Montag, 4. Juli 2022

Kardinal Hummes mit 87 Jahren gestorben

Kardinal Hummes mit 87 Jahren gestorben
 

Katholisch.de, 4.7.2022
Früherer Leiter der Römischen Kleruskongregation verstorben
Nach seiner Zeit als Erzbischof von Sao Paulo leitete der brasilianische Kardinal Claudio Hummes mehrere Jahre die Römische Kleruskongregation: Jetzt ist der Nachfahre deutscher Einwanderer im Alter von 87 Jahren gestorben.


Domradio, 04.07.2022
Brasilianischer Kardinal Hummes mit 87 Jahren gestorben
Von Johannes Paul II. zum Kardinal ernannt
Der brasilianische Kardinal Claudio Hummes ist tot. Der frühere Leiter der Römischen Kleruskongregation starb im Alter von 87 Jahren, wie seine frühere Erzdiözese Sao Paulo an diesem Montag twitterte.


VaticanNews, 5.7.2022
Papst trauert um verstorbenen Kardinal und Freund
Mit großem Schmerz habe er die Nachricht vom Tod des brasilianischen Kardinals Cláudio Hummes aufgenommen, schreibt Papst Franziskus in einem Beileidstelegramm, das der Vatikan diesen Dienstag veröffentlichte. In dem Schreiben an den Erzbischof von São Paulo, Kardinal Odilo Pedro Scherer, würdigt Franziskus Kardinal Hummes und nennt ihn einen „lieben Bruder".
 

VaticanNews, 4.7.2022
Falece aos 87 anos o cardeal Cláudio Hummes
O cardeal franciscano faleceu nesta segunda-feira. Seu longo ministério foi dedicado, em particular, ao acompanhamento dos povos indígenas, do qual trouxe a voz ao Sínodo para a Região Pan-Amazônica em 2019.


O Globo, 04/07/2022
Corpo do Cardeal Cláudio Hummes será velado na Catedral da Sé e sepultado na Cripta
Ele tratava um câncer e morreu aos 87 anos, em São Paulo, na manhã desta segunda (4).


Folha de S.Paulo, 04/07/2022
Morre dom Cláudio Hummes, arcebispo emérito de São Paulo, aos 87 anos
Cardeal marcou o diálogo entre as várias igrejas cristãs e ocupou cargos importantes na estrutura de sua ordem e na CNBB

Sonntag, 3. Juli 2022

Bischöfe Amazoniens beenden Ad-limina-Besuch in Assisi

Quelle: Facebook von Diocese de Xingu-Altamira, 3. Juli 2022 um 20:21

Die Bischöfe der Regionen Nord 2 und 3 der Brasilianischen Bischofskonferenz CNBB beenden ihren Ad-limina-Besuch in Rom mit einer Kundgebung, in der sie Gott danken und ihren Einsatz für die Kirche Amazoniens erneuern.

"Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Weisen und Gelehrten verborgen und den Unmündigen offenbart hast" (Mt 11,25).

Wir, die Hirten Amazoniens der Region Nord 2 (Bundesstaaten Pará und Amapá) und Nord 3 (Bundesstaaten Tocantins und ein Teil von Mato Grosso), sind zum Abschluss des Ad-limina-Besuchs nach Assisi gekommen, um zu beten und Gott für die Stärkung unserer Gemeinschaft mit dem Fels, Papst Franziskus, zu danken, der uns ermutigt hat, unsere Mission angesichts der großen Herausforderungen in Amazonien fortzusetzen. Wir sind auch dankbar für die Treffen mit den Organen der Römischen Kurie, die zur Einheit mit der Weltkirche beitragen.

In Anlehnung an die Mystik des Poverello von Assisi bekräftigen wir unsere Verpflichtung, die neuen Wege einzuschlagen, die beim Jubiläumstreffen in Santarem im vergangenen Juni vorgeschlagen wurden: die Stärkung der kirchlichen Basisgemeinden, die Ausbildung missionarischer Jünger in Amazonien, die Verteidigung des Lebens der Völker Amazoniens, die Sorge um unser gemeinsames Haus und die Evangelisierung der jungen Menschen. Diese Verpflichtungen sind ein Ausdruck dafür, dass wir uns vom Geist des gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus leiten lassen, dessen Zeichen überall in unserer Region zu sehen sind. Wir folgen dem Christus, der auf Amazonien hinweist.

In diesem Moment, angesichts eines Szenarios der Verwüstung und des großen Leids für unsere Völker und für die "Schöpfung, die seufzt wie in Geburtswehen" (vgl. Röm 8,22), bekräftigen wir die dringende Notwendigkeit, ein Jubiläum - eine Friedenszeit - auszurufen, als eine neue Zeit der Gerechtigkeit und des Friedens. Sie soll Befreiung des Landes und der Gewässer, das Recht und die Bürgerschaft der Region und die Tilgung der sozialen Schulden bedeuten und so Würde und Respekt für das Leben in jeder Hinsicht bringen (vgl. Santarém 2022, Nr. 15).

Assis, 2. Juli 2022


𝗕𝗶𝘀𝗽𝗼𝘀 𝗱𝗼 𝗥𝗲𝗴𝗶𝗼𝗻𝗮𝗹 𝗡𝗼𝗿𝘁𝗲 𝟮 𝗲 𝟯 𝗱𝗮 𝗖𝗡𝗕𝗕 𝗲𝗻𝗰𝗲𝗿𝗿𝗮𝗺 𝗩𝗶𝘀𝗶𝘁𝗮 𝗔𝗱 𝗟𝗶𝗺𝗶𝗻𝗮 𝗲 𝗮𝘀𝘀𝗶𝗻𝗮𝗺 𝗖𝗮𝗿𝘁𝗮 𝗺𝗮𝗻𝗶𝗳𝗲𝘀𝘁𝗮𝗻𝗱𝗼 𝗚𝗿𝗮𝘁𝗶𝗱ã𝗼 𝗮 𝗗𝗲𝘂𝘀 𝗲 𝗖𝗼𝗺𝗽𝗿𝗼𝗺𝗶𝘀𝘀𝗼 𝗰𝗼𝗺 𝗮 𝗜𝗴𝗿𝗲𝗷𝗮 𝗻𝗮 𝗔𝗺𝗮𝘇ô𝗻𝗶𝗮.
𝗡𝗮 í𝗻𝘁𝗲𝗴𝗿𝗮: 

“Eu te louvo, Pai, Senhor do céu e da terra, porque escondeste estas coisas aos sábios e entendidos e as revelaste aos pequeninos” (Mt 11,25)

Nós, pastores da Amazônia dos Regionais da CNBB Norte 2 (Estados do Pará e Amapá) e Norte 3 (Estados de Tocantins e parte do Mato Grosso), no encerramento da visita ad limina vimos a Assis rezar e agradecer a Deus o fortalecimento da comunhão com o Pedro, o Papa Francisco, que nos encorajou a continuar a nossa missão diante dos grandes desafios da Amazônia. Agradecemos também os encontros realizados com os organismos da cúria romana que contribuem para a unidade com a Igreja Universal.

Respirando a mística do poverello de Assis reafirmamos o nosso compromisso em assumir os novos caminhos propostos no encontro jubilar de Santarém, no mês de junho passado: fortalecimento das comunidades eclesiais de base, a formação dos discípulos missionários na Amazônia, a defesa da vida dos povos da Amazônia, o cuidado da casa comum e a evangelização das juventudes. Estes compromissos são expressão de que somos conduzidos pelo Espírito de Jesus Cristo Crucificado e Ressuscitado cujos sinais estão por toda parte em nossa região. Seguimos o Cristo que aponta para a Amazônia.

Neste momento, diante de um cenário que se apresenta desolador e de muito sofrimento para os nossos povos e para“a criação que está gemendo como que em dores de parto” (cf. Rm 8,22), afirmamos a necessidade urgente da proclamação de um jubileu – uma trégua - que seja um novo tempo de justiça e paz e signifique a libertação das terras e das águas, o direito e à cidadania da região e o resgate das dívidas sociais para que tragam dignidade e respeito pela vida em todos os sentidos (cf. Santarém 2022, n. 15).

Assis, 02 de julho de 2022.
LAUDATO SI:
LOUVAI E BENDIZEI AO MEU SENHOR, E DAI-LHE GRAÇAS,




CNBB, 27/06/2022
Encontro com o Papa nesta segunda-feira, 27, marca o início da visita Ad Limina do regionais Norte 2 e Norte 3 da CNBB
Três horas de colóquio “fraterno e profundo”, de um “irmão entre irmãos”: assim foi a audiência que o Papa Francisco concedeu na manhã desta segunda-feira, 27 de junho, aos bispos dos Regionais Norte 2 (Pará e Amapá) e Norte 3 (Tocantins) da Conferência Nacional dos Bispos do Brasil (CNBB) que estão no Vaticano para a visita Ad Limina Apostolorum.

Donnerstag, 16. Juni 2022

Leichen der Vermissten im Amazonasgebiet gefunden

ORF.at, 16.6.2022
Mordgeständnis in Vermisstenfall
Die Hinweise auf ein Verbrechen im Fall des im brasilianischen Amazonas-Gebiet vermissten britischen Journalisten und eines ebenfalls verschollenen Indigenen-Experten verdichten sich. Einer der festgenommenen Verdächtigen gestand, er sei an einem Mord an den beiden beteiligt gewesen, wie die Bundespolizei bei einer Pressekonferenz in der Amazonas-Metropole Manaus am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte.


Tagesschau.de, 16.06.2022
Verdächtiger gesteht Tötung von vermisstem Duo
Im Fall des im brasilianischen Amazonasgebiet vermissten britischen Journalisten und eines ebenfalls verschollenen Indigenen-Experten hat einer der festgenommenen Verdächtigen gestanden, er sei an einem Mord an den beiden beteiligt gewesen.


taz. 16.6.2022
Nachdem sie zehn Tagen vermisst wurden:
Duo tot am Amazonas gefunden
Ein Journalist und ein Idigenen-Experte werden in Brasilien vermisst. Nun gesteht ein Verdächtiger den Mord, und führt zu sterblichen Überresten.


Süddeutsche Zeitung, 16.6.2022
Leichen von Vermissten in Amazonien gefunden
Ein britischer Journalist und ein brasilianischer Indigenen-Experte waren bei einer Recherche im Urwald verschwunden. Die Ermittlungen der Polizei gehen vor allem in eine Richtung.

Donnerstag, 9. Juni 2022

Britischer Journalist im Amazonasgebiet vermisst


Tageschau.de, 09.06.2022
Recherchen in Amazonien
Britischer Journalist in Brasilien vermisst
Der britische Journalist Dom Phillips und Bruno Pereira, ein einheimischer Aktivist für Ureinwohnerrechte, werden seit Tagen im brasilianischen Amazonasgebiet vermisst. Ein Kollege fürchtet um das Leben der beiden.


Süddeutsche Zeitung, 7. Juni 2022
Verschollen im Dschungel
Ein britischer Journalist und ein Experte für indigene Gruppen verschwinden unter rätselhaften Umständen tief im Amazonas. Die Sorge ist groß - und dabei geht es weniger um gefährliche Tiere, sondern eher um skrupellose Kriminelle.


Britischer Journalist Dom Phillips vermisst
Seit Sonntag werden in Brasilien ein britischer Journalist und ein einheimischer Aktivist für Indigenenrechte vermisst. Die beiden recherchierten in einem abgelegenen Amazonasgebiet, in dem es Netzwerke aus illegalen Goldsuchern und Kokainschmugglern gibt.

Dienstag, 7. Juni 2022

Papst lobt kirchliches Engagement im Amazonas-Gebiet


VaticanNews, 7.6.2022
Franziskus hat das kirchliche Engagement im Amazonas-Gebiet gewürdigt. In den lokalen Gemeinden würden die Weisungen der Amazonien-Synode von 2019 umgesetzt und synodale Prinzipien gelebt, lobte er in einem Brief an Teilnehmer einer kirchlichen Konferenz im nordbrasilianischen Santarém.

Die christlichen Gemeinschaften der Region haben laut Papst das Potential, „der Kirche neue Gesichter mit amazonischen Zügen“ zu schenken, griff Franziskus eine Formulierung aus seinem nachsynodalen apostolischen Schreiben „Querida Amazonia“ auf. Das Dokument konzentriert den Ertrag aus der Amazonien-Synode, bei der sich im Oktober 2019 im Vatikan Laien, Ordensleute und Bischöfe zu Herausforderungen der Kirche im Amazonas-Gebiet ausgetauscht hatten.

Franziskus wandte sich in seinem portugiesischsprachigen Brief an Teilnehmer des IV. Treffens der katholischen Kirche in Santarém, einer Stadt im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará. Dort hatte 1972 ein für die Kirche wegweisendes Bischofstreffen stattgefunden, das zur Gründung von Basisgemeinden in ganz Lateinamerika führte.

Wegweisende Konferenz von 1972

Das Treffen von Santarém habe „Evangelisierungslinien“ vorgeschlagen, „die das missionarische Handeln der amazonischen Gemeinschaften geprägt und zur Herausbildung eines soliden kirchlichen Bewusstseins beigetragen haben“, ruft der Papst in seinem Brief den Teilnehmenden des aktuellen Treffens die Genese der Ortskirche ins Gedächtnis. Dies habe auch die Überlegungen der Synodenväter bei der Amazonien-Synode 2019 im Vatikan „erhellt“, so Franziskus, der in Querida Amazonia mehrere „Visionen für Amazonien“ ausformuliert.

Reiche Erfahrung mit Synodalität

Erfreut zeigt sich der Papst in seinem Brief über die Umsetzung der Weisungen der Amazonien-Synode durch die Teilkirchen im brasilianischen Amazonasgebiet. „Mit Zuneigung und Dankbarkeit“ denke er an die „intensive Beteilung“ der brasilianischen Synodenväter und der übrigen Teilnehmenden zurück. In diesen Gemeinschaften sei die Erfahrung der Synodalität als Audruck der Gemeinschaft, Teilhabe und Mission „tief verwurzelt“, lobt Franziskus. Er selbst hat einen weltweiten synodalen Prozess auf den Weg gebracht, der auf eine Bischofssynode im Vatikan zum Thema Synodalität 2023 im Vatikan zusteuert.

„Seid mutig und kühn, indem ihr euch vertrauensvoll dem Wirken Gottes öffnet“, ermutigt der Papst die Vertreter der Ortskirche in Santerém zu weiterem Engagement. Der argentinische Papst hat wiederholt zu einer Inkulturation des christlichen Glaubens in den örtlichen Kulturen Amazoniens ermutigt und sich offen gezeigt für eine Aufwertung der Schlüsselrollen, die Nicht-Kleriker, darunter viele Frauen, in den priesterarmen Regionen Amazoniens schon jetzt spielen.


Tem início o IV Encontro da Igreja na Amazônia. Papa Francisco envia carta aos participantes

Teve início, na noite de segunda-feira, 6 de junho, o IV Encontro da Igreja Católica na Amazônia Legal, evento que celebra e faz memória do Documento de Santarém, fruto do primeiro encontro eclesial na região, que foi realizado há 50 anos, em Santarém, no Pará. Nesta terça-feira, o Papa Francisco enviou uma carta aos participantes motivando-os a serem “corajosos e audaciosos, abrindo-se confiadamente à ação de Deus”.
CNBB, 7.6.2022 >>


HINTERGRUND

Geborgen in der Ungeborgenheit
Bilanz des Bischofs vom Rio Xingu
Eine Konkretisierung dieser „armen“ Kirche finden wir in den kleinen kirchlichen Basisgemeinden. Am Rio Xingu entstanden ab 1972 die ersten Basisgemeinden. Als Bischof habe ich diese Weise, Kirche zu sein, ganz bewusst gefördert, weil ich einfach der Überzeugung war und bin, dass dieses seelsorgerische Konzept in Amazonien greift und den urkirchlichen Gemeinden ganz nahe kommt.


Missionarisches Jubeljahr:
“Eine Zeit des Bewusstseins für die Missio ad gentes”
Im Rahmen einer Pressekonferenz am Rande der Vollversammlung der CNBB erinnerte Bischof Odelir José Magri von Chapecó in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Bischöflichen Kommission für missionarische Aktion und interkirchliche Zusammenarbeit der Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB) daran, dass die Kirche in Brasilien seit November 2021 das missionarische Jubeljahr begeht, das mit Bezug auf das Dokument von Aparecida das zentrale Thema "Die Kirche in ständiger Mission" und das Motto "Ihr werdet meine Zeugen sein" (Apg 1,8) hat (vgl. Fides 17/11/2021 und 28/1/2022).
Auf nationaler Ebene erinnert das Jubeljahr an den 50. Jahrestag der Gründung des Nationalen Missionsrates (COMINA), den 50. Jahrestag der ersten Missionskampagne, 50 Jahre des Projekts der Schwesterkirchen, 50 Jahre des Indigenen Missionsrates (CIMI), 50 Jahre des Santarém-Dokuments, 60 Jahre Missionarisches Kulturzentrums (CCM) und 70 Jahre seit der Gründung der Bischofskonferenz.
Auf internationaler Ebene wird gleichzeitig das 400jährige Jubiläum der Gründung der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, das 200jährige Jubiläum der Gründung des Päpstlichen Werkes für die Glaubensverbreitung (POPF), der 150. Geburtstag von Pater Paolo Manna, dem Gründer der Päpstlichen Missionsunion, und der 100. Jahrestag des Motu Proprio von Papst Pius XI gefeiert.

Dienstag, 31. Mai 2022

REPAM gratuliert Dom Leonardo Schneider zur Kardinalsernennung

Das kirchliche pan-amazonische Netzwerk REPAM richtete sich mit einer Grußbotschaft an den neu ernannten Kardenal Dom Leonardo Steiner und versichert ihm, dass REPAM als Einrichtung der Brasilianischen Bischofskonferenz seine prophetische Sendung fortsetzen wird. "Als Völker und Missionare Amazoniens wollen wir im Glauben, in der Hoffnung und in der Nächstenliebe bekräftigt werden, um die Frohe Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden und alles anzuprangern, was sich dem Leben der Menschen und der Natur als unserem gemeinsamen Haus widersetzt", heißt es im Brief, der von Dom Erwin Kräutler unterzeichnet ist.

Dom Leonardo Steiner ist seit 2019 Erzbischof von Manaus sowie Präsident der Bischöflichen Sonderkommission für Amazonien (CNBB) und 2. Vizepräsident der Kirchenkonferenz von Amazonien (CEAMA).


VaticanNews, 30.5.2022
Mensagem da REPAM-Brasil a dom Leonardo Steiner
A Rede agradece ao Sumo Pontífice e assegura a Dom Leonardo o desejo de continuar a missão profética confiada a este organismo da CNBB.

VaticanNews, 29. Mai 2022
21 neue Kardinäle für die Weltkirche
Papst Franziskus hat ein Konsistorium angekündigt, bei dem er 21 neue Kardinäle kreieren wird. Darunter einige hochrangige Kurienmitarbeiter, für die der Kardinalstitel schon länger im Raum stand – aber wie üblich auch Kirchenmänner von den „Peripherien“ der Welt, die dem Papst erklärtermaßen sehr am Herzen liegen.

Montag, 2. Mai 2022

Genesungswünsche für Dom Erwin


Die Diözese Xingu-Altamira gab am 1. Mai über Facebook bekannt, dass Bischof emeritus Erwin Kräutler, der nach wie vor in Koblach weilt, am 20. April einen Oberschenkelhalsbruch erlitten hat. Er wurde ins Spital gebracht und am 30. April operiert. Gott sei Dank verlief alles gut.

Weiters wird ersucht, für die Gesundheit von Dom Erwin zu beten. "Mögen Unsere Liebe Frau von Nazareth und der hl. Josef beim lieben Gott für die Gesundheit unseres Bischofs Fürbitte einlegen!"

Samstag, 2. April 2022

Bischof Ferreira kritisiert Menschenrechtsverletzungen in Brasilien

 

Bischof Vicente de Paula Ferreira CSsR

Kathpress, 01.04.2022
Bischof: Dammbruch-Katastrophe in Brasilien wirkt bis heute nach
Bischof Vicente de Paula Ferreira kritisiert Menschenrechtsverletzungen von Bergbauunternehmen - Bei Dammbruch einer brasilianischen Eisenerzmine starben 2019 mindestens 272 Menschen, Trinkwasser für Tausende wurde verseucht - Politik und involvierten Firmen nehmen Leid der Betroffenen nach wie vor nicht ernst

Wien, 01.04.2022 (KAP) In der Bergbauortschaft Brumadinho in der Provinz Minas Gerais im Südosten Brasilien herrscht auch über drei Jahre nach dem verheerenden Dammbruch in einer Eisenerzmine, der mindestens 272 Menschen das Leben kostete, "Trauer und Leid". Das hat Dom Vicente de Paula Ferreira, Weihbischof in der Erzdiözese Belo Horizonte, in deren Gebiet sich die Ortschaft befindet, im Interview mit Kathpress berichtet. Die Menschen würden nach wie vor von der Politik und den involvierten Bergbaufirmen nicht gehört. Erst Anfang des Jahres seien in Folge von massiven Regenfällen wieder Unmengen giftigen Schlamms in die Häuser der Menschen geschwemmt worden, berichtete Ferreira.

Der Bischof, der Mitglied der Kommission für ganzheitliche Ökologie und Bergbau der Brasilianischen Bischofskonferenz ist, ist derzeit mit einer lateinamerikanischen Aktivistengruppe in mehreren Ländern Europas zu Gast, um auf umweltschädlichen Bergbau in ihrer Heimat aufmerksam zu machen. Nach Stationen in Deutschland und der EU-Hauptstadt Brüssel sowie Treffen im Vatikan, u.a. mit der Entwicklungsbehörde und der Lateinamerika-Kommission, ist die Gruppe dieser Tage in Wien zu Gast, wo sie ebenfalls mit Vertretern aus Politik und Kirche, unter ihnen auch Kardinal Christoph Schönborn, zusammentraf. Zu den Unterstützern der Aktion zählt unter anderem die Brasilianische Bischofskonferenz und die österreichische Dreikönigsaktion (DKA).

Katastrophaler Dammbruch

Aus den Schlammmassen seien noch immer nicht alle Leichen geborgen worden, mindestens sechs Personen gelten noch als vermisst, berichtete Ferreira. Als das Abraumbecken der Eisenerzmine "Corrego do Feijao" am 25. Jänner 2019 brach, ergossen sich 13 Millionen Kubikmeter Schlamm auf die Kleinstadt Brumadinho. Einwohner und Mitarbeiter des Bergbauunternehmens "Vale" wurden unter teilweise meterdicken Schlammschichten begraben. Trinkwasser für Tausende wurde durch giftige Substanzen teils so verseucht, dass etwa Gemüse, das die Menschen in ihren Gärten anbauen, bis heute kontaminiert ist.

Nach wie vor werden die Menschen von der Politik und dem multinationalen Bergbauunternehmen "Vale" alleine gelassen, beklagt der Weihbischof. Entschädigungen kämen bei vielen Betroffenen nicht an. "Vale entscheidet, wen sie entschädigen und wen nicht", Menschen, die nicht in direkter Nähe zum Unglücksort leben, würden zum Beispiel nicht berücksichtigt, obwohl auch ihr Wasser verseucht ist oder sie einen direkten Angehörigen verloren haben.

Entschädigungen würden sehr selektiv und auf einer individualisierten Ebene ausbezahlt, kritisierte der Bischof. Viele Betroffene hätten der Macht des Großkonzerns nichts entgegenzusetzen. Seine Mitstreiter und er forderten deshalb, dass es eine kollektive Entschädigung für alle Betroffenen geben müsse. Es gebe durchaus eine sehr aktive Bewegung, die kämpferisch und sehr proaktiv handle. Hier sei auch die Kirche präsent. Sie unterstütze die Menschen beim Neuaufbau und der Wiedererrichtung ihrer Lebensprojekte, berichtete der Weihbischof.

Massive Menschenrechtsverletzungen

Es gehe darum, dass den Menschen ein Leben ohne Abhängigkeit vom Bergbau ermöglicht werde, das sei möglich, aber nur in einem langsamem, schwieriger Prozess. Es gebe in der Region alle Voraussetzungen für ein Leben ohne den Bergbau. Die Kirche unterstütze deswegen gezielt Landwirtschaftsprojekte, Ökotourismus oder Kulturangebote in der Region. Wichtig sei auch, dass es zu einer Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung komme. Nötig seien junge, kritische Menschen, die sich den Megaunternehmen entgegenstellen, zeigte sich der Bischof überzeugt.

Bergbau gehe in Lateinamerika immer schon mit massiven Verletzungen von Menschenrechten und von Rechten der Mutter Erde einher, betonte die Aktivisten-Gruppe aus Brasilien, Kolumbien, Honduras und Ecuador, die noch bis Anfang April durch Europa reist, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Trinkwasser werde verseucht, die Luft verpestet und die Gesundheit der Menschen geschädigt. Betroffene, die sich dagegen wehrten, würden oft kriminalisiert oder gar getötet.


Fala Chico, 18/06/2021
NOTA DE SOLIDARIEDADE A DOM VICENTE FERREIRA

Bispo de BH faz duras críticas a Bolsonaro e dispara: ‘Estamos em guerra’

Estado de Minas, 14/06/2021
Dom Vicente de Paula sobre Bolsonaro: 'Fascista brasileiro'
De acordo com o bispo auxiliar da Arquidiocese de Belo Horizonte, Bolsonaro é um 'tirano que mata nossa gente'

Dienstag, 29. März 2022

Pedro Barreto neuer Präsident der Kirchenkonferenz Amazoniens

 


VaticanNews, 28.03.2022
Amazonien: Neue Leitung für Kirchenkonferenz CEAMA
Der peruanische Kardinal Pedro Barreto löst den brasilianischen Kardinal Cláudio Hummes an der Spitze der neuen panamerikanischen Kirchenkonferenz CEAMA ab. Hummes ist 87 Jahre alt. Einer der beiden neuen Vizepräsidenten ist der ecuadorianische Laie Mauricio López.

Die Kirchenkonferenz CEAMA („Conferencia Ecclesial de la Amazonía“) entstand als Folge der Amazoniensynode 2019. Sie gilt als Organismus neuen Zuschnitts in der Kirche, weil sie nicht nur Bischöfe repräsentiert, sondern das ganze Volk Gottes. Vizepräsident an der Seite von Mauricio López wird der Erzbischof von Manaus, Ulrich Steiner. Neun Länder haben Anteil am Amazonas.

In einem Schreiben erklärte Kardinal Hummes seinen Rücktritt von der Spitze der CEAMA damit, dass es ihm nicht möglich sei, zu reisen und persönlich an der institutionellen Tätigkeit des Präsidenten der Konferenz teilzunehmen. Die Ernennung des neuen Präsidenten fand im Rahmen der ordentlichen Versammlung der CEAMA statt, die am Wochenende in São Paulo, Brasilien, in hybrider Form stattfand, also teils in Präsenz, teils virtuell.

Zum Amazonas-Tag 2021 hatte Kardinal Hummes eine regelrechte „Kreuzigung Amazoniens“ beklagt, die vielen Söhnen und Töchtern Gottes großes Leid verursache. Das ökologische Desaster mit der Vernichtung des Regenwalds und der rücksichtslosen Ausbeutung seiner Ressourcen habe „wahnwitzige Dimensionen“ erreicht. Hummes saß beim Konklave 2013 neben dem Kardinal von Buenos Aires, Kardinal Jorge Mario Bergoglio, und flüsterte ihm nach dessen Angaben im Moment seiner Wahl zu, er dürfe als Papst die Armen nicht vergessen.


agenzia fides, 28/03/2022
AMERIKA - CEAMA: Kirchliche Amazonaskonferenz wählt neuen Vorstand
Am 26. und 27. März fand in Sao Paulo (Brasilien) die erste ordentliche Versammlung 2022 der Kirchlichen Konferenz von Amazonien (Conferencia Eclesial Amazonica, CEAMA) statt. Die Veranstaltung wurde in gemischter Form (anwesend und virtuell) abgehalten.


REPAM, 28/03/2022
A Conferência Eclesial da Amazônia elegeu nova Presidência para os próximos quatro anos
A Conferência Eclesial da Amazônia (CEAMA) reuniu-se em assembleia ordinária nos dias 26 e 27 de março, com parte dos participantes de maneira presencial em São Paulo (SP) e outra parte de modo virtual. Durante a reunião, os participantes refletiram sobre o caminho realizado nos últimos anos e os desafios que estão por vir na implementação dos encaminhamentos do Sínodo Amazônico, através dos Núcleos Temáticos.
Também foi apresentado um plano para a reforma dos Estatutos que contribuirá para o fortalecimento e consolidação da CEAMA no espírito de sinodalidade, da Assembleia Eclesial e como serviço às jurisdições eclesiásticas da Amazônia.


Radio San Martín, 28/03/2022
El cardenal Pedro Barreto nuevo presidente de la CEAMA
La Conferencia Eclesial de la Amazonía, CEAMA, estuvo reunida en Asamblea Ordinaria los días 26 y 27 de marzo de manera presencial en Sao Paulo, Brasil, y virtual.

Dienstag, 8. März 2022

Amazonas-Regenwald nähert sich dem Kipppunkt

 

ORF, 7.3.2022
Amazonas-Regenwald verliert an Widerstandsfähigkeit
Der Regenwald im Amazonasgebiet hat seit Anfang der 2000er Jahre kontinuierlich an Widerstandsfähigkeit eingebüßt. Bei mehr als drei Vierteln des Waldes ließ laut einer neuen Studie die Fähigkeit nach, sich von Störungen wie Dürren und Bränden zu erholen.


Studie: Amazonas-Regenwald verliert an Widerstandsfähigkeit
Der Amazonas-Regenwald schwächelt. Große Teile können sich von Bränden oder Dürren nicht mehr so gut erholen wie gewohnt. Das kann dazu führen, dass sich der Regenwald in eine Savanne verwandelt. 

Donnerstag, 3. März 2022

Bolsonaro beschleunigt Ausbeutung indigener Gebiete

RND.de, 2.3.2022

Bolsonaro will indigene Gebiete ausbeuten - und nutzt Krieg in der Ukraine als Begründung

  • Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro benutzt den russischen Angriff auf die Ukraine, um seine Politik im Amazonasgebiet zu rechtfertigen.
  • Der dortige Abbau von Kalium für Düngemittel sei notwendig, da es durch den Krieg zu Engpässen oder einem Preisanstieg kommen könnte, so Bolsonaro.
  • Der Präsident berief sich dabei auf einen Gesetzentwurf aus dem Jahr 2020.

AKTUALISIERUNG:

amerika21, 5.3.2022
Brasilien: Linke und Rechte hadern mit Verurteilung Russlands im Ukraine-Krieg
Auch eine Woche nach Russlands Angriff auf die Ukraine haben es die beiden aussichtsreichsten Präsidentschaftskanditen vermieden, Russland offen für seine Invasion zu verurteilen. Zwar kritisierten sowohl der amtierende Präsident Jair Bolsonaro (PL) als auch sein linker Herausforderer Luiz Inácio Lula da Silva (PT) die Verletzung der Souveränität der Ukraine, beide stehen aber Sanktionen – aus unterschiedlichen Gründen – ablehnend gegenüber und beließen es dabei, die "Konfliktparteien zum Dialog" aufzurufen.


Deutschlandfunk Kultur,19.1.2022
Landraub in Brasilien
Bolsonaros Politik gegen Indigene
Der Druck auf die indigenen Gemeinden in Brasilien nimmt immer weiter zu. Jüngste Gesetzesvorhaben sollen verhindern, dass neue Schutzgebiete ausgewiesen werden – und bestehende werden von Goldgräbern, Viehzüchtern und der Politik beständig attackiert.


CIMI, 07/03/2022
Em carta, CNBB e organismos da Igreja do Brasil manifestam preocupação com as iniciativas econômicas ligadas à mineração
Em nota, a CNBB e organismos da Igreja do Brasil apresentaram posição contrária ao PL 490, que dificulta a demarcação de terras indígenas, e ao PL 191, que regulariza a mineração em terras indígenas

Donnerstag, 24. Februar 2022

Dom Erwin Kräutler: Argumente gegen Frauenweihe überzeugen nicht



Kirchliche Gesetze trügen Schuld an "Eucharistielosigkeit" in Amazonien
Amazonasbischof Kräutler: Argumente gegen Frauenweihe überzeugen nicht
Erwin Kräutler war lange Zeit Bischof in Amazonien, einer Region, die sehr stark vom Priestermangel geprägt ist. Er sieht in den kirchlichen Gesetzen und päpstlichen Entscheidungen Gründe für die "Eucharistielosigkeit" des Gebiets. 


Roma locuta, causa finita?
Zur Ordination von Frauen am Amazonas
Ein Beitrag von Erwin Kräutler CCPS


Sonntag, 13. Februar 2022

17. Todestag von Schwester Dorothy Stang

Am Samstag (12.02.) jährte sich der Todestag von Schwester Dorothy Stang zum 17. Mal. Aus diesem Anlass fand im Pfarrzentrum São Rafael in Anapu (PA) eine Andacht statt, an der auch Dom João Muniz Alves, Bischof der Diözese Xingu-Altamira, teilnahm.

Schwester Dorothy wurde am 12. Februar 2005 im Landesinneren von Anapu im Auftrag von Großgrundbesitzern von Pistoleiros erschossen.



#17Anos Sem Dorothy auf Facebook >>


Sonntag, 6. Februar 2022

Brasilien: Demos gegen Rassismus nach Tötung eines Kongolesen

ORF, 6.2.2022 

Demos in Brasilien nach Tötung eines Geflüchteten

Nach der brutalen Tötung eines afrikanischen Flüchtlings (er flüchtete vor 17 Jahren mit seiner Familie nach Brasilien) hat es in zahlreichen brasilianischen Städten Demonstrationen für Gerechtigkeit gegeben. In Rio de Janeiro versammelten sich gestern Hunderte Protestierende bei der Strandbar, in der der junge Kongolese Moise Kabagambe gearbeitet hatte. Dort war er am 24. Jänner von mehreren Menschen zu Tode geprügelt worden.

Demo in Rio de Janeiro (Brasilien) nach der Tötung des Geflüchteten Moise Kabagambe
APA/AFP/Carl De Souza

Offenbar nach Lohnforderung angegriffen

Nach Medienberichten unter Berufung auf Angehörige des 24-jährigen Kabagambe wurde dieser angegriffen, als er eine ausstehende Lohnzahlung für zwei Tage Arbeit einforderte. Es gab inzwischen drei Festnahmen.

Weitere Proteste gab es in Sao Paulo, Salvador, Brasilia und Recife. Die Demonstranten forderten Gerechtigkeit für Kabagambe und prangerten Rassismus gegen Schwarze an. Rios Stadtverwaltung kündigte an, den Kiosk, in dem sich die Strandbar befand, in eine Gedenkstätte für den Getöteten sowie für die afrikanische Kultur zu verwandeln. Kabagambes Familie werde angeboten, diese zu betreiben.

Bei den Protesten in Rio riefen einige Protestierende Berichten zufolge auch „Bolsonaro raus“. Brasiliens ultrarechter Staatspräsident Jair Bolsonaro hat sich mehrmals öffentlich problematisch über Schwarze geäußert und bestritten, dass es in dem größten Land Lateinamerikas ein Rassismusproblem gibt.


Süddeutsche, 3. Februar 2022
Rassismus in Brasilien:
"Sie haben meinen Sohn getötet, weil er schwarz war"
Ein junger Einwanderer aus dem Kongo wird in Rio brutal zu Tode geprügelt. Nun diskutiert das Land über den Rassismus, den sich viele Brasilianer aber nicht eingestehen wollen.


EuroNews, 6.2.2022
Nach der Ermordung eines Flüchtlings:
Menschen in Brasilien gehen gegen Rassismus auf die Straße


Globoplay, 5/2/2022
Entidades protestam na avenida Paulista contra a morte de congolês no Rio
Moïse Kabagambe foi espancado até a morte no Rio de Janeiro. Entidades se manifestaram contra o
racismo.

O Globo, 05/02/2022
Brasil registra 29,4 mil solicitações de refúgio em 2021
A maioria dos pedidos é de cidadãos da Venezuela; na sequência veem Angola, seguida por Haiti e Cuba. O levantamento foi feito pela Globonews, com base nos dados do Comitê Nacional para os Refugiados (Conare), vinculado ao Ministério da Justiça e Segurança Pública.

O Globo, 03/02/2022
Justiça do Rio mantém prisão de Totta, Belo e Dezenove pela morte do congolês Moïse Kabagambe
Brendon Alexander Luz da Silva, o Totta; Fábio Pirineus da Silva, o Belo; e Aleson Cristiano de Oliveira Fonseca, o Dezenove, tiveram as prisões temporárias decretadas e mantidas em audiência de custódia.

O Globo, 02/02/2022
Guerra e miséria: entenda por que milhares abandonam a República Democrática do Congo, terra do jovem Moïse Kabagambe, assassinado no Rio
Segundo maior país da África e um dos mais pobres do mundo, RDC enfrentou guerra civil até 2003, mas continua sendo palco de violentos confrontos entre diferentes etnias e disputas por recursos naturais. Com mais de 5 milhões de deslocados, país está no nível mais alto de emergência em termos de urgência da ajuda da ONU.

O Globo, 31/01/2022
‘Quero justiça’, diz mãe de jovem congolês morto em quiosque na Barra da Tijuca
Corpo de Moïse Kabagambe foi enterrado no domingo (30). Segundo primo que viu imagens de câmeras de segurança, ele foi vítima de uma sequência de agressões.

Samstag, 5. Februar 2022

Abholzung des Amazonas-Regenwaldes erreicht neuen Höchstwert


RND, 3.2.2022
Brasilien: Abholzung des Amazonas-Regenwaldes erreicht neuen Höchstrekord
 Die Abholzung des Amazonaswaldes hat einen neuen Rekord erreicht.
 Allein im vergangenen Jahr wurden 22 Prozent mehr abgeholzt als in den Jahren zuvor.
 Expertinnen und Experten befürchten ein weiteres verheerendes Jahr für den Regenwald des Amazonas.


RND, 4.2.2022
Brasilien: Abholzung im Amazonas-Regenwald unter Bolsonaro um über 50 Prozent gestiegen
 Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet hat während der Amtszeit von Präsident Jair Bolsonaro deutlich zugenommen.
 Seit seiner Wahl im Jahr 2018 stieg die abgeholzte Fläche um über 50 Prozent zu den vorangegangenen drei Jahren.
 Das ist das Ergebnis eines brasilianischen Umweltinstituts.


ORF, 3. Februar 2022
Abholzung des Amazonas-Regenwaldes auf Rekordniveau
Rund 360 Quadratkilometer Regenwald sind allein im Jänner im brasilianischen Amazonas-Gebiet durch Abholzung verloren gegangen. Der Wert ist der höchste für diesen Monat seit 2015, wie das brasilianische Nationale Institut für Weltraumforschung (INPE) unter Berufung auf vorläufige Zahlen gestern (Ortszeit) berichtete.
Das Institut wertet Satellitenbilder aus und untersucht die Veränderungen des Waldes in Echtzeit. Die Zahlen des INPE geben so einen Hinweis darauf, wie sich die offizielle Entwaldungsrate bezogen auf ein Jahr entwickeln könnte. Die Rate bezieht sich auf den Zeitraum von August bis Juli.

INPE, 27.10.2021
Estimativa de desmatamento por corte raso na Amazônia Legal para 2021é de 13.235 km2


O Globo, 18/01/2022
Desmatamento na Amazônia em 2021 é o maior dos últimos dez anos, diz Imazon
Devastação em 2021 foi 29% maior que em 2020, segundo dados do instituto. Mais de dez mil quilômetros quadrados de mata nativa foram destruídos de janeiro a dezembro, o equivalente à metade de Sergipe.

Mittwoch, 2. Februar 2022

Bischof Kräutler für "Frauen ins Amt!"

 


Auch Bischöfe solidarisieren sich mit Forderung "Frauen ins Amt!"

Neuer Sammelband mit Beiträgen von Bischöfen Kräutler, Marx, Bode, Feige, Wilmer, Gmür und weiteren 96 Männern, die für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche eintreten - Herausgeberin und Ordensfrau Philippa Rath: Ohne Lösung für Frauenfrage droht Kirche Relevanzverlust

Kathpress, 01.02.2022 (KAP) "Frauen ins Amt! Männer der Kirche solidarisieren sich" lautet der Titel des neuen Buches der deutschen Ordensfrau und Theologin Philippa Rath; und unter den 102 dort für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche argumentierenden Männern sind neben Laienkatholiken, Theologen, Priestern und Ordensleuten auch einige Bischöfe. Auch zwei hochrangige Kirchenvertreter mit Österreichbezug - der aus Vorarlberg stammenden Altbischof von Xingu im Amazonasgebiet, Erwin Kräutler, und der aus der Schweiz stammende Propst von St. Gerold, Martin Werlen - sprechen sich in dem Sammelband dezidiert für ein Frauenpriestertum aus. Kräutler gestand, er kenne kein Argument gegen die Weihe von Frauen, "das mich überzeugen könnte".

Weiters kommen in dem Buch zu Wort; der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx, der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Franz-Josef Bode (Osnabrück), die Bischöfe Gerhard Feige (Magdeburg) und Heiner Wilmer (Hildesheim), der Baseler Bischof Felix Gmür, der frühere Bischof von Evreux, Jacques Gaillot, Ex-ZdK-Präsident Thomas Sternberg, Ordensmann und Erfolgsautor Anselm Grün sowie der in München lebende österreichische Jesuit und Publizist Andreas Batlogg.

Bereits vor genau einem Jahr hatte Philippa Rath, Ordensfrau aus dem Benediktinerinnenkloster in Eibingen bei Rüdesheim, mit ihrem Buch "Weil Gott es so will" für Aufsehen gesorgt. Es enthielt Lebenszeugnisse von 150 Frauen, die sich zur Priesterin oder Diakonin berufen fühlen, diese Berufung aber in der Katholischen Kirche nicht leben können. Jetzt legt Sr. Philippa nach: Ihr gemeinsam mit dem Würzburger Hochschulpfarrer Burkhard Hose herausgegebene Buch "Frauen ins Amt!" sei Zeugnis eines Bewusstseinswandels vieler Männer in der Kirche. "Bei anderen bahnt sich ein Umdenken an, bei wieder anderen sind noch 'dicke Bretter zu bohren'", sagte Rath der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Kräutler: "Frage brennt auf dem Herzen"

Keine Überzeugungsarbeit mehr ist beim austro-brasilianischen Bischof Erwin Kräutler zu leisten - für die hätten schon seine Schwester Ermelinde und die christlichen Basisgemeinden in Amazonien gesorgt, wie er schrieb. Seine vor zwei Jahren verstorbene Schwester sei als Ordensfrau und Pastoralassistentin jahrzehntelang in Dornbirn-St. Martin "priesterlich" tätig gewesen, habe gepredigt, Menschen seelsorglich begleitet, schrieb Kräutler. "Immer wieder fragte sie mich, wenn ich in Österreich war: 'Warum, um Gottes willen, bin ich von der Priesterweihe ausgeschlossen?'" Nun sei sie tot, so der Bischof. "Aber ihre Frage brennt mir auf dem Herzen."

All die immer wieder genannten Argumente gegen die Frauenordination "sind unverständlich und verblassen angesichts der Realität, in der wir als Kirche in Amazonien leben", betonte Kräutler. Er erinnerte an eine Weg weisende Bischofsversammlung im Jahr 1972, die Frauen und Männern die Ausbildung zu Gemeindeleiterinnen in dem extrem priesterarmen Amazonien ermöglichte. Tausende kirchliche Basisgemeinden - heute zu mindestens zwei Dritteln von Frauen geleitet - seien die Folge gewesen. Diese lebten ihren Glauben weitgehend priesterlos - und damit auch "eucharistielos", wies Kräutler hin. 

Dafür, dass diesen Gemeinden "der Kern des Mysteriums der Kirche", wie es Johannes Paul II. einmal ausdrückte, fehle, machte der Altbischof die kirchliche Gesetzgebung und Lehrschreiben wie "Ordinatio sacerdotalis" (1994) eben jenes polnischen Papstes verantwortlich. Kräutler hält es für notwendig, das Evangelium in die heutige Zeit zu inkulturieren und die Kirchenämter für Frauen zu öffnen. "Es geht doch schlicht und einfach um die pastoralen Bedürfnisse unserer Zeit! Und nicht um Geschichtsschreibung!", so sein abschließender Appell an Reformgegner.

"Von der Ver-Achtung zur Be-Achtung"

Propst Martin Werlen blickte in seinem Beitrag auf seine lange Zeit als Abt von Einsiedeln zurück, als er das ihm ebenfalls unterstellte Schweizer Benediktinerinnenkloster Fahr aufwertete und dessen "mühsamen Weg von der Ver-Achtung zur Be-Achtung" ebnete. Seine damalige Überzeugung sei gewesen, "dass das Miteinander der beiden Gemeinschaften gerade in unserer Zeit ein prophetisches Zeichen für das Miteinander von Mann und Frau in der Kirche werden könnte". Zuletzt habe die Priorin von Fahr am 1. August 2021, dem Schweizer Nationalfeiertag, im Hauptgottesdienst in Einsiedeln gepredigt, freute sich Werlen über seine nachhaltige Weichenstellung. 

Und er fügte die Hoffnung hinzu, "dass auch Frauengemeinschaften bald umsetzen können, was der heilige Benedikt für benediktinische Gemeinschaften vorsieht: Brauchen sie jemanden mit Weihevollmacht, soll die verantwortliche Person ein geeignetes Mitglied aus der Gemeinschaft weihen können." 

Marx gegen männerdominierte "Sonderwelt"

Die vier deutschen Diözesanbischöfe Marx, Bode, Feige und Wilmer sprachen sich nicht explizit für katholische Priesterinnen aus, halten aber Kirchenreformen in der Frauenfrage für unverzichtbar. Der Münchner Kardinal Marx etwa schrieb in dem Sammelband, er könne sich "für die Zukunft schwer vorstellen, dass wir eine 'Synodale Kirche' entwickeln, in der Männer und Frauen gemeinsam arbeiten, beraten, diskutieren und am Schluss nur ein Kreis von Bischöfen Entscheidungen trifft". Er empfinde es - so Marx weiter - zunehmend als eine "für viele Menschen immer merkwürdigere 'Sonderwelt', die sich in Bischofskonferenzen, in der Kurie in Rom, aber auch in Priesterseminaren zeigt". Er sehe dort heute stärker als früher "ein Defizit: ein Fehlen des aktiven Mittuns, Beratens und auch Entscheidens von Frauen".

Für Bischof Bode besteht "die theologische und spirituelle Notwendigkeit, Kirche auch sakramental stärker durch Frauen prägen zu lassen" und "Frauen mehr und tiefer an den Entscheidungen der Kirche partizipieren zu lassen". Sein Amtskollege Feige schrieb, eine Weihe von Frauen rigoros abzulehnen, überzeuge viele Menschen nicht mehr. Bischof Wilmer bedauerte, dass Frauen in der Kirche "zu wenig gehört" würden. "Uns allen entgehen damit lebenswichtige und lebensspendende Charismen."

Die beiden Herausgeber von "Frauen ins Amt!", Rath und Hose, beobachten eigenen Worten zufolge ein anwachsendes "kritisches Mannsein" in der Kirche. "Ich treffe auf immer mehr Männer in der katholischen Kirche, auch Amtsträger, die nicht länger 'Gefangene' zugeschriebener Privilegien sein wollen. Sie wollen, dass sich veraltete patriarchale Rollenbilder ändern", sagte Hose der KNA. Dass der Vatikan ein Priestertum der Frau ausschließt, kommentierte Ordensfrau Rath mit: "Denkverbote und 'Basta'-Entscheidungen waren noch nie überzeugend und zukunftsweisend." Reformiere sich die Kirche nicht rasch, dann werde sie letztlich "in ihrem eigenen Relevanzverlust untergehen". Denn die Frauenfrage sei zentral, so die Delegierte beim Reformdialog "Synodaler Weg" der Katholischen Kirche in Deutschland.

Der Band "Frauen ins Amt! Männer der Kirche solidarisieren sich" von Philippa Rath und Burkhard Hose (Hrsg.) erschien im Verlag Herder >>, umfasst 304 Seiten und kostet 25,80 Euro.

Samstag, 29. Januar 2022

Planung der Brücke über den Xingu-Fluss beginnt

Die Beratungsstelle der Direktion für Planung und Forschung (DPP)  des Ministeriums für Infrastruktur und Transportwesen (DNIT) veröffentlichte am 24. Jänner den Vertrag TT-011/2021 mit dem Konsortium Construbase, um mit den notwendigen Studien zur hydrologischen Situation, zu Möglichkeiten der Schifffahrt und zur Umsetzung des Projektes einer Brücke über den Xingu-Fluss bei Belo Monte zu beginnen. 

Mit dem Bau selbst soll noch in diesem Jahr begonnen werden.

 

 

Montag, 24. Januar 2022

Millionen-Klage gegen deutschen Prüfkonzern nach Dammbruch in Brumadinho

 

BR24, 24.01.2022
Nach Dammbruch in Brasilien:
Neue Millionen-Klage gegen TÜV Süd
Das Verfahren gegen den TÜV Süd wegen der Dammbruch-Katastrophe in Brasilien wird um Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe ausgeweitet. Mehr als 1.000 weitere Überlebende und Angehörige reichten Klage gegen den deutschen Prüfkonzern ein.


VaticanNews, 24.01.2022
Brasilien: Weitere Dammbrüche drohen
Während sich der tödliche Dammbruch von Brumadinho in Brasilien zum dritten Mal jährt, drohen aktuell in den Bundesstaaten Minas Gerais und Bahia erneut Dämme zu brechen.
 

Spiegel-Online, 22.01.2022
Schlammlawinenunglück in Brasilien
Konzern Vale rechnet mit milliardenschweren Reparationszahlungen
270 Menschen starben 2019 in der Schlammlawine von Brumadinho. Der Minenkonzern Vale stellt Geld für Reparationszahlungen bereit. Muss auch der womöglich mitverantwortliche TÜV Süd Schadensersatz leisten?


Misereor-Pressemitteilungen zur Mitverantwortung von TÜV-Süd am Dammbruch von Brumadinho


Terminhinweis >>
Certification industry: Part of the solution or part if the problem for HRDD?
The case of Brumadinho dam break

Internationale Online-Veranstaltung am 27.01.2022 um 17 Uhr 
anlässlich des 3. Jahrestages des Dammbruchs in Brumadinho.
Live-Stream der Veranstaltung in Englisch auf Facebook und in Portugiesisch auf YouTube-Renser 
ZOOM-Teilnahme mit Anmeldung auf ECCHR ist möglich.

Thema ist die Mitverantwortung und Rolle der Zertifizierungsindustrie beim Schutz und der Verletzung von Menschenrechten sowie der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht am Beispiel des Dammbruchs in Brumadinho.
Diskussionsteilnehmer:
Danilo Chammas, Brasilianischer Rechtsanwalt und Mitglied des RENSER-Teams in Brumadinho
Maria Arena, MEP
Ben Vanpeperstraete, ECCHR


O Globo, 20/01/2022
Perto do fim do prazo, mineradoras precisam desativar 49 das 54 barragens a montante em MG
Lei sancionada em 2019 após rompimento da barragem em Brumadinho determinou descomissionamento de todas as barragens a montante até 25 de fevereiro de 2022. A mineradora Vale, que precisa desativar a maior parte destas estruturas, disse que só concluirá processo em 2035.

O Globo, 21/01/2022
Os arrastados, 3 anos de Brumadinho
No calendário, 25 de janeiro de 2019. Na vida de bombeiros, legistas e, principalmente, familiares dos 270 mortos, o maior desastre humanitário da história do país segue em curso - e não apenas porque seis das vítimas ainda não foram encontradas na lama e nos rejeitos liberados com o rompimento da Barragem 1 da mina Córrego do Feijão, da Vale.

Brasil de Fato, 18/01/2022
Brumadinho (MG): três anos depois, o que mudou?
Chuvas trazem ameaças de novos rompimentos

EPTV, 22/01/2022
Tragédia de Brumadinho vai completar 3 anos e seis vítimas continuam desaparecidas

Freitag, 21. Januar 2022

Kubas Covid-19-Vakzine wirksam und günstig

Blickpunkt Lateinamerika, 20.1.2022
Impfweltmeister Kuba
Die Omikron-Variante des Coronavirus hat ihren Weg inzwischen auch bis weit nach Lateinamerika gefunden. Selbst in Kuba, wo sehr viel geimpft, unter Hochdruck geforscht und inzwischen auch Vakzine produziert werden, schlägt sich die neue Variante in den Infektionszahlen nieder.


kontrast.at, 20.1.2022
Wirksam und günstig:
Kubas Impfstoffe bringen Hoffnung für ärmere Länder
Mit Abdala, Soberana 02 und Soberana Plus hat Kuba drei hochwirksame Protein-Impfstoffe gegen Covid-19 entwickelt. Nach der dritten Impfung schützen diese zu 90 % vor schweren symptomatischen Verläufen. Im Gegensatz zu mRNA- und Vektorimpfstoffen ist die Produktion und Lagerung von Protein-Impfstoffen günstiger und einfacher. Kubas Bereitschaft, das Wissen um Entwicklung und Produktion der Impfstoffe zu teilen, lässt einkommensschwache Länder hoffen.


Kubas Impfpoker geht auf
Das sozialistische Kuba hat zwei eigene Impfstoffe gegen Covid-19 entwickelt und gibt die Wirksamkeit mit mehr als 92 Prozent an. Der Erfolg soll die historischen Sozialproteste im Land vergessen machen. Im Ausland hat man schon angebissen. 


Kuba, Indien, Iran: Wie impft die Welt?
Während in Deutschland geboostert wird, gibt es weltweit noch große Lücken in den Impfkampagnen – vor allem weil es hier an Impfstoff fehlt. Hier könnten Vakzine aus Kuba oder Indien helfen. Kuba hat damit im eigenen Land Erfolge erzielt. Es gibt aber praktische Probleme.

Konjugatimpfstoff aus Kuba erzielt hohe Schutzwirkung
Ein in Kuba entwickelter Konjugatimpfstoff gegen SARS-CoV-2 hat in einer Phase-3-Studie nach 2 Dosierungen eine Schutzwirkung von 71 % erzielt. Nach der Boosterung mit einem modifizierten Impfstoff stieg die Schutzwirkung auf 92,4 %. Ein Vorteil des Impfstoffs könnte seine gute Verträglichkeit sein.

Seligsprechung des Märtyrers Rutilio Grande


VaticanNews, 21.01.2022
„Seliger Rutilio Grande brachte Option für die Armen nach El Salvador
Der neue Selige El Salvadors, Rutilio Grande, war ein Mann des Wortes, der den Menschen nahe war. So charakterisiert im Gespräch mit uns die in San Salvador lehrende österreichische Theologin Martha Zechmeister den Jesuiten, der 1977 ermordet wurde und am Samstag selig gesprochen wird.

Adveniat, Jänner 2022
„Seine leidenschaftliche Predigt besiegelte sein Todesurteil“
Am 22. Januar wird der Jesuit Rutilio Grande und seine Begleiter, die am 12. März 1977 ermordet wurden, in El Salvador seliggesprochen. Für den Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Martin Maier SJ „ein Signal der Ermutigung für die Kirche auf ihrem Weg der sozialen, kulturellen, ökologischen und synodalen Umkehr“.


Misereor-Blog, 16/01/2022
Aufbruch in El Salvador?
Seligsprechung des Jesuiten Grande 30 Jahre nach dem Bürgerkrieg
Vor 30 Jahren beendete der Friedensvertrag von Chapultepec in El Salvador einen grausamen Bürgerkrieg sowie Jahrzehnte militärischer Vorherrschaft. Er ebnete zugleich den Weg für die Demokratie. Doch bis heute beherrschen Armut, soziale Ungleichheit und Gewalt das kleinste Land Zentralamerikas. Auch die hart erkämpften und mühsam aufgebauten demokratischen Strukturen sind erneut in akuter Gefahr. Ausgerechnet in diese Krisenzeit fällt die Seligsprechung des Jesuiten Rutilio Grande, der sich leidenschaftlich für die Armen und Marginalisierten in El Salvador engagierte. Und damit auch zur wichtigen Inspiration für den 1980 ermordeten heiligen Erzbischof Óscar Romero wurde. Können von der Seligsprechung am 22. Januar 2022 Impulse für einen gesellschaftlichen Aufbruch ausgehen?
El Salvador:
Seligsprechung als Ermutigung für Kirche der Armen
Jesuit Rutilio Grande wird am Samstag in San Salvador seliggesprochen - Sein Lebenszeugnis und Martyrium war ausschlaggebend dafür, dass sich der später ebenfalls ermordete Erzbischof Romero "bekehrte" und konsequent Partei für die Armen und Unterdrückten ergriff

San Salvador/Wien, 20.01.2022 (KAP) Am kommenden Samstag (22. Jänner), wird in San Salvador der Jesuitenpater Rutilio Grande (1928-1977) seliggesprochen. Laut dem Lateinamerika-Experten P. Martin Maier ist die Seligsprechung "eine Ermutigung für die Kirche auf ihrem Weg der sozialen, kulturellen, ökologischen und synodalen Umkehr", wie der Geschäftsführer des deutschen kirchlichen Hilfswerks "Adveniat" in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung "Die Furche" (Donnerstag) betont. Rutilio Grande war 1977 in El Salvador gemeinsam mit zwei Begleitern ermordet worden, weil er sich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse von Landarbeitern und Kleinbauern einsetzte. Der Märtyrer war ein Freund des 1980 ermordeten und 2018 heiliggesprochenen Erzbischofs Oscar Romero und des heutigen Papstes Franziskus. 

Das Lebenszeugnis des Märtyrerbischofs Romero ist ohne Rutilio Grande nicht verstehbar, arbeitete der Jesuit Andreas Batlogg in einem Beitrag in der "Furche" heraus. Der Mord an seinem Mitstreiter sei für Romero zum entscheidenden Anstoß geworden, konsequent Partei für die Armen und Unterdrückten zu ergreifen. Zuvor hatte er eine "Politisierung" der Kirche abgelehnt. 

Battlog betont in seinem Beitrag auch, dass als Sonderbeauftragter des Papstes nicht der Erzbischof von San Salvador, Jose Luis Escobar Alas, sondern Weihbischof Gregorio Rosa Chavez die Seligsprechung vornimmt. Der Weihbischof von San Salvador gilt als Sachwalter des geistlichen Erbes von Romero. Chavez und nicht der Erzbischof ist auch seit 2017 Kardinal.

Priester im Dienst des Volkes

1928 geboren, trat Rutilio Grande 1945 in die Gesellschaft Jesu ein. Die ordensübliche Ausbildung in Philosophie und Theologie absolvierte er in Venezuela, Ecuador, Spanien, Frankreich und Belgien. 1959 zum Priester geweiht, war er bis 1972 in der Priesterausbildung im landesweiten Seminar in San Salvador tätig. Er bemühte sich, die Seminaristen mit dem Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) und den Dokumenten der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz von Medellín (1968) vertraut zu machen. Er wollte Priester ausbilden, "die im Dienst des Volkes standen, und keine klerikalen Häuptlinge", wie sein späterer Biograf Rodolfo Cardenal schrieb. Deswegen verlor er das Vertrauen des Episkopats. Im Herbst 1972 entschied sich Rutilio Grande deswegen für die Pfarrarbeit in der Gemeinde von Aguilares.

Dort wirkte er am Aufbau einer sogenannten Basisgemeinde mit. Intensiv setzte er sich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse der einfachen Menschen ein. Mit seiner bewusstseinsbildenden Pastoral vollzog er dort den Standortwechsel der Kirche auf die Seite der Armen, der in Lateinamerika zu Spannungen innerhalb des Klerus und zu Konfrontationen mit Regierungen führte. Mehrfach erhielt er Todesdrohungen.

Eine Predigt als Todesurteil

Seit Anfang 1977 wurden in El Salvador Priester eingeschüchtert, gefoltert oder des Landes verwiesen. Unter ihnen der Kolumbianer Mario Bernal, Pfarrer in Apopa im Departamento San Salvador. Rutilio Grande hielt seine flammende Predigt beim Gottesdienst im Anschluss an eine Demonstration mit mehr als 6000 Teilnehmern, die gegen die Ausweisung protestierten. Manche behaupten, Rutilio Grande habe damit sein eigenes Todesurteil unterschrieben.

Jedenfalls wurde er vier Wochen nach dieser Predigt, am 12. März 1977, auf dem Weg zu einer Messe in Auguilares von Auftragskillern der Großgrundbesitzer ermordet. Von mehreren Kugeln tödlich getroffen, verlor er die Herrschaft über den VW-Kübelwagen. Von den Gewehrsalven durchsiebt wurden auch der Mesner Manuel Solorzano (72) und der Ministrant Nelson Rutilio Lemus (16). Sie starben ebenfalls sofort. Zwei oder drei Kinder, die noch im Wagen saßen, konnten in dem Durcheinander durch die Zuckerrohrfelder entkommen.

"Rutilio hat mir die Augen geöffnet"

Noch in der Nacht reiste Oscar Romero an, er war erst Anfang Februar zum Erzbischof der Hauptstadt San Salvador ernannt worden. Zutiefst erschüttert stand er vor den drei aufgebahrten Leichen. Mitten in der Nacht feierte er eine Messe. Tags darauf wurden die Leichname Grandes nach San Salvador überführt. Am 14. März feierte Romero das Requiem in der Kathedrale. Es wurde im Radio übertragen. 

Eine Woche später setzte der Erzbischof ein weiteres Zeichen: In der ganzen Erzdiözese wurde nur eine einzige Messe gefeiert, an der über 100.000 Menschen teilnahmen. Die Regierung versuchte, das zu verhindern. Auch der Nuntius und der Militärbischof waren dagegen. Romero blieb stur. "Wer einen meiner Priester anrührt", sagte er in der Predigt, "der rührt mich an."

Die Ermordung von Rutilio Grande wurde zum Schlüsselerlebnis und Wendepunkt für Romero, wie Batlogg schrieb. "Rutilio hat mir die Augen geöffnet", zitierte er Romero. Ab diesem Zeitpunkt tauchte das Wort "Bekehrung" (conversion) in jeder Predigt Romeros auf. Drei Jahre später, am 14. März 1980, wurde er selbst - während einer Messe - ermordet. Ein weiterer Tabubruch in El Salvador, wo von 1979 bis 1992 ein Bürgerkrieg wütete.

Als der Grande-Biograf Rodolfo Cardenal im Oktober 2015 mit einer Delegation in Rom war, um dem Papst für die Seligsprechung Romeros im Mai zuvor zu danken, fragte Franziskus, ob bei Rutilio Grande bereits ein Wunder nachgewiesen worden sei - eine der Bedingungen für eine Seligsprechung. Und dann fügte der Papst mit Augenzwinkern hinzu: "Das große Wunder von Rutilio Grande ist Monsignore Romero."

Vierfache Seligsprechung

Gemeinsam mit P. Grande, werden am 22. Jänner auch seine beiden Begleiter Manuel Solorzano und Nelson Rutilio Lemus seliggesprochen; weiters der italienische Priester und Missionar Cosma Spessotto. Er war 1980 im Alter von 27 Jahren in einer Kirche in El Salvador getötet worden. Er zählte in jener Zeit ebenfalls zu den kirchlichen Stimmen des zentralamerikanischen Landes, die sich öffentlich gegen das herrschende Militärregime wandten.




VaticanNews, 21.01.2022
Relíquias dos mártires salvadorenhos, testemunho de amor
Rutilio Grande foi assassinado por paramilitares em 12 de março de 1977, no final da tarde, quando ia celebrar a Missa da novena em honra de São José, padroeiro do El Paisnal, em Salvador. No dia 22 de janeiro será beatificado juntamente com Manuel Solórzano, o jovem Nelson Lemus e o frade franciscano de origem italiana Cosme Spessotto. Na cerimônia, uma relíquia é o símbolo da presença viva do mártir.


Jesuitasbrasil.org.br, 19/01/2022
Pe. Rutilio Grande, SJ, será beatificado neste sábado (22)
Em 22 de janeiro, próximo sábado, o Pe. Rutilio Grande, SJ, e os leigos Nelson Lemus e Manuel Solórzano passarão a fazer parte dos beatos da Igreja Católica. Eles ofereceram suas vidas como testemunhas de fé. Os bem-aventurados foram preparados por suas experiências para o martírio, que na Igreja é o ápice de uma vida santa.


IHU, 30/08/2021
A Catedral de San Salvador sediará a beatificação de Rutilio Grande, marcada pelo coronavírus
O ato de beatificação do padre salvadorenho Rutilio Grandeterá um número reduzido de fiéis católicos devido à pandemia de covid-19e todas as medidas de saúde serão tomadas para evitar o contágio, disse neste domingo o arcebispo de San Salvador, José Luis Escobar Alas.

Sonntag, 16. Januar 2022

Dom Erwin Kräutler mit Lungenembolie im Krankenhaus



Der emeritierte Bischof vom Xingu, Dom Erwin Kräutler, erlitt während seines Heimatbesuchs in Österreich am 15. Jänner eine Lungenembolie und wurde ins Landeskrankenhaus Hohenems gebracht. 

Die Diözese Xingu, im Südwesten des Bundesstaates Pará gelegen, bestätigte am 16.1. die Nachricht und bat um das Gebet zur Genesung des Bischofs. Über seinen Gesundheitszustand wurden keine näheren Angaben gemacht. 

Noch am 16.1. zirkulierten in WhatsApp-Gruppen in Brasilien Nachrichten über den Tod von Dom Erwin. Die Brasilianische Bischofskonferenz CNBB und das Pan-amazonische kirchliche Netzwerk REPAM veröffentlichten am 17.1. Stellungnahmen, dass jene Meldungen falsch sind und der Zustand von Dom Erwin stabil sei. Er stünde weiterhin unter ärztlicher Beobachtung. Durch die Untersuchungen erwarte man sich Aufschluss über die Ursachen der Embolie.

AKTUALISIERUNG:

Laut Vorarlberg-Online wird Bischof Kräutler am Freitag (21.1.) aus dem Landeskrankenhaus Hohenems entlassen. Das wurde später auch bestätigt. 

Er setze seine Genesung nun zu Hause fort
Nach Lungenembolie: Bischof Kräutler aus Krankenhaus entlassen
Diagnose Lungenembolie: Der als Amazonas-Bischof bekannte Erwin Kräutler musste während eines Heimatbesuchs in Österreich ins Krankenhaus. Nun befindet sich der 82-Jährige auf dem Weg der Besserung.
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Erkrankung während Heimatbesuchs in Österreich
Bischof Kräutler wegen Lungenembolie im Krankenhaus
Erwin Kräutler ist auch als Amazonas-Bischof bekannt, da er sich seit Jahrzehnten für die Indigenen im brasilianischen Regenwald einsetzt. Nun musste der Oberhirte während eines Heimatbesuchs in Österreich ins Krankenhaus.

VaticanNews, 18.1.2022
Österreich: Amazonas-Bischof Kräutler im Krankenhaus
Der austro-brasilianische Bischof Erwin Kräutler befindet sich wegen einer Lungenembolie bereits seit längerer Zeit im Landeskrankenhaus Hohenems in Behandlung.


RomaNews, 15/01/2022
Bispo do Pará apresenta embolia pulmonar e é internado as pressas

CNBB, 17/01/2022
Não procede notícia de falecimento de dom Erwin Kräutler, esclarece Repam-Brasil