Samstag, 8. August 2020

Illegale Abholzung im Amazonasgebiet nimmt drastisch zu


ORF, 7.8.2020
Abholzung im Amazonas-Gebiet dramatisch gestiegen
In den vergangenen zwölf Monaten sind im brasilianischen Amazonas-Gebiet nach ersten Daten mehr als 9.000 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt worden. Das ist eine Steigerung um rund drei Prozent, wie das Nationale Institut für Weltraumforschung (INPE) unter Berufung auf vorläufige Zahlen gestern berichtete. Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum von August 2019 bis Juli 2020. Im selben Zeitraum 2018/19 wurden dem INPE zufolge 6.844 Quadratkilometer Regenwald zerstört.

Das INPE wertet Satellitenbilder aus. Mit einer schnellen Erhebung untersucht es die Veränderungen des Waldes in Echtzeit. Die Abholzung in Brasilien ist ganz klar außer Kontrolle", zitierte das Portal „G1“ Marcio Astrini, Exekutivsekretär der brasilianischen Nichtregierungsorganisation Observatorio do Clima. Er schätzt, dass die Abholzung nach einer weiteren Auswertung in dem Zeitraum von August 2019 bis Juli 2020 sogar 13.000 Quadratkilometer erreichen könnte.

2019 war das erste Amtsjahr des ultrarechten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro. Er geriet wegen der verheerenden Brände im Amazonas-Gebiet in die Kritik. Umweltschützer werfen ihm vor, die Brände in Kauf zu nehmen, um neue Flächen für die Landwirtschaft zu erschließen. Anna Cavazzini, deutsche Grünen-Abgeordnete im Europaparlament und Brasilien-Expertin, schrieb: „Die steigenden Zahlen gehen Hand in Hand mit der Politik von Präsident Jair Bolsonaro.“ Sie fordert einen politischen Rahmen, um die Abholzung zu stoppen, wie ein Lieferkettengesetz und den Stopp des Freihandelsabkommen zwischen dem südamerikanischen Wirtschaftsbündnis Mercosur und der EU.


Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet deutlich gestiegen
Eine Auswertung von Satellitenbildern zeigt, dass die Rodungen in Brasilien in rasantem Tempo fortschreiten. Die Lage sei außer Kontrolle, warnen Umweltschützer.

Illegale Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet nimmt drastisch zu
Der Regenwald am Amazonas schrumpft weiter. In den vergangenen zwölf Monaten wurden in Brasilien rund 9125 Quadratmeter Wald vernichtet – ein Plus von 34 Prozent. Umweltschützer klagen, die Abholzung sei außer Kontrolle.

Konflikt wegen Flutung des Nil-Staudamms in Äthiopien

VaticanNews, 7. 8.2020
Sudan setzt Gespräche zu Staudammprojekt aus
Im Streit der drei Nil-Anrainerstaaten Ägypten, Äthiopien und Sudan um das äthiopische Staudammprojekt „Grand Ethiopian Renaissance Dam“ (GERD) hat Sudan die seit Montag andauernden Gespräche ausgesetzt.

Das Land wolle sich intern beraten, sagte der sudanesische Bewässerungsminister Jassir Abas laut Bericht der Onlinezeitung „Egypt Today“ von diesem Freitag. Hintergrund sind demnach von Äthiopien vorgebrachte neue Bedingungen.

Ägypten hatte zuvor seine Ablehnung der einseitig beschlossenen Füllung des Damms erneut in einem Schreiben an Südafrika als derzeitigem Vorsitz der Afrikanischen Union ausgedrückt. Beide Länder hatten in den vergangenen Tagen ein Angebot Äthiopiens abgelehnt mit der Begründung, es weiche von vorher vereinbarten Punkten ab.

Konflikt um Verteilung des Nilwassers
Die jüngste Verhandlungsrunde war am Montag unter Beteilung von Beobachtern aus den USA, der EU sowie der AU mit dem Ziel aufgenommen worden, ein verbindliches Abkommen zur Befüllung und dem Betrieb des Staudamms zu erzielen. Äthiopien lehnte bisher ein bindendes Abkommen zu rechtlichen und technischen Aspekten des Damms ab.

Mit der Wasserkraftanlage könnte Äthiopien größter Stromexporteur Afrikas werden. Mit 74 Milliarden Kubikmetern aufgestauten Wassers wäre die Talsperre der größte Staudamm des Kontinents. Ägypten befürchtet negative Auswirkungen auf den Lauf des Nils, der die weitaus wichtigste Wasserquelle des Landes ist. Zwischen den Nil-Anrainerstaaten herrscht gibt es seit Jahren Konflikte über die Verteilung des Wassers.


Süddeutsche, 25. Juli 2020
Nil: Äthiopien stellt die Region vor vollendete Tatsachen
Lange leugnete Äthiopien, den Nil mit seinem neuen Damm bereits aufzustauen. Nun verkündet der Ministerpräsident "Historisches" - und löst in Ägypten große Empörung aus.

FAZ, 22.07.2020
Mega-Staudamm in Afrika:
Äthiopien bezeichnet erste Flutung als „historisch“
Mit viel Pathos lobt Äthiopiens Ministerpräsident die Inbetriebnahme des neuen Mega-Staudamms. Ägypten und Sudan fürchten jedoch um ihre Wasserversorgung – und pochen auf eine rechtliche Vereinbarung.

Dom Pedro Casaldáliga 92-jährig verstorben

VaticanNews, 8.8.2020
Brasilien: Bischof Casaldáliga ist tot
Der Befreiungstheologe und Bischof Pedro Casaldáliga ist an diesem Samstag im Alter von 92 Jahren in Brasilien verstorben. Der aus Spanien stammende Altbischof von São Félix in Brasilien litt seit Jahren an Parkinson. Er hatte sich als Kämpfer für die Menschenrechte in Amazonien einen Namen gemacht und trat auch als Dichter und vielgelesener Autor hervor.

Seit seiner Ankunft in Brasilien 1968 lebt der Claretiner-Ordensmann in der abgelegenen Urwaldregion im Teilstaat Mato Grosso, deren erster Bischof er 1971 wurde. Sein Bischofssitz war eine Hütte. Noch im selben Jahr schrieb Casaldáliga den mutigen Hirtenbrief „Eine Kirche im Amazonasgebiet im Kampf gegen Großgrundbesitz und soziale Ausgrenzung". Darin beklagte er Landraub, wachsende Ungerechtigkeit und das Leiden der lokalen, besonders indigenen Bevölkerung.

Die brasilianische Militärdiktatur bedrohte den widerständigen Bischof mehrfach mit dem Tod oder der Ausweisung. Viele seiner Anliegen, darunter auch der Einsatz für die Schöpfung, kamen bei der Amazonien-Synode im Vatikan 2019 zur Sprache. Papst Franziskus zitierte Casaldáliga in seinem nachsynodalen Schreiben „Querida Amazonia".


Befreiungstheologe Casaldaliga verstorben
Pedro Casaldaliga, spanischer Ordensmann und einer profiliertesten Vertreter der Befreiungstheologie, ist tot. Der frühere Bischof von Sao Felix in Brasilien starb am Samstag im Alter von 92 Jahren in der Stadt Batatais im Bundesstaat Sao Paulo.

Der linke Flügel des heiligen Geistes
Adveniat zum Tod von Bischof Pedro Casaldáliga
„Mit großer Trauer haben wir bei Adveniat vom Tod von Bischof Dom Pedro Casaldáliga gehört. Wenn er jetzt nach langer schwerer Krankheit den den Weg zu Gott gegangen ist, so bleibt er doch in seiner Kirche und unseren Herzen lebendig."

Bischof Pedro Casaldáliga


O Globo, 8.8.2020
Bispo Dom Pedro Casaldáliga morre aos 92 anos
Bispo emérito de São Félix do Araguaia (MT) nasceu na Espanha em 1928 e se mudou para o Brasil aos 40 anos. Ele ficou conhecido por suas posições políticas e pelo trabalho pastoral ligado a causas como a defesa de direitos dos povos indígenas e o combate à violência dos conflitos agrários.

VaticanNews, 8.8.2020
Fallece Monseñor Casaldáliga, escritor y poeta entregado a los más pobres
El Obispo claretiano español Pedro Casaldáliga falleció hoy a los 92 años de edad en Brasil, en la Unidad de Cuidados Intensivos de la Santa Casa Batatais (Sao Paulo), donde se encontraba internado desde el pasado martes.

REPAM manifesta solidariedade à Prelazia de São Félix pela páscoa de Dom Pedro Casaldáliga

Youtube - Claretiano TV, 9.8.2020
Missa de exéquias de Dom Pedro Casaldáliga, CMF

Youtube, Deus e Eu Oficial, 9.8.2020
MISSA DE EXÉQUIAS: Dom Pedro Casaldáliga | AO VIVO

Mittwoch, 5. August 2020

Illegaler Bergbau entlang der Stromtrasse kann nationale Versorgung gefährden



Das Unternehmen  Belo Monte Transmissora de Energia, das für die Stromleitung des Wasserkraftwerks Belo Monte verantwortlich ist, beklagt das Vordringen illegaler Goldgräber in der Xingu-Region im Südosten von Pará. Auch in unmittelbarer Nähe von Strommasten wird gegraben und geschürft, was in einigen Fällen zum Einsturz der Masten führen könnte. Die Folge davon wären vorübergehende Engpässe bei der Stromversorgung im nationalen Netz.

Das Unternehmen ist um die Sicherheit seiner Mitarbeiter besorgt und rät diesen, bei Arbeiten keine Identifizierungen zu tragen, um Angriffe durch die Grubenarbeiter zu vermeiden.

Bei einer Inspektion im Juni stellte das Unternehmen fest, dass Garimpeiros in fünf Gemeinden im Südosten von Pará in der Nähe von Strommasten illegal Bergbau betreiben.
Die Techniker fanden Bohrlöcher in der Nähe der Stromleitung. In einem Fall lässt das ausgedehnt angelegte Straßensystem auf sehr große Tätigkeiten im Bergbau schließen.

Die illegalen Rodungen können auch zu Erdrutschen führen und dadurch die Stromtrasse beschädigen.

Die Überlandleitung wurde im Jahr 2017 eröffnet und erstreckt sich über mehr als zweitausend Kilometer vom Kraftwerk Belo Monte bis zum Umspannwerk Estreito in Minas Gerais und durchquert 65 Gemeinden in den Bundesstaaten Pará, Tocantins, Goiás und Minas Gerais.

Seit Ende 2018 denunziert das Unternehmen Belo Monte Transmissora de Energia die Gefahren durch den illegalen Bergbau bei der Nationalen Agentur für elektrische Energie ANEEL, beim Ministerium für öffentliche Angelegenheiten und bei Umweltinspektionsbehörden.

Im Mai führte die Bundespolizei eine Operation in der Region durch und beschlagnahmte Gesteinsmühlen und Bagger in einigen Garimpos. Eine Person wurde wegen des Besitzes einer illegalen Waffe verhaftet.

Einen Monat später führte auch das Umweltsekretariat von Pará (Semas) eine Aktion zur Bekämpfung des illegalen Bergbaus durch.

Laut dem Sozio-Umwelt-Institut, einer Organisation zur Bekämpfung von Umweltverbrechen am Xingu, deuten die Abholzungen entlang der Stromtrasse auf eine Anstieg von illegalen Bergbautätigkeiten in Pará hin.


O Globo, 3.8.2020
Garimpo ilegal no PA pode causar queda de linha de transmissão de energia elétrica, diz empresa
Problema também pode provocar desabastecimento temporário no sistema nacional, que é interligado.

Montag, 3. August 2020

Totenrituale in Brasilien verboten

Deutsche Welle, 2.8.2020
Totenwache verboten
Brasilien: Das Trauma der Corona-Hinterbliebenen
Für viele Brasilianer ist der Tod alltäglicher als für Europäer. Ihre Trauer macht das nicht einfacher - schon gar nicht in Zeiten von COVID-19. Denn die meisten Rituale, die helfen mit dem Tod umzugehen, sind untersagt.


Lateinamerika: Zweifelhafte Medikamente gegen Corona
Steigende Infektionszahlen, die Unsicherheit und das negative Vorbild populärer Politiker sorgen dafür, dass in Lateinamerika die Nachfrage nach fragwürdigen Präparaten gegen das Corona-Virus steigt. Dubiose Medikamentencocktails, Desinfektionsmittel, aber auch retrovirale Präparate kursieren - nicht nur in den sozialen Medien.

Samstag, 1. August 2020

152 Bischöfe Brasiliens kritisieren die "Unfähigkeit" der Regierung Bolsonaro


VaticanNews, 1.8.2020
Corona in Brasilien:
Bischöfe werfen Regierung Untätigkeit vor
In Brasilien zieht die Kritik der Bischöfe an der Regierung weitere Kreise. In einem Brief, den etwa ein Drittel aller Bischöfe unterzeichnete, wird der Bundesregierung „Untätigkeit und Unterlassung“ bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie vorgeworfen. Das Schreiben sollte dem Exekutivausschuss der Bischofskonferenz eigentlich am 5. August vorgelegt werden, ist aber schon am 26. Juli an die Medien durchgesickert.

„Indem sie ihre Augen vor den Appellen nationaler und internationaler Instanzen verschließt, zeigt die Bundesregierung ihre Apathie und ihre Ablehnung der Ärmsten und Schwächsten der Gesellschaft - nämlich der Indigenen, der Quilombolas (Gemeinschaften ehemaliger afro-brasilianischer Sklaven), der Bevölkerung der städtischen Randgebiete und der Menschen, die zu Tausenden in ganz Brasilien auf der Straße leben“, heißt es in einem Teil des Briefes, den der Katholische Nachrichtendienst CNS einsehen konnte.

Das Zusammenspiel einer beispiellosen Gesundheitskrise, des Zusammenbruchs der Wirtschaft und der Spannungen, die zu einem Großteil vom Präsidenten und anderen Akteuren der Gesellschaft verursacht worden seien, hätte zu einer schweren Regierungskrise geführt, so die Bestandsaufnahme. Die Regierung von Präsident Jair Bolsonaro zeige für die Bereiche Bildung, Kultur, Gesundheit und Diplomatie „Verachtung", was schlichtweg entsetzlich sei, sind sich die Unterzeichner einig.

1.500 Priester unterstützen Brandbrief der Bischöfe
Im Zuge dieser Entwicklungen hatten mehr als 1.500 Priester am 30. Juli einen Brief über die Medien veröffentlicht, in dem sie den Brandbrief der Bischöfe unterstützten. Obwohl Regierungsbeamte die Pflicht hätten, zugunsten der gesamten Bevölkerung, insbesondere der Schwächsten, zu handeln, sei dies „nicht das Projekt der gegenwärtigen Regierung“, klagen sie an. Die Priester bekräftigen ihr Engagement für die Verteidigung des Lebens und die Sorge um die Kranken und kritisieren das bisherige Vorgehen der brasilianischen Regierung.

Hintergrund
Die Initiative, die von einer Gruppe von etwa 30 Bischöfen begonnen wurde, hat inzwischen ein Eigenleben angenommen. Nachdem das Dokument Ende Juli an die Medien durchgesickert war, war in einigen brasilianischen Zeitungen von einer „Spaltung der brasilianischen Bischöfe“ die Rede. Dies wird von den Bischöfen jedoch entschieden zurückgewiesen. „Wir mögen zu bestimmten Themen unterschiedlicher Meinung sein, aber die Gemeinschaft überwiegt", ließ Bischof Manoel Ferreira dos Santos CNS gegenüber verlauten.

Unterzeichnet wurde der Brandbrief unter anderem von Kardinal Claudio Hummes, Erzbischof Emeritus von São Paulo und ehemaliger Leiter der Kongregation für den Klerus; Erwin Kräutler, emeritierter Bischof von Xingu; dem Erzbischof von Manaus, Leonardo Steiner, und dem Bischof von Roraima, Mário Antônio da Silva, dem derzeitigen Vizepräsidenten der Brasilianischen Bischofskonferenz.


Blickpunkt Lateinamerika, 30.07.2020
Brasilien: Brief der Bischöfe offenbart Spaltung innerhalb der Kirche
In Brasilien positionieren sich Medienberichten zufolge weitere Bischöfe gegen Präsident Bolsonaro und seinen Umgang mit der aktuellen Krise. Einig sind sich die Kirchenvertreter jedoch offenbar nicht. Die Bischofskonferenz gilt als gespalten in einen progressiven und einen konservativen Flügel.


Domradio.de, 29.7.2020

Brasilianische Bischöfe positionieren sich gegen Bolsonaro
Protestschreiben sorgt weiter für Unruhe
​In Brasilien positionieren sich Medienberichten zufolge weitere Bischöfe gegen Präsident Bolsonaro und seinen Umgang mit der aktuellen Krise. Einig sind sich die Kirchenvertreter im Land jedoch offenbar nicht.


Blickpunkt Lateinamerika, 27.07.2020
Brasilien:
152 Bischöfe erheben Vorwürfe gegen die Regierung Bolsonaro
Eine Gruppe aus 152 Bischöfen, Erzbischöfen und emeritierten Bischöfen aus Brasilien wirft Medienberichten zufolge Präsident Jair Messias Bolsonaro und seiner Regierung Unfähigkeit angesichts der aktuellen Krisenlage vor.
Der als "Brief an das Volk Gottes" (Carta ao Povo de Deus) betitelte Text (veröffentlicht im Blog von Journalist Moisés Mendes) bezeichnet die aktuelle Krise als "perfekten Sturm", für den zum großen Teil Bolsonaro verantwortlich sei.
Die Kritik der Kirchenvertreter sollte ursprünglich am vergangenen Mittwoch von der Bischofskonferenz veröffentlicht werden, wurde von dieser jedoch angeblich zur inhaltlichen Analyse zurückgehalten. Am Samstag veröffentlichte eine Journalistin der Zeitung "Folha de S. Paulo" den Inhalt des Briefes.


Religion.orf.at, 27.7.2020
Brasilien: 152 Bischöfe klagen Bolsonaros Politik an
Brasilien erlebe wegen der Pandemie und der schweren Wirtschaftskrise mit ihren sozialen Folgen einen der schwierigsten Momente seiner Geschichte, heißt es in dem unter anderem von Kardinal Claudio Hummes (85) und dem aus Vorarlberg stammenden emeritierten Amazonas-Bischof Erwin Kräutler unterzeichneten Brief.


Brasil de Fato, 27 de Julho de 2020
Em "Carta ao Povo de Deus", 152 bispos criticam "incapacidade" de Jair Bolsonaro
O documento é assinado pela ala progressista da Conferência Nacional dos Bispos do Brasil (CNBB)

Carlos Lima, 27.7.2020
Em “Carta ao Povo de Deus”, 152 bispos criticam “incapacidade” de Jair Bolsonaro

O Globo, 27.7.2020
Bispos da CNBB assinam carta contra governo Bolsonaro: 'Desprezo pela educação, cultura e saúde nos estarrece'
Documento ainda seria analisado por conselho da Conferência Nacional, mas acabou vazado neste domingo (26). Palácio do Planalto disse que não vai comentar caso.

Brasil 247, 27.7.2020
Carta ao Povo de Deus: uma sinuca para a CNBB
Colunista Marcelo Auler repercute a carta de 152 bispos contra Jair Bolsonaro, mas faz um alerta: segundo cálculo de um religioso para o seu blog, "de 10 a 20% dos bispos e uma proporção maior (talvez 35%) dos padres católicos brasileiros não só apoiam Bolsonaro como apoiam o governo atual e defendem mesmo o ódio, a intolerância e a violência"
A divulgação, na tarde de domingo (26/07), pela coluna de Mônica Bergamo, na Folha de S.Paulo, da Carta ao Povo de Deus, endossada por 152 bispos – entre os quais o cardeal-arcebispo emérito de São Paulo, dom Claudio Hummes; o bispo emérito de Blumenau (SC), dom Angélico Sandalo Bernardino; o arcebispo de Feira de Santana (BA), dom Zanoni Demettino Castro; o bispo de São Gabriel da Cachoeira (AM), dom Edson Taschetto Damian; o arcebispo de Belém (PA), dom Alberto Taveira Corrêa; o bispo prelado emérito do Xingu (PA), dom Erwin Krautler; o bispo auxiliar de Belo Horizonte (MG), dom Joaquim Giovani Mol; e o arcebispo de Manaus (AM) e ex-secretário-geral da CNBB dom Leonardi Ulrich – coloca a cúpula da Conferência Nacional dos Bispos do Brasil (CNBB) em uma sinuca de bico.

Diario do Centro do Mundo, 28 de julho de 2020
“Bolsonaro tem as características do Anticristo”, diz Leonardo Boff

Facebook do CLASP Conselho de Leigos da Arquidiocese de São Paulo do 30 de julho de 2020
Apoio aos bispos que subscrevem a “Carta ao Povo de Deus”
Cristãos leigos e leigas, homens e mulheres de boa vontade, manifestam apoio aos bispos que subscrevem a “Carta ao Povo de Deus”, referente à necropolítica do atual governo federal.
(pedimos que os leigos e leigas apoiadores assinem essa manifestação de apoio e compartilhem com seus contatos, redes e grupos)
Assine sua adesão de apoio

BBC-Brasil, 30/07/2020
Carta de mil padres com críticas a Bolsonaro esquenta racha político na Igreja Católica
Mil e cinquenta e oito padres brasileiros assinaram um manifesto, divulgado na tarde de hoje, em apoio a uma carta de 152 bispos da Igreja Católica com duras críticas ao governo do presidente Jair Bolsonaro (sem partido), tornada pública no fim de semana.

O Vale, 1.8.2020
Padres do Vale assinam carta em apoio a bispos que criticaram Bolsonaro
No documento, os religiosos dizem que o governo federal demonstra "omissão, apatia e rechaço pelos mais pobres", além de "incapacidade para enfrentar crises"
O documento é assinado por religiosos próximos do papa Francisco, como dom Claudio Hummes (arcebispo emérito de São Paulo), dom Angélico Sândalo Bernardino (bispo emérito de Blumenau), dom Erwin Krautler (bispo prelado emérito do Xingu) e dom Leonardo Ulrich Steiner arcebispo de Manaus e ex-secretário-geral da CNBB (Confederação Nacional dos Bispos do Brasil).