Tagesschau.de, 29.07.2020
Kampf für die Natur
Mehr als 200 Umweltschützer getötet
Für den Naturschutz stellen sie sich gegen Unternehmen, Regierungen und kriminelle Banden - und riskieren dafür auch ihr Leben: Im vergangenen Jahr starben weltweit nach NGO-Angaben mehr als 200 Umweltschützer. Auch in einem EU-Land.
Zeit-Online, 29. Juli 2020
Mehr als 200 Umweltschützer weltweit getötet
Proteste gegen Bergbau oder Abholzung sind vielerorts gefährlich: 2019 sind laut einer Studie mehr Umweltschützer getötet worden als je zuvor, vor allem in Lateinamerika.
n-tv, 29. Juli 2020
Dunkelziffer deutlich höher
Mehr als 200 Aktivisten weltweit getötet
Sie sterben, weil sie sich den Wirtschaftsinteressen von Bergbaufirmen, Energiekonzernen oder Agrarunternehmen entgegenstellen: 212 Aktivisten wurden im vergangenen Jahr getötet - so viele wie nie zuvor. Besonders gefährlich leben sie in Lateinamerika, allen voran in Kolumbien.
RTL, 29. Juli 2020
Im Kampf gegen Bergbau und Abholzung
Über 200 Umweltschützer weltweit getötet
Immer mehr Umweltschützer bezahlen ihren Einsatz für die Natur, sauberes Wasser und die Landrechte indigener Gruppen mit dem Leben. Im vergangenen Jahr seien weltweit 212 Umweltaktivisten getötet worden, teilte die Nichtregierungsorganisation Global Witness am Mittwoch mit. Über zwei Drittel aller Fälle wurden demnach in Lateinamerika registriert. Die Organisation geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl der getöteten Umweltschützer noch deutlich höher liegt.
Mittwoch, 29. Juli 2020
Sonntag, 26. Juli 2020
Bischof Erwin Kräutler ruft auf zur Kampagne „Amazonisiere dich“
REPAM, 23.7.2020
Organizações eclesiais e da sociedade civil lançam campanha de sensibilização e cuidado para com a Amazônia
Pressemitteilung auf Repam.org.br
„Amazonisiere dich“
Kirchliche und zivilgesellschaftliche Organisationen starten eine Sensibilisierungskampagne für den Amazonas
Am kommenden Montag, dem 27. Juli, um 21 Uhr (CET)wird die Kampagne "Amazoniza-te" (Amazonisiere dich) gestartet. Die von der Bischöflichen Kommission für das Amazonasgebiet der Nationalen Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB) in Partnerschaft mit anderen kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen organisierte Initiativetritt in einem Moment an die Öffentlichkeit, der gezeichnet ist von der Gewalt gegen traditionelle Völker und der durch die Covid-19-Pandemie noch verschärft wird. Die Brandrodungen, Landraub und der illegale Bergbau werden massiv ausgeweitet und verbreiten so gleichzeitig eine weitere eingeschleppte Krankheit, den Coronavirus, der nun in den Gemeinden des Amazonasgebiets seine Opfer fordert.
Die Kampagne ruft zu einer Reihe von Aktionen auf, die die Führung traditioneller Völker und Gemeinschaften, die katholische Kirche und verschiedene kirchliche Einrichtungen im Amazonasgebiet, Künstler und Meinungsmacher, Forscher und Wissenschaftler verbindet. Der Aufruf zur "Amazonisierung" schlägt die aktive Beteiligung aller Menschen an der Verteidigung des Amazonasgebiets, seines Bioms und seiner Völker vor, die in ihren Territorien bedroht sind: Stimmen, die sich angesichts der Realität vieler verletzter Leben zusammenschließen; Leben, die von ihrem Land vertrieben, gefoltert und in Agrar-und sozio-ökologischen Konflikten ermordet wurden, Opfer einer Politik, die sich an den Interessen der Agrarindustrie und an großen wirtschaftlichen Entwicklungsprojekten orientiert, die die Grenzen der Natur und ihrer Erhaltung nicht respektieren.
Die Initiative ist ein weiterer Schritt auf dem langen Weg von Aktivitäten, die in den letzten Jahren im Hinblick auf die Synode für den Amazonas im Oktober 2019 in Rom durchgeführt wurden. Mit Papst Franziskus rückten das Amazonasgebiet und das Leben der Völker, die in der Region leben, in den Mittelpunkt der Debatten in der Kirche. "Im Amazonasgebiet gibt es alle Arten von Ungerechtigkeit, Zerstörung von Menschen, Ausbeutung von Menschen auf allen Ebenen. Und Zerstörung der kulturellen Identität", verkündete Papst Francisco am Ende der Bischofssynode zum Amazonasgebiet. Laut dem Präsidenten der brasilianischen Nationalen Bischofskonferenz, Dom Walmor Oliveira de Azevedo, ist die Kampagne "Amazonisiere dich selbst" eine Einladung, ein Aufruf und eine Gelegenheit, Solidarität mit dem Wald und den Völkern der Region zu bekunden. "Mit dieser Einladung zur 'Amazonisierung' wollen wir die systematische Verletzung der Umweltschutzgesetzgebung und die Zerschlagung öffentlicher Einrichtungen durch Regierungsmaßnahmen zur Deregulierung und illegalen Ausweituciming der Aktivitäten von Bergbauunternehmen, Agrarindustrie, Holzfällern und Viehzüchtern in der Region überwinden", betonte Dom Walmor. In der Absicht, diesen Schreien und Hoffnungen Gehör zu schenken, bildet die Kampagne den Höhepunkt der verschiedenen Aktionen und Mobilisierung, die von kirchlichen und sozialen Organisationen durchgeführt werden, die im Amazonasgebiet arbeiten oder es verteidigen, wie z.B. der Indigene Missionsrat (CIMI), die Pastorale Landkommission (CPT), das Pan-Amazonische Kirchliche Netzwerk (REPAM), die Ninja Media und die Bewegung für menschliche Rechte (MHuD).
Bei der Live-Präsentation, die am kommenden Montag (27.8) um 21 Uhr (CET) stattfinden wird, wird die Website der Kampagne mit unterstützendem Material, politischen Manifesten von Organisationen und einer Zusammenstellung von Studien über die Realität des Amazonasgebiets zur Unterstützung von Aktionen und Positionen veröffentlicht. Die Kampagne umfasst eine Reihevon Videos mit Zeugnissen der traditionellen Bevölkerung des Amazonasgebiets im Dialog mit den Stimmen nationaler und internationaler Künstler. Die Gruppe von Organisationen wird eine Liste konkreter Aktionen vorschlagen, die persönlich oder kollektiv mit Blick auf die "Amazonisierung“ durchgeführt werden sollen.
DIE KAMPAGNE
Die Kampagne "Amazonisiere dich" entstand aus einem Dialog zwischen kirchlichen Organisationen und aus der Notwendigkeit, die brasilianische und internationale Öffentlichkeit für die Gefahren zu sensibilisieren, denen das Leben im Amazonasgebiet mit seinen Territorien und seiner Bevölkerung ausgesetzt ist. Die Zerschlagung der öffentlichen Umweltschutzbehörden, die ständige Missachtung der Gesetzgebung sowie die fehlende Beteiligung der Zivilgesellschaft in den Bereichen Regulierung und Kontrolle der öffentlichen Politik motivierten ebenfalls zur Gründung der Kampagne.
Daher ist die Kampagne "Amazoniziere dich" in drei Linien gegliedert:
1. Anfälligkeit der indigenen Völker und traditionellen Gemeinschaften für die Kontamination durch das neue Coronavirus, mit Schwerpunkt auf der unzureichenden Struktur der öffentlichen Gesundheitsversorgung in den Staaten und Gemeinden der Region, die unter den Bedingungen anderer Regionen des Landes liegt;
2. Beschleunigung der Zerstörung der Amazonas-Biome aufgrund der unkontrollierten Zunahme der Abholzung, der Brände, der Invasion indigener Gebiete und traditioneller Gemeinschaften durch Agenten der Landnahme, des Bergbaus, der Viehzucht und der Anpflanzung von Monokulturen sowie der Auswirkungenvon Wasserkraftwerken auf die Bevölkerung der Flussufer;
3. Systematische Verletzung der Umweltschutzgesetzgebung und Demontage der öffentlichen Kontrollbehörden durch vorsätzliche Maßnahmen der Regierung zur unrechtmäßigen Deregulierung und Ausweitung der Aktivitäten von Bergbauunternehmen, Agrarindustrie, Holzfällern und Viehzüchtern in der Region.
AMAZONISIERE DICH
Der Neologismus "amazonizar" wurde erstmals 1986 in einem Pastoralbrief des damaligen Bischofs der Diözese Rio Branco, Acre, Dom Moacyr Grechi, verwendet. Damals rief der Bischof die Menschen dazu auf, sich für die Sache des Amazonas einzusetzen und ihre Völker zu verteidigen. Das Verb wurde häufig in Bezug auf die Verteidigung des Amazonasgebietes verwendet. Während der Synode für den Amazonasprozess wurde auch der Begriff „Amazonizar“ weit verbreitet und populär gemacht. Das ist die Bedeutung der Kampagne: mehr als die Konjugation des Verbs "amazonisieren", es zu einem persönlichen Ausdruck zu machen, zu einem Aufruf an alle Menschen, sich selbst zu „amazonisieren“.
INFORMATIONEN:
Aktivität: Lancierung der Kampagne "Amazoniziere dich"
Datum:27. Juli 2020
Zeit: 16:00 Uhr Ortszeit Brasilien, 21:00 Uhr CET
Wo: auf dem You Tube Canal der CNBB
Kontaktpersonen:
● Manuela Oliveira de Castro - Pressesprecherin CNBB +5561981183978(WhatsApp)
● Paulo Martins - Pressesprecher von REPAM-Brasil +5561985955278(WhatsApp)
● Mário Manzi - PressesprecherCPT Nacional: +55626292527437(WhatsApp)
● Guilherme Cavalli - Kommunikationsbeauftragter CIMI: +5554996530369(WhatsApp)
Hedwigsforum, 24.7.2020
Amazonieninfos
Mehrere Organisationen, unter ihnen REPAM und die neugegründete 'Conferencia eclesial da Amazonia' haben die Kampagne "Amazoniere-Dich" (also: solidarisiere dich mit Amzonien) gestartet. Hier den in deutsch übersetzten Aufruf und eine PowerPoint Präsentation (leider nur Portugiesisch) zu den Inhalten.
CIDSE, 28.7.2020
Amazonize Yourself
Church and civil society organisations launch awareness and care campaign for the Amazon
TV Canção Nova, 28.07.2020
Lançada a campanha "Amazoniza-te", em prol da Amazônia
A Conferência Nacional dos Bispos do Brasil lançou na tarde desta segunda-feira, 27, a campanha "Amazoniza-te". A convocatória propõe a participação ativa de todo o povo em defesa da Amazônia, seu bioma e seus povos ameaçados em seus territórios.
REDE VIDA, 30.07.2020
Campanha Amazoniza-te dá visibilidade para o contexto e situação atual da Amazônia
Comissão episcopal pastoral para a Amazônia da CNBB promove campanha Amazoniza-te. O objetivo é sensibilizar a opinião pública brasileira e internacional sobre o perigo a que está sendo exposta a Vida na Amazônia, território e as populações. Andrea Bonatelli traz os detalhes.
TV Aparecida, 28.7.2020
Conheça a campanha da CNBB Amazoniza-te
Na reportagem da Central Da Esperança, você conhece a campanha lançada pela CNBB, para consciência e alerta contra o desmatamento da Amazônia.
Samstag, 25. Juli 2020
Facebook und Twitter sperren Konten von Bolsonaro-Anhängern
Der Standard, 25.7.2020
Facebook und Twitter sperrten Konten von bekannten Bolsonaro-Unterstützern
Nach einer Untersuchung wegen der möglichen Verbreitung von Desinformationen wurde die Sperrung verordnet
Zeit-Online, 25.7.2020
Facebook und Twitter sperren Konten von Bolsonaro-Anhängern
Unterstützer des brasilianischen Präsidenten sollen in den Sozialen Netzwerken Fake News gegen das oberste Gericht verbreitet haben. Jetzt wurden die Accounts gesperrt.
Jornal Nacional, 25 jul 2020
Redes sociais retiraram do ar contas de bolsonaristas e políticos após determinação do STF
A decisão faz parte do inquérito que apura ataques a ministros do Supremo Tribunal Federal e a disseminação de informações falsas, e atingiu as contas nas redes sociais de 16 políticos, ativistas e empresários.
O Globo, 24.7.2020
Contas de bolsonaristas em redes sociais são retiradas do ar após decisão de Moraes
Ministro do Supremo Tribunal Federal é o relator do inquérito das fake news. Entre contas suspensas estão a do empresário Luciano Hang e a do presidente do PTB, Roberto Jefferson.
O Globo, 25.7.2020
Após terem perfis suspensos pelo STF, bolsonaristas usam contas alternativas para postar em redes sociais
Blogueiro Allan dos Santos, empresário Luciano Hang e ex-deputado Roberto Jefferson recorreram a páginas alternativas. Decisão do ministro Alexandre de Moraes determinou suspensão de contas de 16 pessoas no Twitter e no Facebook.
Facebook und Twitter sperrten Konten von bekannten Bolsonaro-Unterstützern
Nach einer Untersuchung wegen der möglichen Verbreitung von Desinformationen wurde die Sperrung verordnet
Zeit-Online, 25.7.2020
Facebook und Twitter sperren Konten von Bolsonaro-Anhängern
Unterstützer des brasilianischen Präsidenten sollen in den Sozialen Netzwerken Fake News gegen das oberste Gericht verbreitet haben. Jetzt wurden die Accounts gesperrt.
Jornal Nacional, 25 jul 2020
Redes sociais retiraram do ar contas de bolsonaristas e políticos após determinação do STF
A decisão faz parte do inquérito que apura ataques a ministros do Supremo Tribunal Federal e a disseminação de informações falsas, e atingiu as contas nas redes sociais de 16 políticos, ativistas e empresários.
O Globo, 24.7.2020
Contas de bolsonaristas em redes sociais são retiradas do ar após decisão de Moraes
Ministro do Supremo Tribunal Federal é o relator do inquérito das fake news. Entre contas suspensas estão a do empresário Luciano Hang e a do presidente do PTB, Roberto Jefferson.
O Globo, 25.7.2020
Após terem perfis suspensos pelo STF, bolsonaristas usam contas alternativas para postar em redes sociais
Blogueiro Allan dos Santos, empresário Luciano Hang e ex-deputado Roberto Jefferson recorreram a páginas alternativas. Decisão do ministro Alexandre de Moraes determinou suspensão de contas de 16 pessoas no Twitter e no Facebook.
Freitag, 24. Juli 2020
Vatikan: Coronavirus als Folge der Umweltzerstörung
VaticanNews, 22.07.2020
Folgen des Coronavirus:
Unzeitgemäße Überlegungen der Akademie für das Leben
„Humana communitas in Zeiten der Pandemie. Unzeitgemäße Überlegungen über die Wiedergeburt des Lebens“: so lautet der Titel des neuen Dokuments der Päpstlichen Akademie für das Leben („PAV“) zu den Folgen der durch das Coronavirus verursachten Gesundheitskrise.
Der Text, der bislang nicht auf Deutsch vorliegt, folgt auf die Publikation vom vergangenen 30. März unter dem Titel „Pandemie und universelle Geschwisterlichkeit“. Im Zentrum der Überlegungen stehen drei Schlüsselprinzipien: die Entwicklung einer Risiko-Ethik, die Umsetzung einer internationalen Zusammenarbeit und die Förderung einer verantwortungsvollen Solidarität. Das Dokument öffnet mit einer drängenden Frage: „Welche Lehren haben wir aus der Pandemie gezogen?“ Die Antwort darauf ist „die Lektion der Zerbrechlichkeit“, die jeden berührt, vor allem aber Krankenhauspatienten, Häftlinge und Flüchtlinge, die in Lagern untergebracht sind. Aber es gibt noch eine weitere Lektion: das Bewusstsein dafür, dass das Leben ein Geschenk ist. Darüber hinaus habe die Pandemie uns begreifen lassen, dass alles miteinander verbunden ist und dass „die Ausplünderung der Erde“ und wirtschaftliche Entscheidungen, die auf Gier und übermäßigem Konsum beruhen, auch Folgen für die Verbreitung des Virus hatten, unterstreicht die Akademie in ihrem etwa achtseitigen Text.
Daher müsse „der gegenseitigen Abhängigkeit der Menschen und ihrer gemeinsamen Verwundbarkeit" mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, denn während „die Länder ihre Grenzen dicht gemacht haben“ und einige sogar „ein zynisches Spiel gegenseitiger Beschuldigungen“ betreiben, „erkennt der Virus keine Grenzen an“. Daraus resultiert die Forderung nach „einer Bündelung der Anstrengungen“, um Informationen auszutauschen, Hilfe zu leisten und Ressourcen zuzuweisen. Eine besondere Anstrengung muss daher der Entwicklung von Behandlungen und Impfstoffen gelten: In diesem Bereich ist „der Mangel an Koordination und Kooperation“ ein Hindernis bei der Behandlung von Covid-19, so die Analyse der Päpstlichen Akademie.
„Humana communitas in Zeiten der Pandemie. Unzeitgemäße Überlegungen über die Wiedergeburt des Lebens“: so lautet der Titel des neuen Dokuments der Päpstlichen Akademie für das Leben („PAV“) zu den Folgen der durch das Coronavirus verursachten Gesundheitskrise.
Der Text, der bislang nicht auf Deutsch vorliegt, folgt auf die Publikation vom vergangenen 30. März unter dem Titel „Pandemie und universelle Geschwisterlichkeit“. Im Zentrum der Überlegungen stehen drei Schlüsselprinzipien: die Entwicklung einer Risiko-Ethik, die Umsetzung einer internationalen Zusammenarbeit und die Förderung einer verantwortungsvollen Solidarität. Das Dokument öffnet mit einer drängenden Frage: „Welche Lehren haben wir aus der Pandemie gezogen?“ Die Antwort darauf ist „die Lektion der Zerbrechlichkeit“, die jeden berührt, vor allem aber Krankenhauspatienten, Häftlinge und Flüchtlinge, die in Lagern untergebracht sind. Aber es gibt noch eine weitere Lektion: das Bewusstsein dafür, dass das Leben ein Geschenk ist. Darüber hinaus habe die Pandemie uns begreifen lassen, dass alles miteinander verbunden ist und dass „die Ausplünderung der Erde“ und wirtschaftliche Entscheidungen, die auf Gier und übermäßigem Konsum beruhen, auch Folgen für die Verbreitung des Virus hatten, unterstreicht die Akademie in ihrem etwa achtseitigen Text.
Daher müsse „der gegenseitigen Abhängigkeit der Menschen und ihrer gemeinsamen Verwundbarkeit" mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, denn während „die Länder ihre Grenzen dicht gemacht haben“ und einige sogar „ein zynisches Spiel gegenseitiger Beschuldigungen“ betreiben, „erkennt der Virus keine Grenzen an“. Daraus resultiert die Forderung nach „einer Bündelung der Anstrengungen“, um Informationen auszutauschen, Hilfe zu leisten und Ressourcen zuzuweisen. Eine besondere Anstrengung muss daher der Entwicklung von Behandlungen und Impfstoffen gelten: In diesem Bereich ist „der Mangel an Koordination und Kooperation“ ein Hindernis bei der Behandlung von Covid-19, so die Analyse der Päpstlichen Akademie.
Verantwortungsvolle Forschung im Sinne des Gemeinwohls
Was also ist zu tun? Erstens bekräftigt das Dokument die Bedeutung der „Risiko-Ethik“, die eine besondere Verantwortung gegenüber Menschen beinhaltet, deren Gesundheit, Leben und Würde am stärksten gefährdet sind. Zweitens fordert es „globale Anstrengungen und internationale Zusammenarbeit“, damit der „Zugang zu qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung und unentbehrlichen Medikamenten“ als „universelles Menschenrecht“ anerkannt wird. Und drittens pocht es auf eine „verantwortungsvolle wissenschaftliche Forschung“, die integrativ und frei von Interessenkonflikten sein müsse und auf der Grundlage von Regeln der Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit durchgeführt werde. „Die öffentliche Dimension der Forschung darf nicht auf dem Altar des privaten Gewinns geopfert werden“, so die vielleicht unpopuläre Erkenntnis der Akademie. Daher auch die im Text enthaltene Betonung der Bedeutung der derzeit umstrittenen Weltgesundheitsorganisation, um vor allem „die Bedürfnisse und Sorgen der am wenigsten entwickelten Länder angesichts einer beispiellosen Katastrophe zu unterstützen“.
Schließlich hofft die PAV auf die Förderung einer verantwortungsbewussten Solidarität, die die gleiche Würde jedes Menschen anerkennt, insbesondere derjenigen, die in Not leben. Die Notiz schließt mit einer Einladung zu „einer Haltung der Hoffnung“: „Es ist an der Zeit“, so der Text der Päpstlichen Akademie für das Leben, „sich ein Projekt des menschlichen Zusammenlebens vorzustellen und umzusetzen, das eine bessere Zukunft für alle ermöglicht“.
Kritik an "Engstirnigkeit nationaler Eigeninteressen"
Päpstliche Akademie: Covid-Impfstoff muss es für alle geben
Der Zugang zu einer soliden Gesundheitsversorgung müsse als universales Menschenrecht effektiv umgesetzt werden, fordert ein Vatikan-Dokument. Denn die Corona-Pandemie habe deutlich gemacht, wie ungerecht die Strukturen in der Welt seien.
Vatikan: Hoffnung statt Lähmung in der Coronavirus-Pandemie
Die Päpstliche Akademie für das Lebenhat am 22. Juli das Dokument"Humana communitas in der Ära der Pandemie: Unzeitgemäße Überlegungen über die Wiedergeburt des Lebens"veröffentlicht.
ACI Prensa, die spanischsprachige Schwesteragentur von CNA Deutsch, hat wichtige Passagen des Dokumentes zusammengefasst.
Der vatikanische Text mahnt, "eine Haltung der Hoffnung einzunehmen, die über den lähmenden Effekt" hinausgeht und erklärt: "Alle sind aufgerufen, den eigenen Beitrag zu leisten."
Was also ist zu tun? Erstens bekräftigt das Dokument die Bedeutung der „Risiko-Ethik“, die eine besondere Verantwortung gegenüber Menschen beinhaltet, deren Gesundheit, Leben und Würde am stärksten gefährdet sind. Zweitens fordert es „globale Anstrengungen und internationale Zusammenarbeit“, damit der „Zugang zu qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung und unentbehrlichen Medikamenten“ als „universelles Menschenrecht“ anerkannt wird. Und drittens pocht es auf eine „verantwortungsvolle wissenschaftliche Forschung“, die integrativ und frei von Interessenkonflikten sein müsse und auf der Grundlage von Regeln der Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit durchgeführt werde. „Die öffentliche Dimension der Forschung darf nicht auf dem Altar des privaten Gewinns geopfert werden“, so die vielleicht unpopuläre Erkenntnis der Akademie. Daher auch die im Text enthaltene Betonung der Bedeutung der derzeit umstrittenen Weltgesundheitsorganisation, um vor allem „die Bedürfnisse und Sorgen der am wenigsten entwickelten Länder angesichts einer beispiellosen Katastrophe zu unterstützen“.
Schließlich hofft die PAV auf die Förderung einer verantwortungsbewussten Solidarität, die die gleiche Würde jedes Menschen anerkennt, insbesondere derjenigen, die in Not leben. Die Notiz schließt mit einer Einladung zu „einer Haltung der Hoffnung“: „Es ist an der Zeit“, so der Text der Päpstlichen Akademie für das Leben, „sich ein Projekt des menschlichen Zusammenlebens vorzustellen und umzusetzen, das eine bessere Zukunft für alle ermöglicht“.
Päpstliche Akademie: Covid-Impfstoff muss es für alle geben
Der Zugang zu einer soliden Gesundheitsversorgung müsse als universales Menschenrecht effektiv umgesetzt werden, fordert ein Vatikan-Dokument. Denn die Corona-Pandemie habe deutlich gemacht, wie ungerecht die Strukturen in der Welt seien.
Domradio.de, 23.07.2020
Päpstliche Akademie fordert Covid-Impfstoff für alle
Weltweite Solidarität statt Egoismus
Fieberhaft wird an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Covid-19 gearbeitet. "Einzig zu akzeptierendes Ziel" dabei sei es, dass "ausnahmslos alle Zugang dazu erhalten". Das hat die Päpstliche Akademie für das Leben nun klargestellt.
Die Päpstliche Akademie für das Lebenhat am 22. Juli das Dokument"Humana communitas in der Ära der Pandemie: Unzeitgemäße Überlegungen über die Wiedergeburt des Lebens"veröffentlicht.
ACI Prensa, die spanischsprachige Schwesteragentur von CNA Deutsch, hat wichtige Passagen des Dokumentes zusammengefasst.
Der vatikanische Text mahnt, "eine Haltung der Hoffnung einzunehmen, die über den lähmenden Effekt" hinausgeht und erklärt: "Alle sind aufgerufen, den eigenen Beitrag zu leisten."
Donnerstag, 23. Juli 2020
Frei Betto wirft Bolsonaro Völkermord vor
Kathpress, 23.7.2020
Corona-Krise: Theologe Frei Betto wirft Bolsonaro Völkermord vor
Brasilianischer Präsident verfolge eine "nekrophile Politik", weil ihm die Rettung der Wirtschaft vor Menschenleben gehe
Rio de Janeiro, 23.07.2020 (KAP/KNA) Der brasilianische Befreiungstheologe Frei Betto (75) hat den Umgang der Regierung mit der Corona-Krise in seiner südamerikanischen Heimat in einem Offenen Brief als Völkermord bezeichnet. Dem rechtspopulistischen Präsidenten Jair Bolsonaro warf er vor, dieser wolle das Massensterben. Zudem spekuliere Bolsonaro darauf, dass der Tod alter und kranker Menschen das Rentensystem und die Gesundheitskassen entlaste. Brasilien stellte mit mehr als 65.000 Neuinfektionen am Mittwoch (Ortszeit) einen negativen Tagesrekord auf, die Zahl der Todesopfer erreichte 83.000.
Bolsonaro sei seit jeher vom Tod besessen, schreibt Betto laut deutscher Katholischer Nachrichten-Agentur (KNA). Er erinnert an ein TV-Interview von 1999, in dem Bolsonaro gesagt hatte: "Durch Wahlen werden Sie in diesem Land nichts ändern, nichts, absolut nichts! Es wird sich leider nur ändern, wenn wir eines Tages hier in einen Bürgerkrieg ziehen und die Arbeit tun, die das Militärregime nicht geleistet hat: 30.000 Menschen zu töten." Zudem erinnerte Betto an Bolsonaros Bewunderung für Folterer der Militärdiktatur. Der Präsident verfolge eine "nekrophile Politik", weil ihm die Rettung der Wirtschaft vor Menschenleben gehe. Brasiliens Indigene würden derweil durch soziale und ökologische Attacken "dezimiert".
Frei Betto erhebt die Vorwürfe in einem auf den 16. Juli datierten "Brief an Freunde im Ausland", der mittlerweile in mehreren Publikationen in Brasilien abgedruckt wurde. "Bitte verbreiten Sie diese Nachricht vom Verbrechen gegen die Menschlichkeit so weit wie möglich", schreibt der Dominikaner. Die Geschehnisse in Brasilien müssten den UN-Menschenrechtsrat in Genf und den Internationalen Gerichtshof von Den Haag erreichen, sowie Unternehmer und Investoren.
Bolsonaro hatte die Pandemie seit Beginn als "Hysterie" und "kleine Grippe" bezeichnet. Zwei Gesundheitsminister mussten gehen, weil sie Bolsonaros Kurs gegen "Social Distancing" und für den Einsatz des umstrittenen Malariamittels Chloroquin nicht mittragen wollten. Seit zwei Monaten leitet ein General das Ministerium. Zuletzt sagte Bolsonaro, der auch selber an Covid-19 erkrankte, das Virus sei wie ein Regen - irgendwann werde man halt nass.
Während der Ex-Militär die Diktatur (1964-85) offen lobt, war Frei Betto damals in der Opposition engagiert. In den 1970er-Jahren musste er deshalb für zwei Jahre ins Gefängnis. Später wurde der Dominikaner zum Verbindungsmann zwischen Kubas Staatschef Fidel Castro und der katholischen Kirche. Die Unesco zeichnete ihn 2013 für seinen Einsatz für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit aus.
Lebenshaus Schwäbische Alb, 20.7.2020
oder
Misereor-Blog, 21.7.2020
Frei Betto: Brief an Freunde im Ausland
Carta Maior, 17.7.2020
Carta aos amigos e amigas do exterior
Buchpräsentation:
Andreas Nöthen
Bulldozer Bolsonaro
Wie ein Populist Brasilien ruiniert
Ch. Links Verlag
Podcast #186, Blickpunkt Lateinamerika, 31.7.2020
Corona-Krise: Theologe Frei Betto wirft Bolsonaro Völkermord vor
Brasilianischer Präsident verfolge eine "nekrophile Politik", weil ihm die Rettung der Wirtschaft vor Menschenleben gehe
Rio de Janeiro, 23.07.2020 (KAP/KNA) Der brasilianische Befreiungstheologe Frei Betto (75) hat den Umgang der Regierung mit der Corona-Krise in seiner südamerikanischen Heimat in einem Offenen Brief als Völkermord bezeichnet. Dem rechtspopulistischen Präsidenten Jair Bolsonaro warf er vor, dieser wolle das Massensterben. Zudem spekuliere Bolsonaro darauf, dass der Tod alter und kranker Menschen das Rentensystem und die Gesundheitskassen entlaste. Brasilien stellte mit mehr als 65.000 Neuinfektionen am Mittwoch (Ortszeit) einen negativen Tagesrekord auf, die Zahl der Todesopfer erreichte 83.000.
Bolsonaro sei seit jeher vom Tod besessen, schreibt Betto laut deutscher Katholischer Nachrichten-Agentur (KNA). Er erinnert an ein TV-Interview von 1999, in dem Bolsonaro gesagt hatte: "Durch Wahlen werden Sie in diesem Land nichts ändern, nichts, absolut nichts! Es wird sich leider nur ändern, wenn wir eines Tages hier in einen Bürgerkrieg ziehen und die Arbeit tun, die das Militärregime nicht geleistet hat: 30.000 Menschen zu töten." Zudem erinnerte Betto an Bolsonaros Bewunderung für Folterer der Militärdiktatur. Der Präsident verfolge eine "nekrophile Politik", weil ihm die Rettung der Wirtschaft vor Menschenleben gehe. Brasiliens Indigene würden derweil durch soziale und ökologische Attacken "dezimiert".
Frei Betto erhebt die Vorwürfe in einem auf den 16. Juli datierten "Brief an Freunde im Ausland", der mittlerweile in mehreren Publikationen in Brasilien abgedruckt wurde. "Bitte verbreiten Sie diese Nachricht vom Verbrechen gegen die Menschlichkeit so weit wie möglich", schreibt der Dominikaner. Die Geschehnisse in Brasilien müssten den UN-Menschenrechtsrat in Genf und den Internationalen Gerichtshof von Den Haag erreichen, sowie Unternehmer und Investoren.
Bolsonaro hatte die Pandemie seit Beginn als "Hysterie" und "kleine Grippe" bezeichnet. Zwei Gesundheitsminister mussten gehen, weil sie Bolsonaros Kurs gegen "Social Distancing" und für den Einsatz des umstrittenen Malariamittels Chloroquin nicht mittragen wollten. Seit zwei Monaten leitet ein General das Ministerium. Zuletzt sagte Bolsonaro, der auch selber an Covid-19 erkrankte, das Virus sei wie ein Regen - irgendwann werde man halt nass.
Während der Ex-Militär die Diktatur (1964-85) offen lobt, war Frei Betto damals in der Opposition engagiert. In den 1970er-Jahren musste er deshalb für zwei Jahre ins Gefängnis. Später wurde der Dominikaner zum Verbindungsmann zwischen Kubas Staatschef Fidel Castro und der katholischen Kirche. Die Unesco zeichnete ihn 2013 für seinen Einsatz für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit aus.
Lebenshaus Schwäbische Alb, 20.7.2020
oder
Misereor-Blog, 21.7.2020
Frei Betto: Brief an Freunde im Ausland
Carta Maior, 17.7.2020
Carta aos amigos e amigas do exterior
Buchpräsentation:
Andreas Nöthen
Bulldozer Bolsonaro
Wie ein Populist Brasilien ruiniert
Ch. Links Verlag
Podcast #186, Blickpunkt Lateinamerika, 31.7.2020
Freitag, 17. Juli 2020
Bolsonaro twittert Bau einer Brücke über den Xingu
Präsident Jair Bolsonaro kündigte am Freitag (17.7.) über Twitter den Bau der Brücke über den Xingu-Fluss an. Er veröffentlichte auch ein Video, das Bürger zeigt, die die Brücke über den Xingu fordern.
Bolsonaro schreibt: "Bau einer Brücke über den Xingu-Fluss auf der BR-230/PA. Hauptmann Tarcísio, Minister für Infrastruktur, teilt mit, dass er in den nächsten Tagen das Projekt mit der Erstellung der Umweltgenehmigung starten werde. Geschätzte Zeit für diese erste Phase: 12 Monate".
Bereits 2014 hatte die ehemalige Präsidentin Dilma Rousseff im Zug des Baus des Wasserkraftwerks Belo Monte eine Brücke über den Xingu angekündigt. Das Projekt wurde aber nie näher vorgestellt oder in Angriff genommen.
Folha Política, 17 de julho de 2020
Bolsonaro mostra apelo de cidadãos e anuncia ponte sobre o rio Xingu
O presidente Jair Bolsonaro publicou, em suas redes sociais, um vídeo que mostra cidadãos fazendo um apelo por uma ponte sobre o rio Xingu. Bolsonaro disse: “Construção de ponte sobre o Rio Xingu na BR-230/PA. O Capitão Tarcísio, Ministro da Infraestrutura, informa que nos próximos dias contratará o projeto de engenharia/licença ambiental. Tempo previsto para essa primeira fase: 12 meses”.
RomaNews, 17/07/2020
Bolsonaro anuncia construção de ponte sobre o Rio Xingu na BR-230
O projeto foi apresentado pela ex-presidente Dilma Rousseff em 2014, mas não foi executado
gov.br, 18/06/2020
Trecho pavimentado da Transamazônica é entregue no Pará
No evento, também foi assinada ordem de serviço para a construção de ponte no Xingu
Bolsonaro schreibt: "Bau einer Brücke über den Xingu-Fluss auf der BR-230/PA. Hauptmann Tarcísio, Minister für Infrastruktur, teilt mit, dass er in den nächsten Tagen das Projekt mit der Erstellung der Umweltgenehmigung starten werde. Geschätzte Zeit für diese erste Phase: 12 Monate".
Bereits 2014 hatte die ehemalige Präsidentin Dilma Rousseff im Zug des Baus des Wasserkraftwerks Belo Monte eine Brücke über den Xingu angekündigt. Das Projekt wurde aber nie näher vorgestellt oder in Angriff genommen.
Folha Política, 17 de julho de 2020
Bolsonaro mostra apelo de cidadãos e anuncia ponte sobre o rio Xingu
O presidente Jair Bolsonaro publicou, em suas redes sociais, um vídeo que mostra cidadãos fazendo um apelo por uma ponte sobre o rio Xingu. Bolsonaro disse: “Construção de ponte sobre o Rio Xingu na BR-230/PA. O Capitão Tarcísio, Ministro da Infraestrutura, informa que nos próximos dias contratará o projeto de engenharia/licença ambiental. Tempo previsto para essa primeira fase: 12 meses”.
RomaNews, 17/07/2020
Bolsonaro anuncia construção de ponte sobre o Rio Xingu na BR-230
O projeto foi apresentado pela ex-presidente Dilma Rousseff em 2014, mas não foi executado
gov.br, 18/06/2020
Trecho pavimentado da Transamazônica é entregue no Pará
No evento, também foi assinada ordem de serviço para a construção de ponte no Xingu
- Construção de ponte sobre o Rio Xingu na BR-230/PA.— Jair M. Bolsonaro (@jairbolsonaro) July 17, 2020
- O Capitão @tarcisiogdf , @MInfraestrutura , informa que nos próximos dias contratará o projeto de engenharia/licença ambiental.
- Tempo previsto para essa primeira fase: 12 meses. https://t.co/SmBQPtMFhn pic.twitter.com/isLLqSdQrz
APÓS ATO REIVINDICANDO CONSTRUÇÃO DE PONTE NO RIO XINGU, PRESIDENTE BOLSONARO RESPONDE E PROMETE ATENDER SOLICITAÇÃO.
Gepostet von Record Altamira am Montag, 20. Juli 2020
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