Mittwoch, 14. März 2018

Belo Monte: Stopp für Turbinentest wegen Fischsterben

Norte Energia, verantwortlich für das Wasserkraftwerk Belo Monte, muss laut Anordnung des brasilianischen Instituts für Umwelt und erneuerbare natürliche Ressourcen (Ibama) die Tests für die nächste Turbine stoppen. Grund dafür sind der Tod von mindestens einer Tonne Fisch im Jänner.

Bei Tests, die im Januar durchgeführt wurden, zog die Rotation der Turbinen laut IBAMA die Fische an. Die Tiere sterben mit zunehmender Geschwindigkeit. "Im Normalbetrieb verhindert die Stromstärke die Annäherung der Fische", heißt es im Gutachten.

In einer Stellungnahme sagte Norte Energia, dass bereits Netze aufgestellt wurden, um die Fische vom Bereich des Ansaugens des Wassers für die Turbinen fernzuhalten. Weiters wurden Teams bereitgestellt, um die Fische zu retten und die Turbineneingänge zu kontrollieren.

O Globo, 13.3.2018
Turbinas de Belo Monte devem ser paralisadas após a morte de uma tonelada de peixes no PA
Determinação para a suspensão do funcionamento das turbinas é do Ibama. A Norte Energia, responsável pela hidrelétrica, alega que vai usar barreiras para evitar que cardumes sejam atraídos pelas turbinas.

Estadão, 13.3.2018
Morte de peixes paralisa turbinas de Belo Monte
Ibama pediu a suspensão dos testes na hidrelétrica do Xingu após constatar a morte de uma tonelada de peixes no início deste ano

Freitag, 9. März 2018

Bischof Kräutler im Mitgliederrat zur Amazonassynode

vatican news, 8.3.2018
Vatikan: Wer und was zur Amazonassynode bekanntgegeben
Papst Franziskus hat über den Titel der Amazonassynode für 2019 entschieden. Wie der vatikanische Pressesaal an diesem Donnerstag mitteilte, wird das große Bischofstreffen im Oktober 2019 den Namen tragen: „Amazonas: neue Wege für die Kirche und für eine integrale Ökologie“.

Wie es in der Vatikannote weiter heißt, hat der Papst auch entschieden, wer dem Mitgliederrat der Vorsynode zu diesem Thema angehören wird. Unter den Ernannten finden sich prominente brasilianische Bischöfe, wie beispielsweise der emeritierte Erzbischof von Sao Paolo, Kardinal Claudio Hummes, der dem kirchlichen Amazonasnetzwerk REPAM vorsteht, oder der aus Österreich stammende ehemalige Amazonas-Bischof Erwin Kräutler. Den Vatikan vertreten Kardinal Peter Turkson vom vatikanischen Entwicklungsdikasterium sowie der für Außenbeziehungen zuständige Erzbischof Paul Gallagher. Auch Vertreter aus Kolumbien, Peru, Ecuador, Paraguay, Mexiko und Venezuela wurden bestimmt. Der Mitgliederrat wird bei der Vorbereitung des weltweiten Bischofstreffens eng mit dem Synodensekretariat zusammenarbeiten.


VOL.at, 8.3.2018
Papst beruft Kräutler in Beratungsgremium für Amazonas-Synode
Der brasilianisch-österreichische Bischof Erwin Kräutler ist von Papst Franziskus in ein wichtiges Vorbereitungsgremium für die 2019 bevorstehende Sonderbischofssynode zur Amazonas-Region berufen worden.


Blickpunkt Lateinamerika, 9.3.2018
Papst benennt Teilnehmer der Amazonas-Synode
Nach der Ankündigung im letzten Jahr, eine Synode über den Amazonas und Umweltschutz einzusetzen, hat Papst Franziskus das Vorhaben nun konkretisiert. Die Zusammenkunft der Bischöfe aus den Amazonas-Anrainerländern werde im Oktober 2019 in Rom stattfinden, gab der Vatikan bekannt. Das Thema laute „Amazonas: Neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie“

VaticanNews, 8.3.2018
Tema e nomeações do Sínodo dos Bispos para a Pan-amazônia
O tema da assembleia especial do Sínodo dos Bispos para a Pan-amazônia é “Amazônia: novos caminhos para a Igreja e por uma ecologia integral”.

Freitag, 2. Februar 2018

Belo Monte: 8. Francis-Turbine geht in Betrieb

Die Nationale Elektrizitätsagentur ANEEL genehmigte am 1.2.2018 die Inbetriebnahme der 8. Francis-Turbine mit einer Leistung von 611,1 MW. 10 weitere Francis-Turbinen sind in Belo Monte bis Ende 2019 geplant.
Beim Nebenkraftwerk Pimental sind seit Jänner 2017 alle 6 Turbinen mit je 38,8 MW Leistung in Betrieb.
Die 14 Turbinen produzieren insgesamt 5.121,6 MW elektrischen Strom.


Canal Energia, 1/2/2018
Aneel libera turbina de Belo Monte para operação comercial
A Agência Nacional de Energia Elétrica liberou o início da operação comercial da unidade geradora UG 8 da UHE Belo Monte. A decisão foi publicada no Diário Oficial da União desta quinta-feira, 1 de fevereiro. A unidade aprovada para operar comercialmente possui 611,11 MW e a usina está situada em Vitória do Xingu, no Pará.

Brasilien vergibt Förderrechte für Hochsee-Ölfelder


Der Standard, 1.2.2018
Brasilien vergab Erdölförderung an ausländische Konzerne
Brasilien hat Förderrechte für Hochsee-Ölfelder im Wert von 1,6 Milliarden Euro an internationale Konzerne vergeben. Die Verträge über die Förderrechte auf sechs Pre-Sal-Feldern vor der Küste Rio de Janeiros wurden am Mittwoch (Ortszeit) in Brasília von Präsident Michel Temer unterzeichnet.

Bei der Versteigerung der Felder hatten sich bereits im Oktober unter anderen BP, Repsol, Shell, Statoil und CNOOC durchgesetzt. Der staatliche brasilianische Erdölkonzern Petrobras wird nur in drei der Ölfelder an der Förderung beteiligt, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete. Die Regierung hat für März und April die Versteigerung weiterer Förderrechte auf 70 Ölfeldern angekündigt.

Temer setzt auf ein ambitioniertes Privatisierungsprogramm, um die brasilianische Wirtschaft nach der schweren Krise von 2015 und 2016 wieder anzukurbeln. Die Erdölproduktion ist 2017 um vier Prozent auf 957 Millionen Barrel gestiegen, wie die brasilianische Erdölagentur (ANP) bekanntgab.


amerika21, 31.1.2018
Brasilien plant weltweit größte Versteigerung von Erdöl
Börse jubelt über Urteil gegen Lula. Aktienwerte der Petrobras erreichen Höchstniveau. Brasilianischer Stromkonzern wird privatisiert


O Globo, 31.1.2018
Governo assina contratos de blocos do pré-sal licitados em outubro de 2017
No leilão, o governo ofereceu oito áreas para serem exploradas sob o regime de partilha, mas apenas seis tiveram ofertas. União receberá R$ 6,15 bilhões em outorgas.



FAZ, 22.10.2013
Öl vor der Küste : Brasilien lässt Tiefsee-Ölfeld ausbeuten
Vor der brasilianischen Küste lagert unter einer dicken Salz- und Gesteinsschicht Öl unter dem Meeresboden. Nun hat das Land erstmals Förderrechte dafür versteigert. Dagegen regt sich Protest.

Galileo-tv 8.9.2017
Brasilien stoppt riesige Öl-Bohrungen, um die unberührte Schönheit des Amazonas‘ zu retten
Brasilien steckt – noch – voll unberührter Natur. Damit meinen wir nicht nur den Regenwald, sondern auch das Mündungsgebiet des Amazonas. Dort befindet sich eine zauberhafte Wunderwelt, die kurz davor war, zerstört zu werden. Doch diese Projekte wurden gestoppt – fürs Erste.

Spiegel online, 17.5.2017
Ölbohrungen bedrohen Naturparadies
Enorme Erdölvorkommen soll es nahe der Amazonasmündung vor der brasilianischen Küste geben. Mehrere Konzerne besitzen Bohrlizenzen für das Gebiet. Bald könnte es losgehen - und eine einzigartige Umwelt zerstört werden

Motley Fool, 11.7.2017
Vor der Küste Brasiliens liegen 30 Milliarden Barrel Öl – und es ist auch noch super günstig
Der Einbruch der Rohölpreise und die folgende Stabilisierung bei unter 50 US-Dollar pro Barrel zwingt die Ölproduzenten zu größtmöglicher Effizienz. Es wurden nicht benötigte Vermögenswerte verkauft, kaum neue Großprojekte begonnen und die Deckungskosten für bestehende Vermögenswerte so schnell wie möglich gesenkt. Aktuelle Ölprojekte haben es mit neuem Offshore- und Tiefseeöl nicht gut gemeint. Diese beiden Bereiche gehören nämlich zu den teuersten der Industrie. Die einzige Ausnahme davon bildet vielleicht Brasilien.
Vor etwa zehn Jahren entdeckte das Land vor der südöstlichen Küste Milliarden von Barrel Öl. Im Jahr 2013 wurde eine zusätzliche Milliarde Barrel etwa 1.000 Meilen nördlich entdeckt. Einige Schätzungen sprechen sogar von 30 Milliarden Barrel.

Freitag, 26. Januar 2018

Lula gibt sich auch nach Verurteilung kämpferisch für Präsidentschaft


Tagesschau.de, 26.01.2018
Nach Urteil wegen Korruption
Ex-Präsident Lula darf nicht ausreisen
Der wegen Korruption verurteilte brasilianische Ex-Präsident Lula darf das Land nicht verlassen. Ein Berufungsgericht hatte erst vor wenigen Tagen seine Strafe wegen Korruption auf zwölf Jahre Haft erhöht.

Zeit-Online, 24. Januar 2018
Haft statt Präsident? Lula-Prozess spaltet Brasilien
Porto Alegre (dpa) - Wegen einer drohenden langen Gefängnisstrafe hat Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva seine Anhänger zu massivem Widerstand aufgerufen.
"Nur eine Sache holt mich von den Straßen dieses Landes: das kann nur der Tag sein, an dem ich sterbe", sagte der 72-Jährige zu tausenden Anhängern in Porto Alegre, wo heute die Berufungsverhandlung gegen eine Haftstrafe wegen Korruption begann. Im vergangenen Juli war er zu neuneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, blieb aber auf freiem Fuß. Bei einer Bestätigung des Urteils drohte auch das Aus für das politische Comeback - er führt in den Umfragen zur Präsidentschaftswahl 2018.

NZZ, 25.1.2018
Brasiliens früherer Präsident Lula will sich von Gefängnisstrafe nicht beirren lassen
Lula gibt sich nach seiner Verurteilung am Mittwoch kämpferisch. Er will weiterhin im Oktober bei den Präsidentschaftswahlen antreten. Sein politisches Comeback wird aber immer unwahrscheinlicher.

Süddeutsche Zeitung, 24.1.2018
Gericht bestätigt Urteil gegen Brasiliens Ex-Präsident Lula
  • Brasiliens beliebter Ex-Präsident Lula da Silva muss möglicherweise für zwölf Jahre ins Gefängnis.
  • Ein Gericht bestätigt ein früheres Urteil und befindet ihn der Korruption und Geldwäsche für schuldig.
  • Lula wollte bei der Präsidentschaftswahl Ende des Jahres erneut kandidieren, bei einer Haftstrafe wäre dies unmöglich.
  • Allerdings bleiben dem Ex-Staatschef noch Rechtsmittel, um das Urteil anzufechten.

Blickpunkt Lateinamerika, 30.1.2018
"Lula ist Opfer eines ungerechten Prozesses"
Der brasilianische Befreiungstheologe und Dominikaner Frei Betto (73) sieht Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva (2003-2010) als Opfer eines ungerechten Prozesses. Ein Bundesgericht hatte am Mittwoch die Verurteilung Lulas wegen Korruption und Geldwäsche bestätigt. Zudem erhöhte es die im Juli 2017 verhängte Haftstrafe von neuneinhalb auf nun zwölf Jahre und einen Monat. Betto gilt als eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen Brasiliens und trotz Differenzen als enger Freund Lulas. Mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sprach Betto über die Folgen des Urteils.

Mittwoch, 24. Januar 2018

Themen der Amazonas-Synode: Indigene, Priester, Natur


Domradio.de, 23.1.2018
Kurienkardinal für Debatte um verheiratete Priester
"Den richtigen Moment erkennen"
Der Vatikan gibt der Debatte über verheiratete Priester in der katholischen Kirche neuen Schwung. Der Leiter der Kleruskongregation, Kardinal Stella, hält es für sinnvoll, über die Priesterweihe für ältere verheiratete Männer nachzudenken.

Vatican News, 22.1.2018
Kurienkardinal Stella offen für Debatte um verheiratete Priester
Der Leiter der vatikanischen Kleruskongregation, Kardinal Beniamino Stella, macht in einem Interviewbuch einen Vorstoß für die Weihe von „Viri probati".

Vatican News, 20.1.2018
Indigenen-Stimmen sollen in Amazonas-Synode einfließen
Die Ortskirche versucht Indigenen-Vertreter aktiv in die Vorbereitung der für 2019 im Vatikan angesetzten Amazonien-Synode einzubeziehen. Das bekräftigt Kardinal Claudio Hummes, Präsident des länderübergreifenden Kirchennetzwerks der lateinamerikanischen Kirche für das Amazonasgebiet REPAM und der Amazonas-Kommission der brasilianischen Bischofskonferenz.

Vatican News, 19.1.2018
Besuch in Amazonien:
Gemeinsam gegen die „Verwüstungen des Lebens“
Lösungen für die Probleme Amazoniens sind nur gemeinsam mit den Bewohnern möglich, nicht über deren Köpfe hinweg: Papst Franziskus traf die auchtochtonen Völker Amazoniens in Puerto Maldonado, am ersten Tag seiner Reise in Peru.

Vatican News, 17.1.2018
Amazonasbischof Kräutler: Indios verdanken ihr Überleben auch der Kirche
Ein schreckliches Jahr liegt hinter den Indigenen des Amazonasgebietes - Kardinal Claudio Hummes und Amazonasbischof Erwin Kräutler, ihres Zeichens Präsident des kirchlichen Amazonas-Netzwerkes REPAM und Präsident von REPAM-Brasilien, schlugen zu Neujahr mit einem Brandbrief Alarm. Christine Seuss hat im Vorfeld der Begegnung des Papstes mit Indios in Peru Bischof Kräutler telefonisch erreicht.

Vatican News, 10.1.2018
Papsttreffen mit Indigenen in Peru: „Ermutigung“ im Kampf um Rechte
Maßloser Rohstoffabbau im Regenwald, rücksichtslose Zerstörung indigenen Lebensraums und skrupellose Morde an Kleinbauern und Umweltschützern – der Papstbesuch im peruanischen Teil des Amazonasgebietes kommende Woche wirft ein Schlaglicht auf eines der dunkelsten Kapitel der Umweltzerstörung und Missachtung von Menschenrechten.

Katholisches.de, 17.10.2017
Ist der Zölibat das Thema der Amazonas-Synode?
Kritiker des Papstes fürchten, dass nicht die Evangelisierung indigener Völker, sondern eine Lockerung des Zölibats Thema der Amazonas-Synode sein könnte. Der Ursprung dieser Spekulation liegt im Jahr 2014.