Donnerstag, 14. Oktober 2021

Weihe verheirateter Männer vom Tisch?

 

Entwicklungen in Amazonasregion seien Modell für Weltkirche
Kurienkardinal Czerny: Weihe verheirateter Männer "nicht vom Tisch"
Im Anschluss an die Amazonassynode hatte Papst Franziskus eine Weihe verheirateter Männer nicht umgesetzt. Kurienkardinal Michael Czerny glaubt, dass sie trotzdem noch kommen könnte. Die Kirche Südamerikas hat für ihn weltweiten Modellcharakter.

Kath.ch, 14.10.2021
Kardinal Michael Czerny: «Es geht um die Reparatur der Kirche»
Ein enger Vertrauter von Papst Franziskus spricht heute Abend in Freiburg: Kurienkardinal Michael Czerny (75). «Es geht um die Erneuerung der Kirche», sagt der Jesuit. Die Idee, dass auch verheiratete Männer Priester werden können, sei «immer noch auf dem Tisch».

VaticanNews, 15.10.2021
Kardinal: Kein endgültiges Aus für „viri probati“
Eine Weihe von verheirateten Männern zu Priestern könnte in Zukunft möglich werden. Das sagte Kurienkardinal Michael Czerny am Donnerstag in einem Interview mit dem Nachrichtenportal kath.ch.

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Bolsonaros Amazonas-Politik kommt vor Gericht



Klimareporter, 12. Oktober 2021 
Anzeige gegen Bolsonaro
Eine Klimaschutzorganisation aus Österreich hat heute vor dem Internationalen Strafgerichtshof Klage gegen Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro eingereicht. Ihm werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

OTS, 12.10.2021
AllRise zeigt brasilianischen Präsidenten Bolsonaro bei Internationalem Strafgerichtshof an
Mit einem umfassenden Dossier belegt die österreichische Non-Profit-Organisation AllRise erstmals die verheerenden Auswirkungen der Regenwald-Politik Bolsonaros auch auf das globale Klima und zeigt den brasilianischen Präsidenten wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor dem Strafgerichtshof in Den Haag an. Unterstützt wird sie dabei von der Deutschen Umwelthilfe und weiteren (Klimaschutz-) Organisationen.

PULS 24 News, 12.10.2021
Wesemann zur Bolsonaro-Anzeige: "Wollen Präzedenzfall schaffen"
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist wegen Abholzung des Amazonas-Regenwaldes beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) angezeigt worden. Der österreichische Initiator Johannes Wesemann spricht im Interview mit PULS 24 Reporterin Josephine Roek über die Anzeige gegen Bolsonaro.

PULS 24 News, 12.10.2021
Janik erklärt die Bolsonaro-Anzeige wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Anchor Jakob Wirl spricht mit Völkerrechtsexperte Ralph Janik über die Anzeige gegen Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro. Ihm werden wegen der Amazonas-Abholzung Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Es werde versucht, eine direkte Verbindung zwischen seiner Politik und Toden bei Indigenen herzustellen, erklärt Janik. Man müsste beweisen, dass er bei den Verbrechen unterstützend tätig war.


ANZEIGE GEGEN JAIR BOLSONARO WEGEN VERBRECHEN GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT

Dienstag, 12. Oktober 2021

Dom Erwin Kräutler leitet Novene in Aparecida



Das Fest "Unsere Liebe Frau von Aparecida", der Patronin von Brasilien,  wird am 12. Oktober gefeiert und mit einer Novene vorbereitet. Die letzte am 11.10. leitete Dom Erwin Kräutler. Er beginnt mit dem Gebet bei min 38:18 und mit der Predigt bei h 1:04:15


Festa da Padroeira 2021 | Novena Solene - 9º Dia
Sermão de Dom Erwin Kräutler


Unsere Liebe Frau von Aparecida
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Samstag, 9. Oktober 2021

Erwin-Kräutler-Preis an Stefano Raschietti verliehen

 


Salzburg: Erwin-Kräutler-Preis an Stefano Raschietti verliehen

Nach früherem austro-brasilianischem Bischof benannter Preis würdigt Verdienste im Bereich der kontextuellen Theologie, des interreligiösen Dialogs und der befreiungstheologischen Forschung

Salzburg, 08.10.2021 (KAP) Der aus Italien stammende und seit vielen Jahren in Brasilien tätige katholische Theologe Stefano Raschietti ist mit dem "Erwin-Kräutler-Preis für kontextuelle Theologie, interreligiösen Dialog und befreiungstheologische Forschung" ausgezeichnet worden. Die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung, die alle zwei Jahre vom "Zentrum Theologie Interkulturell und Studium der Religionen" der Universität Salzburg vergeben wird, wurde am Donnerstagabend, 7. Oktober, in Salzburg überreicht. Ihr Ziel ist es, junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zu fördern, die sich mit politischer Theologie, sozialer Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung beschäftigen - Themen, für die sich auch Bischof Erwin Kräutler seit über fünf Jahrzehnten im Amazonasgebiet engagiert.

Der Theologe Raschietti erhielt die Auszeichnung in Anerkennung seiner Leistung zur zeitgemäßen Interpretation des Begriffs der Mission, heißt es in einer Presseaussendung der Universität Salzburg. Raschietti gelinge es, Mission "nicht als Überbleibsel einer vormodernen Religionspolitik" zu verstehen, "sondern als Ausdruck eines wechselseitigen Lernprozesses, der sowohl kulturell, politisch, religiös als auch theologisch relevant ist", erörterte der Leiter des "Zentrums Theologie Interkulturell und Studium der Religionen", Prof. Franz Gmainer-Pranzl, die Entscheidung der Jury. 

Darüber hinaus bestehe ein enger Zusammenhang zwischen der theologischen Reflexion Raschiettis und dem praktischen, pastoralen Tun von Bischof Kräutler, so Gmainer-Pranzl weiter. Dieses Tun folge einem "dekolonialen Ansatz" und Verständnis von Mission: "Von daher erweisen sich die dekoloniale Praxis des bischöflichen Dienstes von Erwin Kräutler sowie die Rezeption dekolonialer Theorien in der missionswissenschaftlichen Dissertation von Stefano Raschietti als Impulse, die über den Kontext Brasiliens hinaus zu denken geben."

Biografische Notizen

Stefano Raschietti, 1963 in Vicenza (Italien) geboren, studierte in Parma Katholische Theologie. In Sao Paolo (Brasilien) absolvierte er das Masterstudium in Dogmatik mit Schwerpunkt Missionswissenschaft. Es folgte ein Doktoratsstudium in Theologie mit Schwerpunkt Pastoraltheologie an der Päpstlichen Universität von Parana, Curitiba, das er 2020 mit einer Dissertation zum Thema "Mission und Dekolonialität. Ein neues Paradigma von Mission in Lateinamerika" abschloss.

Raschietti ist Mitglied der "Gesellschaft des hl. Xaver für auswärtige Missionen" (SX, "Xaverianer-Missionare"). Seit dreißig Jahren nimmt er in Brasilien Aufgaben im Bereich der missionarischen Bildung und der Beratung der lateinamerikanischen Bischofskonferenz wahr. Zudem lehrt er an verschiedenen Universitäten in Brasilien. Derzeit ist er Mitglied des Lateinamerikanischen Netzwerks der Missionswissenschaftlerinnen und Missionswissenschaftler und Direktor des "Centro Cultural Conforti" in Curitiba (Brasilien).


Religion.orf.at, 8.10.2021
Preis für befreiungstheologische Forschung verliehen
Der nach dem früherem österreichisch-brasilianischem Bischof benannte Erwin-Kräutler-Preis für Verdienste im Bereich der kontextuellen Theologie, des interreligiösen Dialogs und der befreiungstheologischen Forschung ist an den katholischen Theologen Stefano Raschietti verliehen worden.


science.apa.at, 4.10.2021
Vergabe des Erwin-Kräutler-Preises am 7. Oktober 2021
Der nach dem alternativen Nobelpreisträger benannte „Erwin-Kräutler-Preis für kontextuelle Theologie, interreligiösen Dialog und befreiungstheologische Forschung“ wird am 7. Oktober 2021 an der Universität Salzburg zum sechsten Mal vergeben. Diesjähriger Preisträger ist der aus Italien stammende und seit vielen Jahren in Brasilien tätige Theologe Stefano Raschietti. Er wird für seine zeitgemäße Interpretation von Mission ausgezeichnet.

Vergabe des Erwin-Kräutler-Preises am 7. Oktober 2021 

Partnermeldung 

Der nach dem alternativen Nobelpreisträger benannte „Erwin-Kräutler-Preis für kontextuelle Theologie, interreligiösen Dialog und befreiungstheologische Forschung“ wird am 7. Oktober 2021 an der Universität Salzburg zum sechsten Mal vergeben. Diesjähriger Preisträger ist der aus Italien stammende und seit vielen Jahren in Brasilien tätige Theologe Stefano Raschietti. Er wird für seine zeitgemäße Interpretation von Mission ausgezeichnet.

Vergabe des Erwin-Kräutler-Preises am 7. Oktober 2021 

Partnermeldung 

Der nach dem alternativen Nobelpreisträger benannte „Erwin-Kräutler-Preis für kontextuelle Theologie, interreligiösen Dialog und befreiungstheologische Forschung“ wird am 7. Oktober 2021 an der Universität Salzburg zum sechsten Mal vergeben. Diesjähriger Preisträger ist der aus Italien stammende und seit vielen Jahren in Brasilien tätige Theologe Stefano Raschietti. Er wird für seine zeitgemäße Interpretation von Mission ausgezeichnet.

Vergabe des Erwin-Kräutler-Preises am 7. Oktober 2021 

Partnermeldung 

Der nach dem alternativen Nobelpreisträger benannte „Erwin-Kräutler-Preis für kontextuelle Theologie, interreligiösen Dialog und befreiungstheologische Forschung“ wird am 7. Oktober 2021 an der Universität Salzburg zum sechsten Mal vergeben. Diesjähriger Preisträger ist der aus Italien stammende und seit vielen Jahren in Brasilien tätige Theologe Stefano Raschietti. Er wird für seine zeitgemäße Interpretation von Mission ausgezeichnet.

Freitag, 8. Oktober 2021

Niedriger Wasserstand reicht in Belo Monte nur für eine Turbine



Kooperation Brasilien, 8.10.2021
Staudamm Belo Monte:
Wegen Dürre nur eine Turbine in Betrieb und Fische sterben wegen erhöhter Wassertemperatur
Die diesjährige Trockenzeit in Amazonien legt die Fehlkalkulationen beim Bau des 11-GW-Staudamms Belo Monte am Xingu-Fluss im amazonischen Bundesstaat Pará schonungslos bloß.


Bom Dia Pará, 24/09/2021
Seca do rio Xingu prejudica a produção de energia da usina de Belo Monte, em Altamira


CNN-Brasil, 21/09/2021
Sem água, Belo Monte opera com meia turbina desde o início de agosto
Situação deve se manter até o fim de novembro ou meados de dezembro, quando o rio deve voltar a encher

 
O Globo, 06/10/2021
Peixes morrem presos na lama durante seca em reservatório da usina de Belo Monte, no Pará
Com nível do rio Xingu mais baixo este ano, impactos do empreendimento ficam mais acentuados nos afluentes, dizem especialistas.

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Dom Luiz Cappio feiert 75. Geburtstag

 


Brasilianischer "Umweltbischof" Cappio erreicht Altersgrenze
Bischof von Barra wird 75

Seit Jahrzehnten engagiert sich Luiz Flavio Cappio sozial und politisch. Er kämpft für die Umwelt und die Menschenrechte der indigenen Bevölkerung in seiner Heimat Brasilien. An diesem Montag feiert der Bischof von Barra seinen 75. Geburtstag.

Der Franziskaner erreicht damit die Altersgrenze, mit der Bischöfe dem Papst gemäß dem Kirchenrecht ihren Amtsverzicht anbieten müssen; oft belässt dieser die Leiter wichtiger Diözesen noch einige Zeit darüber hinaus im Amt. Wie der auch "Amazonasbischof" genannte Österreicher Erwin Kräutler (82) steht Bischof Cappio in besonderer Weise für das soziale und politische Engagement der Kirche in Brasilien.

Am 4. Oktober 1946 in eine wohlhabende Familie im Bundesstaat Sao Paulo geboren, trat Cappio nach seinem Theologie- und Wirtschaftsstudium in den "Bettelorden" der Franziskaner ein. 1971 geweiht, wirkte er bis 1974 als Arbeiterpriester in der Millionenstadt Sao Paulo. Danach ging er als Seelsorger in eine arme Region des nordöstlichen Bundesstaates Bahia. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1997 zum Bischof von Barra, einer armen Gegend am Rio Sao Francisco.

Einsatz für den Rio Sao Francisco

International bekannt wurde Cappio, als er 1992 mit drei weiteren Aktivisten über ein ganzes Jahr eine Wallfahrt von der Quelle bis zur Mündung des 2.700 Kilometer langen Rio Sao Francisco machte, um auf die Probleme des Flusses und seiner Anwohner hinzuweisen. 2005 und 2007 trat der Bischof zweimal in den Hungerstreik, um gegen ein milliardenteures Umleitungsprojekt des Sao Francisco zu protestieren.

Das 2007 von Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva gestartete Riesenprojekt sollte bis zu zwölf Millionen Menschen mit Wasser versorgen, droht aber inzwischen zu einem Milliardengrab und zu einer ökologischen Katastrophe zu werden. Ein 400 Kilometer langer Nordkanal soll das Flusswasser aus dem Teilstaat Pernambuco hoch nach Ceara bringen; der Ostkanal soll bis nach Paraiba reichen. Die Baukosten stiegen seither auf das Dreifache.

Riesenprojekt bedroht ökologisches Gleichgewicht

Das Projekt leidet unter anderem an nicht fertiggestellten Etappen, fehlenden Pumpen sowie Problemen mit Dämmen und Kanälen. Die Sonneneinstrahlung zersetzt bereits an vielen Stellen den Beton. Wegen fehlender Klärwerke vermischen sich ungereinigte Abwässer mit dem Flusswasser. Der Bau sollte 2012 fertig werden; derzeit geht man von 2022 aus.

Bischof Cappio hatte bereits im Vorfeld erklärt, der Bau von Zisternen sei deutlich effektiver und günstiger als die Umleitung des Flusses. Zudem bedrohe die Wasserentnahme das ohnehin angeschlagene ökologische Gleichgewicht. Immer wieder kritisierte Cappio, die riesigen Wasserprojekte in Brasilien beruhten auf völlig veralteten Technologien.