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Samstag, 24. Juni 2017

Staudämme am Rio Tapajós bedrohen Indigene


Spektrum.de, 22.6.2017
Amazonien wird verdammt
Etliche neue Staudämme und breite Straßen - das bedroht den brasilianischen Fluss Tapajós. Mit in Gefahr: das Volk der Munduruku. Wie steht es um das Projekt?

Freitag, 5. August 2016

Umweltbehörde IBAMA verbietet Riesenstaudamm am Rio Tapajos

ORF, 5.8.2016
Offene Fragen nach Ökoveto
Das größte Infrastrukturprojekt Brasiliens, ein gigantisches Wasserkraftwerk im Amazonas-Gebiet, darf nicht verwirklicht werden. Die brasilianische Umweltbehörde IBAMA verweigert die notwendige Umweltlizenz, wie in der Nacht auf Freitag bekanntgegeben wurde. Das Projekt Sao Luiz do Tapajos hätte das Ökosystem stark beeinflusst und dem indigenen Stamm der Munduruku die Lebensgrundlage entzogen.


Zeit Online, 5.8.2017
Umweltbehörde verhindert Brasiliens größten Staudamm
Kurz vor Olympia haben Umweltschützer und Indigene in Brasilien einen wichtigen Sieg errungen. Ein geplanter Staudamm von der Größe New Yorks darf nicht errichtet werden.

Handelsblatt, 5.8.2016
Brasilien gibt Mega-Staudammprojekt auf
Brasilien stoppt ein geplantes Kraftwerk im Amazonas. Ein Sinneswandel in der Regierung? Keineswegs. Der neue Präsident will pünktlich zu den Olympischen Spielen als Umweltschützer punkten. Zudem ist der Staat pleite.

Greenpeace, 5.8.2016
Aus für Megastaudamm im Amazonas
Der umstrittene Megastaudamm São Luiz do Tapajós im Herzen des brasilianischen Amazonas wird nicht gebaut. Das hat die brasilianische Umweltbehörde IBAMA gestern bekannt gegeben. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigt sich hoch erfreut über die Entscheidung. Sie folgt einer monatelangen Greenpeace-Kampagne gegen den Bau des Staudammes, der verheerende Auswirkungen für die Natur mit sich gebracht hätte. Auch die Heimat der indigenen Gemeinschaft der Munduruku war durch das Projekt bedroht.

Folha de S. Paulo, 4.8.2016
Ibama nega licença para construção de hidrelétrica no rio Tapajós

O Globo, 4.8.2016
Ibama nega licença ambiental de hidrelétrica no rio Tapajós
Índios e ambientalistas comemoram a decisão divulgada nesta quinta-feira

G1 Globo, 4.8.2016
Ibama arquiva licença ambiental para hidrelétrica São Luiz do Tapajós
Presidente aceitou recomendação do comissão de licenças ambientais.
Projeto apresenta impedimentos em questões indígenas, diz Ibama.

Notícias sobre o Complexo Tapajós do MAB Amazôniâ

Dienstag, 26. Januar 2016

Misereor-Petition "NEIN zum Staudamm Tapajós"


Am Tapajós, einem südlichen Nebenfluss des Amazonas soll ein riesiger Staudamm gebaut werden: São Luiz do Tapajós. Mindestens 80.000 Menschen werden betroffen sein. Dazu zählen nicht nur die wahrscheinlich 4.000 Menschen, deren Land und Häuser im Wasser untergehen werden, sondern auch die Fischerfamilien hinter dem Staudamm, die Dörfer der Munduruku, die traditionellen Gemeinden am Fluss und die Bewohner/-innen der Städte in der Region, die durch den Zuzug tausender Beschäftigter am Staudammbau sich massiv verändern werden. Sie möchten den Staudamm verhindern und fordern ihr Recht auf Mitbestimmung ein!

Um dieses Anliegen zu unterstützen, will MISEREOR in Deutschland 10.000 Unterschriften sammeln.
Fordern Sie gemeinsam mit MISEREOR und deren brasilianischen Partnerorganisationen die brasilianische Regierung auf, den Staudammbau zu stoppen und die indigene Bevölkerung gemäß der ILO-Konvention 169 zu beteiligen.


Misereor-Petition "NEIN zum Staudamm Tapajós"

Misereor-Hintergrundinfos

Montag, 20. Juli 2015

Munduruku setzen eigene Demarkierung ihres Landes fort


IV. Erklärung der Munduruku zur eigenen Demarkierung ihres Gebiets*

Wir, Munduruku vom Ober- und Mittellauf des Rio Tapajós im Amazonasgebiet, setzen die zweite Phase der Demarkierung des Gebiets IPI WUYXI IBUYXIM IKUKAP- DAJE KAPAP EYPI fort.

In fünf Tagen im Wald haben wir sechs Demarkierungspunkte gesetzt und dabei die Spuren der Zerstörung mit eigenen Augen gesehen. Diebische Eindringlinge waren in unser Gebiet am Werk: Holz- und Palmfäller sowie Landräuber.

Wir folgten den Spuren der Holzfäller. Bereits am zweiten Tag hatten wir Schwierigkeiten Nahrung zu finden. Das letzte Wild hatten wir vor zwei Tagen gesehen. Wir wissen, dass die Wildtiere überall dort verschwinden, wo Getöse von Traktoren und Motorsäge ist und wo Menschen auftauchen. Diese Tiere ertragen den Geruch dieser Menschen nicht. Wir schreiben dies, weil wir es selbst bei der Demarkierung unserer Gebiete beobachtet haben.

Als wir den Spuren der Holzfäller folgten, stießen wir auf einen Pfad und eine Brücke, die sie gebaut hatten, um das Holz und die Açaí-Palmen abzutransportieren. Wir sahen auch, dass sie Felder angelegt haben. Und eine Straße, um Holz und Palmherzen abzutransportieren. Wir haben jetzt bei der Demarkierung unseres Territoriums festgestellt, dass sich das auf unserem Land befindet.

Wir sehen hier die Zerstörung, die die Menschen in den Beständen der Açaí-Palmen angerichtet haben. Alles fängt mit den Holzfällern an. Sie schlagen eine Schneise in den Wald und die Palmschneider folgen ihnen und zerstören die Açaí-Bestände. Wir haben dieses Açaí-Gebiet geschützt, um die Früchte für unsere Enkelkinder zu ernten. Wir sehen, dass uns fast nichts von unserem Land geblieben ist. Hier ernten wir die Früchte, um Saft für unsere Kinder zu machen. Doch stattdessen fanden wir nur Zerstörung vor. Wir sagen immer, dass den pariwat (Weißen) der Respekt vor diesen Dingen fehlt.

Wir demarkieren unser Land selbst, weil die pariwat die Bäume zerstören. Wir machen das nicht. Die brasilianische Bundesregierung und die pariwat wollen nur zerstören, wir wollen bewahren und schützen. Warum tun wir das? Weil uns dieses Land vom Kämpfer Karosakaybu gegeben wurde. Das Land ist unsere Mutter, wir brauchen dieses Land, es ernährt uns und hier können wir nach den Traditionen unserer Kultur leben.

Daje Kapap Eypi ist ein heiliger Ort für alle Munduruku vom Oberlauf und vom Mittellauf des Rio Tapajós. Wir müssen unsere Natur, unsere Flüsse, unsere Tiere und unsere Früchte schützen, die uns Karosakaybu geschenkt hat.

Mit der Demarkierung wollen wir zeigen, dass dieses Land uns gehört, damit es der weiße Mann als solches respektiert. Wir wollen in unseren Gebieten selbstbestimmt leben. Wir wollen als Indigene die Aufseher und Beschützer dieses Gebiets sein, wie wir es schon immer waren.

Wir werden weiterhin unser Territorium demarkieren und wir wissen nicht, was wir noch finden werden...

Sawe!

Aldeia Sawre Muybu, 11. Juli 2015

* Die indigene Bevölkerung Brasiliens hat das in der Verfassung festgehaltene Recht, dass ihr Land von der Regierung demarkiert und geschützt wird. Die Regierung kommt diesem Recht nicht nach, sodass die Munduruku begonnen haben, ihr Gebiet selbst zu demarkieren, um es vor Raubbau zu schützen.

Quelle: Autodemarcação no Tapajós


Hintergrund:

Im Oktober 2014 begannen die Munduruku selbst mit der Demarkierung ihres indigenen Landes (TI) Sawré Muybu am rechten Ufer des Rio Tapajós, einem Nebenfluss des Amazonas, im brasilianischen Amazonasgebiet [1]. Obwohl das angestammte Gebiet der Munduruku bereits durch die Fundação Nacional do Índio (auf Deutsch Nationale Stiftung der Indigenen, Funai) anerkannt wurde, die das Dokument, das das indigene Land kennzeichnet und die Grenzen festlegt, bereits im Jahr 2013 fertiggestellt hatte [2], ist das Verfahren zum Gebiet Sawré Muybu nicht weitergeführt worden. Nicht einmal die Anordnung brasilianischer Gerichte, die Demarkierung des Gebiets wiederaufzunehmen, reichten aus, um das Verfahren wieder in Gang zu bringen und den Munduruku das in der Verfassung zugesicherte Recht über ihr Land zu garantieren [3]. Der Grund dafür: Die brasilianische Regierung will um jeden Preis im gesamten Tapajós-Becken ein riesiges Wasserkraftwerk errichten, das auch eine Anlage im indigen Land Sawré Muybu vorsieht. Im September 2014 hat die damalige Präsidentin der Funai Maria Augusta Assirati den Munduruku gegenüber zugegeben, dass dies der eigentliche Grund für die Einstellung des Verfahrens gewesen sei [4].

Die Munduruku kannten nun die politischen Hintergründe und wollten nicht mehr darauf warten, bis die brasilianische Regierung endlich ihren Pflichten nachkommt. Außerdem waren sie besorgt, dass das Land durch Eindringlinge (illegale Holzfäller, Landräuber, Personen, die illegal Palmherzen sammeln, und andere Eindringlinge) zunehmend zerstört wird. Daher beschlossen sie, selbst die Demarkierung vorzunehmen und so ihr Territorium zu schützen.
Seitdem sie mit der Demarkierung begonnen haben, veröffentlichten sie drei Erklärungen.

[1] Weitere Informationen zum indigenen Land Sawré Muybu (auf Englisch): http://www.survivalinternational.org/news/10580
http://www.theguardian.com/global-development/2014/dec/22/amazon-munduruku-indians-brazil-tapajos

[2] Was ist eine Demarkierung? (auf Englisch): http://lab.org.uk/what-is-demarcation

[3] Kurze Zusammenfassung zu den verfassungsmäßigen Rechten der indigenen Völker in Brasilien (auf Englisch): http://pib.socioambiental.org/en/c/direitos/constituicoes/introducao

[4] Link zur Handyvideo eines Redes zwischen die damalige Präsidentin der FUNAI und die Munduruku (auf Portugiesisch): https://vimeo.com/111974175

Hintergrundtext: Luísa Molina
Übersetzung: Jennifer Theodor
Überarbeitung: Birgit Schrader
Im Kollektivarbeit koordiniert durch den “São Paulos Solidaritätskomitee zur Unterstützung des Wiederstands im Tapajós-Gebiet”.


Nayana Fernandez Dokumentarfilm über den Kampf der Munduruku
Vimeo.com


Relatório Circunstanciado de Identificação e Delimitação da Terra Indígena Sawré Muybu (Pimental)/PA
Brasília, setembro de 2013
Fonte: CIMI

Mittwoch, 5. Februar 2014

Mundurukus beschlagnahmen Maschinen von Goldgräbern

Indios vom Volk der Munduruku durchstreiften Ende Jänner ihre Gebiete entlang des Rio Tapajos, um nach illegalen Goldgräbern zu suchen.
Sie entdeckten mehrere Lager und Grabungsstätten sowie zahlreiche Bagger und Motoren für Pumpen und Gesteinsmühlen, die Alexandre Martins gehörten. Die Indios forderten die Goldgräber auf, das Gebiet unverzüglich zu verlassen. Die Maschinen behielten sie zurück, über deren Verwendung soll in einer Versammlung entschieden werden.
Martins hatte sich zu dieser Zeit in der Gemeinde Jacareacanga aufgehalten. Als ihn die Indios ausfindig gemacht hatten, erstatteten sie Anzeige bei der Polizei, die sofort Ermittlungen aufnahm. Dabei konnten bei Martin mehrere illegale Waffen, Gewehre und Revolver, sichergestellt werden, weshalb er verhaftet wurde.
Seit den 80-iger Jahren wird das Territorium der Mundurukus immer wieder von Goldgräbern invadiert. Durch den Goldabbau werden Flüsse und Gebiete verschmutzt und verseucht. Außerdem sterben die Fische.


Terra Magazine, 03/02/2014
No Pará, indígenas apreendem máquinas e expulsam garimpeiros
Ameaçados de morte, munduruku expulsaram garimpeiros de terra indígena no extremo oeste do Pará

Diario Online, 5.2.2014
Índios expulsam garimpeiros e são ameaçados

Dienstag, 16. August 2011

Drei Nationalparks in Amazonien werden für Wasserkraftwerke verkleinert


In einem beispiellosen Vorgehen hat die Bundesregierung heute die Änderung von drei Naturschutzgebieten beschlossen, um neue große Projekte in der Amazonas-Region zu ermöglichen.

Laut amtlicher Veröffentlichung Nummer 542/2011 haben Präsidentin Dilma Rousseff und der Minister für landwirtschaftliche Entwicklung (Afonso Florenz) und Umwelt (Izabella Teixeira) die Verkleinerung und Abänderung der Schutzbestimmungen für drei Nationalparks in Amazonien unterzeichnet. Während bisher der Umweltschutz vorrangig war, können nun die Gebiete durch Personen (einschließlich Bergbau) genutzt oder für Wasserkraftwerke und Staudämme überflutet werden.

Es handelt sich um
- Parque Nacional da Amazônia in den Bundesstaaten Pará und Amazonas (geschaffen 1974), bisher mit 1.089.436 ha, zukünftig mit 961.320 ha; die Regierung plant hier "nachhaltige Entwicklungsprojekte" am Rio Tapajos.
Dieser Nationalpark zählt zu den ältesten Amazoniens und er wurde erst 2006 erweitert.
- Parque Nacional dos Campos Amazônicos in den Bundesstaaten Amazonas, Rondônia und Mato Grosso, (geschaffen 2006), zukünftig mit ca. de 961.320 ha;
die ausgegrenzten Gebiete sind für den Bergbau und für den Bau des Wasserkraftwerks Tabajara vorgesehen;
- Parque Nacional do Mapinguari im Bundesstaat Amazonas (geschaffen 2008), mit ca. 172.430 ha.
Hier gab es immer wieder Probleme mit illegalen Invasoren und Landspekulanten, die nun allerdings zugunsten der Eindringlinge und für den Bergbau entschieden wurden. Ca. 4.000 Indigene sind davon betroffen.

Lingua Ferina, 15.8.2011
Governo Dilma reduz o tamanho de três parques nacionais por meio de medida provisória

Montag, 1. August 2011

Pläne für weitere Kraftwerke in Amazonien vorgestellt

Nach der Genehmigung des Wasserkraftwerks Belo Monte setzt die brasilianische Regierung ihre Pläne für Amazonien am Rio Tapajos mit dem Programm für beschleunigtes Wachstum PAC-2 fort. Immer deutlicher wird, dass mit dem Bau von Belo Monte der Untergang Amazoniens und die Auslöschung seiner indigenen Kulturen unumgänglich begonnen hat.

Derzeit sind folgende Kraftwerke Amazoniens des PAC-1 im Bau: Belo Monte am Rio Xingu (PA), Santo Antônio und Jirau am Rio Madeira (RO), Teles Pires am Rio Teles Pires (MT). Gemeinsam werden sie 25.600 MW Strom produzieren.

Am Rio Tapajos sind folgende vier Kraftwerke geplant: São Luiz am Tapajós, Jatobá, Jardim do Ouro und Chacorão


Correio do Brasil, 27/7/2011
Depois de Belo Monte, a vez do complexo Tapajós na Amazônia
É animador que, desatados os nós que entravavam o início das obras da Usina de Belo Monte, o governo já se concentre no setor elétrico na construção de quatro hidrelétricas projetadas para o rio Tapajós (Amazonas/Pará).

Folha, 26.7.2011
Governo dá início a plano para novo complexo elétrico
Depois de Belo Monte, as fichas do governo federal no setor elétrico estão nas quatro usinas do complexo do rio Tapajós, que vai do Amazonas até o Pará. O projeto foi declarado como estratégico, de interesse público, estruturante e prioritário para efeito de licitação e implantação, o que dá facilidades ao empreendimento.

Telma Monteiro, 29.7.2011
PAC das hidrelétricas

PAC2-Energia: PREVISÃO PRELIMINAR DE INVESTIMENTO (PDF)

Outros Relatórios do PAC-2

Freitag, 5. November 2010

Überhastete Vermessungen für Staudämme am Rio Tapajos


Blickpunkt Lateinamerika, 2.11.2010
Arbeiter vermessen Land für Staudammprojekt
Zahlreiche Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) haben in einer gemeinsamen Aktion das Vorgehen der zukünftigen Betreibergesellschaften des umstrittenen Staudammkomplexes am Rio Tapajos verurteilt. Diese hätten ohne die Zustimmung der betroffenen indigenen Einwohner gewaltsam deren Land besetzt, um erste Baumaßnahmen vorzunehmen. Darüber informierte der Indigenen-Missionsrat der katholischen Kirche, CIMI, auf seiner Webseite.

Vermessen ohne Absprache
Insgesamt 46 NGOs unterschrieben einen an die Bundesstaatsanwaltschaft gerichteten Protest gegen die beiden Unternehmen Eletronorte und Ruraltecs. Am 12. Oktober hatten Angestellte der beiden Unternehmen ohne Genehmigung die Indigenen-Gemeinde Pimentel im Westen des Amazonas-Bundeslandes Para betreten, um dort Vermessungen vorzunehmen. Auf die Frage, wer ihnen die Genehmigung zur Aufnahme der Arbeiten in der Gemeinde gegeben hatte, antworteten die Arbeiter, im Auftrag von Staatspräsident Luiz Inacio Lula da Silva zu handeln, der den Bau des Komplexes angeordnet hatte.

Der Komplex am Rio Tapajos, einem Zufluss des Rio Amazonas, wird aus insgesamt fünf Staudämmen bestehen. Das Wasserkraftwerk ist Teil des Regierungsprogramms „PAC“ zur Ankurbelung der Wirtschaft, das den Bau von vier riesigen Staudammkomplexen in der Amazonasregion vorsieht. Gegen die Errichtung der Dämme kämpfen Indigenen-Bewegungen und andere Organisationen der Zivilgesellschaft, darunter der CIMI, seit Jahren. Sie klagen die brasilianische Regierung an, die in der Verfassung vorgesehenen öffentlichen Anhörungen der betroffenen Bevölkerung übergangen zu haben und die umstrittenen Bauten gegen den Willen der lokalen Bevölkerung durchdrücken zu wollen.


Berliner Umschau
Der Amazonas-Regenwald wird weiter ungebremst vernichtet
Der Wahlerfolg von Dilma Roussef als Nachfolgerin von Lula im Amt des brasilianischen Präsidenten wurde eben und gerade auch durch die massive Politik der Erhöhung des Wirtschaftswachstum ermöglicht, der vielen Brasilianern ein wenig mehr Geld in der Tasche gebracht hat. Dazu gehört aber auch die weiter ungebremste Vernichtung der Regenwälder, wie auch anderer Feuchtzonen in Brasilien. Im Amazonasurwald sind im Moment 4 neue riesige Wasserkraftwerke in Planung – bzw. schon in Umsetzung.

RacismoAmbiental, 18/05/2010
Usinas no Rio Tapajós alagarão áreas protegidas
As cinco hidrelétricas que o governo planeja construir na região do rio Tapajós, no Pará, afetarão diretamente 871 km² de áreas protegidas de floresta, uma área equivalente a metade da cidade de São Paulo.

Vídeo da Eletrobrás explicando como serão as usinas AHE da bacia do rio Tapajós
Hidrelétricas do Tapajos

Veja Site "Tapajós livre":
O Complexo Hidrelétrico do Tapajós

International Rivers Report, February 2011
Dams and Hidrovias in the Tapajos Basin of Brazilian Amzonia (PDF)