Freitag, 21. Januar 2022

Kubas Covid-19-Vakzine wirksam und günstig

Blickpunkt Lateinamerika, 20.1.2022
Impfweltmeister Kuba
Die Omikron-Variante des Coronavirus hat ihren Weg inzwischen auch bis weit nach Lateinamerika gefunden. Selbst in Kuba, wo sehr viel geimpft, unter Hochdruck geforscht und inzwischen auch Vakzine produziert werden, schlägt sich die neue Variante in den Infektionszahlen nieder.


kontrast.at, 20.1.2022
Wirksam und günstig:
Kubas Impfstoffe bringen Hoffnung für ärmere Länder
Mit Abdala, Soberana 02 und Soberana Plus hat Kuba drei hochwirksame Protein-Impfstoffe gegen Covid-19 entwickelt. Nach der dritten Impfung schützen diese zu 90 % vor schweren symptomatischen Verläufen. Im Gegensatz zu mRNA- und Vektorimpfstoffen ist die Produktion und Lagerung von Protein-Impfstoffen günstiger und einfacher. Kubas Bereitschaft, das Wissen um Entwicklung und Produktion der Impfstoffe zu teilen, lässt einkommensschwache Länder hoffen.


Kubas Impfpoker geht auf
Das sozialistische Kuba hat zwei eigene Impfstoffe gegen Covid-19 entwickelt und gibt die Wirksamkeit mit mehr als 92 Prozent an. Der Erfolg soll die historischen Sozialproteste im Land vergessen machen. Im Ausland hat man schon angebissen. 


Kuba, Indien, Iran: Wie impft die Welt?
Während in Deutschland geboostert wird, gibt es weltweit noch große Lücken in den Impfkampagnen – vor allem weil es hier an Impfstoff fehlt. Hier könnten Vakzine aus Kuba oder Indien helfen. Kuba hat damit im eigenen Land Erfolge erzielt. Es gibt aber praktische Probleme.

Konjugatimpfstoff aus Kuba erzielt hohe Schutzwirkung
Ein in Kuba entwickelter Konjugatimpfstoff gegen SARS-CoV-2 hat in einer Phase-3-Studie nach 2 Dosierungen eine Schutzwirkung von 71 % erzielt. Nach der Boosterung mit einem modifizierten Impfstoff stieg die Schutzwirkung auf 92,4 %. Ein Vorteil des Impfstoffs könnte seine gute Verträglichkeit sein.

Seligsprechung des Märtyrers Rutilio Grande


VaticanNews, 21.01.2022
„Seliger Rutilio Grande brachte Option für die Armen nach El Salvador
Der neue Selige El Salvadors, Rutilio Grande, war ein Mann des Wortes, der den Menschen nahe war. So charakterisiert im Gespräch mit uns die in San Salvador lehrende österreichische Theologin Martha Zechmeister den Jesuiten, der 1977 ermordet wurde und am Samstag selig gesprochen wird.

Adveniat, Jänner 2022
„Seine leidenschaftliche Predigt besiegelte sein Todesurteil“
Am 22. Januar wird der Jesuit Rutilio Grande und seine Begleiter, die am 12. März 1977 ermordet wurden, in El Salvador seliggesprochen. Für den Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Martin Maier SJ „ein Signal der Ermutigung für die Kirche auf ihrem Weg der sozialen, kulturellen, ökologischen und synodalen Umkehr“.

El Salvador:
Seligsprechung als Ermutigung für Kirche der Armen
Jesuit Rutilio Grande wird am Samstag in San Salvador seliggesprochen - Sein Lebenszeugnis und Martyrium war ausschlaggebend dafür, dass sich der später ebenfalls ermordete Erzbischof Romero "bekehrte" und konsequent Partei für die Armen und Unterdrückten ergriff

San Salvador/Wien, 20.01.2022 (KAP) Am kommenden Samstag (22. Jänner), wird in San Salvador der Jesuitenpater Rutilio Grande (1928-1977) seliggesprochen. Laut dem Lateinamerika-Experten P. Martin Maier ist die Seligsprechung "eine Ermutigung für die Kirche auf ihrem Weg der sozialen, kulturellen, ökologischen und synodalen Umkehr", wie der Geschäftsführer des deutschen kirchlichen Hilfswerks "Adveniat" in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung "Die Furche" (Donnerstag) betont. Rutilio Grande war 1977 in El Salvador gemeinsam mit zwei Begleitern ermordet worden, weil er sich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse von Landarbeitern und Kleinbauern einsetzte. Der Märtyrer war ein Freund des 1980 ermordeten und 2018 heiliggesprochenen Erzbischofs Oscar Romero und des heutigen Papstes Franziskus. 

Das Lebenszeugnis des Märtyrerbischofs Romero ist ohne Rutilio Grande nicht verstehbar, arbeitete der Jesuit Andreas Batlogg in einem Beitrag in der "Furche" heraus. Der Mord an seinem Mitstreiter sei für Romero zum entscheidenden Anstoß geworden, konsequent Partei für die Armen und Unterdrückten zu ergreifen. Zuvor hatte er eine "Politisierung" der Kirche abgelehnt. 

Battlog betont in seinem Beitrag auch, dass als Sonderbeauftragter des Papstes nicht der Erzbischof von San Salvador, Jose Luis Escobar Alas, sondern Weihbischof Gregorio Rosa Chavez die Seligsprechung vornimmt. Der Weihbischof von San Salvador gilt als Sachwalter des geistlichen Erbes von Romero. Chavez und nicht der Erzbischof ist auch seit 2017 Kardinal.

Priester im Dienst des Volkes

1928 geboren, trat Rutilio Grande 1945 in die Gesellschaft Jesu ein. Die ordensübliche Ausbildung in Philosophie und Theologie absolvierte er in Venezuela, Ecuador, Spanien, Frankreich und Belgien. 1959 zum Priester geweiht, war er bis 1972 in der Priesterausbildung im landesweiten Seminar in San Salvador tätig. Er bemühte sich, die Seminaristen mit dem Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) und den Dokumenten der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz von Medellín (1968) vertraut zu machen. Er wollte Priester ausbilden, "die im Dienst des Volkes standen, und keine klerikalen Häuptlinge", wie sein späterer Biograf Rodolfo Cardenal schrieb. Deswegen verlor er das Vertrauen des Episkopats. Im Herbst 1972 entschied sich Rutilio Grande deswegen für die Pfarrarbeit in der Gemeinde von Aguilares.

Dort wirkte er am Aufbau einer sogenannten Basisgemeinde mit. Intensiv setzte er sich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse der einfachen Menschen ein. Mit seiner bewusstseinsbildenden Pastoral vollzog er dort den Standortwechsel der Kirche auf die Seite der Armen, der in Lateinamerika zu Spannungen innerhalb des Klerus und zu Konfrontationen mit Regierungen führte. Mehrfach erhielt er Todesdrohungen.

Eine Predigt als Todesurteil

Seit Anfang 1977 wurden in El Salvador Priester eingeschüchtert, gefoltert oder des Landes verwiesen. Unter ihnen der Kolumbianer Mario Bernal, Pfarrer in Apopa im Departamento San Salvador. Rutilio Grande hielt seine flammende Predigt beim Gottesdienst im Anschluss an eine Demonstration mit mehr als 6000 Teilnehmern, die gegen die Ausweisung protestierten. Manche behaupten, Rutilio Grande habe damit sein eigenes Todesurteil unterschrieben.

Jedenfalls wurde er vier Wochen nach dieser Predigt, am 12. März 1977, auf dem Weg zu einer Messe in Auguilares von Auftragskillern der Großgrundbesitzer ermordet. Von mehreren Kugeln tödlich getroffen, verlor er die Herrschaft über den VW-Kübelwagen. Von den Gewehrsalven durchsiebt wurden auch der Mesner Manuel Solorzano (72) und der Ministrant Nelson Rutilio Lemus (16). Sie starben ebenfalls sofort. Zwei oder drei Kinder, die noch im Wagen saßen, konnten in dem Durcheinander durch die Zuckerrohrfelder entkommen.

"Rutilio hat mir die Augen geöffnet"

Noch in der Nacht reiste Oscar Romero an, er war erst Anfang Februar zum Erzbischof der Hauptstadt San Salvador ernannt worden. Zutiefst erschüttert stand er vor den drei aufgebahrten Leichen. Mitten in der Nacht feierte er eine Messe. Tags darauf wurden die Leichname Grandes nach San Salvador überführt. Am 14. März feierte Romero das Requiem in der Kathedrale. Es wurde im Radio übertragen. 

Eine Woche später setzte der Erzbischof ein weiteres Zeichen: In der ganzen Erzdiözese wurde nur eine einzige Messe gefeiert, an der über 100.000 Menschen teilnahmen. Die Regierung versuchte, das zu verhindern. Auch der Nuntius und der Militärbischof waren dagegen. Romero blieb stur. "Wer einen meiner Priester anrührt", sagte er in der Predigt, "der rührt mich an."

Die Ermordung von Rutilio Grande wurde zum Schlüsselerlebnis und Wendepunkt für Romero, wie Batlogg schrieb. "Rutilio hat mir die Augen geöffnet", zitierte er Romero. Ab diesem Zeitpunkt tauchte das Wort "Bekehrung" (conversion) in jeder Predigt Romeros auf. Drei Jahre später, am 14. März 1980, wurde er selbst - während einer Messe - ermordet. Ein weiterer Tabubruch in El Salvador, wo von 1979 bis 1992 ein Bürgerkrieg wütete.

Als der Grande-Biograf Rodolfo Cardenal im Oktober 2015 mit einer Delegation in Rom war, um dem Papst für die Seligsprechung Romeros im Mai zuvor zu danken, fragte Franziskus, ob bei Rutilio Grande bereits ein Wunder nachgewiesen worden sei - eine der Bedingungen für eine Seligsprechung. Und dann fügte der Papst mit Augenzwinkern hinzu: "Das große Wunder von Rutilio Grande ist Monsignore Romero."

Vierfache Seligsprechung

Gemeinsam mit P. Grande, werden am 22. Jänner auch seine beiden Begleiter Manuel Solorzano und Nelson Rutilio Lemus seliggesprochen; weiters der italienische Priester und Missionar Cosma Spessotto. Er war 1980 im Alter von 27 Jahren in einer Kirche in El Salvador getötet worden. Er zählte in jener Zeit ebenfalls zu den kirchlichen Stimmen des zentralamerikanischen Landes, die sich öffentlich gegen das herrschende Militärregime wandten.




VaticanNews, 21.01.2022
Relíquias dos mártires salvadorenhos, testemunho de amor
Rutilio Grande foi assassinado por paramilitares em 12 de março de 1977, no final da tarde, quando ia celebrar a Missa da novena em honra de São José, padroeiro do El Paisnal, em Salvador. No dia 22 de janeiro será beatificado juntamente com Manuel Solórzano, o jovem Nelson Lemus e o frade franciscano de origem italiana Cosme Spessotto. Na cerimônia, uma relíquia é o símbolo da presença viva do mártir.


Jesuitasbrasil.org.br, 19/01/2022
Pe. Rutilio Grande, SJ, será beatificado neste sábado (22)
Em 22 de janeiro, próximo sábado, o Pe. Rutilio Grande, SJ, e os leigos Nelson Lemus e Manuel Solórzano passarão a fazer parte dos beatos da Igreja Católica. Eles ofereceram suas vidas como testemunhas de fé. Os bem-aventurados foram preparados por suas experiências para o martírio, que na Igreja é o ápice de uma vida santa.


IHU, 30/08/2021
A Catedral de San Salvador sediará a beatificação de Rutilio Grande, marcada pelo coronavírus
O ato de beatificação do padre salvadorenho Rutilio Grandeterá um número reduzido de fiéis católicos devido à pandemia de covid-19e todas as medidas de saúde serão tomadas para evitar o contágio, disse neste domingo o arcebispo de San Salvador, José Luis Escobar Alas.

Sonntag, 16. Januar 2022

Dom Erwin Kräutler mit Lungenembolie im Krankenhaus



Der emeritierte Bischof vom Xingu, Dom Erwin Kräutler, erlitt während seines Urlaubs in Österreich am 15. Jänner eine Lungenembolie und wird dort in einem Krankenhaus behandelt. 

Die Diözese Xingu, im Südwesten des Bundesstaates Pará gelegen, bestätigte die Nachricht und bittet, für die Genesung des Bischofs zu beten. Über seinen Gesundheitszustand wurden keine näheren Angaben gemacht. 

Unterdessen zirkulieren in WhatsApp-Gruppen in Brasilien bereits Nachrichten über den Tod von Dom Erwin. Die Brasilianische Bischofskonferenz CNBB und das Pan-amazonische kirchliche Netzwerk REPAM veröffentlichten Stellungnahmen, dass jene Meldungen falsch sind und der Zustand von Dom Erwin stabil ist. Er steht weiterhin unter ärztlicher Beobachtung. Die Untersuchungen erwartet man sich Aufschluss über die Ursachen der Embolie.

AKTUALISIERUNG: Laut Vorarlberg-Online wird Bischof Kräutler am Freitag (21.1.) aus dem Landeskrankenhaus Hohenems entlassen.


Erkrankung während Heimatbesuchs in Österreich
Bischof Kräutler wegen Lungenembolie im Krankenhaus
Erwin Kräutler ist auch als Amazonas-Bischof bekannt, da er sich seit Jahrzehnten für die Indigenen im brasilianischen Regenwald einsetzt. Nun musste der Oberhirte während eines Heimatbesuchs in Österreich ins Krankenhaus.

VaticanNews, 18.1.2022
Österreich: Amazonas-Bischof Kräutler im Krankenhaus
Der austro-brasilianische Bischof Erwin Kräutler befindet sich wegen einer Lungenembolie bereits seit längerer Zeit im Landeskrankenhaus Hohenems in Behandlung.


RomaNews, 15/01/2022
Bispo do Pará apresenta embolia pulmonar e é internado as pressas

CNBB, 17/01/2022
Não procede notícia de falecimento de dom Erwin Kräutler, esclarece Repam-Brasil



Montag, 27. Dezember 2021

Kritik an Rekord von Last-Minute-Rüstungsexporten in Deutschland

 


Neue Bundesregierung will Kontrollgesetz voranbringen
Kirche kritisiert Rekordgenehmigungen für Rüstungsexporte
Im vergangenen Jahr wurde von der alten Bundesregierung der Export von Rüstungsgütern in Höhe von 9 Milliarden Euro genehmigt. Die Kirche kritisiert diesen neuen Rekordwert und hält es für bedenklich, dass besonders ein Land davon profitiert.


Handelsblatt, 25.12.2021
Waffenlieferungen
Regierung Merkel mit Last-Minute-Rüstungsexport-Rekord – Baerbock kritisiert scharf
In den letzten Tagen ihrer Amtszeit hat die frühere Bundesregierung noch Rüstungsexporte von mehr als vier Milliarden Euro freigegeben. Nun entbrennt Streit darüber.


Tagesschau, 26.12.2021
Deutsche Rüstungsexporte
Baerbock dringt auf schärfere Kontrolle
Die Bilanz der 2021 genehmigten deutschen Rüstungsexporte landet bei mehr als neun Milliarden Euro. Die Ampel-Koalition will Kriterien künftig strenger kontrollieren. Denn die meisten Ausfuhren sind wegen des Ziels Ägypten umstritten.


Mittwoch, 22. Dezember 2021

Weihnachtspost 2021


„Und es waren Hirten in derselben Gegend…“ (Lk 2,8-20)

Antonio starb an Covid 19. Eine Woche vor Weihnachten 2020 erlag er dem grausamen Virus. Fatima verbrachte bange Wochen mit den drei gemeinsamen Kindern. Sie wollten ihren Papa sehen. Jeden Nachmittag kam sie ins Hospital Regional in Altamira und wartete auf das neueste ärztliche Bulletin. Immer genau um 5 Uhr. Das Herz klopfte ihr jedes Mal bis zum Hals, als der Arzt den Namen ihres Mannes nannte. Einige Zeit hieß es, Antonios Gesundheitszustand sei stabil. Dann plötzlich wurde er intubiert, was Fatima bereits das Schlimmste erahnen ließ. Sie betete mit den Kindern und machte Versprechen, die sie kaum je hätte erfüllen können. Dann, es war der Morgen des 17. Dezember, kam die unselige Nachricht: Antonio hat es nicht geschafft! Fatima weinte sich die Augen aus. Die Kinder schrien „Papai, Papai!“. Alles musste rasch gehen. Sie bekamen den Leichnam nicht zu Gesicht. In versiegeltem Sarg wurde der tote Antonio noch am selben Vormittag zum Stadtfriedhof überführt und begraben.


Die Welt brach für Fatima zusammen. Kurz vor Weihnachten! Allein stand sie nun da, mit ihren drei Kindern. Gut gemeinte Worte bringen ihr Antonio nicht zurück. Alles in der armseligen Wohnung erinnert an Antonio. Dennoch! Wie jedes Jahr holte Fatima die bereits arg mitgenommenen Figuren aus einer Truhe und stellte sie auf den Nähmaschinentisch: Maria, Josef, das Kind in der Krippe. Die Krippe mit dem Kind ist größer als die beiden anderen Figuren. Das stört jedoch niemanden. Im Gegenteil, es macht klar, dass das Kind in der Krippe mehr Bedeutung hat als jede andere Figur. Aber fehlten da nicht die Hirten, die des Nachts zur Krippe kamen? Nein, sie fehlten nicht. Sie kamen wirklich! Frauen aus der Gemeinde, zu der Fatima gehört, verzichteten auf eine Feier in ihren Familien, verbrachten den Heiligen Abend mit Fatima und beschenkten die Kinder.


*****

Gute Menschen ermöglichen, dass Familien, die jemanden verloren haben oder in Not geraten sind, geholfen werden kann. Immer wird es „Hirten“ geben, die Schwestern und Brüder in Armut und Leid nicht allein lassen. Sie werden kommen und liebend die Frohe Botschaft der Liebe Gottes überbringen. Und Bethlehem wird Wirklichkeit.


Diese Liebe erbitte ich für Sie, für Euch, für Dich
zu Weihnachten, im kommenden Jahr und darüber hinaus,
in herzlicher Verbundenheit

Bischof Erwin

Samstag, 18. Dezember 2021

Padre Arnaldo erhält Morddrohungen

 


Pater Arnaldo Bernardo, der für die katholische Kirche in der Gemeinde Vitória do Xingu im Südwesten des Bundesstaates Pará zuständig ist, veröffentlichte ein Video in den sozialen Netzwerken und berichtete, dass er in anonymen Nachrichten Morddrohungen erhalten habe.

Nach Angaben des Priesters, der auch Rechtsanwalt und Juraprofessor in Alagoas, dem Bundesstaat, in dem er geboren wurde, ist, begannen die Drohungen nach einer Reihe von Kritiken, die er an die politische und wirtschaftliche Klasse von Vitória do Xingu gerichtet hatte. Pater Arnaldo kam vor zwei Jahren aus seinem Heimatstaat in diese Pfarre am Xingu.

"Ich bin ein kritischer Mensch. Ich sehe Dinge, die falsch sind, und ich spreche sie an. Dies begann die herrschende Klasse hier zu stören, die es gewohnt war, die weniger Begünstigten zu bedrohen. Nachdem ich einige Kritik an illegalen Verhaltensweisen von Parlamentariern geübt hatte, kamen anonyme Nachrichten, die mich einschüchtern und zum Schweigen bringen wollten", sagte der Priester zu DOL.

Nach seinen Angaben sind die Drohungen bereits an die Zivilpolizei weitergeleitet worden, die in Kürze einen Bericht über den Vorfall erstellen wird. Pater Arnaldo teilte mit, dass er auch die brasilianische Anwaltskammer über die Nachrichten, die er erhalten hat, informieren wird.

"Ich wurde vor zwei Jahren hierher versetzt. Zunächst lernt man die Realität vor Ort und in der Region am Xingu kennen. Wenn man dann anfängt, eine bestimmte Haltung einzunehmen, wird man verfolgt. Ich lasse mich nicht einschüchtern. Ich wurde geweiht, um mich auf die Seite der Benachteiligten zu stellen, meine Stimme wird nicht verstummen", so der Priester.


DOL, 17/12/2021
Padre é ameaçado de morte após denúncias em Vitória do Xingu
Segundo o padre, as ameaças começaram a chegar após uma série de críticas que ele fez a classe política e econômica do município paraense.