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Montag, 29. Mai 2017

Glyphosatzulassung: Behörden übersahen acht Tumorbefunde

science.ORF.at, 29.5.2017
Forscher fand acht „übersehene“ Krebsbefunde
Ist Glyphosat krebserregend? Ein Teil der Antwort liegt in Studien der Hersteller des Unkrautvernichtungsmittels, die nun ein Krebsforscher genauer untersucht hat: Er hat acht Tumorbefunde in Tierstudien gefunden, die von den Behörden bisher nicht berücksichtigt worden sind.

Damit wäre man bei 21 signifikanten Befunden - anstelle von anfangs vier. Der Krebsforscher Christopher Portier hat sich deshalb in einem offenen Brief an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gewandt.

Zulassungsverlängerung geplant

Erst vor rund zwei Wochen wurde publik, dass die EU-Kommission eine Zulassungsverlängerung von Glyphosat für zehn Jahre plant. Die nun von Portier, dem Ex-Direktor des US National Toxicology Program, angeführten acht „übersehenen“ Befunde sind deshalb interessant, da sie im Zulassungsantrag der Glyphosate Task Force (Zusammenschluss von 25 Glyphosat-Herstellern, Anmerkung) nicht offen gelegt worden sind, aber in den ebenfalls eingereichten Originalstudien dokumentiert wurden.
Der Wissenschaftler konnte deswegen Einsicht in die Studien nehmen, da diese aufgrund eines Antrags der Grünen im Europaparlament teilweise offengelegt wurden.

Widersprüchliche Behörden

Portier weist in dem Brief darauf hin, dass die EU-Behörden bereits 2015 durch einen Bericht der WHO-Krebsagentur darauf aufmerksam gemacht wurden, dass die Angaben der Industrie über ihre Krebsstudien nicht korrekt waren. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) musste seine Auswertung daraufhin evaluieren. Das führte dazu, dass das BfR im August 2015 in seinem Anhang 13 signifikante Befunde anstelle von ursprünglich nur vier statistisch signifikanten Krebsbefunden anführte.
Der Grund weshalb das BfR ursprünglich nur vier Studien als signifikant erkannt hatte: Die Behörde hatte „auf die statistischen Auswertungen in den Herstellerstudien vertraut“, wie das Institut in seinem Anhang dann zugab. Dabei stufte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine krebserregende Gefahr des häufig eingesetzten und umstrittenen Pestizids als „unwahrscheinlich“ ein - wiederum aufgrund einer Analyse des BfR.

Neue Befunde sollten berücksichtigt werden

Die EFSA hatte im März 2017, nachdem der von Global 2000 publizierte Report „Die gekaufte Wissenschaft“ Zweifel an der wissenschaftlichen Unabhängigkeit des EU-Zulassungsverfahrens äußerte, gekontert, man würde „in erster Linie auf die Originalstudien und die darin enthaltenen Rohdaten, die sie selbst überprüfen, vertrauen“, zitierte Portier in seinem Schreiben.
Die nun von ihm an Juncker übermittelten Erkenntnisse widersprechen dieser Aussage im Fall der angesprochenen Krebsstudien.
Portier fordert in seinem Schreiben unter anderem, dass die neuen Tumorbefunde Eingang in die Bewertung von Glyphosat finden und dass die EFSA im Sinne der wissenschaftlichen Transparenz alle Rohdaten öffentlich zugänglich machen sollte.

Montag, 18. Januar 2016

62 Reichste besitzen so viel wie die halbe Welt

ORF.at, 18.1.2016
Kluft dramatisch größer
Großunternehmer, Investoren und Milliardenerben: Die 62 reichsten Menschen - unter ihnen 53 Männer - haben nach Berechnungen der internationalen Hilfsorganisation Oxfam so viel Besitz angehäuft, dass sie über genauso viel Vermögen verfügen wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung - 3,6 Milliarden Menschen. Grund für die Entwicklung sei ein Finanzsystem, das „für die Superreichen gemacht“ ist. Die soziale Ungleichheit nimmt zudem immer schneller zu, warnte die Organisation kurz vor dem Weltwirtschaftsforum.

Freitag, 15. Mai 2015

Für deutschen Strom werden Appalachen-Berggipfel weggesprengt

ORF.at, 15.5.2015
Berge in USA werden flach
Kohleabbau hat in den USA nichts mehr mit Bergarbeitern in finsteren Stollen zu tun - heute werden Berggipfel einfach weggesprengt und dann der Rohstoff über Tage gefördert. Diese Methode hat verheerende Auswirkungen - in den Appalachen im Osten des Landes fehlen mittlerweile 500 Bergspitzen. Der entstehende Feinstaub und abgelagerte Schwermetalle verschmutzen das Grundwasser und gefährden die Gesundheit der Bewohner. Für ein Verbot reichte das bisher nicht, der Widerstand wächst aber. Und auch die Wirtschaft, wenngleich aus anderen Gründen, hat langsam Zweifel an der Nachhaltigkeit der Methode.


20min.ch, 15.8.2014
UBS hilft nicht mehr, Berge zu sprengen
Die UBS war lange einer der grössten Geldgeber für ein Kohleabbauverfahren, bei dem Bergspitzen gesprengt werden. Die Bank will sich nun aus dem umstrittenen Geschäft zurückziehen.


INFOsperber.ch, 27. Nov 2013
Brisanter Brennstoff für deutschen Strom
Deutschland produziert Strom mit Kohle aus aller Welt. Mit verheerenden Folgen. Der Bergbau zerstört die Natur und tötet Menschen.
Trotz erneuerbaren Energien und Klimawandel: Die dreckigste aller Arten, Strom zu erzeugen, boomt in Deutschland wieder. Im ganzen Land laufen Kohlekraftwerke auf Hochtouren. Der Atom-Ausstieg bedeutet auch: Deutschlands Bedarf nach Steinkohle wächst immens.


Zeit-Online, 16.4.2013  (als PDF)
Energieversorgung
Sterben für deutschen Kohlestrom
Deutschland importiert Kohle aus aller Welt. Mit Folgen. Paul Corbit Brown aus den Appalachen sagt: Der Bergbau für eure Kohle tötet uns.


ChangeYourWorldNow
Mountaintop Removal: Kohleabbau in den USA
Die Umwelt-Organisation Urgewald hat in ihrem Dossier über Deutschlands Steinkohleimporte Bitter Coal geschrieben, dass im Jahr 2011 33,65 Millionen Tonnen Steinkohle für die deutschen Kohlekraftwerke importiert wurden. Würde mensch diese Menge an Steinkohleimporten in einen einzigen Güterzug tun – so Urgewald – dann würde dieser aus 660.000 Waggons bestehen, um die über 100 Klimakiller- Kraftwerksblöcke in Deutschland zu beliefern.


Deutschlandradio, 24.2.2012
Kampf um die letzten Berge
Die Wunden der Erde, Teil 5: Steinkohlentagebau in den Appalachen
In den US-amerikanischen Appalachen wurden bis heute schon mehr als 500 Berggipfel weg gesprengt um an die darunter liegende Kohle zu gelangen. Mit gewaltigen Lastern wird der Energierohstoff dann zur Weiterverarbeitung gefahren, Zurück bleiben für immer gezeichnete Landschaften, denn für den Abbau wird Primärwald zerstört, die abgetragene Erde schwemmt in Flussläufe und verändert deren Ökologie.


Spiegel.de, 2.4.2009
Berge ohne Spitzen
In den US-amerikanischen Appalachen werden Hunderte Gipfel weggesprengt, um an Kohle heranzukommen. Viel zu spät bemüht sich die Umweltbehörde um den Schutz der artenreichen Natur.


WOZ, 2.12.2009
Kohleabbau in den USA: Geköpfte Berge
Sie pflügen die Landschaft um, verschmutzen das Wasser und verpesten die Luft. Die Kohlegesellschaften in West Virginia nehmen keine Rücksicht auf die Natur und die BewohnerInnen. Doch Kohle ist begehrt, und die USA sind vom klimaschädigenden Energieträger abhängig.


arte, 30.5.2009
USA – Massaker in den Appalachen
Unter Energieexperten werden die USA auch das Saudi Arabien der Kohle genannt: in den Vereinigten Staaten von Amerika lagern rund ein Drittel aller weltweit bekannten Kohlereserven, und die reichen bei derzeitigem Verbrauch noch weit über 200 Jahre.

"Appalachen" auf Wikipedia

Freitag, 28. November 2014

HCB Görtschitztal: Ein Giftskandal gibt zu denken

ORF, 12.3.2015
HCB: Jede sechste Blutprobe über Referenzwert
21 von 131 Blutproben von Menschen aus dem Görtschitztal weisen überdurchschnittlich hohe Mengen des Umweltgiftes HCB auf. Nach einer Verzögerung im Labor liegt nun, nach acht Wochen, die Auswertung der Blutproben vor.
Ein Jahr nach den ersten Messungen von HCB in landwirtschaftlichen Produkten aus dem Görtschitztal ist es nun amtlich, dass es auch im Blut der Bevölkerung teils weit überhöhte Mengen des Umweltgiftes gibt. Von den insgesamt 131 gezogenen Blutproben liegen 21 über dem Referenzwert. Laut Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) wurden alle Betroffenen in den letzten Tagen persönlich informiert.

Wird die Umwelt besser geschützt als die Menschen?:

ORF, 10.3.2015
HCB: Warnung vor Fischgenuss erweitert
Die Warnung vor dem Verzehr von Fischen aus der Gurk ist aufgrund neuer Probenergebnisse erweitert worden, nun soll auch kein Fisch aus der Mündung in die Drau gegessen und gefangene Fische entsorgt werden. Getestet wurde auf mehrere Substanzen.

Der für Fischerei zuständige Landesrat Gerhard Köfer (Team Stronach) sagte am Dienstag bei einer Pressekonferenz, die Fische seien auf Hexachlorbenzol (HCB), Hexachlorbutadien (HCBD) und Quecksilber getestet worden. Speziell bei HCBD seien die Werte weiterhin stark erhöht, so Köfer. Der Quecksilbergehalt in den Fischen war im lebensmittelrechtlichem Sinn unbedenklich (Grenzwert 0,5mg/kg), überschritt jedoch in jeder Probe die Umweltnorm (0,02mg/kg). Hexachlorbenzol war in allen Proben flußabwärts erhöht, dabei wurde die Umweltnorm überschritten, die lebensmittelrechtlichen Grenzwerte wurden jedoch eingehalten.

ORF, 14.1.2015
HCB: 40 Prozent der Fleischproben belastet
700 Lebensmittelproben aus dem Görtschitztal sind auf HCB getestet und bereits ausgewertet worden. Pflanzliche Produkte können weitestgehend gegegessen werden, die Warnung bei Milch, Ölen, und Fleisch bleibt aber aufrecht. Beim Fleisch waren 40 Prozent der Proben belastet.

ORF, 12.1.2015
HCB: Bluttests und Umweltprüfungen
Am Montag sind im vom HCB-Skandal betroffenen Görtschitztal die Blutabnahmen gestartet, um die Gesundheitsbelastung für die Menschen feststellen zu können. Außerdem wurde eine Umwelt-Sonderprüfung für Industriebetriebe angekündigt. Begonnen wird bei der Donau Chemie AG.


ORF, 12.12.2014
Wer hat wen (nicht) informiert?
Wann waren die ersten Tests positiv, wer wusste davon, und wer hat wen (nicht) informiert? Hauptsächlich um diese drei Fragen dreht sich seit Freitag die Debatte über die Verantwortlichkeit im HCB-Skandal. Nachdem bekanntgeworden war, dass bereits vor Monaten Spuren des hochgiftigen Fungizids Hexachlorbenzol (HCB) in Lebensmittelproben gefunden worden waren, der Skandal aber unter dem Teppich blieb, stehen außerdem Vorwürfe der Vertuschung im Raum. So gut wie alle involvierten Stellen beteuern, nach den Vorschriften gehandelt zu haben - das Pingpongspiel mit der Verantwortung hat begonnen.

ORF-Chronologie >>

ORF, 29.11.2014
Mößler: Verursacher sollen zahlen
Was bedeutet der HCB-Skandal für die Landwirte im Görtschitztal? Am Freitag fand dazu eine Gesprächsrunde mit den politischen Verantwortlichen statt, die durchaus hitzig geführt wurde. Landwirtschaftskammerpräsident Johann Mößler zufolge hat der Verursacher die Kosten zu tragen.

ORF, 28.11.2014
Tests: Futter belastet, Milch HCB-frei
Nach Auswertung der neuesten Futtermittel-Proben im Görtschitztal werden Hexachlorbenzol-Belastungen in zumindest acht Fällen bestätigt. Die gesamten Futtervorräte der betroffenen Landwirte müssen vernichtet werden. In 16 Rohmilch-Proben war HCB vorerst nicht nachweisbar, weitere Tests folgen.

DiePresse.com, 27.11.2014
Kärnten: Gift in Milch wohl aus Zementwerk
Das Umweltgift HCB dürfte aus einem Zementwerk im Görtschitztal stammen. Bis zu 35 Betriebe mit mehreren Hundert Kühen sind betroffen.
Milch und Futter aus dem Kärntner Görtschitztal sind mit Hexachlorbenzol (HCB) belastet. Das Umweltgift stammt wahrscheinlich aus dem Zementwerk Wietersdorf in Klein St. Paul, wie der Werksleiter bekannt gab. Über Emissionen gelang das HCB in den Futterkreislauf, in den Kühen sammelte sich das Gift bis letztlich in der Rohmilch Grenzwertüberschreitungen festgestellt wurden.

ORF, 28.11.2014
Umweltskandal: Kaiser setzt auf Transparenz
Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) setzt im Umweltskandal durch Hexachlorbenzol im Görtschitztal jetzt auf Information und Transparenz. Albert Kreiner wurde vom Land als Koordinator eingesetzt. Ein erster Prüfbericht über das Vorgehen der Behörden wurde veröffentlicht.

ORF, 27.11.2014
Umweltgift: Verunsicherung im Görtschitztal
Das Umweltgift Hexachlorbenzol (HCB), das in Milch und Futter im Görtschitztal gefunden wurde, verunsichert die Bevölkerung. Die Molkereien sagen, kontaminierte Milch sei nie verarbeitet worden. Proben von Hausgärten wurden aber gezogen und werden ausgewertet.

ORF, 26.11.2014
Umweltgift in Milch und Futtermitteln
In Milch und Futtermitteln von vier Betrieben im Kärntner Görtschitztal ist das Umweltgift Hexachlorbenzol (HCB) festgestellt worden. 35 weitere werden streng kontrolliert. Vorgeschriebene Grenzwerte wurden um das Vierfache überschritten. Eine Gefährdung der Bevölkerung liege nicht vor, betont das Land.


Land Kärnten, November/Dezember 2014
Aktuelle Informationen zu HCB Görtschitztal

Donnerstag, 27. November 2014

Mit Hightech-Tricks gegen Klimawandel?


ORF, 26.11.2014
„Klima-Tuning“ laut Studie unausweichlich
Erstmals hat sich eine gemeinsame Studie der britischen Wissenschaftselite eingehend mit Geoengineering befasst, den Hightech-Strategien, die das Weltklima künstlich beeinflussen wollen. Die Vorschläge - das Abdunkeln der Sonne, die „Düngung“ von Meerwasser, die Durchmischung der Luft mit Nanopartikeln und anderes mehr - klingen utopisch. Die Forscher sind jedoch überzeugt, dass angesichts der rapiden Verschlechterung des Weltklimas bald keine anderen Möglichkeiten als das künstliche „Klima-Tuning“ bleiben werden - auch wenn es das Angesicht der Erde nachhaltig verändern und Millionen Menschen in Katastrophen stürzen wird.

Focus.de, 27.03.2012
Geo-Engineering und TreibhauseffektMit Hightech gegen den Klimawandel
Ob es gelingen wird, den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken, ist ungewiss. Doch kursieren Ideen, den Klimawandel mit künstlichen Wolken und Ozeandüngung zu stoppen. Die Risiken sind immens.

Spiegel-Online, 21.11.2006
Schneekanonen in Bayern: Hightech gegen Klimawandel
Ausreichend Schnee ist überlebensnotwendig für die Skigebiete Bayerns. Deshalb sorgen bei wärmer werdenden Wintern immer mehr Schneekanonen für künstliches Weiß. Doch Klimaschützer warnen – der Schuss könnte nach hinten losgehen.

Hightech-Gewächshaus mit vollautomatisch gesteuerten Förderbändern für 390 "bewegte Felder"
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, 25.2.2013
Mit Pflanzenzucht-Forschung dem Klimawandel begegnen
Brunner startete einzigartige Hightech-Anlage
(25. Februar 2013) Freising-Weihenstephan - Klimawandel, Ressourcenschutz und der wachsende Nahrungs- und Energiebedarf stellen die Landwirtschaft vor gewaltige Herausforderungen. Um auch künftig ausreichende Erträge und hohe Qualitäten liefern zu können, betreibt der Freistaat an seiner Landesanstalt für Landwirtschaft erheblichen Forschungsaufwand im Bereich der Pflanzenzüchtung.

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner startete am Montag in Freising eine in dieser Form weltweit einzigartige Hightech-Anlage, ein vollautomatisch gesteuertes Gewächshaus. Die neuartige Technologie unter dem Namen „moving fields“ ermöglicht den Experten dabei eine exakte Beobachtung, Dokumentation und Auswertung von ganzen Pflanzenbeständen unter streng kontrollierten Bedingungen. Die Anlage kann für alle in Bayern gängigen Nutzpflanzen eingesetzt werden und erlaubt es beispielsweise, Pflanzen unter Trockenstress zu untersuchen oder auf ihre Nährstoffeffizienz hin zu selektieren.

Die 1,5 Millionen Euro, die der Freistaat in die neue Anlage investiert hat, sind für den Minister gut angelegtes Geld. Schließlich sei die moderne Pflanzenzüchtung eine „Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts“. „Gerade in Bayern mit seiner Vielfalt an geografisch und klimatisch unterschiedlichen Anbauregionen ist es entscheidend, dass auch künftig standortangepasste Sorten für alle Produktionsrichtungen zur Verfügung stehen“, sagte Brunner.

Ein vernünftiges Miteinander von Nahrungs- und Energieproduktion auf knapper werdenden Flächen mache zudem eine beständige Ertragssteigerung durch Züchtung notwendig. Brunner: „Die neue Anlage ist ein wichtiger Mosaikstein einer rationellen und effektiven Pflanzenzüchtung, die Landwirten und Pflanzenzuchtbetrieben gleichermaßen zugute kommt.“

Sonntag, 6. Juli 2014

Wasser als Waffe in Kriegen und Konflikten

ORF.at, 6.7.2014
Wasser als Schlüssel zum Sieg
Die Konflikte im Irak und in Syrien mögen den Westen vor allem um die dortigen Ölquellen bangen lassen. In den Auseinandersetzungen spielt aber mittlerweile eine ganz andere Flüssigkeit die entscheidende Rolle. Wie die britische Zeitung „The Guardian“ berichtete, geht es den Konfliktparteien verstärkt um die Kontrolle der Staudämme und die damit verbundene Wasserversorgung. In den von Trockenheit geplagten Ländern gilt: Wer das Wasser hat, hält eine mächtige Waffe in Händen.

neoPresse, 21.5.2014
UN: Wasser als Waffe in Kriegen und Konflikten
Die Bemühungen der Vereinten Nationen um den Zugang zu sauberem Wasser in den Entwicklungsländern werden durch ein immer weiter um sich greifendes Phänomen gefährdet: den Einsatz von Wasser als Waffe in Kriegen und Konflikten.
Die jüngsten Beispiele dafür finden sich in Nahost und Afrika. Ob im Irak, in Ägypten oder in den von Israel besetzten Palästinensergebieten – dort wurden oder werden ganze Bevölkerungsgruppen gezielt von der Wasserversorgung abgeschnitten.

Süddeutsche, 7.1.2014
Wasser: Waffe und Werkzeug
Es bringt Leben und Tod, Krieg und Frieden. Seine Abwesenheit lässt alles verdorren, seine Überfülle kann alles wegspülen: Zwei neue Bücher bieten eine faszinierende Reise durch die Welt des Wassermanagements.




Focus, 10.4.2016
Die Waffe der Zukunft
Mit dem geplanten Ilisu-Staudamm kann die Türkei Irak und Syrien das Wasser abdrehen – und verstößt gegen EU-Rechtsnorm

Montag, 31. März 2014

UN-Klimabericht: Welt wird grundlegend verändert


domradio.de, 31.3.2014
Neuer Weltklimabericht: Klimawandel erfordert dringendes Handeln
Auf schmalem Grat
Die Erderwärmung wird drastische Auswirkungen haben, wenn der Mensch sie nicht stärker bremst als bisher - jetzt steht es schwarz auf weiß im neuen UN-Klimareport. Noch geben die Daten aber Hoffnung.

Der vom Menschen verursachte Klimawandel hat schon jetzt schwerwiegende Auswirkungen auf alle Kontinente und Meere. Wie viel schlimmer es für Mensch und Natur noch wird, hängt davon ab, was die Menschheit in naher Zukunft gegen die Erderwärmung unternimmt. Das ist die Kernbotschaft des zweiten Teils des neuen Weltklimaberichts, dessen Zusammenfassung der Weltklimarat IPCC am Montag im japanischen Yokohama vorlegte.

"Wir bewegen uns auf schmalem Grat", sagte die Greenpeace-Klimaexpertin Kaisa Kosonen. "Aber wenn wir mutig handeln und die Treibhausgasemissionen schneller (als geplant) senken, können größere Bedrohungen für die menschliche Sicherheit noch vermieden und lebenswichtige Meeressysteme, Wälder und Arten geschützt werden."

"Aufruf zum Handeln"

Auch der politische Geschäftsführer von Germanwatch ist alarmiert. Im domradio.de-Interview sagte er: "Ich sehe in dem IPCC-Bericht vor allem einen Aufruf zum Handeln. Der Meeresspiegel würde in den nächsten Jahrhunderten durch den Klimawandel um sieben Meter ansteigen. Aber das zu verhindern, könnte in den nächsten Jahrzehnten unumkehrbar angestoßen werden. Kein Politiker, der geschworen hat, Schaden von uns abzuwenden, darf das in Kauf nehmen."

Die Grenzen der Möglichkeiten

Zwar gibt es dem Report zufolge für den Menschen noch Möglichkeiten, sich auf die Risiken infolge des globalen Klimawandels einzustellen. Eine Anpassung funktioniere aber nur, wenn die Erderwärmung deutlich gebremst werde. Sonst werde es schwierig, warnte Chris Field, Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe Zwei des Weltklimarats. "Selbst ernsthafte, fortgesetzte Investitionen in die Anpassung werden ihre Grenzen haben."

Ob in den Tropen oder an den Polen, auf kleinen Inseln oder großen Kontinente, in reichen Länder oder den ärmsten - schon jetzt lassen sich die Auswirkungen des Klimawandels überall beobachten. Gletscher in aller Welt schmelzen bereits, der Meeresspiegel steigt an, und viele Pflanzen und Tiere verlagern ihren Lebensraum oder sind bedroht.

Zu wenig Weizen und Mais

Der Klimawandel beeinflusst auch die Versorgung mit Trinkwasser und Nahrung. "Der Bericht ist da und die Botschaft klar: Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Nahrungsversorgung sind schlimmer als zuvor geschätzt", sagte Tim Gore von der Hilfsorganisation Oxfam. Schon jetzt gibt es dem Report zufolge Beeinträchtigungen bei den Ernteerträgen von Weizen und Mais.

Erstmals habe der Weltklimarat anerkannt, dass eine Zunahme der Extremwetterlagen auch extreme Nahrungspreise bedeute, so Oxfam. "Ohne schnelle Taten bei der Anpassung und der Emissionsreduzierung könnte das Ziel, dass jeder genug zu essen hat, für immer verfehlt werden", warnte Gore. "Die politischen Lenker sollten sich die Frage stellen, ob ihre Generation diejenige sein soll, die das zulässt." Laut Report erhöht der Klimawandel indirekt auch das Risiko gewaltsamer Konflikte und verschärft die Flüchtlingsproblematik.

Der Unterschied zwischen zwei und vier Grad

Nach tage- und nächtelangem Ringen hatten sich die Wissenschaftler mit Vertretern von Regierungen aus aller Welt in Yokohama auf eine fast 50-seitige Zusammenfassung des neuen, rund 2000 Seiten dicken zweiten Teil des Klimaberichtes geeinigt. Sie dient als Grundlage für Politiker und internationale Konferenzen. Bei der Einschätzung der Risiken mache es einen deutlichen Unterschied, ob der Mensch in einer Welt mit zwei Grad Erwärmung lebe oder mit vier. In einer um vier Grad erwärmten Welt seien die Risiken noch sehr viel höher, heißt es in dem Bericht.

Der dritte und letzte Teil des neuen Klimareports über Möglichkeiten und Wege, die Erderwärmung zu bremsen, soll am 13. April in Berlin vorgestellt werden. Der Weltklimarat hat fast 200 Mitgliedsländer. Die UN-Organisation mit Sitz in Genf erhielt 2007 für ihren Kampf gegen den Klimawandel den Friedensnobelpreis.



ORF.at, 31.3.2014
Dringendes Handeln gefordert
Die Erderwärmung wird drastische Auswirkungen haben, wenn der Mensch sie nicht stärker bremst als bisher: Das zeigt der neue UNO-Klimabericht. Steigende Temperaturen erhöhten die Wahrscheinlichkeit „schwerer, tiefgreifender und irreparabler Folgen“, heißt es in dem am Montag im japanischen Yokohama verabschiedeten Bericht des Weltklimarats (IPCC).


Spiegel-Online, 27.3.2014
Die Uno warnt in ihrem neuen Klimareport vor einem sehr schnellen Anstieg des Meeresspiegels. Es drohen Hitzewellen, viele Gletscher könnten komplett verschwinden, für Regionen wie Deutschland sagen die Forscher mehr Starkregen voraus. Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick.


NZZ, 1. April 2014
Neuer Uno-Klimabericht: Zurücklehnen ist keine Option
Die Klimawissenschaften zeichnen sich oft durch Unzugänglichkeit aus. Sie produzieren bunte Grafiken am Laufmeter, die dem Laien erst nach vertieftem Studium einigermassen verständlich werden. Zudem operieren sie mit abstrakten Werten, unter denen man sich kaum Konkretes vorstellen kann. Was bedeutet es zum Beispiel, wenn sich bis Ende des Jahrhunderts die globale Durchschnittstemperatur je nach Szenario um 0,9 bis 5,4 Grad Celsius erhöhen könnte? Oder was ist mit der Aussage anzufangen, dass die Hälfte des weltweiten CO2-Budgets bereits verbraucht sei, wie der Klimarat der Uno (IPCC) im vergangenen Jahr postulierte?

Donnerstag, 22. November 2012

UN-Klimaziele werden weltweit verfehlt

Spiegel, 21.11.2012
Unep-Bericht:
Welt scheitert an Klimaerwärmung
Klare Worte vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen Unep: Alles deute darauf hin, dass die Welt ihre Klimaziele verfehlen werde. Eine erhebliche Erwärmung des Klimas sei kaum mehr aufzuhalten.

Zeit-Online, 21.11.2012
Das Zwei-Grad-Ziel entwickelt sich zum Wunschtraum
Die CO2-Emissionen sinken nicht, sie steigen weiter dramatisch. Die UN schlagen Alarm: Treibhausgase im notwendigen Umfang einzusparen, sei kaum noch erreichbar.

Tiroler Tageszeitung, 21.11.2012
Welt verfehlt Klimaziele klar: „Es wird heißer, gefährlicher und teurer“
Ohne weitere Anstrengungen wird der Ausstoß an Treibhausgasen nach Angaben von Klimaforschern weiter stark zunehmen. Dadurch sei das Ziel, den Temperaturanstieg auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, immer schwerer zu erreichen, mahnt das UN-Umweltprogramm Unep. Die Folgen in Europa: „Es wird heißer, gefährlicher, ungesünder und teurer.“


ORF, 21.11.2012
„Anpassung“ an extremere Verhältnisse
Eine Studie zum künftigen Klima Europas zeichnet ein düsteres Bild für den Rest des Jahrhunderts: Extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen und Hochwasser würden immer öfter auftreten, heißt es in dem am Mittwoch von der Europäischen Umweltagentur (EUA) veröffentlichten Bericht. Die Veränderungen werde ganz Europa - regional unterschiedlich - zu spüren bekommen. An die ehrgeizig gesteckten, nie eingehaltenen Klimaziele glaubt die EUA offensichtlich nicht mehr: Es ist nicht mehr von Verhindern, sondern nur noch von „Anpassung“ an das, was kommt, die Rede.

science.ORF.at, 21.11.2012
Trockenheit gefährdet fast alle Baumarten
Fast alle Baumarten weltweit arbeiten nahe am Limit zum Versagen ihres hydraulischen Systems. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Studie, an der auch der Innsbrucker Botaniker Stefan Mayr beteiligt war. Die Empfindlichkeit gegenüber "Trockenstress" ist demnach in allen Waldtypen ähnlich.

Samstag, 3. Dezember 2011

Klimakonferenz in Durban: zum Vergessen


Spiegel-ONLINE, 3.12.2011
Merkel glaubt nicht mehr an Durchbruch
Das Kyoto-Protokoll läuft 2012 ab, ein neues Klimaschutzabkommen muss her. Doch eine Woche nach Beginn des Uno-Gipfels in Durban herrscht Pessimismus: Europa könne die Erderwärmung nicht allein aufhalten, sagt Angela Merkel - und ein weltweiter Konsens ist derzeit unwahrscheinlich.

Wirtschaftsblatt, 3.12.2011
Die Welt steigt aufs Gas
Besonders Besorgnis erregend ist der Umstand, dass der CO2-Ausstoß von 2009 auf 2010 deutlich schneller als das Wirtschaftswachstum angestiegen ist. „Und seit 1990 sind die Emissionen um 40 Prozent gestiegen. Mehr als in den extremsten Annahmen der Wissenschaftler."
Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Produktion der gleichen Menge an Produkten in den Schwellenländern mehr CO2-Ausstoß verursacht, als in den Industrieländern. Nach dem Motto „lieber billig und schmutzig als teuer und sauberer" haben allerdings auch zahlreiche Industrieländer Europas und der USA die Produktion an die „Werkbank" China ausgelagert.

Schweizer Fernsehen, 4.12.2011
Klimaschutz vor dem Aus?
Die Hoffnungen auf Fortschritte beim UNO-Klimagipfel in Durban schwinden. Politiker, Experten und Umweltorganisationen äussern sich skeptisch über die absehbaren Ergebnisse der Konferenz. Umweltorganisationen kritisieren eine «Führungsschwäche» der EU.

Zeit-Online, 1.12.2011
Vergesst Durban
Der Gipfel in Südafrika mag scheitern – die Welt kann die dramatische Klimakrise dennoch überwinden

Radio Vatikan, 3.12.2011
UNO-Klimakonferenz in Durban: Afrika zeigt sich kämpferisch
Dass die laufenden Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen im südafrikanischen Durban stattfinden, gibt dem Thema ein konkretes Gesicht: Während das Wetter in Durban in der vergangenen Woche so verrückt spielte wie sonst nie, tobt auch im Konferenzsaal dieses 17. UNO-Klimagipfels ein Sturm: vor allem die Afrikaner sind wütend. Sie fürchten, dass die Industrienationen eine Einigung blockieren. Eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls ist nämlich ebenso wenig in Sicht wie eine Sicherung des Grünen Klimafonds. Im Interview mit Radio Vatikan gewährt Thomas Hirsch, Klimaexperte des Hilfswerkes „Brot für die Welt“ und in Durban mit dabei, Einblicke in den aktuellen Verhandlungsstand. Die Konferenz geht am kommenden Donnerstag zu Ende.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Jean Ziegler: Das Kapital ist immer und überall stärker als Kunst

In seiner nicht gehaltenen Rede träumt Jean Ziegler von der freimachenden Kraft der Kunst, die das kapitalistische Machtgefüge entlarvt. Doch die Erfahrung zeigt die skrupellose Dominanz des Kapitals.

So wie Kapital immer und überall und zu allen Zeiten stärker als Kunst ist, ist es leider auch stärker als Kulturen. Das Wasserkraftwerk Belo Monte wird die indigene Kultur Amazoniens vernichten. Indios wollen keine tiefgefrorenen Fische aus dem Supermarkt, sondern sie wollen im Fluss fischen - mit der Natur leben.


sueddeutsche.de, 24.07.2011
Jean Ziegler: Nicht gehaltene Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele
Ursprünglich sollte der Schweizer Soziologe Jean Ziegler die Rede zur Eröffnung der diesjährigen Salzburger Festspiele halten - wegen seiner angeblichen Nähe zum libyschen Despoten Muammar al-Gaddafi wurde er dann aber wieder ausgeladen. Ziegler hat seine Rede trotzdem geschrieben. sueddeutsche.de dokumentiert sie im Wortlaut.

Was ist mein Traum? Die Musik, das Theater, die Poesie - kurz: die Kunst - transportieren die Menschen jenseits ihrer selbst. Die Kunst hat Waffen, welche der analytische Verstand nicht besitzt: Sie wühlt den Zuhörer, Zuschauer in seinem Innersten auf, durchdringt auch die dickste Betondecke des Egoismus, der Entfremdung und der Entfernung. Sie trifft den Menschen in seinem Innersten, bewegt in ihm ungeahnte Emotionen...


Salzburger Nachrichten, 30. Juni 2011
Gegenrede: Der offene Brief von Jean Ziegler
Nachdem Jean Ziegler als Festredner der Salzburger Festspiele ausgeladen wurde, begründete er am Donnerstag seine Entscheidung, am Eröffnungstag der Festspiele doch keine Gegenrede in Salzburg halten zu wollen, in einem offenen Brief.

Salzburger Nachrichten, 27. Juli 2011
Die Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele
Die 91. Salzburger Festspiele wurden am Mittwoch in der Felsenreitschule eröffnet. Hier die Festrede des deutschen Bürgerrechtlers Joachim Gauck im Wortlaut:

Donnerstag, 14. Juli 2011

Belo Monte wird Nachteile für die Bevölkerung von Altamira bringen

Eine Spezialausgabe der Revista Epoca befasste sich mit den Auswirkungen des Kraftwerksbaus von Belo Monte auf die Bevölkerung von Altamira. Dabei wurden die Erfahrungen bei den Kraftwerksbauten am Rio Madeira in Rondônia analysiert.

Altamira dürfte durch den Bau des weltweit drittgrößten Kraftwerks dieselben umweltbedingten, sozialen und ökonomischen Auswirkungen erleben wie sie heute in Rondônia passieren. Vor allem in der Hauptstadt Porto Velho sind durch den Massenzuzug große Probleme entstanden, auf die die Stadt weder vorbereitet war, noch wird etwas dagegen unternommen. Dadurch können sich Schwarzmarkt, Korruption, Drogenhandel und Prostitution ausbreiten.

REPORTAGEM ESPECIAL DA REVISTA ÉPOCA SOBRE BELO MONTE, 12/7/2011
COMO ACONTECEU EM RONDÔNIA; OBRAS DE BELO MONTE DEVEM TRAZER PREJUÍZOS A POPULAÇÃO

O MUNICÍPIO DE ALTAMIRA-PA, CIDADE POLO DAS OBRAS DA USINA HIDRELÉTRICA DE BELO MONTE A TERCEIRA NO MUNDO, DEVE SOFRER OS MESMO IMPACTOS AMBIENTAIS, SOCIAIS E ECONOMICOS QUE ACONTECE HOJE EM RONDÔNIA, PRINCIPALMENTE NA CAPITAL PORTO VELHO, O AUMENTO DA POPULAÇÃO E OS PROBLEMAS SOCIAS EM QUE A CIDADE NÃO ESTAVA PREPARADA E OS ADMINISTRADORES, NÃO SOUBERAM PREVER COM COMPETÊNCIA TODAS ESSAS SITUAÇÕES.

NÃO TEM COMPENSAÇÃO SOCIAL, AMBIENTAL OU ECONOMICA NO PLANETA PARA RECOMPENSAR AQUELES QUE VIVEM EM PORTO VELHO, COM AUMENTO REPENTINO DE TODOS OS TIPOS DE PROBLEMAS, ALTEROU DE FORMA NEGATIVA O COTIDIANO DAS PESSOAS E SEM SOLUÇÃO EM CURTO PRAZO.

Samstag, 18. Juni 2011

Solarkraftwerk mit Leistung eines Atomkraftwerks

orf.at, 18.6.2011
USA bauen weltweit größtes Solarkraftwerk
Spatenstich bei 45 Grad Celsius
In Kalifornien entsteht das größte Solarkraftwerk der Welt mit der geplanten Maximalleistung eines Atomkraftwerks. In der Wüstenregion nahe Blythe, rund 350 Kilometer östlich von Los Angeles, erfolgte am Freitag der offizielle Spatenstich für das Milliardenprojekt.

EuroSolar, 15. Juni 2011
Lügen und Märchen der Anti-Energiewende-Lobby
Der Atom"ausstieg" ist noch lange keine Energiewende. Und wer jetzt glaubt, man könne die Hände in den Schoß legen, weil angeblich jetzt selbst Angela Merkel begriffen habe, was zu tun sei, der wird ein böses Erwachen erleben.

SolarMedia,12. Juni 2011
Die wahren Stromkosten
Atomstrom müsste unter Einbezug aller Risikokosten wesentlich teurer sein – Solarstrom wird demgegenüber laufend billiger. Eine detaillierte Rechnung von Solarmedia zeigt: schon in wenigen Jahren könnte Solarstrom absolut konkurrenzfähig sein, sicher aber dem Atomstrom den Rang ablaufen.

Samstag, 21. Mai 2011

Urantransport sorgt für Unsicherheit und wird blockiert

Einmal mehr wird deutlich, wie bei Großprojekten die Auflagen nicht eingehalten und die Umwelt sowie die Lokalbevölkerung unter die Räder kommen: Das Trinkwasser um die Uranmine Caetité im Bundesstaat Bahia ist laut Greenpeace um das Siebenfache über den Grenzwert mit Uran verseucht.
Urantransporte werden "geheim" und ohne Sicherheitsbegleitung durchgeführt, wenngleich die Container erhöhte Strahlungen auf
weisen.

In diesen Lastwagen ohne jegliche Kennzeichnung wurde radioaktives Uran transportiert, - angeblich auf dem Weg nach Europa zwecks höherer Anreicherung.

amerika21.de, 18. Mai 2011
Anwohner blockieren Atomtransport in Brasilien
Geheimhaltung des Transports von Uran aus São Paulo nach Bahia gescheitert. Anwohner sind wütend und protestieren gegen Atomkraft

Salvador. Mehr als 3.000 Anwohner Brasiliens bislang einziger Uranmine Caetité im Bundesstaat Bahia haben am Sonntag und Montag einen aus São Paulo kommenden Atomtransport vorübergehend blockiert. Die Anwohner sperrten die Hauptzufahrtsstraße zu der auch unter dem Namen "Lagoa Real" berüchtigten Uranmine. Einer Untersuchungen von Greenpeace aus dem Jahre 2008 zufolge, verseucht die Mine das Trinkwasser von 3.000 Menschen bis zu siebenfach über den Grenzwerten mit Uran.

CPT, 16.5.2011
Moradores de Caitité impedem a entrada de carga nuclear na cidade
Cerca de 2000 moradores da cidade de Caetité realizaram neste domingo no inicio da noite uma vigília em protesto, “contra o lixo atômico e em defesa da vida”. O protesto foi uma iniciativa da Comissão Paroquial de Meio Ambiente de Caetité (Ba), da Comissão Pastoral da Terra, da Cáritas e do Movimento Paulo Jackson – Ética, Justiça, Cidadania após informação de que um comboio com containers de material radioativo estaria se deslocando de São Paulo com destino à região da mina de urânio em Caetité – Bahia.

A Folha, 20.5.2011
Carga de urânio chega às instalações da INB em Caetité (BA)
A carga de urânio que havia sido bloqueada pela população de Caetité (624 km de Salvador) no domingo (15) foi transportada, na madrugada desta sexta-feira até as instalações da INB (Indústrias Nucleares do Brasil) na cidade

Bahia Meio Dia – Salvador - 20/05/2011

Carretas com urânio já foram levadas para Caetité

Bahia Meio Dia – Salvador - 19/05/2011

Condições de carga radioativa estacionada em Guanambi (BA) serão averiguadas nesta quinta

Membros das Indústrias Nucleares do Brasil e representantes dos municípios de Caetité e Guanambi, no sudoeste baiano, irão esclarecer as condições de segurança que o material deve ser processado. - 1m16s

Vitória da Conquista - 18/05/2011

Impasse: Carregamento de urânio permanece no pátio da Polícia Militar de Guanambi

Presidente das Indústrias Nucleares do Brasil informou que a chegada da carga não foi informada ao prefeito de Caetité por questões de segurança. - 1m33s

Jornal da Manhã - 18/05/2011

Reunião na prefeitura de Caetité discutirá impasse em relação à carga de urânio

No último domingo, moradores da cidade impediram que caminhões com a carga entrassem em Caetité. A reunião contará com representantes do Ministério Público Federal, poder público, igreja católica e sociedade civil. - 1m41s

Vitória da Conquista - 18/05/2011

Carregamento de Urânio: Estudantes fazem manifestação na praça da prefeitura de Caetité

Destino sobre a carga ainda é indefinido. Uma comissão será formada para inspecionar o carregamento e decidir o que vai ser feito. 3m39s

Bahia Meio Dia – Salvador - 17/05/2011

Carregamento de urânio permanece em Guanambi (BA) e impasse ainda não foi resolvido

Prefeitura da cidade, localizada a cerca de 700km de Salvador, declarou que também não quer a carga. Moradores de Caetité impediram a entrada do material radioativo, suspeito de ser lixo atômico. - 3m59s

Jornal da Manhã - 17/05/2011- 3m42s

Carga de urânio impedida de entrar em Caetité agora está em Guanambi

O prefeito da cidade também já disse que não quer o material por lá. Enquanto não se resolver o impasse, os containers vindos de São Paulo não poderão chegar ao destino, que é a empresa Indústrias Nucleares do Brasil.

Vitória da Conquista - 16/05/2011

Dois mil moradores impedem a entrada de nove carretas com material radioativo em Caetité

Carga teve que ser levada para o batalhão da Polícia Militar de Guanambi, no sudoeste da Bahia. - 1m46s

Freitag, 29. April 2011

Ökumenischer Aufruf "Gedenkt der Heiligsprechung des Märtyrers San Oscar Romero durch die Armen dieser Erde"

In einem internationalen Ökumenischen Aufruf zum 1. Mai 2011: „Gedenkt der Heiligsprechung des Märtyrers San Oscar Romero durch die Armen dieser Erde“ ermutigen über 350 Persönlichkeiten aus allen Konfessionen die westlichen „Kirchen der Reichen“ zu Umkehr und zu einem christlichen Aufbruch.

San Oscar Romero wurde am 24. März 1980 während eines Gottesdienstes von einem bezahlten Killerkommando ermordet, nachdem er sich öffentlich gegen die Christenverfolgungen des Regimes gestellt hatte. Aus Rom erhielt er dafür keine Unterstützung. Nach einem Besuch bei Papst Johannes Paul II. im Frühjahr 1979 sagte er zutiefst enttäuscht: „Ich glaube, ich werde nicht noch einmal nach Rom kommen. Der Papst versteht mich nicht.“ Für Rom besaß die gute Kooperation mit der salvadorianischen Regierung Priorität. Seit seiner Ermordung wird San Oscar Romero in El Salvador und weltweit konfessionsübergreifend als Märtyrer und Heiliger verehrt.

Der „Ökumenische Aufruf“ erfolgt kurz vor der Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. am 1. Mai 2011: Während dieser Prozess in einem außergewöhnlich beschleunigten Verfahren nach nur sechs Jahren nun positiv abgeschlossen wird, wurde die Seligsprechung Oscar Romeros immer wieder mit fadenscheinigen Argumenten blockiert: So sprach der Postulator des Seligsprechungsverfahrens, Bischof Vincenzo Paglia, wiederholt von einer „Instrumentalisierung" Romeros im Sinne der Befreiungstheologie, die zu der Verzögerung führe.

Christliche Initiative Romero, 27.4.2011
Umkehr im Sinne Oscar Romeros

Der Ökumenische Aufruf und seine UnterzeichnerInnen (deutsche Fassung)

Der Spiegel, 27.4.2011
Kritik an Papst-Seligsprechung: Diktatoren stützen, die Armen verraten
Ist Johannes Paul II. seinen Glaubensbrüdern in Lateinamerika in den Rücken gefallen? Kurz vor der Seligsprechung des 2005 gestorbenen Papstes übt ein ökumenisches Bündnis starke Kritik am ehemaligen Kirchenoberhaupt.

Theologe Hans Küng im FR-Interview, 28.4.2011
"Johannes Paul taugt nicht als Vorbild"
Der Theologe Hans Küng verurteilt die Seligsprechung von Johannes Paul II. Am liebsten wäre ihm generell eine „Heiligsprechung von unten“ durch das Volk.

Die Presse, 29.4.2011
Theologe Küng kritisiert Papst-Seligsprechung
Johannes Paul II. sei "intolerant und unwillig zum Dialog" gewesen, er habe "die Menschenrechte von Frauen und Theologen unterdrückt". Mehrere Missbrauchsopfer schließen sich der Kritik an.

Salzburger Nachrichten, 28.4.2011
Kritik an Seligsprechung von Johannes Paul II.
Organisationen von Missbrauchsopfern haben sich gegen die Seligsprechung von Johannes Paul II. ausgesprochen. Für Opfer, die in der Amtszeit von Papst Johannes Paul II. missbraucht wurden, sei diese Seligsprechung „Salz in ihre tiefen, noch immer frischen Wunden“.

Bischof Müller entgegnet und geht mit der Befreiungstheologie hart ins Gericht:
Regensburg, 11.05.2011
Ein Beitrag von Bischof Gerhard Ludwig Müller für "Christ und Welt"

Dienstag, 29. März 2011

"Alternative Nobelpreisträger" fordern weltweiten Ausstieg aus Atomkraft

Zur Erklärung

50 Preisträger des "Alternativen Nobelpreises" und Mitglieder des World Future Council, darunter auch Bischof Erwin Kräutler, plädieren in einer gemeinsamen Erklärung für die weltweite Abschaffung der Atomkraftwerke und für den Umstieg auf alternative Energieformen.

Kathweb, 29.3.2011
Atomenergie: "Alternativer Nobelpreis"-Träger fordern Ausstieg

Hintergrundinfos zu Brasilien:
Die durch die katastrophalen und globalen Auswirkungen des Unfalls im AKW Fukushima ausgelöste Atom-Diskussion hat auch vor Brasilien nicht Halt gemacht. Aufgrund der Beschwerden, die Arbeiter der Nationalen Kommission der Atomenergie (CNEN) eingereicht hatten, veranlasste der Minister für Wissenschaft und Technologie, Aloizio Mercadante, sofortige interne Überprüfungen. Die Ergebnisse waren derart schockierend, dass die gesamte Direktion von CNEN, allen voran Direktor Odair Dias Gonçalves, entlassen wurden.

Gonçalves war unter anderem für die Verzögerung der Lizenz für das Uranbergwerk verantwortlich, weshalb 220 Tonnen Uran zu einem Preis von R$ 40 Mio importiert werden mussten. Dabei verfügt Brasilien über die weltweit größten Uranvorkommen.

Das stärkste Vergehen ist wohl, dass das Atomkraftwerk Angra 2 ohne definitive Genehmigung in Betrieb gehen konnte.

Weiters werden in drei Universitäten insgesamt vier Atomreaktoren zu Forschungszwecken betrieben - auch ohne Genehmigungen!

IHU, 29.3.2011
Usina de confusões. Governo demite toda a diretoria da CNEN

Folha, 29.3.2011
Mercadante trocará direção da Comissão Nacional de Energia Nuclear

Blickpunkt Lateinamerika, 22.3.2011
Kritik an deutschen Bürgschaften für brasilianisches AKW
Die deutsche Nichtregierungsorganisation "Urgewald" hat angesichts der Atomkatastrophe in Japan die Kampagne gegen deutsche Hermes-Exportbürgschaften für den Bau eines Atommeilers in Brasilien intensiviert. Sie fordert die Regierung auf, die in Aussicht gestellten Bürgschaften für den derzeit laufenden Bau des AKWs "Angra 3" in Südbrasilien zurückzuziehen.

PDF-Brief an die deutsche Bundeskanzlerin Merkel

Portal Amerika21, 15.3.2011
Brasilien baut Atomenergie weiter aus
Trotz der Atomkatastrophe in Japan setzt die Regierung des südamerikanischen Staates unbeirrt weiter auf den Bau von Atomkraftwerken

Donnerstag, 24. März 2011

Obama: "Oscar Romero ist eine Inspiration"

Visite an Romeros Grab
Obama erweist ermordetem Erzbischof von San Salvador Reverenz
Zum Abschluss seiner Lateinamerika-Reise, die ihn zuerst nach Brasilien und Chile führte, hat US-Präsident Barack Obama am Dientstag die Grabstätte von Erzbischof Romero in der Krypta der Kathedrale von San Salvador besucht. Der 1917 geborene Erzbischof wurde am 24. März 1980 während eines Gottesdienstes erschossen. Seine Anhänger hoffen seit Jahren auf eine baldige Seligsprechung.
Mit geschlossenen Augen legte Obama eine Gedenkminute für den als Märtyrer verehrten „Bischof der Armen“ ein, berichteten lokale Medien. „Romero ist eine Inspiration“, sagte der US-Präsident. El Salvadors Staatschef Mauricio Funes würdigte Obamas Geste. Obama habe damit die „Größe des spirituellen Führers El Salvadors“ anerkannt.

Eine derartige Geste des Respekts für die unzähligen Opfer von Militärdiktaturen war von zahlreichen Menschenrechtsorganisationen erwartet worden - z.B. in Chile vergeblich. Siehe dazu folgenden Artikel:

Der Standard, 24.3.2011
Obama: Warme Worte in Zeiten des Krieges
Warum viele Lateinamerikaner mit der diese Woche im Schatten der Libyenkrise absolvierten Reise des US-Präsidenten in ihre Region unzufrieden sind.

Klaus Hart, Brasilientexte
“Ein historischer Tag. In Brasilien ordnet Obama die Atacke auf Libyen an…”

Auffällig zurückhaltend und beschwichtigend ist dazu die Berichterstattung in konservativen kirchlichen Medien gewesen. Die Grabesvisite wurde nur angekündigt, wobei die Betonung auf einer zu befürchtenden politischen Missdeutung oder Instrumentalisierung des Märtyrertodes von Erzbischof Oscar Romero lag.

Agenzia fides, 21.3.2011
Präsident Obama würdigt Erzbischof Romero: er war „Stimme der Stimmlosen“
Der heutige Erzbischof von San Salvador,. José Luis Escobar Alas erinnerte daran, dass Präsident Obama den ermordeten Erzbischof als einen „Helden unseres Kontinents“ betrachtet. Der Besuch an dessen Grab sein von „weltumfassender Tragweite“ und trage dazu bei das Erzbischof Romero weltweiten Bekanntheitsgrad erlange. Es handle sich dabei nicht um eine politische Geste, da die Figur des ermordeten Erzbischofs von transzendenter Bedeutung sei.

Kathweb, 24.3.2001
Seligsprechungsverfahren für Romero: Postulator erläutert Probleme
Bischof Vincenzo Paglia: Grund für die Verzögerungen im Seligsprechungsverfahren für den 1980 ermordeten Erzbischof sind "Versuche einer Instrumentalisierung"

Nähere Informationen über Oscar Romero auf Adveniat.de

Freitag, 11. März 2011

Brasilien: kirchliche Fastenkampagne hat Schutz der natürlichen Ressourcen als Thema

"Die gesamte Schöpfung zeufst und liegt in Geburtswehen.“ (Röm 8,22)



Hino da Campanha da Fraternidade 2011


Trailer do vídeo da Campanha da Fraternidade 2011

CNBB, 10.3.2011
Am Aschermittwoch, (9.3.2011) wurde die Kampagne der Brüderlichkeit der Brasilianische Bischofskonferenz für die Fastenzeit - "Brüderlichkeit und Leben auf der Erde" - in ganz Brasilien vorgestellt. In Goiânia wählte die Erzdiözese dafür die Städtische Mülldeponie als Ort der Feier, um die Verpflichtung der Kirche für das Umweltengagement zu unterstreichen.
In seiner Rede betonte Erzbischof Dom Washington Cruz die Verantwortung der Christen für unseren Planeten und den Schutz des Lebens, "vor allem für die Umwelt", und schloss mit dem Gebet des heiligen Franz von Assisi. Anschließend besuchte der Erzbischof den sanitären Komplex.

Kathweb, 10.03.2011
Belo Monte: Brasiliens Bischöfe warnen auch vor sozialen Folgen
Jährliche kirchliche Fastenkampagne "Campanha da Fraternidade" hat heuer Schutz der natürlichen Ressourcen als Thema
KAP) Die Brasilianische Bischofskonferenz hat am Mittwoch ihre Sorge über das geplante Megakraftwerk Belo Monte geäußert. Anlass war die Vorstellung der jährlichen kirchlichen Fastenkampagne "Campanha da Fraternidade" in der Hauptstadt Brasilia, deren Thema heuer der Schutz der natürlichen Ressourcen ist. Der Sekretär der Bischofskonferenz, Bischof Dimas Barbosa, warnte vor Folgen sowohl im Umwelt- als auch im Sozialbereich. Bereits jetzt seien die Folgen in Altamira zu spüren, wo überhaupt keine Infrastruktur für die vielen Neuzuzügler bestehe, so Barbosa.

Montag, 7. März 2011

Keine Sambastimmung für den Rio Xingu

Während am Rio Xingu mit den Planierarbeiten für Zufahrtswege zum Gebiet des Staudammes beim Sitio Pimentel begonnen wird, geht im Sambadrom von Rio de Janeiro der Carneval über die Bühne.

Die Sambaschule "São Clemente" startete die Umzüge in Rio de Janeiro. Acht Schulen präsentieren heute und morgen ihre Sambakünste und Choreographien, um schließlich als beste gekürt zu werden.


Sambaschule "Imperatriz" mit Themen aus der Medizin: Naturheilungen und moderne Krankheiten...

"Vila Isabel" erzählt die Geschichte des Haares, wobei auch Glatzköpfe zum Zug kommen.

An den popularen Umzügen in Rios Straßen nahmen 100 Trommelblöcke teil.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Trockene Flüsse in Amazonien

ORF.at, 24.10.2010
Regierung startet Katastrophenhilfe

Das Amazonas-Gebiet wird derzeit von der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten heimgesucht. Brasiliens Regierung hat nun Katastrophenhilfe in Höhe von 13,5 Mio. Dollar (9,7 Mio. Euro) für die betroffenen Regionen angekündigt.

Mit dem Geld sollen Projekte zur Wasserförderung und -reinigung ebenso finanziert werden wie die Lieferung von Nahrung und Getränken in jene Orte, die durch den stark gesunkenen Flusspegel von der Versorgung abgeschnitten sind. Die brasilianische Luftwaffe hat laut Angaben von BBC Online bereits 500 Tonnen an Nachschub in jene Gegenden gebracht, die normalerweise per Schiff versorgt werden.

Freitag, 16. April 2010

Jüngster Gerichtsentscheid im Fall von Belo Monte nährt Hoffnung auf Gerechtigkeit

Das Bundesgericht von Altamira stoppte am 14. April 2010 den für 20. April geplanten Beginn der Ausschreibung zur Bewerbung für den Bau des Wasserkraftwerkes Belo Monte in Amazonien.
Mit einem Produktionsvolumen von 11.000 MWh wäre es das weltweit drittgrößte Kraftwerk.

Die indigenen Völker und Bewohner entlang der Flüsse hoffen auf einen Sieg der Gerechtigkeit. Umwelt- und Menschenrechtsbewegungen im In- und Ausland freuen sich mit den Betroffenen, denn sie haben nicht unwesentlich zur Berichterstattung über Belo Monte beigetragen.

Trotz des jüngsten Gerichtsurteils ist das Projekt, das seit mehr als drei Jahrzehnten von Befürwortern verteidigt und von Gegnern abgelehnt wird, noch nicht zu den Akten gelegt. Die Generalanwaltschaft des Bundes (AGU) hat rasch reagiert und bereits die Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts von Altamira eingereicht.

Wie in der Vergangenheit bemühen sich Staatsanwälte und Anwälte von Bewegungen der Indios und der vom Kraftwerk Betroffenen, bislang missachtete nationale Gesetze und internationale Regelungen durchzusetzen. Die brasilianische Bischofskonferenz CNBB bekundete immer wieder mit Stellungnahmen und Debatten zu Belo Monte ihre Option für die Bewahrung der Schöpfung.

Dem Protest gegen Belo Monte Xingu schlossen sich auch Künstler an, etwa der Musiker Sting oder der Regisseur James Cameron, der in diesen Tagen gemeinsam mit den Hauptdarstellern von "Avatar" Sigourney Weaver und Joel David Moore bei Kundgebungen auftritt.

Die Sorge um den Xingu teilen weltweit zahlreiche umweltbewusste Menschen, die sich an Petitionen und Aktionen beteiligen und im Alltag für Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles Konsumverhalten eintreten.

Unternehmen und brasilianische Regierung haben Belo Monte noch lange nicht aufgegeben. Gestern, 15.4., gab die Regierung einen zweiten Bewerber für die Ausschreibung bekannt.

Die Menschen in Amazonien brauchen weiterhin internationale Solidarität, damit ihr Lebensraum am Xingu nicht unwiederbringlich zerstört wird, durch ein Wasserkraftwerk, bei dessen bisheriger Planung Gesetze verletzt und die Menschenwürde der Betroffenen missachtet wurde.