Samstag, 14. April 2018

Bischof Erwin Kräutler über das Vorbereitungstreffen zur Amazonas-Synode




VaticanNews, 14.4.2018
Mit Audio-Link: Bischof Kräutler über die Versammlung mit dem Papst
Amazonas-Bischof: Überrascht vom Papst
Wie der Vatikan an diesem Samstag mitgeteilt hat, wurde das Vorbereitungsdokument zur Amazonien-Synode beschlossen, das in Kürze an die betroffenen Bischofskonferenzen und Organisationen verschickt werden soll – einschließlich eines Fragebogens. Die Teilnehmer der Vorbereitungsarbeiten sind zufrieden.

Neue Wege in der Seelsorge sowie im Umweltschutz – das sind die Themen der für Herbst 2019 geplanten Amazonas-Synode. Festgelegt wurden sie beim ersten Vorbereitungstreffen, das am Donnerstag und Freitag in Rom stattfand. Für den emeritierten Amazonas-Bischof Erwin Kräutler, der aus Österreich stammt, war das Treffen in Rom ein voller Erfolg, wie er gegenüber Vatican News sagt:

„Ich bin sehr überrascht, dass Papst Franziskus die ganze Zeit mit uns in der Versammlung gewesen ist. Ich finde, das ist etwas ganz außergewöhnliches. Er hat zwar nicht gesprochen, denn von Anfang an sagte er, dass er nur zuhören wolle.“

In dem dünn besiedelten Gebiet in Lateinamerika mit weit verstreuten Gemeinden gibt es meist zu wenige Priester, um die Seelsorge für alle Gläubigen sicherzustellen. Deshalb vermuten viele, dass bei der Amazonas-Synode vielleicht über das Thema Zölibat gesprochen werde. Dazu äußerte sich Bischof Kräutler nicht, aber ganz allgemein sei das Gesprächsklima sehr positiv gewesen, befand er.

„Wir alle konnten uns einbringen und zwar zu jeden Punkt. Das ist sehr wichtig. Wir versuchten, dass Beste aus diesem Dokument zu machen, damit es ein guter Vorbereitungstext wird. Ich hoffe, dass das weiter gut geht.“

Dem Vorbereitungsgremium für die Synode gehören unter Leitung des Generalsekretärs der Bischofssynode, Kardinal Lorenzo Baldisseri, 18 Mitglieder des Synodenrates an sowie 13 externe Experten verschiedener Disziplinen. An dem Treffen nahm auch ein Vertreter indigener Völker aus Amazonien teil.

„Pater Justino aus Amazonien war als Indigenen-Vertreter bei uns und hat sich sehr gut eingebracht. Er hat von Herzen gesprochen und der Papst war ganz begeistert. Dieser Pater war der einzige Indigene, der bei dieser Versammlung mitgemacht hat.“


VaticanNews, 14.4.2018
Sitzung zur Amazonassynode verabschiedet Dokument
In den letzten beiden Tagen hat das erste Treffen des präsynodalen Rates der Sonderversammlung der Bischofssynode für das Panamazonasgebiet unter dem Vorsitz von Papst Franziskus stattgefunden.


Katholisches.info, 13. April 2018
Papst besucht überraschend Amazonas-Vorsynode
Gestern fand die Eröffnung der Vorsynode zur Bischofssynode über die Amazonas-Region statt, die Papst Franziskus für Oktober 2019 nach Rom einberufen hat. Rund 30 Delegierten haben sich in Rom versammelt, um die Synode vorzubereiten. Es handelt sich um die 18 Mitglieder des Synodenrates und 13 Amazonas-Experten.
Papst Franziskus nahm überraschend an der Eröffnung teil und signalisierte durch seine Anwesenheit, daß der Synode höchste Aufmerksamkeit zukommt. Der Papst übernahm formell den Vorsitz und erinnerte die Delegierten daran, daß sie zwar nun in Rom tagen, die Synodenvorbereitungen aber bereits im Januar während seines Peru-Besuches in Puerto Maldonado begonnen haben. Dort traf sich Franziskus mit Vertretern der Amazonas-Indios. In einem Kurzinterview für Vatican News betonte das Kirchenoberhaupt, daß die Vorsynode in der „Peripherie“ vorgedacht wurde und diese daher entsprechend eingebunden sei.

VaticanNews, 14/04/2018
REPAM, 13/04/2018
Aprovado documento de trabalho para o Sínodo da Amazônia
Membros do conselho pré-sinodal se reuniram com o Papa Francisco na sede da Secretaria do Sínodo dos Bispos.
Dom Erwin Krautler, prelado emérito do Xingu, destaca a sintonia entre os participantes (Audio).
O presidente do Conselho Indigenista Missionário (CIMI) e arcebispo de Porto Velho, Dom Roque Paloschi, agradeceu pela abertura e acolhida generosa por parte do Vaticano(Audio).
O bispo da diocese de Juína (MT), Dom Neri Tondello, afirmou que o Sínodo para a Amazônia já está acontecendo (Audio).

VaticanNews, 14/04/2018
Concluye la primera reunión preparatoria de cara al Sínodo para la Amazonía
Los trabajos comenzaron con la intervención del Secretario General, el cardenal Lorenzo Baldisseri y contó con la presencia del Papa, los miembros del Consejo Presinodal y varios expertos convocados para la reunión

Sonntag, 8. April 2018

Bischof Erwin Kräutler mit Paulo-Frota-Medaille geehrt

Cristiane Araújo als Vertretung von Dom Erwin Kräutler und Landtagsabgeordneter Carlos Bordalo
Die Legislativversammlung von Pará (Alepa) hielt am Donnerstag (5.4.2018) die feierliche Sitzung zur Verleihung der Medaille für Menschenrechte Paulo Frota ab. Die Auszeichnung wurde 75 Einrichtungen, Vereinen und Persönlichkeiten verliehen, die sich besonders für den Schutz der Menschenrechte in Pará eingesetzt haben. Die öffentliche Zeremonie fand im Newton Miranda Plenarium statt.

Zwei Bischöfe der Region Nord 2 (Pará und Amapá) der Brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB N2) wurden geehrt: Bischof Erwin Kräutler und Bischof José Luís Azcona Hermoso.

Dom Erwin Kräutler konnte an der Zeremonie nicht teilnehmen. Er wurde aber von Cristiane Araújo, der Sekretärin des CNBB N2, vertreten, die einen Text von ihm vorlas:

Sehr geehrte Damen und Herrn!

Herzlichen Dank für die Nominierung zur Paulo-Frota-Medaille.

Ich danke für diese Ehrung im Namen vieler Menschen, die sich seit Jahrzehnten und zusammen mit mir für eine gerechte und brüderliche Welt einsetzen, in der die Solidarität stärker ist als ein geizhalsiger Egoismus, der den persönlichen Gewinn sucht oder exklusive Interessen von Gruppen und Oligarchien verfolgt.

Ich kam 1965 als Priester im Alter von 26 Jahren am Xingu an. Es war meine Entscheidung. Und heute bekräftige ich, dass ich diese Option in meinem Leben nie bereut habe.

1980 ernannte mich der Papst zum Bischof der Prälatur am Xingu.
Ich habe mein ganzes Leben Gott und den Völkern dieser Region von Pará geweiht. Ich spreche von "Völkern", denn es gibt mehrere indigene Gemeinschaften mit verschiedenen linguistischen Stämmen und Kulturen neben Flussbewohnern sowie ländlicher und städtischer Bevölkerung.

Seit den 1970er Jahren erhielt der Xingu Tausende von Migranten aus fast allen Bundesstaaten Brasiliens. Familien kamen auf der Suche nach neuen Horizonten und besseren Lebensbedingungen.

Die Koexistenz verschiedener Kulturen im Schoß der Xinguara-Bevölkerung ist die große Herausforderung bis heute. Wir verteidigen immer die Rechte und die Würde der Unterprivilegierten und schließen unsere Augen niemals vor dem Schmerz derer, die unsere Unterstützung suchen. Wir hören nie auf, auf die Schreie derer zu hören, denen Unrecht getan wurde oder die von den großen Projekten betroffen waren, die die soziale und ökologische Realität der Region nicht berücksichtigten.

Ich habe über ein halbes Jahrhundert am Xingu gelebt. Ich weiß heute, dass das Xinguara-Volk mein Volk ist, der Xingu mein Fluss, die Xinguara-Region mein Land, der Pará mein Bundesstaat.

Nochmals herzlichen Dank,

Dom Erwin vom Xingu



Quelle: Prelazia do Xingu


CNBB-N2, 6.4.2018
ALEPA condecora Bispos e organismos da Igreja Católica

Samstag, 7. April 2018

Klerus und Pastoralrat der Prälatur am Xingu solidarisch mit P. Amaro

Die Kleruskommission und der Pastoralrat der Prälatur am Xingu veröffentlichen Unterstützungserklärungen für Pe. Amaro Lopes, der am 27. März aufgrund von Verleumdungen in Untersuchungshaft genommen wurde.

Der Klerus hatte seine jährliche nachösterliche Versammlung mit Bischof João Muniz von 3. bis 4. April im Ausbildungszentrum Bethânia. PlattformBeloMonte bringt eine Übersetzung der Stellungnahme der Kleruskommission:

"Wir sind überzeugt, dass P. Amaro nur deshalb festgenommen wurde, um seine Person und insofern seine ganze Arbeit zu kriminalisieren, lächerlich zu machen und zu demoralisieren. Denn immer war er bestrebt, die Würde und das Leben der Kleinbauern und Landlosen in dieser Gemeinde zu fördern. Daher setzte er sich für die Legalisierung der Besitztitel sowie für die Agrarreform öffentlicher Ländereien ein, aber auf dem Rechtsweg und unter Einhaltung der Menschenrechte, insbesondere jenen Menschen gegenüber, die von der öffentlichen Hand nicht berücksichtigt werden. Ein paar Mächtige wollen sich immer mehr Gebiete aneignen, wobei sie vor Gewalt und Zerstörung des Ökosystems nicht zurückschrecken. Die Angriffe auf die Person von Pater Amaro, die mit seiner willkürlichen Verhaftung einen Höhepunkt erreicht haben, wollen die Stimme der Kirche zum Schweigen zu bringen. Aber ihr Schrei nach Gerechtigkeit und Gleichheit für alle wird nicht aufhören.

Durch diese Stellungnahme bringen wir unsere volle Solidarität und brüderliche Verbundenheit mit Pater Amaro zum Ausdruck und zugleich weisen wir die Anschuldigungen, die ihm die staatlichen Strafverfolgungsbehörden machen, entschieden zurück.

Wir kennen Pater Amaro und seine Arbeit in Anapu, und deshalb schenken wir ihm volles Vertrauen, denn er hat seine Arbeit stets im Sinne der Kirche gemacht und ist immer auf der Seite der Benachteiligten gestanden.

Wir fordern eine Klärung der Vorwürfe und volle Transparenz bei den Ermittlungen. Wir unterstützen alle Stellungnahmen, die bereits seitens der Kirche zur Verteidigung von Pater Amaro und seiner Arbeit veröffentlicht wurden, und bekräftigen unsere Unterstützung und Solidarität unserem Mitbruder gegenüber.

Die Mission der Kirche wird nicht aufhören, denn wie Jesus Christus alle Schlechtigkeit und Ungerechtigkeit überwunden hat, vertrauen auch wir auf den Sieg der Wahrheit über Diffamierung und Lügen.

Wir werden weiterhin das Evangelium zur Verteidigung von Gerechtigkeit und Leben verkünden so wie Jesus selbst, der sagte: "Ich bin gekommen, damit alle Leben haben und es in Fülle haben" (Joh 10,10).



Freitag, 6. April 2018

Fataler Haftbefehl gegen Brasiliens Ex-Präsident Lula


Spiegel-Online, 5.4.2018
Lula-Urteil in Brasilien
Ein fatales Signal
Brasiliens Ex-Präsident Lula muss wohl ins Gefängnis. Mit seiner Entscheidung gegen den Politiker kneifen die Richter vor der Macht der rechten Ex-Militärs - und vor einer aufgeheizten Öffentlichkeit.

Domradio.de, 6.4.2018
Adveniat-Experte besorgt über Entwicklung in Brasilien
"Haftstrafe soll Lula politisch kaltstellen"
Muss Brasiliens Ex-Präsident Lula da Silva tatsächlich wegen Bestechlichkeit und Geldwäsche für zwölf Jahre ins Gefängnis? Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat wertet das Vorgehen der brasilianischen Justiz als "politisch motiviert".

Tagesschau.de, 6.4.2018
Haftbefehl gegen Lula da Silva
Brasiliens Justiz hat Haftbefehl gegen den zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilten Ex-Präsidenten Lula erlassen. Seine Anwälte wollen erreichen, dass er die Haft doch nicht antreten muss.

Deutsche Welle, 5.4.2018
Lula - Mythos oder Märtyrer?
Vom Held Brasiliens zur nationalen Hassfigur. Das Leben des Arbeiterführers Luiz Inácio Lula da Silva begann als politischer Höhenflug und endet in einer Tragödie. Ein Rückblick auf die wichtigsten Stationen.

Zeit-Online, 7.4.2018
Lula trotzt dem Haftbefehl
Brasiliens früherer Präsident hat die Frist zum Antritt seiner Haftstrafe verstreichen lassen. Er harrt in einem Gewerkschaftshaus aus – und verhandelt mit der Polizei.

Spiegel-Online, 6.4.2018
Nach Haftbefehl
Lula schaltet UN-Menschenrechtsausschuss ein
Neue Volte im Fall des wegen Korruption verurteilten Politikers Luiz Inacio Lula da Silva: Der ehemalige Staatschef Brasiliens beteuert seine Unschuld und hofft nun auf die Hilfe der Vereinten Nationen.

Samstag, 31. März 2018

Ruralisten attackieren die katholische Kirche

Der Bund der Landwirtschafts- und Viehzuchtbetriebe von Pará (Faepa) denunzierte die katholische Kirche in Brasiliens in beispielloser Weise. In einer Aussendung vom 29. März, die vom Präsidenten Carlos Fernandes Xavier unterzeichnet ist, werden folgende Personen und Organisationen in einer gewalttätigen und diffamierenden Art angegriffen:
1) Schwester Dorothy Stang, die am 12. Februar 2005 auf Anordnung der Landbesitzer in Anapu ermordet wurde, wird als "Anstifterin zur Gewalt" und als "persona non grata in Altamira" beschrieben
2) der emeritierte Bischof des Xingu, Dom Erwin Kräutler, einer der weltweit angesehensten Bischöfe, wird des "Waffenhandels" beschuldigt
3) Pater José Amaro Lopes da Silva, Pfarrer von Santa Luzia in Anapu und Koordenator der regionalen Landpastoral, wird als "Subversiver in der Kutte" bezeichnet
4) die Landpastoral (CPT) - eine "kriminelle Vereinigung"
5) der Richter Gercino José da Silva Filho, ex-Ombudsmann des nationalen Agrarsektors und ex-Präsident der Nationalen Kommission zur Bekämpfung von Gewalt auf dem Land, wird "Gauner und Schwindler" genannt
6) die Nationale Bischofskonferenz von Brasilien (CNBB) - eine "linke Gewerkschaft von Bischöfen"

Nicht einmal während der Militärdiktatur erlitt die katholische Kirche derart heftige Angriffe.


Blog do Mauro Lopes, 31.3.2018
Ruralistas do Pará lançam ataque sem precedentes contra Igreja Católica

Dom Erwin Kräutler während der Karwoche in Altamira

Katholiken gedenken am Karfreitag der Leiden Jesu und seines Wegs zum Kalvarienberg in einer Kreuzweg-Prozession. In Altamira hat sie große Tradition, ein großes, 200 kg schweres Kreuz wird von Menschen durch die Stadt getragen. Start ist bei der Kathedrale und an mehreren Stationen werden die Leiden Jesu reflektiert, verbunden mit leidvollen Erfahrungen der Gegenwart. Die Inhaftierung von Pater Amaro ist für viele Menschen der Region und besonders für die Prälatur am Xingu sehr schmerzvoll. Die beiden Bischöfe Dom João Muniz und Dom Erwin Kräutler leiteten den Kreuzweg am 30.3.
Dom João rief angesichts der Gewalt in Altamira zu Umkehr und Versöhnung auf.

Dom Erwin gab zu bedenken, dass der Kreuzweg Jesu nicht vor 2000 Jahren abgeschlossen wurde, sondern dass er sich bis heute fortsetzt. "Jesus wird nach wie vor verhöhnt und verspottet, mit Dornen gekrönt, mit dem Kreuz beladen und gekreuzigt. Aber unser Glaube ist, dass am Ende nicht Kreuz und Tod herrschen, sondern die Auferstehung. Wo die menschliche Rechtsprechung ihre Schwächen zeigt, dort hoffen wir auf die Gerechtigkeit Gottes. Seine Wahrheit ist viel stärker als alle menschlichen Lügen.", so Dom Erwin im Interview.





Die sieben Worte Jesu am Kreuz. Meditation von Bischof em. Dom Erwin Kräutler, 30.3.2018
As Sete Palavras de Jesus na Cruz. Meditação com o Bispo Emérito do Xingu, Dom Erwin.

Freitag, 30. März 2018

Anwaltskammer von Pará solidarisch mit P. Amaro Lopes

Solidaritätserklärung für Pater Amaro Lopes

Die Mitglieder der Kommission für Agrarrecht der Anwaltskammer von Pará (OAB-PA) zeigen sich solidarisch mit Pater Amaro. Er ist für seinen langjährigen Kampf gegen Latifundien in ANAPU-PA bekannt.

Wir stellen fest, dass die im Haftbefehl gegen Pater Amaro angeführten kriminellen Vergehen Intrigen schaffen. Alle Aktivitäten zur Landreform werden in eine Kriegssituation versetzt, als ob nur auf einer Seite der Krieg erklärt werden würde.

Während die Polizei solche Intrigen verbreitet, sieht man nicht die Verpflichtung der Polizei, wichtige Menschen auf der anderen Seite dieses Schlachtfeldes festzunehmen oder deren Verhaltensweisen effizient zu untersuchen.

Die Landreform in Pará befindet sich in einem Kriegszustand. Die polizeiliche Aktion - die eigentlich unparteiisch und objektiv sein sollte - deutet darauf hin, dass es nicht nur um die Verhaftung von Pater Amaro ging. Vielmehr sollten Führungskräfte kriminalisiert und der Kampf gegen Latifundien delegitimiert werden.

Unabhängig von den Unterstellungen, die Pater Amaro gemacht wurden, fordern wir die Einhaltung des Grundsatzes der Unschuldsvermutung. Das tatsächliche Ziel der Polizeiaktion war die Kriminalisierung des Einsatzes für Landreform.


CUT, 29.3.2018
Ação policial contra Padre Amaro criminaliza luta pela terra, diz OAB-PA
“A ação constante da grilagem e os crimes do latifúndio são as verdadeiras origens do caos no Pará”, diz nota da entidade, que pede paz no campo e denuncia imparcialidade do Estado e impunidade do latifúndio

Mahnwache für P. Amaro Lopes vor dem Gefängnis


Die Bischöfe Dom João Muniz und Dom Erwin Kräutler nehmen mit Vertretern verschiedener NGOs wie Xingu Vivo, Bewegung der von Staudämmen betroffenen Menschen (MAB) oder der Landpastoral (CPT) an der Mahnwache vor dem Gefängnis von Altamira teil. Sie zünden Kerzen an, beten und singen und verlangen die Freilassung von Pater Amaro Lopes.




Donnerstag, 29. März 2018

Pan-Amazonien-Netzwerk solidarisch mit Pater Amaro


Wenn sie die Stimme der Propheten zum Schweigen bringen,
werden die Steine schreien. (Lk 19,40)
Wenn sie ein paar Straßen schließen, öffnen sich tausend Wege.


Ja! Tausende von Wegen, die von Schwester Dorothy Stang begonnen wurden, sind nach ihrem Martyrium am 12. Februar 2005 in der Gemeinde Anapu im Bundesstaat Pará noch immer offen. Und sie werden von Pater Amaro Lopes, der für seinen unermüdlichen Kampf für Menschenrechte bekannt, geliebt und insbesondere von Kleinbauern in der Region von Anapu respektiert wird, fortgesetzt. Es sind einfache Menschen, aber von großem Wert bei der Verteidigung des Amazonas und der integralen Ökologie.

Pater Amaro führt die Arbeit von Schwester Dorothy in der Pfarrei Santa Luzia in Anapu (PA) als Gemeindevorsteher und Koordinator der Landpastoral (CPT) fort. Seit vielen Jahren verteidigt er die Landregularisierung und die gerechte Ansiedlung von Hunderten armer Bauernfamilien und setzt sich für Projekte nachhaltiger Entwicklung (PDS) ein. Seine Mission ist der Einsatz für Bauern und Arbeiter, indem er ihre Organisationen und ihren unermüdlichen Kampf für die Verteidigung Amazoniens unterstützt.

In dieser Woche, in der wir die Leiden Christi auf dem Weg nach Golgatha feiern, wird Pater Amaro Lopes zu Unrecht beschuldigt und auf die gleiche Weise wie Jesu Christus auf den Kalvarienberg geführt. Die Hohenpriester, die einst Jesus verurteilten, sind die mächtigen Ausbeuter des Amazonas und des Volkes, die jetzt Pater Amaro Lopes verurteilen.

So wie Jesus damals zu Unrecht verurteilt wurde, so geschieht es jetzt mit Pater Amaro. Indem wir Jesu Schmerzen teilen, schreien wir nach Gerechtigkeit und fordern die sofortige Freilassung unseres Bruders. Die gegen ihn vorgebrachten Verleumdungen lehnen wir vehement ab.

Wir bekunden unsere Solidarität und stehen an seiner Seite. Wir fordern Gerechtigkeit mit Transparenz und Objektivität. Die Wahrheit der Tatsachen soll mit der Strenge der Gerechtigkeit festgestellt werden. Pater Amaro muss das Recht auf habeas corpus haben und sich in Freiheit verantworten können, wie es einem jeden Bürger in ähnlicher Situation erlaubt ist.

Wir sind besorgt, verfolgen die Untersuchungen und erwarten eine rasche Aufklärung der Fakten.

Möge Gerechtigkeit geschehen, damit das Paschafest der Befreiung gefeiert werden kann!

Kirchliches Netzwerk für Pan-Amazonien (REPAM-Brasil)

Quelle:
Nota de solidariedade e apoio ao padre José Amaro Lopes de Souza

Mittwoch, 28. März 2018

CPT-Stellungnahme: Kriminalisieren wird unsere Mission nicht aufhalten!


Die Nachricht der Verhaftung von Pater José Amaro Lopes de Sousa in Anapu, Pará, hat die Landpastoral (CPT) überrascht.

Pater Amaro ist Mitglied des Seelsorgeteams der Xingu-Prälatur und der CPT-Koordinierung. Er tritt in die Fußspuren von Schwester Dorothy Stang, die 2005 in Anapu für ihren Einsatz für Landrechte der Kleinbauern und für eine harmonische Koexistenz mit der Natur ermordet wurde. Dorothy kämpfte unermüdlich und hartnäckig für die Umsetzung der nachhaltigen Siedlungsprojekte (PDS - Projetos de Desenvolvimento Sustentável) in Anapu.

Pater Amaro und die Schwestern von Notre Dame de Namur (Kongregation, der auch Schwester Dorothy angehörte) unterstützten weiterhin Gemeinden, die für Land und die PDS kämpften. Während dieser 13 Jahre seit Dorothys Tod erlitten sie verschiedene Arten von Angriffen und Drohungen. Seit 2001 hat das CPT-Dokumentationszentrum Dom Tomás Balduino die wiederholten Morddrohungen gegen P. Amaro registriert.

Die Inhaftierung von P. Amaro ist eine Maßnahme, die den Interessen der Großgrundbesitzer entspricht, die auf jeden Fall die Arbeit der CPT zerstören und diejenigen, die mit den Kleinen kämpfen, demoralisieren wollen, um ihre Rechte garantiert zu sehen. Und es passt in den momentanen Kontext des nationalen Szenarios, in dem die Ruralisten die Richtungen der brasilianischen Politik diktieren.

Pater Amaro wird eine Reihe von Straftaten unterstellt: "Er führt eine kriminelle Vereinigung, um Verbrechen zu begehen wie: Drohung, Veruntreuung, Erpressung, sexuelle Belästigung, unzüchtige Beleidigung, illegale Geschäfte und Geldwäsche."

Bis jetzt hatten wir keinen Zugang zu den polizeilichen Untersuchungen, die zu diesem Haftbefehl geführt haben. Aber es besteht der Verdacht, dass es eine gut organisierte Aktion war, wobei jede Art von Anschuldigungen gegen Amaro gesammelt wurde, ohne auf ihren Wahrheitsgehalt zu achten, mit dem alleinigen Ziel seiner Festnahme. Der Haftbefehl beruht nicht auf konkreten Fakten, sondern auf Aussagen von Großgrundbesitzern und anderen Personen, die bereit waren, den Priester zu inkriminieren.

Auffallend ist, dass ein Großteil der Ermittlungen, die zum Haftbefehl führten, aus der Zeit nach der Verhaftung des Schofförs von Pater Amaro im vergangenen Jänner stammt. Mehrere Zeugen gaben an, dass sie sich nach der Festnahme des Schofförs entschlossen hatten, die Polizeistation aufzusuchen und gegen Pater Amaro, der als der große Anstifter zu Invasionen und Anführer bei Landbesetzungen beschrieben wird, Anzeige zu erstatten. Er wird auch für die Ermordung von Menschen bei Agrarkonflikten beschuldigt. Vor der Verhaftung des Priesters gab es seitens des Richters keine Anhörung durch die Staatsanwaltschaft.

Der Bundesstaat Pará ist historisch für die Landkonflikte bekannt. Jedes Jahr werden Dutzende von Männern und Frauen bedroht, versklavt und ermordet. Anapu ist hier keine Ausnahme. Schwester Dorothy, Pater Amaro und die Schwestern von Notre Dame de Namur stellen ihr Leben in den Dienst von Menschen, die vom Staat nicht berücksichtigt und ihrem Schicksal überlassen werden.

Deshalb wurden PDS-Projekte mit alternativer und nachhaltiger Entwicklung geschaffen. Großteils öffentliches Land wurde Kleinbauern zur Verfügung gestellt und landwirtschaftliche Projekte gestartet, die neben dem Lebensunterhalt der Familien auch den Erhalt und Schutz der Umwelt zum Ziel haben. Diese neue Art, mit dem Land zu leben, stört jene, die ihre eigenen Interessen im großen Stil verfolgen wollen. Dorothy wurde zwar erschossen, aber ihr Geist konnte dadurch nicht ausgelöscht werden. Dorothy ist in dieses Land eingepflanzt und ihren Kampf setzen viele Frauen und Männern fort, wie P. Amaro durch seine Arbeit in Basisgemeinden oder der CPT und all die armen Menschen, die tapfer und täglich auf dem Land Widerstand leisten.

Die Schwestern, die mit dem Priester arbeiten, sagen: „Pater Amaro ist ein unermüdlicher Verteidiger der Menschenrechte und deshalb wird er von den Ausbeutern der Region und denjenigen, die ihre Verbrechen vertuschen wollen, gehasst. Seit langem wird er von Grundbesitzern mit dem Tod bedroht. Sie wollen sich das öffentliche Gut auf kriminelle Weise aneignen, um es auszubeuten. Sie nehmen die Vertreibung von Menschen, die das Land zum Überleben brauchen, in Kauf. "

Auch wir teilen die Sorge der Schwestern wegen der Inhaftierung von Pater Amaro „in jenem Gefängnis in Altamira, in dem auch Taradão - der Auftraggeber zur Ermordung Dorothys - ist. Dies stellt für Pater Amaros Leben eine ernsthafte Gefahr dar."

Der nationale CPT-Vorstand und die nationale CPT-Koordinierung denunzieren diesen Angriff auf jene, die die Landrechte der Kleinbauern für angemessene Lebensbedingungen verteidigen, und die - wie Papst Franziskus es möchte - mit ihren Füßen im Schlamm stecken, um bei denen zu sein, die zu Unrecht ihrer Menschenrechte und ihrer Würde beraubt sind.

Goiânia, 28 März 2018.

Nationaler CPT-Vorstand und Nationale CPT-Koordinierung


CPT, 28.3.2018
NOTA PÚBLICA: O avanço da criminalização não vai parar nossa missão!

Anführer der Landpastoral in Amazonasregion verhaftet

Kathpress, 28.3.2018
Anführer der Landpastoral in Amazonasregion verhaftet
Behörden werfen dem im Kampf gegen Großgrundbesitzer immer wieder bedrohten Geistlichen vor, er habe selbst Farmer in Landstreitigkeiten erpresst

Rio de Janeiro, 28.03.2018 (KAP/KNA) Ein Priester der katholischen Landpastoral im brasilianischen Amazonas-Teilstaat Para ist von der Polizei festgenommen worden. Laut Medienberichten werden ihm im Zusammenhang mit Landstreitigkeiten Erpressung, sexuelle Belästigung, Beihilfe zum Landraub und Bedrohungen vorgeworfen. Die Landpastoral wollte sich bisher nicht zu den Vorwürfen äußern.

Der am Dienstag (Ortszeit) festgenommene Priester Jose Amaro Lopes da Silva gilt als einer der wichtigsten Anführer der Pastoral in der Region Anapu. Er war Mitarbeiter der 2005 dort ermordeten US-Ordensfrau und Menschenrechtlerin Dorothy Stang, die für die Landrechte armer Bauernfamilien kämpfte. Lopes führte ihren Kampf gegen die Großgrundbesitzer weiter. Immer wieder soll er von Farmern bedroht worden sein.

Dienstagfrüh durchsuchte die Polizei sein Wohnhaus und das Büro der Diözese. Lopes soll Farmer und ihre Familien in Landstreitigkeiten bedroht und erpresst haben. Ein Sprecher der Polizei sagte gegenüber Medien, Lopes habe einer Farmersfrau angeboten, gegen Sex auf eine Besetzung ihres Landes zu verzichten.

Der Polizeisprecher bezeichnete die katholische Landpastoral wörtlich als verbrecherische Organisation. Die Landpastoral wollte keine Stellungnahme zu den Vorwürfen abgeben. In früheren Medienberichten war spekuliert worden, Lopes könnte Ziel einer Diffamierungskampagne seitens der Großgrundbesitzer werden.

Der frühere Bischof von Xingu, Erwin Kräutler, sagte, man habe Lopes einen Anwalt zur Seite gestellt.

Bischof Kräutler zur Festnahme von Pater Amaro Lopes

Der Diener ist nicht größer als sein Herr.
Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen!
Joh 15,20


Die Karwoche begann mit großem Leiden für die Prälatur am Xingu. Wir waren am Morgen des 27. März über die Nachricht von der Verhaftung unseres Pe. José Amaro Lopes de Sousa, Pfarrer der Pfarrei Santa Luzia in Anapu-PA, sehr überrascht.

Wir drücken unsere brüderliche Solidarität mit diesem unermüdlichen Verteidiger der Menschenrechte, der Landregularisierung, der Agrarreform und der Landlosen-Siedlungen aus. Seit Jahren wird er bedroht, Pater Amaro ist nun Opfer von Diffamierung geworden, man will sein Engagement für die Unterprivilegierten zunichte machen.

Wir weisen die Anschuldigungen zurück, dass er Invasionen in Parzellen gefördert hätte, die von der Justiz als öffentliches Land für Agrarreformen anerkannt werden, die aber immer noch in den Händen von wirtschaftlich mächtigen Personen sind.

Pater Amaro arbeitet seit 1998 in der Pfarrei Santa Luzia. Er ist anerkannter Leiter der Gemeinde und Koordinator der Landpastoral (CPT). Die Ermordung von Schwester Dorothy Stang am 12. Februar 2005 im Siedlungsprojekt für nachhaltige Entwicklung "Esperança - Hoffnung" ließ ihn nicht verstummen, sondern bewegte ihn zur Fortsetzung der Mission dieser Märtyrer-Schwester.

Wir begleiten die Ermittlungen und die Aufklärung der Tatsachen mit Angst und Sorge und bestehen darauf, dass die Wahrheit mit Gerechtigkeit und völliger Transparenz ans Licht gebracht wird.

Die Karwoche erinnert uns an die Passion und den Tod unseres Herrn am Kreuz, und noch viel mehr an die Auferstehung Jesu. Zu Ostern feiern wir den Sieg des Lebens über den Tod, aber auch der Wahrheit über alle Lügen.

Dom João Muniz Alves, Bischof am Xingu
Dom Erwin Kräutler, Bischof emeritus am Xingu


Quelle: Prelazia do Xingu

Dienstag, 27. März 2018

P. Amaro Lopes in Anapu verhaftet

Am Dienstag Morgen (27.3.) wurde Pater Amaro Lopes, Pfarrer von Anapu-PA und Koordinator der regionalen Landpastoral, von der Polizei festgenommen. Um 8:20 Uhr bestätigte Ruben Mattoso, Postenkommandant von Anapu, die Untersuchungshaft. Pater Amaro gilt als "Nachfolger" von Schwester Dorothy Stang, die wegen ihres Einsatzes für die Landreform zugunsten von Kleinbauern in der Region 2005 erschossen wurde.

Laut Zivilpolizei sei diese Aktion das Ergebnis einer 8-monatigen polizeilichen Ermittlung. Dem Priester werden Erpressung, Drohung, Veruntreuung, Geldwäsche, Landinvasion, Führung einer kriminellen Vereinigung und sexuelle Nötigung vorgeworfen. Der Angeklagte wurde bereits von Anapu nach Altamira überstellt, um dort von der Justiz einvernommen zu werden.

Nach Angaben der Zivilpolizei kam es im Zuge der Ermittlungen zu verschiedenen belastenden Aussagen.  Auch Videos und Bankbelege im Namen Amaros und weiterer ihm nahe stehender Personen sollen Erpressungen und Geldwäsche beweisen sollen. Genauere Erklärungen machte die Justiz aufgrund der Ermittlungen nicht.

Laut Polizeikommandant Rilmar Firmino waren sowohl Grundstücke Dritter als auch Ländereien des Bundes Ziel krimineller Praktiken. So wurde angeblich Land invadiert, parzelliert und später illegal verkauft. Kleinbauern sollen bedroht und von ihrem Land vertrieben worden sein bzw. seien von ihnen Geld und in einem Fall sexuelle Handlungen gefordert worden, wenn sie ihr Land behalten wollten. Die Ermittlungen würden zeigten, dass diese Verbrechen in Anapu seit fünf Jahren  passieren. Rilmar schließt nicht aus, dass es im Zug der Ermittlungen zu weiteren Verhaftungen kommt.

Laut Mídia e Amazônia ist Pe. Amaro Opfer einer Verleumdungskampagne, um ihn zum Schweigen zu bringen und seinen Einsatz für die Landreform und die Kleinbauern in der Region zu stoppen.
Im Januar dieses Jahres wurde "Claudio", der Schofför von Pe. Amaro, verhaftet, weil er eine Waffe bei sich getragen hatte, die nicht registriert war.



Die Prälatur am Xingu und Dom Erwin Kräutler sorgen sich um Pe. Amaro. Sie sind von seiner Unschuld überzeugt. Dom Erwin und die Anwältin der Prälatur suchten Pe. Amaro sofort im Gefängnis auf. Auch die Anwälte der Landpastoral wurden eingeschaltet. Sie wollen sich nicht äußern, solange sie keinen Einblick in die Aktenlage haben.

Die Verhaftung von Pe. Amaro schockierte die Bevölkerung von Anapu. Die Region ist bekannt für Korruption, grausame Verbrechen und permanente Landkonflikte. Erst im November 2017 waren ca. 39.000 ha des von Schwester Dorothy Stang geschaffenen Siedlungsprojektes (PDS) von 200 teils bewaffneten Männern invadiert und parzelliert worden, um in Eigenregie Rodungen und Holzverkäufe zu tätigen. PDS-Kleinbauern haben sich an genaue Regeln der nachhaltigen Bewirtschaftung zu halten, der Bund bleibt Eigentümer der Grundstücke.


Internationale Berichterstattung:

The Guardian, 27.3.2018
Amazon priest who championed land rights for Brazil's poor is arrested
Father Amaro Lopes is follower of Dorothy Stang, killed in 2005
Extortion, land invasion and sexual harassment charges considered

La Croix, 29/03/2018
Arrestation du père José Amaro, défenseur des sans-terres au Brésil
Le père José Amaro, membre de la Commission Pastorale de la Terre au Brésil, a été arrêté mardi 27 mars et emprisonné. Il est notamment accusé d’extorsion de fonds et d’incitation à la violence par les autorités.

cath.ch, 29.3.2018
Brésil: «L’arrestation du père Amaro est une machination»
Le Père José Amaro, curé de la paroisse de Santa Luzia, à Anapu, dans l’État du Para, au cœur de l’Amazonie brésilienne, a été arrêté le 27 mars et incarcéré et à la prison d’Altamira (État du Para). Il est accusé, notamment, d’invasions illégales de terres et d’extorsion de fonds.

cath.ch, 31.08.2016
Brésil: "Anapu, c’est le Far West!"
Malgré les menaces de mort, le Père Amaro, curé d’Anapu, une petite ville située dans l’Etat du Para, au cœur de l’Amazonie brésilienne, se mobilise depuis des mois contre les violences et le climat d’insécurité qui règne dans la ville. Entretien.

Brasilien:

Diário Online, 27.3.2018
Sucessor de Dorothy Stang, padre Amaro Lopes é preso por suspeita de assédio sexual
Na manhã desta terça-feira (27), a Polícia Civil prendeu de forma preventiva o Padre José Amaro Lopes da Silva, do município de Anapu, sudoeste paraense. Ele é considerado o "sucessor" de Dorothy Stang na região.

G1-O Globo, 27.3.2018 (Video)
Liderança da Comissão Pastoral da Terra é presa por suspeita de extorsão e assédio sexual em Anapu
Padre José Amaro era considerado braço direito da missionária norte americana Dorothy Stang, assassinada em 2005. Ele é investigado por extorsão, ameaça, esbulho possessório e assédio sexual.

Blog do Luíz Müller, 27.3.2018
Prisão do Padre Amaro, Substituto de Dorothy Stang, é perseguição política contra Pastoral da Terra
PADRE AMARO é mais um preso político desse “tempo estranho” que caiu sob o Brasil, onde o Poder Judiciário é o principal violador da CONSTITUIÇÃO FEDERAL e das leis

Revista Forum, 27.3.2018
Braço direito de Dorothy Stang, padre Amaro Lopes é preso no Pará
O religioso, uma das principais lideranças da Pastoral da Terra e da luta pelo assentamento de sem terras e regularização fundiária, foi preso sob acusações que vão de extorsão até assédio sexual; mídia internacional já falou que Amaro é vítima de difamação para deslegitimar sua ação social

Operação Eça de Queiroz
Decisão da Prisão Preventiva de José Amaro Lopes de Sousa - PDF

Freitag, 9. März 2018

Bischof Kräutler im Mitgliederrat zur Amazonassynode

vatican news, 8.3.2018
Vatikan: Wer und was zur Amazonassynode bekanntgegeben
Papst Franziskus hat über den Titel der Amazonassynode für 2019 entschieden. Wie der vatikanische Pressesaal an diesem Donnerstag mitteilte, wird das große Bischofstreffen im Oktober 2019 den Namen tragen: „Amazonas: neue Wege für die Kirche und für eine integrale Ökologie“.

Wie es in der Vatikannote weiter heißt, hat der Papst auch entschieden, wer dem Mitgliederrat der Vorsynode zu diesem Thema angehören wird. Unter den Ernannten finden sich prominente brasilianische Bischöfe, wie beispielsweise der emeritierte Erzbischof von Sao Paolo, Kardinal Claudio Hummes, der dem kirchlichen Amazonasnetzwerk REPAM vorsteht, oder der aus Österreich stammende ehemalige Amazonas-Bischof Erwin Kräutler. Den Vatikan vertreten Kardinal Peter Turkson vom vatikanischen Entwicklungsdikasterium sowie der für Außenbeziehungen zuständige Erzbischof Paul Gallagher. Auch Vertreter aus Kolumbien, Peru, Ecuador, Paraguay, Mexiko und Venezuela wurden bestimmt. Der Mitgliederrat wird bei der Vorbereitung des weltweiten Bischofstreffens eng mit dem Synodensekretariat zusammenarbeiten.


VOL.at, 8.3.2018
Papst beruft Kräutler in Beratungsgremium für Amazonas-Synode
Der brasilianisch-österreichische Bischof Erwin Kräutler ist von Papst Franziskus in ein wichtiges Vorbereitungsgremium für die 2019 bevorstehende Sonderbischofssynode zur Amazonas-Region berufen worden.


Blickpunkt Lateinamerika, 9.3.2018
Papst benennt Teilnehmer der Amazonas-Synode
Nach der Ankündigung im letzten Jahr, eine Synode über den Amazonas und Umweltschutz einzusetzen, hat Papst Franziskus das Vorhaben nun konkretisiert. Die Zusammenkunft der Bischöfe aus den Amazonas-Anrainerländern werde im Oktober 2019 in Rom stattfinden, gab der Vatikan bekannt. Das Thema laute „Amazonas: Neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie“

VaticanNews, 8.3.2018
Tema e nomeações do Sínodo dos Bispos para a Pan-amazônia
O tema da assembleia especial do Sínodo dos Bispos para a Pan-amazônia é “Amazônia: novos caminhos para a Igreja e por uma ecologia integral”.

Freitag, 2. Februar 2018

Brasilien vergibt Förderrechte für Hochsee-Ölfelder


Der Standard, 1.2.2018
Brasilien vergab Erdölförderung an ausländische Konzerne
Brasilien hat Förderrechte für Hochsee-Ölfelder im Wert von 1,6 Milliarden Euro an internationale Konzerne vergeben. Die Verträge über die Förderrechte auf sechs Pre-Sal-Feldern vor der Küste Rio de Janeiros wurden am Mittwoch (Ortszeit) in Brasília von Präsident Michel Temer unterzeichnet.

Bei der Versteigerung der Felder hatten sich bereits im Oktober unter anderen BP, Repsol, Shell, Statoil und CNOOC durchgesetzt. Der staatliche brasilianische Erdölkonzern Petrobras wird nur in drei der Ölfelder an der Förderung beteiligt, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete. Die Regierung hat für März und April die Versteigerung weiterer Förderrechte auf 70 Ölfeldern angekündigt.

Temer setzt auf ein ambitioniertes Privatisierungsprogramm, um die brasilianische Wirtschaft nach der schweren Krise von 2015 und 2016 wieder anzukurbeln. Die Erdölproduktion ist 2017 um vier Prozent auf 957 Millionen Barrel gestiegen, wie die brasilianische Erdölagentur (ANP) bekanntgab.


amerika21, 31.1.2018
Brasilien plant weltweit größte Versteigerung von Erdöl
Börse jubelt über Urteil gegen Lula. Aktienwerte der Petrobras erreichen Höchstniveau. Brasilianischer Stromkonzern wird privatisiert


O Globo, 31.1.2018
Governo assina contratos de blocos do pré-sal licitados em outubro de 2017
No leilão, o governo ofereceu oito áreas para serem exploradas sob o regime de partilha, mas apenas seis tiveram ofertas. União receberá R$ 6,15 bilhões em outorgas.



FAZ, 22.10.2013
Öl vor der Küste : Brasilien lässt Tiefsee-Ölfeld ausbeuten
Vor der brasilianischen Küste lagert unter einer dicken Salz- und Gesteinsschicht Öl unter dem Meeresboden. Nun hat das Land erstmals Förderrechte dafür versteigert. Dagegen regt sich Protest.

Galileo-tv 8.9.2017
Brasilien stoppt riesige Öl-Bohrungen, um die unberührte Schönheit des Amazonas‘ zu retten
Brasilien steckt – noch – voll unberührter Natur. Damit meinen wir nicht nur den Regenwald, sondern auch das Mündungsgebiet des Amazonas. Dort befindet sich eine zauberhafte Wunderwelt, die kurz davor war, zerstört zu werden. Doch diese Projekte wurden gestoppt – fürs Erste.

Spiegel online, 17.5.2017
Ölbohrungen bedrohen Naturparadies
Enorme Erdölvorkommen soll es nahe der Amazonasmündung vor der brasilianischen Küste geben. Mehrere Konzerne besitzen Bohrlizenzen für das Gebiet. Bald könnte es losgehen - und eine einzigartige Umwelt zerstört werden

Motley Fool, 11.7.2017
Vor der Küste Brasiliens liegen 30 Milliarden Barrel Öl – und es ist auch noch super günstig
Der Einbruch der Rohölpreise und die folgende Stabilisierung bei unter 50 US-Dollar pro Barrel zwingt die Ölproduzenten zu größtmöglicher Effizienz. Es wurden nicht benötigte Vermögenswerte verkauft, kaum neue Großprojekte begonnen und die Deckungskosten für bestehende Vermögenswerte so schnell wie möglich gesenkt. Aktuelle Ölprojekte haben es mit neuem Offshore- und Tiefseeöl nicht gut gemeint. Diese beiden Bereiche gehören nämlich zu den teuersten der Industrie. Die einzige Ausnahme davon bildet vielleicht Brasilien.
Vor etwa zehn Jahren entdeckte das Land vor der südöstlichen Küste Milliarden von Barrel Öl. Im Jahr 2013 wurde eine zusätzliche Milliarde Barrel etwa 1.000 Meilen nördlich entdeckt. Einige Schätzungen sprechen sogar von 30 Milliarden Barrel.

Freitag, 26. Januar 2018

Lula gibt sich auch nach Verurteilung kämpferisch für Präsidentschaft


Tagesschau.de, 26.01.2018
Nach Urteil wegen Korruption
Ex-Präsident Lula darf nicht ausreisen
Der wegen Korruption verurteilte brasilianische Ex-Präsident Lula darf das Land nicht verlassen. Ein Berufungsgericht hatte erst vor wenigen Tagen seine Strafe wegen Korruption auf zwölf Jahre Haft erhöht.

Zeit-Online, 24. Januar 2018
Haft statt Präsident? Lula-Prozess spaltet Brasilien
Porto Alegre (dpa) - Wegen einer drohenden langen Gefängnisstrafe hat Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva seine Anhänger zu massivem Widerstand aufgerufen.
"Nur eine Sache holt mich von den Straßen dieses Landes: das kann nur der Tag sein, an dem ich sterbe", sagte der 72-Jährige zu tausenden Anhängern in Porto Alegre, wo heute die Berufungsverhandlung gegen eine Haftstrafe wegen Korruption begann. Im vergangenen Juli war er zu neuneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, blieb aber auf freiem Fuß. Bei einer Bestätigung des Urteils drohte auch das Aus für das politische Comeback - er führt in den Umfragen zur Präsidentschaftswahl 2018.

NZZ, 25.1.2018
Brasiliens früherer Präsident Lula will sich von Gefängnisstrafe nicht beirren lassen
Lula gibt sich nach seiner Verurteilung am Mittwoch kämpferisch. Er will weiterhin im Oktober bei den Präsidentschaftswahlen antreten. Sein politisches Comeback wird aber immer unwahrscheinlicher.

Süddeutsche Zeitung, 24.1.2018
Gericht bestätigt Urteil gegen Brasiliens Ex-Präsident Lula
  • Brasiliens beliebter Ex-Präsident Lula da Silva muss möglicherweise für zwölf Jahre ins Gefängnis.
  • Ein Gericht bestätigt ein früheres Urteil und befindet ihn der Korruption und Geldwäsche für schuldig.
  • Lula wollte bei der Präsidentschaftswahl Ende des Jahres erneut kandidieren, bei einer Haftstrafe wäre dies unmöglich.
  • Allerdings bleiben dem Ex-Staatschef noch Rechtsmittel, um das Urteil anzufechten.

Blickpunkt Lateinamerika, 30.1.2018
"Lula ist Opfer eines ungerechten Prozesses"
Der brasilianische Befreiungstheologe und Dominikaner Frei Betto (73) sieht Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva (2003-2010) als Opfer eines ungerechten Prozesses. Ein Bundesgericht hatte am Mittwoch die Verurteilung Lulas wegen Korruption und Geldwäsche bestätigt. Zudem erhöhte es die im Juli 2017 verhängte Haftstrafe von neuneinhalb auf nun zwölf Jahre und einen Monat. Betto gilt als eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen Brasiliens und trotz Differenzen als enger Freund Lulas. Mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sprach Betto über die Folgen des Urteils.

Mittwoch, 24. Januar 2018

Themen der Amazonas-Synode: Indigene, Priester, Natur


Domradio.de, 23.1.2018
Kurienkardinal für Debatte um verheiratete Priester
"Den richtigen Moment erkennen"
Der Vatikan gibt der Debatte über verheiratete Priester in der katholischen Kirche neuen Schwung. Der Leiter der Kleruskongregation, Kardinal Stella, hält es für sinnvoll, über die Priesterweihe für ältere verheiratete Männer nachzudenken.

Vatican News, 22.1.2018
Kurienkardinal Stella offen für Debatte um verheiratete Priester
Der Leiter der vatikanischen Kleruskongregation, Kardinal Beniamino Stella, macht in einem Interviewbuch einen Vorstoß für die Weihe von „Viri probati".

Vatican News, 20.1.2018
Indigenen-Stimmen sollen in Amazonas-Synode einfließen
Die Ortskirche versucht Indigenen-Vertreter aktiv in die Vorbereitung der für 2019 im Vatikan angesetzten Amazonien-Synode einzubeziehen. Das bekräftigt Kardinal Claudio Hummes, Präsident des länderübergreifenden Kirchennetzwerks der lateinamerikanischen Kirche für das Amazonasgebiet REPAM und der Amazonas-Kommission der brasilianischen Bischofskonferenz.

Vatican News, 19.1.2018
Besuch in Amazonien:
Gemeinsam gegen die „Verwüstungen des Lebens“
Lösungen für die Probleme Amazoniens sind nur gemeinsam mit den Bewohnern möglich, nicht über deren Köpfe hinweg: Papst Franziskus traf die auchtochtonen Völker Amazoniens in Puerto Maldonado, am ersten Tag seiner Reise in Peru.

Vatican News, 17.1.2018
Amazonasbischof Kräutler: Indios verdanken ihr Überleben auch der Kirche
Ein schreckliches Jahr liegt hinter den Indigenen des Amazonasgebietes - Kardinal Claudio Hummes und Amazonasbischof Erwin Kräutler, ihres Zeichens Präsident des kirchlichen Amazonas-Netzwerkes REPAM und Präsident von REPAM-Brasilien, schlugen zu Neujahr mit einem Brandbrief Alarm. Christine Seuss hat im Vorfeld der Begegnung des Papstes mit Indios in Peru Bischof Kräutler telefonisch erreicht.

Vatican News, 10.1.2018
Papsttreffen mit Indigenen in Peru: „Ermutigung“ im Kampf um Rechte
Maßloser Rohstoffabbau im Regenwald, rücksichtslose Zerstörung indigenen Lebensraums und skrupellose Morde an Kleinbauern und Umweltschützern – der Papstbesuch im peruanischen Teil des Amazonasgebietes kommende Woche wirft ein Schlaglicht auf eines der dunkelsten Kapitel der Umweltzerstörung und Missachtung von Menschenrechten.

Katholisches.de, 17.10.2017
Ist der Zölibat das Thema der Amazonas-Synode?
Kritiker des Papstes fürchten, dass nicht die Evangelisierung indigener Völker, sondern eine Lockerung des Zölibats Thema der Amazonas-Synode sein könnte. Der Ursprung dieser Spekulation liegt im Jahr 2014.

Montag, 15. Januar 2018

Landreform-Aktivist in Anapu erschossen

Der Menschenrechtsverteidiger Valdemir Resplandes, bekannt als "Muleta", wurde am 9. Jänner in Anapu-PA erschossen. Er war einer der Anführer im Kampf für die Agrarreform in der Region.
Valdemir war auf dem Motorrad unterwegs, als er von zwei Männern auf dem Morro do Macaco angehalten wurde. Einer der Kriminellen positionierte sich hinter dem Opfer und schoss in seinen Rücken. Gemäß Zeugen sind die Männer zu Fuß geflohen.
Bereits 2016 hatte Valdemir beklagt, dass er ständig bedroht und verfolgt wird. Wenn er Anzeige erstattete, wurde er von den Behörden nicht unterstützt.

Globo-G1, 15/01/2018
Defensor de direitos humanos e liderança na luta por reforma agrária é morto em Anapu, no PA
O crime aconteceu na mesma cidade em que a missionária norte-americana Dorothy Stang foi assassinada em 2005.

Portal Amazônia, 11.1.2018
PA: Defensor de direitos humanos é assassinado em Anapu
Valdemir Resplandes foi executado, ele era uma das lideranças na luta por reforma agrária em Anapu

Samstag, 13. Januar 2018

Schofför von Pater Amaro festgenommen


Laut Medienberichten wurden beim Schofför von Pater Amaro Lopes, der unter dem Namen "Claudio" bekannt ist, bei einer Routinekontrolle der Polizei ein Revolver Kaliber 38 und Munition gefunden. Claudio war im Auto des Paters unterwegs und hatte keinen Waffenschein. Er wurde festgenommen und muss sich wegen illegalem Waffenbesitz verantworten.

Nach der Ermordung von Schwester Dorothy Stang 2005 setzte Pater Amaro Lopes ihren Kampf für die Landrechte der Kleinbauern und für die Umsetzung der nachhaltigen Siedlungsprojekte (PDS) in Anapu fort. Deshalb wird er immer wieder von Großgrundbesitzern, die Interesse an jenen Grundstücken haben, bedroht und angeklagt. Weil Claudio das Fahrzeug von Pater Amaro gelenkt hatte, wurde er in den Konflikt hinein gezogen.

Die Empörung der Bürger von Anapu war groß. Denn Anapu ist für seine hohe Gewaltrate bekannt und viele halten einen Waffenbesitz für notwendig. Während Banditen und Räuber, die von der Polizei auf frischer Tat ertappt werden, nur bis zur Polizeistation gebracht und nach wenigen Minuten wieder freigelassen werden, müssen unschuldige Bürger immer wieder hinter Gitter!

Erst im vergangenen November waren große Teile der PDS-Projekte von 200 bewaffneten Männern überfallen und parzelliert worden.



Portal ParáNews, 12/01/2018
MOTORISTA DE PADRE É PRESO COM ARMA DE FOGO

Foi através de uma abordagem de rotina, que a Polícia Militar do município de Anapu, encontrou em posse de um homem conhecido por Cláudio, um revólver calibre 38 e 05 munições intactas.

Cláudio,dirigia uma caminhonete com documentação em nome da Pastoral da Terra e se identificou como motorista particular do Padre Amaro.

Detido, ele foi conduzido para a delegacia de Anapu onde encontra-se à disposição da justiça. Ele responderá por porte ilegal de arma e munições.



TransNotícias, 11/01/2018
Motorista do Padre Amaro da Pastoral da Terra, é preso com arma em Anapu
Na manhã desta quinta-feira (11), no município de Anapu, Sudeste do Pará, a guarnição do grupamento Tático da Polícia Militar, fez a abordagem de uma caminhonete Hillux, de cor prata, placa QDC-83, documento em nome da Comissão da Pastoral da Terra.

Ao revistar o condutor do veículo, foi encontrado um revólver calibre 38, de cor prata, com cinco munições intactas, a arma estava com a numeração raspada, Cláudio se identificou como motorista particular do Padre Amaro e disse que portava a arma para a segurança pessoal.

Após a morte da missionária americana, irmã Dorothy Stang, Padre Amaro, assumiu a luta em defesa da reforma agrária na região, por outro lado, é acusado pelos fazendeiros como sendo o responsável por incitar, as ocupações de terras, o motorista da caminhoneta foi conduzido para a Delegacia de Polícia Civil juntamente com o carona, a arma e um motosserra, ligamos no número de contato da Pastoral da Terra no município, mas a ligação não pode ser concluída.

Freitag, 12. Januar 2018

Große Schleife des Xingu nicht mehr schiffbar

An die 50 Familien, die entlang der großen Schleife des Xingu wohnen, beklagen den niedrigen Wasserstand des Xingu seit dem Bau des Staudammes Pimentel. Der früher bis zu 6 km breite Xingu ist nun auf einige kleine Sturzbäche zusammengeschmolzen, Klippen und Felsen werdenden frei und der Fluss ist auch für kleine Boote nicht mehr schiffbar. Im seichten Wasser überleben die Fische nicht, das Wasser ist nicht mehr zum Kochen verwendbar. Um nach Altamira zu kommen müssen große Strapazen in Kauf genommen werden.

Jornal Liberal, 10/10/2017
Famílias sofrem com seca na região da Volta Grande do Xingu, em Anapu no Pará
A seca é a maior dos últimos anos. Muitas pessoas sofrem com a falta de água para consumir.