Dienstag, 29. März 2022

Pedro Barreto neuer Präsident der Kirchenkonferenz Amazoniens

 


VaticanNews, 28.03.2022
Amazonien: Neue Leitung für Kirchenkonferenz CEAMA
Der peruanische Kardinal Pedro Barreto löst den brasilianischen Kardinal Cláudio Hummes an der Spitze der neuen panamerikanischen Kirchenkonferenz CEAMA ab. Hummes ist 87 Jahre alt. Einer der beiden neuen Vizepräsidenten ist der ecuadorianische Laie Mauricio López.

Die Kirchenkonferenz CEAMA („Conferencia Ecclesial de la Amazonía“) entstand als Folge der Amazoniensynode 2019. Sie gilt als Organismus neuen Zuschnitts in der Kirche, weil sie nicht nur Bischöfe repräsentiert, sondern das ganze Volk Gottes. Vizepräsident an der Seite von Mauricio López wird der Erzbischof von Manaus, Ulrich Steiner. Neun Länder haben Anteil am Amazonas.

In einem Schreiben erklärte Kardinal Hummes seinen Rücktritt von der Spitze der CEAMA damit, dass es ihm nicht möglich sei, zu reisen und persönlich an der institutionellen Tätigkeit des Präsidenten der Konferenz teilzunehmen. Die Ernennung des neuen Präsidenten fand im Rahmen der ordentlichen Versammlung der CEAMA statt, die am Wochenende in São Paulo, Brasilien, in hybrider Form stattfand, also teils in Präsenz, teils virtuell.

Zum Amazonas-Tag 2021 hatte Kardinal Hummes eine regelrechte „Kreuzigung Amazoniens“ beklagt, die vielen Söhnen und Töchtern Gottes großes Leid verursache. Das ökologische Desaster mit der Vernichtung des Regenwalds und der rücksichtslosen Ausbeutung seiner Ressourcen habe „wahnwitzige Dimensionen“ erreicht. Hummes saß beim Konklave 2013 neben dem Kardinal von Buenos Aires, Kardinal Jorge Mario Bergoglio, und flüsterte ihm nach dessen Angaben im Moment seiner Wahl zu, er dürfe als Papst die Armen nicht vergessen.


agenzia fides, 28/03/2022
AMERIKA - CEAMA: Kirchliche Amazonaskonferenz wählt neuen Vorstand
Am 26. und 27. März fand in Sao Paulo (Brasilien) die erste ordentliche Versammlung 2022 der Kirchlichen Konferenz von Amazonien (Conferencia Eclesial Amazonica, CEAMA) statt. Die Veranstaltung wurde in gemischter Form (anwesend und virtuell) abgehalten.


REPAM, 28/03/2022
A Conferência Eclesial da Amazônia elegeu nova Presidência para os próximos quatro anos
A Conferência Eclesial da Amazônia (CEAMA) reuniu-se em assembleia ordinária nos dias 26 e 27 de março, com parte dos participantes de maneira presencial em São Paulo (SP) e outra parte de modo virtual. Durante a reunião, os participantes refletiram sobre o caminho realizado nos últimos anos e os desafios que estão por vir na implementação dos encaminhamentos do Sínodo Amazônico, através dos Núcleos Temáticos.
Também foi apresentado um plano para a reforma dos Estatutos que contribuirá para o fortalecimento e consolidação da CEAMA no espírito de sinodalidade, da Assembleia Eclesial e como serviço às jurisdições eclesiásticas da Amazônia.


Radio San Martín, 28/03/2022
El cardenal Pedro Barreto nuevo presidente de la CEAMA
La Conferencia Eclesial de la Amazonía, CEAMA, estuvo reunida en Asamblea Ordinaria los días 26 y 27 de marzo de manera presencial en Sao Paulo, Brasil, y virtual.

Dienstag, 8. März 2022

Amazonas-Regenwald nähert sich dem Kipppunkt

 

ORF, 7.3.2022
Amazonas-Regenwald verliert an Widerstandsfähigkeit
Der Regenwald im Amazonasgebiet hat seit Anfang der 2000er Jahre kontinuierlich an Widerstandsfähigkeit eingebüßt. Bei mehr als drei Vierteln des Waldes ließ laut einer neuen Studie die Fähigkeit nach, sich von Störungen wie Dürren und Bränden zu erholen.


Studie: Amazonas-Regenwald verliert an Widerstandsfähigkeit
Der Amazonas-Regenwald schwächelt. Große Teile können sich von Bränden oder Dürren nicht mehr so gut erholen wie gewohnt. Das kann dazu führen, dass sich der Regenwald in eine Savanne verwandelt. 

Donnerstag, 3. März 2022

Bolsonaro beschleunigt Ausbeutung indigener Gebiete

RND.de, 2.3.2022

Bolsonaro will indigene Gebiete ausbeuten - und nutzt Krieg in der Ukraine als Begründung

  • Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro benutzt den russischen Angriff auf die Ukraine, um seine Politik im Amazonasgebiet zu rechtfertigen.
  • Der dortige Abbau von Kalium für Düngemittel sei notwendig, da es durch den Krieg zu Engpässen oder einem Preisanstieg kommen könnte, so Bolsonaro.
  • Der Präsident berief sich dabei auf einen Gesetzentwurf aus dem Jahr 2020.

AKTUALISIERUNG:

amerika21, 5.3.2022
Brasilien: Linke und Rechte hadern mit Verurteilung Russlands im Ukraine-Krieg
Auch eine Woche nach Russlands Angriff auf die Ukraine haben es die beiden aussichtsreichsten Präsidentschaftskanditen vermieden, Russland offen für seine Invasion zu verurteilen. Zwar kritisierten sowohl der amtierende Präsident Jair Bolsonaro (PL) als auch sein linker Herausforderer Luiz Inácio Lula da Silva (PT) die Verletzung der Souveränität der Ukraine, beide stehen aber Sanktionen – aus unterschiedlichen Gründen – ablehnend gegenüber und beließen es dabei, die "Konfliktparteien zum Dialog" aufzurufen.


Deutschlandfunk Kultur,19.1.2022
Landraub in Brasilien
Bolsonaros Politik gegen Indigene
Der Druck auf die indigenen Gemeinden in Brasilien nimmt immer weiter zu. Jüngste Gesetzesvorhaben sollen verhindern, dass neue Schutzgebiete ausgewiesen werden – und bestehende werden von Goldgräbern, Viehzüchtern und der Politik beständig attackiert.


CIMI, 07/03/2022
Em carta, CNBB e organismos da Igreja do Brasil manifestam preocupação com as iniciativas econômicas ligadas à mineração
Em nota, a CNBB e organismos da Igreja do Brasil apresentaram posição contrária ao PL 490, que dificulta a demarcação de terras indígenas, e ao PL 191, que regulariza a mineração em terras indígenas