Dienstag, 4. Dezember 2018

Greenpeace kritisiert fehlende Klimapolitik in Österreich


Greenpeace, 4.12.2018
Greenpeace stellt Schwarz-Blau katastrophale Umwelt-Bilanz aus
Wien - Anlässlich der ersten 50 Wochen der schwarz-blauen Bundesregierung, zieht Greenpeace heute eine negative Bilanz: Die Regierung hat im Umweltschutz total versagt. Anstatt die Umwelt und das Klima zu schützen, werden mit der UVP-Novelle Umweltrechte demontiert und mit dem Standortentwicklungsgesetz die Wünsche der Industrie umgesetzt. Mit Maßnahmen wie Tempo 140 fährt zudem die Regierung das Klima an die Wand.

„Im Auftrag der Industrie betreibt Schwarz-Blau eine Umweltdumping-Politik, um Großprojekte wie Schnellstraßen oder Mülldeponien gegen den Willen der lokalen Bevölkerung durchzuboxen“, sagt Greenpeace-Sprecher Lukas Hammer. Im Klimaschutz hat die Bundesregierung komplett versagt. Während die Emissionen in den letzten Jahren weiter angestiegen sind, hat die Bundesregierung eine Klimastrategie verabschiedet, die nicht einmal im Ansatz ausreichen wird, um die Klimaziele zu erreichen. Es scheint, als würde Klimaschutz auch in der Zukunft komplett ignoriert werden. Bei ihrer heutigen Pressekonferenz zu der Regierungsbilanz hat Schwarz-Blau mit keinem Wort das Thema angeschnitten.

„Der Klimaschutz muss jetzt endlich zur Chefsache werden. Die Regierung muss damit aufhören, Klimaschutz zu sabotieren und die Ärmel hochkrempeln. Nur wenn hier mit vereinten Kräften angepackt wird, kann der Klima-Kollaps noch gestoppt werden“, sagt Hammer. Dafür braucht es eine ökosoziale Steuerreform, ein Ende für alle umweltschädlichen Subventionen und einen massiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs.


ORF, 4.12.2018
Erste Jahresbilanz
Regierung beschwört „Reformzug“
Die ÖVP-FPÖ-Bundesregierung hat am Dienstag ihre erste Jahresbilanz gezogen. Wenig überraschend verlief das Jahr laut Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) positiv. Man habe eine Trendwende eingeleitet, so Kurz. Aber auch im kommenden Jahr werde der „rot-weiß-rote Reformzug“ nicht an Tempo verlieren.

Die Opposition zeigte sich von der zufriedenen Regierungsbilanz nicht beeindruckt. „Viel Lärm um nichts“, sagte NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger. Die Regierung setze statt auf Reformen auf Spaltung. „Statt echter Reformen gab es vor allem Showpolitik“, so die NEOS-Klubobfrau. Für Bruno Rossmann von Jetzt zeigte das erste Jahr der neuen Regierung, dass es ÖVP und FPÖ vor allem um das Umfärben der Republik, Postenschacher und Klientelpolitik geht. „Dazu kommen ein Totalversagen im Klimaschutz und eine systematische Benachteiligung des unteren Einkommensdrittels.“

Auch die SPÖ kritisierte die Regierung. Zum ersten Mal werde das Leben vieler in der Phase einer Hochkonjunktur schwerer statt leichter, so SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda. „Für mich gibt es eine klare Messlatte für die Politik: Wurde den Menschen das Leben leichter gemacht oder nicht?“, sagte Drozda.

Kritik kam auch von der Österreichischen Krebshilfe. Krebshilfe-Präsident Paul Sevelda forderte einmal mehr ein Rauchverbot in der Gastronomie. Ein bereits beschlossenes Gesetz dazu wurde ja auf Wunsch der FPÖ wieder aufgehoben.

Die Umweltorganisationen Global 2000, Greenpeace und WWF Österreich monierten, dass das erste Amtsjahr der Bundesregierung von Frontalangriffen auf den Umweltschutz und Versäumnissen im Klimaschutz geprägt gewesen sei. Unter dem Vorwand der Verfahrensbeschleunigung werde Umweltrecht scheibchenweise demontiert. „Das ist ein geradezu fahrlässiger Kurs. Die Bundesregierung riskiert mehr Umweltverschmutzung und Klimaschäden in Österreich“, so Hanna Simons vom WWF Österreich.


Umweltdachverband, 4.12.2018
Umweltdachverband zum Standortentwicklungsgesetz NEU:
Geplanter Übertragungsmechanismus ist verfassungswidrig!

  • Gesetzesbegutachtungsfrist endet am 6.12.: UWD übt in Stellungnahme scharfe Kritik
  • Appell an BM Schramböck: Gesetzesentwurf verwerfen, Dialog zu Verfahrensbeschleunigung und Bürokratieabbau starten

Donnerstag, 29. November 2018

Bolsonaro will UN-Klimakonferenz 2019 nicht in Brasilien


Wiener Zeitung, 28.11.2018
Brasilien verzichtet auf Gastgeberrolle für UN-Klimakonferenz 2019
Neu gewählter Präsident Bolsonaro an Umweltschutz wenig interessiert.

Der Tagesspiegel, 28.11.2018
Brasilien will UN-Klimakonferenz nicht ausrichten
Dem neuen Präsidenten wird vorgeworfen, keinen Wert auf Klimaschutz zu legen. Naturschutzverbände befürchten eine weitere Abholzung des Regenwaldes.

Tagesschau, 29.11.2018
Rückzieher aus Rio
Brasilien will den Klimagipfel doch nicht
Kommende Woche findet in Kattowitz die Klimakonferenz statt. 2019 wollte Brasilien das Treffen ausrichten. Doch daraus wird nun nichts. Der neue Präsident Bolsonaro ließ offenbar seinen Einfluss spielen.

Blickpunkt Lateinamerika, 26.11.2018
Abholzung im Amazonasgebiet auf Zehn-Jahres-Hoch
Seit 2008, als 12.900 Quadratkilometer gerodet wurden, lagen die Zahlen stets deutlich niedriger. Experten erwarten für 2019 einen weiteren Anstieg.

Donnerstag, 22. November 2018

Bolsonaro riskiert Ärztemangel in Brasilien


ORF, 22.11.2018
Lange Schlangen vor Praxen
Kuba löst Ärztemangel in Brasilien aus
Nach dem infolge eines politischen Streits durch Kuba verkündeten Ende des brasilianischen Programms „Mehr Ärzte“ fehlt es dort in vielen Ortschaften an medizinischem Personal. In mindestens zwölf brasilianischen Bundesstaaten gebe es Gesundheitszentren, in denen keine Mediziner und Medizinerinnen mehr arbeiten, berichtete das Nachrichtenportal G1 am Mittwoch.

Deutsche Welle, 15.11.2018
Streit zwischen Havanna und Brasilia
Brasiliens Gesundheitssystem vor dem Kollaps?
Brasiliens neuer Präsident will die Sonderregelung für Ärzte des kubanischen Regimes aufheben. Havanna droht damit, die mehr als 8000 Mediziner abzuziehen. Fast 30 Millionen Brasilianer könnten ihre Versorgung verlieren.

VaticanNews, 23.11.2018
Brasilien: 430 kubanische Ärzte verlassen das Land
Hunderte kubanische Ärzte haben sich nach dem Streit um das Programm „Mehr Ärzte“ in Brasilien auf den Rückweg in ihre Heimat gemacht. Am Flughafen der brasilianischen Hauptstadt Brasília versammelten sich am Donnerstagabend 430 Ärzte, um nach Kuba zurückzukehren.


G1, 22.11.2018
Quem fica e quem vai: o que dizem os cubanos sobre o fim da atuação no Mais Médicos
Parte deles se despede e lamenta saída do país e outra parte vai tentar continuar trabalhando aqui.

G1, 15.11.2018
Saída de Cuba do Mais Médicos afeta 28 milhões de pessoas, diz Confederação dos Municípios
Governo cubano atribuiu decisão a 'declarações ameaçadoras e depreciativas' de Bolsonaro. Em nota, CMN disse acreditar que governo de transição encontrará solução para manter programa.

G1, 22.8.2018
Bolsonaro diz que vai usar Revalida para 'expulsar' médicos cubanos do Brasil
Presidenciável do PSL fez o comentário em agenda eleitoral em Presidente Prudente (SP). Cubanos atuam no Brasil sem validação do diploma desde que foi criado o programa Mais Médicos, em 2013.

Mittwoch, 14. November 2018

Die Völker am Xingu bereiten sich auf die Amazonas-Synode vor


Die Prälatur am Xingu organisiert vom 15. bis 17. November 2018 das "Treffen der Völker am Xingu", das auf die Amazonas-Synode vorbereiten soll. Dabei geht es um neue Wege für die Kirche und für eine ganzheitliche Ökologie. Das Vorbereitungsdokument für die Synode behandelt Themen wie Nachhaltigkeit, Solidarität und Verantwortung gegenüber Mitmenschen und der Natur.









Donnerstag, 8. November 2018

Menschenrechtskommission (CIDH) besucht Altamira


23 Jahre seit dem letzten Besuch kam nun wieder eine Delegation der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) nach Brasilien, um die Menschenrechtssituation zu überprüfen. Der letzte Besuch der CIDH war 1995.

Das OAS-Gremium wird vorrangig folgenden Aspekten nachgehen: Diskriminierung, Ungleichheit, Armut, demokratische Institutionen und öffentliche Menschenrechtspolitik.

Am 7.11. stand eine öffentliche Anhörung in Altamira auf dem Programm. Vertreter indigener Völker der Region Altamira (PA) prangerten Verletzungen ihrer Territorialrechte an. Sprecher der Völker Parakanã und Arara beklagten die Probleme, mit denen sie auf ihrem Territorium konfrontiert sind: mit der Invasion von Holzfällern, Garimpeiros und im Falle des Parakanã mit zunehmenden Invasionen und Landbesetzungen im indigenen Land Apyterewa (TI), die die Bundesregierung seit Jahren zu unterbinden verspricht.

Auch der emeritierte Bischof Erwin Kräutler nahm an der Veranstaltung teil.


CIMI, 8.11.2018
Povos Parakanã e Arara denunciam violações à Comissão Interamericana de Direitos Humanos, em Altamira (PA)
Povos indígenas denunciaram a invasão de suas terras e consequências de Belo Monte em audiência com a CIDH, durante passagem da Comissão pela cidade

Caritas Brasileira, 6.11.2018
Comissão Interamericana de Direitos Humanos inicia visitas a estados brasileiros

O Globo, 5.11.2018
Após 23 anos, Comissão de Direitos Humanos da OEA volta a visitar o Brasil
Viagem ocorre a convite do governo federal e resultará em um relatório sobre violações

Montag, 5. November 2018

Cum-Ex: grenzenlose Gier bleibt ungestraft


FAZ, 4.11.2018
Steuerzahler ohne Moral
Über die sogenannten Cum-Cum-Geschäfte geht es hoch her. Doch was ist der eigentliche Skandal?

taz, 4.11.2018
Forderung nach Verfolgung der Cum-Ex Steuerbetrüger
Über den Verlust einer Milliarde haben wir schon öfter berichtet, sei es der Milliardenraub bei Bangladesh’s Zentralbank, der nur durch einen Schreibfehler auffiel, der „verteilte Raub“ bei vielen Banken, damit es nicht auffällt oder einfach ein Börsenverlust, wie ihn Yahoo nach einem Hackerangriff traf. Doch bei dem aktuellen Raub handelt es sich nicht um „Peanuts“, die Reichen dieser Welt haben zusammen mit Heuschrecken und den ganz normalen Banken in Europa die Steuerzahler um rund 55 Milliarden Euro erleichtert.

Tagesschau, 1.11.2018
Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte
"Größter Steuerskandal der Geschichte"
Dubiose Deals, mehr als 100 verdächtige Banken und eine kleine Gruppe Investment-Banker: Durch sogenannte Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte mit Steuern sind dem Staat enorme Summen entgangen. Laut Panorama und "Zeit" soll es um mindestens 31,8 Milliarden Euro gehen.

Zeit Online, 18.10.2018
Der Coup des Jahrhunderts
Ganz Europa wurde von Steuerräubern geplündert. Auch weil Deutschland die Partnerländer erst viel zu spät warnte, entstand ein Schaden von mindestens 55 Milliarden Euro.

Freitag, 2. November 2018

Brasiliens Bischöfe nach der Wahl besorgt


VaticanNews, 2.11.2018
Brasilien: „Bolsonaro macht die Armen ärmer und die Reichen reicher“
Nach der Wahl in Brasilien werden sich die gesellschaftlichen und politischen Strukturen im Land grundlegend verändern. Der Adveniat-Länderreferent für Brasilien, Norbert Bolte, beobachtet das mit Sorge. Im Interview mit Vatikan News erzählt er, worauf man sich im Land jetzt einstellen muss.

VaticanNews, 2.11.2018
Brasilianische Bischöfe nach der Wahl: Sorge um die Indigenen
Die brasilianische Bischofskonferenz ist nach der Wahl Bolsonaros zum Präsidenten in großer Sorge um die Zukunft der indigenen Bevölkerung des Landes. Das betonte der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Leonardo Steiner, im Interview mit Vatican News.

Vorarlberg.orf.at, 1.11.2018
Brasilien-Wahl: Altbischof Kräutler entsetzt
Rechtspopulist Jair Bolsonaro hat die Präsidentenwahl in Brasilien gewonnen - der Vorarlberger Altbischof Erwin Kräutler zeigt sich darüber entsetzt. Er sorge sich um die Indios, da Bolsonaro angekündigt habe, die Rechte der Indios einschränken zu wollen.


Bolsonaros erste Aktivitäten:

Deutsche Welle, 30.10.2018
Jair Bolsonaro will Korruptionsermittler als Justizminister
Der Mann, der seinen schärfsten Konkurrenten hinter Gitter brachte, soll bald im ganzen Land für Recht und Ordnung sorgen - das kündigt der ultrarechte brasilianische Präsident kurz nach seinem Wahlsieg an.

Der Standard, 30.10.2018
Brasilien: Bolsonaro will Korruptionsermittler Moro als Justizminister
Im ersten Interview nach seinem Wahlsieg verteidigte der künftige Präsident auch die geplante Liberalisierung des Waffenrechts

ORF, 4.11.2018
Kritische Medien sind für Bolsonaro „erledigt“
Kurz nach seiner Wahl hat der künftige brasilianische Präsident Jair Bolsonaro eine harte Linie gegen die kritische Presse angekündigt. Als er gestern in einem Fernsehinterview gefragt wurde, ob er die Pressefreiheit respektieren wird, auch die Freiheit der zu seinen Hauptkritikern gehörenden Zeitung „Folha de S.Paulo“, sagte Bolsonaro: „Diese Zeitung ist erledigt.“

n-tv, 4.11.2018
Brasilien nach Trumps Vorbild
Bolsonaro greift kritische Medien an
Brasiliens künftiger Präsident hat keine Lust auf kritische Stimmen. Er weiß bereits, wie er es Medien schwermachen wird, die hart mit seiner Politik ins Gericht gehen. Er will ihnen den Geldhahn zudrehen. Dafür findet er harte Worte.

Deutsche Welle, 30.10.2018
Kommentar: Pressefreiheit à la Bolsonaro
Die Pressefreiheit sei ihm "heilig", sagt der künftige brasilianische Präsident Jair Bolsonaro. Doch seine Ankündigungen überzeugen nicht, meint Astrid Prange de Oliveira.

Montag, 29. Oktober 2018

Bolsonaro wird 38. Präsident Brasiliens



ORF.at, 29.10.2018
Bolsonaro will „Schicksal Brasiliens ändern“
Nach seinem Sieg bei der Präsidentenwahl in Brasilien hat der ultrarechte Ex-Militär Jair Bolsonaro einen radikalen Politikwechsel angekündigt. „Ich werde das Schicksal des Landes verändern“, sagte er am Sonntag. „Jetzt wird nicht weiter mit dem Sozialismus, dem Kommunismus, dem Populismus und dem Linksextremismus geflirtet.“

BR24, 29.10.2018
Brasilien: Rechtsextremer wird neuer Präsident
Der rechtsextreme Jair Bolsonaro wird neuer Präsident Brasiliens. In der Stichwahl setzte er sich gegen Fernando Haddad von der Arbeiterpartei durch.

VaticanNews, 29.10.2018
Brasilien: Sorge nach Bolsonaro-Sieg
Das kirchliche deutsche Hilfswerk Misereor und viele seiner Partner-Organisationen reagieren besorgt auf die Wahl des rechtsgerichteten Jair Bolsonaro zum brasilianischen Präsidenten.

Kathpress, 29.10.2018
Wahl in Brasilien (2) - Hilfsorganisationen "tief besorgt"
Brasilia-Berlin, 29.10.2018 (KAP) Das deutsche katholische Entwicklungs-Hilfswerk Misereor zeigte sich am Montag besorgt, dass Bolsonaro die Rechte "gerade der Armgemachten" und der Minderheiten wie der indigenen Bevölkerung drastisch einschränken könnte.

NZZ, 29.10.2018
Ein «Heilsbringer» für Brasiliens Malaise
Der ultrarechte Politiker Jair Messias Bolsonaro hat die Präsidentschaftswahl in Brasilien klar gewonnen. Falls er seine Rhetorik in die Tat umsetzt, steht dem Land eine schwierige Zeit bevor.

Süddeutsche Zeitung, 29.10.2018
Nun hilft nur Beten
Die fünftgrößte Nation der Welt hat jetzt einen Präsidenten, der Folterer verherrlicht, Frauen und Homosexuelle demütigt und dessen Agenda den Amazonas bedroht.

Tagesschau, 27.10.2018
Warum wir Bolsonaro als rechtsextrem bezeichnen
Der brasilianische Präsidentschaftskandidat Bolsonaro wird oft als Rechtsaußen, Rechtspopulist oder ultra-rechts beschrieben. Warum hat sich die ARD entschieden, ihn sogar rechtsextrem zu nennen?

america21.de, 27.10.2018
Rechtsextremer Bolsonaro – Zögling des Militärs in Brasilien
Seit 2014 bauen brasilianische Militärs den rechten Präsidentschaftskandidaten auf. Datensätze des jüngsten WhatsApp-Skandal stammen aus Quellen der Armee.

Kontrast.at, 29.10.2018
Brasilien: Der rechtsextreme Neoliberale Bolsonaro ist neuer Präsident – und für Folter, Gewalt gegen Homosexuelle und politische „Säuberungen“
Jair Bolsonaro ist am 28. Oktober 2018 zum brasilianischen Präsidenten gewählt worden. Bolsonaro befürwortet die Militärdiktatur und Folter, Gewalt gegen Homosexuelle, will das Land von Kritikern „säubern“ und verharmlost sexuelle Gewalt gegen Frauen. Er gilt als „Wunschkandidat der Märkte“ und wird von Europas rechten Parteien unterstützt.

Deutsche Welle, 31.10.2018
Gastkommentar: Gute Gründe für Jair Bolsonaro
Die Wirtschaftskrise, ein Korruptionsskandal sowie die hohe Kriminalitätsrate - das sind die Themen, welche die Brasilianer umtreiben. Und den Erfolg von Jair Bolsonaro möglich gemacht haben, meint Hildegard Stausberg.


G1 - O Globo, 28/10/2018
Jair Bolsonaro é eleito presidente e interrompe série de vitórias do PT
Candidato do PSL derrotou o petista Fernando Haddad no segundo turno, com 55% dos votos, e foi eleito o 38º presidente do Brasil. Capitão reformado do Exército e deputado federal desde 1991, Bolsonaro se elegeu com promessas de reformas liberais na economia e um discurso conservador, contrário à corrupção, ao PT e ao próprio sistema político.

G1 - O Globo, 28/10/2018
Saiba quem é quem no núcleo político de Jair Bolsonaro
Filhos, guru na área econômica, advogado, parlamentares e generais da reserva integram grupo mais próximo do presidente eleito, que toma posse em 1º de janeiro de 2019.

G1 - O Globo, 29/10/2018
Bolsonaro vai depender do Congresso para aprovar promessas de campanha
Mesmo que seu partido, o PSL, tenha atualmente a segunda maior bancada da Câmara, presidente eleito vai precisar negociar com todos os partidos.

BBC-News Brasil, 29/10/2018
Bolsonaro presidente: os obstáculos para concretizar 10 de suas propostas mais polêmicas
Após tomar posse no dia 1º de janeiro de 2019, Bolsonaro será o chefe do governo e o representante máximo do Estado brasileiro. Mas quão grande é o poder de um Presidente da República? Quais decisões podem ser tomadas por decreto, e quais dependem do Congresso? Há algo nas propostas de Bolsonaro, ditas durante a campanha, que seja impossível de ser posta em prática?
A reportagem da BBC News Brasil conversou com profissionais e pesquisadores de diversas áreas para entender como podem ser concretizadas algumas das propostas mais polêmicas de Bolsonaro. Na maioria dos casos, a aprovação dependerá da interlocução entre o Palácio do Planalto e o Congresso.

Mapa da apuração no Brasil
Por estados
Por capitais

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Vor der Stichwahl um das Präsidentenamt Brasiliens

Domradio, 23.10.2018
Evangelikale in Brasilien unterstützen Bolsonaro
Mit Knarre und Bibel - Vor der Stichwahl um das Präsidentenamt
Brasilien wird wohl einen Rechtspopulisten zum Präsidenten wählen. Die Evangelikalen feiern Jair Bolsonaro, während der frühere Katholik die Kirche zum Feindbild macht.


Süddeutsche Zeitung, 25.10.2018
Brasilien erhält die Quittung für jahrelanges Schweigen
Es rächt sich, dass Brasilien die Verbrechen seiner Militärdiktatur nie aufgearbeitet hat. Ein Mann, der Mörder verehrt, wird wohl Präsident. Aber der Schrecken ist längst Gegenwart.


Deutschlandfunk, 29.10.2018
Brasilien unter Bolsonaro
Wirtschaftlich droht ein böses Erwachen
Er habe keine Ahnung von Wirtschaft, sagt Brasiliens neuer Präsident Jair Bolsonaro. Die brasilianische Börse feiert die Wahl des ultrarechten Politikers trotzdem. Doch könnte der Jubel nur von kurzer Dauer sein. Klar ist schon jetzt: Mit ihm rückt das Land nach rechts.

Donnerstag, 18. Oktober 2018

600 Familien erhalten in Altamira neues Zuhause

Nach dreijährigen Verhandlungen bekommen ca. 600 Familien im Viertel Independente I in Altamira endlich ihr Recht auf Umsiedlung zugesprochen. Erst im Jänner waren 968 Familien von Ibama als vom Staudamm Belo Monte Betroffene eingestuft worden. Nun wird das Betreiberkonsortium Norte Energia noch rechtzeitig vor der nächsten Regenzeit 600 Familien umsiedeln. Die restlichen sollen bessere Straßen, Trinkwasser und Kanalisation erhalten.

Bom Dia Pará, em 18 out 2018
Cerca de 600 família de área de risco de Altamira serão remanejadas
Comunidade é atingida pelas obras das Usina de Belo Monte.

Montag, 8. Oktober 2018

Rechtspopulist Bolsonaro gewinnt erste Wahlrunde

Bolsonaro und Haddad kommen in die Stichwahl am 28. Oktober
ORF, 8.10.2018
Bolsonaro gewinnt erste Wahlrunde in Brasilien
In Brasilien zieht der rechtsgerichtete Jair Bolsonaro mit einem klaren Vorsprung in die Stichwahl um das Präsidentenamt. Auf Bolsonaro entfielen gestern im ersten Wahlgang 46,7 Prozent der Stimmen, teilte der Wahlausschuss des Landes mit. Sein linker Kontrahent Fernando Haddad erreichte 28,4 Prozent. Die Stichwahl ist für den 28. Oktober angesetzt.


FAZ, 8.10.2018
Rechtspopulist Bolsonaro ist der große Gewinner
Die erste Runde hat Jair Bolsonaro mit so großem Abstand gewonnen, dass beinahe keine Stichwahl mehr nötig geworden wäre. Fast 50 Prozent der Brasilianer stimmten für den extrem rechten Kandidaten. Sein Kontrahent steht auf der anderen Seite des politischen Spektrums.


tagesschau.de, 8.10.2018
Rechtspopulist gewinnt erste Runde
Rechtspopulist Jair Bolsonaro liegt bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien nur knapp unter der absoluten Mehrheit. Der Kandidat der Arbeiterpartei landete abgeschlagen auf dem zweiten Platz.


Le Monde diplomatique, 11.10.2018
Brasilien, der große Verrat
In der ersten Runde der Präsidentschaftswahl hat der rechtsextreme Kandidat Jair Bolsonaro erwartungsgemäß gewonnen. Die absolute Mehrheit, die einen zweiten Wahlgang überflüssig gemacht hätte, verfehlte er nur knapp. Zur Stichwahl am 28. Oktober tritt Fernando Haddad, Ersatzmann der Arbeiterpartei PT für Lula da Silva, gegen Bolsonaro an.

Wahlergebnis nach Bundesstaaten
O Globo, 08/10/2018
Eleições 2018

Freitag, 5. Oktober 2018

Gericht stoppt Rodung im Hambacher Forst


ORF.at, 5.10.2018
Gericht stoppt Rodung im Hambacher Forst
Knalleffekt im deutschen Streit über den Hambacher Forst, der nach Willen des Energiekonzerns RWE für den Braunkohletagebau gerodet werden soll. Das Oberverwaltungsgericht Münster verfügte am Freitag einen vorläufigen Rodungsstopp. Die Richter entsprachen damit in einem Eilverfahren dem Antrag des Umweltverbandes BUND.


tagesschau, 05.10.2018
Gericht entscheidet: Rodung im Hambacher Forst gestoppt
Die Bäume im Hambacher Forst bleiben stehen – vorerst. Seit Jahren gibt es Streit, ob RWE den Wald roden und dort nach Braunkohle baggern darf. Zuletzt sah alles danach aus, das Gebiet war geräumt worden, die Vorbereitungen waren bereits in Gang. Nun stoppte ein Gericht vorerst die Rodung.
Zuerst müsse über eine Klage des Umweltverbandes BUND entschieden werden. Erst danach ist also klar, ob die Bäume fallen und nach Braunkohle gebaggert wird.


Deutsche Welle, 29.11.2017
Kampf um den Hambacher Forst
Ein Wald soll dem Braunkohletagebau weichen. Aktivisten kämpfen dagegen, sie bauen Baumhäuser, blockieren Straßen, errichten Barrikaden. Und wirklich: Am Ende feiern sie einen Erfolg. Drei Tage im Hambacher Forst.

Samstag, 29. September 2018

Vom Kraftwerk Betroffene in Altamira fordern Schließung von Belo Monte


Die Bewegung der von Staudämmen Betroffen stellte bei IBAMA den Antrag zur Suspension der Betriebsgenehmigung für das Belo Monte Kraftwerk, solange das Betreiberkonsortium Norte Energia die vom Staudamm betroffenen Familien im Stadtteil "Independente I" in Altamira nicht umsiedelt.

Mehr als 600 Familien, die in der Region "Lagoa" leben, wurden 2017 von IBAMA als vom Kraftwerk Betroffene anerkannt. Bis zum 15. September 2018 hätte Norte Energia eine Verpflichtungserklärung mit der Stadtgemeinde von Altamira für die Umsiedlung dieser Familien unterzeichnen müssen, doch die Frist ist ergebnislos verstrichen.

„Wir bekommen immer wieder neue Termine, aber man entscheidet nichts, und wir bleiben hier im Überschwemmungsgebiet. Sobald es regnet, steigt das Wasser bis zum Fußboden, der Gestank wird unerträglich, die Mücken fressen uns und die Termiten die Hütte“, sagte Marivalda Ferreira Sousa, eine Bewohnerin der betroffenen Region.

Die Familien leben dort in Häusern aus Holz, die auf Stelzen gebaut sind. Es gibt keine sanitäre Grundversorgung und kein Trinkwasser. Frau Socorro Farias war einer der ersten Bewohnerinnen der Gegend, als sie vor 12 Jahren herkam. Und die acht Menschen, die bei ihr wohnen, können nirgendwo hingehen - weil das Geld dafür fehlt.


G1 - O Globo, 28.9.2018
Movimento dos Atingidos por Barragens pede suspensão das atividades de Belo Monte ao Ibama
Cerca de 600 famílias de comunidade impactada pela obra da usina vivem em casas de madeiras sobre palafitas, sem água potável e saneamento básico.

Mittwoch, 12. September 2018

Umweltinstitut Ibama für Genehmigung von Belo Sun-Minenprojekt zuständig

Camp von Belo Sun Mining am Xingu

Das Bundesgericht hat entschieden, dass die Lizenz für das Goldminenprojekt der kanadischen Firma Belo Sun am Xingu-Fluss vom brasilianischen Institut für Umwelt und erneuerbare natürliche Ressourcen (Ibama) anstelle der Landesregierung von Pará ausgestellt werden muss. Die Entscheidung wurde am Dienstag (11.9.) vom Bundesministerium der Justiz veröffentlicht.

In einer Stellungnahme verlautbarte die Regierung von Pará, dass ihr diese Gerichtsentscheidung noch nicht mitgeteilt worden sei. Sie sei aber entschlossen, dagegen zu berufen, da sie für die Genehmigung zuständig sei.

Die Installations-Lizenz wurde im Februar 2017 vom Sekretariat für Umwelt und Nachhaltigkeit in Belém (Semas) erteilt und autorisiert Belo Sun zum Abbau von Gold in der Gemeinde Senador José Porfírio während der nächsten 12 Jahre. Bereits 2014 hatte das Unternehmen die Vor-Lizenz (Licença Prévia), die vom Umweltsrat (Coema) genehmigt worden war, von Semas erhalten.

Laut Staatsanwaltschaft (MPF) "betreffen die sozio-ökologischen Auswirkungen des Goldminenprojekts nicht einfach nur indigenes Land, sondern sie werden durch die Auswirkungen des Belo Monte Staudamms noch verstärkt und vergrößert". Außerdem argumentierte die Staatsanwaltschaft, dass auch Belo Monte vom Nationalen Umweltinstitut Ibama und nicht von der Regierung in Pará genehmigt worden war.

Das Urteil wurde am 3. September von Richter Paulo Neto unterzeichnet, der festlegte, dass IBAMA die bereits gewährten Lizenzen erneut prüfen sollte, um die Regelmäßigkeit des Verfahrens zu gewährleisten. Zu diesem Zweck kann IBAMA neue Dokumente, Studien oder Befunde anfordern.

Belo Sun ließ verlautbaren, dass „das Unternehmen sowohl mit IBAMA als auch mit SEMAS im Hinblick auf das Genehmigungsverfahren zusammenarbeitet. Die Verhandlungen und Gespräche mit lokalen Institutionen, Gemeinden und indigene Gruppen sollen fortgesetzt werden, um als Ziel das Volta Grande Projekt zu ermöglichen, zum Nutzen aller Beteiligten".


G1 - O Globo, 11/09/2018
Justiça Federal decide que Ibama deve licenciar mineradora da Belo Sun no rio Xingu, no Pará
Decisão determina que o órgão reavalie impactos do empreendimento na região.
Licença havia sido concedida pelo governo estadual em fevereiro de 2017.

MPF-PA, 11/09/2018
Justiça determina federalização do licenciamento de projeto da mineradora Belo Sun no rio Xingu (PA)
Sentença destaca que o Ibama deve reavaliar licenças já concedidas e incluir estudo dos impactos aos indígenas
Processo 0001813-37.2014.4.01.3903
Íntegra da ação 

MPF-PA, 08/11/2018
MPF/PA pede que licenciamento da Belo Sun seja transferido para Ibama
O projeto se sobrepõe a terras federais e às obras de Belo Monte e afeta terras indígenas e o rio Xingu, o que torna Secretaria de Meio Ambiente do Pará incompetente para licenciar

Mining.com, 12/09/2018
Belo Sun license should be reviewed by Brazil federal Gov’t, court rules
A Brazilian court has placed a new obstacle in the way of Canada’s Belo Sun Mining’s (TSX:BSX) plans to develop a vast gold mine in the Amazonic state of Pará, by ruling that the company’s permits should be issued and reviewed by federal authorities.

Projeto Volta Grande
Nota de esclarecimento
A Belo Sun Mineração declara que “a empresa tem prazer em trabalhar tanto com o IBAMA quanto com a SEMAS em seu processo de licenciamento, e continuará a trabalhar com instituições municipais, comunidades e grupos indígenas com o objetivo de avançar com o projeto Volta Grande em benefício para todas as partes interessadas”.

Belo Sun Mining

Volta Grande Gold Project (engl., PDF)

Donnerstag, 23. August 2018

Bischof Kräutler beim Vorbereitungstreffen für Amazonas-Synode in Manaus

Kathpress, 22.08.2018
Brasilien: Kräutler bei Vorbereitungstreffen für Amazonas-Synode

Brasilia, 22.08.2018 (KAP) Im brasilianischen Manaus findet diese Woche das bisher dritte Vorbereitungstreffen der brasilianischen Bischöfe für die Amazonassynode im Oktober 2019 statt. Erwin Kräutler, der aus Vorarlberg stammende emeritierte Bischof der Prälatur Xingu, ist unter den Teilnehmern, berichtete die römische Nachrichtenagentur "Fides" am Mittwoch. Das Treffen solle einem "Prozess des Zuhörens" weiter den Weg bahnen und die Suche nach neuen Wegen kirchlicher Missionsarbeit angesichts der heutigen sozialen, religiösen und kulturellen Situation des Amazonas unterstützen.

An dem noch bis Donnerstag dauernden Treffen, das vom panamazonischen Kirchennetzwerk REPAM und der Kommission für das Amazonasgebiet der Brasilianischen Bischofskonferenz veranstaltet wird, nehmen an die 50 Bischöfe und Vertreter aus 54 Kirchsprengeln der brasilianischen Amazonasregion teil. Die meisten von ihnen bringen langjährige Erfahrung aus der pastoralen Arbeit mit Indigenen mit, welche die "wichtigsten Protagonisten der Synode" sein würden, erklärte der Bischof Edson Damian von Sao Gabriel da Cachoeira. Ziel sei es, den Ureinwohnern bei dem Bischofstreffen im Vatikan "mit viel Respekt und viel pastoraler Sensibilität" zuzuhören.

Zentral geht es bei der aktuellen Versammlung um die vertiefende Arbeit mit dem Anfang Juni vom Vatikan veröffentlichten Synoden-Vorbereitungsdokument, an dessen Erstellung alle zur Synode eingeladenen Amazonas-Bischöfe mitgewirkt haben. Mehrere leitende Redakteure sind auch bei dem Treffen in Manaus anwesend, darunter die Bischöfe Marcia de Oliveira, Paulo Suess, Peter Hughes und Justino Sarmento Rezende.

Zugegen sind auch Vertreter des vom Papst ernannten "Vorsynodalen Rates", dem neben Bischof Kräutler u.a. auch REPAM-Präsident Kardinal Claudio Hummes, Bischof Neri Jose Tondello und Erzbischof Roque Paloschi, Präsident des Indigenen Missionsrates CIMI, sowie die Ordens-Delegierte für Lateinamerika und die Karibik, Schwester Irene Lopes, angehören.

Die für Oktober 2019 geplante Bischofssynode trägt den Titel offiziellen "Amazonien - neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie". An dem Treffen werden laut dem vorbereitenden Synodensekretariat 102 Diözesanleiter teilnehmen, von denen allein 57 aus Brasilien kommen. Eingeladen sind weiter die Vorsitzenden von sieben nationalen Bischofskonferenzen aus der Region, Vertreter des REPAM-Netzwerks und anderer kontinentaler Kirchengremien wie des lateinamerikanischen Bischofsrats CELAM sowie Leiter von römischen Kurienbehörden.

Im Juni wurde mit dem veröffentlichten Vorbereitungsdokument an die örtlichen Kirchen auch ein Fragebogen verschickt. Die Antworten, die bis Februar 2019 zurückerwartet werden, fließen in das eigentliche Arbeitspapier der Synode ein. Dieses soll den Synodenteilnehmern laut Vatikan voraussichtlich im Juni 2019 zugeschickt werden.

VaticanNews, 22.8.2018
Brasilien: Vorbereitungstreffen zur Amazonasynode mit Protagonisten
Im brasilianischen Manaus findet zur Zeit das dritte Vorbereitungstreffen für die Amazonassynode statt. Diese Synode wird dann im Oktober 2019 im Vatikan durchgeführt. Bei dem Treffen soll das Anfang Juli vom Vatikan veröffentlichte Synodenvorbereitungs-Dokument vertieft werden.





REPAM, 23 de agosto de 2018
Igreja na Amazônia finaliza encontro em Manaus
“Com as bênçãos de Nossa Senhora de Nazaré, voltemos para as nossas dioceses e sigamos nossos trabalhos”. Com essas palavras, o Cardeal Cláudio Hummes finalizou o III Encontro da Igreja Católica na Amazônia Legal. Estiveram reunidos no Centro de Treinamento da Maromba, em Manaus, entre os dias 20 e 23 de agosto, os 58 bispos das dioceses e prelazias da região.

Confira a carta na íntegra: Carta do III Encontro da Igreja na Amazônia Legal

Dienstag, 21. August 2018

Zweite Stromtrasse für Belo Monte vor Fertigstellung


Das chinesische Energieunternehmen State Grid gab die Fertigstellung der zweiten Stromtrasse innerhalb der nächsten Monate bekannt. Das wäre früher als erwartet und kommt dem Kraftwerk Belo Monte zugute, das im Dezember 2019 fertiggestellt sein soll und das bereits viel Strom produziert. Durch die Pleite des spanischen Energieunternehmens Abengoa war man mit zwei Stromtrassen in Verzug. Nach einem einjährigen Rechtsstreit übertrug die Nationale Energieagentur (Aneel) im Juni 2017 die Konzessionsrechte von Abengoa an die chinesische State Grid.



Reuters, 20/08/2018
State Grid prevê antecipar entrega de segunda linha de transmissão de Belo Monte
SÃO PAULO (Reuters) - A elétrica chinesa State Grid prevê antecipar em meses a conclusão de um segundo linhão de transmissão de energia que escoará a produção da enorme hidrelétrica de Belo Monte, no Pará.
Originalmente previsto para entrega em dezembro de 2019, o projeto orçado em torno de 9 bilhões de reais deverá estar pronto em meados do terceiro trimestre do ano que vem, disse à Reuters um executivo responsável pelo empreendimento.

Samstag, 18. August 2018

UN-Komitee für Menschenrechte setzt sich für Lula ein

Deutsche Welle, 17.8.2018
UN machen sich für Brasiliens Lula stark
Der inhaftierte Ex-Präsident möchte gerne wieder Präsident werden. Das wollen seine politischen Gegner verhindern. Der UN-Menschenrechtsausschuss mahnt, Lula da Silva dürfe nicht seiner politischen Rechte beraubt werden.


O Globo, 17/08/2018
Comitê de Direitos Humanos da ONU recomenda que o Estado brasileiro assegure direitos políticos de Lula
Em decisão liminar, órgão pede que candidatura do ex-presidente seja mantida

Reuters, 17 de Agosto de 2018
Comitê de Direitos Humanos da ONU diz que Lula deve ter todos os direitos políticos

Donnerstag, 2. August 2018

Von Belo Monte Betroffene blockieren die Transamazônica-Straße



Kooperation Brasilien, 1.8.2018
Staudamm Belo Monte: Betroffene blockieren aus Protest die Transamazônica
Im März dieses Jahres wurden die 968 Familien (rund 3.800 Menschen) des durch den Staudammbau von Belo Monte mittlerweile nahezu durchgängig unter Wasser stehenden Stadtteils von Altamira, Independente 1, als direkt von Belo Monte Betroffene anerkannt, aber sie warten bis heute auf Maßnahmen zur Entschädigung.

Familien aus dem Stadtteil Independente 1 in Altamira haben am Montag die BR 230, die Transamazônica, blockiert. Es sind insgesamt 968 Familien (rund 3.800 Menschen), die im Stadtteil Independente 1 in Altamira leben, ihre Holzhäuser sind meist auf Stelzen und Pfählen gebaut, da ihr Stadtteil bei Hochwasser oft geflutet wurde. Diese Flutungen haben aber seit dem Bau des 11 GW-Staudamms Belo Monte am Fluss Xingu im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará dermaßen zugenommen, dass mittlerweile der Stadtteil nahezu konstant unter Wasser steht. Da es dort noch immer kein funktionierendes Abwassersystem gibt, leben die Menschen in Independente 1 faktisch auf einer Kloake. Dies ist dem Staudammbau von Belo Monte zuzuschreiben: Denn der Fluss Xingu wird rund 40 Kilometer flussabwärts von Altamira gestaut, durch die erste - Pimental - der zwei großen Staustufen des Staudamms Belo Monte, und der Rückstau macht sich bei Hochwasser bis in die tiefer gelegenen Stadtteile von Altamira bemerkbar, während die rund 100 Kilometer lange Große Flusschleife am Xingu, hinter der Staustufe Pimental gelegen, lange Zeit des Jahres nur noch bis zu 20 Prozent des vorherigen Wassers führt, da dieses nun in das Belo-Monte-Staureservoir zur Stromproduktion abgeleitet wird.

Am 13. März dieses Jahres wurden die Bewohner Stadtteil Independente 1 von der Umweltbehörde IBAMA als vom Staudamm Belo Monte Betroffene anerkannt. Es wurde dann von einem Gericht festgestellt, dass Norte Energia, die Betreiberfirma des Wasserkraftwerkes, die Familien umsiedeln muss und je nach Lage entweder ein Ersatzhaus oder aber Entschädigungszahlungen oder ein Haus mit Sozialmieten anbieten muss. Geschehen ist bis heute aber nichts dergleichen.

Jackson Dias, Koordinator vor Ort der Bewegung der Staudammbetroffenen MAB sagte gegenüber der Zeitung Brasil de fato, dass die Familien es müde geworden sind, immer nur auf neue Fristen zu warten. Um ihren Protest kundzutun, häten sie nun die Transamazônica besetzt. Die Straßenbesetzung soll die seit dem 9. Juli von den Betroffenen vorgenommene Besetzung des lokalen Gebäudes der Umweltbehörde IBAMA unterstützen und den Druck erhöhen, damit die Verantwortlichen endlich handeln, und den Betroffenen von Belo Monte zu ihren Rechten verhelfen.


Bom dia Pará 01/08/2018
G1 - O Globo, 31/07/2018
Atingidos pelas obras de Belo Monte encerram protesto em Altamira, no Pará
Os manifestantes protestaram na BR-230, a rodovia Transamazônica.

Jornal Liberal 1ª Edição, em 30 jul 2018
Atingidos pela obra de Belo Monte bloqueiam a BR-230, de acesso à usina
Manifestantes foram reconhecidos pelo Ibama como atingidos pela barragem e exigem que a Norte Energia faça o remanejamento das famílias do local.

G1 - O Globo, 13/07/2018
Moradores de uma área atingida pela instalação da usina de Belo Monte ocupam sede do Ibama em Altamira
Eles cobram o remanejamento das famílias para áreas seguras. Ao todo 968 famílias foram cadastradas pela empresa Norte Energia na área mas nem todas terão direito a uma nova moradia.

Sonntag, 29. Juli 2018

Zehntausende fordern Freilassung von Ex-Präsident Lula

NZZ, 29.7.2018
Tausende fordern in Brasilien die Freilassung von Ex-Präsident Lula
(dpa) Tausende haben in Brasilien bei einem Festival für die Freilassung von Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva aus der Haft demonstriert. Bis zu 80 000 Teilnehmer kamen zu «Lula libre» im Stadtteil Lapa in Río de Janeiro, wie der Veranstalter mitteilte. Bei der Feier traten brasilianische Künstler auf, darunter auch der Musiker und Ex-Kulturminister des südamerikanischen Landes, Gilberto Gil. Das Festival begann am Samstagnachmittag und dauerte bis in die Morgenstunden am Sonntag.
Lula verbüsst seit Anfang April eine zwölfjährige Freiheitsstrafe wegen Korruption. Er soll von einem Bauunternehmen die Renovierung eines Luxus-Appartements angenommen haben. Lula weist die Vorwürfe zurück. Er sieht sich als Opfer einer Verschwörung rechter Politiker, der Justiz und der Medien und bezeichnet sich selbst als politischen Gefangenen.

ORF, 29.7.2018
Rio: Zehntausende fordern Freilassung Lulas


Telesur, 28 July 2018
Brazil: Thousands Turn Out For 'Lula Livre' Festival In Rio
Exhibitions, live performances and cultural workshops dominated the day's agenda as people of all ages joined together to call for Lula to be released from prison.

Veja, 28/07/2018
Chico Buarque, Gil e outros artistas defendem ‘Lula Livre’ no Rio
Festival em apoio ao ex-presidente reúne milhares de pessoas nos Arcos da Lapa


Festival Lula Livre no Youtube

Donnerstag, 26. Juli 2018

Bischof Werlang befürchtet „antidemokratischen Prozess“ bei Wahl in Brasilien


VaticanNews, 26.7.2018
Brasilien: Bischof spricht von „antidemokratischem Prozess“
Der brasilianische Bischof Guilherme Antônio Werlang hat die vielen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl kritisiert. Am 7. Oktober wird in Brasilien ein neuer Präsident gewählt. Der Bischof fürchtet einen „antidemokratischen Prozess“ durch die unübersichtliche politische Lage.

Freitag, 20. Juli 2018

Der Staudamm Belo Monte und die Amazonas-Synode

VaticanNews, 19. Juli 2018
Brasilien: Der Staudamm und die Synode
Eine scheinbar unendliche Geschichte: Immer noch wird am Staudammprojekt Belo Monte in Brasilien gebaut, obwohl es längst Tausende Familien mit Strom versorgen sollte. Die Kirche hatte sich von Anfang an kritisch zu dem Projekt geäußert. Seit Jahren kämpft auch der aus Österreich stammende (mittlerweile emeritierte) Amazonas-Bischof Erwin Kräutler gegen den Megabau, der zum Symbol des „unwürdigen Umgangs“ mit Mensch und Natur in Amazonien geworden ist.

Freitag, 13. Juli 2018

Prälatur gratuliert Dom Erwin zum Geburtstag


Mit einer Festmesse in der Kathedrale von Altamira feierte Dom Erwin Kräutler, emeritierter Bischof am Xingu, seinen 79. Geburtstag. 53 Jahre verbringt er bereits am Xingu und hat diese Zeit nie bereut. Bischof João Muniz und viele Vertreter und Vertreterinnen von Pfarrgemeinden und Umweltorganisationen gratulierten. Festrednerin Eliane Brum sagte: "Dom Erwin ist zwar in Österreich geboren, aber am Xingu ist er wieder geboren..."

Dom Erwin bedankte sich bei allen, die ihn bei seiner Umsetzung des Evangeliums und bei seinem Einsatz für Mitwelt und Menschenrechte unterstützen.



Montag, 9. Juli 2018

Pilz will Grazer Bürgermeister wegen Murkraftwerk klagen

Krone, 9.7.2018
Untreue, Betrug:
Pilz will Bürgermeister wegen Murkraftwerk klagen
Das umstrittene Kraftwerk an der Mur in Graz sowie der Zentrale Speicherkanal (ZSK) könnten noch ein gerichtliches Nachspiel für Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) und andere haben: Peter Pilz sowie Gegner der derzeit in Bau befindlichen Staustufe reichen bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) eine Sachverhaltsdarstellung ein. Der Vorwurf lautet auf Untreue und Betrug.


msn video, 9.7.2018
Wegen Murkraftwerk: Pilz zeigt Grazer Bürgermeister an!
Der Listengründer ortet Betrug und Untreue


Liste Pilz, 9. Juli 2018
Murkraftwerk und Zentraler Speicherkanal in Graz werden Fall für Staatsanwalt:
Vorwurf der Untreue und des Betrugs
Peter Pilz und Gegner der Staustufe reichen Sachverhaltsdarstellung ein – Bürgermeister Nagl (ÖVP) und andere sollen „Geschenk in Millionen-Höhe“ aus Steuermitteln vergeben haben


ORF, 9.7.2018
Betrugsvorwürfe um Grazer Murkraftwerk
Peter Pilz hat am Montag bekannt gegeben, dass er sowie andere Gegner des umstrittenen Grazer Kraftwerks eine Sachverhaltsdarstellung mit dem Vorwurf auf Untreue und Betrug einreichen werde.


Blog-Archiv zum Murkraftwerk >>

Sonntag, 8. Juli 2018

Lulas Freilassung von Richter Moro gestoppt

Blickpunkt Lateinamerika, 9.7.2018
Justiz-Posse um Lulas Freilassung:
Immerhin ein medialer Erfolg
Am Sonntag spielte sich am Berufungsgericht in Porto Alegre eine unwürdige Justiz-Posse um die Freilassung von Ex-Präsident Lula da Silva ab. Letztlich ging es wohl darum, den seit drei Monaten eingesperrten Lula vor dem Vergessen zu bewahren. Und die Justiz gehörig zu ärgern.


Süddeutsche Zeitung, 8. Juli 2018
Brasiliens Ex-Präsident
Richter stoppt Freilassung von Lula
Nachdem ein Bundesgericht am Sonntag die sofortige Freilassung von Brasiliens Ex-Präsident Lula angeordnet hatte, stoppte der für den Prozess zuständige Richter die Entlassung wenig später.

n-tv, 8.7.2018
Ex-Präsident von Brasilien
Lula kommt vorerst doch nicht frei
Ein Gericht hat ihn wegen Korruption zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Nun entscheidet ein Richter, dass Brasiliens Ex-Staatschef Lula vorerst auf freien Fuß kommen soll. Doch der Entscheid wird von einem anderen Richter auf Eis gelegt.

ORF, 8.7.2018
Zu zwölf Jahren Haft verurteilt
In Brasilien hat am Sonntag der anlaufende Wahlkampf einen starken Motor erhalten: Ein Berufungsgericht ordnete die Freilassung von Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva an - eine Entscheidung, die keinen Tag hielt. Richter Joao Gebran Neto stoppte die Freilassung vorerst. Die Polizei solle den 72-Jährigen nicht auf freien Fuß setzen, bis er den Fall geprüft habe, so der Jurist.

Der Standard, 9.7.2018
Brasiliens Ex-Präsident Lula bleibt vorerst in Haft
Ein Bundesrichter ordnet sofortige Freilassung des verurteilten Expräsidenten an, ein anderer stoppt Freilassung


O Globo, 08/07/2018
Moro interrompe férias para despachar sobre liberdade de Lula
Entenda o passo a passo do pedido de soltura de Lula

Agência Brasil, 08/07/2018
Relator da Lava Jato suspende decisão que concede liberdade a Lula
O desembargador João Pedro Gebran Neto, do Tribunal Regional Federal da 4ª Região (TRF4), relator da Lava Jato em segunda instância, suspendeu a decisão que determinou a liberdade provisória do ex-presidente Luiz Inácio Lula da Silva. Com isso, Lula permanecerá preso na Superintendência da Polícia Federal em Curitiba.

Paraná Portal, 8 de julho de 2018
Desembargador do TRF4 concede habeas corpus para Lula e determina liberdade imediata
O desembargador federal Rogerio Favreto, do Tribunal Federal da 4ª Região, concedeu habeas corpus ao ex-presidente Luiz Inácio Lula da Silva no processo em que foi condenado na Operação Lava Jato a 12 anos e um mês de prisão na manhã deste domingo (8). No despacho, o magistrado determinou que Lula ganhe liberdade imediatamente.

Donnerstag, 5. Juli 2018

Fehlende Stromtrassen beeinträchtigen Belo Monte


Das Wasserkraftwerk Belo Monte könnte aufgrund von zu geringer Kapazität der Überlandleitungen einen finanziellen Schaden erleiden, der in die Milliarden geht. Das gab das Betreiberkonsortium Norte Energie seinen Partnern bekannt.

Das Wasserkraftwerk, dessen Kosten mit mehr als R$ 35 Milliarden veranschlagt sind, kann wahrscheinlich während der Regenzeit nicht die volle Produktionsmenge an Strom weiterleiten, weil sich der Bau der Stromtrassen verzögert. Schuld daran seien die spanischen Unternehmen Abengoa und Isolux, die aufgrund finanzieller Probleme die Arbeiten nicht weiterbringen, wie aus einem Brief von Norte Energia an Aneel hervorgeht.

Das Konsortium, zu dem die staatliche Eletrobras, die Stromversorgungsunternehmen Neoenergia, Light&Cemig, das Bergbauunternehmen Vale sowie Pensionsfonds gehören, teile der Nationalen Energieagentur Aneel mit, dass die Situation "einen Verlust von Hunderten von Millionen Reais pro Jahr verursachen" und "ernsthafte Ineffizienz und Wertvernichtung" für das Unternehmen bedeuten werden.

Norte Energia hatte die Konzessionsauktion für den Bau von Belo Monte im Jahr 2010 gewonnen, mit einem Preis von R$ 78 pro Megawattstunde, dem niedrigsten Angebote für Energieprojekte in Brasilien. Das Unternehmen behauptet nun, dass diese extrem niedrige Zusage bei der Versteigerung nur möglich war, weil man nicht mit Produktionseinschränkungen und Behinderungen gerechnet hätte bzw. man der Meinung war, dass diese Nachteile abgegolten werden.

Aneel wir nun aufgefordert, Regulierungsmaßnahmen zu verabschieden, "um nicht nur eine wirtschaftliche und finanzielle Entschädigung für die Einschränkungen zu gewährleisten", sondern auch um zu verhindern, dass sie sich fortsetzen oder wiederholen." Das Unternehmen ist der Ansicht, dass die Überlandleitungen erst nach 2023 in der Lage sein werden, die gesamte Stromproduktion von Belo Monte ohne Probleme zu transportieren.

Der Strom von Belo Monte sollte in drei Stromtrassen in den Süden Brasiliens transportiert werden: in zwei neue Ultrahochspannung und durch eine Erneuerung des bestehenden Systems, das von Abengoa und Isolux durchgeführt werden sollte. Da die spanischen Unternehmen ihre Arbeiten jedoch nicht abgeschlossen haben, entstehen für Norte Energia Probleme beim Stromtransport, vor allem in der Regenzeit, wenn das Kraftwerk voll in Betrieb ist.

Schätzungsweise können in der kommenden Regenzeit nur 5.000 Megawatt geliefert werden, gegenüber der produzierten 7.650 Megawatt. Selbst nach der Inbetriebnahme der Überlandleitung, die für Dezember 2019 geplant ist, könnten nur maximal 9 Gigawatt an Strom geliefert werden, obwohl bei maximaler Kapazität 11,2 Gigawatt produziert. Somit kann Norte Energia seinen Verpflichtungen nicht nachkommen.

Das Problem des Stromtransportes ist zwar auf die Regenzeit beschränkt, aber die Auswirkungen für Norte Energia sind enorm. Denn Belo Monte war so geplant, dass es während der Regenzeit volle Kraft produziert. Im Rest des Jahres ist wegen des fehlenden Wassers nicht viel möglich.

"In der zweiten Hälfte des Jahres hat Belo Monte eine totale 'Trockenheit', es besteht die Gefahr, dass nichts erzeugt wird, die Produktion ist saisonal sehr abhängig. Belo Monte kann im ersten Semester die gesamte geplante Energie erzeugen, und im zweiten fast nichts", sagte ein Experte, der mit Belo Monte vertraut ist, zu Reuters.


G1 - O Globo, 04/07/2018
Usina de Belo Monte alega perda milionária por restrição em sistema de transmissão
Usina no Pará não pode gerar toda carga no período de chuvas do rio Xingu devido a atrasos na construção de projetos de transmissão.

Estadão, 20 Agosto 2017
Falta de linhas vai limitar geração de Belo Monte
O atraso crônico das obras de linhas de transmissão de energia vai começar a afetar a operação da maior hidrelétrica brasileira. A partir de setembro, a usina de Belo Monte, em construção no Pará, ficará tecnicamente impedida de entregar todo o volume de energia que suas turbinas já são capazes de produzir, por causa de linhas de transmissão de energia que deveriam estar prontas, mas que até hoje só existem no papel.
O plano de distribuição de energia de Belo Monte se apoia na construção de três novas linhas. A primeira, conhecida como “linhão pré-Belo Monte”, teve seu contrato assinado com a espanhola Abengoa em fevereiro de 2013. Previa-se que essa rede de 1.854 km de extensão ficasse pronta em fevereiro de 2016. Seria a malha de estreia da hidrelétrica, afinada com o cronograma das 18 máquinas de 611 MW da usina. Essa rede levaria a carga inicial de Belo Monte para o Nordeste; outras duas linhas de 2,1 mil km cada, que seguem para o Sudeste, entrariam em operação em março de 2018 e dezembro de 2019. O projeto da Abengoa, no entanto, naufragou com a crise financeira da empresa. Nada foi feito.

Mittwoch, 4. Juli 2018

Große Erwartungen an die Amazonas-Synode

VaticanNews, 3.7.2018
Brasilien: Große Erwartungen an die Amazonas-Synode
Voller Hoffnung erwartet der emeritierte Erzbischof von Sao Paolo, Kardinal Claudio Hummes, der dem kirchlichen Amazonasnetzwerk REPAM vorsteht, die Synode zum Amazonas im kommenden Jahr. Im Gespräch mit Vatican News betont der Geistliche die globalen Aspekte.

Bischof Kräutler feiert 53. Priesterjubiläum

Die Prälatur am Xingu gratuliert Dom Erwin Kräutler zu seinem 53-jährigen Priesterjubiläum.
Er ist ein Priester der Liebe und der Hingabe,
der Demut und Gelassenheit,
der Einfachheit, indem er einer von uns ist,
seinem geliebten Volk am Xingu.
Möge Gott ihn weiterhin segnen, behüten und beschützen
und ihm immer Weisheit, Glauben und Einsicht schenken.
Danke, dass du ein Teil unseres Lebens bist!



Samstag, 30. Juni 2018

Pater Amaro Lopes wieder auf freiem Fuß

Pater Amaro beim Verlassen der Haftanstalt
VaticanNews, 29.6.2018
Brasilien: Priester wieder auf freiem Fuß
Pater José Amaro Lopes da Silva ist wieder auf freiem Fuß. Auf Anordnung des Obersten Gerichts konnte der bekannte Vertreter der katholischen Landpastoral CPT im Amazonas-Bundesstaat Pará das Gefängnis unter Auflagen verlassen.

Der Priester Amaro war Ende März von der Polizei in Vorbeuge-Haft genommen worden. Landpastoral-Aktivisten vermuteten dahinter Machenschaften von Großgrundbesitzern, die ihm sein Eintreten für die Rechte armer Bauernfamilien auf Land übelnehmen. Amaro war Mitarbeiter der US-Ordensfrau Dorothy Stang; die Menschenrechtlerin ist 2005 ermordet worden, Amaro setzt ihr Engagement fort.

Mitarbeiter der ermordeten Schwester Dorothy Stang
Der Bundesstaat Pará ist historisch für die Landkonflikte bekannt. Jedes Jahr werden Dutzende von Männern und Frauen bedroht, versklavt und ermordet. Papst Franziskus plant eine Sonder-Bischofssynode zum Amazonasgebiet, dabei sollen auch die Landkonflikte besprochen werden.


Padre Amaro-Blog, 30/06/2018
Padre Amaro Lopes em liberdade
Depois de 90 dias preso, a justiça, enfim, concede o habeas corpus ao religioso. Prelazia do Xingu emite nota oficial.

Depois de se completarem 90 dias de prisão do Padre Amaro Lopes, da Prelazia do Xingu, o ministro do STJ, Rogério Schietti Cruz, na manhã de ontem, 28 de junho, concedeu-lhe habeas corpus para que possa responder em liberdade ao processo no qual é vítima. O religioso só foi liberado na tarde desta sexta-feira.

Mittwoch, 27. Juni 2018

Österreich: Umweltschützer in besorgt wegen Umweltpaket


Der Standard, 27.6.2018
Automatismus soll Umweltverfahren in Österreich verkürzen
Die Regierung will großen Infrastrukturprojekten Vorrang einräumen. Jedes Vorhaben soll genehmigt sein, auch wenn es nach neun Monaten keine Entscheidung der Behörde gibt

ORF, 27.6.2018
Kritik an Plänen ist laut
Die ÖVP-FPÖ-Regierung hat ein „Umweltpaket“ am Mittwoch im Ministerrat abgesegnet. Neben der Umsetzung von EU-Vorgaben geht es auch um die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Diese soll künftig beschleunigt werden - ohne ökologische Standards zu senken, sagte Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). Kritik an den Plänen kam von Umweltschutzorganisationen: nicht nur wegen der UVP-Beschleunigung, sondern auch, weil laut einem Bericht Großprojekte künftig automatisch genehmigt werden sollen.

Der Standard, 27.6.2018
Umweltschützer in "großer Sorge" wegen Regierungsplänen
Dass manche Projekte bei der UVP künftig durchgewunken werden können, sei "ein Anschlag auf unser rechtsstaatliches Grundprinzip", heißt es im Umweltdachverband

Donnerstag, 21. Juni 2018

P. Michael Rohde cpps heimgegangen


P. Michael hat während seiner Zeit in Brasilien immer wieder Beiträge für diesen Blog gestaltet und hat bei Übersetzungen geholfen. Wir danken für seine missionarische Tätigkeit auf dieser Erde und hoffen auf die Erfüllung seines Lebens in Gott.

C.PP.S.-Missionaries >>

Nachruf der Kirchengemeinde St. Alexander in Iggenhausen >>

Michaels Gedanken auf Freundeskreis Victoria >>

Prelazia do Xingu >>




Donnerstag, 14. Juni 2018

Belo Monte: 9. Francis-Turbine geht in Betrieb


Die Nationale Elektrizitätsagentur ANEEL genehmigte am 13.6.2018 die Inbetriebnahme der 9. Francis-Turbine mit einer Leistung von 611,1 MW. 9 weitere Francis-Turbinen sind in Belo Monte bis Ende 2019 geplant.

Mit den 6 kleineren Turbinen des Nebenkraftwerks Pimental funktionieren nun insgesamt 15 Turbinen mit einer Gesamtleistung von 5.732,7 MWh. Nach der Fertigstellung 2019 soll Belo Monte mit 11,23 GWh das drittgrößte Kraftwerk weltweit sein.


Época Negócios, 13/06/2018
Hidrelétrica de Belo Monte é autorizada a iniciar operação de nova turbina
Com isso, o empreendimento no rio Xingu passará a operar com cerca de 5,7 gigawatts em capacidade, o que já a coloca entre as maiores do Brasil

A hidrelétrica de Belo Monte, no Pará, recebeu autorização para iniciar a operação em regime comercial de uma nova unidade geradora, o que levará a usina a um total de 15 máquinas em operação, de um total de 24.

Segundo despacho da Agência Nacional de Energia Elétrica (Aneel) no Diário Oficial da União desta quarta-feira, a unidade geradora com aval para operação soma 611,1 megawatts em capacidade.

Com isso, o empreendimento no rio Xingu passará a operar com cerca de 5,7 gigawatts em capacidade, o que já a coloca entre as maiores do Brasil.

Quando concluída, o que é previsto para 2019, a usina de Belo Monte será uma das maiores do mundo, com 11,2 gigawatts. No Brasil, ela ficará atrás apenas da binacional Itaipu, em parceria com o Paraguai, que soma 14 gigawatts.


Norte energia, 14/06/2018
Belo Monte: Energia limpa e sustentável
Em operação desde abril de 2016, Belo Monte já conta com 15 das suas 24 unidades geradoras em atividade. São nove na Casa de Força Principal, com capacidade instalada de 5.500 megawatts (MW), e seis na Casa de Força Complementar, em Pimental, com 233,1 MW – o que totaliza 5.733 MW. A conclusão da UHE Belo Monte, com a instalação da última das 24 turbinas do Empreendimento, está prevista para dezembro de 2019.
A energia gerada pela Usina é destinada ao Sistema Interligado Nacional (SIN), através de cinco linhas de transmissão, e comercializada da seguinte forma: 70% no mercado regulado para 26 Estados, mediante Contrato de Comercialização de Energia Elétrica no Ambiente Regulado (CCEAR), por meio de 45 distribuidoras; 10% para autoprodutores, sócios da Norte Energia, através de contratos bilaterais de compra e venda de energia; e 20% para o mercado livre.

Montag, 11. Juni 2018

Vorbereitungspapier für die Amazonas-Synode auf Deutsch erschienen


Amazonien
Neue Wege für die Kirche und für eine ganzheitliche Ökologie
als PDF bei misereor, Juli 2018

Freitag, 8. Juni 2018

Vorbereitungspapier für Amazonassynode präsentiert


Religion.orf.at, 8.6.2018
Amazonas-Synode:
Umweltfragen und Indigenen-Rechte
Die durch Raubbau verursachten Umweltschäden im Amazonasgebiet und deren soziale Folgen stehen im kommenden Jahr im Mittelpunkt einer Bischofssynode. Eine Zulassung verheirateter Männer zum Priesteramt wird wohl kein Thema sein.


Katholisch.de, 8.6.2018
Amazonas-Synode: Umwelt statt "Viri probati"?
Viel wurde spekuliert: Ist die Weihe von "Viri probati" Thema der Amazonas-Synode? Ausdrücklich erwähnt werden sie im jetzt veröffentlichten Arbeitspapier nicht. Und im Mittelpunkt steht sowieso ein anderes Thema.
Die Umweltschäden durch Raubbau im Amazonasgebiet und deren soziale Folgen stehen im Mittelpunkt einer von Papst Franziskus einberufenen Bischofssynode. Das geht aus dem am Freitag im Vatikan veröffentlichten Vorbereitungsdokument hervor. Weiter erörtern die Synodenteilnehmer eine Stärkung der indigenen Bevölkerung, Ämter für Frauen in der Kirche und neue Wege, um einen Zugang der Gläubigen zur Messfeier sicherzustellen.


VaticanNews, 8.6.2018
Vorbereitungspapier für Amazonassynode:
Natur, Glaube und Kirche
Die Kirche hat auch eine Seite, die eng mit Amazonas verbunden ist und deshalb sollen sich die Gläubigen auch mit Themen wie Nachhaltigkeit, Solidarität und Verantwortung gegenüber Mitmenschen und der Natur auseinandersetzen. Das sind die Anliegen, die im Vorbereitungspapier auf die Amazonassynode an diesem Freitag im Vatikan vorgestellt wurden.


VaticanNews, 8.6.2018
Amazonassynode: 
Auswirkungen auf die gesamte Weltkirche
Ein eng umrissenes geographisches Gebiet, dessen Entwicklungen jedoch Auswirkungen auf den ganzen Planten haben – so könnte man die Sorge erklären, mit der die Kirche auf die Amazonasregion blickt. An diesem Freitag hat das Sekretariat der Bischofssynode nun die Lineamenta herausgegeben, mit denen die außerordentliche Bischofssynode zum Amazonasgebiet vorbereitet werden soll.
„Auch wenn das Thema sich auf ein spezifisches Territorium wie die Amazonasregion bezieht – weshalb man auch von Panamazonischer Synode spricht – so gehen die damit zusammenhängenden Überlegungen doch über den regionalen Bereich hinaus, denn sie betreffen die gesamte Kirche und auch die Zukunft des Planeten“, betonte der Sekretär der Bischofssynode, Kardinal Lorenzo Baldisseri, bei der Vorstellung des knapp 20 Seiten starken Dokumentes, dem auch ein Fragebogen angegliedert ist.


Die Tagespost, 13. Juni 2019
Ausbeutung und Priestermangel
Das Vorbereitungspapier für die Amazonas-Synode spricht von einer Region in "schwerer Krise".



Vorbereitungspapier für die Amazonas-Synode auf Deutsch erschienen
Amazonien - Neue Wege für die Kirche und für eine ganzheitliche Ökologie
als PDF bei misereor, Juli 2018 >>


VaticanNews, 08/06/2018
Sínodo 2019: 
A Amazônia no coração da Igreja
“Amazônia: novos caminhos para a Igreja e para uma ecologia integral” é o título do Documento Preparatório do Sínodo dos Bispos para a Amazônia, composto por um texto-base que oferece uma análise da conjuntura atual da Amazônia.