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Samstag, 8. Oktober 2011
Bischof Erwin Kräutler als CIMI-Präsident bestätigt
Von 4.-8. Oktober 2011 fand in Luziânia (GO) die 19. Generalversammlung des indigenen Missionsrat (CIMI) statt. Dabei wurde auch der neue Vorstand gewählt.
Erwin Kräutler, Bischof am Xingu (PA), wurde als CIMI-Präsident wiedergewählt und wird dieses Amt, das er im Jahr 2007 übernommen hat, eine weitere Periode ausüben. Die Vize-Präsidentschaft wird von Emilia Altino, seit 1980 Cimi-Missionarin in Rondônia, übernommen. Neuer CIMI-Generalsekretär ist Cléber Buzzati, seit 2000 als CIMI-Mitarbeiter in der Region Süd und seit 2009 im Nationalsekretariat in Brasília tätig.
Blickpunkt Lateinamerika, 11.10.2011
CIMI-Vollversammlung kritisiert Regierung scharf
Der Indigene Missionsrat der Brasilianischen Bischofskonferenz (CIMI) hat auf seiner 19. Vollversammlung in Luziânia im Bundesstaat Goiás schwere Vorwürfe gegen die Regierung erhoben. Im Schlussdokument heißt es, die Indigenenbehörde FUNAI stelle sich in den Dienst des Wirtschaftsbeschleunigungsprogramms PAC und der mit diesem verbundenen Megaprojekte.
Abschlußbericht der 19. Generalversammmlung von CIMI auf Portugiesisch:
Documento Final da XIX Assembleia Geral do Cimi:
“Com os povos indígenas construir o Bem Viver do planeta Terra”
CIMI-Bericht über die Jahre 2009-2011 von Bischof Erwin Kräutler auf Portugiesisch:
Relatório da Presidência do Cimi referente ao período 2009-2011
CNBB, 7.10.2011
Eleita nova diretoria do Conselho Indigenista Missionário
Foi eleita na tarde desta quinta-feira, 6, a nova diretoria do Conselho Indigenista Missionário (Cimi) durante a 19ª Assembleia Geral da entidade, que acontece no Centro de Formação Vicente Cañas, em Luziânia (GO).
Cimi-Informe nº 984, 06/10/2011:
Eleita a nova diretoria do Cimi
Votação aconteceu hoje a tarde durante a XIX Assembléia Geral da entidade
Consenso entre os missionários, a escolha da nova diretoria do Conselho Indigenista Missionário (Cimi) se deu de forma tranqüila hoje à tarde (6), durante a XIX Assembléia Geral da entidade, que acontece até sábado no Centro de Formação Vicente Cañas, em Luziânia (GO). Dom Erwin Kräutler, bispo da Prelazia do Xingu, no Pará, foi reeleito e dará continuidade ao seu primeiro mandato, iniciado em 2007. A vice- presidência será ocupada por Emília Altini, missionária do Cimi em Rondônia. Já o secretariado Executivo da entidade, com sede em Brasília, ficará a cargo do gaúcho Cléber Buzatto.
Sonntag, 4. September 2011
Brasilianische Bischöfe der Region Norden-II bekräftigen ihre Ablehnung von Belo Monte
Die Bischöfe wiederholen in einer Erklärung ihre Bedenken zum Kraftwerk Belo Monte und zur Situation in Altamira. Darin werden "die fehlende Sensibilität der regierenden Autoritäten" im Hinblick auf den Schrei Tausender betroffener und angsterfüllter Menschen sowie die Zerstörung der Umwelt beklagt.
PlattformBeloMonte bringt eine deutsche Übersetzung von P. Michael Rohde CPPS und autorisiert von Bischof Erwin Kräutler:
Erklärung der Brasilianischen Bischofskonferenz - Region Norden-II
„Rette dein Volk und segne dein Erbe!“ (Ps 27,9)
Es gibt Gruppen und Personen, die gewöhnlich schreien: "Amazonien gehört uns". Diese Rufe ertönen aber nicht, um die unbestreitbare Hoheit Brasiliens über dieses riesige Gebiet zu verteidigen, sondern um die Naturreichtümer bis zum Letzten auszubeuten und das Land, die Gewässer und die Wälder in Handelsgüter und Geschäftsobjekte zu verwandeln. Die Menschen verlieren das Recht auf ihre Heimat, die Gott für alle geschaffen hat. Sie werden vom Erbe, das sie von den Vorfahren übernommen haben, vertrieben.
Das Projekt Belo Monte bringt in der Region rund um den Xingu Tausende von Menschen in Gefahr. Am 1. Juni 2011 hat das brasilianische Umweltinstitut IBAMA der Betreiberfirma Norte Ernergia S.A die Lizenz zum Bau des Wasserkraftwerkes gegeben und erklärt, dass „die technischen Untersuchungen abgeschlossen seien und der Abschlussbericht zeigt, dass alle 40 Vorbedingungen erfüllt sind".
Diese Aussage ist eine Beleidigung für die Völker am Xingu, weil sie einfach nicht der Wahrheit entspricht. Die versprochenen Vorleistungen wie ein Abwassersystem für Altamira und Vitoria do Xingu wurden nicht verwirklicht. Vorsorge für eine entsprechende und absolut notwendige Infrastruktur im Gesundheitswesen, im Bildungsystem, im Bereich Wohnen und in der öffentlichen Sicherheit wurde in keinster Weise getroffen. 30.000 Menschen erleben momentan einen Albtraum. Sie werden aus ihren Häusern vertrieben und wissen nicht, wohin sie gehen können. Riesige Anbauflächen wurden für eine lächerliche Entschädigung enteignet. Wer sich widersetzt wird gerichtlich gezwungen. Die verschiedenen Kommunikationsmittel verbreiten die Nachricht, dass die Reservate der indianischen Völker nicht betroffen seien, weil keine einzige Indianersiedlung überflutet werde. Das stimmt zwar, es geschieht aber das Gegenteil: den indigenen Völkern, die rund um den großen Bogen des Xingu-Flusses leben, wird das Wasser abgeschnitten.
In Altamira steigen die Preise für Mieten in astronomische Höhen. Dies führt zu Besetzungen von freiem Land in der Stadt und Gruppen von Menschen bauen Zeltlager vor dem Sitz der Stadtverwaltung auf. So wird das Chaos installiert. Die für die öffentliche Sicherheit Zuständigen sind nicht in der Lage, die wachsende Welle von Gewalt zu überwinden. Verkehrsunfälle steigen in einem erschreckenden Maß. Die Krankenhäuser sind überfüllt. Die Schulen können nicht einmal annähernd die steigende Nachfrage nach Schulplätzen bewältigen.
Die Bundesregierung verweigert den Dialog, verheimlicht Informationen und setzt auf eine Politik der „vollendeten Tatsachen“. Sie fährt wie eine Dampfwalze über die Bevölkerung hinweg.
Wir bekräftigen unsere Solidarität mit den Volksgruppen am Xingu und klagen öffentlich die fehlende Sensibilität der regierenden Autoritäten an, die sich nicht vom Aufschrei tausender angsterfüllter Bürger bewegen lassen.
Wir haben und nähren immer noch die Hoffnung, dass der gesunde Menschenverstand den Wahnsinn eines für die Bevölkerung und die Umwelt so verderblichen Projektes überwindet. Wir bitten den guten Gott: „Rette dein Volk und segne dein Erbe!“ (Ps 27,9). Es segne uns Unsere Liebe Frau von Nazareth, die Patronin Amazoniens, und sie trete ein für die Brüder und Schwestern am Xingu!
Belém, 2. September 2011
+ Dom Jesus Maria Berdones
Präsident
+ Dom Frei Bernado Johannes Bahlmann
Vize-Präsident
+ Dom Flavio Giovenale
Sekretär
CNBB, 2.9.2011
Regional Norte 2 da CNBB reafirma posição contra a Usina Belo Monte
Reunido em assembleia desde quarta-feira, 31, em Belém, o Regional Norte 2 da CNBB (Amapá e Pará) divulgou hoje uma nota em que volta a condenar a construção da usina Belo Monte, na região do Xingu (PA). Segundo a nota, o projeto Belo Monte coloca em risco a vida de milhares de pessoas.
Blickpunkt Lateinamerika, 6.9.2011
Regionale Bischofskonferenz lehnt Belo Monte ab
Die Bischofskonferenz der brasilianischen Region Norden II – sie umfasst die Bundesstaaten Pará und Amapá – hat auf ihrer Versammlung in Belém (der Hauptstadt von Pará) den geplanten Bau des umstrittenen Wasserkraftwerks Belo Monte angeprangert. Unter den 14 anwesenden Bischöfen befand sich auch Erwin Kräutler, der 2010 für sein unermüdliches Engagement mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde.
Samstag, 2. Juli 2011
CIMI veröffentlicht Bericht über Gewalt an Indigenen
Adveniat, 1.7.2011
Brasilien: Kirche beklagt Gewalt gegen indigene Völker
Die katholische Kirche in Brasilien hat auf die anhaltende Gewalt gegen Angehörige indigener Völker in dem größten südamerikanischen Land hingewiesen. In einer in dieser Woche in der Hauptstadt Brasilia verbreiteten Stellungnahme des Indianermissionsrat der katholischen Kirche CIMI heißt es, das allein im vergangenen Jahr 60 Indigene ermordet wurden, in 152 Fällen kam es zu Morddrohungen.
"Sie werden weiterhin ans Kreuz genagelt: Ermordet, verletzt, vertrieben oder gebrochen auf ihren eigenen uralten Ländereien. Zurückgedrängt in Parias der Gesellschaft, gejagt wie Tiere und behandelt wie Bettler", sagte Amazonasbischof Erwin Kräutler in seiner Eigenschaft als CIMI-Präsident der Nachrichtenagentur Télam.
Die Mehrzahl der Gewaltakte gibt es im Zusammenhang mit offenen Landkonflikten mit weißen Landbesitzern. Allein im Bundesstaat Mato Grosso do Sul, einem der führenden Gebiete der brasilianischen Landwirtschaft, ereigneten sich 34 Morde an Ureinwohnern. Der Bundesstaat verfügt über die zweitgrößte Indigenen-Population innerhalb der brasilianischen Föderation.
Ein erschreckendes Bild zeichnet CIMI für die Säuglingssterblichkeit unter den Ureinwohnern. Seit Jahren klagt die Organisation über fehlende medizinische Betreuung für Ureinwohner. Im Vergleich zu 2009 habe es somit fünfmal mehr Säuglingstode gegeben. Allein im Volk der Xavante-Indios aus dem Bundesstaat Mato Grosso seien 60 von 100 Neugeborenen gestorben.
(TK)
CIMI, 30/06/2011
Violência contra os povos indígenas no país continua alarmante
PDF-Documento:
Relatório de Violência Contra os Povos Indígenas no Brasil - 2010
Prelazia do Xingu,30.6.2011
AS CRUZES PERMANECEM ERGUIDAS
Adveniat, 21.6.2011
Brasilien: Mehr als 1580 Morde an Umweltschützern seit 1985
Nach Angaben der katholischen Organisation Comissão Pastoral da Terra (CPT) sind allein im brasilianischen Bundesstatt Pará zwischen 1996 und 2011 insgesamt 214 Menschen ermordet worden, die sich für den Schutz der Natur eingesetzt haben. Wie die Internetseite observadorglobal.com berichtet, seien die überwiegende Mehrzahl der Opfer Umweltaktivisten, indigene Führer und Kleinbauern. Im gleichen Zeitraum erhielten mehr als 800 Personen Morddrohungen.
Freitag, 6. Mai 2011
Bischof Erwin Kräutler: "Belo Monte wird ein Fiasko"
Am dritten Tag der Vollversammlung der Brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB) in Aparecida (SP) referierte Bischof Erwin Kräutler, Präsident des Indigenen Missionsrates (CIMI), über die aktuelle indigene Problematik in Brasilien. Unter dem Motto nach Jer 31,7 "Herr, rette dein Volk!“ appellierte Dom Erwin an die Verantwortung zur Bewahrung der Schöpfung und knüpfte an die Kampagne der Brüderlichkeit dieses Jahres an. "Das Thema der Kampagne der Brüderlichkeit hat eine Herausforderung und einen Imperativ: Aufbau und Umbau des Lebens in Brasilien, in Lateinamerika und auf dem Planeten Erde als Leben in Brüderlichkeit mit den indigenen Völkern", sagte er.Der Präsident des CIMI sprach über Gewalt gegen indigene Vertreter und ganze Völker; über die großen Konjunkturprojekte und deren Auswirkungen auf indigene Gebiete; die Kriminalisierung der Führer indigener Völker; die Verletzungen der Rechte indigener Völker, wie sie in der brasilianischen Verfassung garantiert sind; über niedrige und nicht ausreichende Budgets für die Indigenen; über die Situation im indigenen Gesundheits- und Bildungswesen; über die Bedeutung indigener Völker und die Bedrohung unkontaktierter und isolierter Gemeinschaften.
Die Rede von Bischof Erwin Kräutler ist vorerst nur auf Portugiesisch verfügbar.
Bei der anschließenden Pressekonferenz bekräftigte Bischof Kräutler erneut seinen Widerstand gegen den Bau des Wasserkraftwerks von Belo Monte am Rio Xingu. "Ich kämpfe seit 30 Jahren gegen Belo Monte", sagte Dom Erwin und bedauerte, dass sich die derzeitige brasilianische Regierung um die indigenen Anliegen nicht kümmert.
"Schon die vorhergehende Regierung hat die Indigenen nicht ernst genommen. Soweit ich sehe, ist die amtierende Präsidentin nicht anders, denn sie ignoriert beharrlich unsere Appelle und Briefe. Seit 1982 ist der Indigene Missionsrat (CIMI), deren Vorsitz ich innehabe, das Sprachrohr der CNBB für indigene Fragen. Gott sei Dank kämpfen wir für die indigene Sache, und die CNBB unterstützt und befürwortet unseren Kampf, weil wir eine Institution sind, die das Leben wertschätzt", sagte Dom Erwin mit Hinweis auf die Unterstützung der brasilianischen Bischöfe gegen den Bau von Belo Monte.Dom Erwin Kräutler präsentierte auch eine Auflistung von Bedrohungen der Indigenen, die besorgniserregend sind. "Es gibt 182 indigene Gebiete in Brasilien, die durch alle Arten von Grausamkeiten bedroht sind. 108 Völker sind in kritischem Zustand. Das Projekt Belo Monte Projekt sieht den Bau eines großen Staudamms am Rio Xingu 40 km unterhalb der Stadt Altamira (PA) vor, wo ich Bischof bin. Wenn dies geschieht, wird ein Drittel der Stadt unter Wasser stehen und wir haben ein 'Belo Monstro'. Die Regierung muss uns hören", betonte er.
Der Bischof erklärte, das er nicht allein in diesem "Kampf" sei. Aber sowohl er als auch die Zivilgesellschaften und internationale Organisationen werden systematisch ignoriert. "Die Inter-Amerikanische Kommission für Menschenrechte (IACHR) der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat die brasilianische Regierung offiziell aufgefordert, die Genehmigungsverfahren und den Bau des Wasserkraftwerks Belo Monte unverzüglich zu stoppen, weil die Bauarbeiten ein großes Potenzial an Verletzungen der Rechte der im Xingu-Becken beheimateten traditionellen Gemeinschaften in sich bergen. Ich bin fest überzeugt und viele Studien internationaler Institutionen und renommierter Professoren bestätigen es, dass Belo Monte ein Flopp und Fiasko wird, nicht nur ökologisch, menschlich, sozial und kulturell, sondern gerade finanziell", schloss Dom Erwin Kräutler.
CNBB, 6.5.2011
49ª AG: Encerrado terceiro dia de trabalhos
Dom Erwin Kräutler:
SALVA, SENHOR, O TEU POVO (Jr 31,7)
Comunicado à 49º Assembléia Geral da CNBB sobre a Causa Indígena no Brasil
CNBB, 6.5.2011
49ª AG: Dom Erwin Krautler reafirma sua posição contrária a construção da Usina Hidrelétrica de Belo Monte
Fotos von der Pressekonferenz
Rádio Vaticano
DOM ERWIN ALERTA PARA RISCOS DE 'BELO MONSTRO'
Aparecida, 07 mai (RV) - “Luto contra Belo Monte há 30 anos”, disse o bispo da prelazia do Xingu, Dom Erwin Krautler, na terceira coletiva de imprensa, realizada na tarde desta sexta-feira, 7, em Aparecida (SP). O bispo reafirmou mais uma vez a sua opinião contrária a construção da Usina Hidrelétrica de Belo Monte, que está sendo erguida no rio Xingu, no estado do Pará. O bispo disse que o atual governo brasileiro não está se preocupando com as causas indígenas.
Freitag, 11. März 2011
Brasilien: kirchliche Fastenkampagne hat Schutz der natürlichen Ressourcen als Thema
"Die gesamte Schöpfung zeufst und liegt in Geburtswehen.“ (Röm 8,22)
Hino da Campanha da Fraternidade 2011
Trailer do vídeo da Campanha da Fraternidade 2011
CNBB, 10.3.2011
Am Aschermittwoch, (9.3.2011) wurde die Kampagne der Brüderlichkeit der Brasilianische Bischofskonferenz für die Fastenzeit - "Brüderlichkeit und Leben auf der Erde" - in ganz Brasilien vorgestellt. In Goiânia wählte die Erzdiözese dafür die Städtische Mülldeponie als Ort der Feier, um die Verpflichtung der Kirche für das Umweltengagement zu unterstreichen.
In seiner Rede betonte Erzbischof Dom Washington Cruz die Verantwortung der Christen für unseren Planeten und den Schutz des Lebens, "vor allem für die Umwelt", und schloss mit dem Gebet des heiligen Franz von Assisi. Anschließend besuchte der Erzbischof den sanitären Komplex.
Kathweb, 10.03.2011
Belo Monte: Brasiliens Bischöfe warnen auch vor sozialen Folgen
Jährliche kirchliche Fastenkampagne "Campanha da Fraternidade" hat heuer Schutz der natürlichen Ressourcen als Thema
KAP) Die Brasilianische Bischofskonferenz hat am Mittwoch ihre Sorge über das geplante Megakraftwerk Belo Monte geäußert. Anlass war die Vorstellung der jährlichen kirchlichen Fastenkampagne "Campanha da Fraternidade" in der Hauptstadt Brasilia, deren Thema heuer der Schutz der natürlichen Ressourcen ist. Der Sekretär der Bischofskonferenz, Bischof Dimas Barbosa, warnte vor Folgen sowohl im Umwelt- als auch im Sozialbereich. Bereits jetzt seien die Folgen in Altamira zu spüren, wo überhaupt keine Infrastruktur für die vielen Neuzuzügler bestehe, so Barbosa.
Samstag, 30. Oktober 2010
Stichwahl in Brasilien religiös gefärbt
NZZ, 20.10.2010Kampf um jede Stimme in Brasilien
José Serra macht Boden gut – die Grünen ohne Wahlempfehlung
Das Rennen um Brasiliens Präsidentenamt spitzt sich wenige Tage vor dem zweiten Wahlgang zu. Um wichtige Wählergruppen für sich zu gewinnen, geben sich die beiden Kandidaten betont religiös und umweltbewusst.
Für weit mehr Aufregung als die Glaubensbekenntnisse der Kandidaten sorgt derzeit jedoch eine Gruppe von katholischen Bischöfen, die sich öffentlich gegen die Kandidatur von Dilma Rousseff stellt. Zwar hat sich die nationale Bischofskonferenz bereits von ihrem «politischen Arm» distanziert, dennoch dürfte Rousseff die Negativkampagne der Geistlichen Stimmen kosten. Dass der PT im letzten Moment die Verbreitung eines von den Bischöfen unterzeichneten Flugblattes verhindert hat, zeugt von der Nervosität der Partei.
Ö1-Journal, 30.10.2010
Kräutler: Armut ist kein Schicksal
Brasilien nach der Ära Lula
Kein überragend gutes Zeugnis stellt der aus Österreich stammende Bischof Erwin Kräutler in der Ö1 Reihe "Im Journal zu Gast" dem scheidenden brasilianischen Präsidenten Lula da Silva aus.
orf.at, 29.10.2010
Dilma Rousseff erste Präsidentin?
In Brasilien geht die gemäßigte Linkspolitikerin und Regierungskandidatin Dilma Rousseff trotz eines Dämpfers in der ersten Runde als klare Favoritin in die Stichwahl am Sonntag.
Süddeutsche, 31.10.2010
Brasilien: Präsidentenwahl Hilfe vom Papst und Lula
Dilma Rousseff dürfte heute zur neuen Staatschefin Brasiliens gewählt werden - dank ihrer harten Haltung gegen Abtreibung und der Rückendeckung von Amtsinhaber Lula.
n-tv, 25.10.2010
Stichwahl in Brasilien Nerven liegen blank
Brasilien entscheidet per Stichwahl über die Nachfolge des populären Präsidenten Lula. Seine Kandidatin Dilma Rousseff ist zwar Favoritin, doch ihr Sieg gilt keineswegs als sicher. Die große Sorge: Am Sonntag könnten viele Brasilianer lieber zum Strand als zur Wahl gehen.
domradio-videothek, 29.10.2010
Wahl in Brasilien
Gläubige Christen könnten bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien das Zünglein an der Waage sein. Deswegen werden sie sowohl von Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei als auch vom sozialdemokratischen Ex-Gouverneur von São Paulo, José Serra, heftig umworben.
Blickpunkt Lateinamerika, 28.10.2010
Die Pfingstkirchen und Dilma Rousseff
Die Präsidentschaftskandidatin der Arbeiterpartei (PT) Dilma Rousseff kämpft vor der anstehenden Stichwahl in Brasilien um die Stimmen der „Evangelicos“. Schon dem Katholiken Lula war viel an einem Bündnis mit der mächtigen „Universal-Kirche vom Reich Gottes“ gelegen. Doch auch diese profitiert von der Allianz.
Blickpunkt Lateinamerika,8.10.2010
Schluss mit der Täuschung
Vor einem Missbrauch der Frage des Schwangerschaftsabbruchs im Wahlkampf haben Demétrio Valentini, Bischof von Jales/SP und Präsident der Cáritas Brasileira, sowie der Theologe José Comblin eindringlich gewarnt. Die katholische Kirche habe ihre politische Unabhängigkeit zu wahren.
Blickpunkt Lateinamerika dokumentiert die Stellungnahme von Dom Demétrio Valentini und einen offenen Brief dazu von P. José Comblin.
Folha, 30.10.2010
Dilma e Serra amenizam tom de ataques no último debate
Nas vésperas de eleição, candidatos trocam postura agressiva de encontros anteriores por críticas indiretas.
CNBB,(Dom Walmor Oliveira de Azevedo), 29.10.2010
Eleitores, às urnas!
O segundo turno das eleições deve ressoar como convocação peremptória ao cidadão para que este indispensável exercício de cidadania influencie na definição de rumos, horizontes e metas na vida da sociedade brasileira. Está em jogo o que se quer para o próximo quadriênio, em se tratando da Presidência da República. É indispensável que a consciência cidadã motive o compromisso do comparecimento às urnas. Não se pode correr o risco, como tem sido a preocupação acenada, de o feriado se tornar um impedimento inviabilizando esse comparecimento. O lazer merecido e as premências de compromissos não podem, é verdade, relativizar a seriedade deste momento decisivo de ida às urnas.
Adital (Leonardo Boff), 29.10.2010
O mau uso político da religiosidade popular
A religiosidade popular está hoje em alta, pois foi um dos eixos fundamentais da campanha eleitoral, especialmente em sua vertente fundamentalista. Foi induzida pela oposição e por uma ala conservadora de bispos de São Paulo, à revelia da Conferência Nacional dos Bispos do Brasil (CNBB), acolitada depois por pastores evangélicos. Sem projeto político alternativo, Serra descobriu que podia chegar ao povo, apelando para temas emocionais que afetam à sensível alma popular, como o aborto e a união civil de homossexuais, temas que exigem ampla discussão na sociedade, fora da corrida eleitoral. Política feita nesta base é sempre ruim porque faz esquecer o principal: o Brasil e seu povo, além de suscitar ódios e difamações que vão contra a natureza da própria religião e não pertencem à tradição brasileira.
Samstag, 27. Februar 2010
Dom Erwin widerspricht IBAMA
Quelle: CIMI, 26.2.2010 - Übersetzung: © PlattformBeloMonte
Das Brasilianische Institut für Umwelt und natürliche erneuerbare Ressourcen (IBAMA) hat das Recht, auf die Aussendung der Brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB) zu reagieren, in der sie gegen das Projekt von Belo Monte Stellung bezieht.
Dieses Projekt wurde bisher von offizieller Seite einseitig dargestellt, als ob es nur Vorteile bringen würde. Indessen hätte ich erwartet, dass das IBAMA aufrichtiger und besonnener reagieren würde. Mit dem Hinweis auf die vier Anhörungen lautstark zu verkünden, dass damit die Gesetzesbestimmungen eingehalten wurden, ist als wolle man die Sonne mit einem Sieb verdecken und verteidigen, was nicht zu verteidigen ist. Die vier Anhörungen waren nicht mehr als schlechte Inszenierungen. Das Argument von achttausend Teilnehmern ist nicht haltbar, nicht einmal wenn zu den jeweils Anwesenden die übermäßig aufgebotenen Militärpolizisten hinzugezählt werden, die angeblich zur „Aufrechterhaltung der Ordnung“, tatsächlich aber zur Einschüchterung jener, die gegen Belo Monte sind, eingesetzt wurden.
© CNBB.org.br
Jene, die Belo Monte ablehnen, haben nie auf Gewalt gesetzt. Die Bedrohungen gehen stets von jenen aus, die für das Projekt sind, nämlich die Mitglieder des Konsortiums Monte Belo, die bereits im Juni 2006 laut von der Rednerbühne schrieen: "Es ist Krieg" und "Wir müssen die Knüppel sausen lassen". Dazu noch die offenkundige Arroganz und Überheblichkeit gegenüber jenen, die nicht ihre Sprüche nachplappern.
Wir forderten und fordern weiterhin, dass die indigenen Gemeinschaften und Siedler entlang der Flüsse, sowie die Bevölkerung von Altamira, Vitória do Xingu, Senador José Porfírio, Anapu und Porte de Moz angehört werden, ohne Zwang und Einschränkung ihrer Freiheit durch demonstratives Polizeiaufgebot. Sie sollen in ihrem Umfeld angehört werden, wo sie leben und wohnen, in ihren Dörfern, an der Großen Kehre des Xingu, in den Städten, in den Stadtvierteln von Altamira, die überschwemmt werden und dort, wo die unwiderrufliche Schädigung der Böden programmiert ist.
Wir haben 27 Anhörungen vorgeschlagen. Es wurden nur vier durchgeführt, um ein zuvor festgelegtes Ritual zu erfüllen. Die Menschen, die besonders stark betroffen sein werden, wurden nicht entsprechend angehört. Sie konnten gar nicht teilnehmen, weil die vom IBAMA festgelegten Orte zu weit entfernt lagen oder weil es für sie keine Möglichkeit für eine Wortmeldung gab.
Dom Erwin Kräutler
Bischof vom Xingu
Präsident des Indigenen Missionsrates - CIMI
Das Brasilianische Institut für Umwelt und natürliche erneuerbare Ressourcen (IBAMA) hat das Recht, auf die Aussendung der Brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB) zu reagieren, in der sie gegen das Projekt von Belo Monte Stellung bezieht.
Dieses Projekt wurde bisher von offizieller Seite einseitig dargestellt, als ob es nur Vorteile bringen würde. Indessen hätte ich erwartet, dass das IBAMA aufrichtiger und besonnener reagieren würde. Mit dem Hinweis auf die vier Anhörungen lautstark zu verkünden, dass damit die Gesetzesbestimmungen eingehalten wurden, ist als wolle man die Sonne mit einem Sieb verdecken und verteidigen, was nicht zu verteidigen ist. Die vier Anhörungen waren nicht mehr als schlechte Inszenierungen. Das Argument von achttausend Teilnehmern ist nicht haltbar, nicht einmal wenn zu den jeweils Anwesenden die übermäßig aufgebotenen Militärpolizisten hinzugezählt werden, die angeblich zur „Aufrechterhaltung der Ordnung“, tatsächlich aber zur Einschüchterung jener, die gegen Belo Monte sind, eingesetzt wurden.
Jene, die Belo Monte ablehnen, haben nie auf Gewalt gesetzt. Die Bedrohungen gehen stets von jenen aus, die für das Projekt sind, nämlich die Mitglieder des Konsortiums Monte Belo, die bereits im Juni 2006 laut von der Rednerbühne schrieen: "Es ist Krieg" und "Wir müssen die Knüppel sausen lassen". Dazu noch die offenkundige Arroganz und Überheblichkeit gegenüber jenen, die nicht ihre Sprüche nachplappern.
Wir forderten und fordern weiterhin, dass die indigenen Gemeinschaften und Siedler entlang der Flüsse, sowie die Bevölkerung von Altamira, Vitória do Xingu, Senador José Porfírio, Anapu und Porte de Moz angehört werden, ohne Zwang und Einschränkung ihrer Freiheit durch demonstratives Polizeiaufgebot. Sie sollen in ihrem Umfeld angehört werden, wo sie leben und wohnen, in ihren Dörfern, an der Großen Kehre des Xingu, in den Städten, in den Stadtvierteln von Altamira, die überschwemmt werden und dort, wo die unwiderrufliche Schädigung der Böden programmiert ist.
Wir haben 27 Anhörungen vorgeschlagen. Es wurden nur vier durchgeführt, um ein zuvor festgelegtes Ritual zu erfüllen. Die Menschen, die besonders stark betroffen sein werden, wurden nicht entsprechend angehört. Sie konnten gar nicht teilnehmen, weil die vom IBAMA festgelegten Orte zu weit entfernt lagen oder weil es für sie keine Möglichkeit für eine Wortmeldung gab.
Dom Erwin Kräutler
Bischof vom Xingu
Präsident des Indigenen Missionsrates - CIMI
Donnerstag, 25. Februar 2010
CNBB-Stellungnahme zu Belo Monte
Quelle: CNBB - Übersetzung: © PlattformBeloMonte
BRASILIANISCHE BISCHOFSKONFERENZ
Bischöflicher Pastoralrat
Brasília – DF, 25. Februar 2010
Wasserkraftwerk Belo Monte
„Die gesamte Schöpfung seufzt und liegt in Geburtswehen“ (Röm 8,22)
Der Bischöfliche Pastoralrat der CNBB (Consep), der von 23. bis 25. Februar 2010 tagte, äußert im Einklang mit den Bischöfen der Region Norden II und angesichts der Schritte zur Verwirklichung des geplanten Wasserkraftwerkes Belo Monte am Fluss Xingu im Bundesstaat Pará seine große Besorgnis, weil die Vorlizenz vom IBAMA bereits erteilt wurde und dadurch die Ausschreibung für den Bau und die Inbetriebnahme des Kraftwerkes ermöglicht.
(...)
Es ist nicht das erste Mal in Brasilien, dass Projekt mit derartig negativen Auswirkungen sowohl für die Bevölkerung der Region als auch für die Umwelt, den von Kraftwerken Betroffenen eine große soziale Schuld hinterlassen.
Belo Monte macht deutlich, dass weder den indigenen Völkern, den Siedlern entlang der Flüsse noch den betroffenen Einwohnern in Altamira, die besonderen Schaden erleiden, Rechnung getragen wird. Unberücksichtigt blieben die technischen Empfehlungen von Wissenschaftlern, die Argumentation der Bundesstaatsanwaltschaft sowie die Einwände der sozialen Bewegungen.
Unser Land sehnt sich nach einer Entwicklung, die das Leben respektiert, die Betroffene in die Diskussion und Entscheidung von Projekten einbezieht, die ihnen auch wirklich Vorteile bringen, ohne verheerende Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.
Wir beklagen, dass Regierungsorgane, Behörden und Personen, diesen Werten zwar zustimmen, sich in der Praxis aber darüber hinwegsetzen, wie derzeit bei den Vorbereitungen zum Bau von Belo Monte. Man kann unmöglich Prozesse unterstützen, die das Leben indigener Gemeinschaften und anderer Bewohner der Region bedrohen, die die Umwelt angreifen, missachten und zerstören.
Wir betonen die Anliegen der Ökumenischen Kampagne der Geschwisterlichkeit 2010: „Die Prozesse der wirtschaftlichen Entwicklung müssen eine Umverteilung der Güter aber auch ein Teilen der Macht zwischen den sozialen Akteuren anstreben. Sie müssen bei Entscheidungen gehört und berücksichtigt werden. Brasilien ist noch weit davon entfernt und es ist nicht möglich, untätig zu bleiben, wenn so wichtige Gesetze verletzt werden.
Angesichts der dramatischen Situation wollen wir die Gesellschaft sensibilisieren und erwarten von den brasilianischen Autoritäten entsprechende Maßnahmen, damit das Projekt nicht ausgeführt wird, ohne der betroffenen Bevölkerung die Diskussion zu ermöglichen, ihre Vorschläge einzubringen und ihre Empfehlungen zu berücksichtigen.
Wir bekunden auch unsere Solidarität mit dem Volk, das sich für den Respekt ihres Lebens und ihrer Rechte einsetzt und mit Personen, wie zum Beispiel Dom Erwin, die ihr Leben unermüdlich auf Spiel setzen, an der Seite der Armen, die rufen: „Gott der Heerscharen, wende dich uns wieder zu! Blick vom Himmel herab und sieh auf uns. Sorge für diesen Weinstock und für den Garten, den deine Rechte gepflanzt hat.“ (PS 80,15-16)
Dom Geraldo Lyrio Rocha
Erzbischof von Mariana
Präsident der CNBB
Dom José Alberto Moura, CS
Erzbischof von Montes Claros
Vizepräsident der CNBB - Ad Hoc
Dom Dimas Lara Barbosa
Weihbischof Rio de Janeiro
Generalsekretär der CNBB
BRASILIANISCHE BISCHOFSKONFERENZ
Bischöflicher Pastoralrat
Brasília – DF, 25. Februar 2010
Wasserkraftwerk Belo Monte
„Die gesamte Schöpfung seufzt und liegt in Geburtswehen“ (Röm 8,22)
Der Bischöfliche Pastoralrat der CNBB (Consep), der von 23. bis 25. Februar 2010 tagte, äußert im Einklang mit den Bischöfen der Region Norden II und angesichts der Schritte zur Verwirklichung des geplanten Wasserkraftwerkes Belo Monte am Fluss Xingu im Bundesstaat Pará seine große Besorgnis, weil die Vorlizenz vom IBAMA bereits erteilt wurde und dadurch die Ausschreibung für den Bau und die Inbetriebnahme des Kraftwerkes ermöglicht.
(...)
Es ist nicht das erste Mal in Brasilien, dass Projekt mit derartig negativen Auswirkungen sowohl für die Bevölkerung der Region als auch für die Umwelt, den von Kraftwerken Betroffenen eine große soziale Schuld hinterlassen.
Belo Monte macht deutlich, dass weder den indigenen Völkern, den Siedlern entlang der Flüsse noch den betroffenen Einwohnern in Altamira, die besonderen Schaden erleiden, Rechnung getragen wird. Unberücksichtigt blieben die technischen Empfehlungen von Wissenschaftlern, die Argumentation der Bundesstaatsanwaltschaft sowie die Einwände der sozialen Bewegungen.
Unser Land sehnt sich nach einer Entwicklung, die das Leben respektiert, die Betroffene in die Diskussion und Entscheidung von Projekten einbezieht, die ihnen auch wirklich Vorteile bringen, ohne verheerende Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.
Wir beklagen, dass Regierungsorgane, Behörden und Personen, diesen Werten zwar zustimmen, sich in der Praxis aber darüber hinwegsetzen, wie derzeit bei den Vorbereitungen zum Bau von Belo Monte. Man kann unmöglich Prozesse unterstützen, die das Leben indigener Gemeinschaften und anderer Bewohner der Region bedrohen, die die Umwelt angreifen, missachten und zerstören.
Wir betonen die Anliegen der Ökumenischen Kampagne der Geschwisterlichkeit 2010: „Die Prozesse der wirtschaftlichen Entwicklung müssen eine Umverteilung der Güter aber auch ein Teilen der Macht zwischen den sozialen Akteuren anstreben. Sie müssen bei Entscheidungen gehört und berücksichtigt werden. Brasilien ist noch weit davon entfernt und es ist nicht möglich, untätig zu bleiben, wenn so wichtige Gesetze verletzt werden.
Angesichts der dramatischen Situation wollen wir die Gesellschaft sensibilisieren und erwarten von den brasilianischen Autoritäten entsprechende Maßnahmen, damit das Projekt nicht ausgeführt wird, ohne der betroffenen Bevölkerung die Diskussion zu ermöglichen, ihre Vorschläge einzubringen und ihre Empfehlungen zu berücksichtigen.
Wir bekunden auch unsere Solidarität mit dem Volk, das sich für den Respekt ihres Lebens und ihrer Rechte einsetzt und mit Personen, wie zum Beispiel Dom Erwin, die ihr Leben unermüdlich auf Spiel setzen, an der Seite der Armen, die rufen: „Gott der Heerscharen, wende dich uns wieder zu! Blick vom Himmel herab und sieh auf uns. Sorge für diesen Weinstock und für den Garten, den deine Rechte gepflanzt hat.“ (PS 80,15-16)
Dom Geraldo Lyrio Rocha
Erzbischof von Mariana
Präsident der CNBB
Dom José Alberto Moura, CS
Erzbischof von Montes Claros
Vizepräsident der CNBB - Ad Hoc
Dom Dimas Lara Barbosa
Weihbischof Rio de Janeiro
Generalsekretär der CNBB
Messe der CNBB für Parlamentarier hat Belo Monte zum Thema
Quelle: CNBB - Übersetzung: © PlattformBeloMonte
Am 25.2. fand in der Kapelle der Brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB) eine Messe mit Parlamentariern statt, die von Dom Esmeraldo Barreto de Farias, Bischof von Santarém und Präsident der Kommission für die Ordensgemeinschaften der CNBB geleitet wurde.
Ausgehend von der Ökumenischen Kampagne der Geschwisterlichkeit mit dem Thema „Wirtschaft und Leben“ und dem Motto „Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon“ (Mt 6,24b) lud Dom Esmeraldo die Parlamentarier ein, für das Volk am Xingu zu beten: „Ich bitte Sie: gedenken Sie im Gebet an das Volk am Xingu, das leidet und noch mehr leiden wird mit dem Projekt des Wasserkraftwerks von Belo Monte. Wir in Santarem leben dort in der Nähe und wissen, was in der Region passieren wird, wenn das Kraftwerk in Anriff genommen wird“, beklagte der Bischof.
Dom Esmeraldo äußerte sich besorgt, dass weitere fünf Kraftwerke am Tapajós-Fluss vorgesehen sind. „Belo Monte ist nur der Anfang. Wenn in Para noch weitere fünf Kraftwerke gebaut werden, wird sich das Leben vieler Menschen in der Region völlig verändern.
Am 25.2. fand in der Kapelle der Brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB) eine Messe mit Parlamentariern statt, die von Dom Esmeraldo Barreto de Farias, Bischof von Santarém und Präsident der Kommission für die Ordensgemeinschaften der CNBB geleitet wurde.
Dom Esmeraldo äußerte sich besorgt, dass weitere fünf Kraftwerke am Tapajós-Fluss vorgesehen sind. „Belo Monte ist nur der Anfang. Wenn in Para noch weitere fünf Kraftwerke gebaut werden, wird sich das Leben vieler Menschen in der Region völlig verändern.
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