Mittwoch, 7. April 2021

4.000 Corona-Tote pro Tag und Tauziehen um Kirchenschließung

 


Religion.orf.at, 5.4.2021
Gerichtliches Tauziehen um Öffnung von Kirchen in Brasilien
In Brasiliens bisher tödlichster Pandemie-Woche ist ein Streit über die Öffnung von Kirchen entbrannt. Bürgermeister und der brasilianische Städtebund FNP widersprachen laut Medienberichten vom Ostermontag der am Samstag von einem Richter des Obersten Gerichts getroffenen Entscheidung, die Kirchen zu öffnen.

Brasilien: Mehr als 4.000 Tote an einem Tag gemeldet
Mitten in der sich verschärfenden Pandemie hat Brasilien erstmals mehr als 4.000 mit dem Coronavirus infizierte Opfer an einem Tag registriert. Innerhalb von 24 Stunden seien 4.195 Tote im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium des größten Lands Lateinamerikas gestern mit.

Wiener Zeitung, 7.4.2021
"Ein biologisches Fukushima": Brasilien mit Rekord an Covid-Toten
Brasilien hat erstmals mehr als 4.000 mit dem Coronavirus infizierte Opfer an einem Tag registriert. Das Gesundheitswesen steht vor dem Zusammenbruch.

Frankfurter Rundschau, 1.4.2021
Corona in Brasilien: Schlimmster Monat seit Beginn der Pandemie
So viele Todesopfer durch das Coronavirus wie im März gab es in Brasilien noch nie. Schuld ist die Virus-Mutante - nicht unschuldig ist der Präsident, der das Virus lange leugnete.

Donnerstag, 1. April 2021

12,5 Kilometer lange Fischwanderhilfe in Niederösterreich

 ORF, 31. März 2021

Erstes Wasser für längste Fischwanderhilfe

Nach einjähriger Bauzeit an Niederösterreichs längster Fischwanderhilfe beim Donaukraftwerk Altenwörth (Bezirk Tulln) mit mehr als 12,5 Kilometern Länge wurde sie nun teilgeflutet. Dadurch wurde das Krems-Kamp-Gerinne mit der Donau verbunden.

Das Donaukraftwerk Altenwörth wird durch Niederösterreichs längste Fischwanderhilfe passierbar. Vom Eisernen Tor in Rumänien bis nach Ybbs wird die Donau dadurch wieder durchgängig und mit ökologischen Rückzugsmöglichkeiten aufgewertet. „Das Umgehungsgerinne schafft zwölf Kilometer neuen Lebensraum entlang der Donau“, so die Unternehmensinformation.


Verbund.at, 18.5.2020
Start für Niederösterreichs längste Fischwanderhilfe
Freie Fahrt für Fische: Beim Donaukraftwerk Altenwörth erfolgte Ende April der Spatenstich für eine neue Fischwanderhilfe. Im Rahmen des Projekts LIFE Network Plus entsteht Lebensraum für Wasserbewohner.

meinbezirk.at, 29. April 2020
Bauauftakt für NÖ's längste Fischwanderhilfe
Baubeginn für Niederösterreichs längste Fischwanderhilfe; Bauauftakt für das Projekt LIFE Network Danube Plus: Niederösterreichs längste Fischwanderhilfe entsteht beim Donaukraftwerk Altenwörth.

LIFE Network Danube Plus: Das Projekt

Mittwoch, 31. März 2021

Brasilien: Tageshöchstwert an Toten und Austausch hoher Militärs

 

ORF, 31.3.2021

Brasilien registriert Tageshöchstwert an Toten

Inmitten einer Regierungskrise und einer außer Kontrolle geratenen CoV-Pandemie hat Brasilien erneut einen Tageshöchstwert an CoV-Toten registriert. 3.780 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in den vergangenen 24 Stunden meldete das Gesundheitsministerium in Brasilia gestern Abend (Ortszeit).

Am Dienstag vergangener Woche hatte Brasilien erstmals mehr als 3.000 Tote an einem Tag erfasst. Insgesamt starben bisher 317.646 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19, mehr als 12,6 Millionen Menschen haben sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Nur in den USA (328 Mio. Einwohner) sind die Zahlen höher. Brasilien hat 210 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.

Bolsonaro tauschte sechs Minister aus

Das Gesundheitssystem ist vielerorts zusammengebrochen oder am Zusammenbruch. Medikamente und Geräte, unter anderem zur Intubation von Covid-19-Patienten, drohen zur Neige zu gehen.

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost. Zuletzt milderte der Ultrarechte seinen Ton – auch mit Blick auf Impfungen – allerdings etwas ab. Angesichts zunehmender Kritik wegen fehlenden Krisenmanagements in der Pandemie tauschte der Staatschef sechs Minister aus, die Spitzen von Armee, Luftwaffe und Marine räumten ihre Posten.


ORF, 31.3.2021
Bolsonaros Griff nach dem Militär
In Brasilien steigen die CoV-bedingten Infektions- und Todeszahlen gerade wieder dramatisch an. Mitten in der Pandemie ist nun eine schwere politische Krise ausgebrochen: Erstmals traten die drei höchsten Militärs gemeinsam zurück. Sie protestieren damit offenbar gegen den zunehmend stärkeren Zugriff des ultrarechten Präsidenten Jair Bolsonaro auf die Armee. Der Schritt birgt zugleich Gefahren.

ORF, 1.4.2021
Gesundheitsexperte neuer Armeechef in Brasilien
Nach einer überraschend umfassenden Kabinettsumbildung mit dem Austausch von sechs Ministern durch den ultrarechten Präsidenten Jair Bolsonaro sind auch die Spitzen des Militärs in Brasilien neu besetzt worden. Der neue Verteidigungsminister Walter Souza Braga Netto stellte die Kommandeure von Armee, Marine und Luftwaffe vor, wie es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums am Mittwoch (Ortszeit) hieß.

ZDF, 30.3.2021
Kabinett in Brasilien umgebildet
Bolsonaro tauscht sechs Minister aus
Weil die Corona-Krise in seinem Land zunehmend außer Kontrolle gerät, steht Brasiliens Präsident Bolsonaro in der Kritik. Jetzt tauscht er gleich sechs Minister aus.

Süddeutsche Zeitung, 30. März 2021
Brasilien:Bolsonaro tauscht sechs Minister aus
Sie sollen das Corona-Krisenmanagement kritisiert haben. Brasiliens Präsident war zuletzt zunehmend unter Druck geraten. Aus seiner ursprünglichen Regierung sind nun fast keine wichtigen Minister mehr im Amt.

Spiegel-Online, 30.3.2021
Präsident Bolsonaro tauscht sechs Minister auf einmal aus
Massive Umbildung im Kabinett des umstrittenen brasilianischen Präsidenten: Jair Bolsonaro muss gleich sechs Ministerposten neu besetzen. Das hängt auch mit der Pandemie zusammen.

Freitag, 26. März 2021

Angst vor brasilianischer Virus-Variante P1

 


Ringen mit Variante P1
Sorgenvolle Blicke nach Brasilien
Mehr als 100.000 Neuinfektionen an einem Tag, über 300.000 Tote und eine hochansteckende Variante – die Coronavirus-Lage in Brasilien ist dramatisch, die Spitäler sind vielerorts überlastet. Eine rasche Lösung zeichnet sich nicht ab. Das könnte nicht zuletzt auch ein Problem für den Rest der Welt werden.

Zeit-Online, 26.3.2021
Wie gefährlich ist die Virusvariante aus Brasilien?
Mehr als 2.000 Tote, über 100.000 Neuinfizierte am Tag: Die dramatische Lage in Brasilien geht auch auf die Corona-Variante P.1 zurück. Was über die Mutante bekannt ist.

ZDF, 24.3.2021
Wirbel um Mutante auf Mallorca
Lauterbach zweifelt Klinik-Meldung zu P1 an
Die Uni-Klinik Son Espases dementiert Medienberichte, die P1-Mutante sei auf Mallorca entdeckt worden. Karl Lauterbach zweifelt das an. Das Dementi sei "politisch motiviert".

Blick.ch, 24.3.2021
Brasilien-Mutante breitet sich aus
Warum Europa jetzt vor Malle-Touristen zittert
Wer will, darf Ostern auf Mallorca geniessen – ohne Quarantäne und Test-Zwang. Doch die Insel hat ein viel grösseres Problem als die aktuellen Fallzahlen.

Stern.de, 17.3.2021
Corona-Drama in Brasilien:
Begräbnisse im Akkord, ein ignoranter Präsident und ein unerwarteter Hoffnungsträger
Brasilien ist schon lange ein Corona-Hotspot. Doch in den vergangenen Wochen wurde die Lage noch dramatischer. Für Präsident Jair Bolsonaro könnte das gefährlich werden, ebenso wie ein plötzlich wieder aufgetauchter, alter Rivale.

Spiegel-Online, 15.3.2021
Forscher befürchtet impfresistentes Virus
»Brasilien ist eine Gefahr für die Weltgesundheit«
Er stellt sich gegen die Bolsonaro-Regierung und wird deswegen bedroht: Der Amazonasforscher Lucas Ferrante warnt vor einem impfresistenten Virus aus Manaus – und fordert internationale Sanktionen gegen Brasilien.

ZDF, 13.03.2021
Gesundheitssystem vor Kollaps
Brasilien: Corona außer Kontrolle
Zwar wird seit Januar geimpft, doch die Todeszahlen steigen. Vielerorts ist das Gesundheitssystem bereits kollabiert. Warum die Corona-Lage in Brasilien so dramatisch ist.

FAZ, 8.3.2021
Alle 90 Sekunden ein neuer Patient
In Brasilien steht das Gesundheitssystem vor dem Kollaps. Krankenhäuser müssen Patienten ablehnen, vor den Kliniken bilden sich Warteschlangen. Forscher publizieren alarmierende Befunde zu den Mutanten.

Montag, 22. März 2021

Zum Weltwassertag 2021


VaticanNews, 22.3.2021

Papst zum Weltwassertag:

Verschmutzen und Verschwenden beenden

Papst Franziskus hat für alle Menschen Zugang zu Trinkwasser gefordert. Es müsse zudem „ein für alle Mal” Schluss sein mit „Verschwendung, Kommerzialisierung und Verschmutzung“ des Wassers, heißt es in einer Botschaft des Papstes zum Weltwassertag an diesem Montag.

Trinkwasser fehlt immer noch

Mehr denn je müssten die Staaten und auch private und öffentliche Bereiche zusammenarbeiten, um allen Menschen Zugang zu Wasser zu ermöglichen; außerdem brauche es verbindliche Gesetze und „systematische und wirksame Unterstützung, damit Trinkwasser in guter Qualität und ausreichender Menge alle Bereiche des Planeten erreicht“, fordert Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin im Namen des Papstes in der Videobotschaft, die der Vatikan diesen Montag veröffentlichte. Auch im 21. Jahrhundert sei es leider immer noch nicht gelungen, allen Menschen Zugang zu Trinkwasser als „grundlegendes, fundamentales und allgemeines Menschenrecht“ zu gewähren, betont der Papst zum Weltwassertag 2021.

Wir laden eine soziale Schuld auf uns

„Diese Welt lädt eine schwere soziale Schuld gegenüber den Armen auf sich, die keinen Zugang zum Trinkwasser haben, denn das bedeutet, ihnen das Recht auf Leben zu verweigern, das in ihrer unveräußerlichen Würde verankert ist“, bekräftigt Franziskus mit einem Zitat aus seiner Enzyklika „Laudato Si“, die er 2015 veröffentlichte. Die negativen Folgen dieser Tatsache gelten besonders für Arme und Bedürftige.

„Ändern wir unsere Lebensstile, auf dass wir weder verschwenden, noch verschmutzen“

„Beeilen wir uns, um den Dürstenden zu trinken zu geben. Ändern wir unsere Lebensstile, auf dass wir weder verschwenden, noch verschmutzen“, lautet der Appel aus dem Vatikan zum diesjährigen Weltwassertag. Alle Menschen ruft Papst Franziskus daher auf,  Wasserverschmutzung zu stoppen und zum Umweltschutz zu erziehen. Ausdrücklich lädt er alle dazu ein „unseren Lebensstil zu ändern, auf der Suche nach dem Guten, Wahren und Schönen sowie in Gemeinschaft mit allen anderen Menschen und immer mit Blick auf das Gemeinwohl“.

„Wasserverschwendung, mangelnde Aufmerksamkeit für das Thema und Wasserverschmutzung sind Fehler, die sich auch heute noch wiederholen“, so der Papst. Er erinnert zudem an die Auswirkungen des Klimawandels auf die lebenswichtige Ressource Wasser und kritisiert erneut eine „globalisierte Gleichgültigkeit“ und „Wegwerfkultur“, die den Menschen das Gefühl gäben, „autorisiert zur Plünderung der Schöpfung“ zu sein. Schließlich dürfe auch die aktuelle Gesundheitskrise nicht vergessen werden, die gesellschaftliche und wirtschaftliche Ungleichheiten noch verschärft habe und „deutlich den Schaden vor Augen führt, der aufgrund von mangelndem oder nicht ausreichendem Wasserzugang für die Bedürftigsten entstanden ist“.

Hintergrund

Die Botschaft aus dem Vatikan ist an den Generaldirektor der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), Qu Dongyu, und an die Generaldirektorin der UNESCO, Audrey Azoulay, gerichtet. gerichtet. Kardinal Parolin übermittelte die Botschaft am Montag per Video an die FAO. Die Vereinten Nationen haben den Weltwassertag am 22. März im Jahr 1993 ins Leben gerufen. Er soll an den Wert der lebenswichtigen Ressource Wasser erinnern. Der Weltwassertag 2021 steht unter dem Motto „Valuing Water" (Wasser wertschätzen). Das Jahresmotto wurde gewählt, um über den finanziellen Gesichtspunkt hinaus auf den ökologischen, sozialen sowie kulturellen Wert von Wasser hinzuweisen.


VaticanNews, 22.3.2021
Amazonien: „Ohne Wasser stirbt die Welt"
Zum Weltwassertag an diesem Montag ruft die Indigenen-und Umweltaktivistin Patricia Gualinga eindringlich zum Schutz der Amazonas-Region auf. „Im Amazonas wird das Wasser geboren“, sagte die Ecuadorianerin, die an der vatikanischen Amazonien-Synode im Oktober 2019 teilnahm.


OTS, 22.3.2021
Köstinger zum Weltwassertag 2021:
„Sauberes Wasser ist keine Selbstverständlichkeit“
Wien (OTS)-Jährlich lenkt der Weltwassertag der Vereinten Nationen die weltweite Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der Ressource Wasser. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser, die Verbesserung der Wasserqualität und der Schutz und die Wiederherstellung wasserbezogener Ökosystemen sind wichtige Herausforderungen. Weltweit leben immer noch 2,2 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sicherem und sauberem Trinkwasser. „Sauberes Wasser ist keine Selbstverständlichkeit“, sagt Köstinger. „In vielen Ländern der Welt ist völlig undenkbar, dass man Wasser aus der Leitung trinken kann. Wir sind froh und stolz darauf, dass das in Österreich anders ist. Dafür tun wir viel, setzen die notwendigen Investitionen und schützen unser Trinkwasser durch eine Vielfalt von Maßnahmen, von der sorgfältigen Klärung der Abwässer, bishin zum Schutz unseres Grundwassers und unserer Wasservorräte.“


utopia.de, 22.3.2021
Weltwassertag 2021: der Wert des Wassers
Wasser ist Leben. Ohne Wasser könnte nichts, auch nicht der kleinste Einzeller, überleben. Etwa zwei Drittel der Erde sind mit Wasser bedeckt (daher der Name „blauer Planet“). Ein durchschnittlicher Mensch besteht zu rund 80 Prozent aus Wasser.
Aber Wasser, besonders sauberes Trinkwasser, ist zugleich knapp – und nicht jedem Menschen zugänglich. 2,2 Milliarden Menschen haben laut UNESCO keinen Zugang zu sauberem und durchgängig verfügbarem Trinkwasser, und 4,2 Milliarden Menschen müssen ohne sichere Sanitäranlagen auskommen.
Für uns, die wir direkt aus dem Wasserhahn trinken können und auch zur Klospülung aufbereitetes Trinkwasser verwenden, ist das beinahe unvorstellbar.

Sonntag, 21. März 2021

Bolsonaro geht gerichtlich gegen Lockdowns und Kritiker vor

 


Domradio.de, 21.03.2021
Pandemie in Brasilien gerät außer Kontrolle

Immer bedrohlicher wird die Lage in Brasilien, vor allem in den Krankenhäusern und Armenvierteln. Doch der Präsident versucht mit allen Mitteln, Lockdowns wegen der angeschlagenen Wirtschaft zu verhindern.

Nachdem bereits viele Intensivstationen wegen Überbelegung neue Covid-19-Patienten abweisen mussten, drohen nun auch noch der zur Beatmung der Patienten notwendige Sauerstoff sowie lebensrettende Medikamente auszugehen.

Lokalpolitiker greifen zu immer härteren Maßnahmen, Präsident Jair Messias Bolsonaro versucht jedoch, Schließungen und Lockdowns mit Blick auf die angeschlagene Wirtschaft zu verhindern. Die Lage hatte sich in den vergangenen Wochen rasant verschärft.


Deutsche Welle, 21.03.2021
Bolsonaro wegen Corona-Politik unter Druck
Negativrekorde in Serie: Aktuell hat Brasilien an einzelnen Tagen mehr als 2800 Corona-Tote zu verzeichnen. Dennoch bleibt Präsident Jair Bolsonaro bei seiner kompromisslosen Devise "Wirtschaft vor Gesundheitsschutz".


Corona: Bolsonaro kritisiert Maßnahmen


CNN, 19/03/2021
As Covid-19 deaths soar in Brazil, Bolsonaro says there's a 'war' against him
While Covid-19 cases are beginning to plateau or decline in many countries, Brazil is reporting record daily numbers. Just on Wednesday the country saw its largest daily jump in cases since the start of the pandemic -- 90,303 new cases.
"Here it became a war against the President. It seems that people only die of Covid," Bolsonaro, who wasn't wearing a mask, told supporters outside the presidential palace on Thursday.


O Globo, 20/03/2021
Lei criada na ditadura e usada por Bolsonaro contra críticos é 'fóssil normativo', diz Lewandowski
Ministro do STF disse ainda que Lei de Segurança Nacional possui um "encontro marcado com o STF" que decidirá se deve "exorcizá-la" ou colocá-la "na sua devida dimensão".


O Globo, 20/03/2021
PF abre inquérito para investigar Ciro Gomes por crime contra a honra de Bolsonaro
De acordo com 'O Estado de S. Paulo', inquérito foi aberto a pedido de ministro da Justiça depois de Ciro, em entrevista, criticar presidente e chama-lo de 'ladrão'. PF diz que não comentará.


Jornal Nacional, 19/03/2021
Bolsonaro tentar derrubar no Supremo medidas restritivas no DF, na BA e no RS
O presidente argumenta que as medidas são inconstitucionais porque só poderiam ser adotadas com base em lei elaborada por legislativos locais, e não por decretos de governadores.


Governadores reagem à tentativa de Bolsonaro de derrubar medidas restritivas


GloboNews, 19/03/2021
STF é acionado para barrar investigações a críticos de Bolsonaro


GloboNews, 19/03/2021
Bolsonaro entra com ação no STF contra medidas de restrição

Freitag, 19. März 2021

Bolsonaro macht evangelikalen Kirchen Steuergeschenk

 


Brasilien: Bolsonaro macht evangelikalen Kirchen Steuergeschenk
Der brasilianische Kongress will Steuerschulden besonders für die evangelikalen Kirchen im Land streichen. Präsident Jair Messias Bolsonaro, der den evangelikalen nahe steht, unterstützt dies.

Dienstag, 16. März 2021

Kuba produziert seinen eigenen Impfstoff

 Cuba

amerika21, 26.1.2021
Kuba will dieses Jahr 100 Millionen Impfdosen produzieren
Kuba will bis zum Ende des Jahres mehr als 100 Millionen Dosen seines Impfstoffs gegen das Coronavirus produziert haben, der dann auch in andere Länder exportiert werden soll. Laut Berichten der Nachrichtenagentur Prensa Latina werden aktuell Kapazitäten für die Produktion des Vakzins Soberana 02, das vom Finlay-Institut in Havanna entwickelt wurde, geschaffen. Noch in diesem Jahr will das Land seine gesamte Bevölkerung impfen.

"Made in Kuba":
Bevölkerung wird noch in diesem Jahr mit eigenem Impfstoff versorgt


Blickpunkt Lateinamerika, 22.02.2021
Kubanischer Corona-Impfstoff kurz vor Produktion
Kuba steht als erstes Land Lateinamerikas kurz vor der Produktion eines eigenen Corona-Impfstoffes. Bis zu 100 Millionen Dosen sollen dieses Jahr noch produziert werden – auch für den Export.


Mehrere laufende Projekte
Kubas erster CoV-Impfstoff in letzter Testphase
Kuba setzt im Kampf gegen das Coronavirus als einziges Land Lateinamerikas auf die Entwicklung eigener Impfstoffe. Von gleich vier laufenden Impfstoffprojekten ist das auf den Namen „Soberana 02“ (Souveranität) getaufte Vakzin der aussichtsreichste Kandidat für eine baldige Zulassung. Abhängig ist diese noch vom Ausgang der nun angelaufenen dritten und somit letzten Testphase.


Deutsche Welle, 18.08.2020
Corona-Impfstoff made in Cuba
Die Karibikinsel hat viel Erfahrung mit Impfstoffen. Jetzt arbeitet Kuba an der Entwicklung eines eigenen Impfstoffs zur Bekämpfung des Coronavirus. Russland will derweil seinen Impfstoff auf Kuba produzieren lassen.


BBC News Mundo, 19 febrero 2021
Soberana 02: qué se sabe de la vacuna que está desarrollando Cuba contra el coronavirus
Algunos países han centrado sus esfuerzos en importar las vacunas contra el coronavirus. Otros, como Cuba, están enfocados en producir sus propias vacunas.

Hintergrund:

ZDF, 02.11.2020 
Corona-Impfstoffe in Produktion- Eine logistische Herausforderung
Noch während die Impfstoffe gegen Corona in der Testphase stehen, beginnen Pharmaunternehmen bereits mit ihrer Herstellung. Auch die Glasproduktion läuft bereits auf Hochtouren.

Mittwoch, 10. März 2021

Fast 2.000 Corona-Tote pro Tag in Brasilien

 


Zeit-Online, 10.3.2021
Höchstwert mit 1.972 Corona-Toten innerhalb eines Tages
Laut einer Expertengruppe der Regierung könnte die Zahl ohne ernsthafte Maßnahmen auf 3.000 Tote pro Tag steigen. Die Krankenhäuser sind zu 90 Prozent ausgelastet.


ORF, 10.3.2021
Brasilien meldet weiteren Tageshöchstwert an Toten
1.972 Menschen starben nach Daten des Gesundheitsministeriums in Brasilia von gestern innerhalb von 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert lag am Mittwoch letzter Woche bei 1.910 Toten nach 1.641 am Dienstag. Insgesamt sind damit in Brasilien 268.370 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.


Tagesschau, 26.2.2021
Corona-Krise in Brasilien
Mehr als eine Viertelmillion Tote
Eine neue Corona-Variante aus dem Amazonas-Gebiet verbreitet sich in Brasilien rasant. Die Regierung warnt vor einer dritten "Etappe" und meldet mehr als eine Viertelmillion Corona-Tote.


Deutsche Welle, 26.2.2021
Corona-Pandemie
Corona in Brasilien: Zwölf Monate und 250.000 Tote
Präsident Bolsonaro hat das Coronavirus lange ignoriert. Mit 250.000 Toten in zwölf Monaten zahlt Brasilien dafür einen hohen Preis. Trotzdem sitzt Bolsonaro fest im Sattel. Thomas Milz, Rio de Janeiro.

Urteile gegen Ex-Präsident Lula aufgehoben

 

Brasiliens Ex-Präsident
Lula auf politische Bühne zurückgekehrt
Nach der Aufhebung der Urteile gegen ihn ist der ehemalige brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva auf die politische Bühne zurückgekehrt. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt schoss er scharf gegen die Politik seines Landes. Was eine mögliche Präsidentschaftskandidatur betrifft, gab er sich jedoch zurückhaltend.


Der Standard, 10.3.2021
Wahl 2022
Brasiliens Ex-Präsident Lula ist wieder da
Nach der Aufhebung der Korruptionsurteile legt sich Luiz Inácio da Silva mit Jair Bolsonaro an


Der Spiegel, 9.3.2021
Vorgezogener Wahlkampf in Brasilien
Duell der Erzfeinde
Sensation in Brasilien: Der linke Ex-Staatschef Lula darf auf richterlichen Beschluss hin für die Präsidentschaft kandidieren. Bekommt der rechte Amtsinhaber Jair Bolsonaro damit seinen Wunschgegner?


Deutsche Welle, 8.3.2021
Urteile gegen Brasiliens Ex-Präsident Lula aufgehoben
Ein brasilianischer Richter hat die Strafurteile gegen Ex-Präsident Lula da Silva aufgehoben und damit das Tor für eine potenzielle Kandidatur des populären Links-Politikers bei der Wahl im kommenden Jahr aufgestoßen.

Samstag, 27. Februar 2021

Corona-Scheinimpfungen in Brasilien

 


Deutschlandfunk, 27.2.2021
Skandal um mögliche Schein-Impfungen
In Brasilien sind offenbar ältere Menschen bei angeblichen Corona-Impfungen betrogen worden.
Das Magazin Der Spiegel berichtet von Schein-Impfungen. Die seien durch Smartphone-Videos aus mehreren Städten aufgeflogen. Darauf sei zu sehen, wie medizinisches Personal zwar Spritzen anwendet, allerdings die Kolben nicht nach unten drückt. In anderen Fällen fehlte in der Spritze die Flüssigkeit. Das Personal in den Videos steht im Verdacht, die Dosen entweder verkauft oder für die eigene Familie zur Seite gelegt zu haben. In Rio de Janeiro ermittelt die Zivilpolizei wegen Veruntreuung. 


Spiegel-Online, 27.2.2021
Corona-Affäre in Brasilien
Die Impfungen, die gar keine waren
Sie hatten die Spritze schon im Arm, aber Videos beweisen: Es wurde nichts injiziert. Ein Impfskandal erschüttert Brasilien. Die Opfer – vor allem Alte.


Kurier, 27.2.2021
Skandal um Scheinimpfungen in Brasilien
Älteren Menschen wurde in Impfstraßen der Inhalt der Spritzen gar nicht verabreicht. Personal hat Serum womöglich unterschlagen.


O Globo, 18.2.2021
Técnica de enfermagem é afastada pela Prefeitura do Rio após denúncia de falsa vacinação em Copacabana
Caso investigado teria ocorrido no dia 27 de janeiro. Filha da idosa disse que, no momento da aplicação, a seringa estava vazia ou com uma quantidade mínima da vacina. O imunizante foi reaplicado, segundo a Secretaria Municipal de Saúde.


CNN-Brasil, 19.2.2021
Correspondente Médico: 'vacina de vento' pode causar embolia gasosa
Na edição desta sexta-feira (19) do quadro, o neurocirurgião Fernando Gomes falou sobre a falsa aplicação de vacina contra a Covid-19


O Globo, 16.2.2021
'Vacina de vento': saiba como ter certeza de que foi imunizado
Estado do Rio já registrou pelo menos três casos com suspeitas de irregularidades na aplicação das doses

Donnerstag, 25. Februar 2021

Die letzten Urwälder Europas in Gefahr

 


Waldgold
Europas Urwald in Gefahr
Wer sich in Rumänien gegen die Abholzung von Bäumen in Naturschutzgebieten wehrt, stört ein Millionengeschäft. Und er lebt gefährlich. 
Zwei Förster wurden getötet, als sie Holzfäller-Kolonnen in flagranti erwischt haben. Auch die Waldschützer der Organisation "Agent Green" sind schon verprügelt worden.
ZDF, 23.2.2021   (Video verfügbar bis 23.2.2026)

Mittwoch, 24. Februar 2021

REPAM organisiert Online-Konferenz “O Grito da Selva – Vozes da Amazônia”

 Kathpress, 24.2.2021

Indigene Völker diskutieren Vorschläge zum Stopp von Corona

Kirchliches Amazonas-Netzwerk Repam ruft zu Teilnahme an Online-Konferenz auf - Bisher mehr als 50.000 Corona-Tote in Ländern des Amazonas-Beckens

Das kirchliche Amazonas-Netzwerk Repam hat angesichts einer aktuellen Bedrohung der indigenen Völker in der Region durch eine neue Corona-Welle zur Solidarität und Unterstützung für die Ureinwohner aufgerufen. Repam-Vorsitzender Kardinal Pedro Barreto lud in einer auf der Internetseite des lateinamerikanischen Bischofsrates CELAM veröffentlichten Video-Botschaft zur Teilnahme an einer von den indigenen Völkern organisierten Online-Konferenz auf. Die Veranstaltung "Schrei aus der Wildnis - Stimmen des Amazonas" am Freitag und Samstag thematisiert Vorschläge, mit denen eine weitere Ausbreitung der Pandemie gebremst werden könne, so Barreto.

Laut Repam wurden in den Ländern des Amazonas-Beckens bis Mitte Februar über zwei Millionen Infektionen und mehr als 50.000 Tote im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung gezählt. Zuletzt wurde die brasilianische Amazonas-Metropole Manaus durch eine Infektionswelle mit einer neuen Mutation erschüttert. Die katholische Kirche hilft in der Region mit Sauerstoff-Spenden.


VaticanNews, 24.2.2021
CELAM lädt zu Online-Konferenz über Corona-Folgen für Indigene
Das kirchliche Amazonas-Netzwerk Repam hat angesichts einer aktuellen Bedrohung der indigenen Völker in der Region durch eine neue Corona-Welle zur Solidarität und Unterstützung für die Ureinwohner aufgerufen.



REPAM, 23.2.2021
Presidente da REPAM faz convite para a participação no “Grito da Selva – vozes da Amazônia”

O presidente da Rede Eclesial Pan-Amazônica/REPAM, Card. Pedro Barreto SJ, faz um convite para a participação no evento “O Grito da Selva – Vozes da Amazônia”, que será realizado nos próximos dias 26 e 27 de fevereiro. Parte das ações da Assembleia Mundial pela Amazônia, a atividade conta com a participação da Coordenação das Organizações Indígenas da Bacia Amazônica/COICA, da REPAM e do Fórum Social Pan-Amazônico/FOSPA, além de ativistas, cientistas e aliados de países do Sul e do Norte.


VaticanNews, 19.2.2021
A mensagem de solidariedade da REPAM aos povos amazônicos 
A Rede Eclesial Pan-Amazônica divulgou uma mensagem onde, entre outros, apresenta o mapa com o número de contágios e óbitos na região pan-amazônica.

Covid-19 mit verheerenden Auswirkungen für die Völker Amazoniens

 


Vaterland.li, 24.2.2021

Covid-19 mit verheerenden Auswirkungen für die Völker Amazoniens

Seit Monaten erlebt Bischof em. Erwin Kräutler in Brasilien eine der grössten Katastrophen hautnah mit. Das Corona Virus wütet nicht nur in den Städten und Dörfern Amazoniens. Es hat auch die Indigenen Völker erreicht. Die jetzige Regierung Brasiliens kümmert sich kaum um diese Menschen. Für Präsident Bolsonaro ist Amazonien vor allem ein wirtschaftliches Nutzgebiet. So schwächt er u. a. seit seinem Antritt die Umweltbehörde, welche der Zerstörung des Regenwaldes Einhalt gebieten sollte.
Das ermöglicht Goldgräbern, Holzfällern und Bergwerksgesellschaften immer weiter illegal in indigene Gebiete einzudringen. Sie zerstören die Lebensgrundlagen Tausender hilfloser Menschen und infizieren sie jetzt auch noch mit dem gefährlichen Virus.

Scharfe Kritik der Regierung durch brasilianische Bischöfe
Bischof Erwin Kräutler übte zusammen mit anderen brasilianischen Bischöfen bereits im vergangenen Jahr öffentlich scharfe Kritik am brasilianischen Präsidenten, weil er in der aktuellen Corona-Krise durch sein fahrlässiges, menschverachtendes Verhalten Zehntausende von Toten in Kauf nehme.

Ordensfrau und Aktivisten Dianna Ortiz 62-jährig gestorben



Kathpress, 21.02.2021
USA: Menschenrechtlerin und Ordensfrau Dianna Ortiz gestorben
Dianna Ortiz, US-amerikanische Ordensfrau und Menschenrechtlerin, ist tot. Wie der Ursulinenorden mitteilte, starb Ortiz am Freitag im Alter von 62 Jahren in Washington an den Folgen einer Krebserkrankung.

Ortiz ging Ende der 1980er-Jahre nach Guatemala, um sich für die Belange der indigenen Bevölkerung zu engagieren. Dabei geriet sie zwischen die Fronten des seit 1960 herrschenden Bürgerkriegs in dem mittelamerikanischen Land. Dieser Krieg wurde erst 1996 formell beendet.

1989 wurde Ortiz durch Regierungstruppen entführt, gefoltert und vergewaltigt. Ihr Schicksal erregte weltweit Aufsehen, weil sie offen über ihre Erlebnisse berichtete und ihr Behörden sowohl in Guatemala als auch in den USA zunächst Falschaussagen unterstellten. 2002 veröffentlichte sie ein Buch über ihre "Reise von der Folter zur Wahrheit".

In den Jahren nach ihrer Befreiung setzte sich die Ordensfrau weiter für die Menschenrechtsarbeit in Guatemala und die Belange von Folteropfern ein. Von 2010 bis 2012 war sie stellvertretende Direktorin der US-amerikanischen Sektion von Pax Christi. Von 2012 bis 2018 war sie für den Center of Concern, einen von den Jesuiten und der US-Bischofskonferenz gegründeten Thinktank in Washington tätig. Im vergangenen Jahr kehrte sie als stellvertretende Direktorin zu Pax Christi USA zurück.


Dianna Mae Ortiz OSU (* 2. September 1958 in Colorado Springs, Colorado; † 19. Februar 2021 in Washington, D.C.) war eine US-amerikanische Ordensschwester der katholischen Ursulinen (Ordo Sanctae Ursulae). Sie engagierte sich ab 1987 für die indigene Bevölkerung in Guatemala und wurde 1989 Folteropfer der Regierung Guatemalas. In den Jahren danach kämpfte sie für die Anerkennung ihrer Leiden und gründete später selbst eine Organisation für Opfer von Folter und gegen Folter.


The New York Times, Feb 20, 2021
Dianna Ortiz, American Nun Tortured in Guatemala, Dies at 62
She became a champion of survivors of torture and helped compel the release of documents showing U.S. complicity in decades of human rights abuses in Guatemala.


The Washington Post, Feb. 19, 2021
Dianna Ortiz, nun who told of brutal abduction by Guatemalan military, dies at 62
Dianna Ortiz, a slight Catholic nun from New Mexico, arrived in Guatemala in 1987 against a backdrop of devastating violence: a decades-long civil war, pitting Marxist guerrillas against the U.S.-backed military, that would ultimately claim 200,000 lives.

Montag, 22. Februar 2021

Bolsonaro bringt Petrobras-Aktie zum Absturz

 


Süddeutsche Zeitung, 22.2.2021
Bolsonaro schickt Börse auf Talfahrt
Investoren ziehen sich nach Entlassung des Petrobras-Chefs durch den Staatspräsidenten zurück.


finanzen.net, 22.2.2021
Petrobras-Aktie im Sturzflug:
Bolsonaro nominiert Ex-General als Chef von Ölriesen - weitere Analystenabstufungen
Nach der Nominierung eines ehemaligen Generals als neuen Chef des Ölkonzerns Petrobras durch den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro sind die Petrobras-Aktien am Montag abgestürzt.
Der Petrobras-Kurs brach am Heimatmarkt um mehr als 18 Prozent ein und belastete den brasilianischen Bovespa-Index schwer. Das Leitbarometer rutschte um fast vier Prozent auf 113.731 Punkte ab und setzte damit seine jüngste Verlustserie fort.

Bolsonaro nominiert Ex-General als Chef von Ölriesen Petrobras
Nach Kritik an der Preispolitik des Ölkonzerns Petrobras will Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro die Spitze des halbstaatlichen Unternehmens neu besetzen. Er nominierte den ehemaligen General Joaquim Silva e Luna als neuen Chef. Dies geht aus einer Mitteilung des Energieministeriums in Brasília hervor, die Bolsonaro auf Twitter am Freitagabend (Ortszeit) teilte. Silva e Luna soll den Ökonomen Roberto Castello Branco ersetzen, der seit Beginn der Bolsonaro-Regierung Anfang 2019 Chef von Petrobras war. Der Petrobras-Vorstand muss dem Wechsel noch zustimmen.

Samstag, 20. Februar 2021

Bischof Erwin Kräutler auf dem Weg der Besserung

Dom Erwin am Freitag

Dom Erwin am Samstag

Dom Erwin Kräutler ist nach seinem Sturz am 28.1. wieder auf dem Weg der Besserung. Auf die Schiene ist er nicht mehr angewiesen. Aufgrund der starken Verbreitung von Covid-19 in der Region muss er die Zeit im Bischofshof in Altamira verbringen.

Dom Erwin dankt für Ihre Gebete und Solidaritätsbekundungen.


Facebook da Diocese de Xingu-Altamira, 25/02/2021

Caríssimos irmãos e irmãs,
Hoje, 25/02, fazem 29 dias do acidente doméstico de Dom Erwin. Graças a Deus ele está bem melhor, se recuperando da fratura no braço direito. Iniciou sessões de terapias. Acreditamos que logo estará de volta às suas atividades.
Agradecemos as orações de todos. Continuemos a rezar por sua plena recuperação.
Dom João Muniz, OFM.

Liebe Brüder und Schwestern!
Heute, am 25.02., sind es 29 Tage seit dem häuslichen Unfall von Dom Erwin. Gott sei Dank geht es ihm immer besser, er erholt sich von der Fraktur an seinem rechten Arm. Er hat mit Therapiesitzungen begonnen. Wir glauben, dass er bald wieder seiner Tätigkeit nachgehen kann.
Wir danken Ihnen allen für Ihre Gebete. Lassen Sie uns weiterhin für seine vollständige Genesung beten.
Dom João Muniz, OFM.

Freitag, 19. Februar 2021

Ein Jahr „Querida Amazonia“


Mit einiger Verspätung erscheint der Rückblick auf ein Jahr "Querida Amazônia".  Das postsynodale Schreiben war für sehr viele eine Enttäuschung. Die von Kardinal Hummes angekündigten "neuen" Wege im Hinblick auf priesterliche Dienste für die Gemeinschaft wurden nicht gewagt. Als Synoden-Relator ist er nicht zur Veröffentlichung des Schreibens nach Rom gekommen. Sein Kommentar war: "Der gesamte Text ist ein Lied des Papstes..."

Dieses Lied hat die Hitparaden wahrlich nicht erklommen.


VaticanNews, 19.02.2021
Ein Jahr „Querida Amazonia“: Was hat sich getan?
Am 12. Februar 2020 wurde das postsynodale Schreiben von Papst Franziskus zur Amazonien-Synode veröffentlicht. Pater Michael Heinz vom Lateinamerika-Hilfswerk der deutschen Kirche Adveniat und Pirmin Spiegel vom Bischöflichen Hilfswerk Misereor haben an der Kirchenversammlung teilgenommen, die vom 6. bis zum 27. Oktober 2019 im Vatikan stattfand. Wir haben mit ihnen gesprochen.

Montag, 15. Februar 2021

Dom Erwin Kräutler im Krankenstand

Laut Mitteilung der Diözese Xingu-Altamira ist Dom Erwin Kräutler vor 18 Tagen hingefallen. Der Arzt stellte eine Verletzung am rechten Arm fest.

Er wird ärztlich und fürsorglich betreut und im Moment geht es ihm den Umständen entsprechend. Dom Erwin ersucht, von persönlichen Kontaktaufnahmen abzusehen, da er nicht in der Lage ist, sie zu beantworten.

Beten wir für seine Genesung!

Unter "Kommentare" können Sie Genesungswünsche hinterlassen.

Donnerstag, 11. Februar 2021

16. Todestag von Schwester Dorothy Stang

#16anosSemDorothy

#IrmãDorothy

#ComitêDorothyVive


Die christlichen Gemeinden von Anapu und die Schwestern von Notre Dame de Namur
    an die Mitarbeiter der PDS
    an die Gefährten im Kampf für die Menschenrechte
    an Dorothy's Freunde

        Wieder einmal nähern wir uns dem 12. Februar, jenem Tag, der uns immer an das Martyrium unserer Schwester Dorothy erinnern wird. In diesem Jahr werden wir wegen der Pandemie keine Veranstaltungen und Demonstrationen mit vielen Menschen durchführen können, es ist eine Zeit, sich um sich selbst und um den anderen zu kümmern, denn das Leben eines jeden ist sehr wichtig.

Jeder, der mit "Dorothy" gelebt hat, trägt Erinnerungen, Heimweh und Geschichten mit sich, die er über ihre Träume, ihre Reden, ihre Taten und vor allem ihre Verteidigung des Waldes als Quelle des Lebens und des Überflusses auf den Tischen der Arbeiterfamilien, die säen, pflanzen, pflegen und ernten, ohne zu zerstören, erzählen kann. Der Wald als Mutter, wie die Erde die Mutter ist.

Den Wald zu verteidigen war nicht einfach, aber das war es nie, deshalb ist es wichtig, Widerstand zu leisten, sich zu organisieren und seine Träume und Hoffnungen auf das "Gute Leben" zu nähren, es gibt viele von uns, die kämpfen und an das glauben, was Dorothy glaubte:  

          "Ich werde nicht fliehen und den Kampf dieser Bauern, die ungeschützt mitten im Wald leben, nicht aufgeben. Sie haben das heilige Recht auf ein besseres Leben auf einem Land, auf dem sie in Würde und ohne Zerstörung leben und produzieren können".

Für das heilige Recht auf ein würdiges Leben organisieren sich Arbeiter vom Land und aus der Stadt, kämpfen und bewegen sich vorwärts, tragen ihre Geschichten und all jene, die während des Marsches gefallen sind, die aber nie aufgehört haben, in der Erinnerung ihres Volkes, unseres Volkes, präsent zu sein.

        Die Kämpfe um Landrechte, Arbeit, nachhaltige Umwelt sind Kämpfe von sehr vielen, wir sind nicht allein! Der Schrei nach Gerechtigkeit hallt aus allen Ecken, denn wer sich für das LEBEN einsetzt, schreit auf, prangert an und schweigt nicht vor der Verletzung von Menschenrechten.

Nach 16 Jahren, die Dorothy aus unserer Gemeinschaft gerissen wurde, ist sie weiterhin im Kampf für die Rechte und zur Verteidigung des Waldes präsent, sie haben den Körper zerstört, aber sie haben die Ideen nicht getötet. Dorothy, der Wald und der Kampf der PDS-Arbeiter wurde zu einer größeren Sache und ging über Anapu, über Pará und über Brasilien hinaus. Wie ein Baum, der fällt, wuchsen aus seinem Stamm wiederum andere Wälder, und es kamen noch mehr Vögel um zu leben. Der Lärm schallte weit weg, aber wir glauben, dass sich der Gesang der Vögel durchsetzen wird, während sich die Ambitionen einiger weniger mit Kettensägen gegen uns richten.

  Wie Dorothy glauben auch wir an die Arbeiterorganisationen, an die produktive Kraft so vieler Hände, die pflanzen und die Tische mit Essen füllen, um den Hunger zu stillen, denn wo Menschen pflanzen, ernten und teilen, gibt es keinen Hunger nach Nahrung.

Wir glauben vor allem, dass die Hoffnung wie ein Setzling ist, der von vielen Händen genährt wird und nicht sterben kann. Diese kleine Hoffnung in Zeiten von Feuer und Rauch bietet frische Luft, Schatten und Ermutigung. Aber sie ist kein verdunkelnder Schatten: Sie leuchtet, weil sie konkrete Hoffnung ist. Wir kennen den Grund für unsere Hoffnung. Und wir nähren es mit Lächeln, mit Tränen, mit Blut, wenn nötig. Und jedes neue Leben ist ein Zweig, jedes geschwisterliche Band ist eine Rebe, die sich am Stamm festhält, die ihn schützt und die nicht zulässt, dass er einfach abgeschnitten wird. 

        Ja, wir können mit Thiago de Melo sagen:"Ich weiß nicht, wie groß meine Seele ist. Ich weiß nur, dass ich das Ende des Flusses überqueren werde, ich kann das Ufer erkennen, das mich ruft. Hartnäckig, zuversichtlich, folge ich dem fernen Gesang des halluzinierenden Sterns. Die Bestimmung eines Sterns ist es, zu leuchten und, selbst wenn er erloschen ist, über den Menschen zu strahlen".

Unser Stern ist übrigens nicht erloschen, er leuchtet weiter wie eine Lampe mitten unter uns. Lasst uns im Kampf für die Grundrechte voranschreiten, ermutigt durch die Hoffnung auf ein Land ohne Übel, und uns daran erinnern: "Der Tod des Waldes ist das Ende unseres Lebens."

        Belém, 11. Februar 2021                                          Dorothy Vive!

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

Quelle: Coleta de assinaturas em solidariedade ao povo de Anapú em memoria a Dorothy


12/02/2021, às 19 horas

IRMÃ DOROTHY STANG



O Globo, 12/02/2021
Evento online faz homenagem à missionária Dorothy Stang
Irmã Dorothy foi assassinada com seis tiros em 12 de fevereiro de 2005. Entidades fazem carta ao povo de Anapu e fazem denúncias contra a violência no campo e queimadas na Amazônia.

Montag, 25. Januar 2021

Dom Erwin Kräutler seit 40 Jahren Bischof



Dom Erwin Kräutler seit 40 Jahren Bischof

Brasilianisch-österreichischer Bischof nach wie vor ein international ein gefragter Experte für Menschenrechte, Umweltschutz und Indio-Rechte. Innerkirchlich tritt der gebürtige Vorarlberger auch für neue Wege zum Priestertum ein.

Der aus Vorarlberg stammende und seit mehr als fünf Jahrzehnten in Amazonien tätige Dom Erwin Kräutler (81) feiert am Montag den 40. Jahrestag seiner Bischofsweihe. Von 1981 bis 2015 war der Ordensmann der Missionare vom Kostbaren Blut - als direkter Nachfolger seines Onkels Erich Kräutler - Bischof von Altamira-Xingu, der mit 350.000 Quadratkilometern damals flächenmäßig größten Diözese Brasiliens. Kräutler, der sich jahrelang an vorderster Front gegen den Bau des Amazonas-Kraftwerks Belo Monte einsetzte, ist bis heute auch ein international ein gefragter Experte für Menschenrechte, Umweltschutz und Indio-Rechte. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2010 den Alternativen Nobelpreis.

Nach wie vor amtiert der emeritierte Bischof als Brasilien-Präsident des kirchlichen Amazonas-Netzwerks Repam. Dem brasilianischen Staatspräsidenten Jair Bolsonaro warf Kräutler in den vergangenen Jahren mehrfach eine "anti-indigene Einstellung" vor und kritisierte scharf dessen Eintreten für eine Öffnung von Umweltschutzgebieten sowie indigenen Reservaten für die wirtschaftliche Nutzung durch multinationale Konzerne.

Auch Bolsonaros Umgang mit der Corona-Pandemie verurteilte der Bischof. "Wacht auf, für die Menschen, die hier leben und diese Pandemie überleben wollen", wandte sich Kräutler erst vergangene Woche zusammen mit anderen Amazonas-Bischöfen an die brasilianischen Regierungsverantwortlichen. Zuvor war bekannt geworden, dass in mehreren Regionen Amazoniens den Krankenhäusern der Sauerstoff zur Behandlung von Patienten ausging.

Ein Leben am Amazonas

Der am 12. Juli 1939 in Koblach in Vorarlberg geborenen Kräutler ging schon kurz nach seiner Priesterweihe 1965 nach Brasilien. Ende 1980 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. (1978-2005) zum Koadjutorbischof der damals von Kräutlers Onkel Erich geleiteten Prälatur Xingu im Bundesstaat Para. Am 25. Jänner 1981 wurde Erwin Kräutler zum Bischof geweiht, im September desselben Jahres übernahm er die Leitung der Prälatur.

1983 wurde Kräutler international bekannt, als er bei einer Solidaritätsaktion mit Arbeitern, denen man den Lohn vorenthielt, verhaftet und verhört wurde. Im selben Jahr wurde er Präsident des Indigenenmissionsrats CIMI der Brasilianischen Bischofskonferenz. Dieses Amt übte er bis 1991 und später erneut von 2006 bis 2015 aus.

1987 setzte sich Kräutler bei der Verfassunggebenden Versammlung Brasiliens erfolgreich für die Verankerung der Rechte der Ureinwohner ein. Kurz darauf wurde er bei einem mysteriösen Autounfall, bei dem ein Kleinlastwagen das Fahrzeug Kräutlers rammte, schwer verletzt. Nach mehreren Morddrohungen steht der Bischof seit 2006 unter Polizeischutz.

Für neue Wege zum Priestertum

Innerkirchlich steht der brasilianisch-österreichische Bischof seit vielen Jahren auch für Änderungen bei den Zulassungsbestimmungen zum Priesteramt. "Ich werde den Zölibat immer verteidigen und hochhalten. Er ist eine Gnade", sagte er vor einiger Zeit in einem Interview mit Kathpress. Das "Problem", so Kräutler, sei aber die Verbindung der Eucharistiefeier mit dem Zölibat des Priesters. Dass wegen des Priestermangels ein großer Teil der abgelegenen Amazonas-Gemeinden nur ein paar Mal im Jahr Eucharistie feiern können, ist aus Sicht des emeritierten Bischofs ein "unerträglicher Zustand", sei die Eucharistiefeier doch "Kern unseres Glaubens".

Kräutler sieht die Lösung in neuen Zugängen zum Priestertum für verheiratete Männer und Frauen. Eine Position, die der Bischof auch als Mitglied der Amazonien-Synode im Oktober 2019 vertrat, an deren Vorbereitung er wesentlich mitgewirkt hatte.


Montag, 18. Januar 2021

Brasilien: Erste Impfungen sofort nach Notfallzulassung


Erste Impfung gegen das Coronavirus
In Brasilien ist mit einer Krankenpflegerin in Sao Paulo erstmals eine Person gegen das Coronavirus geimpft worden. 


Tagesschau.de, 17.1.2021
Nach Notfallzulassungen: Impfstart in Brasilien
Nach wochenlanger Verzögerung sind jetzt auch in Brasilien erste Impfstoffe zugelassen. Dabei hatte Präsident Bolsonaro sich stets verächtlich über die Vakzine geäußert. Jetzt hat sein politischer Rivale Doria sich durchgesetzt.


oe24, 17.1.2021
Nach Notfallzulassung erste Brasilianerin geimpft
Bolsonaro trotz Impfskepsis bei Foto von erster Impfung
Nach der Notfallzulassung der Corona-Impfstoffe von Sinovac und AstraZeneca durch die Nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung in Brasilien, Anvisa, ist die erste Brasilianerin geimpft worden. Dies ging aus einer Mitteilung der Regierung des Bundesstaates São Paulo am Sonntag hervor. Demnach bekam die Krankenschwester Mônica Calazans, 54, in dem Hospital das Clínicas in São Paulo den Impfstoff Coronavac des chinesischen Unternehmens Sinovac gespritzt.


Die Presse, 18.1.2021
Sorge um P.1-Mutation: In Brasilien wurde erstmals gegen Covid geimpft
In der Metropole Manaus hatten drei Viertel der Bevölkerung eine Infektion hinter sich, doch erneut explodieren die Corona-Zahlen. Ob das an der japanisch-brasilianischen Mutation liegt, müssen Wissenschaftler erst untersuchen. Brasilien erteilt zwei Impfstoffen eine Notzulassung.

Blickpunkt Lateinamerika, 21.01.2021
Sauerstoff aus Venezuela erreicht die Amazonasmetropole Manaus
Venezuela schickt Tankwagen mit Sauerstoff in Brasiliens Amazonasmetropole Manaus. Während der zweiten Corona-Welle ist die Situation in der Region aus Kontrolle geraten. 

 

Hintergrund:

America21.de, 18.01.2021
In Brasilien wird russischer Covid-19-Impfstoff produziert
Der Russische Investmentfonds hat zusammen mit der União Química nun am 15. Januar die Notzulassung für den Einsatz von zehn Millionen Dosen Sputnik V beantragt. Dies lehnte die brasilianische Gesundheitsbehörde Anvisa am Sonntag ab. União Química habe bislang keine ausreichenden Informationen über Studien vorgelegt, hieß es zur Begründung. Der Gouverneur des Bundestaates Bahia hat daraufhin beim Obersten Gerichtshof um Genehmigung ersucht, den Impfstoff direkt zu kaufen, ohne Vermittlung der Bundesregierung unter Bolsonaro.
Zugelassen ist Sputnik V in Lateinamerika bereits in Argentinien, Bolivien und Venezuela, während in Mexiko derzeit noch die Prüfung läuft.

Deutsche Welle, 15.1.2021
Brasiliens Impfdrama
Und jetzt doch. In Brasilien rückt der Impfstart näher, obwohl sich Präsident Bolsonaro weiterhin skeptisch zeigt. China und Großbritannien hoffen auf eine Notzulassung ihrer Impfstoffe am 17. Januar.


Zeit-Online, 15.1.2021
Corona-Impfstrategien: So läuft die Impfkampagne in anderen Ländern
Impfstoffe entscheiden über den weiteren Verlauf der Epidemie. Wie gehen andere Staaten dabei vor? Unsere Autoren berichten über China, Indien, Brasilien und Südafrika.



Logo após aprovação da Anvisa, governo de SP aplica em enfermeira a 1ª dose de vacina contra Covid-19 no Brasil
Mônica Calazans, de 54 anos, atua na UTI do Instituto de Infectologia Emílio Ribas, foi a primeira pessoa, fora dos estudos clínicos, a ser vacinada contra a Covid-19 no país. Ela foi imunizada neste domingo (17) no Hospital das Clínicas da Faculdade de Medicina da Universidade de São Paulo (USP). No total, 112 pessoas foram vacinadas. 


O Globo, 17.1.2021
'Não tenham medo', diz Mônica Calazans, 1ª pessoa a ser vacinada no Brasil
Enfermeira de 54 anos atua na UTI do Instituto de Infectologia Emílio Ribas. Ela foi imunizada neste domingo (17) no Hospital das Clínicas da Faculdade de Medicina da Universidade de São Paulo (USP).


O Globo, 18.1.2021
Após dizer que não compraria a CoronaVac, Bolsonaro diz que a vacina 'é do Brasil, não é de nenhum governador'
Em 1ª manifestação pública após aprovação pela Anvisa do uso emergencial de duas vacinas, presidente criticou governador João Doria, que já deu início à vacinação em São Paulo.


O Globo, 17.1.2021
Governo da Bahia entra com ação no STF para fazer compra direta de vacina russa
Ação foi ingressada na noite de sábado (16). Governo já havia informado que possui um contrato de prioridade para recebimento de até 50 milhões de doses da vacina.

Samstag, 16. Januar 2021

Brasilien bekommt vorerst keinen Impfstoff aus Indien


ORF, 16.1.2021

Impfstoff verzögert sich: Bolsonaro droht Niederlage

Indien hat zunächst keinen Impfstoff an Brasilien geliefert – anders als von der brasilianischen Regierung erhofft. Dies berichtete die brasilianische Zeitung „Folha de S. Paulo“ gestern Abend (Ortszeit).

Demnach habe Brasiliens Außenminister Ernesto Araujo in einem Telefonat mit seinem indischen Amtskollegen Subrahmanyam Jaishankar am Donnerstag noch versucht, die Freigabe zu erreichen.

Sauerstoff statt Impfung

Ein Flugzeug sollte am Freitag von der nordostbrasilianischen Stadt Recife aus starten, um zwei Millionen Dosen des Impfstoffes von AstraZeneca aus Indien zu holen. Dem Nachrichtenportal „G1“ zufolge wird das Flugzeug nun genutzt, um Sauerstoff in die Amazonas-Metropole Manaus zu transportieren, wo das Gesundheitssystem kollabiert ist.

Präsident Jair Bolsonaro sagte dem Sender „TV Bandeirantes“, dass sich die Indien-Operation verzögere. Dort gebe es auch politischen Druck von verschiedenen Seiten.

Wettlauf um erstes Impffoto

Indien stellt nach eigenen Angaben rund 60 Prozent der Impfstoffe weltweit her. Viele der Impfstoffe gehen in Staaten, die sich nicht wie Deutschland und andere reichere Länder viele Dosen im Voraus gesichert haben. Indien begann nun jedoch auch seine eigene Impfkampagne, laut dem indischen Premierminister Narendra Modi die größte der Welt. Bis Juli sollen dort 300 Millionen Menschen geimpft werden.

Für Bolsonaro könnte die Verzögerung eine politische Niederlage zur Folge haben. Nachdem Brasiliens Staatschef das Coronavirus zuerst verharmlost hatte, zieht er mittlerweile zwar auch eine Impfung in Zweifel. Aber er steht mit dem Gouverneur des Bundesstaates Sao Paulo, Joao Doria, dennoch in Konkurrenz um das erste Foto einer Impfung in Brasilien. Während die brasilianische Regierung ein Abkommen mit AstraZeneca geschlossen hat, ging Sao Paulo eine Übereinkunft mit Sinovac ein.


Tagesschau.de, 15.1.2021
Corona in BrasilienLuftwaffe liefert Sauerstoff nach Manaus
Die abgelegene Amazonas-Metropole Manaus hat sich in Brasilien erneut zum Corona-Hotspot entwickelt. Das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen, vor allem fehlt es an Sauerstoff. Nun hilft die Luftwaffe bei der Versorgung.


G1 - O Globo, 16/01/2021
Após fracasso na importação de vacina, avião que iria à Índia decola de Viracopos para levar oxigênio até Manaus
Voo, que iria para Mumbai pegar o imunizante de Oxford, foi reprogramado para auxiliar na crise sanitária que vive o Amazonas. Aeronave saiu de Campinas às 14h48 deste sábado.

GloboPlay, 16/01/2021
Situação do sistema de saúde de Manaus é caótica
Faltam leitos e oxigênio no sistema de saúde. População faz fila na porta de empresas que abastecem cilindros de oxigênio, que está em falta.

G1 - O Globo, 15.1.2021
Imprensa internacional repercute caos nos hospitais de Manaus
Veículos de comunicação relatam a falta de oxigênio para pacientes com Covid-19 e relembram as valas comuns que chegaram a ser abertas na 1ª onda do vírus na capital manauara.


G1 - O Globo, 15.1.2021
Doria e Bolsonaro trocam acusações sobre colapso em Manaus
Em coletiva em SP, governador paulista falou em 'genocídio' e pediu reação do Congresso contra o presidente na condução da pandemia de Covid-19. Em entrevista à Band, Bolsonaro chamou Doria de 'moleque'.

G1 - O Globo, 15/01/2021
Ministério da Saúde adquire oxigênio por mais 48 horas para manter bebês internados em Manaus
Estados disponibilizaram leitos para receber recém-nascidos e grávidas que possam ficar sem oxigênio na capital.

Folha de S. Paulo, 16/01/2021
Após fracasso de busca de vacina na Índia, governo usa avião para levar oxigênio para Manaus
Aeronave da Azul irá de Campinas a Manaus neste sábado (16) com carregamento dos cilindros

Folha de S. Paulo, 16/01/2021
Secretários de Saúde falam em vexame com vacina e dizem que estão no limite com Bolsonaro
Alguns deles dizem que único caminho daqui em diante é pedido de impeachment do presidente

Folha de S. Paulo, 15/01/2021
Manaus sem oxigênio e a gestão da pandemia; ouça podcast
Com pico de demanda, médicos do Amazonas pedem doação do insumo nas redes sociais

Austro-brasilianischer Bischof Alfredo Schäffler wird 80



Brasilien: Waidhofner "Bischof der Armen" wird 80
Austro-brasilianischer Bischof Alfredo Schäffler kritisiert im "Kirche bunt"-Geburtstagsinterview Ungerechtigkeiten in Brasilien: "Die am Lebensanfang oder Lebensende stehen, werden vielfach vergessen, weil sie noch nichts produzieren oder nichts mehr produzieren"


Buchtipp:

Ein Leben für die Kirche – Dom Alfredo Schäffler
erhältlich bei:








A Cidade Medita com Dom Alfredo Schaffler
Caminhada contra as drogas

Notstand in Manaus: Dom Erwin Kräutler appelliert an Brasiliens Regierung


Der Vorsitzende des brasilianischen Episkopats, Dom Walmor Oliveira de Azevedo, und der Vorsitzende von REPAM-Brasilien, Dom Erwin Kräutler, haben per Video zur Notwendigkeit sofortiger Hilfe angesichts der ernsten Situation im Bundesstaat Amazonas, insbesondere in Manaus, aufgerufen. Die Situation in der Hauptstadt ist wegen der Pandemie eskaliert. Am Freitag, den 15. Januar, gab es 213 Beerdigungen in der Stadt, eine Zahl, die noch nie zuvor erreicht wurde. Bisher lag der Tagesdurchschnitt der Todesfälle bei etwa 30. 30 Personen starben zu Hause ohne medizinische Versorgung, da die Krankenhäusern überfüllt sind.

In seiner Rede griff der emeritierte Bischof der Xingu-Prälatur den Appell von Bischof Leonardo Steiner, Erzbischof von Manaus, auf und bat im Namen der Bischöfe der Region Nord 1, "um Gottes Willen sofort Sauerstoff nach Manaus zu schicken". Die sozialen Netzwerke seien voll von Hilferufen der Bevölkerung und der Mediziner. "Ich hörte, wie eine medizinische Fachkraft in einem Krankenhaus weinte und ihre Verzweiflung über den Mangel an Sauerstoff zum Ausdruck brachte. Wir sehen, wie unsere Schwestern und Brüder durch Erstickung sterben - ein schrecklicher Tod!", so Dom Erwin.

Er sei seit mehr als 50 Jahren als Missionar in der Region tätig ist und müsse anprangern, dass "Brasilien die Völker des Amazonasgebiets in einer so grausamen Zeit vergisst und sich die Ohren verstopft angesichts der Menschen, die sterben, und angesichts ihrer Familien und des medizinischen Personals, das sich aus Mangel an Sauerstoff nicht um die Kranken kümmern kann und passiv zusehen muss, wie die Kranken unter schrecklichen Bedingungen ersticken.

Der Amazonas ist eine Region, die von verschiedenen Regierungen als Ressourcenquelle betrachtet wurde. Diese Haltung hat sich in letzter Zeit verstärkt, insbesondere während der Covid-19-Pandemie, bei der die mangelnde Durchsetzung der Gesetze die illegale Ausbeutung von Rohstoffen, zunehmende Brände und Umweltverschmutzung noch erleichtert hat. In diesem Gebiet sind die Grundrechte der Bevölkerung oft nicht abgedeckt. Dom Erwin appellierte an die Regierung: "Bei der Liebe Gottes und Unserer Lieben Frau:  Manaus und Amazonien gehören zu Brasilien. Bitte wachen Sie auf für die Menschen, die hier leben und diese Pandemie überleben wollen".



Auch Appell der regionalen Bischofskonferenz Nord 1
Auch die Region Nord 1 der Nationalen Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB) hat am Freitag, den 15. Januar, eine Aussendung gemacht, in der sie ihre Besorgnis über die Krise auf dem Gesundheitssektor, die durch die zweite Welle der Covid-19-Pandemie im Amazonasgebiet ausgelöst wurde,  zum Ausdruck bringt. Gleichzeitig bittet sie die Bevölkerung um Solidarität.

Die Behörden werden aufgefordert, Todesfälle zu vermeiden, verantwortungsvoll zu agieren und die verlautbarten Dekrete Ernst zu nehmen.


VaticanNews, 15.1.2021
Amazonas: Tod im Regenwald
40.320 Menschen sind bis heute im Amazonasgebiet, das sich über neun lateinamerikanische Staaten erstreckt, an Corona gestorben. Aus den Krankenhäusern im brasilianischen Manaus werden apokalyptische Szenen berichtet.


CNBB-Norte1, 16.1.2021
Presidente da CNBB e da REPAM-Brasil fazem apelo por ajuda diante a crise sanitária no Amazonas
Seguindo o apelo dos bispos do Regional Norte 1 da CNBB, o presidente do episcopado brasileiro, Dom Walmor Oliveira de Azevedo, e o da REPAM-Brasil, Dom Erwin Kräutler, têm se pronunciado em vídeo sobre a necessidade de ajuda imediatadiante da grave situação que está sendo vivida no estado do Amazonas, especialmente em Manaus. As últimas horas têm sido particularmente graves na capital amazonense, como demonstra o fato de esta sexta-feira, 15 de janeiro, ter havido 213 sepultamentos na cidade, um número nunca antes visto, uma vez que a média diária de mortes na cidade é de cerca de 30. Dentre essas mortes, 30 pessoas morreram em casa, sem atendimento médico, por falta de vaga nos hospitais.


VaticanNews, 16.1.2021
Presidentes da CNBB e da REPAM-Brasil pedem ajuda para o Amazonas
"A CNBB – disse dom Walmor - dará sua colaboração para levar oxigênio aos hospitais da capital do Amazonas". Dom Erwin, presidente da REPAM-Brasil, que também falou em nome do cardeal Claudio Hummes, presidente da Comissão Episcopal da Amazónia da CNBB, manifestou o seu apoio aos apelos angustiantes para que "o governo providencie cilindros de oxigênio.


VaticanNews, 15.1.2021
“Pelo amor de Deus, nos enviem oxigênio”, apelam os bispos do Amazonas e Roraima
Dom Leonardo Steiner em vídeo: "hoje, na segunda onda, as pessoas vão a óbito por falta de leitos nos hospitais, por falta de leitos nas UTIs, e por incrível que pareça, por falta de oxigênio”.


El presidente de la REPAM-Brasil pide que “Brasil no olvide al pueblo de la Amazonía en una hora tan cruel”
La REPAM-Brasil, a través de su presidente, Monseñor Erwin Kräutler, se ha pronunciado en un video en el que se hace eco de la situación que está siendo vivida en el estado brasileño de Amazonas, particularmente en Manaos. Las últimas horas están siendo de especial gravedad, como muestra el hecho de que este viernes, 15 de enero, ha habido 213 entierros en la ciudad, una cifra escalofriante, nunca antes vista, pues la media diaria de fallecidos en la ciudad está en torno de 30. Entre los enterrados se encontraban 30 personas que habían fallecido en sus casas, sin ningún tipo de atención médica.


Regional Norte 1 da CNBB divulga nota sobre crise sanitária no Amazonas
O Regional Norte 1 da Conferência Nacional dos Bispos do Brasil (CNBB) emitiu uma nota nesta sexta-feira, 15 de janeiro, na qual manifesta preocupação e solidariedade pela crise sanitária provocada pela segunda onda da pandemia da Covid-19, no Amazonas.
A nota pede o empenho das autoridades para evitar o maior número de mortes possíveis e que os cuidados e o respeito pelos decretos promulgados sejam assumidos por todos e todas.