Sonntag, 20. September 2020

Österreichische Banken im Odebrecht-Skandal



ORF.at, 20.9.2020
Heimische Banken im Odebrecht-Skandal
Der Korruptionsskandal um den brasilianischen Konzern Odebrecht hat in den vergangenen Jahren ganz Lateinamerika erschüttert, Dutzende Politiker in mehreren Ländern mussten zurücktreten. Als Drehscheibe für gewaltige Schmiergeldzahlungen diente die Meinl Bank Antigua, bis 2011 eine Tochter der Meinl Bank in Wien, danach mehrheitlich de facto in Besitz von Odebrecht. Doch laut den neuen Enthüllungen soll nicht nur die Meinl Bank in Wien, sondern auch die Raiffeisen Bank International verwickelt sein.

Bestechungsaffäre Odebrecht – Geld-Pipeline durch Österreich
Laut FinCEN Files flossen verdächtige Zahlungen von mehr als 50 Millionen US-Dollar über Österreich. Ausgangspunkt: Antigua. In weiterer Folge involviert: neben der Meinl Bank auch die Raiffeisen Bank International.

Wiener Zeitung, 20.9.2020
Schmiergeldzahlungen
Schwere Geldwäsche-Vorwürfe um heimische Banken
Laut Recherchen von "Profil" und ORF waren die frühere Meinl Bank und die Raiffeisen Bank International in saftige Schmiergeldzahlungen verwickelt.

Südwind Magazin 04/2017
Der Riese Odebrecht im Fallen
Welche massiven Konsequenzen der Korruptionsskandal um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht auf die Politik und Wirtschaft in ganz Lateinamerika hat, berichtet Jürgen Vogt.

Donnerstag, 17. September 2020

Hüter, nicht Ausbeuter der Schöpfung sein

 

Vatican News, 16.9.2020
Papst bei Generalaudienz: Hüter, nicht Ausbeuter der Schöpfung sein
Betrachtung und Fürsorge: von diesen zwei Haltungen müsse die Beziehung zwischen Mensch und Schöpfung geprägt sein, wenn wir die Schöpfung nicht im Namen des Profits zerstören wollen. Nur wahre „Hüter“ des gemeinsamen Hauses, des Lebens und der Hoffnung könnten das Erbe, das uns Gott anvertraut hat, auch für die zukünftigen Generationen bewahren. Das stellte Papst Franziskus bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch heraus, in der er seine Katechesenreihe zur Post-Covid-Zeit fortführte.

"Verzerrte Auslegung" biblischer Texte habe zu Fehleinschätzung beigetragen
Papst: Es ist falsch, dass Mensch über alle Geschöpfe herrschen kann
"Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und unterwerft sie", heißt es in der biblischen Schöpfungsgeschichte. Ein Freifahrtschein für den Menschen? Von wegen, sagt Papst Franziskus und spricht von einer "verzerrten Auslegung" der Bibel.

Mittwoch, 16. September 2020

Waldbrände in den USA treiben 500.000 Menschen in die Flucht


ORF.at, 16.9.2020
Bilder der Verwüstung
Waldbrände hüllen USA und Kanada in Rauch
Im Westen der USA wüten seit Wochen verheerende Waldbrände, weite Teile des Landes sind inzwischen in dichten Rauch gehüllt – auch Kanada ist betroffen. An vielen Stellen warnen die Behörden deshalb vor gesundheitsschädlicher Luftqualität, dutzende Menschen starben bereits. Eine Entspannung ist noch nicht in Sicht.

Klimakrise
Die Katastrophe ist da...
Eine Welt, die in Teilen unbewohnbar ist. Das galt lange als ferne Dystopie. Doch die Katastrophe beginnt jetzt - für alle sichtbar an der US-Westküste. Was folgt daraus?

Deutsche Welle, 12.9.2020
Waldbrände in den USA: Über 500.000 Menschen auf der Flucht
An der Westküste der USA, in den Bundesstaten Kalifornien, Oregon und Washington, haben die Waldbrände einen traurigen Rekord erreicht: Allein in Kalifornien sind schon mehr als 12.500 Quadratkilometer verbrannt in diesem Jahr. Dabei hat die Waldbrand-Saison gerade erst begonnen. Zahlreiche Menschen sind ums Leben gekommen, viele werden noch vermisst. Und selbst die Menschen, die in den Wohnungen der Großstädte vor den Flammen sicher scheinen, sind bedroht: durch gefährliche Rauchentwicklung. Und US Präsident Donald Trump schweigt.

FAZ, 15.9.2020
Trump und die Waldbrände:
„Es wird kühler werden, Sie werden sehen“
Bei seinem Besuch in Kalifornien streitet Donald Trump einen Zusammenhang der verheerenden Waldbrände mit dem Klimawandel ab. Den Demokraten um Joe Biden gibt das die Chance, sich im Wahlkampf mit dem Thema zu profilieren.

Trump: "Österreicher leben im Wald"
US-Präsident nennt Management des Waldbodens in Österreich als Positivbeispiel. In Europa könne man, anders als in Kalifornien, Brände nämlich verhindern


Der Standard, 16.9.2020
"Sie leben im Wald": Das Netz lacht über Donald Trumps Österreich-Sager
Auf Twitter, Reddit und anderen Plattformen haben die Nutzer ihren Spaß mit der Darstellung des US-Präsidenten

Dienstag, 15. September 2020

Papa Francisco responde à Carta de "Padres da Caminhada"


IHU, 14 Setembro 2020
Padres da caminhada pedem ao Papa rever a escolha dos bispos e Francisco responde
A sinodalidade deve ser o modo de ser Igreja no século XXI, uma ideia muito presente no ministério do Papa Francisco. Uma Igreja que escuta, dialoga, discerne, e não tem medo de assumir novos caminhos, se eles são fruto da comunhão. Franciscoé um Papa que gosta de interagir, que sempre tem tempo para pegar o telefone e ligar para alguém, ou para responder às cartas que diariamente ele recebe.


Carta com a assinatura de dois bispos europeus pede ao Papa mais clérigos negros no Brasil
Em uma carta enviada ao Papa Francisco, os chamados “Padres e Bispos da Caminhada” pediram ao Santo Padre um maior número de bispos e padres de origem afro-brasileira. A carta, porém, foi considerada tendenciosa por usuários das redes sociais pelo fato de alguns dos assinantes serem bispos de origem europeia e padres um longo currículo de militância nas Comunidades Eclesiais de Base, formadas na Teologia da Libertação.


O Papa Francisco envia carta aos religiosos e religiosas do Brasil
Realiza-se entre os dias 16 e 22 de agosto a Semana da Vida Religiosa Consagrada no Brasil. Francisco recorda “que a caminhada vocacional tem sua origem na experiência de saber-se amado por Deus: a própria vida já é fruto de uma chamada de Deus”.


IHU, 04 Agosto 2020
Com mais de 1.500 assinaturas, Padres da Caminhada relançam mensagem de apoio à Carta ao Povo de Deus dos bispos
A festa de São João Maria Vianney, padroeiro dos padres, tem sido ocasião para os Padres da Caminhadarelançarem a Carta de Apoio aos bisposque assinaram a Carta ao Povo de Deus, que deve ser discutida amanhã, 5 de agosto, na reunião do Conselho Permanente da Conferência Nacional dos Bispos do Brasil– CNBB.


Mais de mil padres assinam carta de apoio à Carta ao Povo de Deus dos bispos, “uma leitura lúcida e corajosa da realidade atual”
Uma carta de agradecimento e apoio à Carta ao Povo de Deus assinada no primeiro momento por 152 bispos, depois tem se somado mais bispos, com 1.058 assinaturas de padres e diáconos, acaba de ser lançada nesta quinta-feira, 30 de julho. Os padres que assinam definem a Carta ao Povo de Deuscomo um documento profético, “oferecendo ao Povo de Deus luzes para o discernimento dos sinais nestes tempos tão difíceis da história do nosso País”.

Dienstag, 8. September 2020

Ein Jahr nach der Amazonien-Synode

 

VaticanNews, 8.9.2020
Amazonien, Pandemie und Schöpfungszeit: Ein Interview
Knapp ein Jahr nach der Sondersynode für Amazonien zieht der Exekutivsekretär des kirchlichen Amazonasnetzwerkes REPAM, Mauricio López, im Gespräch mit Radio Vatikan eine recht bittere Bilanz. Nicht nur die Auswirkungen der Coronapandemie insbesondere für die indigenen Völker seien zu beklagen, sondern auch und vor allem eine allgemeine Verschärfung ihrer Situation unter sozialen und politischen Gesichtspunkten.

Bittere Bilanz nach Amazonien-Synode
Rund zehn Monate nach der Amazonas-Synode in Rom zieht der Sekretär des kirchlichen Amazonasnetzwerkes REPAM, Mauricio Lopez, eine bittere Bilanz.

Persönliche Notiz von Franziskus zu seiner Entscheidung gegen "viri probati"


Katholisch.de, 7.9.2020
"Viri probati" bei Amazonas-Synode: Darum hat Papst nicht zugestimmt
Kann die Amazonas-Synode die Weihe von "viri probati" ermöglichen? Diese Frage stellten sich bis zur Veröffentlichung von "Querida Amazonia" viele Katholiken weltweit. In einer Notiz erklärt Franziskus nun, warum er diesen Punkt nicht umgesetzt hat.

Warum Franziskus keine verheirateten Priester zuließ – aber vielleicht noch zulassen könnte
In der aktuellen Ausgabe der römischen Jesuitenzeitschrift La Civiltà Cattolica geht ihr Chefredakteur, der Papstvertraute P. Antonio Spadaro SJ, der Frage nach, ob das Pontifikat von Papst Franziskus noch „Antriebskraft” hat. Dabei wird Papst Franziskus selbst zitiert, der Spadaro eine Notiz zu den „viri probati” zukommen ließ.

Papst Franziskus- ein jesuitischer und lateinamerikanischer Papst
In seiner montäglichen Kolumne für Monday in the Vatican befaßt sich A. Gagliarducci heute mit den unbeendet gebliebenen Reformen von Papst Franziskus und erklärt diese - auch indem er auf einen Artikel des Papstvertrauten Pater A. Spadaro in "La Civiltà Cattolica" Bezug nimmt.

«Viri probati»: Ein Jesuit erklärt den Rückzieher des Papstes
Die Amazonas-Synode wollte verheiratete Männer als Priester. Papst Franziskus hat sich dagegen entschieden. Warum, ist in einer Notiz des Papstes nachzulesen. Was davon zu halten ist, erklärt ein Schweizer Jesuit.

La Civiltà Cattolica, 5 Settembre 2020 
IL GOVERNO DI FRANCESCO
È ancora attiva la spinta propulsiva del pontificato?

Montag, 7. September 2020

Brasiliens Bischöfe wollen am Tag der Unabhängigkeit auch Vielfalt feiern


VaticanNews, 7.9.2020
Brasiliens Bischöfe: Mit Unabhängigkeit auch Vielfalt feiern
Brasilien feiert an diesem Montag seine Unabhängigkeit. Die Bischofskonferenz hat den Anlass für einen Appell gegen Diskriminierung und Rassismus genutzt. „Ein besseres, gerechteres und geschwisterlicheres Land kann nicht mit Hass geschaffen werden und mit Aktionen, die andere zerstören wollen“, hieß es in einer Videobotschaft der Brasilianischen Bischofskonferenz.

Der Festtag solle „ein Moment sein, um die Überzeugung zu feiern, dass alle Brasilianer aufeinander angewiesen sind – auf jeden in seiner Unterschiedlichkeit“, sagte der Vorsitzende der Brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB), Walmor Oliveira de Azevedo. In seiner Botschaft prangert er laut dem vatikanischen Pressedienst fides ein „feindliches Klima“ im Land an, das besonders durch Agressivität in sozialen Netzwerken geschaffen werde. „Möge die Kultur der verantwortungsvollen Teilhabe der Bürger stark bleiben angesichts antidemokratischer Bekundungen und das Prinzip der Solidarität in allen Debatten vorherrschen“, appellierte der Erzbischof von Belo Horizonte. Er mahnte zugleich Respekt vor der Verfassung von 1988 an und erinnerte an die Bedeutung der Demokratie.

Vereint in Vielfalt - auch im Kampf gegen Corona
Es müsse allen Bürgern des Landes möglich sein, sich - jeder den eigenen Möglichkeiten nach - beteiligen zu können, „um eine Bereicherung für die Zukunft und den Wiederaufbau Brasiliens zu sein, auch als Antwort auf die Herausforderungen des Coronavirus“, so der Erzbischof. Der Unabhängigkeitstag sei dieses Jahr von Krankheit und Tod gezeichnet, aber gemeinsam könne das Land auch diesen schwierigen Moment meistern: „Am Ende siegt immer das Leben, das zeigt uns der Herr Jesus. Gemeinsam werden wir eine neue Ära einleiten, die auf der Kraft der Solidarität basiert.“

„Gemeinsam werden wir eine neue Ära einleiten, die auf der Kraft der Solidarität basiert“

Der Vorsitzende der Brasilianischen Bischofskonferenz lädt so auch dazu ein, die vielen arbeitslosen Brasilianer und die vielen armen Menschen des Landes nicht zu vergessen:

„Wenn wir die Würde des menschlichen Lebens erkennen, erkennen, dass wir alle Söhne und Töchter Gottes sind, dann stärkt das die ethischen Prinzipien, die das Zusammenleben garantieren“

„Dieser 7. September, der Tag der Unabhängigkeit, enthält einen sehr schönen und erbaulichen Aufruf für uns alle: Jeder von uns Brasilianern muss auf den großen Reichtum schauen, den unsere Verschiedenheit mit sich bringt. Es ist vor allem existentiell zu sehen, dass jeder Mensch uns ähnlich ist, ein Bruder, eine Schwester ist. Wenn wir die Würde des menschlichen Lebens erkennen, erkennen, dass wir alle Söhne und Töchter Gottes sind, dann stärkt das die ethischen Prinzipien, die das Zusammenleben garantieren.“

Farbige und Indigene stark benachteiligt
In Brasilien definiert sich mehr als die Hälfte der Bevölkerung als farbig; in der Politik sind sie jedoch stark unterrepräsentiert. So gibt es etwa in der Regierung von Präsident Jair Bolsonaro, der auch mehrfach durch rassistische Äußerungen auffiel, keinen Minister afrobrasilianischer Herkunft. Obwohl die Verfassung Diskriminierung verurteilt, sind Afrobrasilianer in der brasilianischen Gesellschaft stark benachteiligt. Die indigenen Völker in Brasilien sind durch die Zerstörung der Wälder und die Corona-Pandemie gleich doppelt betroffen. Das katholische Hilfswerk Misereor sieht die Gefahr, dass einige Völker ganz ausgelöscht werden könnten. Die Regierung Bolsonaro kümmert das bisher jedoch kaum.

Em mensagem para o Dia da Pátria, dom Walmor pede que a solidariedade oriente os rumos do Brasil

VaticanNews, 07/09/2020
Dia da Pátria
Nesta segunda-feira, dia 07 de setembro, comemoramos o Dia da Independência do Brasil. Devemos rezar pela pátria e por todo o povo Brasileiro. E o nosso país precisa muito de oração, pedindo o fim da miséria, da pobreza, da desigualdade social. Precisamos de melhoria na área da saúde, educação e uma melhor distribuição igualitária dos bens.


Dia D do Grito: a cada dia 7, mobilizações e preparativos para o 26º Grito dos Excluídos

Sonntag, 6. September 2020

Mercosur-Abkommen vor Entscheidungsphase

 

ORF, 6. September 2020
Mercosur-Abkommen
Abstimmung geht in heiße Phase
Die Abstimmung zum Mercosur-Abkommen geht in die heiße Phase. Derzeit wird der Abkommenstext zur Bildung der größten Freihandelszone der Welt noch in alle EU-Amtssprachen übersetzt, im Oktober soll er dann den EU-Ländern zur Genehmigung vorgelegt werden. Kritiker und Kritikerinnen befürchten, dass mit dem Deal aber nicht nur der Handel, sondern auch die Umweltzerstörung angekurbelt wird.
Mehr als 20 Jahre haben die Verhandlungen der EU mit den Mercorsur-Staaten gedauert – im Juni des vergangenen Jahres konnte dann eine Einigung über den Abkommenstext erzielt werden. Doch bevor das Abkommen nun endgültig in Kraft treten kann, muss es von allen EU-Mitgliedsstaaten sowie dem Europäischen Parlament ratifiziert werden. Und das könnte gar nicht so einfach werden, haben doch bereits die Niederlande, Frankreich und Österreich angekündigt, ihr Veto einzulegen.


Zeit-Online, 3. September 2020
Fünf vor acht / Mercosur-Abkommen:
Endlich scheitert die EU-Handelspolitik
Das Handelsabkommen Mercosur ist so gut wie gestorben. Das wäre einerseits zu vermeiden gewesen. Andererseits kommt es für die abgebrannten Urwälder zu spät.

Merkel: Unterzeichnung von Mercosur-Abkommen "kein gutes Signal
Die Ratifizierung des Abkommens der EU mit Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay stockt. Ein Grund ist auch die Debatte in der EU über die Abholzung des brasilianischen Regenwaldes.

Rückenwind für EU-Mercosur-Abkommen?
Mit Deutschlands EU-Ratsvorsitz ab 1. Juli soll auch das EU-Mercosur-Handelsabkommen vorankommen, so hoffen seine Befürworter. Doch die Chancen scheinen derzeit gering. Alexander Busch aus Salvador, Brasilien.


Material zum geplanten EU-Mercosur-Abkommen vom Netzwerk Gerechter Welthandel

Samstag, 5. September 2020

Bolsonaro beschimpft Umweltschutzorganisationen als "Krebs"

Tag des Amazonas
Bolsonaro schimpft, Wälder brennen
Brasilien begeht am Samstag den Tag des Amazonas und erinnert dabei an die Gründung der gleichnamigen Provinz. Grund zum Feiern gibt es nicht: Allein in den ersten September-Tagen wurden im brasilianischen Amazonas-Gebiet rund 1.000 Feuer registriert. Das zeigen Daten von Brasiliens Nationalem Institut für Weltraumforschung (INPE). Präsident Jair Bolsonaro legte sich indes erneut mit Umweltschutzorganisationen an.

Der Standard, 5.8.2020
Bolsonaro beschimpft Umweltschutzorganisationen als "Krebs"
In den ersten Septembertagen gab es rund 1000 Feuer im brasilianischen Amazonasgebiet. Für Präsident Jair Bolsonaro sind Umweltschützer das Problem

Zeit-Online, 5.9.2020
Bolsonaro beschimpft Umweltschutzorganisationen als "Krebs"
Eine Kampagne zum Schutz des Amazonas hat den brasilianischen Präsidenten in Rage gebracht. Von Nichtregierungsorganisationen lasse er sich nichts sagen, so Bolsonaro.

Bolsonaro beschimpft Umweltschutzorganisationen als "Krebs"
Der rechtsextreme brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat Umweltschutzorganisationen als "Krebs" bezeichnet, den er am liebsten ausrotten würde. "Ihr wisst, dass die NGOs mir nichts zu sagen haben", sagte er in seiner Facebookübertragung. Erst kürzlich hatte Bolsonaro Berichte über Brände im Amazonasgebiet als "Lüge" bezeichnet und behauptet, tropischer Regenwald könne gar kein Feuer fangen.

Brasilien: Bolsonaro kürzt Corona-Hilfen für Arme zugunsten des Militärs
Brasília. Die Regierung von Jair Bolsonaro hat angekündigt, die Corona-Hilfen für Tagelöhner, Einkommensschwache und Arbeitslose, die 'Renda Brasil', von 600 Reais (95 Euro) auf 300 Reais (48 Euro) zu halbieren. Bolsonaro begründetedie Kürzung mit zu hohen staatlichen Ausgaben. Die Regierung habe seit Beginn der Zahlungen im Mai monatlich 50 Milliarden Reais (rund 8 Mrd. Euro) an Hilfszahlungen geleistet. "Wir haben alles ausgegeben. Mehr geht nicht", so Brasiliens Präsident.

Brasilien: Bolsonaros neue Großzügigkeit
Der rechtsextreme Präsident Jair Messias Bolsonaro plant großzügige Hilfen für Brasiliens Arme. Damit könnte er seine Wiederwahl sichern - und gleichzeitig die Staatsfinanzen ruinieren.
Quelle: https://www.sn.at/panorama/international/bolsonaro-beschimpft-umweltschutzorganisationen-als-krebs-92402404 © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2020
Bolsonaro beschimpft Umweltschutzorganisationen als "Krebs" Der rechtsextreme brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat Umweltschutzorganisationen als "Krebs" bezeichnet, den er am liebsten ausrotten würde. "Ihr wisst, dass die NGOs mir nichts zu sagen haben", sagte er in seiner Facebookübertragung. Erst kürzlich hatte Bolsonaro Berichte über Brände im Amazonasgebiet als "Lüge" bezeichnet und behauptet, tropischer Regenwald könne gar kein Feuer fangen. 

Quelle: https://www.sn.at/panorama/international/bolsonaro-beschimpft-umweltschutzorganisationen-als-krebs-92402404 © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2020
Bolsonaro beschimpft Umweltschutzorganisationen als "Krebs" Der rechtsextreme brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat Umweltschutzorganisationen als "Krebs" bezeichnet, den er am liebsten ausrotten würde. "Ihr wisst, dass die NGOs mir nichts zu sagen haben", sagte er in seiner Facebookübertragung. Erst kürzlich hatte Bolsonaro Berichte über Brände im Amazonasgebiet als "Lüge" bezeichnet und behauptet, tropischer Regenwald könne gar kein Feuer fangen. 

Quelle: https://www.sn.at/panorama/international/bolsonaro-beschimpft-umweltschutzorganisationen-als-krebs-92402404 © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2020

Montag, 31. August 2020

Brandrodungen im Amazonas-Gebiet steigen unvermindert an

 


Amazonas
Trauriger Rekord an Bränden
Die Zahl der Brände im brasilianischen Amazonas-Gebiet nimmt weiter zu. Allein im Bundesstaat Amazonas hat Brasiliens Nationales Institut für Weltraumforschung (INPE), das Satellitendaten auswertet, zwischen 1. August und 30. August 7.766 Feuer festgestellt. Ein trauriger neuer Rekord: Es ist der höchste Wert für diesen Monat, seit die Erhebung im Jahr 1998 begann.

Zahl der Brände im Amazonas-Regenwald steigt auf Rekordhoch
Seit 1998 werten Wissenschaftler per Satellitendaten das Ausmaß der Brände in Amazonien aus. In diesem Monat, so melden sie nun, ist es so verheerend wie nie zuvor.

Deutlich mehr Brände im Amazonasgebiet
Mitte Juli hatte Brasiliens Regierungschef Bolsonaro die Brandrodung vorübergehend verboten. Doch im Amazonasgebiet und im Pantanal lodern soviele Brände wie nie - zuletzt über tausend an nur einem Tag.

Waldbrände im Amazonas: Verheerendster Juni seit 13 Jahren
Umweltschützer befürchten, dass sich die Umweltkatastrophe des vergangenen Jahres in Brasilien wiederholen könnte. Denn die Waldbrände im Amazonas haben einen neuen Negativrekord erreicht.

Regenwald am Amazonas brennt wie schon lange nicht mehr
In Brasilien breiten sich die Amazonasfeuer aus, noch bevor die eigentliche Waldbrandsaison begonnen hat. Die illegale Brandrodung ist noch immer nicht unter Kontrolle.

Die Welt schaut weg – und Brasilien holzt ab
Weil der Rest der Welt wegen der Corona-Krise gerade nicht genau hinschaut, will Brasiliens Umweltminister im Amazonas-Regenwald noch mehr Flächen roden lassen. Das hat auch Folgen für deutsche und europäische Landwirte.


Satélites da Nasa mostram que maioria das queimadas na Amazônia tem origem no desmatamento
Para determinar a causa dos incêndios, os cientistas cruzam dados sobre a duração, a intensidade, a área em chamas e a quantidade de focos em cada queimada.

Com 1.654 km² de áreas em risco em julho, alertas de desmatamento na Amazônia sobem 34,5% no período de um ano
Satélites do governo alertam para mais de 9 mil km² devastados entre agosto de 2019 e julho de 2020, o equivalente a 1.195.454 campos de futebol. Especialistas preveem que temporada terá o maior desmatamento da floresta em mais de uma década.



Desmatamento da Amazônia cresce 34% de agosto de 2019 a julho de 2020
Até junho de 2020, bioma teve 14 meses seguidos de aumento de destruição; julho apresentou queda, mas com taxas de desmate elevadas

A taxa consolidada de desmatamento por corte raso para os nove estados da Amazônia Legal (AC, AM, AP, MA, MT, PA, RO, RR e TO) em 2019 é de 10.129 km2

Desmatamento na Amazônia em agosto cresce 222% em relação a 2018
Floresta perdeu 1.698 quilômetros quadrados de vegetação, segundo Inpe. Em agosto de 2018, foram 526 quilômetros quadrados. Nos oito primeiros meses de 2019, área desmatada foi 92% superior à do mesmo período de 2018.

Dienstag, 25. August 2020

Brasilianische Pastorin soll Kinder zu Mord an Ehemann angestiftet haben

Die brasilianische Abgeordnete Flordelis dos Santos Souza hatte mit ihrem Mann 51 Kinder adoptiert.

Auftrag zu Mord an Ehemann?
Prominente Evangelikale in Rio angeklagt
Eine brasilianische Parlamentsabgeordnete und evangelikale Pastorin soll einige ihrer mehr als 50 adoptierten Kinder zum Mord an ihrem Ehemann angestiftet haben. Die Staatsanwaltschaft in Rio de Janeiro erhob am Montag deshalb Anklage gegen Flordelis dos Santos. Der Tat waren laut den Angaben ein Familienstreit über Macht und Geld sowie zahlreiche Mordversuche vorausgegangen.


Spiegel-Online, 25.8.2020
Evangelikale Bewegung
Brasilianische Abgeordnete soll Kindern Mord an Ehemann befohlen haben
Sie waren zentrale Figuren der evangelikalen Bewegung in Brasilien: Eine Pastorin soll ihren Kindern befohlen haben, ihren Mann zu ermorden. Ein Sohn soll den Vater daraufhin erschossen haben.


Mord in Brasilien:
Pastor wegen angeblicher Affäre von Söhnen getötet
Ein grausamer Mord um eine bekannte brasilianische Abgeordnete, ihren Mann und mindestens zwei ihrer 55 eigenen und adoptierten Kinder beschäftigt derzeit die Polizei im Bundesstaat Rio de Janeiro. Wie brasilianische Medien am Freitag berichteten, wurde der evangelikale Pastor Anderson do Carmo von den beiden Söhnen als Vergeltung für eine angebliche außereheliche Affäre regelrecht hingerichtet. Einigen Berichten zufolge könnte auch seine Frau in die Ermordung verwickelt sein.


Flordelis combinou morte do marido em troca de mensagens: 'Até quando vamos ter que suportar esse traste?'
Polícia recuperou textos que a deputada federal enviou a um dos filhos. Flordelis pede ajuda e sugere até simular um assalto para assassinar o pastor Anderson do Carmo.

Montag, 24. August 2020

Befreiungstheologe Boff fordert Amtsenthebung von Bolsonaro

 

Boff: Bolsonaro voller "Hass, Verachtung, Lüge und Vulgarität"
Brasilien gehört zu den Ländern, in denen das Corona-Virus besonders schwer wütet – dazu kommen wirtschaftliche und ökologische Probleme. Der Befreiungstheologe Leonardo Boff sieht einen klaren Schuldigen – er fordert die Amtsenthebung von Präsident Jair Bolsonaro.


Leonardo Boff: "Bolsonaro está lleno de odio, desprecio, mentiras y vulgaridad"

"Es tan inculto y estrecho de miras que ataca lo que es más preciado para una civilización, que es su cultura, su saber, su ciencia, su educación, las habilidades de su pueblo y el cuidado de su salud y de la riqueza ecológica nacional"
"Es humillante ver que las más altas autoridades no tienen el valor patriótico de dirigir, dentro del marco legal, la remoción o el impeachment de un presidente que muestra signos inequívocos de incapacidad política, ética y psicológica para presidir una nación de las proporciones de Brasil"

Leitung der Pumpstation Jati zum Staudamm gebrochen

 

n-tv, 24.08.2020
Tausende fliehen in Brasilien
Unfall an Staudamm setzt riesige Wassermassen frei
Ein frisch eingeweihter Staudamm soll im Nordosten Brasiliens mit Wasser befüllt werden. Doch schon am zweiten Tag passiert eine Panne: Eine Zuleitung bricht und riesige Wassermassen sprudeln heraus. 2000 Anwohner fliehen daraufhin.


Decreto de emergência em Jati deve ser publicado até segunda-feira (24)
Documento deve oficializar situação no município após rompimento da barragem


Governo Federal decreta situação de emergência em Jati e libera R$ 100 mil para ajuda a moradores após vazamento
Decretos foram publicados na edição desta terça-feira (25) do Diário Oficial da União.

Perícia vai apurar rompimento em tubulação, e barragem no CE deve ser estabilizada em 72 horas, diz ministro
Tubulação rompeu e gerou vazamento de água próximo à barragem Jati, no interior do Ceará. Dois mil moradores precisaram ser retirados de casa após o vazamento na tubulação. Não registro de pessoas feridas.

"Não há risco de rompimento da barragem de Jati", reforça governador do Ceará 

Rompimento alerta para antigos problemas na obra da Transposição
Apesar do susto, o transporte da água pelo Cinturão das Águas do Ceará (CAC) não será interrompido. Porém, o bombeamento em Salgueiro pode ser paralisado para evitar danos na estrutura


Tubulação de barragem rompe no Ceará, e bombeiros avaliam se há necessidade de remover famílias
Barragem na cidade de Jati, no interior do Ceará, recebe água da transposição do São Francisco. Ministério descarta possibilidade de rompimento da barragem.


Transposição do Rio São Francisco continua incompleta
No dia 26 do mês passado um trecho do eixo norte da transposição do rio São Francisco foi inaugurado pelo presidente Jair Bolsonaro. A obra já havia sido inaugurada, mesmo inacabada, pelo ex-presidente Michel Temer (MDB), em março de 2017. Os ex-presidentes Lula e Dilma Rousseff (PT) também fizeram uma inauguração simbólica, para ressaltar que o projeto foi alavancado em seus governos. Mas ainda assim a transposição continua incompleta. O orçamento inicial de toda a obra era de R$ 4,5 bilhões e logo aumentou para R$ 12 bilhões.

tvBrasil, 26.6.2020 (YouTube)
Inaugurado novo trecho da transposição do Rio São Francisco no Ceará


Com mais de 90% da transposição concluída, impactos ambientais no Rio São Francisco ainda são incertos
Megaprojeto de R$ 12 bilhões dedica R$ 1 bi para mitigação dos danos na natureza. Isso depende de pesquisa científica e monitoramento de longo prazo.

Samstag, 22. August 2020

Dokumentarfilme über die Träume von Papst Franziskus für Amazonien von Verbo Filmes

Verbo Filmes und das panamazonische kirchliche Network (REPAM) haben eine Dokumentarreihe "Querida Amazônia: Papst Franziskus' Träume für Pan-Amazonien" veröffentlicht. Im ersten Kapitel wurde der soziale Traum des Pontifex für die Region und ihre Völker vorgestellt, wie es in seinem am 2. Februar 2020 veröffentlichten Nachsynodalen Apostolischen Schreiben "Querida Amazônia" heißt: "Ich träume von einem Amazonien, das für die Rechte der Ärmsten, der Ureinwohner, der Geringsten kämpft, damit seine Stimme gehört und seine Würde gefördert wird" (QA, Nr. 7).


Der zweite Teil wird von sieben Frauen und sieben Männer gestaltet, die indigene Völker, Bauern, Flussbewohner, Afro-Nachkommen und pastorale MitarbeiterInnen aus sechs pan-amazonischen Ländern  (Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Peru und Venezuela) vertreten. "Diese vielfältige Mitwirkung am Projekt ist einzigartig. Die Personen, die Zeugnisse geben, haben sich selbst mit der Handykamera aufgenommen. Und das Ergebnis ist sehr positiv", sagt Cyrenian Kuhn, Direktor von Verbo Filmes.


CNBB, 21/08/2020
Repam e Verbo Filmes lançam documentário sobre sonhos do Papa para Amazônia  

“Querida Amazônia: os sonhos do Papa Francisco para a Pan-Amazônia”

 

Menschheit lebt bis Jahresende ökologisch auf Pump


ORF.at, 22.8.2020
Erde erschöpft
Ressourcen ab jetzt nur noch auf Pump
Jedes Jahr machen Forscherinnen und Forscher auf den „Earth Overshoot Day“, den Welterschöpfungstag, aufmerksam. Heuer fällt er auf den Samstag, ab dann sind die natürlichen Ressourcen für dieses Jahr eigentlich schon aufgebraucht. Die Pandemie hat den Tag nach hinten verschoben – dennoch sehen Expertinnen und Experten keinen Anlass zur Freude.

Spiegel-Online, 20.8.2020
Erdüberlastungstag 2020
Ab Samstag lebt die Menschheit ökologisch auf Pump
Wegen der Coronakrise rückt der Erdüberlastungstag erstmals seit Jahren weiter nach hinten: Am 22. August sind alle erneuerbaren Ressourcen verbraucht, die auf der Erde in diesem Jahr zur Verfügung stehen.

Earth Overshoot Day 2020
Tag der ökologischen Überschuldung
Die Menschheit lebt auf Pump: Was uns die Natur bis zum Ende des Jahres liefert, hatten wir 2020 schon am 22. August aufgebraucht. Bedingt durch die Corona-Krise ist das besser als sonst, aber keine nachhaltige Entwicklung. Unsere Ökoschulden wachsen weiter.

Kardinal Schönborn warnt: "Wir beuten unsere Erde aus"
Wiener Erzbischof kritisiert zum "Welterschöpfungstag" Lebensstil, der Ressourcen "schneller verbraucht, als sie auf natürliche Weise nachwachsen"

Mittwoch, 19. August 2020

Erzbistum Manaus beklagt Polizeigewalt gegen Indigene und Flussbewohner


VaticanNews, 18/08/2020
Brasilien: Erzbistum klagt Polizeigewalt an
Die Erzdiözese Manaus wirft der Landespolizei Gewalt gegen die indigene Bevölkerung der Region vor. Das Erzbistum sowie Vertreter von 50 Organisationen fordern eine unabhängige Untersuchung der jüngsten Zusammenstöße von Sicherheitskräften und Bewohnern der Region des Abacaxis-Flusses im Amazonaswald, wie aus einer am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Erklärung hervorgeht.

Bei Aktionen der bewaffneten Landespolizei in der rund 130 Kilometer von Manaus entfernten Region kamen den Angaben zufolge bisher mindestens acht Personen ums Leben, darunter zwei Polizisten. Laut der Landpastoral Amazonas geht die Polizei brutal gegen Indigene und Bewohner der Flussufer vor. Auch zu Folter sei es schon gekommen. Betroffen sind die indigenen Völker der Maragua und der Munduruku in der Region des Abacaxis-Flusses und des Marimari-Flusses um die Städte Nova Olinda do Norte und Borba, wie es hieß. Der Konflikt sei im Juli ausgebrochen. Nach Angaben der Landespolizei gehen die Sicherheitskräfte in der Region unter anderem gegen Drogenhandel vor.


Organizações sociais e eclesiais do Amazonas se manifestam contra a violência policial aos povos indígenas e ribeirinhos
Na região do rio Abacaxis e a Terra Indígena Coata-Larajal, nos municípios de Nova Olinda do Norte e Borba, estão acontecendo práticas gravíssimas e arbitrárias por parte das forças policiais. Tudo começou quando no dia 24 de julho, um grupo de pessoas, dentre eles o secretário executivo do Fundo de Promoção Social do Governo do Amazonas, Saulo Moysés Rezende Costa, tentaram ingressar no rio Abacaxis, sem contar com a licença ambiental para praticar a pesca esportiva, e em época de pandemia onde a quarentena e o isolamento social são as recomendações para se proteger do COVID-19, teve um enfrentamento e Rezende Costa foi ferido no braço.
Como consequência disso, no dia 4 de agosto teve uma ação da Polícia Militar, que segundo as populações locais, foram usadas práticas de tortura, cerceamento de liberdades individuais e coletivas e execuções por arma de fogo de moradores locais. Se confirmam a morte de 01 indígena Munduruku chamado Josimar Moraes de Silva, 03 ribeirinhos, e o desaparecimento de 02 adolescentes e 01 indígena Munduruku, além da morte de 02 policiais militares, 01 suposto traficante, e 06 pessoas feridas.

Dienstag, 18. August 2020

Pater Romildo an Covid-19 verstorben

In den Morgenstunden des 17. August 2020 ist P. Romildo Maurício da Sivla nach einem wochenlangen Kampf gegen das Corona-Virus im Hospital Regional da Transamazônica in Altamira verstorben. 

P. Romildo war 37 Jahre alt, stammte aus Brasil Novo und wurde vor 6 Jahren von Dom Erwin Kräutler zum Priester geweiht. Zuletzt war er für die Seelsorge der Pfarre Unserer Lieben Frau von Guadalupe in Vitória do Xingu verantwortlich. Auch die Jugendarbeit und Gefängnisseelsorge gehörten zu seinen Schwerpunkten.

P. Romildo Maurício wurde vor der Kathedrale von Altamira von den Bischöfen João Muniz und Erwin Kräutler und der Pfarrgemeinde verabschiedet. 

Auf dem Weg zum Friedhof wurde vor der Kirche "Corpo e Sangue de Cristo" Halt gemacht und coronabedingt die Einsegnung zelebriert. 

Die Diözese Xingu-Altamira vertraut diesen Diener des Evangeliums dem Gott der Barmherzigkeit  an, damit er die ewige Freude erlebt und am neuen Leben im auferstandenen Christus teilnimmt. 

Weiters bringt sie ihre Solidarität mit den Verwandten, Gemeindemitgliedern, Mitgliedern des Klerus und dem gesamten Volk Gottes am Xingu zum Ausdruck.

Quelle: Facebook der Diözese Xingu-Altamira

Video der Beisetzung von Pe. Romildo

oder hier >>



Xingu230, 17/08/2020
Padre Romildo Maurício morre vítima da covid-19
Ele estava internado no Hospital Regional Público da Transamazônica, há algumas semanas






Montag, 17. August 2020

Bolsonaro im Umfrage-Hoch

Brasilien: Bolsonaro im Umfrage-Hoch
Mehr als 100.000 Corona-Tote, eine Wirtschaft am Abgrund und der Amazonas brennt weiter. Doch Brasiliens Präsident Bolsonaro ist laut Umfragen beliebt wie nie.

 
Domradio, 16.08.2020
Brasiliens Präsident Bolsonaro sonnt sich in einem Umfrage-Hoch
Wahnsinn mit Methode
Mehr als 100.000 Corona-Tote, eine Wirtschaft am Abgrund, dazu internationale Kritik an der Vernichtung des Amazonaswaldes. Doch Brasiliens Präsident Bolsonaro ist laut Umfragen beliebt wie nie. Warum nur?


Tagesschau.de, 15.08.2020
Bolsonaro im Umfrage-Hoch
International steht Brasiliens Präsident Bolsonaro heftig in der Kritik. Auch wegen seines lockeren Umgangs mit der Corona-Pandemie. Doch gerade die Corona-Krise beschert dem Staatschef so gute Umfragewerte wie noch nie.

Samstag, 8. August 2020

Illegale Abholzung im Amazonasgebiet nimmt drastisch zu


ORF, 7.8.2020
Abholzung im Amazonas-Gebiet dramatisch gestiegen
In den vergangenen zwölf Monaten sind im brasilianischen Amazonas-Gebiet nach ersten Daten mehr als 9.000 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt worden. Das ist eine Steigerung um rund drei Prozent, wie das Nationale Institut für Weltraumforschung (INPE) unter Berufung auf vorläufige Zahlen gestern berichtete. Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum von August 2019 bis Juli 2020. Im selben Zeitraum 2018/19 wurden dem INPE zufolge 6.844 Quadratkilometer Regenwald zerstört.

Das INPE wertet Satellitenbilder aus. Mit einer schnellen Erhebung untersucht es die Veränderungen des Waldes in Echtzeit. Die Abholzung in Brasilien ist ganz klar außer Kontrolle", zitierte das Portal „G1“ Marcio Astrini, Exekutivsekretär der brasilianischen Nichtregierungsorganisation Observatorio do Clima. Er schätzt, dass die Abholzung nach einer weiteren Auswertung in dem Zeitraum von August 2019 bis Juli 2020 sogar 13.000 Quadratkilometer erreichen könnte.

2019 war das erste Amtsjahr des ultrarechten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro. Er geriet wegen der verheerenden Brände im Amazonas-Gebiet in die Kritik. Umweltschützer werfen ihm vor, die Brände in Kauf zu nehmen, um neue Flächen für die Landwirtschaft zu erschließen. Anna Cavazzini, deutsche Grünen-Abgeordnete im Europaparlament und Brasilien-Expertin, schrieb: „Die steigenden Zahlen gehen Hand in Hand mit der Politik von Präsident Jair Bolsonaro.“ Sie fordert einen politischen Rahmen, um die Abholzung zu stoppen, wie ein Lieferkettengesetz und den Stopp des Freihandelsabkommen zwischen dem südamerikanischen Wirtschaftsbündnis Mercosur und der EU.


Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet deutlich gestiegen
Eine Auswertung von Satellitenbildern zeigt, dass die Rodungen in Brasilien in rasantem Tempo fortschreiten. Die Lage sei außer Kontrolle, warnen Umweltschützer.

Illegale Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet nimmt drastisch zu
Der Regenwald am Amazonas schrumpft weiter. In den vergangenen zwölf Monaten wurden in Brasilien rund 9125 Quadratmeter Wald vernichtet – ein Plus von 34 Prozent. Umweltschützer klagen, die Abholzung sei außer Kontrolle.

Konflikt wegen Flutung des Nil-Staudamms in Äthiopien

VaticanNews, 7. 8.2020
Sudan setzt Gespräche zu Staudammprojekt aus
Im Streit der drei Nil-Anrainerstaaten Ägypten, Äthiopien und Sudan um das äthiopische Staudammprojekt „Grand Ethiopian Renaissance Dam“ (GERD) hat Sudan die seit Montag andauernden Gespräche ausgesetzt.

Das Land wolle sich intern beraten, sagte der sudanesische Bewässerungsminister Jassir Abas laut Bericht der Onlinezeitung „Egypt Today“ von diesem Freitag. Hintergrund sind demnach von Äthiopien vorgebrachte neue Bedingungen.

Ägypten hatte zuvor seine Ablehnung der einseitig beschlossenen Füllung des Damms erneut in einem Schreiben an Südafrika als derzeitigem Vorsitz der Afrikanischen Union ausgedrückt. Beide Länder hatten in den vergangenen Tagen ein Angebot Äthiopiens abgelehnt mit der Begründung, es weiche von vorher vereinbarten Punkten ab.

Konflikt um Verteilung des Nilwassers
Die jüngste Verhandlungsrunde war am Montag unter Beteilung von Beobachtern aus den USA, der EU sowie der AU mit dem Ziel aufgenommen worden, ein verbindliches Abkommen zur Befüllung und dem Betrieb des Staudamms zu erzielen. Äthiopien lehnte bisher ein bindendes Abkommen zu rechtlichen und technischen Aspekten des Damms ab.

Mit der Wasserkraftanlage könnte Äthiopien größter Stromexporteur Afrikas werden. Mit 74 Milliarden Kubikmetern aufgestauten Wassers wäre die Talsperre der größte Staudamm des Kontinents. Ägypten befürchtet negative Auswirkungen auf den Lauf des Nils, der die weitaus wichtigste Wasserquelle des Landes ist. Zwischen den Nil-Anrainerstaaten herrscht gibt es seit Jahren Konflikte über die Verteilung des Wassers.


Süddeutsche, 25. Juli 2020
Nil: Äthiopien stellt die Region vor vollendete Tatsachen
Lange leugnete Äthiopien, den Nil mit seinem neuen Damm bereits aufzustauen. Nun verkündet der Ministerpräsident "Historisches" - und löst in Ägypten große Empörung aus.

FAZ, 22.07.2020
Mega-Staudamm in Afrika:
Äthiopien bezeichnet erste Flutung als „historisch“
Mit viel Pathos lobt Äthiopiens Ministerpräsident die Inbetriebnahme des neuen Mega-Staudamms. Ägypten und Sudan fürchten jedoch um ihre Wasserversorgung – und pochen auf eine rechtliche Vereinbarung.

Dom Pedro Casaldáliga 92-jährig verstorben

VaticanNews, 8.8.2020
Brasilien: Bischof Casaldáliga ist tot
Der Befreiungstheologe und Bischof Pedro Casaldáliga ist an diesem Samstag im Alter von 92 Jahren in Brasilien verstorben. Der aus Spanien stammende Altbischof von São Félix in Brasilien litt seit Jahren an Parkinson. Er hatte sich als Kämpfer für die Menschenrechte in Amazonien einen Namen gemacht und trat auch als Dichter und vielgelesener Autor hervor.

Seit seiner Ankunft in Brasilien 1968 lebt der Claretiner-Ordensmann in der abgelegenen Urwaldregion im Teilstaat Mato Grosso, deren erster Bischof er 1971 wurde. Sein Bischofssitz war eine Hütte. Noch im selben Jahr schrieb Casaldáliga den mutigen Hirtenbrief „Eine Kirche im Amazonasgebiet im Kampf gegen Großgrundbesitz und soziale Ausgrenzung". Darin beklagte er Landraub, wachsende Ungerechtigkeit und das Leiden der lokalen, besonders indigenen Bevölkerung.

Die brasilianische Militärdiktatur bedrohte den widerständigen Bischof mehrfach mit dem Tod oder der Ausweisung. Viele seiner Anliegen, darunter auch der Einsatz für die Schöpfung, kamen bei der Amazonien-Synode im Vatikan 2019 zur Sprache. Papst Franziskus zitierte Casaldáliga in seinem nachsynodalen Schreiben „Querida Amazonia".


Befreiungstheologe Casaldaliga verstorben
Pedro Casaldaliga, spanischer Ordensmann und einer profiliertesten Vertreter der Befreiungstheologie, ist tot. Der frühere Bischof von Sao Felix in Brasilien starb am Samstag im Alter von 92 Jahren in der Stadt Batatais im Bundesstaat Sao Paulo.

Der linke Flügel des heiligen Geistes
Adveniat zum Tod von Bischof Pedro Casaldáliga
„Mit großer Trauer haben wir bei Adveniat vom Tod von Bischof Dom Pedro Casaldáliga gehört. Wenn er jetzt nach langer schwerer Krankheit den den Weg zu Gott gegangen ist, so bleibt er doch in seiner Kirche und unseren Herzen lebendig."

Befreiungstheologe und Prophet - Pedro Casaldáliga ist tot
In einfachen Jeans und Hemden, an den Füßen meist ein schlichtes Paar Badelatschen, folgte Bischof Pedro Casaldáliga seinem Lebensmotto: „Nichts besitzen, nichts mit sich tragen, nichts verlangen, nichts verschweigen und, vor allem, nichts töten.“

Bischof Pedro Casaldáliga


O Globo, 8.8.2020
Bispo Dom Pedro Casaldáliga morre aos 92 anos
Bispo emérito de São Félix do Araguaia (MT) nasceu na Espanha em 1928 e se mudou para o Brasil aos 40 anos. Ele ficou conhecido por suas posições políticas e pelo trabalho pastoral ligado a causas como a defesa de direitos dos povos indígenas e o combate à violência dos conflitos agrários.

VaticanNews, 8.8.2020
Fallece Monseñor Casaldáliga, escritor y poeta entregado a los más pobres
El Obispo claretiano español Pedro Casaldáliga falleció hoy a los 92 años de edad en Brasil, en la Unidad de Cuidados Intensivos de la Santa Casa Batatais (Sao Paulo), donde se encontraba internado desde el pasado martes.

REPAM manifesta solidariedade à Prelazia de São Félix pela páscoa de Dom Pedro Casaldáliga

Youtube - Claretiano TV, 9.8.2020
Missa de exéquias de Dom Pedro Casaldáliga, CMF

Youtube, Deus e Eu Oficial, 9.8.2020
MISSA DE EXÉQUIAS: Dom Pedro Casaldáliga | AO VIVO

Mittwoch, 5. August 2020

Illegaler Bergbau entlang der Stromtrasse kann nationale Versorgung gefährden



Das Unternehmen  Belo Monte Transmissora de Energia, das für die Stromleitung des Wasserkraftwerks Belo Monte verantwortlich ist, beklagt das Vordringen illegaler Goldgräber in der Xingu-Region im Südosten von Pará. Auch in unmittelbarer Nähe von Strommasten wird gegraben und geschürft, was in einigen Fällen zum Einsturz der Masten führen könnte. Die Folge davon wären vorübergehende Engpässe bei der Stromversorgung im nationalen Netz.

Das Unternehmen ist um die Sicherheit seiner Mitarbeiter besorgt und rät diesen, bei Arbeiten keine Identifizierungen zu tragen, um Angriffe durch die Grubenarbeiter zu vermeiden.

Bei einer Inspektion im Juni stellte das Unternehmen fest, dass Garimpeiros in fünf Gemeinden im Südosten von Pará in der Nähe von Strommasten illegal Bergbau betreiben.
Die Techniker fanden Bohrlöcher in der Nähe der Stromleitung. In einem Fall lässt das ausgedehnt angelegte Straßensystem auf sehr große Tätigkeiten im Bergbau schließen.

Die illegalen Rodungen können auch zu Erdrutschen führen und dadurch die Stromtrasse beschädigen.

Die Überlandleitung wurde im Jahr 2017 eröffnet und erstreckt sich über mehr als zweitausend Kilometer vom Kraftwerk Belo Monte bis zum Umspannwerk Estreito in Minas Gerais und durchquert 65 Gemeinden in den Bundesstaaten Pará, Tocantins, Goiás und Minas Gerais.

Seit Ende 2018 denunziert das Unternehmen Belo Monte Transmissora de Energia die Gefahren durch den illegalen Bergbau bei der Nationalen Agentur für elektrische Energie ANEEL, beim Ministerium für öffentliche Angelegenheiten und bei Umweltinspektionsbehörden.

Im Mai führte die Bundespolizei eine Operation in der Region durch und beschlagnahmte Gesteinsmühlen und Bagger in einigen Garimpos. Eine Person wurde wegen des Besitzes einer illegalen Waffe verhaftet.

Einen Monat später führte auch das Umweltsekretariat von Pará (Semas) eine Aktion zur Bekämpfung des illegalen Bergbaus durch.

Laut dem Sozio-Umwelt-Institut, einer Organisation zur Bekämpfung von Umweltverbrechen am Xingu, deuten die Abholzungen entlang der Stromtrasse auf eine Anstieg von illegalen Bergbautätigkeiten in Pará hin.


O Globo, 3.8.2020
Garimpo ilegal no PA pode causar queda de linha de transmissão de energia elétrica, diz empresa
Problema também pode provocar desabastecimento temporário no sistema nacional, que é interligado.

Montag, 3. August 2020

Totenrituale in Brasilien verboten

Deutsche Welle, 2.8.2020
Totenwache verboten
Brasilien: Das Trauma der Corona-Hinterbliebenen
Für viele Brasilianer ist der Tod alltäglicher als für Europäer. Ihre Trauer macht das nicht einfacher - schon gar nicht in Zeiten von COVID-19. Denn die meisten Rituale, die helfen mit dem Tod umzugehen, sind untersagt.


Lateinamerika: Zweifelhafte Medikamente gegen Corona
Steigende Infektionszahlen, die Unsicherheit und das negative Vorbild populärer Politiker sorgen dafür, dass in Lateinamerika die Nachfrage nach fragwürdigen Präparaten gegen das Corona-Virus steigt. Dubiose Medikamentencocktails, Desinfektionsmittel, aber auch retrovirale Präparate kursieren - nicht nur in den sozialen Medien.

Sonntag, 2. August 2020

Deutsche Fassung von Carta ao Povo de Deus de 152 bispos


Brief an das Volk Gottes

Deutsche Fassung von © AMK 2020 basierend auf „Carta ao Povo de Deus" von O Globo

Wir sind 152 Bischöfe der katholischen Kirche aus unterschiedlichen Regionen Brasiliens, in Gemeinschaft mit Papst Franziskus und seinem Lehramt und in Gemeinschaft mit der Nationalen Bischofskonferenz Brasiliens (CNNB), die sich im Dienste des Evangeliums für die Verteidigung der Erniedrigten, für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen. Getragen vom Evangelium und der katholischen Soziallehre schreiben wir in diesen schweren Tagen den Brief an das Volk Gottes, um allen Halt und Trost zur Überwindung von Leid und Ungewissheit zu geben.

Evangelisieren ist die ureigene Mission, die Jesus seiner Kirche hinterlassen hat. „Evangelisieren bedeutet, das Reich Gottes in der Welt gegenwärtig machen.“ (EG 176) Für uns ist das Angebot des Evangeliums mehr als die persönliche Beziehung zu Gott.

Unsere Antwort der Liebe dürfte auch nicht als eine bloße Summe kleiner persönlicher Gesten gegenüber irgendeinem Notleidenden verstanden werden; (…) eine Reihe von Taten, die nur darauf ausgerichtet sind, das eigene Gewissen zu beruhigen. Das Angebot ist das Reich Gottes“ (Lk 4,43 und Mt 6,33) (EG 180). Daraus entspringt das Verständnis vom Reich Gottes als Geschenk, als Verpflichtung und Ziel.

Auf diesem Hintergrund nehmen wir zur gegenwärtigen Realität in Brasilien Stellung. Wir verfolgen weder parteipolitische, wirtschaftliche, ideologische noch andere Interessen. Unser einziges Streben gilt dem Reich Gottes im Hier und Heute der Geschichte, wenn wir eine gerechte, geschwisterliche und solidarische Gesellschaft als Zivilisation der Liebe gestalten.

Brasilien erlebt schwere Zeiten, ist einem turbulenten Sturm ausgesetzt, den es zu bezwingen gilt. (vgl. The perfect storm. Wolfgang Petersen. 2000) Den Sturm ausgelöst haben die Krise des Gesundheitswesens und der völlige wirtschaftliche Zusammenbruch.

Die vom Präsidenten der Republik und anderen Sektoren ausgelösten Spannungen haben die Grundfeste der Republik erschüttert und zu einer tiefgreifenden Regierungskrise geführt.

Das Land gerät immer mehr in gefährliche Sackgassen. Die an der Spitze stehenden Verantwortlichen, Institutionen und zivile Organisationen sind mehr denn je zum Dialog aufgefordert, statt engstirnig ideologische Parolen zu propagieren.

Wir sind aufgerufen, uns den derzeitigen Herausforderungen mit sachlichen Vorschlägen und Abmachungen zu stellen, für das Leben, zum Schutz der besonders Verletzlichen inmitten einer ungleichen, ungerechten und gewaltsamen Gesellschaft. Die aktuelle Lage verträgt keine Gleichgültigkeit.

Wer das Leben verteidigt, muss Position beziehen. Die politischen Entscheidungen, die zu dieser Situation geführt haben, sowie die selbstgefällige und ausschweifende Bundesregierung, erlauben keine Trägheit und Nachlässigkeit, wenn es um die Eindämmung der Übel geht, die über das brasilianische Volk hereingebrochen sind.

Missstände, die auch unser gemeinsames Haus bedrohen, infolge der skrupellosen Plünderungen durch Holzfäller, durch den Bergbau, den Großgrundbesitz und den Predigern des Fortschritts, die sich über die Rechte der Menschen und der Mutter Erde hinwegsetzen.

„Wir können nicht vorgeben, gesund zu sein in einer Welt, die krank ist. Die Wunden, die unserer Mutter Erde zugefügt wurden, bluten auch an uns" (Brief von Papst Franziskus an den Präsidenten Kolumbiens aus Anlass des Weltumwelttages. Vatikan, 05. Juni 2020).

Alle, Menschen und Institutionen, werden in dieser schweren, herausfordernden Zeit nach ihren Taten oder Unterlassungen beurteilt. Systematisch wird ohne wissenschaftliche Belege versucht, die Tausenden von COVID-19-Toten als normal und unvermeidlich abzutun. Als Zufall oder Strafe Gottes wird das sozio-ökonomische Chaos mit Arbeitslosigkeit und Hungersnot betrachtet. Politische Maßnahmen ziehen bloß auf den Machterhalt ab.

Dieser Diskurs folgt weder ethischen und moralischen Prinzipien. Der katholischen Tradition und Soziallehre, die dem Auftrag des Herr und seiner Verheißung folgt, „damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh 10,10), verschließt er sich.

Die Analyse des politischen Lebens zeigt die Unfähigkeit der Bundesregierung angesichts der Krise. Tückisch waren die Reformen der Arbeitsgesetzgebung und der Sozialversicherung. Statt das Leben der Ärmsten zu verbessern, haben die prekären Bedingungen zugenommen. Es braucht Maßnahmen und Reformen zum Wohle der Menschen und nicht zum Schaden der Schwachen. Verbotene Agrarchemikalien werden wieder zugelassen, die Kontrolle der Abholzung eingestellt. Das ist weder für das Gemeinwohl noch für den sozialen Frieden förderlich. Eine Wirtschaft, die den Prinzipien des Neoliberalismus folgt, die wenigen Mächtigen ein Monopol einräumt zum Nachteil der Bevölkerungsmehrheit, ist nicht nachhaltig.

Die derzeitige Regierung stellt nicht den Menschen und das Wohl aller in den Mittelpunkt, sondern verteidigt unnachgiebig die Interessen einer Wirtschaft, die tötet (vgl. EG 53). Alles hat sich dem Markt und dem Gewinn zu unterwerfen. Unfähigkeit und Inkompetenz kennzeichnen das Vorgehen der Regierung, zum Teil im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnisse, gegen Bundesstaaten, Gemeinden, gegen Behörden und Amtsträger der Republik.

Besorgnis erregend sind die Annäherung an Totalitarismus sowie die Demokratie zersetzende Entscheidungen. Bedenklich sind Lockerungen hinsichtlich der Brasilianischen Verkehrsordnung (PL 3267/2019) und der bevorstehenden Aufweichung der Normen für den Besitz und die Nutzung von Schusswaffen. Manipulativ verbreitete Nachrichten mobilisieren massenhaft radikale Anhänger.

Wir sind entsetzt über die Geringschätzung von Bildung, Kultur und Gesundheit, wie aufgrund der Auseinandersetzungen hinsichtlich der öffentlichen Bildung und der Personalbesetzung in den Ressorts Bildung, Kultur und Umwelt, der Abqualifizierung pädagogischer Prozesse und bedeutender brasilianischer Denker deutlich wurde. Abneigung wird gehegt gegen kritisches Bewusstsein, gegen Meinungs- und Pressefreiheit. Unbedachte, überhebliche Äußerungen gefährden die diplomatischen Beziehungen zu unterschiedlichen Ländern.

Obwohl Brasilien einen der vorderen Plätze bei der Zählung der Infizierten und Toten der Pandemie einnimmt, ist die Situation im Gesundheitsministerium prekär: es fehlt ein ordentlich bestellter Minister, die notwendige Koordination mit anderen staatlichen Einrichtungen liegt im Argen, sträflich vernachlässigt werden die Bedürfnisse von Mitarbeitern der Gesundheitsberufe: sie erkranken, wenn sie Leben retten. Im Umgang mit Angehörigen von COVID-19-Verstorbenen vermisst man Respekt und Sensibilität.

In Bezug auf die Wirtschaft vernachlässigt der Ressortminister die Kleinunternehmer, obwohl sie die meisten Arbeitsplätze im Land schaffen. Vorrang genießen Wirtschaftskonzerne und unproduktive Finanzgruppen. Als Folge der Rezession könnte die Zahl der Arbeitslosen auf über 20 Millionen Brasilianer ansteigen. Gewaltig sind die Einbrüche der öffentlichen Finanzierung der Bereiche Ernährung, Bildung, Schaffung von Wohnraum und Arbeitsmarkt.

Trotz nationaler und internationaler Appelle kümmert sich die Regierung nicht um die Ärmsten und Verletzlichsten der Gesellschaft: indigene Gemeinschaften, Quilombolas, Siedler entlang der Flüsse, sowie Millionen Menschen, die in städtischen Randzonen, in Slums und auf den Straßen leben. Die SARS-CoV-2 Pandemie trifft sie besonders hart, auch weil keine Maßnahmen gegen die Krise im Gesundheitswesen und in der Wirtschaft in Sicht sind. Am 07.07.2020 hat der Präsident der Republik einen vom Nationalkongress und Senat beschlossenen Notfallplan gegen die Verbreitung von COVID-19 unter indigenen Völkern, Quilombolas und traditionellen Gemeinschaften mit 16 Einsprüchen unterzeichnet. Als Begründung führte er unter anderem fehlende Kostenaufstellung an, für die Versorgung mit Trinkwasser und Hygienematerial, die Bereitstellung von Pflege- und Intensivbetten, von Beatmungs- und Sauerstoffgeräten und andere Maßnahmen (vgl. Präsidentschaft der CNBB. Offener Brief an den Nationalkongress. 13.07.2020)

Sogar die Religion wird missbraucht, um Gläubige zu verunsichern, Spaltung zu fördern, Hass zu verbreiten und Spannungen zwischen Kirchen und ihren Führern zu wecken. Jede Verflechtung zwischen Religion und Macht ist in einem säkularen Staat schädlich, besonders die Verquickung fundamentalistischer religiöser Gruppen mit autoritären Machthabern. Wir sind bestürzt, wie der Name Gottes und die göttliche Botschaft verunglimpft, wie Vorurteile und Hass geschürt werden. Statt Liebe zu predigen werden Entscheidungen gerechtfertigt, die dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit nicht entsprechen.

Es ist die Zeit für Einheit in der Vielfalt. In einem nationalen Dialog mit Humanisten, Förderern der Demokratie, mit Vertretern sozialer Bewegungen, mit Frauen und Männern guten Willens sollen die Achtung der Bundesverfassung und der demokratische Rechtsstaat wieder hergestellt werden. Notwendig sind Ethik in der Politik, Transparenz in Bezug auf Informationen und öffentlicher Haushalt, eine Wirtschaft, die auf das Gemeinwohl abzielt, soziale und ökologische Gerechtigkeit, „Land, Unterkunft und Arbeit“, Schutz der Familien, ganzheitliche und gute Bildung und Gesundheit für alle. Wir unterstützen den Pakt für das Leben und für Brasilien, gezeichnet von der CNBB und fünf Einrichtungen der Zivilgesellschaft. Wir schließen uns Papst Franziskus und seinem Aufruf an die Menschheit für einen „globalen Bildungspakt“ und eine „Wirtschaft von Franziskus“ an. Gemeinsam mit kirchlichen Bewegungen und den Basisbewegungen suchen wir dringend neue Alternativen für Brasilien.

Die Zeit der Pandemie zwingt uns, Abstand zu halten, lehrt uns eine „neue Normalität“ und lässt uns daheim, in unseren Familien die Hauskirche als Ort der Begegnung mit Gott und unseren Schwestern und Brüdern entdecken. Hier muss das Licht des Evangeliums erstrahlen, um zu erkennen: „Diese Zeit erlaubt keine Gleichgültigkeit, (…) keinen Egoismus, (…) keine Spaltung, (…) kein Vergessen“ (Botschaft „Urbi et Orbi“ von Papst Franziskus, Ostern 2020. Rom, 12. April 2020.)

Die Stunde ist da, um vom Schlaf zu erwachen, der uns lähmt, der uns zu bloßen Zuschauern macht, wie Tausende sterben und der uns umgebenden Gewalt. Mit dem Apostel Paulus ermuntern wir:„Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe. Darum lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts.“ (Röm 13,12)

Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. (Num 6,24-26)

Samstag, 1. August 2020

152 Bischöfe Brasiliens kritisieren die "Unfähigkeit" der Regierung Bolsonaro


VaticanNews, 1.8.2020
Corona in Brasilien:
Bischöfe werfen Regierung Untätigkeit vor
In Brasilien zieht die Kritik der Bischöfe an der Regierung weitere Kreise. In einem Brief, den etwa ein Drittel aller Bischöfe unterzeichnete, wird der Bundesregierung „Untätigkeit und Unterlassung“ bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie vorgeworfen. Das Schreiben sollte dem Exekutivausschuss der Bischofskonferenz eigentlich am 5. August vorgelegt werden, ist aber schon am 26. Juli an die Medien durchgesickert.

„Indem sie ihre Augen vor den Appellen nationaler und internationaler Instanzen verschließt, zeigt die Bundesregierung ihre Apathie und ihre Ablehnung der Ärmsten und Schwächsten der Gesellschaft - nämlich der Indigenen, der Quilombolas (Gemeinschaften ehemaliger afro-brasilianischer Sklaven), der Bevölkerung der städtischen Randgebiete und der Menschen, die zu Tausenden in ganz Brasilien auf der Straße leben“, heißt es in einem Teil des Briefes, den der Katholische Nachrichtendienst CNS einsehen konnte.

Das Zusammenspiel einer beispiellosen Gesundheitskrise, des Zusammenbruchs der Wirtschaft und der Spannungen, die zu einem Großteil vom Präsidenten und anderen Akteuren der Gesellschaft verursacht worden seien, hätte zu einer schweren Regierungskrise geführt, so die Bestandsaufnahme. Die Regierung von Präsident Jair Bolsonaro zeige für die Bereiche Bildung, Kultur, Gesundheit und Diplomatie „Verachtung", was schlichtweg entsetzlich sei, sind sich die Unterzeichner einig.

1.500 Priester unterstützen Brandbrief der Bischöfe
Im Zuge dieser Entwicklungen hatten mehr als 1.500 Priester am 30. Juli einen Brief über die Medien veröffentlicht, in dem sie den Brandbrief der Bischöfe unterstützten. Obwohl Regierungsbeamte die Pflicht hätten, zugunsten der gesamten Bevölkerung, insbesondere der Schwächsten, zu handeln, sei dies „nicht das Projekt der gegenwärtigen Regierung“, klagen sie an. Die Priester bekräftigen ihr Engagement für die Verteidigung des Lebens und die Sorge um die Kranken und kritisieren das bisherige Vorgehen der brasilianischen Regierung.

Hintergrund
Die Initiative, die von einer Gruppe von etwa 30 Bischöfen begonnen wurde, hat inzwischen ein Eigenleben angenommen. Nachdem das Dokument Ende Juli an die Medien durchgesickert war, war in einigen brasilianischen Zeitungen von einer „Spaltung der brasilianischen Bischöfe“ die Rede. Dies wird von den Bischöfen jedoch entschieden zurückgewiesen. „Wir mögen zu bestimmten Themen unterschiedlicher Meinung sein, aber die Gemeinschaft überwiegt", ließ Bischof Manoel Ferreira dos Santos CNS gegenüber verlauten.

Unterzeichnet wurde der Brandbrief unter anderem von Kardinal Claudio Hummes, Erzbischof Emeritus von São Paulo und ehemaliger Leiter der Kongregation für den Klerus; Erwin Kräutler, emeritierter Bischof von Xingu; dem Erzbischof von Manaus, Leonardo Steiner, und dem Bischof von Roraima, Mário Antônio da Silva, dem derzeitigen Vizepräsidenten der Brasilianischen Bischofskonferenz.



Plattform Belo Monte, 2.8.2020
Deutsche Fassung des gesamten Briefs der 152 Bischöfe "An das Volk Gottes"


Blickpunkt Lateinamerika, 30.07.2020
Brasilien: Brief der Bischöfe offenbart Spaltung innerhalb der Kirche
In Brasilien positionieren sich Medienberichten zufolge weitere Bischöfe gegen Präsident Bolsonaro und seinen Umgang mit der aktuellen Krise. Einig sind sich die Kirchenvertreter jedoch offenbar nicht. Die Bischofskonferenz gilt als gespalten in einen progressiven und einen konservativen Flügel.


Domradio.de, 29.7.2020

Brasilianische Bischöfe positionieren sich gegen Bolsonaro
Protestschreiben sorgt weiter für Unruhe
​In Brasilien positionieren sich Medienberichten zufolge weitere Bischöfe gegen Präsident Bolsonaro und seinen Umgang mit der aktuellen Krise. Einig sind sich die Kirchenvertreter im Land jedoch offenbar nicht.


Blickpunkt Lateinamerika, 27.07.2020
Brasilien:
152 Bischöfe erheben Vorwürfe gegen die Regierung Bolsonaro
Eine Gruppe aus 152 Bischöfen, Erzbischöfen und emeritierten Bischöfen aus Brasilien wirft Medienberichten zufolge Präsident Jair Messias Bolsonaro und seiner Regierung Unfähigkeit angesichts der aktuellen Krisenlage vor.
Der als "Brief an das Volk Gottes" (Carta ao Povo de Deus) betitelte Text (veröffentlicht im Blog von Journalist Moisés Mendes) bezeichnet die aktuelle Krise als "perfekten Sturm", für den zum großen Teil Bolsonaro verantwortlich sei.
Die Kritik der Kirchenvertreter sollte ursprünglich am vergangenen Mittwoch von der Bischofskonferenz veröffentlicht werden, wurde von dieser jedoch angeblich zur inhaltlichen Analyse zurückgehalten. Am Samstag veröffentlichte eine Journalistin der Zeitung "Folha de S. Paulo" den Inhalt des Briefes.


Religion.orf.at, 27.7.2020
Brasilien: 152 Bischöfe klagen Bolsonaros Politik an
Brasilien erlebe wegen der Pandemie und der schweren Wirtschaftskrise mit ihren sozialen Folgen einen der schwierigsten Momente seiner Geschichte, heißt es in dem unter anderem von Kardinal Claudio Hummes (85) und dem aus Vorarlberg stammenden emeritierten Amazonas-Bischof Erwin Kräutler unterzeichneten Brief.


Brasil de Fato, 27 de Julho de 2020
Em "Carta ao Povo de Deus", 152 bispos criticam "incapacidade" de Jair Bolsonaro
O documento é assinado pela ala progressista da Conferência Nacional dos Bispos do Brasil (CNBB)

Carlos Lima, 27.7.2020
Em “Carta ao Povo de Deus”, 152 bispos criticam “incapacidade” de Jair Bolsonaro

O Globo, 27.7.2020
Bispos da CNBB assinam carta contra governo Bolsonaro: 'Desprezo pela educação, cultura e saúde nos estarrece'
Documento ainda seria analisado por conselho da Conferência Nacional, mas acabou vazado neste domingo (26). Palácio do Planalto disse que não vai comentar caso.

Brasil 247, 27.7.2020
Carta ao Povo de Deus: uma sinuca para a CNBB
Colunista Marcelo Auler repercute a carta de 152 bispos contra Jair Bolsonaro, mas faz um alerta: segundo cálculo de um religioso para o seu blog, "de 10 a 20% dos bispos e uma proporção maior (talvez 35%) dos padres católicos brasileiros não só apoiam Bolsonaro como apoiam o governo atual e defendem mesmo o ódio, a intolerância e a violência"
A divulgação, na tarde de domingo (26/07), pela coluna de Mônica Bergamo, na Folha de S.Paulo, da Carta ao Povo de Deus, endossada por 152 bispos – entre os quais o cardeal-arcebispo emérito de São Paulo, dom Claudio Hummes; o bispo emérito de Blumenau (SC), dom Angélico Sandalo Bernardino; o arcebispo de Feira de Santana (BA), dom Zanoni Demettino Castro; o bispo de São Gabriel da Cachoeira (AM), dom Edson Taschetto Damian; o arcebispo de Belém (PA), dom Alberto Taveira Corrêa; o bispo prelado emérito do Xingu (PA), dom Erwin Krautler; o bispo auxiliar de Belo Horizonte (MG), dom Joaquim Giovani Mol; e o arcebispo de Manaus (AM) e ex-secretário-geral da CNBB dom Leonardi Ulrich – coloca a cúpula da Conferência Nacional dos Bispos do Brasil (CNBB) em uma sinuca de bico.

Diario do Centro do Mundo, 28 de julho de 2020
“Bolsonaro tem as características do Anticristo”, diz Leonardo Boff

Facebook do CLASP Conselho de Leigos da Arquidiocese de São Paulo do 30 de julho de 2020
Apoio aos bispos que subscrevem a “Carta ao Povo de Deus”
Cristãos leigos e leigas, homens e mulheres de boa vontade, manifestam apoio aos bispos que subscrevem a “Carta ao Povo de Deus”, referente à necropolítica do atual governo federal.
(pedimos que os leigos e leigas apoiadores assinem essa manifestação de apoio e compartilhem com seus contatos, redes e grupos)
Assine sua adesão de apoio

BBC-Brasil, 30/07/2020
Carta de mil padres com críticas a Bolsonaro esquenta racha político na Igreja Católica
Mil e cinquenta e oito padres brasileiros assinaram um manifesto, divulgado na tarde de hoje, em apoio a uma carta de 152 bispos da Igreja Católica com duras críticas ao governo do presidente Jair Bolsonaro (sem partido), tornada pública no fim de semana.

O Vale, 1.8.2020
Padres do Vale assinam carta em apoio a bispos que criticaram Bolsonaro
No documento, os religiosos dizem que o governo federal demonstra "omissão, apatia e rechaço pelos mais pobres", além de "incapacidade para enfrentar crises"
O documento é assinado por religiosos próximos do papa Francisco, como dom Claudio Hummes (arcebispo emérito de São Paulo), dom Angélico Sândalo Bernardino (bispo emérito de Blumenau), dom Erwin Krautler (bispo prelado emérito do Xingu) e dom Leonardo Ulrich Steiner arcebispo de Manaus e ex-secretário-geral da CNBB (Confederação Nacional dos Bispos do Brasil).