Donnerstag, 28. Januar 2016

Bischof Kräutler bei Eröffnung der Misereor-Fastenaktion und der Deutschen Bischofskonferenz


Mainpost, 27. Januar 2016
Vorbereitung auf Misereor-Fastenaktion

Am Sonntag, 14. Februar, werden sich bundesweit Blicke auf Würzburg richten: Dann wird mit einem feierlichen Gottesdienst im Kiliansdom die diesjährige Fastenaktion „Misereor“ zentral für ganz Deutschland eröffnet. Das Rahmenprogramm beginnt bereits drei Tage vorher, profilierte Gäste aus Brasilien werden dazu erwartet, unter anderem der bekannte Amazonasbischof Erwin Kräutler. Sie sollen ein authentisches Zeugnis von ihrem Kampf für Gerechtigkeit und Menschenwürde in Brasilien geben.

Brasilien ist in diesem Jahr Beispielland für die Fastenaktion unter dem Motto „Das Recht ströme wie Wasser“. Sie thematisiert die sozialen Konflikte in der Millionenmetropole Sao Paulo und die Bedrohung der natürlichen Lebensgrundlagen im Amazonasgebiet, vor allem durch den Bau gewaltiger Staudämme.

Die Fastenaktion wird in diesem Jahr gemeinsam mit der ökumenischen „Kampagne der Geschwisterlichkeit“ in Brasilien durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Recht, Gerechtigkeit und Menschenwürde in einem der größten Länder der Erde. Am Beispiel zweier Misereor-Partner wird konkret aufgezeigt, mit welchen Problemen die Menschen kämpfen und was getan werden kann: Es geht um das Recht auf menschenwürdiges Wohnen in der Megametropole Sao Paulo und um die Rechte der indigenen Völker im Amazonas-Gebiet, die sich gegen gigantische Großprojekte zur Wehr setzen.

Der Workshop informiert über die Inhalte der Fastenaktion, über Aktionsvorschläge für Schule und Gemeinde und stellt die Aktions-Materialien vor.

Kloster Schöntal
Pressemeldung der Deutschen Bischofskonferenz, 27.01.2016
Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz
Vom 15. bis 18. Februar 2016 findet in Kloster Schöntal (Bistum Rottenburg-Stuttgart) die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz statt. An ihr nehmen 66 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz unter Leitung des Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, teil.
An der Eröffnungssitzung der Vollversammlung am 15. Februar 2016 werden der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, sowie als Gäste Bischof Wilmar Santin O.Carm. (Itaituba/Brasilien), Bischof em. Erwin Kräutler CPPS (Xingu/Brasilien), Bischof Bernardo Johannes Bahlmann OFM (Óbidos/Brasilien) sowie Pfarrerin Romi Bencke (Generalsekretärin des Nationalen Rats Christlicher Kirchen in Brasilien) teilnehmen.


Domschule Würzburg informiert:
Akademieabend
Recht und Rechtlosigkeit in Amazonien
in Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk Misereor Aachen und der Diözesanstelle Mission-Entwicklung-Frieden der Diözese Würzburg
Freitag, 12. Februar 2016, 17.00 Uhr - 20.00 Uhr - Burkardushaus Würzburg

Die bundesweite Misereor-Fastenaktion mit dem Partnerland Brasilien wird am 14.2.2016 in Würzburg eröffnet. Sie steht unter dem Motto „Das Recht ströme wie Wasser“ (Am 5,24). Angesichts der massiven Schwierigkeiten in Brasilien, die Rechte der gesellschaftlich Schwachen einzufordern und durchzusetzen, steht die biblische Hoffnung auf Recht und Gerechtigkeit. Misereor macht in diesem Jahr auf zwei Brennpunkte in Brasilien besonders aufmerksam: Zum einen auf die menschenunwürdigen Wohnverhältnisse in der Megacity São Paulo, zum anderen auf den Schutz der natürlich Lebensgrundlagen für die indigene Bevölkerung im Bundestaat Pará in Amazonien, die durch gigantische Staudammprojekte in ihrer Existenz bedroht ist. Bischof Erwin Kräutler, einer der prominentesten Vertreter der brasilianischen Kirche, der sich für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und damit für die Recht der traditionellen Bevölkerung einsetzt, wird von seinem Einsatz für die Menschenrechte in Brasilien sprechen. Vertreter der von Misereor unterstützen Projekte in São Paulo und am Rio Tapajós kommen zu Wort, ebenso Vertreter aus dem Würzburger Partnerbistum Óbidos. Ein Potpourri brasilianischer Musik wird den Abend abschließen.

Dienstag, 26. Januar 2016

Misereor-Petition "NEIN zum Staudamm Tapajós"


Am Tapajós, einem südlichen Nebenfluss des Amazonas soll ein riesiger Staudamm gebaut werden: São Luiz do Tapajós. Mindestens 80.000 Menschen werden betroffen sein. Dazu zählen nicht nur die wahrscheinlich 4.000 Menschen, deren Land und Häuser im Wasser untergehen werden, sondern auch die Fischerfamilien hinter dem Staudamm, die Dörfer der Munduruku, die traditionellen Gemeinden am Fluss und die Bewohner/-innen der Städte in der Region, die durch den Zuzug tausender Beschäftigter am Staudammbau sich massiv verändern werden. Sie möchten den Staudamm verhindern und fordern ihr Recht auf Mitbestimmung ein!

Um dieses Anliegen zu unterstützen, will MISEREOR in Deutschland 10.000 Unterschriften sammeln.
Fordern Sie gemeinsam mit MISEREOR und deren brasilianischen Partnerorganisationen die brasilianische Regierung auf, den Staudammbau zu stoppen und die indigene Bevölkerung gemäß der ILO-Konvention 169 zu beteiligen.


Misereor-Petition "NEIN zum Staudamm Tapajós"

Misereor-Hintergrundinfos

Neues Buch von Bischof Kräutler: Gerechtigkeit für Brasiliens indigene Völker

Pünktlich zum 35. Jahrestag der Bischofsweihe von Erwin Kräutler erschien am 25. Jänner sein neues Buch im Rahmen der Wiener Vorlesungen.

Erwin Kräutler
Gerechtigkeit für Brasiliens indigene Völker

Wiener Vorlesungen Band 180
48 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-7117-3000-8
9,90 Euro inkl. MWSt. Neu

Auch als E-Book erhältlich

Erschienen im Picus-Verlag

Weltweit werden Menschen aus ihrer Heimat, ihrem Lebensraum vertrieben. Erwin Kräutler prangert die Zustände in Brasilien nicht nur um den Bau des Staudamms Belo Monte an: von der Regierung verordneter und durchgeführter Landraub, Zwangszivilisierung isolierter Volksgruppen, Umgehung aller Gesetze und Auflagen und somit der Rechte der Indios. Doch auch wenn die Umstände noch so aussichtslos scheinen, gegen Entrechtung, Vertreibung und Übervorteilung der Schwachen anzukämpfen, ist die einzige Chance, etwas zu bewegen.

Brasilien: Armee kämpft gegen Zika-Mücke

ORF.at, 26.1.2016
Brasilien: Armee kämpft gegen Zika-Mücke
220.000 Soldaten im Einsatz
Im Kampf gegen die Ausbreitung des von Stechmücken übertragenen Zika-Virus will die brasilianische Regierung bis zu 220.000 Soldaten einsetzen. Wie Gesundheitsminister Marcelo Castro am Montagabend nach Angaben der Nachrichtenagentur Agencia Brasil mitteilte, sollen die Soldaten am 13. Februar in besonders betroffenen Gebieten von Haus zu Haus gehen und bei der Bekämpfung der Moskitoart Aedes aegypti helfen.


n-tv, 28.01.16 Video
68 tote Babys in Brasilien
Zika-Virus-Infektion gefährdet Ungeborene im Mutterleib
Das von Mücken übertragene Zika-Virus breitet sich immer weiter aus. 20 Länder in Mittel- und Südamerika melden einen Anstieg der Infektion. In Brasilien sollen schon 68 Babys gestorben sein - es wird ein Zusammenhang von Schädelfehlbildungen und einer Zika-Infektion von Schwangeren vermutet. Bisher gibt es weder eine Impfung noch wirksame Medikament gegen die Krankheit.


Frankfurter Allgemeine, 22.1.2016
Maßnahmen gegen Viren
Zika-Epidemie stellt Forscher vor Rätsel
Das Virus, das Babys im Mutterleib missbilden soll, verbreitet Angst und Schrecken in warmen Gegenden. Amerika ist alarmiert. Schwangere sollen durch Mückenbekämpfung geschützt werden, ein Impfstoff muss her.


Frankfurter Allgemeine, 1.1.2016
Gefährliche Infektionen
Virus-Angst vor den Olympischen Spielen
Fehlgebildete Babys und quälende Fragen: Brasilien, Gastgeber der kommenden Sommerspiele, fürchtet die Folgen einer Infektionswelle mit dem Zika-Virus. Ihr Auslöser könnte die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 gewesen sein.


O Globo, 26.1.2016
Exército contra a zika
Em ação de prevenção, Forças Armadas vão pôr 220 mil homens para visitar casas

Washington Post, 21.9.2015
Bumpy rash, achy joints, inflamed eyes? There’s a new disease in town.

Montag, 25. Januar 2016

Erwin Kräutler: 35 Jahre Bischof am Xingu

35 Jahre Bischof Erwin Kräutler
Am 25. Jänner 1981 wurde Erwin Kräutler zum Bischof der Prälatur am Xingu geweiht. In Altamira wurde dieses Jubiläum entsprechend gefeiert.
Hier ein Video auf Facebook vom gemeinsamen Mittagessen:



Mais d 50 anos d Sacerdócio, e 35 de ordenação Episcopal. Parabéns Dom Erwin Krautler pó dedicar a sua vida na Missão na Prelazia do Xingu.
Posted by Adão Felix on Montag, 25. Januar 2016


In der Pfarrkirche Santuário Nazaré in Altamira wurde Bischof Erwin Kräutler bereits während des sonntäglichen Gottesdienstes am 24.1. beglückwünscht:
Facebook-Video am 24.1.2016
Facebook-Fotos


Da Bischof Kräutler bereits das 75. Lebensjahr erreicht hat, musste er laut Kirchenrecht Papst Franziskus seinen Rücktritt anbieten, der am 23.12.2015 angenommen wurde. Zum Nachfolger als Bischof am Xingu wurde Frei João Muniz ernannt. Dom Erwin wird ihn am 5. März in São Luiz weihen, die Amtseinführung in Altamira findet am 3. April statt.

Montag, 18. Januar 2016

62 Reichste besitzen so viel wie die halbe Welt

ORF.at, 18.1.2016
Kluft dramatisch größer
Großunternehmer, Investoren und Milliardenerben: Die 62 reichsten Menschen - unter ihnen 53 Männer - haben nach Berechnungen der internationalen Hilfsorganisation Oxfam so viel Besitz angehäuft, dass sie über genauso viel Vermögen verfügen wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung - 3,6 Milliarden Menschen. Grund für die Entwicklung sei ein Finanzsystem, das „für die Superreichen gemacht“ ist. Die soziale Ungleichheit nimmt zudem immer schneller zu, warnte die Organisation kurz vor dem Weltwirtschaftsforum.