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Donnerstag, 16. Mai 2019
Bischof Kräutler: "Amazonas-Synode wird Wertschätzung der Frau besonders realisieren"
VaticanNews, 16.5.2019
Amazonas-Synode:
„Ganz neuer Zugang zu indigenen Völkern erwünscht“
Die Amazonas-Synode im Oktober soll nach Ansicht von Amazonas-Bischof Erwin Kräutler „einen ganz neuen Zugang speziell zu den indigenen Völkern“ eröffnen. Die besonderen Ausdrucksformen des Glaubens von Indigenen seien viel höher zu schätzen als bisher. Der aus Österreich stammende emeritierte Bischof von Xingu nahm in diesen Tagen an einem vorbereitenden Treffen in Rom teil.
Kathpress, 17.5.2019
Bischof Kräutler: Für Bolsonaro "existieren Indios nicht"
Rom, 17.05.2019 (KAP) Der brasilianisch-österreichische Bischof Erwin Kräutler kritisiert, dass Brasiliens Staatspräsident Jair Bolsonaro die Amazonasregion vor allem als Wirtschaftsressource betrachtet, sie für multinationale Konzerne öffnet und die Rechte der dort lebenden Indigenen einschränkt. "Er denkt nur vom Export, von der wirtschaftlichen Dimension her. Die Indios existieren für ihn eigentlich nicht", sagte der emeritierte Bischof von Altamira-Xingu im Interview des vatikanischen Onlineportals "Vatican News" (Freitag). "Ich sage auch ganz klar, er kennt Amazonien gar nicht", fügte Kräutler mit Blick auf den seit Jänner amtierenden Staatschef hinzu.
Katholisch.at, 17.5.2019
Für Bolsonaro "existieren Indios nicht"
Aus Österreich stammender Amazonas-Bischof kritisiert, dass brasilianischer Staatschef Amazonien vor allem als Wirtschaftsressource betrachtet
Domradio.de, 17.5.2019
Arbeitsdokument zur Amazonas-Synode verabschiedet "Instrumentum laboris"
Der Vatikan hat das Arbeitspapier für das weltweite Bischofstreffen zu Amazonien im Herbst verabschiedet. Das gab das vatikanische Presseamt an diesem Freitag bekannt. Der Text soll unter anderem an Bischofskonferenzen weltweit gehen.
Montag, 13. Mai 2019
Kard. Hummes: Amazonas-Synode muss Neues bringen
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| Kardinal Cláudio Hummes |
Amazonas-Synode: „Nicht das bereits Gesagte wiederholen“
Der brasilianische Kardinal Claudio Hummes glaubt an eine Weiterentwicklung der Seelsorge und der katholischen Soziallehre durch die kommende Amazonas-Synode. „Wir werden nicht zur Synode gehen, um bereits Gesagtes zu wiederholen, so wichtig, schön und theologisch bedeutsam es auch sein mag", sagte Hummes in einem langen Interview mit der Jesuitenzeitschrift „La Civilta Cattolica“, das an diesem Montag erschien.
Hummes ist emeritierter Erzbischof von Sao Paolo und wird bei der im Oktober anberaumten Synode als Generalrelator dienen. „Wir müssen es vermeiden, das Alte mitzubringen, als sei es wichtiger als das Neue", sagte der Kardinal im Gespräch mit dem Chefredakteur der Zeitschrift, dem Jesuiten Antonio Spadaro. Bei der Synode brauche es „Vertrauen in den Geist, der uns voranbringt“.
Gott und die indigenen Völker
Jede Art der Inkulturation des Glaubens und des religiösen Dialogs müsse von der Tatsache ausgehen, dass „Gott auch in den ursprünglichen indigenen Völkern immer gegenwärtig war", so Hummes. Zugleich glaubten Christen, dass Jesus Christus „die wahre Erlösung und endgültige Offenbarung ist, die alle Menschen erleuchten muss". Die indigenen Völker müssten infolgedessen, wenn sie die Botschaft Jesu Christi annähmen, ihren Glauben durch ihre „Kultur, Identität, Geschichte und Spiritualität" ausdrücken können, unterstrich der brasilianische Kardinal.
Widerstand auf dem Weg der Synode
Hummes räumte ein, dass in der Kirche Widerstände gegen eine neue Sicht auf indigene Formen des Glaubensvollzugs aufgetaucht seien. Einige fühlten sich „auf gewisse Weise bedroht, weil sie glauben, dass ihre Vorhaben und Ideologien nicht respektiert werden“, vor allem Projekte der Ausbeutung von Rohstoffen; Hummes sprach von einem „Geist der Herrschaft und des Raubes“, der auch heute im Amazonasbecken anzutreffen sei. Den Gedanken, dass „jeder zum Dialog bereit ist“, wies der Kardinal als Illusion zurück. Eine entgegenkommende Haltung sei hier unangebracht, weil die Menschenrechtsverletzungen und die Umweltzerstörung dramatisch seien. Die Kirche müsse in diesem Punkt notwendigerweise prophetisch sein, „und prophetisch zu sein bedeutet, einen Geist der Verurteilung und des Dialogs mit etwas mehr Zärtlichkeit anzureichern“.
Welchen Dienst für eine indigene Kirche?
Spadaro bat Hummes auch um eine Einschätzung zum heiklen Thema des priesterlichen Dienstes in dieser Realität. Im Amazonasgebiet herrscht der drängendste Priestermangel der katholischen Weltkirche, darüber hinaus ist die Vorstellung des priesterlichen Zölibats in den Indigenenkulturen nicht verankert. Hummes zufolge braucht es einen priesterlichen Dienst, der sich an die Bedürfnisse der Gemeinschaft anpasst. Der Kardinal sprach sich für „ausdifferenzierte Dienste aus“, man könne nicht „eine Art historische Figur aufrechterhalten, an die der Priester sich anzupassen hat“.
Kathpress, 13.5.2019
Kardinal beklagt Menschenrechtsverletzungen im Amazonasgebiet
Synoden-Generalrelator Hummes in Jesuitenzeitschrift: Dramatische Lage und weit verbreitete Straflosigkeit - Plädoyer für "indigene Kirche", die mit der Weltkirche verbunden ist
Rom, 13.05.2019 (KAP) Der brasilianische Kardinal Claudio Hummes hat ständige Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung im Amazonasgebiet beklagt. Er sprach von einer "dramatischen" Lage. "Noch schlimmer ist, dass die meisten dieser Verbrechen ungestraft bleiben", sagte Hummes der Jesuiten-Zeitschrift "Civilta Cattolica" (Montag). Der 84-Jährige äußerte sich mit Blick auf eine geplante Bischofssynode zu Amazonien diesen Herbst im Vatikan.
Hummes ist Präsident des kirchlichen Panamazonien-Netzwerks REPAM und Generalrelator der Synode. Als solcher hat er eine Schlüsselfunktion für die inhaltliche Arbeit. Das Bischofstreffen tagt vom 6. bis 27. Oktober im Vatikan. Neben Theologie und Seelsorge soll es auch um die Belange der Indigenen, um Menschenrechte und Umweltschutz gehen.
Die Synode müsse sich innerkirchlicher wie äußerer Widerstände bewusst sein, beispielsweise aus der Wirtschaft und von Regierungen, so der Kardinal. Manche könnten mit Gewalt und unter Verletzung grundlegender Menschenrechte Änderungen zu verhindern suchen. Auch die Einhaltung von Normen zu Nachhaltigkeit und Naturschutz in Amazonien seien in Gefahr. "Aber wir dürfen nicht aufgeben. Es wird Protest nötig sein. Nicht gewaltsam, aber sicherlich entschieden und prophetisch", sagte Hummes.
Der Kardinal sprach sich auch für eine "indigene Kirche" aus, die ihre eigene Kultur, Identität, Geschichte und Spiritualität haben und zugleich mit der katholischen Weltkirche geeint sein müsse.
Stimmen der Zeit, 8/2019
Unterwegs zur Synode über Amazonien: Interview mit Kardinal Cláudio Hummes OFM
Zur Vorbereitung der Amazonassynode im Oktober 2019 gab Kardinal Hummes der römischen Kulturzeitschrift „La Civiltà Cattolica“ ein Interview. Antonio Spadaro SJ, Chefredakteur der „Civiltà“, führte das Gespräch. Mit freundlicher Genehmigung übernehmen wir es, leicht gekürzt und übersetzt aus dem Italienischen von Johannes Beutler SJ.
La Civilta Cattolica, 13 May 2019
Preparing for the Synod on Amazonia:
An interview with Cardinal Claudio Hummes
Der brasilianische Kardinal Claudio Hummes glaubt an eine Weiterentwicklung der Seelsorge und der katholischen Soziallehre durch die kommende Amazonas-Synode. „Wir werden nicht zur Synode gehen, um bereits Gesagtes zu wiederholen, so wichtig, schön und theologisch bedeutsam es auch sein mag", sagte Hummes in einem langen Interview mit der Jesuitenzeitschrift „La Civilta Cattolica“, das an diesem Montag erschien.
Hummes ist emeritierter Erzbischof von Sao Paolo und wird bei der im Oktober anberaumten Synode als Generalrelator dienen. „Wir müssen es vermeiden, das Alte mitzubringen, als sei es wichtiger als das Neue", sagte der Kardinal im Gespräch mit dem Chefredakteur der Zeitschrift, dem Jesuiten Antonio Spadaro. Bei der Synode brauche es „Vertrauen in den Geist, der uns voranbringt“.
Gott und die indigenen Völker
Jede Art der Inkulturation des Glaubens und des religiösen Dialogs müsse von der Tatsache ausgehen, dass „Gott auch in den ursprünglichen indigenen Völkern immer gegenwärtig war", so Hummes. Zugleich glaubten Christen, dass Jesus Christus „die wahre Erlösung und endgültige Offenbarung ist, die alle Menschen erleuchten muss". Die indigenen Völker müssten infolgedessen, wenn sie die Botschaft Jesu Christi annähmen, ihren Glauben durch ihre „Kultur, Identität, Geschichte und Spiritualität" ausdrücken können, unterstrich der brasilianische Kardinal.
Widerstand auf dem Weg der Synode
Hummes räumte ein, dass in der Kirche Widerstände gegen eine neue Sicht auf indigene Formen des Glaubensvollzugs aufgetaucht seien. Einige fühlten sich „auf gewisse Weise bedroht, weil sie glauben, dass ihre Vorhaben und Ideologien nicht respektiert werden“, vor allem Projekte der Ausbeutung von Rohstoffen; Hummes sprach von einem „Geist der Herrschaft und des Raubes“, der auch heute im Amazonasbecken anzutreffen sei. Den Gedanken, dass „jeder zum Dialog bereit ist“, wies der Kardinal als Illusion zurück. Eine entgegenkommende Haltung sei hier unangebracht, weil die Menschenrechtsverletzungen und die Umweltzerstörung dramatisch seien. Die Kirche müsse in diesem Punkt notwendigerweise prophetisch sein, „und prophetisch zu sein bedeutet, einen Geist der Verurteilung und des Dialogs mit etwas mehr Zärtlichkeit anzureichern“.
Welchen Dienst für eine indigene Kirche?
Spadaro bat Hummes auch um eine Einschätzung zum heiklen Thema des priesterlichen Dienstes in dieser Realität. Im Amazonasgebiet herrscht der drängendste Priestermangel der katholischen Weltkirche, darüber hinaus ist die Vorstellung des priesterlichen Zölibats in den Indigenenkulturen nicht verankert. Hummes zufolge braucht es einen priesterlichen Dienst, der sich an die Bedürfnisse der Gemeinschaft anpasst. Der Kardinal sprach sich für „ausdifferenzierte Dienste aus“, man könne nicht „eine Art historische Figur aufrechterhalten, an die der Priester sich anzupassen hat“.
Kathpress, 13.5.2019
Kardinal beklagt Menschenrechtsverletzungen im Amazonasgebiet
Synoden-Generalrelator Hummes in Jesuitenzeitschrift: Dramatische Lage und weit verbreitete Straflosigkeit - Plädoyer für "indigene Kirche", die mit der Weltkirche verbunden ist
Rom, 13.05.2019 (KAP) Der brasilianische Kardinal Claudio Hummes hat ständige Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung im Amazonasgebiet beklagt. Er sprach von einer "dramatischen" Lage. "Noch schlimmer ist, dass die meisten dieser Verbrechen ungestraft bleiben", sagte Hummes der Jesuiten-Zeitschrift "Civilta Cattolica" (Montag). Der 84-Jährige äußerte sich mit Blick auf eine geplante Bischofssynode zu Amazonien diesen Herbst im Vatikan.
Hummes ist Präsident des kirchlichen Panamazonien-Netzwerks REPAM und Generalrelator der Synode. Als solcher hat er eine Schlüsselfunktion für die inhaltliche Arbeit. Das Bischofstreffen tagt vom 6. bis 27. Oktober im Vatikan. Neben Theologie und Seelsorge soll es auch um die Belange der Indigenen, um Menschenrechte und Umweltschutz gehen.
Die Synode müsse sich innerkirchlicher wie äußerer Widerstände bewusst sein, beispielsweise aus der Wirtschaft und von Regierungen, so der Kardinal. Manche könnten mit Gewalt und unter Verletzung grundlegender Menschenrechte Änderungen zu verhindern suchen. Auch die Einhaltung von Normen zu Nachhaltigkeit und Naturschutz in Amazonien seien in Gefahr. "Aber wir dürfen nicht aufgeben. Es wird Protest nötig sein. Nicht gewaltsam, aber sicherlich entschieden und prophetisch", sagte Hummes.
Der Kardinal sprach sich auch für eine "indigene Kirche" aus, die ihre eigene Kultur, Identität, Geschichte und Spiritualität haben und zugleich mit der katholischen Weltkirche geeint sein müsse.
Stimmen der Zeit, 8/2019
Unterwegs zur Synode über Amazonien: Interview mit Kardinal Cláudio Hummes OFM
Zur Vorbereitung der Amazonassynode im Oktober 2019 gab Kardinal Hummes der römischen Kulturzeitschrift „La Civiltà Cattolica“ ein Interview. Antonio Spadaro SJ, Chefredakteur der „Civiltà“, führte das Gespräch. Mit freundlicher Genehmigung übernehmen wir es, leicht gekürzt und übersetzt aus dem Italienischen von Johannes Beutler SJ.
La Civilta Cattolica, 13 May 2019
Preparing for the Synod on Amazonia:
An interview with Cardinal Claudio Hummes
Freitag, 3. Mai 2019
Amazonas-Synode soll zu einer "Zäsur" in der katholischen Kirche führen
Domradio.de, 02.05.2019
Bischof Overbeck zur Amazonas-Synode
Steht katholischer Kirche eine "Zäsur" bevor?
Die für Oktober geplante Amazonas-Synode in Rom wird nach Worten von Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck zu einer "Zäsur" in der katholischen Kirche führen. "Nichts wird mehr sein wie zuvor", sagte der Ruhrbischof vor Journalisten.
So stehe die hierarchische Struktur der Kirche genauso auf dem Prüfstand wie ihre Sexualmoral und das Priesterbild. Auch die Rolle der Frau in der Kirche müsse überdacht werden.
Weitere Probleme sind laut Overbeck der Rückgang an Gläubigen - nicht allein in Europa, sondern besonders auch in Lateinamerika. Zudem müsse die Kirche auf die "immense Ausbeutung" der Natur und die Missachtung der Menschenrechte reagieren. "Über all das wird auf der Amazonas-Synode zu sprechen sein", sagte der für das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat zuständige bei der Vorstellung der Jahresbilanz von Adveniat am Donnerstag in Essen.
Synode im Oktober im Vatikan
Papst Franziskus hat zu der Amazonas-Synode vom 6. bis 27. Oktober im Vatikan eingeladen. Bei der Bischofsversammlung soll es neben der Ökologie um Theologie und Seelsorge, um die Belange der Indigenen sowie um Menschenrechte gehen. Franziskus habe mit seiner südamerikanischen Perspektive dafür gesorgt, dass ein Bewusstsein für diese Herausforderungen entstanden sei, so Overbeck.
Die "eurozentrische Struktur" der katholischen Kirche werde sich ändern, erläuterte der Bischof. Das zeige sich schon daran, dass in Lateinamerika die Ortskirchen und ihr Klerus immer selbstständiger würden. Dort habe es bisher viele Priester aus Europa gegeben, die jetzt nicht mehr zur Verfügung stünden.
Priestermangel auch in Lateinamerika
Zugleich stelle sich auch in Lateinamerika ein Priestermangel ein. Er kenne Diözesen, in denen einem Bischof noch gerade zehn Priester für ein riesiges Seelsorgegebiet zur Verfügung stünden. Schon jetzt seien die Kirchen vor Ort vor allem durch Ordensfrauen geprägt. "Das Gesicht der Kirche vor Ort ist ein Gesicht von Frauen", so der Adveniat-Bischof.
Overbeck verwies auf Zahlen, wonach sogar in Brasilien, dem größten Land Südamerikas, der Katholikenanteil von einst 90 auf jetzt noch knapp 70 Prozent zurückgegangen sei. In anderen Ländern liege sie noch bei knapp 50 Prozent. Die Entwicklung halte an. Ähnliches habe sich in Europa vollzogen, wo in vielen Ländern nur noch etwa die Hälfte der Menschen überhaupt einer christlichen Kirche angehörten.
Auf all das müsse die Kirche reagieren und Antworten finden, betonte der Bischof. Die Kirche werde das "Schritt für Schritt" über mehrere synodale Prozesse tun.
Samstag, 6. April 2019
Bischof Erwin Kräutler nennt 10 Herausforderungen der Kirche Amazoniens
"Der Amazonas gehört uns". Dieses Motto, mit dem die Regierung Brasiliens die sogenannte Integration des Amazonasgebiets und seine wirtschaftliche Nutzung rechtfertigt, war der Leitfaden für den Vortrag des emeritierten Bischofs PA und Koordinator des Pan-Amazonischen Kirchlichen Netzwerks (REPAM-Brasil) in der Aula der Jesuiten-Fakultät für Philosophie und Theologie in Belo Horizonte-MG im vergangenen März. Dem gegenüber sprach er von Amazonas als "Herausforderung für die Kirche und die Menschheit" und hob zehn große Punkte für die Kirche im Amazonasgebiet hervor, die auf der nächsten Versammlung der Bischofssynode vom 6. bis 27. Oktober diskutiert werden sollten:
- Die Aufwertung von Laien im Dienst (Amt) ihrer Gemeinden, ohne sie zu klerikalisieren.
- Die Rolle der Frau als Evangelisierende, nicht nur in der Familie, sondern auch in den Gemeinschaften und als energischer Verteidiger der Menschenrechte, mit Zugang zum Diakonat.
- Das Charisma religiöser Orden und Gemeinden und ihre Einfügung in die Gemeinden Amazoniens.
- Alternativen suchen für das Fehlen der Eucharistie in Tausenden und Abertausenden von Gemeinden, und vielleicht neben dem traditionellen Modell eines anderen Priestermodells (nicht nur für Männer) entdecken.
- Die Wiederbelebung der kirchlichen Grundgemeinschaften als erster und grundlegender Kern der Diözesen und Prälaturen.
- Inkulturation der Sakramente im Leben der Ureinwohner und Integration indigener kultureller Ausdrucksformen in die Liturgie.
- Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung der gesamten brasilianischen Gesellschaft für die Verteidigung des Amazonas angesichts der Unersättlichkeit von Unternehmen, die diese Makrobiosphäre ausbeuten und zerstören.
- Die Umsetzung der Enzyklika "Laudato Sì" in den amazonischen Gemeinden.
- Ein besonderer Anreiz für die städtische pastorale Arbeit angesichts der Zunahme der Städte und der Landflucht.
- Das Fehlen moderner Kommunikationsmittel oder angemessener Ausrüstung in den Diözesen und Prälaturen.
REPAM, 5 de abril de 2019
Sínodo: dom Erwin apresenta 10 desafios para Igreja na Amazônia
“A Amazônia é nossa”. O mote governamental para justificar a chamada integração da região amazônica e a sua exploração a partir do discurso de desenvolvimento foi o fio condutor da exposição do bispo emérito da prelazia do Xingu/PA e coordenador da Rede Eclesial Pan-Amazônica/REPAM-Brasil, dom Erwin Kräutler, na aula inaugural da Faculdade Jesuíta de Filosofia e Teologia de Belo Horizonte/MG, no último mês de março. Na ocasião, falou da Amazônia como “um desafio para a Igreja e a humanidade” e elencou dez grandes desafios para a Igreja na Amazônia que ele espera que sejam debatidos na próxima Assembleia do Sínodo dos Bispos, entre os dias 6 e 27 de outubro.
Domo Erwin abordou a internacionalização da Amazônia, citando fatos históricos que estavam ou ainda estão justificados na fixação da região como elemento importante para a manutenção da soberania nacional, mas que vem, ao longo dos anos, gerando destruição e mortes à natureza e aos povos.
“Considero de certo modo até grotesco esse mote frente às empresas estrangeiras que se estabeleceram com o aval dos diversos governos brasileiros. Há muito tempo se sentem donas da Amazônia e exploram solo e subsolo e a mão-de-obra barata. A maior parte das atividades econômicas está voltada para interesses de países que têm legislação muitíssimo mais severa que a nossa em relação à preservação do meio ambiente”, disse dom Erwin.
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