Donnerstag, 8. August 2019

Kardinal Hummes wird 85


Katholisch.de, 8.8.2019
Früherer Kurienkardinal Claudio Hummes wird 85 Jahre alt
Der Namensgeber des Papstes
Ohne Claudio Hummes gäbe es vielleicht gar keinen Papst Franziskus. Der brasilianische Kurienkardinal, der am Donnerstag sein 85. Lebensjahr vollendet hat, war es, der den argentinischen Erzbischof Jorge Mario Bergoglio in der Sixtinischen Kapelle auf die Idee brachte, sich als erster Papst in der Geschichte nach dem heiligen Franz von Assisi zu benennen. So berichtete es zumindest Franziskus selbst drei Tage nach seiner Wahl vor Journalisten. "Vergiss die Armen nicht", habe Hummes ihm gesagt. Franziskus beherzigt die Bitte seines Freundes ganz offensichtlich.
Der aus einer deutschen Einwandererfamilie stammende Hummes, der selbst dem Franziskanerorden angehört, bekleidete von 2006 bis 2010 einen der einflussreichsten Posten im Vatikan: Er war Präfekt der Kleruskongregation und damit für einen großen Teil der damals rund 275.000 Diözesanpriester in der Weltkirche zuständig. Zuvor leitete er mit der sechs Millionen Katholiken zählenden Diözese Sao Paulo in Brasilien acht Jahre lang eine der größten Diözesen der Welt.


Bischof Erwin Kräutler gratuliert(Übersetzung PlattformBeloMonte)

Mein lieber Dom Claudio!

Im Psalm 90, den wir immer wieder in unserem Brevier beten, heißt es:
"Die Zeit unseres Lebens währt siebzig Jahre; wenn es hochkommt, achtzig." (Ps 90,10) Du hast diese Verheißungen bereits übertroffen, und wir danken Gott für das Geschenk Deines Lebens, ein wahres göttliches Geschenk an unser Brasilien, insbesondere an Amazonien.
Der berühmte Wiener Psychiater Viktor Frankl sagte: "Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie". Dein 'Warum' ist bedingungslose Liebe zu Gott und zum Volk Gottes. Als Emeritus hast du nicht idyllische Ruhe in einem angenehmen Kloster gesucht. Das fortgesetzte Engagement für eine große Sache hat Deine Vitalität nicht verringert, sondern Deinen Enthusiasmus gesteigert. Ich denke, Du kannst die Worte des Paulus wiederholen: "Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben. Mehr als sie alle habe ich mich abgemüht - nicht ich, sondern die Gnade Gottes zusammen mit mir." (1 Kor 15,10)

AD MULTOS ANNOS! Paz e Bem!

Dom Erwin Kräutler – Emeritierter Bischof der Prälatur am Xingu 


VaticanNews, 8.8.2019
Dom Cláudio Hummes celebra aniversário e recebe homenagens
O relator geral do Sínodo dos Bispos para a Amazônia e presidente da Rede Eclesial Pan-amazônica (REPAM), card. Cláudio Hummes, completa hoje 85 anos. O cardeal recebeu várias homenagens e lembranças através da Repam-Brasil e da Rádio Vaticano-Vatican News


REPAM, 8.8.2019
Presidente da REPAM celebra aniversário e recebe homenagens
A voz da Amazônia e um apaixonado por aquele território. Assim é reconhecido o Cardeal Cláudio Hummes em algumas das homenagens que recebe, hoje, por ocasião da celebração dos seus 85 anos de vida. Muito querido em toda a Igreja da região por sua atuação profética e defesa do território e dos povos, ele é o presidente da Rede Eclesial Pan-Amazônica/REPAM e o presidente da Comissão Episcopal Especial para a Amazônia/CEA da CNBB.

Weltklimarat-Bericht beklagt zu hohen Fleischkonsum und zu viel Rodung


Tageschau.de, 8.8.2019
Weltklimarat zur Landnutzung
Kein Weitermachen wie bisher
Dürren, Hitzewellen, Wasser- und Nahrungsmangel: In seinem neuen Sonderbericht zum Klimawandel zeichnet der Weltklimarat ein düsteres Zukunftsbild und fordert eine dringende Kehrtwende bei der Landnutzung.


ORF, 8.8.2019
UNO-Klimarat
Welt muss Ernährung umstellen
Der Herausforderung, die wachsende Erdbevölkerung dauerhaft zu ernähren und gleichzeitig das Klima zu schützen, ist die Weltwirtschaft derzeit nicht gewachsen. Aus diesem Grund forderte der UNO-Weltklimarat am Donnerstag in Genf ein radikales Umsteuern bei der Landnutzung. In einem Sonderbericht rufen die Forscherinnen und Forscher die Politik zum sofortigen Handeln auf, bevor es zu spät ist.


solarify, 8.8.2019
Klimawandel bedroht unsere Lebensgrundlage
IPCC-Sonderbericht belegt dramatische Risiken der Erderwärmung für Landressourcen und Lebensmittelversorgung


ipcc - Deutsche Koordinierungsstelle
IPCC veröffentlicht Sonderbericht über Klimawandel und Landsysteme (SRCCL)
Der offizielle deutsche Titel des Berichts lautet:
"Klimawandel und Landsysteme: Ein IPCC-Sonderbericht über Klimawandel, Desertifikation, Landdegradierung, nachhaltiges Landmanagement, Ernährungssicherheit und Treibhausgasflüsse in terrestrischen Ökosystemen."




Basler Zeitung, 1.2.2018
«Diese Forscher haben eine politische Agenda»
Der Ozeanograph Nils-Axel Mörner stellt sich gegen den Weltklimarat und die Warnungen vor versinkenden Inseln.

Mittwoch, 7. August 2019

Amazonas-Abholzung nimmt rasant zu

ORF, 7.8.2019
Brasilien:
Abholzung des Regenwaldes rasant beschleunigt
Die Abholzung des Regenwaldes in Brasilien hat sich rasant beschleunigt. Im Juli war die Fläche des zerstörten Waldes fast viermal höher als im gleichen Monat des Vorjahres, wie das brasilianische Institut für Weltraumforschung (INPE) gestern mitteilte. Das Institut liefert Satellitenbilder zum Zustand des brasilianischen Amazonas-Waldes, der als „Lunge der Erde“ gilt und im globalen Klimaschutz eine unverzichtbare Rolle spielt.

Laut INPE wurden im Juli in dem südamerikanischen Staat insgesamt 2.254 Quadratkilometer Wald abgeholzt. Im Juli 2018 waren es noch 596,6 Quadratkilometer. Das entspricht einer Zunahme von 278 Prozent. Im vergangenen Juni lag das Ausmaß der Abholzung den Angaben zufolge noch um 88 Prozent über dem Volumen des entsprechenden Vorjahresmonats.

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro zweifelt den menschengemachten Klimawandel an und ist ein Freund der Agrarindustrie. Mit seiner Politik begünstigt er den Raubbau am Amazonas-Wald. Monokolturen wie der Anbau von Soja und Rinderzucht werden zulasten umweltfreundlicherer Familienbetriebe gefördert. Bolsonaro hatte kürzlich den Direktor des INPE gefeuert. Er wirft dem Institut vor, „lügnerische“ Zahlen über den Zustand des Regenwaldes zu liefern.

Welt, 7.8.2019
Allein im Juli Regenwald fast von der Größe des Saarlands abgeholzt
Ein enormes Ausmaß: Im Juli sind dem brasilianischen Weltrauminstitut nach 2254 Quadratkilometer Regenwald gerodet worden. Das entspricht einer Zunahme von 278 Prozent im Vergleich zum Juli 2018.


ZDF, 7.8.2019
Regenwald in Brasilien
Amazonas-Abholzung hat sich fast vervierfacht
Die "Lunge der Erde" wird kleiner und kleiner: Im brasilianischen Amazonas werden immer noch riesige Mengen Holz gefällt - ohne Rücksicht auf den Klimaschutz.


Spiegel-Online, 3.7.2019
Höchster Wert seit drei Jahren
Rekord-Abholzung im Regenwald
Brasiliens Präsident Bolsonaro legt wenig Wert auf Umweltschutz - darunter leidet auch der Regenwald: Zuletzt wurden 60 Prozent mehr Fläche abgeholzt als vor einem Jahr.


Blickpunkt Lateinamerika, 7.8.2019
Abholzung am Amazonas hat sich nahezu vervierfacht
Im Juli wurden 2.255 Quadratkilometer Wald gerodet, ein Anstieg von 278 Prozent gegenüber dem Juli 2018, berichten lokale Medien. Präsident Jair Messias Bolsonaro hatte die alarmierenden Zahlen zuletzt als Lügen bezeichnet und die Führung der staatlichen Behörde ausgewechselt, die die Abholzung misst.


CNN, 2.8.2019
Amazon destruction accelerates 60% to one and a half soccer fields every minute
The rate of rainforest destruction had been stable during the first few months of Bolsonaro's presidency but began to soar in May and June, according to Brazil's National Institute of Space Research (INPE), a government agency whose satellites also monitor the Amazon.


BBC, 2.8.2019
Desmatamento dispara no Xingu, um dos principais 'escudos' da Amazônia
O desmatamento em unidades de conservação na bacia do rio Xingu, nos Estados do Pará e Mato Grosso, cresceu 44,7% em maio e junho de 2019 em comparação com o mesmo período do ano anterior, reforçando a tendência de alta no desflorestamento da Amazônia e ampliando as pressões sobre um dos principais corredores ecológicos do bioma.

Exame, 4.8.2019
Aumento acentuado do desmatamento é inegável, diz ex-diretor do Inpe
Estatísticas preliminares da agência de pesquisa espacial Inpe mostraram um salto de 88% no desmatamento na Floresta Amazônica

Jornal Nacional, 5.7.2019
Inpe registra aumento de 88% de desmatamento na Amazônia em junho
Comparação é com o mesmo mês de 2018. Ministro do Meio Ambiente diz que preservação precisa encontrar um caminho que não sacrifique o desenvolvimento econômico.

G1 - O Globo, 5.8.2019
Em MT, 95% do desmatamento é ilegal, segundo ICV
Em 2018, foram registrados quase mil quilômetros quadrados de desmatamento no estado.

G1 - O Globo, 5.8.2019
Promotoria abre investigação após Naturatins publicar mais de 500 autorizações para desmatamento em um dia
Autorizações foram publicadas na semana passada, horas depois do governador assinar compromisso para preservar o meio ambiente. MPE afirma que Naturatins não tem pessoal para analisar os dados ambientais.

Samstag, 3. August 2019

Bolsonaro entlässt Chef der Weltraumagentur wegen Abholzungszahlen

VaticanNews, 3.8.2019
Brasilien: Behördenchef wegen Abholzungszahlen entlassen
Nach einem tagelangen Schlagabtausch über Abholzungszahlen in Brasilien musste der Chef der Forschungsbehörde INPE seinen Hut nehmen. Nach einem Gespräch mit dem Minister für Wissenschaft und Technologie kündigte Ricardo Galvao am Freitag vor brasilianischen Journalisten an, er habe seiner Entlassung zugestimmt.

Präsident Jair Bolsonaro hatte die INPE-Daten öffentlich angezweifelt. Das renommierte Institut hatte für Juni eine Zunahme der Abholzung am Amazonas von 88 Prozent im Vergleich zu Juni 2018 ermittelt. Daraufhin unterstellte Bolsonaro, INPE arbeite im Auftrag ausländischer Umweltorganisationen. Galvao verteidigte sich zunächst und schloss einen Rücktritt aus. Die Daten seien korrekt. Am Donnerstag wiederholte Bolsonaro die Vorwürfe. Die Veröffentlichung der Daten schade dem Bild Brasiliens und seinem Image in der Welt, so der Präsident. Es gebe Mitarbeiter bei INPE, die Brasilien bewusst schaden wollten. Diese würden entlassen. Kurz zuvor hatte die Behörde für Juli noch alarmierendere Zahlen zur Abholzung veröffentlicht.
Fehlende Vertrauensbasis

Galvao betonte nun, dass sein Vorgesetzter, der Minister für Wissenschaft und Technologie, Ex-Astronaut Marcos Pontes, ihm und INPE das Vertrauen ausgesprochen habe. Der Minister wisse, dass die Zahlen zuverlässig seien, so Galvao. Trotzdem werde er entlassen, da die Vertrauensbasis zwischen ihm und Bolsonaro zerstört sei, so der Behördenleiter.

Die Diskussion über die Abholzungszahlen hatte sich zuletzt verschärft, nachdem das Magazin „Economist“ eine international beachtete Reportage zu dem Thema veröffentlicht hatte. Darin wird scharfe Kritik an Bolsonaros Politik für das Amazonasgebiet geübt. Zudem könnte die geplante Öffnung der Region für die wirtschaftliche Ausbeutung das jüngste Handelsabkommen mit der EU gefährden.


Welt, 3.8.2019
Top-Forscher nach Streit über Abholzung des Regenwalds gefeuert
Der Chef des brasilianischen Instituts für Weltraumforschung ist seinen Posten los. Er hatte Daten über die stark ansteigende Regenwald-Abholzung veröffentlicht. Das machte den rechtspopulistischen Präsidenten Bolsonaro besonders wütend.


Tagesschau, 2.8.2019
Brasiliens Weltraumagentur
Behördenchef nach Abholzungsstreit gefeuert
Er hatte die Zahlen über die jüngsten Regenwaldrodungen in Brasilien veröffentlicht, die Präsident Bolsonaro so in Rage brachten: Ricardo Galvão, Direktor der nationalen Weltraumagentur. Nun wurde er entlassen.


Zeit-Online, 3.8.2019
Brasiliens Präsident feuert Wächter des Regenwalds
Der Rechtspopulist Jair Bolsonaro hat einen weiteren Kritiker entlassen: den Chef des Instituts für Weltraumforschung. Er hatte über massive Abholzung berichtet


BBC-Brasil, 2.8.2019
As críticas de Bolsonaro que levaram à queda do diretor do Inpe, órgão que monitora desmatamento na Amazônia
O físico Ricardo Galvão, diretor do Instituto Nacional de Pesquisas Espaciais (Inpe) - principal órgão federal responsável por monitorar o desmatamento na Amazônia -, foi demitido do cargo nesta sexta-feira (02).

O Globo, 2.8.2019
Diretor do Inpe será exonerado após questionamento de dados sobre desmatamento
Ricardo Galvão sairá do cargo mesmo com mandato até 2020

G1 - O Globo, 2.8.2019
Diretor do Inpe diz que discurso sobre Bolsonaro 'causou constrangimento' e será exonerado
Galvão foi criticado pelo presidente por dados que apontam alta do desmatamento. Em julho, ele declarou que não pediria demissão, mas, nesta sexta (2), concordou em deixar o cargo por causa da 'situação de perda de confiança'.

O Globo, 3.8.2019
Diretor demitido do Inpe diz que não conseguia falar com Ibama para alertar sobre desmatamento
Instituto criticado por Bolsonaro emite alertas em tempo real para que fiscais possam agir

Freitag, 2. August 2019

Auftraggeber am Mord von Dorothy Stang beantragt Hausarrest


Regivaldo Pereira Galvão, der als Auftraggeber der Ermordung von Dorothy Stang zu 30 Jahren Haft verurteilt und seit April im Gefängnis von Altamira untergebracht ist, hat über seinen Anwalt Hausarrest oder Änderung in halb-offene Haft beantragt. Regivaldo gibt als Grund an, im Gefängnis einem Todesrisiko ausgesetzt zu sein. Am vergangenen Montag (29.7.) wurden nämlich bei einer Auseinandersetzung rivalisierender Drogenbanden 58 Häftlinge getötet.
Der Antrag wurde an Minister Alexandre de Moraes vom Bundesgerichtshof weitergeleitet. Laut seinem Anwalt überlebte Regivaldo das Massaker im Gefängnis, weil er es geschafft hatte, sich zu verstecken.
Nach Angaben der Aufsichtsbehörde des Gefängnisses (Susipe) ist Regivaldo jedoch nicht in jener Barracke B untergebracht, in der das Feuer gelegt und die Häftlinge erstochen wurden. Da er in der Kantine arbeitet, bekommt er eine spezielle Zelle für arbeitende Insassen, die sich neben Block A (wo die Angreifer inhaftiert waren) und dem Nebengebäude B (wo das Massaker stattfand) befindet.

G1 - O Globo, 2.8.2019
Defesa do fazendeiro mandante da morte de Dorothy Stang pede progressão de pena após massacre em Altamira
Regivaldo Pereira Galvão cumpria pena no Centro de Recuperação Regional de Altamira desde abril. A defesa de Regivaldo diz que ele corre risco de morte dentro da penitenciária

Donnerstag, 1. August 2019

Bischof Erwin Kräutler zeigt sich solidarisch mit Opfern des Massakers von Altamira


Der emeritierte Xingu-Bischof Erwin Kräutler ist vom beispiellose Massaker im Gefängnis von Altamira betroffen. Und er ist über die Reaktion von Präsident Jair Bolsonaro über den Tod von 62 Häftlingen im Interview in der Folha de S. Paulo sehr empört.

"Ich habe in der Zeitung gelesen, dass unser Präsident sagte, die Journalisten sollten die Opfer der Verstorbenen fragen. Das ist keine Antwort für diese Familien, um Gottes willen! Und das sagt der Präsident! Jeder Gefangene hat eine Mutter, einen Vater. Die Mütter weinten vor dem Gefängnis. Einer Mutter wird es im Herzen schmerzen, wenn ihr Sohn auf die schiefe Bahn gerät und sie dagegen machtlos ist. Wie muss sie erst ein grausamer Tod des Sohnes im Herzen treffen!?", sagte er.

Bolsonaro wolle mit seiner ausweichenden Antowrt eigentlich sagen, dass "ein guter Verbrecher ein toter Verbrecher" ist. Es gebe diese fehlende Sensibilität, sie sei leider verbreitet. Menschen würden sich zu Richtern machen und nur aufgrund des Geredes urteilen, ohne den Fall genau zu kennen.

"Ein Häftling kann nur dann als Krimineller bezeichnet werden, wenn ihm der Prozess gemacht wurde und der Richter das Urteil gesprochen hat. Dann ist er wirklich ein Verbrecher. Die Hälfte der Opfer von Altamira waren aber Angeklagte, die auf den Prozess warteten und noch nicht verurteilt waren", sagte Bischof Kräutler entsetzt.

Die Situation im Gefängnis sei katastrophal. Jung und Alt, Verurteilte und solche, die auf den Prozess warten, seien in überfüllten Zellen zusammengepfercht. Diese Missstände trugen zu einem Massaker bei, das an Perversion und Grausamkeit kaum zu überbieten sei.

Laut einem Bericht des Nationalen Justizrates (CNJ) ist das Gefängnis von Altamira stark überfüllt und in einem schlechten Zustand. Am Tag des Massakers waren 311 Personen inhaftiert, bei einer maximalen Kapazität von 200.

Bolsonaro wurde diesbezüglich von Journalisten gefragt, was er zum Massaker von Altamira sagt und ob es verstärkte Sicherheitsmaßnahmen geben werde. Seine Antwort: "Fragen Sie die Opfer der dort Verstorbenen, was sie denken. Wenn sie geantwortet haben, werde ich auch antworten."  


Bischof Kräutler bei der "Totengedenkmesse am 7. Tag" in der Kathedrale von Altamira:



Folha de S.Paulo, 31.7.2019
Não é resposta que um presidente dê a essas famílias, diz bispo de Altamira sobre Bolsonaro
Dom Erwin Kräutler defende respeito a parentes de mortos e lamenta naturalização de massacre


Estadão, 30.7.2019
'Pergunta para as vítimas dos que morreram o que acham', diz Bolsonaro sobre massacre em Altamira
Presidente não deu nenhuma informação sobre o que o governo federal pretende fazer em relação ao episódio; matança é a maior do País desde os 111 mortos no Carandiru, em São Paulo, em 1992


G1 - O Globo, 30.7.2019
'Pergunta para as vítimas dos que morreram lá', diz Bolsonaro sobre massacre em Altamira
Presidente comentou confronto entre facções que deixou 57 mortos no presídio de Altamira, Pará, nesta segunda-feira (29). Massacre já é um dos maiores da história do país.


Religión Digital, 5.8.2019
Monseñor Erwin Kräutler pide construir una sociedad que “no aniquile la vida de quienes erraron”
El obispo se pronuncia ante la muerte de 62 presos en una carcel de la Amazonía brasileña