Dienstag, 21. August 2018

Zweite Stromtrasse für Belo Monte vor Fertigstellung


Das chinesische Energieunternehmen State Grid gab die Fertigstellung der zweiten Stromtrasse innerhalb der nächsten Monate bekannt. Das wäre früher als erwartet und kommt dem Kraftwerk Belo Monte zugute, das im Dezember 2019 fertiggestellt sein soll und das bereits viel Strom produziert. Durch die Pleite des spanischen Energieunternehmens Abengoa war man mit zwei Stromtrassen in Verzug. Nach einem einjährigen Rechtsstreit übertrug die Nationale Energieagentur (Aneel) im Juni 2017 die Konzessionsrechte von Abengoa an die chinesische State Grid.



Reuters, 20/08/2018
State Grid prevê antecipar entrega de segunda linha de transmissão de Belo Monte
SÃO PAULO (Reuters) - A elétrica chinesa State Grid prevê antecipar em meses a conclusão de um segundo linhão de transmissão de energia que escoará a produção da enorme hidrelétrica de Belo Monte, no Pará.
Originalmente previsto para entrega em dezembro de 2019, o projeto orçado em torno de 9 bilhões de reais deverá estar pronto em meados do terceiro trimestre do ano que vem, disse à Reuters um executivo responsável pelo empreendimento.

Samstag, 18. August 2018

UN-Komitee für Menschenrechte setzt sich für Lula ein

Deutsche Welle, 17.8.2018
UN machen sich für Brasiliens Lula stark
Der inhaftierte Ex-Präsident möchte gerne wieder Präsident werden. Das wollen seine politischen Gegner verhindern. Der UN-Menschenrechtsausschuss mahnt, Lula da Silva dürfe nicht seiner politischen Rechte beraubt werden.


O Globo, 17/08/2018
Comitê de Direitos Humanos da ONU recomenda que o Estado brasileiro assegure direitos políticos de Lula
Em decisão liminar, órgão pede que candidatura do ex-presidente seja mantida

Reuters, 17 de Agosto de 2018
Comitê de Direitos Humanos da ONU diz que Lula deve ter todos os direitos políticos

Donnerstag, 2. August 2018

Von Belo Monte Betroffene blockieren die Transamazônica-Straße



Kooperation Brasilien, 1.8.2018
Staudamm Belo Monte: Betroffene blockieren aus Protest die Transamazônica
Im März dieses Jahres wurden die 968 Familien (rund 3.800 Menschen) des durch den Staudammbau von Belo Monte mittlerweile nahezu durchgängig unter Wasser stehenden Stadtteils von Altamira, Independente 1, als direkt von Belo Monte Betroffene anerkannt, aber sie warten bis heute auf Maßnahmen zur Entschädigung.

Familien aus dem Stadtteil Independente 1 in Altamira haben am Montag die BR 230, die Transamazônica, blockiert. Es sind insgesamt 968 Familien (rund 3.800 Menschen), die im Stadtteil Independente 1 in Altamira leben, ihre Holzhäuser sind meist auf Stelzen und Pfählen gebaut, da ihr Stadtteil bei Hochwasser oft geflutet wurde. Diese Flutungen haben aber seit dem Bau des 11 GW-Staudamms Belo Monte am Fluss Xingu im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará dermaßen zugenommen, dass mittlerweile der Stadtteil nahezu konstant unter Wasser steht. Da es dort noch immer kein funktionierendes Abwassersystem gibt, leben die Menschen in Independente 1 faktisch auf einer Kloake. Dies ist dem Staudammbau von Belo Monte zuzuschreiben: Denn der Fluss Xingu wird rund 40 Kilometer flussabwärts von Altamira gestaut, durch die erste - Pimental - der zwei großen Staustufen des Staudamms Belo Monte, und der Rückstau macht sich bei Hochwasser bis in die tiefer gelegenen Stadtteile von Altamira bemerkbar, während die rund 100 Kilometer lange Große Flusschleife am Xingu, hinter der Staustufe Pimental gelegen, lange Zeit des Jahres nur noch bis zu 20 Prozent des vorherigen Wassers führt, da dieses nun in das Belo-Monte-Staureservoir zur Stromproduktion abgeleitet wird.

Am 13. März dieses Jahres wurden die Bewohner Stadtteil Independente 1 von der Umweltbehörde IBAMA als vom Staudamm Belo Monte Betroffene anerkannt. Es wurde dann von einem Gericht festgestellt, dass Norte Energia, die Betreiberfirma des Wasserkraftwerkes, die Familien umsiedeln muss und je nach Lage entweder ein Ersatzhaus oder aber Entschädigungszahlungen oder ein Haus mit Sozialmieten anbieten muss. Geschehen ist bis heute aber nichts dergleichen.

Jackson Dias, Koordinator vor Ort der Bewegung der Staudammbetroffenen MAB sagte gegenüber der Zeitung Brasil de fato, dass die Familien es müde geworden sind, immer nur auf neue Fristen zu warten. Um ihren Protest kundzutun, häten sie nun die Transamazônica besetzt. Die Straßenbesetzung soll die seit dem 9. Juli von den Betroffenen vorgenommene Besetzung des lokalen Gebäudes der Umweltbehörde IBAMA unterstützen und den Druck erhöhen, damit die Verantwortlichen endlich handeln, und den Betroffenen von Belo Monte zu ihren Rechten verhelfen.


Bom dia Pará 01/08/2018
G1 - O Globo, 31/07/2018
Atingidos pelas obras de Belo Monte encerram protesto em Altamira, no Pará
Os manifestantes protestaram na BR-230, a rodovia Transamazônica.

Jornal Liberal 1ª Edição, em 30 jul 2018
Atingidos pela obra de Belo Monte bloqueiam a BR-230, de acesso à usina
Manifestantes foram reconhecidos pelo Ibama como atingidos pela barragem e exigem que a Norte Energia faça o remanejamento das famílias do local.

G1 - O Globo, 13/07/2018
Moradores de uma área atingida pela instalação da usina de Belo Monte ocupam sede do Ibama em Altamira
Eles cobram o remanejamento das famílias para áreas seguras. Ao todo 968 famílias foram cadastradas pela empresa Norte Energia na área mas nem todas terão direito a uma nova moradia.

Sonntag, 29. Juli 2018

Zehntausende fordern Freilassung von Ex-Präsident Lula

NZZ, 29.7.2018
Tausende fordern in Brasilien die Freilassung von Ex-Präsident Lula
(dpa) Tausende haben in Brasilien bei einem Festival für die Freilassung von Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva aus der Haft demonstriert. Bis zu 80 000 Teilnehmer kamen zu «Lula libre» im Stadtteil Lapa in Río de Janeiro, wie der Veranstalter mitteilte. Bei der Feier traten brasilianische Künstler auf, darunter auch der Musiker und Ex-Kulturminister des südamerikanischen Landes, Gilberto Gil. Das Festival begann am Samstagnachmittag und dauerte bis in die Morgenstunden am Sonntag.
Lula verbüsst seit Anfang April eine zwölfjährige Freiheitsstrafe wegen Korruption. Er soll von einem Bauunternehmen die Renovierung eines Luxus-Appartements angenommen haben. Lula weist die Vorwürfe zurück. Er sieht sich als Opfer einer Verschwörung rechter Politiker, der Justiz und der Medien und bezeichnet sich selbst als politischen Gefangenen.

ORF, 29.7.2018
Rio: Zehntausende fordern Freilassung Lulas


Telesur, 28 July 2018
Brazil: Thousands Turn Out For 'Lula Livre' Festival In Rio
Exhibitions, live performances and cultural workshops dominated the day's agenda as people of all ages joined together to call for Lula to be released from prison.

Veja, 28/07/2018
Chico Buarque, Gil e outros artistas defendem ‘Lula Livre’ no Rio
Festival em apoio ao ex-presidente reúne milhares de pessoas nos Arcos da Lapa


Festival Lula Livre no Youtube

Donnerstag, 26. Juli 2018

Bischof Werlang befürchtet „antidemokratischen Prozess“ bei Wahl in Brasilien


VaticanNews, 26.7.2018
Brasilien: Bischof spricht von „antidemokratischem Prozess“
Der brasilianische Bischof Guilherme Antônio Werlang hat die vielen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl kritisiert. Am 7. Oktober wird in Brasilien ein neuer Präsident gewählt. Der Bischof fürchtet einen „antidemokratischen Prozess“ durch die unübersichtliche politische Lage.

Freitag, 20. Juli 2018

Der Staudamm Belo Monte und die Amazonas-Synode

VaticanNews, 19. Juli 2018
Brasilien: Der Staudamm und die Synode
Eine scheinbar unendliche Geschichte: Immer noch wird am Staudammprojekt Belo Monte in Brasilien gebaut, obwohl es längst Tausende Familien mit Strom versorgen sollte. Die Kirche hatte sich von Anfang an kritisch zu dem Projekt geäußert. Seit Jahren kämpft auch der aus Österreich stammende (mittlerweile emeritierte) Amazonas-Bischof Erwin Kräutler gegen den Megabau, der zum Symbol des „unwürdigen Umgangs“ mit Mensch und Natur in Amazonien geworden ist.