Mittwoch, 18. September 2019

Nationalrat für Veto gegen EU-Mercosur-Abkommen


Katholisch.at, 17.9.2019
Kirche bestärkt internationales Bündnis gegen Mercosur-Abkommen
Welthaus der Diözese Graz-Seckau, Dreikönigsaktion und argentinische NGO appellieren in offenem Brief an Abgeordnete im EU-Unterausschuss des Nationalrats
Zahlreiche kirchliche Einrichtungen aus Österreich unterstützen das Anliegen eines internationalen Bündnisses, das in einem offenen Brief an die Abgeordneten im EU-Unterausschuss des österreichischen Nationalrats appelliert, das Mercosur-Abkommen nicht zu ratifizieren. Das umstrittene Abkommen zwischen EU und mehreren lateinamerikanischen Staaten drohe, mit einer Ausweitung der Soja- und Fleischproduktion die ohnehin kritische Situation auf dem Subkontinent weiter zu verschärfen, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Schreiben.

Parlamentskorrespondenz Nr. 905 vom 18.09.2019
Pressedienst der Parlamentsdirektion, 18.9.2019 (APA)
SPÖ, FPÖ und JETZT setzen sich im EU-Unterausschuss mit Forderung nach Veto gegen Mercosur-Abkommen durch
ÖVP lehnt Handelsabkommen derzeit ab und will substanzielle Änderungen, NEOS wollen Sanktionsmöglichkeiten verankern

Die Presse, 18.9.2019
Nationalrat fixiert Veto gegen EU-Mercosur-Abkommen
Der Nationalrat verpflichtet die aktuelle und künftige Bundesregierung zu einem Nein gegen das neue EU-Handelsabkommen mit südamerikanischen Ländern.

Salzburger Nachrichten, 18.9.2019
Österreich kippt EU-Mercosur-Abkommen
Der EU-Unterausschuss im Nationalrat hat am Mittwoch gegen das EU-Mercosur-Abkommen votiert. Damit wird die Regierung zu einem Nein zum EU-Mercosur-Abkommen auf EU-Ebene verpflichtet und dem Pakt ein Riegel vorgeschoben, denn Entscheidungen im EU-Rat müssen einstimmig erfolgen.

Samstag, 7. September 2019

Leticia-Pakt soll Amazonas-Regenwald schützen


ORF, 7.9.2019
Südamerikanischer Pakt als Signal an Kritiker
Die anhaltenden verheerenden Waldbrände im Amazonas-Gebiet haben für internationale Kritik gesorgt. In der Nacht auf Samstag reagierten sieben südamerikanische Länder nun auf die Vorwürfe, sie würden nicht genug für die Region tun. Mit einem Pakt verpflichteten sie sich, den Regenwald besser zu schützen. Neben konkreten Maßnahmen ist das Abkommen wohl auch ein Signal für die internationalen Kritiker.

Vertreter der sieben Staaten Kolumbien, Brasilien, Bolivien, Ecuador, Peru, Suriname und Guyana trafen in der kolumbianischen Stadt Leticia zusammen, um über Maßnahmen im Amazonas-Gebiet zu beraten. Der daraus resultierende „Leticia-Pakt für den Amazonas“ wurde von allen sieben Teilnehmern unterzeichnet. In einer Aussendung des kolumbianischen Präsidialamts zeigte man sich erfreut über die Einigung.

Zum Auftakt des Treffens hatte Kolumbiens Präsident Ivan Duque gemahnt, dass der Schutz des Regenwaldes unbedingt verbessert werden müsse: „Das ist entscheidend für das Überleben unseres Planeten.“

Konkret sieht der Pakt vor, dass ein gemeinsames Naturkatastrophennetzwerk ins Leben gerufen wird, mit dem die Kooperation zwischen den Staaten im Falle verheerender Brände besser funktioniert, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Außerdem sollen die gemeinsame Überwachung der Region per Satellit ausgebaut, Projekte zur Wiederaufforstung geschaffen und die Rolle von indigenen Völkern verbessert werden.


Süddeutsche Zeittung, 7.9.2019
Amazonas-Gipfel:
Schöne Bilder, doch der Wald brennt weiter
* Nach der weltweiten Empörung über Brandrodungen im Amazonas-Regenwald einigen sich die Anrainerstaaten auf einen Pakt, um ihn besser zu schützen.
* Der Gipfel in einer Urwald-Gemeinde produziert viele schöne Bilder. Die Verpflichtungen sind jedoch alles andere als konkret.
* Brasiliens Präsident Bolsonaro wird per Videokonferenz zugeschaltet, da er sich einer Operation unterziehen muss.

Welt, 7.9.2019
Amazonas-Länder schließen Pakt zum Schutz der Regenwälder
Sieben Länder mit Regenwald haben den Leticia-Pakt geschlossen. Sie wollen den Regenwald besser vor Abholzung schützen. Dem Präsidenten Ecuadors kamen fast die Tränen. Und Brasiliens Präsident hat einen eigenen Wunsch.

Reuters, 6.9.2019
Líderes de países da região amazônica acertam medidas para proteger a floresta
LETÍCIA, Colômbia (Reuters) - Um grupo de líderes de países com territórios na Amazônia entrou em acordo nesta sexta-feira para monitorar por satélite a maior floresta tropical do mundo para responder mais rapidamente a emergência e evitar tragédias como os incêndios que consumiram centenas de milhares de hectares de selva.

O Tempo, 7.9.2019
Países da Amazônia definem plano para proteger a floresta
Sete das nove nações amazônicas assinaram pacto ontem com medidas para a proteção da região

Globo News, 7.9.2019
Cúpula na Colômbia: países buscam acordo para combater fogo na Amazônia

O Globo, 7.9.2019
São Félix do Xingu lidera queimadas no começo de setembro; veja lista das 10 cidades da Amazônia com mais focos
Cidade do Pará acumulou 128 focos na semana, seguida por Lábreas (AM) e Feijó (AC), conforme o Programa Queimadas, do Inpe. O Pará tem 3 cidades na lista das 10 com mais queimadas entre domingo (1º) e quinta-feira (5).

Freitag, 6. September 2019

Vier Wochen vor der Amazonas-Synode

Domradio.de, 06.09.2019
Grüne Lunge, Reformhoffnungen und Warnung vor Spaltung
Es war so nicht zu erwarten: Aber wenn Papst und Dutzende Bischöfe aus aller Welt im Oktober im Vatikan über den Amazonas-Regenwald und die dortigen Indigenen sprechen, gerät dies in vielerlei Hinsicht zu einem Politikum.

VaticanNews, 6.9.2019
Amazonassynode: Brasilianische Bischöfe positionieren sich
Vertreter kirchlicher Einrichtungen und traditioneller Amazonasvölker wurden jetzt im brasilianischen Parlament vorstellig, um den Abgeordneten ein Schreiben der Bischöfe des brasilianischen Amazonasgebiets zu überreichen, das während des jüngsten vorsynodalen Treffens in Belém verfasst wurde.

Domradio.de, 05.09.2019
Amazonas-Bischof kann sich verheiratete Priester vorstellen
In seiner Diözese herrscht großer Priestermangel. Auch deshalb kann sich der aus Deutschland stammende Bischof des brasilianischen Bistums Obidos, Johannes Bahlmann, nach eigenen Worten verheiratete Männer als Priester vorstellen.
In seiner rund 182.000 Quadratkilometer großen Diözese gebe es Gemeinden, die "nur zwei- oder dreimal im Jahr die Messe feiern können, wenn der Priester kommt", sagte er der Wochenzeitung "Kirche + Leben" (Sonntag) in Münster. Es sei aber wichtig, dass es Priester vor Ort gebe. Ihr Dienst beschränke sich nicht nur auf die Feier der Eucharistie, sondern umfasse auch Nächstenliebe und Glaubensstärkung.



Tagesschau.de, 8.9.2019
Marx hält Zölibat-Lockerung für denkbar
Noch vor wenigen Monaten hat Kardinal Marx den Zölibat verteidigt. In einem Interview sagte er nun, dass es unter bestimmten Voraussetzungen vorstellbar sei, verheiratete Priester zuzulassen.

Welt, 27.8.2019
Die Erde brennt, nicht nur in Brasilien
Die Bilder der Brände im Amazonas-Regenwald sind erschreckend. Eine Karte der Nasa zeigt, wie dicht die Feuer aneinanderliegen. Und noch etwas anderes ist zu erkennen: Das größte Feuer weltweit wütet ganz woanders.

Sonntag, 1. September 2019

Brasiliens Amazonasbischöfe bekräftigen Einsatz für die Schöpfung


Domradio.de, 29.8.2019
Brasiliens Amazonasbischöfe bereiten Synode vor
"Extrem schwierige Situation"
Das Thema Amazonien beschäftigt in den nächsten Tagen die Bischöfe der brasilianischen Region. Ihr bis einschließlich Freitag laufendes Treffen gilt als Vorbereitung für die im Oktober stattfindende Amazonas-Synode.


Domradio.de, 30.8.2019 oder Weltkirche.de
Amazonas-Bischof Kräutler zur Brandkrise und Vatikan-Synode
Brasiliens Präsident hat von Amazonien keine Ahnung"
Der frühere Amazonas-Bischof Erwin Kräutler bereitet die im Oktober im Vatikan anberaumte Amazonas-Synode mit vor. Im Interview spricht er über die Lage rund um die Waldbrände in Amazonien und gibt einen Ausblick auf die Synode.

Kirche und Leben, 30.8.2019
Bischof: Präsident Bolsonaro hat keine Ahnung von der Region
Kräutler: G7-Staaten mitschuldig an Amazonas-Zerstörung
Der frühere Amazonas-Bischof Erwin Kräutler (80) pocht auf die Mitverantwortung der Industrieländer für die Ausbeutung des Regenwalds. „Die G7-Nationen und andere Staaten müssen sich fragen, inwieweit sie selbst an der Zerstörung mitschuldig sind“, sagte Kräutler der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). „Wo gehen denn die illegal geschlagenen Hölzer Amazoniens hin? Und all die Milch- und Fleischprodukte, für die der tropische Regenwald abgebrannt wird?“

Domradio-Reportage, 28.08.2019
Kirchen rufen zum Schutz des Amazonas auf
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat dazu aufgerufen, mit dem eigenen Konsum der Umweltzerstörung in Amazonien entgegenzuwirken. "Fair gehandelte Produkte sind ein Beitrag zum Schutz der indigenen Bevölkerung", so Schick im Fränkischen Tag. Die Bundesregierung müsse konkrete Hilfsangebote zur Entschärfung der Lage im Amazonas geben.

Weltkirche.de, 29.1.2019
Zehn Thesen zum Klimaschutz.
Ein Diskussionsbeitrag


junge Welt, 31.8.2019
Wenn kein anderer Ausweg bleibt
Von der befreienden Gewalt der Volksmassen: Zur bevorstehenden »Amazonien-Synode« im Vatikan

REPAM, 30.8.2019         CNBB, 30.8.2019
Em Belém, Igreja da Amazônia reafirma o compromisso com o território
Com uma carta aberta para a toda sociedade em que convocam a todos para a sintonia com o Sínodo e o cuidado com a Amazônia, termina o encontro dos bispos e lideranças da Igreja da Amazônia. Realizado no Centro de Espiritualidade Monte Tabor, da Arquidiocese de Belém, o evento teve como objetivo o estudo e preparação dos padres sinodais para a grande assembleia em outubro, no Vaticano. Cerca de 120 pessoas, entre padres, bispos, leigas e leigos e religiosos estiveram no encontro que começou na última quarta-feira (28).

CNBB, 30.8.2019
CNBB lança campanha de sensibilização e informação sobre o Sínodo para a Amazônia
A partir deste domingo, 1º de setembro, “Dia Mundial de oração pelo Cuidado da Criação” até o dia 5, “Dia da Amazônia”, a Conferência Nacional dos Bispos do Brasil (CNBB) vai desenvolver, em parceria com a Rede Eclesial Pan-Amazônica (REPAM-Brasil), um conjunto de iniciativas de comunicação cujo objetivo é sensibilizar a Igreja e a sociedade sobre a importância do Sínodo para a Amazônia.



Jornal da CBN, 04/09/2019
'É interesse do mundo inteiro que Amazônia não seja destruída. Não se trata de soberania'
Entrevista com Dom Erwin Kräutler