dilma
Presidente adverte que não mudará os planos de desenvolvimento para a região

Donnerstag, 5. April 2012

Menschenkette stoppt Arbeiten am Staudamm Belo Monte


Laut Agência Brasíl wurden die Arbeiten auf den fünf Baustellen des Staudamms Belo Monte, Rio Xingu (PA), am Mittwoch früh (4.4.) durch eine Kette von Arbeitern, Mitgliedern sozialer Bewegungen und Demonstranten, die gegen den Bau des Kraftwerks und die mit den Arbeitsbedingungen unzufrieden sind, gestoppt. Das Baukonsortium CCBM konnte nicht informieren, ob die Arbeiten im Laufe des Tages aufgenommen wurden oder nicht.

Xingu Vivo berichtet, dass der Streik für bessere Arbeitsbedingungen an den Baustellen Belo Monte bereits den siebenten Tag andauert. An der Einfahrt von Altamira gab es wieder eine Kundgebung mit den bekannten Forderungen.  Bisher gab es dazu seitens des Konsortiums keine Antwort.

Spezialeinheiten des Militärs versuchten die Arbeiter einzuschüchtern und zur Arbeitsaufnahme zu bewegen.

Weiters berichtet Xingu Vivo von Listen jener Arbeiter, die am Zustandekommen der Streiks beteiligt waren und dass sie entlassen werden sollen. Das Unternehmen dementiert und nennt den 16. April (nach anderen Quellen den 10. April) für die Bekanntgabe der Ergebnisse der Verhandlungen.

Xingu Vivo, 4.4.2012
Tropa de Choque tenta obrigar operários a voltar ao trabalho
Os trabalhadores de Belo Monte, há sete dias em greve por melhores condições de trabalho, ainda não obtiveram nenhuma resposta da empresa. Na manhã de hoje realizaram mais um bloqueio na rodovia Transamazônica

Agência Brasíl, 04/04/2012
Cordão humano interrompe acesso a canteiros de obras de Belo Monte
Brasília – O trabalho nos cinco canteiros de obra da Usina Hidrelétrica de Belo Monte, no Rio Xingu (PA), foi interrompido no começo desta manhã por um cordão de trabalhadores e manifestantes de movimentos sociais insatisfeitos com a construção da usina e as condições de trabalho.

Mittwoch, 4. April 2012

Richterliche Verfügung gegen "Xingu Vivo": Aktionen gegen Belo Monte verboten


Laut neuesten Meldungen von Xingu Vivo para Sempre werden vier Aktivisten der Bewegung - Antonia Melo da Silva, Lázaro Verçosa, Mônica Brito und der freie Journalist Ruy Marques Sposati (für Xingu Vivo sowie nationale und internationale Medien tätig) - beschuldigt, die Anfahrt der Arbeiter zu den Baustellen des Kraftwerks Belo Monte am 30. März behindert zu haben.

Durch die einstweilige Verfügung des Richters Wandern Luis Bernardo vom Zivilgericht in Altamira ist ihnen die Teilnahme an Manifestationen gegen das Kraftwerk Belo Monte verboten. Bei Nichtbeachtung der Anordnung ist eine Geldbuße von R$ 5.000 pro Tag vorgesehen.

Der Richter fordert die Xingu-Vivo-Mitglieder Antonia Melo, Lázaro Verçosa, Ruy Sposati und Mônica Brito auf, "von jeder Form der Besitzstörung gegenüber dem Konsortium Belo Monte Abstand zu nehmen". Weiters dürfen die Mitglieder der Bewegung sämtliche Tätigkeiten auf den Baustellen von Pimental, der Kanal- und Deichanlagen sowie beim Kraftwerk Belo Monte in keiner Weise behindern, "weder eindringen, besetzen oder plündern, noch den Zugang des Konsortiums und seiner Mitarbeiter zu den Baustellen behindern".

Die einstweilige Verfügung wurde auf der Legislativen Versammlung von Pará (3.4.) diskutiert. Landtagsabgeordneter Edmilson Rodrigues (Psol) kritisierte die Entscheidung. "Es ist nicht hinnehmbar, dass die Justiz BürgervertreterInnen daran hindert, Kontakte zu Arbeitnehmern eines Projekts zu haben, das große Auswirkungen auf die Region hat, und dass das Recht auf freie Meinungsäußerung beschnitten wird", beklagte Edmilson.

Im Hintergrund stehen Anschuldigungen des Baukonsortiums Belo Monte gegen die Umweltaktivisten, sie hätten den Transport der Arbeiter zu den Baustellen bloquiert und dadurch den Streik "künstlich" herbei geführt. Die vier Beschuldigten weisen die Vorwürfe von sich und sprechen von Verleumdungen. Drei der Umweltschützer waren aufgrund von Verpflichtungen nicht am Ort des Geschehens. Nur Ruy war in Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit bei den Kundgebungen.

Medien berichten auch heute (4.4.) von weiteren Demonstrationen der Arbeiter an der Einfahrt von Altamira, wo die Autobusse wieder angehalten und Menschenketten gebildet wurden.

Assembléia Legislativa do Pará, 3.4.2012
Justiça proíbe manifestações em Belo Monte
Integrantes do Movimento Xingu Vivo para sempre estão proibidos de fazer qualquer manifestação que obstrua os trabalhos no canteiro de obras de Belo Monte. Uma liminar expedida pelo juiz Wander Luís Bernardo, da 2ª Vara Cível da Comarca de Altamira, prevê a aplicação de uma multa de R$ 5 mil por dia, em caso de descumprimento. A liminar foi colocada em pauta no plenário da Assembleia Legislativa do Pará pelo deputado estadual Edmilson Rodrigues (Psol), que criticou a decisão. “É inadmissível que a justiça impeça que lideranças tenham acesso a trabalhadores de um projeto que terá grandes impactos na região e que impeça também o direito a livre manifestação”, criticou Edmilson.

Xingu Vivo, 4.4.2012
Nota: A estapafúrdia criminalização da moléstia!
Juiz de Altamira impõe interdito proibitório ao Movimento Xingu Vivo baseado em denúncia fantasiosa de que quatro de seus membros teriam fechado a Transamazônica, atacado ônibus do Consorcio construtor e colocado em perigo os moradores de Altamira.

Adital, 4.4.2012
Xingu Vivo denuncia manobras do Consórcio Construtor Belo Monte para criminalizar o Movimento
Uma greve geral realizada nos dias 29, 30 e 31 de março por trabalhadores da hidrelétrica de Belo Monte, que está sendo construída no Rio Xingu, no estado brasileiro do Pará, foi o cenário e a ocasião para o Consórcio Construtor Belo Monte (CCBM) criar uma denúncia falsa contra os ativistas do Movimento Xingu Vivo para Sempre (MXVPS), que luta contra a construção da hidrelétrica na região.

O Xingu, 4.4.2012
Operários de Belo Monte bloqueiam saida de Altamira
Na manhã de hoje (04/04), funcionários do Consórcio Construtor Belo Monte (CCBM), voltaram a manifestar na BR-230, o ato começou por volta das 6 horas da manhã. Centenas de operários fecharam a rodovia em frente ao Parque de Exposições da cidade de Altamira (PA).

Altamira Hoje, 4.4.2012
Mais um dia de manifestações de funcionários do CCBM em Altamira.

Belo Monte: unterschiedliche Angaben über Streikbeteiligung


Im Gegensatz zum Betreiberkonsortium Norte Energia erklärten Vertreter der Bewegung Xingu Vivo para Semprer heute (3.4.) mit, dass ein Großteil der am Kraftwerksbau von Belo Monte Beschäftigten weiterhin nicht zur Arbeit erschienen ist. "Höchstens 2.000 Arbeiter gingen zur Arbeit," sagte Ana Laíde von Xingu Vivo in einem Interview mit Rádio Nacional da Amazônia. Am Bau des Kraftwerks Belo Monte sind derzeit etwa 7.000 Arbeitnehmer beschäftigt.

Laut Atnágoras Lopes, dem Vertreter der Gewerkschaft CSP-Conlutas, die allerdings vom Baukonsortium nicht anerkannt wird, liegt die Streikbeteiligung bei 20 % bis 30 % der Arbeitnehmer.

Gestern (2.4.) sagte Wilmar Gomes Dos Santos, Sprecher der Gewerkschaft für Industriebauten (Sintrapav), in einem Interview mit Agência Brasil, die Proteste am Samstag (Errichtung von Straßenbarrikaden, um zu verhindern, dass die Arbeiter zu den Baustellen gebracht werden konnten) seien von politisch motivierten Aktivisten wegen der bevorstehenden Bürgermeisterwahlen erfolgt und nicht wegen arbeitsrechtlicher Forderungen.

Der Vertreter der CSP-Conlutas bestreitet jede politische Motivation und verweist auf die Forderungen der unzufriedenen Arbeiter: Lohnerhöhungen sowie verschiedene Vergütungen; kürzere Frist für Besuche der Familie (alle 90 Tage und nicht alle 180); Verbesserung der Essens- und Wasserqualität;  Bezahlung von Samstag-Überstunden und Verbesserung der Transporte.

Für 10.4. ist ein weiteres Treffen zwischen dem Baukonsortium und der vom Konsortium einzigen anerkannten Gewerkschaft (Sintrapav) geplant.

Die nicht anerkannte Gewerkschaft CSP-Conlutas und die Bewegung Xingu Vivo bezweifeln die Repräsentativität und den Einsatz von Sintrapav zugunsten der Arbeiter.


Agência Brasil, 03/04/2012
Xingu Vivo diz que greve em Belo Monte continua; consórcio afirma que obra voltou à normalidade
Brasília – Representantes do Movimento Xingu Vivo para Sempre, contrário à construção da Usina de Belo Monte (PA), afirmaram hoje (3) que grande parte dos trabalhadores do canteiro de obras continua de braços cruzados. “Não saíram 2 mil trabalhadores para a obra”, disse a representante da entidade Ana Laíde, em entrevista à Rádio Nacional da Amazônia, referindo-se às pessoas que compareceram ao trabalho. O canteiro de obras de Belo Monte conta com cerca de 7 mil trabalhadores.

Para Atnágoras Lopes, integrante da Central Sindical Popular – Coordenação Nacional de Lutas (CSP-Conlutas), a estimativa de adesão à greve é menor. Segundo ele, que é ligado ao comando de greve, de 20% a 30% dos trabalhadores permanecem parados.

O Consórcio Construtor de Belo Monte (CCBM), entretanto, nega que a paralisação continue e afirma que as cinco frentes de trabalho para a construção da usina hidrelétrica no Rio Xingu (sítios Belo Monte; Pimental; canais e diques; as unidades de infraestrutura e de porto e acesso) estão funcionando normalmente.

Xingu Vivo, 3.4.2012
Em Belo Monte, greve continua; nomes de lideranças já estariam em listas de demissões
"O sentimento de todos os trabalhadores é de revolta. A maioria é a favor da greve, ainda mais depois de como trataram a gente no pagamento"
A greve dos operários dos canteiros de obras da Usina Hidrelétrica Belo Monte continua pelo sexto dia. Segundo a comissão da greve, a maioria dos trabalhadores permaneceu de braços cruzados nesta terça, 3.

Lingua Ferina, 3.4.2012
Consórcio Construtor, Força Sindical e Agência Brasil unidos contra grevistas em Belo Monte
Nesta terça-feira, 03 de abril, foram retomados ostrabalhos nos vários canteiros de obra da hidrelétrica de Belo Monte, emAltamira, Pará. O Sindicato dos Trabalhadores nas Indústrias daConstrução Pesada do Estado do Pará (Sintrapav) é a única organizaçãoreconhecida pelo Consórcio Construtor de Belo Monte (CCBM). Esta prerrogativanão é uma decisão da categoria formada por milhares de operários que sequerparticiparam da eleição da atual diretoria.

Lingua Ferina, 3.4.2012
Greve dos operários de Belo Monte: “Eles voltaram ao trabalho pela pressão da polícia e pela omissão do sindicato em organizar a greve”
Os operários da hidrelétrica de Belo Monte,tentando fazer valer o seu direito de greve, enfrentam a dura repressão dapolícia. Pela manhã, fazendo uma verdadeira revolução pela base, ostrabalhadores realizaram uma tentativa de paralisação durante o percurso –feito de ônibus- até o canteiro de obra, porém, a ação foi duramente reprimidapela polícia. “Nesse momento, nesse grau de tensão e sob muita pressão, essesoperários estão trabalhando”, informou o membro da CSP-Conlutas AtnágorasLopes, que esteve presente nesse processo de negociação.

CSP-Conlutas, 16/04/2012
CSP-Conlutas envia denuncia à Mesa Nacional da Indústria da Construção e à MTP (PA) sobre demissões, perseguições e repressão nas obras de Belo Monte
Os operários que trabalharam na obra da Hidrelétrica de Belo Monte (PA) tem realizado um processo intenso de mobilização por direitos. Esses trabalhadores enfrentam a intransigência da patronal com ameaça de demissões, perseguições e repressão por parte da patronal.

Neuerliche Revolte beim Kraftwerksbau Jirau


Laut Angaben des Baukonsortiums Camargo Corrêa kam es am Dienstag (3.4.) früh am Morgen in den Unterkünften des Kraftwerks Jirau am Rio Madeira zu drei Vanalenakten, bei denen 36 Unterkunftseinheiten - ca. 30 % der Gesamtanlage - durch Brandlegung völlig zerstört wurden. Neun Personen wurden festgenommen. Die Regierung bezeichnete die Tat als "Banditentum" und drohte mit schwersten Strafen.
Die Betreiberfirma stellte daraufhin alle Arbeiten ein. Die 3.000 betroffenen Arbeiter wurden in Sportstätten der Hauptstadt Porto Velho überstellt. Viele Arbeiter waren über den Gewaltakt entsetzt und suchten private Unterkünfte auf. 
Die Sicherheitskräfte beim Kraftwerksbau wurden daraufhin nochmals verstärkt.

Seit 9. März wurde in Jirau für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt. Der Brand geschah am Tag nach einer ersten Einigung der Arbeitervertreter mit dem Baukonsortium und der Bekanntgabe des vorläufigen Streikendes.
Vor einem Jahr war es auf den Baustellen des Kraftwerk Jirau bereits zu großen Revolten und Verwüstungen gekommen.

Estado de S.Paulo, 3.4.2012
Canteiro de Jirau é depredado e obras estão paralisadas
Foram registrados 3 atos de vandalismo com o incêndio e depredação de cerca de 30 unidades de alojamentos de trabalhadores
A Construtora Camargo Corrêa, contratada pelo consórcio de Jirau para construção das obras civis da usina hidrelétrica no Rio Madeira, em Rondônia, informou por meio de nota que na madrugada desta terça-feira, 3, atos de vandalismo foram praticados no canteiro de obras, com o incêndio e depredação de cerca de 30 unidades de alojamentos de trabalhadores, o que corresponde a cerca de 30% do total.

Diário da Amazônia, 04/04/2012
Ato de vandalismo paralisa obra da Hidrelétrica de Jirau
Na madrugada de segunda para terça-feira, trabalhadores da Usina Hidrelétrica (UHE) de Jirau, atearam fogo em 39 alojamentos na margem direita do canteiro de obras da UHE, além de saquearem uma farmácia e uma loja de conveniência na margem esquerda. Na manhã de terça, cerca de 3 mil trabalhadores foram retirados do local e encaminhados para alojamentos em Porto Velho e outras cidades de procedência.

Diário da Amazônia, 04/04/2012
Assustados com a violência, muitos trabalhadores optam por voltar para casa
Cerca de três mil trabalhadores da UHE de Jirau foram alojados ontem no Ginásio do Sesi em Porto Velho, onde foi feita uma triagem para ver quem gostaria de ir embora ou preferia continuar na obra. No ginásio, os trabalhadores receberam almoço, passaram por uma  consulta ambulatorial e depois foram encaminhados para hotéis da cidade, em grupos escoltados por policiais militares. De acordo com a assessoria da Camargo Corrêa, todas as pessoas que quiseram sair da obra foram transportadas até Porto Velho e todos os que quiserem voltar para o local de origem ganharão as passagens. Até ontem não se sabia ainda se estas passagens seriam de avião ou de ônibus. Também não havia viagens marcadas.

O Globo, 4.4.2012
Planalto diz que ação na usina de Jirau foi ‘banditismo’
Incêndio atingiu 36 alojamentos de trabalhadores na última terça-feira

Montag, 2. April 2012

Streik bei Belo Monte dauert an


Auch am Montag (2.4.) wurde der Streik am Bau des Kraftwerks Belo Monte fortgesetzt. Am 28.3. traten die Arbeiter der Baustelle Pimentel in Streik. Am selben Tag verunglückte ein Holzfäller tödlich, was eine generelle Streikbeteiligung begünstigte. Das Betreiberunternehmen Consórcio Construtor Belo Monte (CCBM) teilte am Wochende mit, dass auf der Baustelle Belo Monte wieder gearbeitet werde und dass derzeit insgesamt ca. 7.000 Arbeiter beschäftigt seien.

Ein Arbeiter wurde am Montagmorgen während Einschüchterungsmaßnahmen der Militärpolizei (PM) gegen die Streikenden verhaftet. Er musste den Vormittag mit angelegten Handschellen auf einem Pick-up der PM verbringen. Die Polizei setzte auch Tränengas und Pfefferspray ein. Ein Hubschrauber, der von Nord Energie der Polizei und der örtlichen Zivilverteidigung zur Verfügung gestellt wurde, überflog das Gelände.

Wegen des Streiks hat Norte Energia die für Donnerstag geplante Lohnauszahlung bereits heute gemacht. Die ca. 7.000 Arbeiter erhielten die Löhne in Bargeld in einer Diskothek in der Stadt Altamira. Die Presse war davon ausgeschlossen, aber es gelangen einige Aufnahmen.

Eine Gewerkschaftsvertretung der CSP-Conlutas war nach Altamira gekommen und hat mit Norte Energia Verhandlungen aufgenommen. Die Arbeiter kritisieren, dass sie daran nicht beteiligt waren und dass ihre Interessssen nicht entsprechend vertreten werden. Sie fordern eine Auswechlsung der zuständigen Gewerkschaft.

Weiters werden Stimmen laut, dass es bereits zu mehreren Toten bei Arbeitsunfällen gekommen sei. Da es sich jedoch um Arbeiter aus entfernten Bundesstaaten gehandelt hätte, wurden sie einfach den Familien überstellt und es gab keine Berichte.

Xingu Vivo, 2.4.2012
Operário de Belo Monte é preso durante repressão da polícia; greve continua
Um trabalhador da Usina Hidrelétrica Belo Monte foi preso na manhã desta segunda-feira, 2, durante repressão da Polícia Militar (PM) a grevistas que pararam as obras da usina desde a semana passada.

Xingu Vivo, 31.3.2012
Há 3 dias em greve, trabalhadores denunciam sindicato e mortes nas obras de Belo Monte
Na manhã deste sábado foi feito um bloqueio na estrada que dá acesso aos sítios. Operários foram ameaçados de demissão por participar de greve