Die Kritik an meinem Einsatz gegen das geplante Wasserkraftwerk Belo Monte, veröffentlicht auf der Webplattform einer österreichischen Interessensvertretung, hat eine Welle der Empörung ausgelöst. Ein diesbezügliches Gespräch erfolgte in gegenseitigem Respekt und Hochachtung.
Ich bitte von weiteren Protestaktionen Abstand zu nehmen, denn sie konzentrieren sich zunehmend auf meine Person und lassen den Zusammenhang mit dem Wasserkraftwerk Belo Monte nahezu außer Acht.
Über den Xingu, die Entwicklung des Projekts Belo Monte, den Einsatz der indigenen Völker in diesem Kontext habe ich unter dem Titel „Herr, sie zertreten dein Volk, sie unterdrücken dein Erbteil“ (Ps 93 [94],5) unsere Bedrängnis dargestellt, der im Buch „ROT WIE BLUT DIE BLUMEN Ein Bischof zwischen Leben und Tod“, Otto Müller Verlag (2009), S. 81-108, veröffentlicht ist.
Eine Leseprobe finden Sie auf der Plattform Belo Monte.
Ich hoffe, dass sich möglichst viele Menschen für die Berichte, Fakten und Stellungnahmen interessieren und auf diesem Hintergrund ihr Bewusstsein schärfen für solidarisches Handeln und für Veränderungen.
Es ist mir ein Anliegen, dass Weihnachten für uns alle erlebbar wird.
Die Menschwerdung Gottes will sich in der Welt,
aber auch in unseren Familien ereignen.
An Weihnachten stimmen wir ein Loblied an und preisen Gott
für seine zärtliche Liebe,
die er uns schenkt, in der Herrlichkeit seiner Schöpfung;
für seine unendliche Güte,
denn er ist Mensch geworden, damit wir das Leben haben;
für seine befreiende Botschaft,
die Licht ist und Hoffnung auf unserem Weg.
Die Schöpfung vor Zerstörung schützen,
das Leben gegen Angriffe verteidigen
und Frieden stiften, als Frucht der Gerechtigkeit,
das ist die Anbetung, die Gott gefällt.
Erwin Kräutler
Bischof vom Xingu
Präsident des CIMI (Indigener Missionsrat)
23. Dezember 2009
Mittwoch, 23. Dezember 2009
Pressemitteilung von Dom Erwin Kräutler
Dienstag, 22. Dezember 2009
„Herr, sie zertreten dein Volk, ...
... sie unterdrücken dein Erbteil“ (Ps 93 [94],5)
Mit diesem Psalm betitelt Bischof Kräutler in seinem neuen Busch eine ergreifende Beschreibung des Xingu-Flusses und wie er und seine Bewohner von Menschenhand bedrängt werden.
Erwin Kräutler
ROT WIE BLUT DIE BLUMEN. Ein Bischof zwischen Leben und Tod
Otto Müller Verlag (2009), S. 81-108.
Leseproben:
"Der Xingu ist geheimnisvoll. Wissenschaftler haben die Herkunft und Bedeutung seines Namens bis heute nicht entschlüsselt. Einige wollen ihn mit "Haus Gottes" erklären, sind aber nicht sicher, auf welchen Ursprung der Name tatsächlich zurückzuführen ist. Mal ruhig und sanft, bilden seine Gewässer weitläufige, malerische Seelandschaften, bis felsiges Gestein und Klippen das Flussbett in die Enge zwingen und mächtige Stromschnellen entstehen lassen. Viele Reisende verloren an einem der Wasserfälle ihr Leben, weil sie unerfahren waren und die Gefährlichkeit des Flusslaufes unterschätzten. Wenn der Xingu auch nicht das Haus Gottes sein muss, eines ist sicher: für die indigenen Völker, denen seine Ufergebiete seit Jahrtausenden Heimat sind, ist dieser Fluss heilig". (S.81)

"Warum stellt sich Eletrobrás nicht den Fragen der indigenen Völker? Warum war noch niemand in einer Aldeia, um über Belo Monte zu sprechen? Warum will man keine Unterstützung von jenen, die mit der Welt der Kayapó vertraut sind und Brücken schlagen könnten zu den Nachfahren der ersten Bewohner dieses Landes? (...)
Bei den sogenannten öffentlichen Audienzen werden nicht alle Fakten preisgegeben, und die Indios haben nicht die Möglichkeit, ihre Zweifel, Bedenken und Kritik anzubringen. Diese Anhörungen sind ein unternehmerisches Ritual von Vertretern der Regierungsbehörden, die lediglich die Litanei von Wachstum, Aufschwung und Entwicklung herunterleiern". (S.101)
Textauszug vom Schlussdokument des 2. Indigenen Treffens,
19. - 23. Mai 2009 | Altamira
„Als brasilianische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger wenden wir uns an die Öffentlichkeit, um der Gesellschaft und den Verantwortlichen auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene unsere Entscheidung mitzuteilen, dass wir unser Recht in Anspruch nehmen werden, damit unsere Kinder und Enkel auch in Würde leben können, dass wir unsere Heimat und
Territorien, unsere Kulturen und Traditionen bewahren und unsere Vorfahren, die uns eine wohlbehaltene Umwelt hinterlassen haben, in Ehren halten.
Wir lehnen den Bau von Staudämmen, ob groß oder klein, am Xingu und seinen Nebenflüssen ab und kämpfen weiter gegen ein sozial ungerechtes und umweltzerstörendes Entwicklungsmodell, das bereits durchgesetzt wird, etwa durch die zunehmende Spekulation mit öffentlichem Land, durch die Errichtung illegaler Sägewerke, durch heimlichen Bergbau, der unsere Flüsse vergiftet, durch die Ausdehnung der Monokulturplantagen und der Viehzucht, die unsere Wälder zugrunde richtet.
Der Xingu soll für immer leben!“
Erwin Kräutler - Bischof zwischen Leben und Tod
In seinem neuen Buch blickt Erwin Kräutler auf über vier Jahrzehnte pastoralen Wirkens am Xingu zurück, wohin er 1965, nach philosophisch-theologischen Studien in Salzburg, als Neupriester geschickt wurde - ein Gebiet, das vier Mal so groß ist wie Österreich.
Kräutlers Schilderungen - "Nebensächlichkeiten" oft, "aber sie gehören zu unserem Alltag und sind Teil unseres missionarischen Einsatzes" (161) - gehen unter die Haut. Er setzt mit seiner ersten Predigt ein, Weihnachten 1965, unter dem unvergeßlichen Eindruck eines zweistündigen Flugs von Belém nach Altamira stehend: ein Stück Amazonien aus der Vogelperspektive, das ihn an Antonín Dvo?áks neunte Symphonie "Aus der Neuen Welt" denken ließ.
Rezension von Andreas R. Batlogg, Stimmen der Zeit (2009) 853-858
Mit diesem Psalm betitelt Bischof Kräutler in seinem neuen Busch eine ergreifende Beschreibung des Xingu-Flusses und wie er und seine Bewohner von Menschenhand bedrängt werden.
Erwin Kräutler
ROT WIE BLUT DIE BLUMEN. Ein Bischof zwischen Leben und Tod
Otto Müller Verlag (2009), S. 81-108.
Leseproben:
"Der Xingu ist geheimnisvoll. Wissenschaftler haben die Herkunft und Bedeutung seines Namens bis heute nicht entschlüsselt. Einige wollen ihn mit "Haus Gottes" erklären, sind aber nicht sicher, auf welchen Ursprung der Name tatsächlich zurückzuführen ist. Mal ruhig und sanft, bilden seine Gewässer weitläufige, malerische Seelandschaften, bis felsiges Gestein und Klippen das Flussbett in die Enge zwingen und mächtige Stromschnellen entstehen lassen. Viele Reisende verloren an einem der Wasserfälle ihr Leben, weil sie unerfahren waren und die Gefährlichkeit des Flusslaufes unterschätzten. Wenn der Xingu auch nicht das Haus Gottes sein muss, eines ist sicher: für die indigenen Völker, denen seine Ufergebiete seit Jahrtausenden Heimat sind, ist dieser Fluss heilig". (S.81)

"Warum stellt sich Eletrobrás nicht den Fragen der indigenen Völker? Warum war noch niemand in einer Aldeia, um über Belo Monte zu sprechen? Warum will man keine Unterstützung von jenen, die mit der Welt der Kayapó vertraut sind und Brücken schlagen könnten zu den Nachfahren der ersten Bewohner dieses Landes? (...)
Bei den sogenannten öffentlichen Audienzen werden nicht alle Fakten preisgegeben, und die Indios haben nicht die Möglichkeit, ihre Zweifel, Bedenken und Kritik anzubringen. Diese Anhörungen sind ein unternehmerisches Ritual von Vertretern der Regierungsbehörden, die lediglich die Litanei von Wachstum, Aufschwung und Entwicklung herunterleiern". (S.101)
Textauszug vom Schlussdokument des 2. Indigenen Treffens,
19. - 23. Mai 2009 | Altamira
„Als brasilianische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger wenden wir uns an die Öffentlichkeit, um der Gesellschaft und den Verantwortlichen auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene unsere Entscheidung mitzuteilen, dass wir unser Recht in Anspruch nehmen werden, damit unsere Kinder und Enkel auch in Würde leben können, dass wir unsere Heimat und
Territorien, unsere Kulturen und Traditionen bewahren und unsere Vorfahren, die uns eine wohlbehaltene Umwelt hinterlassen haben, in Ehren halten.
Wir lehnen den Bau von Staudämmen, ob groß oder klein, am Xingu und seinen Nebenflüssen ab und kämpfen weiter gegen ein sozial ungerechtes und umweltzerstörendes Entwicklungsmodell, das bereits durchgesetzt wird, etwa durch die zunehmende Spekulation mit öffentlichem Land, durch die Errichtung illegaler Sägewerke, durch heimlichen Bergbau, der unsere Flüsse vergiftet, durch die Ausdehnung der Monokulturplantagen und der Viehzucht, die unsere Wälder zugrunde richtet.
Der Xingu soll für immer leben!“
Rezension:
In seinem neuen Buch blickt Erwin Kräutler auf über vier Jahrzehnte pastoralen Wirkens am Xingu zurück, wohin er 1965, nach philosophisch-theologischen Studien in Salzburg, als Neupriester geschickt wurde - ein Gebiet, das vier Mal so groß ist wie Österreich.
Kräutlers Schilderungen - "Nebensächlichkeiten" oft, "aber sie gehören zu unserem Alltag und sind Teil unseres missionarischen Einsatzes" (161) - gehen unter die Haut. Er setzt mit seiner ersten Predigt ein, Weihnachten 1965, unter dem unvergeßlichen Eindruck eines zweistündigen Flugs von Belém nach Altamira stehend: ein Stück Amazonien aus der Vogelperspektive, das ihn an Antonín Dvo?áks neunte Symphonie "Aus der Neuen Welt" denken ließ.
Rezension von Andreas R. Batlogg, Stimmen der Zeit (2009) 853-858
Dom Erwin sagt DANKE!
Mit den Menschen am Xingu danke ich für Ihre erwiesene
Solidarität.
Schenken Sie unserem Einsatz für Leben in Würde und Gerechtigkeit, für die Bewahrung von Gottes Schöpfung in Amazonien weiter Ihre Aufmerksamkeit, und begleiten Sie uns mit Ihrem Gebet.
Mit lieben Grüßen
Erwin Kräutler
Solidarität.
Schenken Sie unserem Einsatz für Leben in Würde und Gerechtigkeit, für die Bewahrung von Gottes Schöpfung in Amazonien weiter Ihre Aufmerksamkeit, und begleiten Sie uns mit Ihrem Gebet.
Mit lieben Grüßen
Erwin Kräutler
Montag, 21. Dezember 2009
Dr. Lochschmidt entschuldigt sich
Die Plattform Belo Monte erhält von Dr. Lochschmidt eine Kopie der Mail an Dr. L., der sich am 19.12. an der Aktion beteiligt hat.
Sehr geehrter Herr Dr. L.
Meine Nennung von Dom Erwin Kräutler war in diesem Zusammenhang sicherlich unnötig und mißverständlich, weshalb ich mich auch bei Bischof Kräutler für diese Formulierung entschuldigt habe. Es war nicht meine Absicht, Dom Erwin oder die Menschen in seiner Diözese zu diffamieren oder herabzuwürdigen.
Mit den besten Wünschen für ein frohes Weihnachtsfest
Ingomar Lochschmidt
_____________________________________________
Österreichische Außenhandelsstelle São Paulo
Consulado Geral da Áustria - Departamento Comercial
mailto:saopaulo@wko.at
ORF-Vorarlberg berichtet am 21.12.2009:
Lochschmidt entschuldigt sich bei Kräutler
Der österreichische Handelsdelegierte in Brasilien, Ingomar Lochschmidt, hat sich nach seiner verbalen Attacke per E-Mail bei Bischof Kräutler entschuldigt. Lochschmidt hatte Kräutler kritisiert, weil er Industrieprojekte verhindere.
Wirtschaftskammer: "Sache tut uns leid!"
Lochschmidt habe bereis versucht, sich telefonisch bei Kräutler zu entschuldigen, heißt es aus der Wirtschaftskammer. Da er ihn aber nicht erreicht habe, habe er ihm am Montagmittag eine Entschuldigungs-Mail geschrieben, so der Leiter der Außenwirtschaft Österreich in der Wirtschaftskammer, Walter Koren.
Koren selbst tut die ganze Sache leid. Die Forderung nach einem Rücktritt Lochschmidts hält er für übertrieben: "Ich glaube, das ist genauso überzogen wie die Wortwahl des Kollegen Lochschmidt. Er hat es nicht so gemeint, wollte nicht mit Absicht jemanden beleidigen - schon gar nicht Kräutler, den er ja persönlich kennt", so Koren gegenüber Radio Vorarlberg.
"Staatlich geehrter Talarträger"
Lochschmidt hatte Erwin Kräutler, den Bischof von Xingu, am Wochenende scharf kritisiert. Kräutler sei ein "staatlich geehrter Talarträger, der gegen Industrieprojekte wettert und Indianern hilft, sich fernsehgerecht in Szene zu setzen". Gemeint hat Lochschmidt damit Kräutlers Kritik an einem riesigen Wasserkraftwerk, das in seiner Diözese geplant ist.
Sausgruber: "Das gehört abgestellt!"
Unterstützung für Kräutler kommt von Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP). Er halte von Anwürfen wie jenen des Handelsdelegierten "weniger als nichts", so Sausgruber. Wenn Österreicher im Ausland eine Meinungsverschiedenheit haben, sollten sie diese im Tonfall zurückhaltend austragen.
Laut Sausgruber sollten solche Entgleisungen "abgestellt" werden. Es sei nicht Sache eines offiziellen Vertreters der österreichischen Wirtschaft, in dieser Tonlage zu sprechen.
Egger: "Aussagen sind inakzeptabel!"
Auch für FPÖ-Vorarlberg-Landesobmann Dieter Egger sind die Aussagen Lochschmidts inakzeptabel: "So geht man nicht mit verdienten Seelsorgern um, die sich – so wie der Bischof – selbstlos für bessere Lebensbedingungen armer und hilfloser Menschen einsetzen."
Walser fordert Rücktritt
Grünen-Nationalratsabgeordneter Harald Walser bezeichnet die Haltung des Handelsdelegierten als ausschließlich an Profitinteressen orientiert, peinlich und unwürdig. Laut Walser wäre ein Rücktritt Lochschmidts die einzige angemessene Reaktion.
Sehr geehrter Herr Dr. L.
Meine Nennung von Dom Erwin Kräutler war in diesem Zusammenhang sicherlich unnötig und mißverständlich, weshalb ich mich auch bei Bischof Kräutler für diese Formulierung entschuldigt habe. Es war nicht meine Absicht, Dom Erwin oder die Menschen in seiner Diözese zu diffamieren oder herabzuwürdigen.
Mit den besten Wünschen für ein frohes Weihnachtsfest
Ingomar Lochschmidt
_____________________________________________
Österreichische Außenhandelsstelle São Paulo
Consulado Geral da Áustria - Departamento Comercial
mailto:saopaulo@wko.at
ORF-Vorarlberg berichtet am 21.12.2009:
Lochschmidt entschuldigt sich bei Kräutler
Der österreichische Handelsdelegierte in Brasilien, Ingomar Lochschmidt, hat sich nach seiner verbalen Attacke per E-Mail bei Bischof Kräutler entschuldigt. Lochschmidt hatte Kräutler kritisiert, weil er Industrieprojekte verhindere.
Wirtschaftskammer: "Sache tut uns leid!"
Lochschmidt habe bereis versucht, sich telefonisch bei Kräutler zu entschuldigen, heißt es aus der Wirtschaftskammer. Da er ihn aber nicht erreicht habe, habe er ihm am Montagmittag eine Entschuldigungs-Mail geschrieben, so der Leiter der Außenwirtschaft Österreich in der Wirtschaftskammer, Walter Koren.
Koren selbst tut die ganze Sache leid. Die Forderung nach einem Rücktritt Lochschmidts hält er für übertrieben: "Ich glaube, das ist genauso überzogen wie die Wortwahl des Kollegen Lochschmidt. Er hat es nicht so gemeint, wollte nicht mit Absicht jemanden beleidigen - schon gar nicht Kräutler, den er ja persönlich kennt", so Koren gegenüber Radio Vorarlberg.
"Staatlich geehrter Talarträger"
Lochschmidt hatte Erwin Kräutler, den Bischof von Xingu, am Wochenende scharf kritisiert. Kräutler sei ein "staatlich geehrter Talarträger, der gegen Industrieprojekte wettert und Indianern hilft, sich fernsehgerecht in Szene zu setzen". Gemeint hat Lochschmidt damit Kräutlers Kritik an einem riesigen Wasserkraftwerk, das in seiner Diözese geplant ist.
Sausgruber: "Das gehört abgestellt!"
Unterstützung für Kräutler kommt von Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP). Er halte von Anwürfen wie jenen des Handelsdelegierten "weniger als nichts", so Sausgruber. Wenn Österreicher im Ausland eine Meinungsverschiedenheit haben, sollten sie diese im Tonfall zurückhaltend austragen.
Laut Sausgruber sollten solche Entgleisungen "abgestellt" werden. Es sei nicht Sache eines offiziellen Vertreters der österreichischen Wirtschaft, in dieser Tonlage zu sprechen.
Egger: "Aussagen sind inakzeptabel!"
Auch für FPÖ-Vorarlberg-Landesobmann Dieter Egger sind die Aussagen Lochschmidts inakzeptabel: "So geht man nicht mit verdienten Seelsorgern um, die sich – so wie der Bischof – selbstlos für bessere Lebensbedingungen armer und hilfloser Menschen einsetzen."
Walser fordert Rücktritt
Grünen-Nationalratsabgeordneter Harald Walser bezeichnet die Haltung des Handelsdelegierten als ausschließlich an Profitinteressen orientiert, peinlich und unwürdig. Laut Walser wäre ein Rücktritt Lochschmidts die einzige angemessene Reaktion.
Antwort von Dr. Lochschmidt
Die Plattform Belo Monte erhält von Dr. Lochschmidt eine Kopie der Mail an Dr. L., der sich am 19.12. an der Aktion beteiligt hat.
Sehr geehrter Herr Dr. L.
Meine Nennung von Dom Erwin Kräutler war in diesem Zusammenhang sicherlich unnötig und mißverständlich, weshalb ich mich auch bei Bischof Kräutler für diese Formulierung entschuldigt habe. Es war nicht meine Absicht, Dom Erwin oder die Menschen in seiner Diözese zu diffamieren oder herabzuwürdigen.
Mit den besten Wünschen für ein frohes Weihnachtsfest
Ingomar Lochschmidt
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Österreichische Außenhandelsstelle São Paulo
Consulado Geral da Áustria - Departamento Comercial
WKÖ, 21.12.2009
Aussagen zu Bischof Kräutler im Zusammenhang mit Wasserkraftwerk Belo Monte in Brasilien waren unnötig
Sehr geehrter Herr Dr. L.
Meine Nennung von Dom Erwin Kräutler war in diesem Zusammenhang sicherlich unnötig und mißverständlich, weshalb ich mich auch bei Bischof Kräutler für diese Formulierung entschuldigt habe. Es war nicht meine Absicht, Dom Erwin oder die Menschen in seiner Diözese zu diffamieren oder herabzuwürdigen.
Mit den besten Wünschen für ein frohes Weihnachtsfest
Ingomar Lochschmidt
_____________________________________________
Österreichische Außenhandelsstelle São Paulo
Consulado Geral da Áustria - Departamento Comercial
WKÖ, 21.12.2009
Aussagen zu Bischof Kräutler im Zusammenhang mit Wasserkraftwerk Belo Monte in Brasilien waren unnötig
"Respektiere deine Eltern, damit dein Leben lange währt..."
Nach den Auswirkungen von Belo Monte gefragt, antwortete Bischof Kräutler: "Ein Kazike Kayapó klagte mir: 'Du weißt, wie sehr wir unsere Ahnen ehren. Und jetzt wollen sie ihre Gräber überschwemmen...' Diese traurige Klage bestärkt mich in meinem Einsatz gegen die Zerstörung der Mit-Welt."
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