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Donnerstag, 10. Dezember 2015
Kirchenhilfswerke warnen vor Scheitern des Klimagipfels
Radio Vatikan, 10/12/2015
Kirchenhilfswerke warnen vor Scheitern des Klimagipfels
Ein schlechtes Abkommen der Pariser Klimakonferenz hätte nicht nur nachteilige Folgen für das Weltklima, sondern würde auch globale Ungleichheit verstärken und das Menschenrecht auf würdiges und nachhaltiges Leben beeinträchtigen: Das hat der Weltdachverband der katholischen Kirchenhilfswerke (CIDSE) in einer Begleitveranstaltung zum Klimagipfel dargestellt, die gemeinsam mit der Caritas Internationalis, dem deutschen Hilfswerk Misereor und der NGO „Friends of the earth“ im Pariser UNO-Verhandlungszentrum Le Bourget ausgetragen wurde.
Was sagt der Vatikan? Auch der Heilige Stuhl würde – falls sich die Weltklima-Konferenz in Paris auf ein neues Klima-Abkommen verständigen sollte - das Pariser Dokument unterzeichnen. Das wäre zwar gemessen am überschaubaren Schadstoffausstoß des Kleinstaates zwar nur ein symbolischer Akt und schon jetzt ist der Vatikan dank Waldabkommen und Solarstrom CO2-neutral. Doch der Vatikan ist bis heute nicht dem Kyoto-Protokoll von 1997 beigetreten.
Wie sieht die Situation bei den Gesprächen in Paris aus? Auf dem Weg zu einem weltumspannenden Klimaschutzvertrag haben die Unterhändler der 195 Staaten und der EU ihre Positionen auf dem Klimagipfel in Paris zur Wochenmitte angenähert. Konferenz-Präsident, Frankreichs Außenminister Laurent Fabius, sagte bei der Vorlage des neuen Vertragsentwurfs am Mittwochnachmittag: „Wir haben Fortschritte gemacht, es bleibt aber noch viel zu tun.“
Was ist zu tun? Für die Pazifik-Inseln wirkt sich der Klimawandel bereits heute auf erschreckende Weise aus: Grundwasserversalzung, Ernteverlust durch immer mehr Schädlinge, unvorhersehbare Regenfälle und die Erosion der Küsten nannte Julianne Hickey von der neuseeländischen Caritas Aotearoa als bereits eingetretene Folgen. Ozeanien bereite sich derzeit auf eine riesige Hungerkatastrophe vor. „Der Klimawandel ist zu einer Frage von Leben und Tod geworden“, so die Expertin.
Was sind die Hindernisse? Es geht eindeutig um ökonomische und weniger um ökologische Anliegen. In Wahrheit werde in Paris über politische Ökonomie, nicht über den Klimawandel verhandelt, stellte Asad Rehman von „Friends of the earth international“ fest: Eigentliches Thema sei das kaputte Wirtschaftssystem, das auf Annahme unendlichen Wachstums basiert. Anhand des Klimawandels zeige sich eine „extreme Ungleichheit“: Zehn Prozent der reichsten Personen sind schließlich für 50 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich, während die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung nur zehn Prozent der Emissionen verursacht.
Samstag, 28. November 2015
Schlammkatastrophe in Brasilien nach Dammbruch
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| Am 21.11. - 17 Tage nach dem Dammbruch - hat die Schlammlawine nach ca. 700 km im Rio Doce die Küste bei Linhares (ES) erreicht. |
Orf.at, 28.11.2015
Regierung erhöht Druck
Nach der Schlammkatastrophe in Brasilien schließen die Betreiber des dafür verantwortlichen Bergwerks einen Zusammenhang mit giftigen Stoffen im Fluss Rio Doce nicht mehr aus. Die nach dem Dammbruch in einem Rückhaltebecken ausgelöste Schlammlawine könne giftige Metalle wie Arsen, Chrom und Nickel losgelöst haben, teilte der brasilianischen Bergbaukonzern Vale mit.
Vale und der australische Bergbauriese BHP Billiton sind zu gleiche Teilen Eigentümer der Firma Samarco, die das Bergwerk betreibt. Die Vale-Direktorin für Gesundheit und Sicherheit, Vania Somavilla, betonte aber, die Chemikalien seien nicht durch die Schlammlawine freigesetzt worden, sondern zuvor schon an den Ufern und im Fluss vorhanden gewesen und womöglich nun mitgerissen worden.
Spur der Verwüstung
Nach dem Dammbruch vor drei Wochen hatte eine Schlammlawine die rund 600 Einwohner zählende Ortschaft Bento Rodrigues, 250 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro, überrollt. Dabei kamen mindestens 13 Menschen ums Leben, weitere zehn Menschen galten noch als vermisst.
Über 50 Millionen Tonnen Schlamm aus dem geborstenen Klärbecken der Mine flossen in den Rio Doce ein. Der Flusslauf wurde auf einer Strecke von rund 800 Kilometern bis zur Mündung im Atlantischen Ozean verschmutzt.
Angst vor Folgekosten
Bisher hatten die Betreiber gänzlich darauf beharrt, dass der Schlamm in dem Klärbecken ungiftig sei. Die rund neun Tonnen tote Fische erklärte BHP damit, dass sie vor allem an der „schieren Menge des Sediments“ erstickt seien, das ihre Kiemen verstopft habe. Die chemische Zusammensetzung habe damit nichts zu tun.
Das Ziel hinter dieser Argumentation ist unschwer zu erraten: Gelingt es Samarco und seinen Muttergesellschaften, die Schuld von sich zu weisen, wird es schwierig, sie für die Folgekosten aufzukommen zu lassen. Bisher hatte die Umweltbehörde IBAMA Samarco Strafgelder über 250 Millionen Reais (63 Mio. Euro) auferlegt - in Anbetracht des Ausmaßes der Katastrophe ein Tropfen auf den heißen Stein. Experten rechnen mit Kosten in mehrfacher Milliardenhöhe.
Milliardenklage angekündigt
Genau das hat mittlerweile auch die brasilianische Regierung auf den Plan gerufen. Sie will von dem Bergbaukonsortium mindestens 20 Milliarden Reais (5,03 Mrd. Euro) Schadenersatz fordern. Bundesgeneralanwalt Luis Inacio Adams will am Montag eine entsprechende Zivilklage erheben.
Der Bundesgeneralanwalt erklärte, Samarco, Vale und Billiton sollten gemeinsam einen Reparationsfonds tragen, der unter gerichtlicher Aufsicht verwaltet werden soll. Die Einzahlung des Milliardenbetrags solle nicht auf einmal erfolgen, sondern sich über eine Zeitspanne von zehn Jahren erstrecken. Mit dem Geld solle der Fluss gesäubert und die Opfer des Unglücks oder deren Angehörige entschädigt werden.
Die Klage werde von der Bundesregierung gemeinsam mit den beiden betroffenen Bundesstaaten Minas Gerais und Espiritu Santo getragen. Die bereits von der IBAMA auferlegten Summen seien nicht in dem geforderten Fonds inbegriffen.
Späte Reaktion
Brasiliens Regierung, gelähmt durch einen Korruptionsskandal und eine Dauerfehde zwischen Parlamentspräsident Eduardo Cunha und Staatspräsidentin Dilma Rousseff, hat zunächst wenig getan, um die Krise in den Griff zu bekommen.
Erst mit dem Eingreifen der UNO kam Bewegung in die brasilianische Politik. Die Vereinten Nationen hatten Rousseffs Regierung nach eigenen Untersuchungen zu passives Verhalten vorgeworfen, schließlich liegt der Ursprung der Katastrophe schon über drei Wochen zurück.
„Das Ausmaß der Umweltschäden entspricht 20.000 olympischen Schwimmbecken gefüllt mit giftigem Schlamm, zudem gibt es eine Kontamination der Böden, Flüsse und des Wassersystems auf mehr als 850 Kilometern“, mahnte der UNO-Sonderberichterstatter für Menschenrechte und Umwelt, John Knox - 50 Millionen Tonnen mit Eisenerz, toxischen Schwermetallen und Chemikalien seien bereits in den Rio Doce geflossen.
Meer färbt sich rot
Fraglich sind nach wie vor auch die Auswirkungen auf die Meeresküste. Mittlerweile erreichte der Giftschlamm die Atlantikmündung. Samarco ließ dort Sandbänke abtragen, damit das Flusswasser mitsamt der Schlacke schneller in den Ozean abfließen kann. Zugleich begannen die Behörden bereits vor dem vergangenen Wochenende, Auffangbecken zu öffnen, um die Strömung des Flusses zu erhöhen. Im Meer, so die Hoffnung, würde sich der Schlamm schnell auflösen.
Zu Beginn bildete die Schlacke aber erst einmal einen roten Film der Küste entlang - und schien damit die Ängste der lokalen Fischer zu bestätigen. Sie protestierten gegen die Maßnahmen von Samarco und der Behörden, da sie um die Fischbestände an der Küste fürchteten. Auch Umweltschützer äußerten Bedenken dagegen, den Schlamm einfach ins Meer abzuleiten.
In Mariana, der nächstgrößeren Stadt neben der Eisenmine, gingen die Menschen auf die Straße. Zehn Prozent der Einwohner sind dort bei Samarco beschäftigt. Ihre Proteste richteten sich nicht gegen die Minenbetreiber oder die befürchtete Umweltverschmutzung. Die Demonstranten in Mariana forderten die schnelle Wiederöffnung der nach dem Betrieb geschlossenen Mine.
Die Welt, 29.11.2015
Fukushima im Regenwald
Die Aufarbeitung der gigantischen Umweltkatastrophe in Brasilien hat gerade erst begonnen. Die Vergiftung des Rio Doce wird das Land verändern – und die Präsidentin vielleicht das Amt kosten
Rousseff ist nach dem immensen Korruptionsskandal um ihre linke Arbeiterpartei angeschlagen. Die Wirtschaft lahmt, die Umfragewerte sind im einstelligen Bereich. Sollten sich die Verdachtsmomente bestätigen, dass das Rousseff-Kabinett eine zu große Nähe zu dem Konzern suchte und dass der Regierungsapparat bei den Sicherheitskontrollen schlampte, dann wird es für Rousseff eng. Die Wogen des Rio Doce könnten also auch noch ganz andere ins Unglück reißen.
Der Amazonas-Bischof Erwin Kräutler hat all das schon viel früher kommen sehen: "Was hier in Brasilien geschieht, hat Konsequenzen für die ganze Welt", sagte der Öko-Flüsterer von Papst Franziskus jüngst mit Blick auf die schweren Umweltsünden in dem riesigen südamerikanischen Land. Kräutler, der an der Umwelt-Enzyklika "Laudato si" des lateinamerikanischen Kirchenoberhauptes mitgearbeitet hat, ist einer der wenigen prominenten Figuren der brasilianischen Gesellschaft, die schon seit Jahren laut mahnend, aber vergeblich den Zeigefinger in die Höhe recken. So kann es nicht weitergehen, sagt Kräutler. Nicht einmal die ohnehin niedrigen Umweltstandards werden von einheimischen oder internationalen Unternehmen eingehalten. Ob beim höchst umstrittenen Mega-Wasserkraftwerk Belo Monte, beim ungezügelten Abholzen des brasilianischen Regenwaldes, der aus der Luft betrachtet, längst wie ein geschundener Körper mit offenen Wunden wirkt oder eben beim Bergbau, wo ungezügelt mit giftigen Substanzen operiert wird.
FAZ, 27.11.2015
Brasilien will Milliarden nach giftiger Schlammlawine
Brasilien verklagt nach dem Dammbruch bei einer Eisenerzmine zwei Bergbaukonzerne. Eine Schlammlawine hatte mindestens 13 Menschen getötet. Doch die Rohstoffriesen streiten jede Verantwortung ab.
amerika21, 25.11.2015
Umweltkatastrophe nach Dammbruch in Brasilien
Schlammlawine verschüttet Ortschaft und vergiftet Fluss. 228 Städte ohne Wasserversorgung. Regierung entzieht Minenbetreiber Samarco die Lizenz
NZZ, 6.11.2015
Dammbruch im Bergwerk
Schlammlawine begräbt Dorf in Brasilien
Bisher wurde erst ein Todesopfer bestätigt. Etliche Personen werden jedoch vermisst. Laut offiziellen Angaben stellt der Schlamm kein Gesundheitsrisiko dar.
El País, 25.11.2015
Lama de barragem da Samarco chega ao mar
O Globo, 22.11.2015
Lama da barragem de Mariana deixa Rio Doce marrom até foz, no ES
Técnicos da Samarco passaram a semana tentando impedir que a lama atingisse a área, que é um reduto de reprodução de animais aquáticos.
Folha, 24.11.2015
Barragem rompida e que levou a desastre ambiental tinha lama da Vale
O Globo, 24.11.2015
Vale admite que usava barragem de Fundão para depositar rejeitos
5% do volume de Fundão vinha de uma de suas minas, disse a empresa.
Rompimento provocou a liberação de mais de 35 milhões de m³ de rejeitos.
em.com.br, 6.11.2015
Rejeitos das barragens de Mariana chegam a usina em Santa Cruz do Escalvado
Lama já atingiu o Rio Doce, que alimenta a Usina Hidrelétrica Risoleta Neves
ANA
Monitoramento especial do Rio Doce
Donnerstag, 27. November 2014
Mit Hightech-Tricks gegen Klimawandel?
ORF, 26.11.2014
„Klima-Tuning“ laut Studie unausweichlich
Erstmals hat sich eine gemeinsame Studie der britischen Wissenschaftselite eingehend mit Geoengineering befasst, den Hightech-Strategien, die das Weltklima künstlich beeinflussen wollen. Die Vorschläge - das Abdunkeln der Sonne, die „Düngung“ von Meerwasser, die Durchmischung der Luft mit Nanopartikeln und anderes mehr - klingen utopisch. Die Forscher sind jedoch überzeugt, dass angesichts der rapiden Verschlechterung des Weltklimas bald keine anderen Möglichkeiten als das künstliche „Klima-Tuning“ bleiben werden - auch wenn es das Angesicht der Erde nachhaltig verändern und Millionen Menschen in Katastrophen stürzen wird.
Focus.de, 27.03.2012
Geo-Engineering und TreibhauseffektMit Hightech gegen den Klimawandel
Ob es gelingen wird, den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken, ist ungewiss. Doch kursieren Ideen, den Klimawandel mit künstlichen Wolken und Ozeandüngung zu stoppen. Die Risiken sind immens.
Spiegel-Online, 21.11.2006
Schneekanonen in Bayern: Hightech gegen Klimawandel
Ausreichend Schnee ist überlebensnotwendig für die Skigebiete Bayerns. Deshalb sorgen bei wärmer werdenden Wintern immer mehr Schneekanonen für künstliches Weiß. Doch Klimaschützer warnen – der Schuss könnte nach hinten losgehen.
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| Hightech-Gewächshaus mit vollautomatisch gesteuerten Förderbändern für 390 "bewegte Felder" |
Mit Pflanzenzucht-Forschung dem Klimawandel begegnen
Brunner startete einzigartige Hightech-Anlage
(25. Februar 2013) Freising-Weihenstephan - Klimawandel, Ressourcenschutz und der wachsende Nahrungs- und Energiebedarf stellen die Landwirtschaft vor gewaltige Herausforderungen. Um auch künftig ausreichende Erträge und hohe Qualitäten liefern zu können, betreibt der Freistaat an seiner Landesanstalt für Landwirtschaft erheblichen Forschungsaufwand im Bereich der Pflanzenzüchtung.
Landwirtschaftsminister Helmut Brunner startete am Montag in Freising eine in dieser Form weltweit einzigartige Hightech-Anlage, ein vollautomatisch gesteuertes Gewächshaus. Die neuartige Technologie unter dem Namen „moving fields“ ermöglicht den Experten dabei eine exakte Beobachtung, Dokumentation und Auswertung von ganzen Pflanzenbeständen unter streng kontrollierten Bedingungen. Die Anlage kann für alle in Bayern gängigen Nutzpflanzen eingesetzt werden und erlaubt es beispielsweise, Pflanzen unter Trockenstress zu untersuchen oder auf ihre Nährstoffeffizienz hin zu selektieren.
Die 1,5 Millionen Euro, die der Freistaat in die neue Anlage investiert hat, sind für den Minister gut angelegtes Geld. Schließlich sei die moderne Pflanzenzüchtung eine „Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts“. „Gerade in Bayern mit seiner Vielfalt an geografisch und klimatisch unterschiedlichen Anbauregionen ist es entscheidend, dass auch künftig standortangepasste Sorten für alle Produktionsrichtungen zur Verfügung stehen“, sagte Brunner.
Ein vernünftiges Miteinander von Nahrungs- und Energieproduktion auf knapper werdenden Flächen mache zudem eine beständige Ertragssteigerung durch Züchtung notwendig. Brunner: „Die neue Anlage ist ein wichtiger Mosaikstein einer rationellen und effektiven Pflanzenzüchtung, die Landwirten und Pflanzenzuchtbetrieben gleichermaßen zugute kommt.“
Donnerstag, 2. Oktober 2014
Tausende von Walrossen auf der Suche nach Eisschollen
ORF, 1.10.2014
Eis zieht sich Richtung Norden zurück
Dicht gedrängt liegen rund 35.000 Walrosse auf Land vor dem Inuitdorf Point Lay im nordwestlichen Alaska. Die Meeressäuger strandeten dort auf der Suche nach Eis. Für Umweltschützer ist das eine weitere Konsequenz des Klimawandels. Denn eigentlich verbringen die pazifischen Walrosse den Winter in der Beringsee.
Walrosse können nicht unbegrenzt schwimmen und brauchen die Eisschollen zum Rasten. Weibchen nutzen das Meereis für die Geburt und suchen im seichten Schelfmeer nach Nahrung wie Schnecken, Muscheln und Würmern. Durch die wärmeren Temperaturen im Sommer zieht die Eisgrenze aber immer weiter Richtung Norden. Die weiblichen Walrosse und die Jungen driften ebenfalls nach Norden zur Tschuktschensee, nördlich der Beringsee.
Die Walrosse sind auf der Suche nach Eis vor Alaska gestrandet
Die gestrandeten Walrosse vor Point Lay wurden nun von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) gesichtet. Nach Angaben des World Wide Fund For Nature (WWF) sammelten sich große Gruppen von Walrossen auch auf der russischen Seite der Tschuktschensee.
Schwierige Nahrungssuche
In den vergangenen Jahren zog sich das Eis zunehmend in Meeresregionen zurück, die tiefer als drei Kilometer sind. Dort können die Walrosse aber nicht mehr bis zum Grund tauchen und nach Nahrung suchen. In diesem Sommer erreichte das Meereis den sechstkleinsten Punkt, seitdem die Aufzeichnung der Satellitenüberwachung 1979 startete.
Neu ist das Phänomen nicht, es wird aber immer häufiger. Das erste Mal wurden Walrosse so weit im Norden bereits 2007 gesichtet. 2009 starben 130 Walrosse, vor allem Jungtiere, nach einem Ansturm auf Küstenland vor Alaska. Massenpanik kann auch durch einen Eisbären, menschliche Jäger und niedrig fliegende Flugzeuge ausgelöst werden. Auch heuer wurden wieder 50 Kadaver gefunden, berichtet Andrea Medeiros vom US Fish and Wildlife Service gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Die Todesursache wird noch untersucht.
„Umweltbedingungen ändern sich dramatisch“
Für Margaret Williams, zuständig für das WWF-Arktis-Programm, sind die gestrandeten Walrosse „ein weiteres auffallendes Zeichen dafür, wie sich die Umweltbedingungen aufgrund der Eisschmelze im Meer dramatisch ändern. (...) Die Walrosse erzählen uns, was schon die Eisbären und die indigene Bevölkerung der Arktis erzählt haben - dass sich die arktische Umwelt extrem schnell wandelt.“
Der WWF sieht den Klimawandel für den Eisbären als die größte Bedrohung. Umweltschützer fürchten, dass zwei Drittel der Population in den nächsten 40 Jahren durch Eisschmelze und den Verlust des Lebensraums verschwinden werden. Es sei nun an der Zeit für den Rest der Welt, das zur Kenntnis zu nehmen und Maßnahmen gegen die Ursachen des Klimawandels zu setzen, betonte Williams.
Die Welt, 1.10.2014
Alaska erlebt einen kolossalen Massenansturm
Die Nordwestecke der USA wird zur Zuflucht für Zehntausende Walrosse. Naturschützer vermuten, dass die riesigen Tiere wegen des zurückgehenden Polareises dort sind. Es gab bereits eine Massenpanik.
Zeit-Online, 1.10.2014
Schmelzendes Polareis
Alaskas Walrosse fliehen an den Strand
Mehrere Tausend Walrosse sind in Alaska an Land gegangen. Die scheuen Tiere flüchteten, weil die Eisschollen geschmolzen sind, auf denen sie sich normalerweise ausruhen.
Dienstag, 30. September 2014
Living Planet Report 2014: Keine Spur von "Nachhaltigkeit"
WWF, September 2014
Living Planet Report 2014 - Globaler Burn-Out
Ozeane werden überfischt, Wälder gerodet, das Klima kippt und wir beobachten das größte Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier. Die Ergebnisse des Living Planet Report 2014 sind eindeutig: Wir gehen mit der Erde alles andere als nachhaltig um, denn wir entziehen uns und unseren Kindern die Lebensgrundlagen in atemberaubender Geschwindigkeit. Damit treibt die Menschheit ihren eigenen Planeten in einen gefährlichen Burn-Out. Zusammengenommen verbrauchen wir jedes Jahr 50 Prozent mehr Ressourcen, als die Erde innerhalb dieses Zeitraums regenerieren und damit nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Machen wir so weiter, benötigen die Menschen bis zum Jahr 2030 zwei komplette Planeten, um den
Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken. Bis zum Jahr 2050 wären es knapp drei Erden. Alle zwei Jahre misst die Naturschutzorganisation WWF mit dem Living Planet Report die Veränderungen der weltweiten Biodiversität und des menschlichen Konsums. Die Studie zum Zustand der Erde wird gemeinsam mit der Zoologischen Gesellschaft London (ZSL) und dem Global Footprint Network (GFN) erstellt.
Tierbestände nehmen drastisch ab
Der Rückgang der Biodiversität macht die Überlastung des Planeten greifbar: Der Living Planet Index zeigt, dass zwischen 1970 und 2010 die beobachteten Tierpopulationen um 52 Prozent zurückgegangen sind. Mit anderen Worten: Im Durchschnitt hat sich die Zahl der Säugetiere, Vögel, Fische und Pflanzen halbiert. In den Tropen war der Rückgang insgesamt drastischer, in Lateinamerika sind die Verluste mit 83 Prozent am höchsten.
Hauptursachen sind Lebensraumzerstörung, Wilderei und Überfischung. Der Klimawandel wird in den nächsten Jahren die Natur mit einem noch größeren Anpassungsdruck konfrontieren.
Living Planet Report 2014 - Globaler Burn-Out
Ozeane werden überfischt, Wälder gerodet, das Klima kippt und wir beobachten das größte Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier. Die Ergebnisse des Living Planet Report 2014 sind eindeutig: Wir gehen mit der Erde alles andere als nachhaltig um, denn wir entziehen uns und unseren Kindern die Lebensgrundlagen in atemberaubender Geschwindigkeit. Damit treibt die Menschheit ihren eigenen Planeten in einen gefährlichen Burn-Out. Zusammengenommen verbrauchen wir jedes Jahr 50 Prozent mehr Ressourcen, als die Erde innerhalb dieses Zeitraums regenerieren und damit nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Machen wir so weiter, benötigen die Menschen bis zum Jahr 2030 zwei komplette Planeten, um den
Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken. Bis zum Jahr 2050 wären es knapp drei Erden. Alle zwei Jahre misst die Naturschutzorganisation WWF mit dem Living Planet Report die Veränderungen der weltweiten Biodiversität und des menschlichen Konsums. Die Studie zum Zustand der Erde wird gemeinsam mit der Zoologischen Gesellschaft London (ZSL) und dem Global Footprint Network (GFN) erstellt.
Tierbestände nehmen drastisch ab
Der Rückgang der Biodiversität macht die Überlastung des Planeten greifbar: Der Living Planet Index zeigt, dass zwischen 1970 und 2010 die beobachteten Tierpopulationen um 52 Prozent zurückgegangen sind. Mit anderen Worten: Im Durchschnitt hat sich die Zahl der Säugetiere, Vögel, Fische und Pflanzen halbiert. In den Tropen war der Rückgang insgesamt drastischer, in Lateinamerika sind die Verluste mit 83 Prozent am höchsten.
Hauptursachen sind Lebensraumzerstörung, Wilderei und Überfischung. Der Klimawandel wird in den nächsten Jahren die Natur mit einem noch größeren Anpassungsdruck konfrontieren.
Der Living Planet Report zum Download
Montag, 31. März 2014
UN-Klimabericht: Welt wird grundlegend verändert
domradio.de, 31.3.2014
Neuer Weltklimabericht: Klimawandel erfordert dringendes Handeln
Auf schmalem Grat
Die Erderwärmung wird drastische Auswirkungen haben, wenn der Mensch sie nicht stärker bremst als bisher - jetzt steht es schwarz auf weiß im neuen UN-Klimareport. Noch geben die Daten aber Hoffnung.
Der vom Menschen verursachte Klimawandel hat schon jetzt schwerwiegende Auswirkungen auf alle Kontinente und Meere. Wie viel schlimmer es für Mensch und Natur noch wird, hängt davon ab, was die Menschheit in naher Zukunft gegen die Erderwärmung unternimmt. Das ist die Kernbotschaft des zweiten Teils des neuen Weltklimaberichts, dessen Zusammenfassung der Weltklimarat IPCC am Montag im japanischen Yokohama vorlegte.
"Wir bewegen uns auf schmalem Grat", sagte die Greenpeace-Klimaexpertin Kaisa Kosonen. "Aber wenn wir mutig handeln und die Treibhausgasemissionen schneller (als geplant) senken, können größere Bedrohungen für die menschliche Sicherheit noch vermieden und lebenswichtige Meeressysteme, Wälder und Arten geschützt werden."
"Aufruf zum Handeln"
Auch der politische Geschäftsführer von Germanwatch ist alarmiert. Im domradio.de-Interview sagte er: "Ich sehe in dem IPCC-Bericht vor allem einen Aufruf zum Handeln. Der Meeresspiegel würde in den nächsten Jahrhunderten durch den Klimawandel um sieben Meter ansteigen. Aber das zu verhindern, könnte in den nächsten Jahrzehnten unumkehrbar angestoßen werden. Kein Politiker, der geschworen hat, Schaden von uns abzuwenden, darf das in Kauf nehmen."
Die Grenzen der Möglichkeiten
Zwar gibt es dem Report zufolge für den Menschen noch Möglichkeiten, sich auf die Risiken infolge des globalen Klimawandels einzustellen. Eine Anpassung funktioniere aber nur, wenn die Erderwärmung deutlich gebremst werde. Sonst werde es schwierig, warnte Chris Field, Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe Zwei des Weltklimarats. "Selbst ernsthafte, fortgesetzte Investitionen in die Anpassung werden ihre Grenzen haben."
Ob in den Tropen oder an den Polen, auf kleinen Inseln oder großen Kontinente, in reichen Länder oder den ärmsten - schon jetzt lassen sich die Auswirkungen des Klimawandels überall beobachten. Gletscher in aller Welt schmelzen bereits, der Meeresspiegel steigt an, und viele Pflanzen und Tiere verlagern ihren Lebensraum oder sind bedroht.
Zu wenig Weizen und Mais
Der Klimawandel beeinflusst auch die Versorgung mit Trinkwasser und Nahrung. "Der Bericht ist da und die Botschaft klar: Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Nahrungsversorgung sind schlimmer als zuvor geschätzt", sagte Tim Gore von der Hilfsorganisation Oxfam. Schon jetzt gibt es dem Report zufolge Beeinträchtigungen bei den Ernteerträgen von Weizen und Mais.
Erstmals habe der Weltklimarat anerkannt, dass eine Zunahme der Extremwetterlagen auch extreme Nahrungspreise bedeute, so Oxfam. "Ohne schnelle Taten bei der Anpassung und der Emissionsreduzierung könnte das Ziel, dass jeder genug zu essen hat, für immer verfehlt werden", warnte Gore. "Die politischen Lenker sollten sich die Frage stellen, ob ihre Generation diejenige sein soll, die das zulässt." Laut Report erhöht der Klimawandel indirekt auch das Risiko gewaltsamer Konflikte und verschärft die Flüchtlingsproblematik.
Der Unterschied zwischen zwei und vier Grad
Nach tage- und nächtelangem Ringen hatten sich die Wissenschaftler mit Vertretern von Regierungen aus aller Welt in Yokohama auf eine fast 50-seitige Zusammenfassung des neuen, rund 2000 Seiten dicken zweiten Teil des Klimaberichtes geeinigt. Sie dient als Grundlage für Politiker und internationale Konferenzen. Bei der Einschätzung der Risiken mache es einen deutlichen Unterschied, ob der Mensch in einer Welt mit zwei Grad Erwärmung lebe oder mit vier. In einer um vier Grad erwärmten Welt seien die Risiken noch sehr viel höher, heißt es in dem Bericht.
Der dritte und letzte Teil des neuen Klimareports über Möglichkeiten und Wege, die Erderwärmung zu bremsen, soll am 13. April in Berlin vorgestellt werden. Der Weltklimarat hat fast 200 Mitgliedsländer. Die UN-Organisation mit Sitz in Genf erhielt 2007 für ihren Kampf gegen den Klimawandel den Friedensnobelpreis.
ORF.at, 31.3.2014
Dringendes Handeln gefordert
Die Erderwärmung wird drastische Auswirkungen haben, wenn der Mensch sie nicht stärker bremst als bisher: Das zeigt der neue UNO-Klimabericht. Steigende Temperaturen erhöhten die Wahrscheinlichkeit „schwerer, tiefgreifender und irreparabler Folgen“, heißt es in dem am Montag im japanischen Yokohama verabschiedeten Bericht des Weltklimarats (IPCC).
Spiegel-Online, 27.3.2014
Die Uno warnt in ihrem neuen Klimareport vor einem sehr schnellen Anstieg des Meeresspiegels. Es drohen Hitzewellen, viele Gletscher könnten komplett verschwinden, für Regionen wie Deutschland sagen die Forscher mehr Starkregen voraus. Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick.
NZZ, 1. April 2014
Neuer Uno-Klimabericht: Zurücklehnen ist keine Option
Die Klimawissenschaften zeichnen sich oft durch Unzugänglichkeit aus. Sie produzieren bunte Grafiken am Laufmeter, die dem Laien erst nach vertieftem Studium einigermassen verständlich werden. Zudem operieren sie mit abstrakten Werten, unter denen man sich kaum Konkretes vorstellen kann. Was bedeutet es zum Beispiel, wenn sich bis Ende des Jahrhunderts die globale Durchschnittstemperatur je nach Szenario um 0,9 bis 5,4 Grad Celsius erhöhen könnte? Oder was ist mit der Aussage anzufangen, dass die Hälfte des weltweiten CO2-Budgets bereits verbraucht sei, wie der Klimarat der Uno (IPCC) im vergangenen Jahr postulierte?
Sonntag, 12. Januar 2014
Indien: Bauxit-Ausbeutung an heiliger Stätte untersagt
Indischer „Avatar“-Stamm siegte gegen Bergbaukonzern
Im jahrzehntelangen Streit um die Ausbeutung eines Bauxit-Vorkommens im Osten Indiens hat sich ein kleiner Stamm gegen den britischen Bergbaukonzern Vedanta durchgesetzt. Das Umweltministerium habe die Pläne zur Förderung des Rohstoffs endgültig gestoppt, berichteten örtliche Medien gestern.
Die Einwohner der angrenzenden Ortschaften hätten sich einstimmig gegen die Bergbauaktivitäten ausgesprochen, hieß es zur Begründung. Der Oberste Gerichtshof hatte im April entschieden, dass die Anrainer in diesem Fall das letzte Wort haben sollten. Alle zwölf Ortsräte in der Gegend stimmten den Berichten zufolge dagegen.
Jahrelanger Kampf
Vedanta wollte das Bauxit auf dem Berg Niyamgiri im Bundesstaat Orissa abbauen, den der Stamm der Dongria Kondh als den Sitz ihres Erntegotts Niyam Raja verehrt. Die etwa 8.000 Stammesmitglieder setzen sich seit Jahren erbittert gegen die Pläne zur Wehr. Wegen ihres Kampfes wurden sie mit dem Volk der Na’vi im Film „Avatar“ von James Cameron verglichen, die der Ausbeutung eines für die Menschheit wertvollen Metalls im Wege stehen.
Aus Bauxit wird Aluminium produziert. Der britische Konzern Vedanta wollte die Bodenschätze gemeinsam mit einer staatlichen indischen Firma heben, um eine nahe gelegene Aluminiumfabrik zu beliefern. Die Produktion in dem Werk musste aufgrund von Engpässen in der Versorgung mit Bauxit bereits heruntergefahren werden.
Umweltschützer fürchteten Schäden für Ökosystem
Auch Umweltschützer und Organisationen wie „Survival International“ hatten gegen das Vorhaben mobil gemacht. Sie warnten vor Schäden für das Ökosystem, wodurch die Lebensgrundlage der Dongria Kondh gefährdet werde. Der Parlamentsabgeordnete Bhakta Charan Das feierte die Entscheidung am Samstag als historischen Erfolg für die Gemeinschaft der Dongria Kondh.
Befürworter des Projekts verwiesen hingegen auf die mögliche Schaffung von Arbeitsplätzen in der armen Region. Der Bergbauminister des Staates Orissa, R.K. Singh, warf der indischen Regierung vor, „Politik auf Kosten der Entwicklung“ zu machen. Es werde nun nach alternativen Abbaugebieten gesucht, sagte er der Nachrichtenagentur Press Trust of India.
Der Bund,11.01.2014
«Avatar»-Stamm siegt gegen Bergbaukonzern
Es ist wie David gegen Goliath: Jahrelang kämpfte ein kleiner Stamm im Osten Indiens gegen die Ausbeutung eines Bauxit-Vorkommens. Das Umweltministerium fällte nun einen historischen Entscheid.
Hintergrund:
Survival International-Dossier:
Die Dongria Kondh am Niyamgiri Berg in Indien
ZEIT-Online, 15.10.2011
Eine Schlacht wie im Film
Im indischen Dschungel kämpfen Ureinwohner mit Pfeil und Bogen gegen einen Bergbaukonzern. Mit westlicher Zivilisation und Moderne wollen sie nichts zu tun haben. Nun kommt ihnen ausgerechnet Hollywood zu Hilfe.
n-TV, 24.8.2010
Kein Bergbau an heiliger Stätte
Indien stoppt Bauxit-Abbau
Die Konstellation gleicht der Geschichte des Hollywood-Spektakels "Avatar" bis ins Detail: Ein milliardenschwerer Alu-Konzern will im indischen Hinterland Rohstoffe aus dem Boden holen. Doch anders als im Film legt sich die Regierung in Neu Delhi quer: Das wertvolle Bauxit liegt unter dem heiligen Berg der Dongria Kondh.
Montag, 30. Dezember 2013
Nicaraguakanal: Öko-Desaster befürchtet
FAZ, 29.12.2013
Öko-Katastrophe in Nicaragua?
Ein Megakanal im Zeichen des Drachen
Nicaragua will 2014 mit dem Bau von „El Gran Canal“ beginnen. Ökologisch deutet sich ein Desaster an. Hinter dem neuen Atlantik-Pazifik-Kanal steht ein fernöstliches Konsortium - oder sogar Peking?
Deutschlandfunk, 21.9.2013
Nicaraguas Traum vom großen Kanal
Eine Wasserstraße zwischen Karibik und Pazifik
Es ist das Lieblingsprojekt des nicaraguanischen Präisidenten: der Bau eines Kanals, der die Karibik mit dem Pazifik verbindet. Den Zuschlag hat nun ein Investor aus Hongkong erhalten. Ortega erhofft sich wirtschaftlichen Aufschwung, Kritiker hingegen befürchten gravierende Folgen für Mensch und Natur.
Nicaraguakanal auf Wikipedia
Öko-Katastrophe in Nicaragua?
Ein Megakanal im Zeichen des Drachen
Nicaragua will 2014 mit dem Bau von „El Gran Canal“ beginnen. Ökologisch deutet sich ein Desaster an. Hinter dem neuen Atlantik-Pazifik-Kanal steht ein fernöstliches Konsortium - oder sogar Peking?
Deutschlandfunk, 21.9.2013
Nicaraguas Traum vom großen Kanal
Eine Wasserstraße zwischen Karibik und Pazifik
Es ist das Lieblingsprojekt des nicaraguanischen Präisidenten: der Bau eines Kanals, der die Karibik mit dem Pazifik verbindet. Den Zuschlag hat nun ein Investor aus Hongkong erhalten. Ortega erhofft sich wirtschaftlichen Aufschwung, Kritiker hingegen befürchten gravierende Folgen für Mensch und Natur.
Nicaraguakanal auf Wikipedia
Donnerstag, 7. November 2013
UNO: Treibhausgase auf neuem Rekordniveau
Zeit-Online, 6.11.2013
Treibhausgase erreichen neuen Rekordwert
Nach Angaben der UN waren nie so viele schädliche Gase in der Luft wie 2012. Umweltschützer warnen: Es könnte bald zu spät sein, den Temperaturanstieg zu stoppen.
ORF.at, 6.11.2013
Neuer Rekord bei Treibhausgasen
Im vergangenen Jahr befanden sich so viele Treibhausgase wie nie zuvor in der Erdatmosphäre. Das verkündete die Organisation für Meteorologie der UNO (WMO) am Mittwoch, eine Woche vor der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Warschau. Um den von Treibhausgasen bewirkten Anstieg der Temperaturen zu verlangsamen, sei nun schnelles Handeln nötig, so WMO-Generalsekretär Michel Jarraud. Andernfalls dürften die Durchschnittstemperaturen bereits um das Jahr 2050 um zwei Grad höher liegen als im vorindustriellen Zeitalter.
Klimaretter.info, 1.11.2013
34,5 Milliarden Tonnen Treibhausgase 2012
Die weltweite Treibhausgas-Produktion hat ein neues Rekordniveau erreicht. Wie das Joint Research Centre der EU-Kommission ermittelte, stieg der weltweite Ausstoß 2012 auf 34,5 Milliarden Tonnen Treibhausgas-Äquivalente. 29 Prozent dieser Summe entstammen demnach aus chinesischen Quellen, 16 Prozent des Ausstoßes gehen auf das Konto der Vereinigten Staaten, elf Prozent auf das der EU. Japan trug mit sechs Prozent bei. Damit sind diese Staaten für zwei Drittel des weltweiten Treibhausgases verantwortlich.
Mittwoch, 15. Mai 2013
Laut Studie wird die Stromerzeugung in Belo Monte durch Abholzung verringert
Der Schutz des Regenwaldes Amazoniens bedeutet nicht nur den Erhalt der Artenvielfalt in Flora und Faune. Ein intakter Regenwald hat auch klimatische Auswirkungen, er bringt viele Niederschläge und füllt die Flüsse. Das ist für die Energieerzeugung durch Waserkraftwerke sehr wichtig. Je mehr Wald also vorhanden ist, desto größer ist die Kapazität eines Wasserkraftwerkes.
Eine fortschreitende Abholzung des Regenwaldes hingegen führt zu einer Verringerung der Niederschläge und zu einem sinkenden Wasserpegel der Flüsse. Die Stromerzeugung durch Wasserkraft in Belo Monte könnte sich bis zu 40 % reduzieren, wenn die momentane Rodungsintensität anhält.
Dies ist das Ergebnis einer Studie, die von brasilianischen Wissenschaftlern am Montag (13.5.) in der amerikanischen Zeitschrift PNAS veröffentlicht wurde.
Blickpunkt Lateinamerika, 5.6.2013
Holzeinschlag drosselt Wasserkraft von Belo Monte
Mit zunehmendem Holzeinschlag im brasilianischen Amazonas-Regenwald könnte das im Bau befindliche Wasserkraftwerk ´Belo Monte´ bis zu einem Drittel seines Energiepotenzials einbüßen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Umweltforschungsinstituts IPAM.
Veja, 14.5.2013
Pesquisa afirma que desmatamento da Amazônia pode diminuir geração de energia de Belo Monte
Cientistas brasileiros mostram que a perda de floresta pode afetar a quantidade de chuvas na região, levando a um fluxo menor de água nos rios e a um corte de até 40% na geração de energia prevista na hidrelétrica
Estadão, 14.5.2013
Quanto mais floresta, maior será a capacidade de Belo Monte, diz estudo
Caso a perda da vegetação atinja 40% do bioma, em 2050, a produção de energia pode cair a 25% da capacidade
PNAS, 13.5.2013
Dependence of hydropower energy generation on forests in the Amazon Basin at local and regional scales
Tropical rainforest regions have large hydropower generation potential that figures prominently in many nations’ energy growth strategies. Feasibility studies of hydropower plants typically ignore the effect of future deforestation or assume that deforestation will have a positive effect on river discharge and energy generation resulting from declines in evapotranspiration (ET) associated with forest conversion. Forest loss can also reduce river discharge, however, by inhibiting rainfall. We used land use, hydrological, and climate models to examine the local “direct” effects (through changes in ET within the watershed) and the potential regional “indirect” effects (through changes in rainfall) of deforestation on river discharge and energy generation potential for the Belo Monte energy complex, one of the world’s largest hydropower plants that is currently under construction on the Xingu River in the eastern Amazon. In the absence of indirect effects of deforestation, simulated deforestation of 20% and 40% within the Xingu River basin increased discharge by 4–8% and 10–12%, with similar increases in energy generation. When indirect effects were considered, deforestation of the Amazon region inhibited rainfall within the Xingu Basin, counterbalancing declines in ET and decreasing discharge by 6–36%. Under business-as-usual projections of forest loss for 2050 (40%), simulated power generation declined to only 25% of maximum plant output and 60% of the industry’s own projections. Like other energy sources, hydropower plants present large social and environmental costs. Their reliability as energy sources, however, must take into account their dependence on forests.
Donnerstag, 22. November 2012
UN-Klimaziele werden weltweit verfehlt
Spiegel, 21.11.2012
Unep-Bericht:
Welt scheitert an Klimaerwärmung
Klare Worte vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen Unep: Alles deute darauf hin, dass die Welt ihre Klimaziele verfehlen werde. Eine erhebliche Erwärmung des Klimas sei kaum mehr aufzuhalten.
Zeit-Online, 21.11.2012
Das Zwei-Grad-Ziel entwickelt sich zum Wunschtraum
Die CO2-Emissionen sinken nicht, sie steigen weiter dramatisch. Die UN schlagen Alarm: Treibhausgase im notwendigen Umfang einzusparen, sei kaum noch erreichbar.
Tiroler Tageszeitung, 21.11.2012
Welt verfehlt Klimaziele klar: „Es wird heißer, gefährlicher und teurer“
Ohne weitere Anstrengungen wird der Ausstoß an Treibhausgasen nach Angaben von Klimaforschern weiter stark zunehmen. Dadurch sei das Ziel, den Temperaturanstieg auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, immer schwerer zu erreichen, mahnt das UN-Umweltprogramm Unep. Die Folgen in Europa: „Es wird heißer, gefährlicher, ungesünder und teurer.“
ORF, 21.11.2012
„Anpassung“ an extremere Verhältnisse
Eine Studie zum künftigen Klima Europas zeichnet ein düsteres Bild für den Rest des Jahrhunderts: Extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen und Hochwasser würden immer öfter auftreten, heißt es in dem am Mittwoch von der Europäischen Umweltagentur (EUA) veröffentlichten Bericht. Die Veränderungen werde ganz Europa - regional unterschiedlich - zu spüren bekommen. An die ehrgeizig gesteckten, nie eingehaltenen Klimaziele glaubt die EUA offensichtlich nicht mehr: Es ist nicht mehr von Verhindern, sondern nur noch von „Anpassung“ an das, was kommt, die Rede.
science.ORF.at, 21.11.2012
Trockenheit gefährdet fast alle Baumarten
Fast alle Baumarten weltweit arbeiten nahe am Limit zum Versagen ihres hydraulischen Systems. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Studie, an der auch der Innsbrucker Botaniker Stefan Mayr beteiligt war. Die Empfindlichkeit gegenüber "Trockenstress" ist demnach in allen Waldtypen ähnlich.
Unep-Bericht:
Welt scheitert an Klimaerwärmung
Klare Worte vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen Unep: Alles deute darauf hin, dass die Welt ihre Klimaziele verfehlen werde. Eine erhebliche Erwärmung des Klimas sei kaum mehr aufzuhalten.
Zeit-Online, 21.11.2012
Das Zwei-Grad-Ziel entwickelt sich zum Wunschtraum
Die CO2-Emissionen sinken nicht, sie steigen weiter dramatisch. Die UN schlagen Alarm: Treibhausgase im notwendigen Umfang einzusparen, sei kaum noch erreichbar.
Tiroler Tageszeitung, 21.11.2012
Welt verfehlt Klimaziele klar: „Es wird heißer, gefährlicher und teurer“
Ohne weitere Anstrengungen wird der Ausstoß an Treibhausgasen nach Angaben von Klimaforschern weiter stark zunehmen. Dadurch sei das Ziel, den Temperaturanstieg auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, immer schwerer zu erreichen, mahnt das UN-Umweltprogramm Unep. Die Folgen in Europa: „Es wird heißer, gefährlicher, ungesünder und teurer.“
ORF, 21.11.2012
„Anpassung“ an extremere Verhältnisse
Eine Studie zum künftigen Klima Europas zeichnet ein düsteres Bild für den Rest des Jahrhunderts: Extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen und Hochwasser würden immer öfter auftreten, heißt es in dem am Mittwoch von der Europäischen Umweltagentur (EUA) veröffentlichten Bericht. Die Veränderungen werde ganz Europa - regional unterschiedlich - zu spüren bekommen. An die ehrgeizig gesteckten, nie eingehaltenen Klimaziele glaubt die EUA offensichtlich nicht mehr: Es ist nicht mehr von Verhindern, sondern nur noch von „Anpassung“ an das, was kommt, die Rede.
science.ORF.at, 21.11.2012
Trockenheit gefährdet fast alle Baumarten
Fast alle Baumarten weltweit arbeiten nahe am Limit zum Versagen ihres hydraulischen Systems. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Studie, an der auch der Innsbrucker Botaniker Stefan Mayr beteiligt war. Die Empfindlichkeit gegenüber "Trockenstress" ist demnach in allen Waldtypen ähnlich.
Freitag, 9. November 2012
Österreich: Enteignungen wegen 110-kV-Leitung drohen
ORF, 9.11.2012
110-kV-Leitung: Enteignungen drohen
Auf die Gegner der geplanten oberirdischen 110-kV-Leitung im Raum Villach-Maria Gail kommt ein Enteignungsverfahren zu. Die Anrainer sollen der KELAG das Recht auf Nutzung ihrer Grundstücke zwangsweise einräumen. Proteste sind geplant.
Eine Bürgerinitiative fordert die Verlegung eines Erdkabels statt der geplanten oberirdischen Hochspannungsleitung. Nun sollen die Bürger der KELAG Netz GmbH die Rechte für die Nutzung ihrer Grundstücke zwangsweise einräumen. Dagegen wehren sie sich und auch gegen den Inhalt eines Gutachtens, das vor einer Woche vom Land Kärnten veröffentlicht wurde.
Anwalt: Land macht Druck
Die Trasse der geplanten Hochspannungsleitung sei noch gar nicht rechtskräftig bewilligt, trotzdem werde mit massivem zeitlichen Druck gearbeitet, kritisierte Rechtsanwalt Christian Köchl, der 15 betroffene Grundstückseigentümer vertritt. Das Gutachten des Landes zur Höhe der Entschädigungszahlungen und dem Wertverlust der Grundstücke sei erst vor einer Woche eingelangt.
Köchl: „Den betroffenen Grundstückseigentümern, wo es doch zum Teil um große Wälder geht, bleibt keine Zeit, sich selbst kompetente Hilfe zu holen und sich zu informieren. Sie können nur die Gutachten des Landes mehr oder weniger akzeptieren.“
Keine Zeit für Gegengutachten
Denn bis zum ersten Verfahrenstermin am 13. November bleibe keine Zeit mehr, ein eigenes Gutachten einzuholen. Die KELAG Netz GmbH verweist darauf, dass sie den Betroffenen Entschädigungssätze unterbreitet habe, die 30 Prozent über dem jetzt erstellten Gutachten lägen.
Die KELAG bleibt dabei: Die Errichtung der 110-kV-Leitung sei unumgänglich. Projektleiter Reinhard Draxler: „Diese Leitungsanlage ist wahnsinnig wichtig zur Erhaltung der öffentlichen Versorgungssicherheit im Großraum Villach. Dazu wird ein Umspannwerk errichtet, und es geht um diese Verbindung nach Villach hin. Das hat nichts mit irgendeinem Transit oder Transport zu tun.“
Schutz von Mensch und Landschaft
Die Bürger selbst betonen, dass es ihnen nicht um die Höhe der Entschädigungssätze gehe, sondern um den Schutz der Landschaft und die Gesundheit der Anrainer. Sprecherin Irene Kreschischnig: „Wir würden keine höheren Ablösezahlungen nehmen. Wir wollen die Erdverkabelung und den Schutz der Natur. Wir wollen nicht die Freileitung durch Ortsgebiete haben, wir wollen eine Erdverkabelung haben.“ Die Anrainer erhoffen sich Hilfe von der Politik und kündigten für den 29. November umfangreiche Protestmaßnahmen an.
Kleine Zeitung, 16.10.2012
Auch Alpenverein für Erdkabel
Bürgerinitiativen bekommen prominente Unterstützung: Der Alpenverein sieht keine andere Lösung, als die Leitung ins Erdreich zu verlegen. Auch Tierschutzverein hilft.
krone.at, 16.09.2012
Anrainer machen Strahlung von 110-kV-Leitung sichtbar
Im Kampf gegen eine 110- kV- Leitung bei Villach greifen die Gegner des Projektes zu ungewöhnlichen Mitteln. Mit 100 Neonröhren ausgerüstet, haben Anrainer auf die Belastung durch Elektrosmog aufmerksam gemacht. "Allein die Strahlung bringt die Röhren zum Leuchten!", so die Kritiker.
Parlament.gv.at
Petition betreffend "Erdkabel statt Freileitungen für Villach und Finkenstein" (Bürgerinitiativen "110 kV - nein danke!" - Maria Gail; "Allianz der Orte St. Job-Susalitsch-Sigmontitsch" und "Flurweg Fürnitz - Ausblick Mastenwald")
Yotube-Video, 27.5.2012
Kärnten: Landeshauptmann Dörfler schneidet Strommasten um
Mehr Infos über die Bürgerinitiativen unter http://www.facebook.com/110kVNeinDanke
Allianz der Orte St.Job-Susalitsch-Sigmontitsch
110-kV-Leitung: Enteignungen drohen
Auf die Gegner der geplanten oberirdischen 110-kV-Leitung im Raum Villach-Maria Gail kommt ein Enteignungsverfahren zu. Die Anrainer sollen der KELAG das Recht auf Nutzung ihrer Grundstücke zwangsweise einräumen. Proteste sind geplant.
Eine Bürgerinitiative fordert die Verlegung eines Erdkabels statt der geplanten oberirdischen Hochspannungsleitung. Nun sollen die Bürger der KELAG Netz GmbH die Rechte für die Nutzung ihrer Grundstücke zwangsweise einräumen. Dagegen wehren sie sich und auch gegen den Inhalt eines Gutachtens, das vor einer Woche vom Land Kärnten veröffentlicht wurde.
Anwalt: Land macht Druck
Die Trasse der geplanten Hochspannungsleitung sei noch gar nicht rechtskräftig bewilligt, trotzdem werde mit massivem zeitlichen Druck gearbeitet, kritisierte Rechtsanwalt Christian Köchl, der 15 betroffene Grundstückseigentümer vertritt. Das Gutachten des Landes zur Höhe der Entschädigungszahlungen und dem Wertverlust der Grundstücke sei erst vor einer Woche eingelangt.
Köchl: „Den betroffenen Grundstückseigentümern, wo es doch zum Teil um große Wälder geht, bleibt keine Zeit, sich selbst kompetente Hilfe zu holen und sich zu informieren. Sie können nur die Gutachten des Landes mehr oder weniger akzeptieren.“
Keine Zeit für Gegengutachten
Denn bis zum ersten Verfahrenstermin am 13. November bleibe keine Zeit mehr, ein eigenes Gutachten einzuholen. Die KELAG Netz GmbH verweist darauf, dass sie den Betroffenen Entschädigungssätze unterbreitet habe, die 30 Prozent über dem jetzt erstellten Gutachten lägen.
Die KELAG bleibt dabei: Die Errichtung der 110-kV-Leitung sei unumgänglich. Projektleiter Reinhard Draxler: „Diese Leitungsanlage ist wahnsinnig wichtig zur Erhaltung der öffentlichen Versorgungssicherheit im Großraum Villach. Dazu wird ein Umspannwerk errichtet, und es geht um diese Verbindung nach Villach hin. Das hat nichts mit irgendeinem Transit oder Transport zu tun.“
Schutz von Mensch und Landschaft
Die Bürger selbst betonen, dass es ihnen nicht um die Höhe der Entschädigungssätze gehe, sondern um den Schutz der Landschaft und die Gesundheit der Anrainer. Sprecherin Irene Kreschischnig: „Wir würden keine höheren Ablösezahlungen nehmen. Wir wollen die Erdverkabelung und den Schutz der Natur. Wir wollen nicht die Freileitung durch Ortsgebiete haben, wir wollen eine Erdverkabelung haben.“ Die Anrainer erhoffen sich Hilfe von der Politik und kündigten für den 29. November umfangreiche Protestmaßnahmen an.
Kleine Zeitung, 16.10.2012
Auch Alpenverein für Erdkabel
Bürgerinitiativen bekommen prominente Unterstützung: Der Alpenverein sieht keine andere Lösung, als die Leitung ins Erdreich zu verlegen. Auch Tierschutzverein hilft.
krone.at, 16.09.2012
Anrainer machen Strahlung von 110-kV-Leitung sichtbar
Im Kampf gegen eine 110- kV- Leitung bei Villach greifen die Gegner des Projektes zu ungewöhnlichen Mitteln. Mit 100 Neonröhren ausgerüstet, haben Anrainer auf die Belastung durch Elektrosmog aufmerksam gemacht. "Allein die Strahlung bringt die Röhren zum Leuchten!", so die Kritiker.
Parlament.gv.at
Petition betreffend "Erdkabel statt Freileitungen für Villach und Finkenstein" (Bürgerinitiativen "110 kV - nein danke!" - Maria Gail; "Allianz der Orte St. Job-Susalitsch-Sigmontitsch" und "Flurweg Fürnitz - Ausblick Mastenwald")
Yotube-Video, 27.5.2012
Kärnten: Landeshauptmann Dörfler schneidet Strommasten um
Mehr Infos über die Bürgerinitiativen unter http://www.facebook.com/110kVNeinDanke
Allianz der Orte St.Job-Susalitsch-Sigmontitsch
Samstag, 16. Juni 2012
Skepsis und Proteste vor UN-Umweltgipfel in Rio
Kathpress-Focus zu Rio +20
Hoffnungen und Zweifel vor UN-Umweltgipfel in Rio
"Grünere" Wirtschaft, Reform der UN-Entwicklungsorganisationen und Kampf gegen Armut im Zentrum von "Rio+20"
Am 20. Juni startet in der brasilianischen Küstenmetropole Rio de Janeiro der UN-Umweltgipfel "Rio+20". Rund 50.000 Diplomaten, Wissenschafter, Lobbyisten und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen sind angekündigt, unter ihnen auch 120 Staats- und Regierungschefs. Umweltminister Nikolaus Berlakovich und Staatssekretär Wolfgang Waldner werden Österreich beim Gipfel vom 20. bis 22. Juni in Rio vertreten.
» Alle Meldungen zum Thema
» www.rioplus20.at
» www.uncsd2012.org
Ö1-ORF, 14.6.2012
Belo Monte-Staudamm: Kritik an Andritz
Eine Woche vor Beginn des Weltumweltgipfels "Rio+20" in Rio de Janeiro erneuern die Grünen und die Umweltschutzorganisation Greenpeace ihre Kritik am österreichischen Anlagenbauer Andritz. Andritz ist nämlich in Brasilien federführend am Bau des umstrittenen Staudamms in Belo Monte beteiligt.
NZZ, 14.6.2012
Der Preis des Wachstums in Amazonien
Am Rio Xingu baut Brasilien das drittstärkste Wasserkraftwerk der Welt. Es ist ein Symbol des Fortschritts für die einen, der Zerstörung für die anderen. Die Region steht vor einem Wandel mit ungewissem Ausgang.
Unterschriften-Aktion von "Rettet den Regenwald", 13.6.2012
Belo Monte: Euer Profit zerstört unser Leben
GegenStrömung
Aufruf zu Protestaktionen gegen Belo Monte in Berlin und Heidenheim am 20. Juni
Hoffnungen und Zweifel vor UN-Umweltgipfel in Rio
Am 20. Juni startet in der brasilianischen Küstenmetropole Rio de Janeiro der UN-Umweltgipfel "Rio+20". Rund 50.000 Diplomaten, Wissenschafter, Lobbyisten und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen sind angekündigt, unter ihnen auch 120 Staats- und Regierungschefs. Umweltminister Nikolaus Berlakovich und Staatssekretär Wolfgang Waldner werden Österreich beim Gipfel vom 20. bis 22. Juni in Rio vertreten.
» Alle Meldungen zum Thema
» www.rioplus20.at
» www.uncsd2012.org
Ö1-ORF, 14.6.2012
Belo Monte-Staudamm: Kritik an Andritz
Eine Woche vor Beginn des Weltumweltgipfels "Rio+20" in Rio de Janeiro erneuern die Grünen und die Umweltschutzorganisation Greenpeace ihre Kritik am österreichischen Anlagenbauer Andritz. Andritz ist nämlich in Brasilien federführend am Bau des umstrittenen Staudamms in Belo Monte beteiligt.
NZZ, 14.6.2012
Der Preis des Wachstums in Amazonien
Am Rio Xingu baut Brasilien das drittstärkste Wasserkraftwerk der Welt. Es ist ein Symbol des Fortschritts für die einen, der Zerstörung für die anderen. Die Region steht vor einem Wandel mit ungewissem Ausgang.
Unterschriften-Aktion von "Rettet den Regenwald", 13.6.2012
Belo Monte: Euer Profit zerstört unser Leben
GegenStrömung
Aufruf zu Protestaktionen gegen Belo Monte in Berlin und Heidenheim am 20. Juni
Dienstag, 12. Juni 2012
Wasserkraft ist nicht immer umweltfreundlich
Deutschlandfunk, 12.6.2012
Wasserkraft ist nicht immer umweltfreundlich
Großprojekt Belo Monte bedroht den brasilianischen Regenwald
Die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien ist zwar klimafreundlich, allerdings nicht immer umweltfreundlich. Ein Beispiel hierfür ist die Nutzung von Wasserkraft. In Brasilien wird derzeit der drittgrößte Staudamm der Welt gebaut und das mitten in der Amazonas-Region.
11.000 Megawatt soll das Kraftwerk künftig liefern, um den steigenden Energiebedarf des wirtschaftlich erstarkenden Landes mit abzudecken.
Den vollständigen Beitrag können Sie mindestens bis zum November 2012 in unserem Audio-on-Demand-Player hören.
Links:
Umweltwirkungen von Wasserkraftwerken
dctp.tv, 4. Sept. 2010 - 30 Min.
Strom, der aus dem Wasser kommt
Donnerstag, 7. Juni 2012
UNO stellt Umweltpolitik vernichtendes Zeugnis aus
ORF, 7.6.2012
Klimapolitik: Sofortiger Kurswechsel gefordert
Begleitet von einem vernichtenden Urteil über die bisherige Umweltpolitik hat das UNO-Umweltprogramm (UNEP) am Mittwoch den fünften globalen Bericht über den Zustand der Umwelt vorgestellt. Der Inhalt der über 500 Seiten starken Studie ist mehr als ernüchternd: Obwohl bei einigen der gesetzten Umweltschutzziele durchaus Erfolge erzielt worden seien, könne beim Großteil von Fortschritten keine Rede sein. Gefordert wird aus diesem Grund ein sofortiger Kurswechsel, ansonsten werde man „eine beispiellose Dimension von Schäden und Verlusten erleben“.
Spiegel ONLINE, 7.6.2012
Vor "Rio+20"-Gipfel:
Uno-Experten warnen vor Öko-Kollaps
Es ist eine Anklage auf 525 Seiten. Zwei Wochen vor dem Gipfel "Rio+20" in Brasilien warnen Experten der Vereinten Nationen eindringlich, dass der internationale Umweltschutz kaum Fortschritte macht.
SchweizerBauer, 7.6.2012
UNO stellt Umweltpolitik vernichtendes Zeugnis aus
Die Welt hat nach Einschätzung der UNO bei fast keinem ihrer Umweltschutz-ziele nennenswerte Fortschritte gemacht. Nur bei vier von einst 90 formulierten Vorhaben seien grössere Erfolge erzielt worden, teilte das UNO-Umweltprogramm UNEP am Mittwoch mit.
"Geo-5"Bericht des Uno-Umweltprogramms (Unep)
Samstag, 26. Mai 2012
Präsidentin Dilma legt Teilveto gegen Waldgesetz ein
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| Protestakton gegen das Waldgesetz |
Präsidentin Dilma legt Teilveto gegen Waldgesetz ein
Amnestieregelungen für illegale Rodungen und Zunahme der Waldzerstörung sollen verhindert werden
Brasília - Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat gegen Teile der umstrittenen Waldgesetznovelle ihr Veto eingelegt. Dadurch sollen vor allem Amnestieregelungen für illegale Rodungen verhindert und eine Zunahme der Waldzerstörung vermieden werden. Der Entwurf soll per Dekret der Präsidentin geändert werden. Brasiliens Umweltministerin Izabella Teixeira informierte am Freitag bei einer Pressekonferenz mit Agrarminister Mendes Ribeiro Filho über die Entscheidung der Staatschefin.
Danach legte Rousseff insgesamt gegen 12 Punkte des Entwurfes ihr Veto ein. Der sogenannte "Código Florestal" war im Dezember 2011 vom Senat und im April von der Abgeordnetenkammer mit Änderungen zugunsten der Agrar-Lobby verabschiedet worden. Ein Inkrafttreten des Gesetzes hing allerdings von der Zustimmung Rousseffs ab. In rund vier Wochen ist Brasilien Gastgeber des UN-Gipfels über Umwelt und nachhaltige Entwicklung "Rio+20", bei der es auch um den Schutz der Regenwälder geht.
Umfassendes Veto gefordert
Am Donnerstag hatten Nichtregierungsorganisationen der Regierung in Brasília eine Liste mit zwei Millionen Unterschriften übergeben, um Rousseff zu einem umfassenden Veto gegen die Novelle des Waldgesetzes zu bewegen. Rousseff hatte stets betont, sie werde keiner Novelle zustimmen, die Amnestie-Regelungen enthalte und die einer Abholzung des Regenwaldes in Brasilien Vorschub leiste.
Die Waldzerstörung wird in Brasilien für nahezu zwei Drittel der klimaschädlichen CO2-Emissionen verantwortlich gemacht. Von August 2010 bis Juli 2011 wurden nach offiziellen Angaben etwa 6238 Quadratkilometer Regenwald zerstört, elf Prozent weniger als im Vergleich zum Zeitraum 2009/2010. Brasilien will seine CO2-Emissionen bis 2020 drastisch reduzieren und die Waldabholzung dazu um 80 Prozent verringern.
Süddeutsche, 28.05.2012
Brasiliens Präsidentin Roussef: Leises Machtwort gegen die Abholzung
"Dilma, leg' deinen Einspruch ein!", verlangte das Model Giselle Bündchen - und mit ihr Millionen weiterer Unterstützer. Brasiliens Präsidentin Roussef folgte dem Appell und blockierte Teile des umstrittenen Waldgesetzes, das große Zugeständnisse an die Agrarlobby macht. Doch für Umweltschützer greift das Veto viel zu kurz.
ZDF Heute, 5.4.2012
Brasilien: Streit über Waldgesetz
WWF, 30.5.2012
Dilma Rousseff legt Teil-Veto gegen neues Waldgesetz ein
WWF kritisiert die Entscheidung
Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat sich dem politischen Druck der Agrarlobby gebeugt und die meisten Vorschlägen zur Novellierung des Waldgesetzes abgesegnet. Allerdings blockierte sie insgesamt zwölf Punkte der Gesetzesvorlage mit einem Teil-Veto. Das teilte die Umweltministerin Izabella Texeira am 25. Mai auf einer Pressekonferenz in Brasilia mit. Per Dekret sollen die Änderungsvorschläge am Montag in den Gesetzestext eingearbeitet werden.
Freitag, 25. Mai 2012
Studie: Fleischproduktion trägt bei zum Klimawandel
ORF.at, 25.5.2012
„Verabsäumte potenzielle CO2-Senke“
Eine Studie von Wissenschaftlern der Universität für Bodenkultur in Wien stellt dar, wie hoch die Umweltbelastung ist, die von der Lebensmittelproduktion ausgeht. Gemeinsam mit der niederländischen Environmental Assessment Agency wurden für die Berechnung des gesamtheitlichen CO2-Ausstoßes weitere, für die Klimabilanz allerdings hoch relevante Faktoren miteinbezogen.
Zudem wurde die im Laufe der Produktionskette entstehende Kohlendioxidbelastung anschaulicherweise mit dem CO2-Ausstoß eines durchschnittlichen europäischen Pkws vergleichen. Und das dadurch begreifbar werdende Belastungsniveau ist enorm: So stellt die Studie dar, dass die Produktion von lediglich einem Kilogramm Rindfleisch in Brasilien mit 335 Kilogramm Kohlendioxid genauso viel Treibhausgas erzeugt wie eine 1.600 Kilometer lange Autofahrt.
FOCUS Online, 16.3.2007
Schadet Fleischkonsum dem Klima?
Es gibt Organisationen, die behaupten, dass Tiernutzung hauptverantwortlich für den Klimawandel ist. Was ist an dieser These dran?
Spiegel, 19.7.2007
Ein Kilo Fleisch verursacht 36 Kilogramm Kohlendioxid
Die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch belastet das Klima so stark wie 250 Kilometer Autofahrt. Das hat eine japanische Studie zur Umweltbilanz von Rindern ergeben. Am klimaschädlichsten ist das Methan, das die Tiere bei der Verdauung ausstoßen.
de.green.wikia.com
Umwelt-Wiki - mit weiteren Links
Fleisch ist die bei weitem ungünstigere Variante der Nahrungsmittel: Fleischproduktion ist gleich CO2- und Methan-Produktion (vor allem bei Rindern). Zudem ist es extreme Wasser- und Resourcenverschwendung. Aufgerechnet kommt daher die Welternährungsorganisation FAO der UNO zum Resultat, dass Fleisch essen das Klima noch mehr belastet, als der gesamte weltweite Verkehr (Auto, Lastwagen, Flugzeuge etc. zusammen genommen).
„Verabsäumte potenzielle CO2-Senke“
Eine Studie von Wissenschaftlern der Universität für Bodenkultur in Wien stellt dar, wie hoch die Umweltbelastung ist, die von der Lebensmittelproduktion ausgeht. Gemeinsam mit der niederländischen Environmental Assessment Agency wurden für die Berechnung des gesamtheitlichen CO2-Ausstoßes weitere, für die Klimabilanz allerdings hoch relevante Faktoren miteinbezogen.
Zudem wurde die im Laufe der Produktionskette entstehende Kohlendioxidbelastung anschaulicherweise mit dem CO2-Ausstoß eines durchschnittlichen europäischen Pkws vergleichen. Und das dadurch begreifbar werdende Belastungsniveau ist enorm: So stellt die Studie dar, dass die Produktion von lediglich einem Kilogramm Rindfleisch in Brasilien mit 335 Kilogramm Kohlendioxid genauso viel Treibhausgas erzeugt wie eine 1.600 Kilometer lange Autofahrt.
FOCUS Online, 16.3.2007
Schadet Fleischkonsum dem Klima?
Es gibt Organisationen, die behaupten, dass Tiernutzung hauptverantwortlich für den Klimawandel ist. Was ist an dieser These dran?
Spiegel, 19.7.2007
Ein Kilo Fleisch verursacht 36 Kilogramm Kohlendioxid
Die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch belastet das Klima so stark wie 250 Kilometer Autofahrt. Das hat eine japanische Studie zur Umweltbilanz von Rindern ergeben. Am klimaschädlichsten ist das Methan, das die Tiere bei der Verdauung ausstoßen.
de.green.wikia.com
Umwelt-Wiki - mit weiteren Links
Fleisch ist die bei weitem ungünstigere Variante der Nahrungsmittel: Fleischproduktion ist gleich CO2- und Methan-Produktion (vor allem bei Rindern). Zudem ist es extreme Wasser- und Resourcenverschwendung. Aufgerechnet kommt daher die Welternährungsorganisation FAO der UNO zum Resultat, dass Fleisch essen das Klima noch mehr belastet, als der gesamte weltweite Verkehr (Auto, Lastwagen, Flugzeuge etc. zusammen genommen).
Donnerstag, 15. März 2012
Brasilien: Emissionshandel internationaler Firmen mit Indigenen ist illegal
Brasilienmagazin, 11.3.2012
Indianerstamm verkauft Gebietsrechte für 120 Mio. US-Dollar an CO2-Händler
Umweltministerium fürchtet Biopiraterie durch das Ausland
Ein Indianerstamm in Brasilien hat die Rechte an ihrem Territorium für die stolze Summe von 120 Millionen US-Dollar an eine ausländische Kapitalgesellschaft verkauft. Diese berichtet die brasilianische Tageszeitung O Estado de S. Paulo in ihrer Sonntagsausgabe (11.). Demnach soll die Gemeinschaft der Mundurucu ihr 20.000 Quadratkilometer großes Territorium in der Gemeinde Jacaracanga im Bundesstaat Pará gleich für 30 Jahre dem Emmissionshändler Celestial Green Ventures überlassen haben.
Die Aktiengesellschaft mit Sitz in Irland erhofft sich durch den Millionendeal vor allem “Vorteile” in Sachen Biodiversität. Zudem ist laut Vertrag uneingeschränkten Zugang zu dem Gebiet von der Größe Hessens im Norden des Landes geregelt. Für die kommenden drei Jahrzehnte hat sich hingegen die dort lebende indigene Bevölkerung verpflichtet, weder Anpflanzungen vorzunehmen noch Bäume zu fällen. Jede Maßnahme in dem Gebiet bedarf der Zustimmung von Celestial Green Ventures, einem der Markführer im CO2-Handel weltweit. In dem Sektor ohne klare Regeln kaufen Unternehmen entsprechende Emissions-Zertifikate und veräussern diese dann wiederum an große Verursacher von Treibhausgasen, die dadurch wiederum die Produktion trotz staatlicher Reduktionsauflagen halten oder sogar ausweiten können.
Im Amazonasgebiet wurden laut den Akten der staatlichen Indianerbehörde bislang mindestens 30 solcher nebulöser Verträge mit indigenen Völkern geschlossen. In mindestens 16 Fällen soll es sich bei dem Vertragspartner um Celestial Green handeln, womit die Gesellschaft mittlerweile Zugriff auf über 200.000 Quadratkilometer amazonischen Regenwaldes hat. Dies entspricht einer Fläche so groß wie die alte Bundesrepublik.
Die Vereinbarungen mit den ausländischen Gesellschaften sind in Brasilien nicht unumstritten. Vor allem im Umweltministerium und bei der Funai besteht die große Sorge, dass durch solche Verträge der Biopiraterie Tür und Tor geöffnet werden könnte. “Die indigenen Gruppen unterzeichnen oft Verträge, ohne zu wissen, was sie unterschreiben. Sie können nicht einmal einen Baum fällen, bereiten aber der Biopiraterie den Weg” beklagte Funai-Präsident Marcio Meira die Situation nach Kenntnis des jüngsten Vertragsabschlusses.
Diese Befürchtungen hält man in Dublin für übertrieben. Die Verträge mit den indigenden Gemeinschaften würden nach internationalen Standards geschlossen und durchliefen einen “rigorosen Prozess”, in dem die Vertragspartner nach vorheriger und ausführlicher Information am Ende frei entscheiden könnten, so Ciaran Kelly, CEO von Celestial Green Ventures.
BrasilNews, 13.3.2012
Brasilien: Indigene verkaufen Landrechte an Emissionshandel
Die Staatliche Indiobehörde FUNAI wie auch die Bundesanwaltschaft AGU zweifeln an der Rechtmäßigkeit dieser Vertragsabschlüsse. Dieser Art des Emissionshandel soll bei der Umweltkonferenz Rio+20 erörtert werden.
Agência Brasil, 14/03/2012
Crédito de carbono: contratos entre empresas internacionais e comunidades indígenas são ilegais
Brasília - Os contratos que comunidades indígenas assinaram com empresas estrangeiras interessadas em explorar os direitos sobre créditos de carbono, obtidos a partir da preservação da floresta, não tem validade jurídica. É o que garante o presidente da Fundação Nacional do Índio (Funai), Márcio Meira.
“Não existe, no Brasil, regulamentação sobre [o mecanismo de] Redução de Emissões por Desmatamento e Degradação [Redd]. Por isso, esses contratos não tem validade jurídica. Consequentemente, todo o crédito de carbono que está sendo colocado à venda não tem validade alguma. É moeda podre”, explicou Meira, revelando que a fundação tem conhecimento de, pelo menos, 30 contratos entre índios e empresas internacionais.
Unisinos, 12.4.2012
Por milhões de dólares, índios vendem direitos sobre terras na Amazônia
Sem regras claras, esse mercado compensa emissões de gases de efeito estufa por grandes empresas poluidoras, sobretudo na Europa, além de negociar as cotações desses créditos. Na Amazônia, vem provocando assédio a comunidades indígenas e a proliferação de contratos nebulosos semelhantes ao fechado com os mundurucus. A Fundação Nacional do Índio (Funai) registra mais de 30 contratos nas mesmas bases.
O comércio de créditos de carbono com comunidades indígenas opera numa zona jurídica nebulosa. O Estado teve acesso a parecer recente da Advocacia-Geral da União (AGU) sobre o tema. A avaliação é de que os contratos já assinados com comunidades indígenas devem sofrer a intervenção da União - não exatamente por parte do órgão indigenista do governo, mas por ato da presidente da República, Dilma Rousseff.
A tendência é de que os contratos com cláusulas consideradas abusivas, como as que impedem os índios de plantar roças e transferem direitos sobre a biodiversidade dos territórios, venham a ser considerados nulos. A Fundação Nacional do Índio (Funai) já encaminha a empresas que negociam créditos de carbono aviso sobre a insegurança jurídica desses contratos.
LatinoFox, 12.3.2012
Brazil Questions Sale of Amazon Land Rights to Irish Firm
The Mundurucu Indians have sold their rights to 23,000 sq. kilometers (8,880 sq. miles) of land in the Brazilian Amazon to the Irish company Celestial Green Ventures, one of the world's leading firms in the world carbon-credits market.
Treehugger, 12.3.2012
European Company Buys Rights to Amazon Tribe's Ancestral Land
Today, a carbon crediting company finalized a $120 million deal with Amazonian tribal leaders to gain sole rights to a 8,800 square-mile swath of forest in Northern Brazil. Under the terms of the contract, the tribespeople living in the region will no longer be able to grow crops or harvest timber on their ancestral land for a period of thirty years, leading some to question whether the decision was finalized with due consideration.
Freitag, 24. Februar 2012
Amazonien im Jahr 2012 - mehr Staudämme und weniger Waldschutz drohen
oekosmos, 22.02.2012
Amazonien im Jahr 2012 - mehr Staudämme und weniger Waldschutz drohen
Im Prinzip sind sich Umweltwissenschaftler, Klimaschützer und Indigene Völker einig: Die Amazonasabholzung muss aufhören genauso wie die Abholzung der Cerrado- und Caatinga-Wälder Zentral- und Nordostbrasiliens. Doch dies steht im krassen Gegensatz zum "Entwicklungs-" oder besser gesagt Kolonisierungsprogramm der brasilianischen Regierung Dilma Rousseff und der Vorgängerregierung Lula da Silvas: Mehr Straßen, mehr Staudämme, mehr Rohstoffausbeutung, mehr Erdölfördertürme und Erzbergbau in Amazonien, mehr Biosprit und mehr Zersiedlung im ganzen Land.
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Chevron kann Ölleck vor Rio de Janeiro nicht schließen
ORF, 15.12.2011
Chevron droht Milliardenzahlung: 8,2 Mrd. Euro und Bohrverbot
Rund fünf Wochen nach dem Ölunfall vor der Küste Brasiliens hat die Staatsanwaltschaft den US-Konzern Chevron und das Bohrunternehmen Transocean auf 20 Milliarden Reais (8,2 Mrd. Euro) Entschädigung verklagt. Zugleich soll beiden Unternehmen zunächst jede weitere Tätigkeit in Brasilien untersagt werden, wie aus der am Mittwoch im Bundesstaat Rio de Janeiro veröffentlichten Klage hervorgeht. Bei einer Probebohrung Anfang November waren Hunderttausende Liter Öl ausgetreten.
Blickpunkt Lateinamerika, 17.12.2011
Der Kampf mit dem Öl
Ein "schwerer Unfall" sei es schon gewesen, urteilte Haroldo Lima, bis letzte Woche Präsident der staatlichen Ölbehörde ANP, über das Anfang November bei Bohrungen gut 120 Kilometer vor Brasiliens Küste entstandene Leck auf dem Meeresgrund. Zwar könne man den Austritt von gut 2.000 bis 3.000 Fass Öl nicht mit den Dimensionen des Unfalls im Golf von Mexiko letztes Jahr vergleichen, so Lima. Aber die Off-Shore-Förderung sei derzeit Brasiliens "sensibelster Bereich" überhaupt. Fehler dürfe man sich hier nicht leisten. Eins ist nach Limas Worten klar - in Brasilien schrillen derzeit die Alarmglocken. Ist doch der ehrgeizige Plan gefährdet, mit dem in den Tiefen des Ozeans schlummernden Ölreichtum Brasiliens soziale Defizite zu begleichen und das Land in eine der reichsten Nationen der Welt zu verwandeln.
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