Freitag, 10. Februar 2012

Trotz Stillstand hält Präsidentin Rousseff an Umleitung des São Francisco fest

Die Arbeiten an der Umleitung des Rio São Francisco und an der Eisenbahn Transnordestina sind im Bundesstaat Ceará weit hinter dem vergesehenen Zeitplan. Präsidenten Dilma Rousseff besuchte am Mittwoch und Donnerstag (8. und 9.2.) einige Großbaustellen. Doch nur an 5 der 14 Bauabschnitte der Umleitung wird planmäßig gearbeitet. Bereits seit über einem Jahr sollen viele Abschnitte stillstehen. Der Besuch wurde von den Medien zum Anlass genommen, über die Situation vor Ort zu berichten.

Nach Aussagen des Ministers für Integration Fernando Bezerra ist die Nordachse des Kanals mit 426 km Länge, die Wasser nach Ceará bringen soll, erst zu 16 % fertig, die Ost-Achse (mit 287 km) hingegen, die Rio Grande do Norte bewässern wird, zu 80 %. "Bis April sollen die Arbeiten an den stillstehenden Baustellen neu vergeben werden, damit die Bautätigkeiten in der zweiten Jahreshälfte wieder voll aufgenommen werden können", sagte er. Über den Zeitpunkt der Fertigstellung gab es keine Angaben.

Das Umleitungsprojekt sieht vor, Wasser des Rio São Francisco in zwei Kanalsysteme in die Trockengebiete von Ceará und Rio Grande do Norte zu leiten. Nach heftigen Protesten und einem 24-tägigen Hungerstreik von Bischof Luiz Cappio begann das Militär 2007 mit den Arbeiten. Die Kosten für das Projekt wurden mit R$ 7 Mrd beziffert. Bis zu 10.000 Arbeiter waren kurzfristig beschäftigt, derzeit sind es weniger als 4.000. Laut Minister kam es zu Differenzen zwischen den Verträgen und den "tatsächlichen Leistungen" der Baufirmen, weshalb Zahlungen eingestellt wurden.

Wegen aufgelassener Baustellen und fehlender Leistungen musste sogar das Besuchsprogramm von Präsidentin Dilma Rousseff umgeändert werden. Sie hielt jedoch am Umleitungsprojekt fest. In Mauriti-PB verteidigte sie eine halbe Stunde lang das Projekt und nannte es "eines der bedeutendsten des Jahrhunderts", das die Wirtschaft einer ganze Region völlig verändern wird. Sie versprach sofortige Investitionen in der Höhe von R$ 2,4 Mrd und weitere R$ 1,9 Mrd in naher Zukunft.

TV-Globo
Presidente Dilma vistoria obras de transposição do Rio São Francisco em Pernambuco
Obras de transposição das águas do Rio São Francisco estão atrasadas

Diária do Nordeste, 09.02.2012
Dilma: Transposição entre obras mais significativas do século
Serão liberados, no primeiro momento, para os trabalhos R$ 2,4 bilhões. E, depois, mais R$ 1,9 bilhão
Mauriti. "Estamos estabelecendo um marco aqui hoje. É um marco da conclusão da retomada, com todos os canteiros prontos e com a perspectiva de cumprir várias metas", disse a presidente Dilma Rousseff ao chegar na tarde de ontem em Juazeiro do Norte, segundo ela, para falar "exclusivamente" do projeto da Transposição do Rio São Francisco. Ela classificou as obras da Transposição como uma das mais significativas desse início de século, por criar condições de se ter uma agricultura diferenciada, numa região que se caracteriza pela seca.

G1, 9.2.2012
Pedras e madeira se acumulam em trechos da obra da transposição
Ritmo de trabalho só foi tido como adequado em cinco dos 14 lotes da obra.
Para cortar a Serra do Braga, são feitas explosões a cada 12 horas.

G1, 8.2.2012
Obras da transposição do Rio São Francisco sofrem atraso no Ceará
Transposição deveria ser concluída este ano, segundo edital.
Operários da Transnordestina realizaram paradas constantes no Ceará.

Folha do Sertão, 10.2.2012
Obras de transposição do Rio São Francisco estão abandonadas no PE e avançam na PB.

Estadão, 8.2.2012
Planalto aborta visita de Dilma a obra da Transnordestina ao constatar abandono

Donnerstag, 9. Februar 2012

ZDF-Sendung: Mega-Staudamm Belo Monte bedroht das Amazonas-Gebiet


ZDF-planet e. Programmhinweis
Staudamm contra Regenwald
Mega-Staudamm bedroht das Amazonas-Gebiet
Im Herzen Amazoniens liegt die größte und teuerste Baustelle Brasiliens: Hier soll das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt gebaut werden - Belo Monte. Wissenschaftler warnen vor den verheerenden ökologischen Folgen. Dieser Eingriff in die Natur wird so weitreichende Folgen nach sich ziehen, dass die Hälfte des Amazonas-Regenwaldes vernichtet werden wird.

Videobeitrag:
ZDF planet e.: Staudamm contra Regenwald

Hintergrund zum Film:
Thüringer Zeitung, 11.2.2012
Naturschutz oder Energiehunger
In Brasiliens Regenwald soll das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt gebaut werden. Filmemacherin Jana Lemme, gebürtig in Ostthüringen, hat sich für das ZDF auf die Reise dorthin begeben.

Mittwoch, 8. Februar 2012

RedeTV bringt Serie über Belo Monte


RedeTV News bringt eine Doku-Serie über Belo Monte:
1. Teil: Belo Monte: ein Wasserkraftwerk voller Widersprüche

RedeTV News, 7.2.2012
Belo Monte: saiba mais sobre a polêmica hidrelétrica
O plano da polêmica hidrelétrica no rio Xingu surgiu com a necessidade de suprir a demanda criada com o crescimento econômico e o aumento do consumo de energia.

RedeTV News, 8.2.2012
Belo Monte: polêmica envolve índios e comunidades ribeirinhas
Os moradores da região estão preocupados com os impactos ambientais causados pela terceira maior usina hidreléctrica do mundo no Rio Xingu.

RedeTV News, 9.2.2012
Belo Monte: municípios próximos crescem com usina
As cidades de Altamira e Vitória do Xingu no Pará não param. Prédios em construção são vistos por todos os cantos.

RedeTV News, 10.2.2012
Belo Monte: especialistas explicam importância da usina
Com a economia em crescimento, o Brasil busca aumento também na produção de energia. Uma das alternativas é a construção da Belo Monte.

Montag, 6. Februar 2012

Dammbau am Xingu führt bereits zu Überflutungen

An der Stelle des geplanten Staudammes bei der Insel Pimentel fließt der Xingu in drei Armen. Der linke mit einer Weite von 500 Metern wurde im Jänner durch einen Erddamm abgesperrt, als Vorbereitung für den Dammbau und um die Insel mit den Baumaschinen erreichen zu können. Die Regenzeit hat bereits heftig eingesetzt, und die Bewegung Xingu Vivo sieht in dieser Absperrung die Ursache für einen in dieser Jahreszeit noch nie dagewesenen Anstieg des Xingu in Altamira um 7,20 Meter.
In Altamira stehen die Flußniederungen bereits unter Wasser und die Betroffenen verlassen ihre Unterkünfte.
Besonders gefährdet sind die Bewohner entlang der Xingu-Zuflüsse Ambé und Altamirabach. Unter Einsatz des Militärs wurde Familien evakuiert und in Notquartiere der Stadtverwaltung von Altamira gebracht.

Ungewiss soll außerdem das Ausmaß der Überflutungen des Xingu sein, die der Staudamm verursachen wird. Erst jetzt wurde die Firma CART beauftragt, den Wasserstand zu erheben, der durch den Staudamm in der Ansiedlung Assurini zu erwarten ist. Diese Ansiedlung wurde während der letzten 20 Jahre am rechten Xinguufer entlang der Großen Schleife vom nationalen Siedlungsinstitut INCRA errichtet. Ca. 6.000 Familien leben hier, sie produzierten 2010 an die 60 % der landwirtschaftlichen Güter für die Stadtbevölkerung von Altamira. Befürchtet wird nun, dass auch die Ansiedlung Assurini vom Ansteigen des Wasserstandes betroffen sein könnte.

Auch bei anderen Wasserkraftwerksbauten stellten sich im Nachhinein viel größere Auswirkungen auf die Umwelt und Siedler ein als zunächst angenommen. So sind z.B. die beim Kraftwerk Santo Antônio überfluteten Gebiete entlang des Rio Madeira teilweise um 9 km breiter geworden als ursprünglich von IBAMA genehmigt.

Aos Olhos do Povo, 4.2.2012
Licenciamento às avessas: empresa inicia desvio do Xingu sem saber até onde chega o lago da barragem.

Anapu em foco, 4.2.2012
CHEIA DO XINGU DEIXA MAIS DE CEM FORA DE CASA EM ALTAMIRA

Anapu em foco, 9.2.2012
EXÉRCITO REMOVE ATINGIDOS PELA CHEIA EM ALTAMIRA

Altamira Hoje, 3.2.2012
Rio Xingu sobe acima do normal

Xingu Vivo, 30.1.2012
Ensecadeira se estende de ponta a ponta em canal do rio Xingu, inundando trechos florestados de ilha e terra firme

Samstag, 4. Februar 2012

Inbetriebnahme des Kraftwerks Santo Antônio wieder verschoben

Die Inbetriebnahme der hydroelektrischen Turbinen des Kraftwerks Santo Antônio am Rio Madeira (RO), die diese Woche hätten stattfinden sollen, wurden auf Ende Februar verschoben. Dies bedeutet, dass frühestens im März mit der Stromproduktion begonnen werden kann. Laut Zeitplan hätten bereits im Dezember zwei Turbinen in Betrieb gehen und 144 MW Strom produzieren sollen.

Das Lieferanten-Konsortium Alstom, Voith und Andritz soll den Fehler bereits erkannt haben. Doch nur weitere Tests und eine Inbetriebnahme werden zeigen, dass das Problem behoben werden konnte.

Rondoniaovivo, 3.2.2012
Testes em turbinas da UHE Santo Antônio são novamente adiados, Consórcio Construtor se cala

Metso liefert Baumaschinen für Belo Monte


Der finnische Maschinenbaukonzern Metso wurde vom brasilianischen Consorcio Construtor Belo Monte mit der Lieferung von Equipment für den Bau eines Wasserkraftwerks im brasilianischen Bundesstaat Pará beauftragt.

Es geht um drei große automatisierte Gesteinszerkleinerungsanlagen sowie zwei portable und zwei mobile Lokotrack Vorbrech- und Siebeinheiten. Die Auslieferung ist für das erste Quartal 2013 geplant. Das Auftragsvolumen wurde mit insgesamt rund 30 Mio. Euro beziffert. Ersatzteile sowie Wartungs- und Servicedienstleistungen sind inkludiert.

Estadão, 3.2.2012
Metso fornecerá equipamentos para Belo Monte

Metso Corporation’s press release, 3.2.2012
Metso to supply fully automated crushing plant to Consórcio Construtor Belo Monte in Brazil 

Wallstreet-Online, 3.2.2012
Metso erhält Auftrag aus Brasilien