Freitag, 30. April 2021

Corona-Untersuchungsausschuss überprüft Bolsonaros Krisenpolitik

 


ORF, 27.4.2021

Untersuchungsausschuss überprüft Bolsonaros Krisenpolitik

In Brasilien hat ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss die Arbeit aufgenommen, der Handlungen und Unterlassungen von Präsident Jair Bolsonaro in der außer Kontrolle geratenen CoV-Pandemie beleuchten soll. Dem Regierungschef wird unter anderem vorgeworfen, den Erwerb von CoV-Impfstoffen ausgeschlagen und verschleppt sowie Bundesmittel in der Pandemiebekämpfung veruntreut zu haben. Der Ausschuss begann seine Arbeit heute mit Anträgen zur Tagesordnung.

Brasilien ist ein Brennpunkt der CoV-Pandemie. Nach jüngsten Zahlen sind über 390.000 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Nur in den USA, Indien und Mexiko sind die Zahlen noch höher oder ähnlich hoch. Brasilien hat 211 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner. Allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres registrierte Brasilien so viele CoV-Tote wie im gesamten vergangenen Jahr. Bolsonaro verharmloste das Coronavirus jedoch seit Beginn der Pandemie. Schutzmaßnahmen und Einschränkungen lehnte der Rechtspopulist aus wirtschaftlichen Gründen ab. Auch den Sinn von Impfungen zog er in Zweifel.

Dem Ausschuss gehören elf Mitglieder an, von denen die Mehrheit neutral oder gegen Bolsonaro ist. Der Abschlussbericht des Gremiums kann unter anderem als Grundlage dazu dienen, ein neues Amtsenthebungsverfahren gegen Bolsonaro zu beantragen. Die Eröffnung eines solchen Verfahrens hängt jedoch vom Präsidenten der Abgeordnetenkammer ab – dieser gilt als Verbündeter der Regierung Bolsonaros.



Bolsonaros Corona-Politik:
Die Wut der Brasilianer
Wirkungslose Medikamente, Krankenhäuser ohne Sauerstoff: Fast 400.000 Menschen sind in Brasilien schon an Covid-19 gestorben. Jetzt wurde ein Untersuchungsausschuss gegen Präsident Bolsonaro eingesetzt.


Blickpunkt Lateinamerika, 30.4.2021
Brasilien: Corona-Untersuchungsausschuss droht Regierung mit Konsequenzen
In Brasilien steigt die Zahl der Corona-Toten rasant an. Präsident Bolsonaro hatte Schutzmaßnahmen immer wieder verhindert. Nun untersucht ein Ausschuss sein Handeln - und sieht Verbrechen gegen die Menschlichkeit.


O Globo, 30/04/2021
CPI da Covid quer investigar contratos e ações de publicidade do governo durante a pandemia
Objetivo é averiguar se houve financiamento com recursos públicos de campanhas contendo 'fake news'. Requerimentos de informações foram aprovados na quinta-feira (29).

O Globo, 30/04/2021
Em reunião, ministros de Bolsonaro dizem contar com PGR para acuar CPI da Covid

Samstag, 24. April 2021

Nach Umweltgipfel: Bolsonaro kürzt Budget für Umweltschutz

 


ORF, 24.4.2021
Brasilien kürzt Umweltausgaben

Nur einen Tag nachdem Brasiliens ultrarechter Präsident Jair Bolsonaro auf dem von US-Präsident Joe Biden organisierten Klimagipfel versprochen hatte, die Ausgaben für Umweltschutz zu verdoppeln, hat er das Budget um ein Viertel gekürzt. Weniger als 24 Stunden nach seiner Rede auf dem Klimagipfel unterzeichnete Bolsonaro den Bundeshaushalt 2021 laut einer offiziellen Regierungszeitung in Brasilien.

Für das Umweltministerium wurden im Vergleich zum Vorjahr ein Viertel weniger Ausgaben genehmigt. Dem Amtsblatt zufolge legte Bolsonaro sein Veto gegen eine Liste von umweltbezogenen Haushaltsausgaben ein, einschließlich Kosten für die Durchsetzung von Umweltschutzbestimmungen.

Rodrigo Agostinho, Vorsitzender der Umweltfraktion im Kongress, warnte, dass nach jahrelangen Einsparungen nun eine komplette Lähmung der Umweltbehörden drohe. Die Regierung beantwortete keine weiteren Fragen zu Bolsonaros Versprechen, die Ausgaben für den Umweltschutz zu erhöhen.


Spiegel-Online, 24.4.2021
Brasiliens Präsident bricht Zusage
Bolsonaro kürzt Ausgaben für Umweltschutz drastisch
Auf dem internationalen Klimagipfel kündigte Brasiliens Präsident an, die Staatsausgaben für Umweltschutz zu verdoppeln. Daheim tat er nun erst einmal das Gegenteil.


Blickpunkt Lateinamerika, 23.4.2021
Brasilien: Umweltverbände misstrauen Bolsonaros Klimaversprechen
Die Ankündigung von Präsident Jair Bolsonaro, die illegale Abholzung im Amazonasgebiet zu stoppen und Brasilien bis 2050 zu einem klimaneutralen Staat umzubauen, halten Klimaexperten für unzureichend.


VaticanNews, 23.4.2021
Papstappell zum Tag der Erde: „Wir sind am Limit!”
In einer kurzen Videobotschaft an die Teilnehmer des online abgehaltenen Klimagipfels, der auf Einladung von US-Präsident Biden derzeit im Weißen Haus stattfindet, würdigt der Papst die Initiative als konkreten Schritt hin zu einem besseren Umgang mit der Natur - einem „Geschenk“, das es zu erhalten und pflegen gilt.


Deutschlandfunk, 22.4.2021
Bolsonaro verlangt gerechte Entlohnung für Brasiliens „Umweltdienste“
Brasilien müsse für seine „Umweltdienste“ gerecht entlohnt werden, sagte Bolsonaro beim virtuellen Klimagipfel, zu dem US-Präsident Biden 40 Staats- und Regierungschefs eingeladen hatte. Bolsonaro erklärte, sein Land werde die illegale Abholzung des Regenwaldes in den nächsten zehn Jahren beenden. Damit könne Brasilien seine Emissionen bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent senken. 


FAZ, 22.4.2021
Zum Auftakt des Klimagipfels:
Biden verkündet ehrgeizige Klimaziele
Der amerikanische Präsident Joe Biden will zum Auftakt des Klimagipfels ambitionierte Ziele verkünden: Amerika will den Ausstoß der Treibhausgase offenbar deutlich reduzieren.


Spiegel-Online, 22.4.2021
Treffen von 40 Staats- und Regierungschefs
Bidens großer Klima-Coup
Die USA sind zurück als Klima-Champion: Auf seinem Gipfel mit der Welt-Politprominenz erreichte US-Präsident Biden mehr als die Uno in einem Jahr. Doch wie stabil sind die Zusagen?


o eco, 22.4.2021
Bolsonaro na Cúpula do Clima: discurso frágil, vazio e impreciso
O presidente brasileiro repetiu a tom da carta enviada à Biden, reforçou o suposto compromisso de zerar o desmatamento ilegal até 2030 e adiantou em 10 anos a meta de neutralidade climática

O Globo, 22.4.2021
Bolsonaro promete reduzir emissões e pede 'justa remuneração' por 'serviços ambientais' prestados pelo Brasil
Presidente discursou na Cúpula de Líderes sobre o Clima, organizada por Joe Biden.

Freitag, 23. April 2021

Erwin Kräutler über die indigenen Völker Brasiliens und deren Notstand


Notstand in Amazônien: Nein zu einem Abkommen zwischen Brasilien und USA über die Abholzung des Regenwaldes ohne Dialog mit indigenen Völkern und traditionellen Gemeinschaften! 

Dom Erwin Kräutler, emeritierter Bischof am Xingu, Präsident des pan-amazonischen kirchlichen Netzwerks (Repam-Brasilien) und langjähriger Präsident des Indigenen Missionsrates (CIMI) spricht mit Daniel Seidel, Exekutivsekretär der Brasilianischen Kommission Gerechtigkeit und Frieden über seine Erfahrungen mit indigenen Völkern Brasiliens und deren Bedrohung durch nationale und multinationale Interessen.


Donnerstag, 22. April 2021

Online-Tagung: 50 Jahre Befreiungstheologie

 


Schrei der Erde. Schrei der Armen.
50 Jahre Befreiungstheologie und die Bedrohung Amazoniens

Befreiungstheologischer Thementag im Haus am Dom, 17. April 2021, 10:00 - 18:00 Uhr

Als 1971 Gustavo Gutierrez sein Buch „Theologie der Befreiung“ (TdB) veröffentlichte, machte sich die lateinamerikanische katholische Kirche auf den Weg die „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art“ zum Ausgangspunkt ihrer Arbeit, der Pastoral und gesellschaftlichen Gerechtigkeitsarbeit zu machen.

Die Befreiungstheologie formte sich zum theologischen Leit-Medium dieser kirchlichen Neuorientierung hin zu einer samaritischen, barmherzigen und solidarischen Kirche. Mit Papst Franziskus hat diese diakonisch-politische Ausrichtung einen neuen Fürsprecher gewonnen, der mit Laudato si‘ für eine ganzheitliche Ökologie eintritt und für eine arme Kirche mit und für die Armen in den verwundbaren Peripherien der Erde wirbt. Und heute brennt der Regenwald Amazoniens!

Wo stehen wir in der Bearbeitung der Fragen, die Gutierrez aufgeworfen hat, die Papst Franziskus heute uns zuruft und die in der Notwendigkeit einer sozioökonomischen Umkehr (Laudato si‘) eine hohe Brisanz haben – gerade in Amazonien!? In welchen Feldern kirchlich-caritativen Handelns – auch im Rhein- Main-Gebiet – Leben die Impulse der TdB fort? Wo lebt in deutschen Kontexten eine Sozialpastoral, die den Schrei der Armen wie den Schrei der Erde aufgreift? Welche Subjekte aktualisieren die Grundanliegen von Gutierrez und Papst Franziskus in den sozialökologischen Konflikten unserer Zeit?

Mittwoch, 21. April 2021

Prof. Norbert Greinacher 90 Jahre

 

Jürgen Moltmann, Dorothee Sölle und Norbert Greinacher

Wir-sind-Kirche.de, 21.4.2021
„Streitbarer politischer Theologe des Aufbruchs nach dem 2. Vatikanischen Konzil“
Würdigung zum 90. Geburtstag von Prof. Dr. Norbert Greinacher am 26. April 2021

Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirchesowie seine ehemaligen pastoraltheologischen Kollegen würdigen den Tübinger Professor Dr. Norbert Greinacher, der am 26. April 2021 sein 90. Lebensjahr vollendet, als Kämpfer für eine Öffnung des katholischen Milieus nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) und als Brückenbauer zur lateinamerikanischen Theologie der Befreiung.



Briefwechsel zwischen Bischof Georg Moser und Prof. Greinacher aus 1975 über Eherechtsreform

Jürgen Moltmann (links), Dorothee Sölle, Norbert Greinacher

Dieser Text stammt von der Webseite https://www.publik-forum.de/Publik-Forum-24-2019/mein-freund-johann-baptist-metz des Internetauftritts von Publik-Forum

Montag, 19. April 2021

Vor Klimagipfel: Bolsonaro verspricht Reduzierung der Abholzung bis 2030



amerika21.de, 19.04.2021
Vor Klimagipfel:
Präsident von Brasilien will illegale Entwaldung bis 2030 beenden
Bolsonaro fordert internationale Gelder für mehr Wald- und Klimaschutz. Vizepräsident Mourão veröffentlicht neuen Plan für Amazonasschutz


Zeit-Online, 22.4.2021
Treibhausgasausstoß soll in den USA bis 2030 halbiert werden
Die USA haben sich ein neues Klimaziel gesetzt. Damit erfüllt die Biden-Regierung eine Vorgabe des Pariser Klimaabkommens.


oe24, 15.4.2021
Bolsonaro will Biden unterstützen
In einem Brief an US-Präsident Joe Biden hat der brasilianische Staatschef Jair Bolsonaro Berichten zufolge Unterstützung im Kampf gegen den Klimawandel zugesichert.


RP-online, 16.4.2021
Illegale Abholzung des Regenwaldes soll bis 2030 beendet werden
Unter dem brasilianischen Präsidenten hat die Rodung in der Amazonas-Region stark zugenommen. Vor dem virtuellen Klimagipfel macht Jair Bolsonaro nun in einem Brief an Joe Biden Versprechungen.

 Biden lädt Putin und Xi zu Online-Klimakonferenz ein
An dem Online-Gipfel am 22. und 23. April sollen 40 Staats- und Regierungschefs teilnehmen. Unter ihnen sollen sich neben den größten Treibhausgasproduzenten der Welt auch Staaten befinden, die vom Klimawandel besonders betroffen sind beziehungsweise Vorbildwirkung in der Klimapolitik haben. US-Medien nannten konkret etwa Bangladesch, aber auch skandinavische Staaten.


Zeit-Online, 27.4.2021
Joe Biden lädt 40 Regierungschefs zu Klimagipfel im April ein
Auch Wladimir Putin und Xi Jinping sind eingeladen, aller Spannungen zum Trotz. Und: Die USA versprechen Besserung in puncto Emissionen.


O Globo, 15/04/2021
Em carta a Biden, Bolsonaro pede apoio aos EUA e promete eliminar desmatamento ilegal até 2030
Presidente da República foi convidado pelo presidente dos Estados Unidos, Joe Biden, para participar da Cúpula dos Líderes sobre o Clima nos próximos dias 22 e 23.


O Globo, 16/04/2021
Após Bolsonaro prometer aos EUA zerar desmatamento ilegal, representante da Casa Branca cobra 'ações imediatas'
John Kerry, enviado especial do governo americano sobre o Clima, reconheceu que o compromisso apresentado pelo presidente brasileiro é importante.


O Globo, 19/04/2021
A três dias de cúpula sobre clima, Mourão diz que Brasil não deve se comportar como 'mendigo'
Para vice, outros países devem enviar recursos para combate ao desmatamento se Brasil mostrar bons resultados. Bolsonaro pediu a Biden 'apoio possível' da comunidade internacional.


CNN-Brasil, 26/03/2021
Joe Biden convida Bolsonaro para cúpula do clima em 22 de abril
Líder chinês, Xi Jinping, e o presidente russo, Vladimir Putin, também estão entre os 40 líderes mundiais convidados para a cúpula


Jornal Nacional, 21/04/2021
Na véspera da Cúpula do Clima, políticos e entidades alertam para falhas na política ambiental brasileira
Quarenta líderes mundiais vão participar da Cúpula do Clima, convocada pelo presidente americano Joe Biden. Segundo diplomatas, o Brasil vai tentar convencer de que está protegendo a Amazônia, em um esforço para mudar a imagem de pária ambiental.


O Globo Podcast, 22/04/2021
O Assunto #436: O Brasil na Cúpula do Clima
Enquanto o Governo Federal passa o chapéu pedindo recursos a pretexto de atuar no desmatamento da Amazônia, a imagem da política ambiental brasileira derrete mundo afora. Nesta quinta-feira (22), Bolsonaro fala à Cúpula do Clima.

Abholzung in Pará stark zugenommen

 

Laut einer Umfrage des Instituts für Mensch und Umwelt Amazoniens (Imazon) wurde im Bundesstaat Pará im März dieses Jahres 35% der gesamten Fläche des legalen Amazonasgebiets abgeholzt, was nach Auswertung des Entwaldungs-Alarmsystems per Satellit (SAD) einer Fläche von 810 km² entspricht. Somit stieg die Abholzung in Pará um 216 % im Vergleich zum März 2020 mit damals insgesamt 256 km².

Vier der fünf Gemeinden, in denen am meisten abgeholzt wurde, liegen in Pará: Altamira (mit 64 km²), Novo Progresso (mit 46 km²), São Félix do Xingu (mit 32km²) und Itaituba (mit 22km²).

Nach Angaben von SAD fanden 66% dieser Abholzungen auf Flächen mit privaten Besitztiteln (bzw. wo darum angesucht wurde) statt, sowie in Siedlungen (22 %), Schutzgebieten (11 %) und indigenen Gebieten (1 %).

Sieben der zehn am meisten betroffenen Schutzgebiete liegen in Pará: Triunfo do Xingu APA (PA), Jamanxim FLONA (PA), Tapajós APA (PA), Altamira FLONA (PA), Itaituba II FLONA (PA), Nascentes da Serra do Cachimbo REBIO (PA), Rio Preto-Jacundá RESEX (RO), Terra do Meio ESEC (PA), Jaci Paraná RESEX (RO) und Gurupi REBIO (MA).


O Globo, 19/04/2021
Pará lidera ranking de desmatamento da Amazônia Legal no mês de março, aponta Imazon
O estado foi responsável por 35% do total desmatado durante o mês de março. Altamira e Novo Progresso lideram lista de municípios que mais desmatam.


Desmatamento chega a 810 km² na Amazônia Legal em março de 2021, aponta Imazon
Dados revelam que houve aumento de 216% de desmatamento em relação ao mesmo mês no ano passado. Pará e Mato Grosso concentram, juntos, 60% do desmatamento no período A Amazônia Legal teve 810 km² de seu território desmatado em março de 2021, de acordo com dados do Instituto do Homem e Meio Ambiente da Amazônia




O Globo, 6.4.2021
ONGs pedem a Biden que governo americano pare de negociar a 'portas fechadas' com Bolsonaro sobre meio ambiente
Em carta enviada ao presidente americano, cerca de 200 organizações afirmam que decisões sobre o meio ambiente e Amazônia devem envolver sociedade civil e populações locais, e que Bolsonaro é 'pior inimigo'.

Sonntag, 18. April 2021

Herbert Berger 88-jährig verstorben


Zu Ostern (3. April 2021) ist Herbert Berger, langjähriges ÖIE/Südwind-Vorstandsmitglied und später Vorsitzender der AGEZ, des Dachverbandes entwicklungspolitischer Organisationen, gestorben. Berger, Jahrgang 1933, arbeitete von 1968 bis 1973 in Chile als katholischer Seelsorger in den Elendsvierteln von Santiago de Chile. Dort kam er mit der Befreiungstheologie in Berührung. Nach dem Militärputsch und seiner Flucht aus Chile gab er sein Priesteramt auf und widmete sich mit seiner Frau Sigrun der Betreuung von chilenischen Flüchtlingen, der Solidaritätsarbeit mit Chile und war Mitbegründer des Hilfskomitees für Nicaragua. In seinem Haus im 6. Bezirk wurde 1979 der ÖIE, später umbenannt in Südwind, gegründet. „Mit Herbert Berger ist eine wichtige und prägende Persönlichkeit aus der entwicklungspolitischen Szene von uns gegangen“, trauert die heutige Südwind Vorsitzende Renate Sova, die in den 1990ern die Assistentin von Herbert Berger im Renner Institut war.


Nachruf vom Renner-Institut
Wir trauern um unseren langjährigen, lieben Kollegen Herbert Berger (1933–2021).
Der studierte Theologe arbeitete vom 1968 bis 1973 als katholischer Priester in den Elendsvierteln von Santiago de Chile. Dort kam er mit den Priestern der Befreiungstheologie und der Bewegung „Christen für den Sozialismus“ in Berührung. Beidem schloss er sich mit Begeisterung an.
Er war ein überzeugter Unterstützer des chilenischen Präsidenten Salvador Allende und dessen Politik der tiefgreifenden sozialen und gesellschaftlichen Veränderung. Nach dem Putsch und der Ermordung Allendes im September 1973 floh Herbert Berger vor der Militärjunta Augusto Pinochets und kehrte nach Österreich zurück. Diese prägenden Erlebnisse und Erfahrungen beschrieb er gemeinsam mit seiner Frau Sigrun und anderen Zeitzeug_innen in dem Buch „Zerstörte Hoffnung, gerettetes Leben“. Chile war für ihn zur zweiten Heimat geworden – gerne wäre er dort geblieben. Die Solidaritätsarbeit für Chile in Österreich und die Zusammenarbeit mit den politischen Flüchtlingen war für ihn eine logische Fortsetzung seines Engagements in Chile. Er leitete auch viele Jahre die Chile-Solidaritätsfront.
In Folge der plötzlichen unfreiwilligen Rückkehr nach Wien schloss er sich der österreichischen Sozialdemokratie an, arbeitete einige Jahre als Meinungsforscher beim IFES (Institut für empirische Sozialforschung) und dann im Zentralsekretariat der SPÖ. Zudem war er in der AGEZ (heute: AG Globale Verantwortung) aktiv. Im Jahr 1981 übernahm er im Karl-Renner-Institut die Leitung der Abteilung „Dritte Welt“ und war in der AGEP (Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungspolitik in der SPÖ) jahrzehntelang politisch tätig. Unzählige spannende Publikationen und Veranstaltungen mit hochkarätigen Gästen gehen auf ihn zurück und bereichern bis heute nicht nur unsere Bibliothek und unser Archiv.
Ein engagiertes und bewegtes Leben eines unermüdlichen Aktivisten für Solidarität, soziale Gerechtigkeit, Freiheit und Demokratie ist am vergangenen Samstag zu Ende gegangen.
Unsere tiefe Verbundenheit gilt Herberts Frau Sigrun und allen seinen Angehörigen.
Facebook am 8.4.2021


Nicht gehaltene Begräbnisansprache für Herbert Berger von Kaplan Franz Sieder
Alois Reisenbichler auf Facebook am 18.4.2021

Hintergrund:

Südwind 05/2009

30 JAHRE SÜDWIND

Bewegte Pole

Heute ist Südwind einer der wichtigsten Akteure in der entwicklungspolitischen „Inlandsarbeit“ in Österreich. Begonnen hat die Geschichte vor 30 Jahren, in einer Zeit der weltpolitischen Umstürze, der ideologischen Polarisierung und des ungebrochenen Enthusiasmus. Ein Rückblick auf das erste Jahrzehnt, 1979-1988. 

Samstag, 17. April 2021

Brasilien ersucht UNO um "humanitäre Hilfe"

 

Hilferuf aus Brasilien
Sauerstoff und Medikamente fehlen
Angesichts der außer Kontrolle geratenen CoV-Pandemie haben Gouverneure brasilianischer Bundesstaaten „humanitäre Hilfe“ bei den Vereinten Nationen angefragt. Sie ersuchten im Videogespräch mit der stellvertretenden UNO-Generalsekretärin Amina Mohammed Hilfe beim Kauf von Impfstoffen und Intubationsmedikamenten, wie das Nachrichtenportal G1 am Freitagabend (Ortszeit) berichtete.

O Globo, 16/04/2021
Governadores pedem à ONU 'ajuda humanitária' para compra de vacinas e kits intubação
'Por que nós estamos indo à ONU? Porque o presidente da República, que era para ir, não foi', disse Wellington Dias (PI), após reunião com a secretária-geral adjunta da ONU, Amina Mohamed.

O Globo, 16/04/2021
ONU anuncia antecipação de 4 milhões de doses de vacinas contra Covid ao Brasil
Organização tentará antecipar também outros 4 milhões de doses na iniciativa Covax.

Gobernadores se juntam para pedir ajuda humanitária à ONU

Freitag, 16. April 2021

Papst Franziskus ruft die Bischöfe Brasilien zur Einigkeit auf


VaricanNews, 16.4.2021
Papst ruft Brasiliens Bischöfe zu Einwirken auf Regierung auf
Angesichts der weiter grassierenden Corona-Pandemie in Brasilien hat sich Papst Franziskus an die Bischöfe des Landes gewandt und sie zu Einigkeit aufgerufen.


VaticanNews, 16.4.2021
Papa à CNBB:
promover a reconciliação do povo brasileiro
Diante da dor, a união: é o que pede o Papa Francisco ao povo brasileiro através de uma videomensagem endereçada aos membros da CNBB que realizam sua Assembleia Geral. O Pontífice se solidariza com quem perdeu familiares e pede que a Igreja vá além das desavenças.

Donnerstag, 15. April 2021

Erwin Kräutler beim Online-Forum "Amazoniens Notstand"

Erwin Kräutler nahm am Online-Forum "Notstand in Amazonien - Für die Verteidigung des Waldes und des Lebens" teil. Es wurde organisiert von der Minderheitsführung des Repräsentantenhauses Brasiliens und dem Ständigen Nationalen Forum zum Schutz Amazoniens (Fórum Nacional Permanente em Defesa da Amazônia), das sich aus 33 Institutionen der Zivilgesellschaft, sozialen Bewegungen, politischen Parteien und parlamentarischen Fronten zusammensetzt. 

Hier eine Übersetzung des Beitrags von Dom Erwin, der im Video ab 1:03:10 zu hören ist:

Indigene Schwestern und Brüder, Kautschukzapfer, Quilombolas, Vertreter der Legislative und Exekutive, soziale Bewegungen, Umweltorganisationen, Wissenschaftler und Künstler!

Wie unser geliebter Papst Franziskus sagt, "die Kirche ist nicht in Amazonien wie jene, die ihre Koffer in der Hand halten, um abzuhauen - nachdem sie alles, was möglich war, ausgebeutet haben".

Trotz der Fehler, die im Laufe der Jahrhunderte begangen wurden, haben wir uns in einer kontinuierlichen Haltung der Bekehrung und des Dienstes am Leben dafür entschieden, den Völkern Amazoniens zuzuhören, und wir bieten uns als ihre Verbündete bei der Verteidigung dieses riesigen Waldes an, der das biologische Herz des Planeten und das segensreiche Lebensgebiet seiner Völker ist.

Im Rahmen der Amazonas-Synode haben wir mehr als 85.000 Menschen angehört und versucht, ihre Anliegen zu erfassen, unser Engagement für die Verteidigung ihrer Rechte zu stärken und ihre Träume für die Zukunft zu fördern. Wir haben auch auf unser Land gehört, das unterdrückt und verwüstet wurde. Und dazu verpflichten wir uns auch!

Es gibt keine Zukunft für unseren Planeten ohne Amazonien, und es gibt keine Möglichkeit, Amazonien zu schützen, ohne die Rechte und das Leben der dort lebenden Menschen zu garantieren!

In unserem Brasilien ist das leider nicht der Fall. In den letzten zwei Jahren hat die Abholzung im Amazonasgebiet völlig unkontrolliert zugenommen, zusammen mit Bränden, der Ausweitung des Bergbaus, Gewalt und Straflosigkeit. Viele Anführer und Gemeinden, auch hier in Pará, wo ich seit mehr als 55 Jahren lebe, fühlen sich zunehmend bedroht. Sie werden verfolgt und kriminalisiert, weil sie ihre Territorien und Lebensweisen verteidigen.

Die Bundesregierung verfolgt eine klare und erklärte Politik der Verteidigung von Wirtschaftsinteressen, die der Nachhaltigkeit des Amazonas und dem Schutz seiner Völker entgegenstehen. Deshalb lässt es sie ungeschützt angesichts einer Pandemie, die - nach den wöchentlichen Berechnungen von REPAM - fast 2 Millionen unserer Schwestern und Brüder im brasilianischen Amazonasgebiet infiziert und mehr als 49.800 Menschen getötet hat!

Es wäre sehr beunruhigend, wenn diese menschenverachtende Regierung, Feind der Mehrheit der indigenen Völker und verantwortlich für die zunehmende Zerstörung des Amazonas, von einem heimlich ausgehandelten Kooperationsabkommen mit den Vereinigten Staaten profitiert! Ohne Einbeziehung, ohne Anhörung und ohne Respekt der Menschen, die in Amazonien leben!

Die derzeitige Regierung hat Mechanismen der partizipativen Verwaltung von Geldern boykottiert, indem sie diese lange Zeit eingefroren  und nicht in gemeindebasierte Projekte investiert hat.

Wir glauben an die Zusammenarbeit, aber sie ist im Amazonasgebiet nur dann möglich und aufrichtig, wenn sie von den Völkern getragen wird, die uns seit so langer Zeit zeigen, wie man zusammenlebt, ohne zu zerstören!

Papst Franziskus lehrt, dass die ursprünglichen Völker zu den Hauptgesprächspartnern werden müssen. Wenn sie in ihrem Territorium bleiben, sind sie diejenigen, die sich auch am besten darum kümmern! (vgl. LS 146)

Altamira, 15. April 2021
Dom Erwin Kräutler, Präsident von REPAM

Dom Erwin Kräutler fala a partir de 1:03:10



Mittwoch, 14. April 2021

REPAM kritisiert Abkommen zwischen Brasilien und USA zum Schutz Amazoniens

 


Das pan-amazonische kirchliche Netzwerk REPAM-Brasilien und die Kommission für die Amazonasregion der Nationalen Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB) veröffentlichten am Dienstag (13. April 2021) eine Stellungnahme mit wichtigen Überlegungen zu einem möglichen Abkommen zwischen Brasilien und den Vereinigten Staaten zum Schutz des Amazonasgebietes.

Darin drücken der Präsident von REPAM-Brasilien, Dom Erwin Kräutler, und der Präsident der Kommission für die Amazonasregion der CNBB, Dom Claudio Hummes, ihre Besorgnis über die fehlende Beteiligung der Völker Amazoniens aus und weisen auf die Veranstaltungen "Amazonischer Notstand - Zur Verteidigung des Waldes und des Lebens" und das "Amazonische Klimaforum" hin, die mit Unterstützung mehrerer nationaler und internationaler Organisationen am Donnerstag, den 15. April, stattfinden werden, um dem amazonischen Notstand internationale Aufmerksamkeit zu verleihen und die Gefahren dieses möglichen Abkommens aufzuzeigen.


Eine entscheidende Stunde für Amazonien

Die katholische Kirche im Einsatz für den Schutz der Völker und des Waldes

"Amazonien ist ein Prüfstand für die Menschheit" (Papst Franziskus)

Was in dieser Ökoregion, die als biologisches Herz des Planeten gilt, geschieht, hat einen gigantischen Einfluss auf die gesamte Biosphäre. Deshalb ist Amazonien, erst recht in der gegenwärtigen Zuspitzung der Krisen, ein Brennpunkt, der von der Zivilgesellschaft und von Institutionen verteidigt werden muss. In der Folge der Amazonien-Synode ist die katholische Kirche mit Wachsamkeit und Engagement dabei.

Kontext: Krise und Interessen vieler in Amazonien

Wie Gregorio Mirabal, Präsident der COICA und Teilnehmer der Synodenversammlung, warnt, "greifen viele Pandemien gegenwärtig Amazonien an".

Die Reduzierung des Amazonas auf ein Gebiet der Ausplünderung, der Landraubs, der Gewalt und der Straflosigkeit stellt in den Augen der Welt eine der größten Gefahren dar, eine Bedrohung des Klimagleichgewichts und des Schutzes der Völker und der biologischen Vielfalt, mit planetarischen Auswirkungen.

In diesem Zusammenhang übt die internationale Gemeinschaft Druck aus und sucht nach Wegen, den Amazonas zu schützen, während sie ihre eigenen Expansions- und Wirtschaftsinteressen begünstigt.

Die derzeitige Regierung der Vereinigten Staaten trifft sich mit der Bundesregierung Brasiliens, ohne jegliche Transparenz oder Beteiligung der Völker des Amazonasgebietes, um Vereinbarungen zum Schutz dieses Biomes zu treffen.

Die wichtigsten Führer der indigenen Völker, der Quilombolas, der Kautschukzapfer und der Bauern sind sehr besorgt über mögliche internationale Abkommen sowie die Finanzierung einer Regierung, die offen umweltfeindlich, indigenenfeindlich, antidemokratisch und wissenschaftsleugnend ist und deren Management der Pandemie jeden Tag mehr Menschen in den Tod und in die Armut führt.

Maßnahmen zur Verteidigung des Lebensplans der Völker Amazoniens

Jedes Abkommen, das den Amazonas in den Mittelpunkt stellt, bedarf einer Debatte mit der amazonischen Bevölkerung, die bisher noch nicht konsultiert worden ist.

Der Lebensplan der COICA-Völker drückt es mit Kraft und Würde aus: "Die amazonischen Völker sind weder Empfänger noch Ausführende, wir sind diejenigen, die den Amazonas seit Jahrhunderten erhalten haben. Unsere Stimme und unser Wissen müssen die öffentliche Politik und die Wissenschaft bei ihren Schutzmaßnahmen leiten, nicht umgekehrt.

Brasilien braucht Tatkraft, Wachsamkeit und internationale Zusammenarbeit in Bezug auf die Erhaltung des Amazonasgebietes, insbesondere in Bezug auf das universelle und dringende Recht auf Impfung und öffentliche Gesundheit; die Konsolidierung von Organen und Institutionen der Umweltinspektion und -kontrolle; nachhaltige Entwicklung durch gemeindebasierte Kooperationsfonds; die Demarkierung von indigenen und Quilombola-Territorien.

Aber das kann nicht heimlich und mit der politischen Koordination von Leuten geschehen, die nicht die Interessen und Erwartungen der Völker des Amazonasgebietes kennen.

Es ist dringend und notwendig, dass die brasilianische Gesellschaft und das Parlament dies beachten; ein eingehender Dialog mit der brasilianischen Gesellschaft zu diesem Thema ist unerlässlich.

Die Initiativen: organisierter, kreativer und pluraler Widerstand

In diesem Sinne werden viele Initiativen im Hinblick auf den Welttag der Erde (am 22. April) und für den Rest des Jahres 2021 gestartet. Die katholische Kirche war ein wichtiger Akteur bei der Förderung von Annäherungsprozessen und der Öffnung von Kanälen für Anhörungen und Anwaltschaft.

  •     Ein Netzwerk von vielen Organisationen, Bewegungen und Sozialpastoralen in Brasilien und den Vereinigten Staaten veranstaltet am 15. April zwei Online-Events in Brasilia und in Washington/DC,  um die Gefahren eines möglichen Amazonas-Abkommens aufzuzeigen;
  •     Dom Erwin Kräutler, Präsident von REPAM Brasilien, nimmt an der Veranstaltung "Amazonischer Notstand - Zur Verteidigung des Waldes und des Lebens" teil, die am 15.4. aus dem Abgeordnetenhaus in Brasília übertragen wird;
  •     Pedro Barreto, Präsident von REPAM, nimmt am "Amazonischen Klimaforum" teil, das am 15.4. aus dem US-Kongress in Washington übertragen wird;
  •     Dom Claudio Hummes, Präsident der Kommission für Amazonien des CNBB, hat einen Brief an die Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten und einen weiteren an den Ständigen Beobachter des Heiligen Stuhls bei der UNO in New York geschrieben, in dem er um Solidarität und Unterstützung bei der Verteidigung von Amazonien bittet und sie einlädt, an der Veranstaltung teilzunehmen
  •     Diese Veranstaltungen werden eine erste Etappe eines anwaltschaftlichen Prozesses sein, damit die Stimme und der Protagonismus der Völker des Amazonas nicht vernachlässigt werden, wenn es um die Strukturierung von Plänen für den sozio-ökologischen Schutz dieses Bioms und in den Debatten zur Vorbereitung des Klimagipfels - COP26 in Glasgow im November 2021.

"Der Dialog muss nicht nur der vorrangigen Option für die Verteidigung der Armen, der Ausgegrenzten und der Ausgeschlossenen das Vorrecht einräumen, sondern diese als Hauptpersonen betrachten." (Querida Amazonia, Nr. 27)

Lassen Sie uns weiterhin die Wege einer Kirche gehen, die mit den Völkern Amazoniens und mit der Stimme aller dort lebenden Geschöpfe verbunden ist.

São Paulo (SP) und Altamira (PA), 13. April 2021

Dom Claudio Hummes, Präsident der Kommission für die Amazonasregion der CNBB

Dom Erwin Kräutler, Präsident von REPAM-Brasilien


REPAM-Brasil e Comissão para a Amazônia da CNBB divulgam carta sobre acordos entre Estados Unidos e Brasil em defesa da Amazônia


Para participar o FÓRUM CLIMÁTICO DA AMAZÔNIA, acompanhe a transmissão ao vivo nestes canais:
► COICA: bit.ly/3tbsDfW(espanhol)
► Mídia Índia: bit.ly/3a0Otv6(português)
► AMAZONWATCH: bit.ly/3mC8AVN(inglês)
Data: 15 de abril
Horário: 12h (horário do Equador) / 13h (horário de Washington) / 14h (horário de Brasília - Brasil)

Montag, 12. April 2021

Konservativer Guillermo Lasso gewinnt Wahl in Ecuador

 


Zeit.de, 12.4.2021
Präsidentschaftswahlen:
Konservativer Abtreibungsgegner Lasso gewinnt Wahl in Ecuador
Der wirtschaftsliberale und sozialkonservative Ex-Banker Guillermo Lasso hat sich in Ecuador gegen seinen linken Rivalen durchgesetzt. Auch in Peru wurde gewählt.


amerika21, 13.04.2021
Wahl in Ecuador: Lasso besiegt Arauz
Zwei erste Kommentare aus Kuba und Argentinien zum Ergebnis der Stichwahl in Ecuador


SRF, 12.04.2021
Präsidentenwahl in Ecuador
Ecuadors neuer Präsident steht vor grossen Herausforderungen
Er hat es im dritten Anlauf an die Spitze der Regierung geschafft. Jetzt warten grosse Herausforderungen auf den ehemaligen Banker: Der Verfall des Ölpreises und die Corona-Pandemie haben das Land in eine tiefe Wirtschaftskrise gestürzt. Zudem wartet eine starke Opposition auf ihn.


tagesschau.de, 12.4.2021
Ein "historischer Tag" für Guillermo Lasso
Zweimal hatte es Guillermo Lasso schon versucht, nun hat er es ins Präsidentenamt in Ecuador geschafft. Der konservative Politiker setzte sich in der Stichwahl gegen den Linkskandidaten Arauz durch.


DW Nachrichten auf YouTube, 13.4.2021
Konservativer Guillermo Lasso wird Präsident von Ecuador

Mittwoch, 7. April 2021

4.000 Corona-Tote pro Tag und Tauziehen um Kirchenschließung

 


Religion.orf.at, 5.4.2021
Gerichtliches Tauziehen um Öffnung von Kirchen in Brasilien
In Brasiliens bisher tödlichster Pandemie-Woche ist ein Streit über die Öffnung von Kirchen entbrannt. Bürgermeister und der brasilianische Städtebund FNP widersprachen laut Medienberichten vom Ostermontag der am Samstag von einem Richter des Obersten Gerichts getroffenen Entscheidung, die Kirchen zu öffnen.

Brasilien: Mehr als 4.000 Tote an einem Tag gemeldet
Mitten in der sich verschärfenden Pandemie hat Brasilien erstmals mehr als 4.000 mit dem Coronavirus infizierte Opfer an einem Tag registriert. Innerhalb von 24 Stunden seien 4.195 Tote im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium des größten Lands Lateinamerikas gestern mit.

Wiener Zeitung, 7.4.2021
"Ein biologisches Fukushima": Brasilien mit Rekord an Covid-Toten
Brasilien hat erstmals mehr als 4.000 mit dem Coronavirus infizierte Opfer an einem Tag registriert. Das Gesundheitswesen steht vor dem Zusammenbruch.

Frankfurter Rundschau, 1.4.2021
Corona in Brasilien: Schlimmster Monat seit Beginn der Pandemie
So viele Todesopfer durch das Coronavirus wie im März gab es in Brasilien noch nie. Schuld ist die Virus-Mutante - nicht unschuldig ist der Präsident, der das Virus lange leugnete.

Donnerstag, 1. April 2021

12,5 Kilometer lange Fischwanderhilfe in Niederösterreich

 ORF, 31. März 2021

Erstes Wasser für längste Fischwanderhilfe

Nach einjähriger Bauzeit an Niederösterreichs längster Fischwanderhilfe beim Donaukraftwerk Altenwörth (Bezirk Tulln) mit mehr als 12,5 Kilometern Länge wurde sie nun teilgeflutet. Dadurch wurde das Krems-Kamp-Gerinne mit der Donau verbunden.

Das Donaukraftwerk Altenwörth wird durch Niederösterreichs längste Fischwanderhilfe passierbar. Vom Eisernen Tor in Rumänien bis nach Ybbs wird die Donau dadurch wieder durchgängig und mit ökologischen Rückzugsmöglichkeiten aufgewertet. „Das Umgehungsgerinne schafft zwölf Kilometer neuen Lebensraum entlang der Donau“, so die Unternehmensinformation.


Verbund.at, 18.5.2020
Start für Niederösterreichs längste Fischwanderhilfe
Freie Fahrt für Fische: Beim Donaukraftwerk Altenwörth erfolgte Ende April der Spatenstich für eine neue Fischwanderhilfe. Im Rahmen des Projekts LIFE Network Plus entsteht Lebensraum für Wasserbewohner.

meinbezirk.at, 29. April 2020
Bauauftakt für NÖ's längste Fischwanderhilfe
Baubeginn für Niederösterreichs längste Fischwanderhilfe; Bauauftakt für das Projekt LIFE Network Danube Plus: Niederösterreichs längste Fischwanderhilfe entsteht beim Donaukraftwerk Altenwörth.

LIFE Network Danube Plus: Das Projekt