Donnerstag, 30. November 2017

Siedlungsprojekt von Dorothy Stang von Invasoren bedroht

Zwölf Jahre nach der Ermordung von Dorothy Stand stehen Landkonflikte die Region um Anapu an der Tagesordnung. Die amerikanische Schwester wurde 2005 erschossen, weil sie ein nachhaltiges Bewirtschaftungsprogramm (Projeto de Desenvolvimento Sustentável - PDS) für die Region erreichte, an dem sich anfangs ca. 120 Familien von Kleinbauern beteiligten. Der Bund stellt dafür Ländereien zur Verfügung, die invadiert und von Großgrundbesitzern illegal beansprucht, aber nicht richtig bewirtschaftet worden waren. Diese wollen aber weiterhin an den Gebieten festhalten und schicken von Zeit zu Zeit angeheuerte Gruppen hin, die die dort wohnenden Kleinbauern einschüchtern und bedrohen.
Seit 2014 begleitet Ing. Roberto Porro von der Brasilianischen Agrarforschungsgesellschaft (Embrapa) das nachhaltige Siedlungsprojekt (PDS) "Virola Jatobá". Er erstattete nun Anzeige, dass am 15. November 2017 etwa 200 Männer in das PDS eingedrungen seien und Grundstücke von 100 und 200 ha parzelliert hätten.

Er belegte es mit Fotos von abgebrannten Flächen, Stößen von Baumstämmen, Stapeln von Zaunsäulen sowie von Auspflockungen der Flächen von insgesamt ca. 35.000 ha Urwald. Die Männer würden sagen, dass sich jeder hier niederlassen könne, der es will. In Wirklichkeit muss man sich dem Projekt mittels Vertrag anschließen sowie nachhaltig wirtschaften und nicht nur Raubbau und Extraktivismus betreiben.
Porro kritisiert in diesem Zusammenhang die Säumigkeit des Nationalen Ansiedlungsinstitutes (INCRA), das das Projekt in keiner Weise unterstützt. Dadurch fühlen sich die Invasoren im Recht und die eigentlichen Siedler bekommen Angst zu spüren.



Amazônia Real, 22/11/2017
Grileiros e madeireiros invadem PDS Virola-Jatobá, criado por Dorothy Stang no Pará
Belém (Pará) – O município de Anapu, no oeste do estado do Pará, ficou marcado pelo brutal assassinato da missionária norte-americana Dorothy Mae Stang, em fevereiro de 2005. Mas apesar da repercussão internacional do crime, a grilagem de terras, o desmatamento ilegal e as ameaças de morte contra as famílias de trabalhadores rurais continuam recorrentes. No último dia 15 de novembro, o assentamento agrário do Projeto de Desenvolvimento Sustentável (PDS) Virola-Jatobá, legado da missionária, foi invadido por cerca de 200 homens, entre grileiros e madeireiros ilegais. Armados, eles demarcaram lotes de terra medindo de 100 a 200 hectares, e estão oferecendo a posseiros.
A informação da invasão ao assentamento é da Associação Virola-Jatobá do PDS Anapu e da Cooperativa de Produtores Agrícolas Orgânicos e Florestais do PDS Virola-Jatobá. Segundo as organizações, um pedido de segurança e solicitação de providências para retirada dos invasores da área foram enviados ao Instituto Nacional de Colonização e Reforma Agrária (Incra) e à Polícia Federal no Pará, mas não obtiveram respostas até o momento.

Congesso em foco, 28.11.2017
Assentados vivem conflito semelhante ao que matou Dorothy Stang na mesma região de Anapu
Doze anos depois da morte de Dorothy Stang, a região de Anapu, no Pará, continua imersa em conflitos por terra. A missionária norte-americana foi assassinada quando defendia o Projeto de Desenvolvimento Sustentável Esperança – e o modelo de assentamento de reforma agrária com aproveitamento econômico das riquezas oferecidas pela floresta – que permanece preservada. Hoje, diante da inércia do Incra, gestor dos assentamentos, outro PDS do município, conhecido como Virola-Jatobá, sofre com invasões e ameaças, como denuncia nessa entrevista o engenheiro agrônomo e antropólogo Roberto Porro, pesquisador Empresa Brasileira de Pesquisa Agropecuária (Embrapa), que desde 2014 trabalha com os agricultores desse PDS.
No dia 15 de novembro, segundo Porro, cerca de duzentas pessoas entraram na reserva legal do PDS demarcando lotes para a retirada de madeira e posterior abertura de pastagens. “[Ele vieram] A partir da afirmação de que haveria ali terras a serem distribuídas a quem quisesse se estabelecer por lá”, explica. Ainda de acordo com ele, as famílias que vivem legalmente no local estão sob ameaça e enfrentando dificuldades para desenvolver as práticas de manejo florestal comunitário que mantêm desde 2006. “É uma situação de completo terror”, diz Porro.

Jornal Liberal, 12/12/2017 (Video-Bericht)
Pesquisadores denunciam que grileiros voltaram a invadir assentamento em Anapu
Assentamento fica onde atuava a missionário Dorothy Stang

BBC-Brasil, 19.12.2017
Invasão ameaça 39 mil hectares de reserva florestal criada pela freira Dorothy Stang na Amazônia

Dienstag, 28. November 2017

Bischof Erwin Kräutler hat hohe Erwartungen für Amazonien-Synode


vorarlberg.ORF.at, 26.11.2017
Kräutler: Amazonien-Synode ist „Meilenstein“

Der in Brasilien lebende Alt-Bischof Erwin Kräutler bezeichnet die von Papst Franziskus angekündigte Sonderbischofssynode zur Amazonas-Region als „Meilenstein“. Der aus Koblach stammende Kräutler hatte sich für eine solche Synode stark gemacht.

Der Amazonas-Regenwald ist durch großflächige Rodungen arg in Bedrängnis geraten. Er gilt als Lunge der Erde und ist bedrohter Wohnraum für die indigenen Völker. Kürzlich hat Papst Franziskus eine Sondersynode der Bischöfe über die Situation in Amazonien angekündigt, die im Oktober 2019 in Rom stattfinden soll. Der in Brasilien lebende Alt-Bischof Erwin Kräutler aus Koblach spricht im ORF-Interview von einem „Meilenstein“. Er sei von der päpstlichen Initiative überrascht, wie er sagt.

„Wichtig, dass Synode in Rom stattfindet“
„Wir haben das im Vorfeld erbeten, aber es ist trotzdem schneller gegangen, als wir uns das vorgestellt haben“, sagt Kräutler, der seit Jahren für die Rechte der Menschen in Amazonien kämpft. Wichtig sei auch, dass die Synode in Rom stattfinde - als Zeichen, dass Amazonien eine Angelegenheit der Weltkirche sei. „Der Papst hat, seit er in diesem Amt ist, immer viel Sympathie für Amazonien bekundet, weil Amazonien eine Funktion hat, die für den ganzen Planeten wichtig ist, sie hat eine klimaregulierende Funktion“, so Kräutler.

Bei der Synode gehe es aber nicht nur um die Umwelt, sondern auch um eine Evangelisierung. Letzteres bedeutet laut Kräutler das Leben der Kirche mit den indigenen Völkern im Sinne des Evangeliums zu gestalten - und natürlich mit allen anderen Menschen, die in Amazonien leben. Dabei gehe es nicht um eine Missionierung, betont Kräutler.

Überhaupt gehe es um die Zukunft der Amazonasregion als Lebensraum, hatte Kräutler zuvor bereits der Nachrichtenagentur „Kathpress“ gesagt. Amazonien erleide seit Jahrzehnten „einen Dolchstoß nach dem anderen“. Wirtschaftsunternehmen handelten vielfach ohne Rücksicht auf Natur und Bevölkerung. Weite Gebiete seien einer skrupellosen Brandrodung zum Opfer gefallen, Umweltverschmutzung wie die Verseuchung von Flüssen breite sich aus, so Kräutler. Auswirkungen habe dies vor allem auf die arme Bevölkerung.

Kräutler setzte sich für Synode ein
Kräutler war von 1981 bis 2015 Bischof der flächenmäßig größten Diözese Brasiliens mitten im Amazonasgebiet. Der 78-Jährige ist weiterhin Sekretär der brasilianischen Bischöflichen Kommission für Amazonien und im länderübergreifenden kirchlichen panamazonischen Netzwerk REPAM (Rede Eclesial Panamazonica) tätig. Das Projekt einer Amazonas-Synode war in den vergangenen Jahren von den Ortsbischöfen in der betroffenen Region - und hier besonders von Bischof Kräutler - mehrfach ins Spiel gebracht worden.


domradio.de, 29.11.2017
Bischof Kräutler zu den Herausforderungen in Amazonien
Synode wirft lange Schatten voraus
Er will an die Ränder gehen. Auch deshalb hat Papst Franziskus für Oktober 2019 eine Amazonas-Synode einberufen. Riesige Gemeinden und wenige Priester sind dort ein Problem. Der frühere "Amazonas"-Bischof hätte eine Lösung parat.


religion.ORF.at, 19.10.2017
Kräutler setzt große Hoffnung in Amazonien-Synode
Der brasilianisch-österreichische Bischof Erwin Kräutler setzt große Hoffnungen in die von Papst Franziskus angekündigte Sonderbischofssynode zur Amazonas-Region.


Vatican News, 20.10.2017
Drei Themen bei Amazonien-Synode: Indigene, Priester, Natur
Einer, der sich ganz besonders auf die Sonderbischofssynode zur Amazonas-Region freut, weil er selber lange in jenem Gebiet gewirkt hat, ist der brasilianisch-österreichische Bischof Erwin Kräutler.

Sonntag, 26. November 2017

10 Jahre nach dem Hungerstreik von Luiz Cappio ist die Flussumleitung des São Francisco ein Desaster


Vor 10 Jahren (28.11.-20.12.2007) begann Dom Luiz Cappio seinen 24-tägigen Hungerstreik zur Revitalisierung des São Francisco Flusses und gegen das Umleitungsprojekt.
Präsident Lula startete dieses gigantische Projekt der Wasserversorgung von 12 Mio Personen in 290 Gemeinden in den Bundesstaaten Pernambuco, Ceará, Paraíba und Rio Grande do Norte noch im Jahr 2007. Es war mit R$ 4,5 Mrd veranschlagt. Noch während der Regierung von Dilma Rousseff überschritten die Kosten bereits R$ 8,2 Mrd. Heute spricht man von R$ 9,6 Mrd.
Im März 2017 wurde der erste Abschnitt von Präsident Michel Temer eröffnet. Auf vielen Baustellen herrscht Stillstand, weil das Geld ausgegangen ist. Begonnene Kanalschächte und Brücken sind dem Verfall preisgegeben.


G1-O Globo, 12.7.2017
Transposição do São Francisco tem trechos parados no eixo norte, no Sertão de PE
No povoado de Santana, na Zona Rural de Salgueiro, os trabalhos ainda não começaram nos canteiros e as máquinas estão paradas.

Diario de Pernambuco, 12/06/2017
Obra da Transposição do São Francisco tem vazamento em trecho de Custódia
Prioridade do governo federal, a maior obra de infraestrutura hídrica do país, quando totalmente concluída, vai atender mais de 12 milhões de pessoas em 390 municípios nos estados de Pernambuco, Ceará, Paraíba e Rio Grande do Norte. O Eixo Leste já está completamente em testes, com água em todos os equipamentos. Já o Eixo Norte, ainda tem um trecho com licitação em andamento e tem previsão de entrar em testes de operação ainda neste ano. A obra foi inciada em 2007 no governo Lula e estava orçada em R$ 4,5 bilhões. No governo Dilma Rousseff, a obra passou para R$ 8,2 bilhões. O primeiro trecho foi inaugurado por Michel Temer, em março deste ano.


Outras Palavras, 24/07/2017
3 Reportagens sobre a transposição do Rio São Francisco:
1) O São Francisco em mudança de curso
2) Na Transposição, o duplo papel do exército
3) Transposição: o São Francisco para poucos

Blog-Archiv zum Umleitungsprojekt des São Francisco

Ausführliche Informationen über das "Fasten und Beten" hier >>

Donnerstag, 23. November 2017

Norte Energia zahlt Strafe für fehlende Stromlieferung

Der Vorstand der Nationalen Energieagentur (Aneel) entschied in einem Treffen am 21.11., dass Norte Energia, das für das Wasserkraftwerk Belo Monte verantwortliche Unternehmen, die Schulden von R$ 350 Millionen in Ratenzahlung ableisten kann.

Die Schulden des Unternehmens sind das Ergebnis einer ungünstigen Wassersituation in diesem Jahr. Wegen geringer Niederschläge konnten konnen die Reservoirs nicht gefüllt werden. Der niedrige Wasserstand führte zu einer verminderten Stromproduktion, was Betreiber dazu zwingt, teurere Energie auf dem Markt zu kaufen, um ihre Verträge zu erfüllen.

Nach Berechnungen von Norte Energia belaufen sich die Verluste aus dem Erzeugungsdefizit seit September zwischen R$ 700 und R$ 800 Millionen. Um die Verträge einhalten zu können, hätte das Unternehmen 2017 für den Kauf von Energie R$ 2,1 Milliarden ausgegeben, was einen nominalen Verlust von R $ 2,9 Milliarden bedeutet.


Folha, 21.11.2017
Aneel autoriza hidrelétrica de Belo Monte a parcelar dívida de R$ 350 mi
A diretoria da Aneel (Agência Nacional de Energia Elétrica) decidiu em reunião nesta terça-feira (21) que a Norte Energia, responsável pela hidrelétrica de Belo Monte, poderá negociar o parcelamento em até seis vezes de uma dívida de R$ 350 milhões no mercado de eletricidade.

Os débitos da empresa são resultado de uma hidrologia desfavorável neste ano, que tem prejudicado a recuperação do nível dos reservatórios e a geração das hidrelétricas, o que obriga os operadores das usinas a comprar energia mais cara no mercado para cumprir com seus contratos.


Abraceel, 21.11.2017
Aneel rejeita repactuação, mas sugere parcelamento do risco hidrológico de Belo Monte
Pedido foi feito pela Norte Energia, que calcula prejuízo de 2,9 bilhões em 2017 com a compra de energia para atendimento aos contratos regulados da usina

A Agência Nacional de Energia Elétrica rejeitou pedido da Norte Energia de repactuação imediata do risco hidrológico de 2017 para os contratos regulados da hidrelétrica de Belo Monte. A Aneel decidiu, porém, permitir o parcelamento em até seis meses dos valores não pagos nas liquidações financeiras até dezembro desse ano, com atualização monetária dos valores e juros de 1% ao mês desde o vencimento dos débitos até o pagamento.

Pelos cálculos da empresa, os valores correspondentes ao déficit de geração de Belo Monte a partir de setembro somam entre R$ 700 milhões e R$ 800 milhões. A Norte Energia teria gasto R$ 2,1 bilhões em 2017 com a compra de energia para atendimento aos contratos, o que daria um prejuízo nominal na casa dos R$ 2,9 bilhões.

Montag, 20. November 2017

Vortrag von Bischof Kräutler in Kleve: Zukunft der Kirche

Vortrag: Zukunft der Kirche

Montag, 27.11.2017, von 19:30 bis 21:30 Uhr
im Priesterhaus Kevelaer
Wasserstraße 1
47533 Kleve

Ausgehend von seiner langjährigen pastoralen Arbeit im brasilianischen Amazonasgebiet nimmt Bischof Kräutler zur Zukunft der Kirche Stellung.



Seit über 50 Jahren weiß er sich der "Optionen für die Armen" verpflichtet und kämpft gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur. Sein Anliegen ist es, politische, soziale und wirtschaftliche Missstände aufzudecken und die Ausbeuter anzuklagen - Morddrohungen und ein Leben unter Polizeischutz sind die Folge. Für seinen Kampf gegen die Armut und sein umweltpolitisches Engagement wurde Bischof Kräutler 2010 mit dem sog. alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award) ausgezeichnet.
Der Eintritt ist frei; wir bitten am Ende des Abends um eine Spende für die Arbeit von Bischof Kräutler.


Bericht von der Veranstaltung:

PR-Online, 29.11.2017
"Jemand trägt die Schuld an Armut"
Kevelaer. Der Träger des alternativen Nobel-preises, Bischof Erwin Kräutler, sprach zur Zukunft der Kirche. Die Botschaft: "Habt den Mut, die Kirche zu verändern."

Mittwoch, 15. November 2017

Öffentliche Anhörung über Gewalt in Altamira

Bischof Erwin Kräutler unterstützt das Forum und nahm an der Anhörung teil.

Altamira ist seit dem Bau des Kraftwerks Belo Monte Schauplatz schrecklicher Gewalt und Aggression. Junge Menschen verlieren ihr Leben. Tötungsdelikte und bewaffnete Raubüberfälle sind an der Tagesordnung. Trauer um ermordete Verwandte gehören zum Alltag. Ein Gefühl der Unsicherheit, Hilflosigkeit und Angst beherrschen die Bevölkerung.

Das Forum zur Verteidigung von Altamira, das aus verschiedenen NGOs und Menschen, die vom Staudamm Belo Monte betroffen sind, besteht, hielt deshalb am 14.11. die erste öffentliche Anhörung "zur Verteidigung des Lebens, gegen Gewalt und für eine Politik zugunsten unserer Kinder, Jugendlichen und Frauen". Die politischen Amtsträger wurden aufgefordert, auf die Vorschläge der Betroffenen zu den Bereichen Kultur, Sozialhilfe, Bildung und öffentliche Sicherheit einzugehen. Die anwesenden Behörden unterzeichneten die Kompromissvereinbarung, um den Dialog mit dem Forum fortzusetzen und die genannten Probleme zu lösen.





Xingu 230 (dia 14. Novembre, 16:01)

Vídeo do Xingu 230 Edição da tarde (minutos 9':00'') 
Vídeo no Xingu 230 Edição da manhã (minutos 13':30'' Entrevista com Antônia Melo)

Erste Freileitung von Belo Monte vor Inbetriebnahme

Der erste Teil der 2.087 km langen Stromtrasse von Belo Monte in den Südosten des Landes ist fertig und die Testphase läuft bereits. Die Inbetriebnahme war ursprünglich für den 12. Februar 2018 geplant, sie kann aber um 2 Monate auf den 12. Dezember vorverlegt werden.

Dadurch soll der momentane Engpass in der Stromproduktion bei Wasserkraftwerken überwunden werden. Das gegenwärtige Wasser-Szenario in Brasilien ist schlimm. Der Sobradinho-Staudamm am Rio São Francisco, der eine Reihe von Wasserkraftwerken stromabwärts speisen sollte, ist nur zu 2% mit Wasser gefüllt. Bis Ende November soll die Speicherkapazität auf Null sinken. Der Stausee von Serra da Mesa am Tocantins-Fluss, der im Hinblick auf die Wassermenge der größte Brasiliens ist, hat nur 6% seiner vollen Kapazität. Mit Beginn der Regenzeit im Dezember sollten die sieben 611-Megawatt-Turbinen von Belo Monte sowie die sechs Turbinen von Pimentel mit je 38,8 MW Leistung ein Maximum an Strom liefern können.

Die Überlandleitung kostete R$ 5 Milliarden und wurde von BMTE (Belo Monte Transmissora de Energia) errichtet. Sie beginnt in der Gemeinde Anapu-Pará, nur 17 Kilometer vom Kraftwerk Belo Monte entfernt, und führt über 65 Gemeinden in vier Staaten - Pará, Tocantins, Goiás und Minas Gerais - bis zur Gemeinde Estreito an der Grenze der Bundesstaaten Minas und São Paulo. Es wird das erste "Höchstspannungsnetz" (800 kV) Brasiliens .

"Der Bau ist zu 100 % abgeschlossen und die Energietests haben bereits begonnen. Ab Dezember wird der Strom von Belo Monte den Südosten Brasiliens erreichen", sagte Newton Zerbini, Umweltdirektor bei BMTE, einem Konzessionär, der sich aus Chinas State Grid (51 %) in Partnerschaft mit Furnas und Eletronorte (je 24,5%) zusammensetzt. BMTE hofft, dass Ibama die Lizenz für den Betrieb des Netzes bis zur ersten Dezemberwoche erteilt. Die Autorisierung ist erforderlich, damit das Stromnetz aktiviert werden kann.


Diário do Nordeste, 14.11.2017
Energia de Belo Monte vai chegar em dezembro
A usina deve entrar em operação no dia 12 de dezembro e deve ajudar a reduzir a pressão sobre grandes reservatórios do País

CanalEnergia, 18.10.2017
BMTE é autorizada a antecipar operação comercial do 1º bipolo de Belo Monte
Projeto vai reduzir o impacto da suspensão dos contratos da Abengoa no escoamento da energia da usina

Terra, 16.10.2017
State Grid e Eletrobras preveem entregar 1º linhão de Belo Monte em dezembro
No início de setembro, ainda havia temores de um atraso da linha devido a protestos que paralisavam os trabalhos, mas os problemas diminuíram após uma aprovação do governo federal para que a Força Nacional de Segurança apoiasse a construção.
Os avanços na obra e a perspectiva de antecipação vêm após um começo difícil no empreendimento --após dificuldades da construtora chinesa SEPCO1 em alguns trechos da linha, a BMTE foi obrigada a contratar sete empreiteiras adicionais para acelerar as atividades.
Originalmente, a energia de Belo Monte seria escoada primeiro por uma grande linha sob responsabilidade da Abengoa, mas a empresa abandonou o empreendimento em meio a uma crise financeira no final de 2015.
Com isso, a usina passou a depender apenas do linhão da BMTE e de um segundo empreendimento, de traçado semelhante --que ficou a cargo da State Grid, mas deve ser entregue apenas ao final de 2019.

Blog-Archiv:
4.2.2014
Eletrobras und chinesische State Grid erhalten Zuschlag für Belo Monte-Überlandleitung

Dienstag, 14. November 2017

Gedanken zur Weihnachtsbotschaft aus Sicht der Armen von Bischof Erwin Kräutler


Als Gott einer von uns wurde
Gedanken zur Weihnachtsbotschaft

von Erwin Kräutler
Hardcover: 56 Seiten; m. Illustr.; 185 mm x 117 mm
2017 Tyrolia
ISBN 978-3-7022-3630-4
KNV-Titelnr.: 64148065




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Einer von uns
Gedanken zur Weihnachtsbotschaft aus Sicht der Armen und Benachteiligten.
Weihnachten in Brasilien? Eine schweißtreibende Sache. Doch die äußeren Unterschiede in Temperatur und Jahreszeit kommen Erwin Kräutler belanglos vor angesichts der großen sozialen Unterschiede, die in Brasilien zu Weihnachten ganz besonders krass sichtbar werden. Während die einen ein Hochfest des Konsums feiern, gibt es bei den anderen kaum Geschenke, weil dafür kein Geld da ist. Dafür steht die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem und deren kirchliche Feier im Mittelpunkt des Festes.
Aus der Perspektive der Armen und weniger Begüterten formuliert Kräutler seine "Gedanken zur Weihnachtsbotschaft". Entscheidend ist aus dieser Sicht, dass Gott durch die Geburt "Gott-mit-uns" geworden ist, dass er sich damit den Geringen, den Verachteten und Armen zugewandt hat. Aus dieser Zuwendung schöpfen sie Zuversicht und Lebensmut. Die kurzen meditativen Texte gehen jeweils von einem Vers aus den Schrifttexten der Weihnachtszeit aus und beziehen dessen Aussage auf den Alltag.

So z.B. zu "Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt." (Joh 1,9):
"Leuchte, du wahres Licht,
wenn wir nach dem Sinn des Lebens suchen,
wenn Sorgen uns plagen,
wenn wir Leid erfahren. [...]
Glühe, du himmlisches Licht,
wenn wir für Recht und Gerechtigkeit eintreten,
wenn uns Schwestern und Brüder um Hilfe bitten,
wenn wir die Schöpfung und die Würde der Menschen verteidigen."

Offen sprechen seine Texte soziale Probleme an, Jugendliche ohne Arbeit, die drogensüchtig werden, die Vertreibung indigener Völker, die Not kleiner Landwirte usw. Gleichzeitig sind sie voller Hoffnung und zeugen von großem Gottvertrauen, das aus dem Glauben an den "Gott-mit-uns" erwächst - und das zum Handeln anregt.

"Weihnachten ist,
wenn wir Gottes Gegenwart erfahren
und an seine Liebe glauben.
Die Gewissheit, dass er bei uns ist,
verleiht uns die Kraft,
trotz aller Rückschläge
nicht mutlos zu werden,
für Gerechtigkeit einzutreten,
unsere Mit-Welt zu schützen
und das Leben und die Würde
aller Menschen zu verteidigen."

Zwei längere Texte erzählen - leicht anekdotisch gefärbt -, wie Kräutler, der aus Vorarlberg stammt und bis 2016 Bischof von Xingu in Amazonien war, Weihnachten in Brasilien erlebt hat, in einem baufälligen Pfarrhaus und bei einem liebevoll inszenierten Krippenspiel mit einem besonderen Jesus-Kind. Seine "Gedanken zur Weihnachtsbotschaft" setzen mit ihrer Option für die Armen einen ganz eigenen, ebenso berührenden wie nachdenklich stimmenden Akzent in der Advents- und Weihnachtszeit. Der Tyrolia-Verlag veredelte diese ungewöhnliche Perspektive auf Weihnachten durch zweifarbigen Druck und einen Einband in Leinen. Eine wohltuend andere, völlig unsentimentale Sicht auf Weihnachten.



TYROLIA - Verlagsinformation:
Weihnachten - Fest der Hoffnung für alle
Starke Texte von Amazonas-Bischof Erwin Kräutler

Ausgehend von persönlichem Erleben in seiner Diözese am Xingu in Amazonien und inspiriert von den biblischen Texten stößt Bischof Erwin Kräutler in diesem Buch zum Kern von Weihnachten vor: der Botschaft, dass Gott den Menschen nahe ist. Abgewiesen in den Herbergen, arm geboren in einem Stall, geflüchtet in ein fremdes Land, um den Todesschwadronen eines Tyrannen zu entgehen, sind Josef, Maria und Jesus den Menschen ähnlich, die heute abgedrängt, heimatlos und ausgeschlossen sind. Für sie will Jesus der angekündigte Immanuel sein, der Gott-mit-uns, der Frieden und Gerechtigkeit bringt.

"Lasst uns nach Betlehem gehen
und Kranke und Einsame trösten,
für Ausgegrenzte und Verfolgte eintreten
und Fremden eine Heimat bereiten."
Bischof Erwin Kräutler

Montag, 13. November 2017

Dramatischer Appell für Umweltschutz

ORF, 13.11.2017
„Warnung an die Menschheit“
Wissenschaftler aus mehr als 180 Ländern mahnen in einem gemeinsamen Appell mehr und konsequentere Maßnahmen für den Umweltschutz auf der Erde ein. Diese „Warnung an die Menschheit“ wurde von mehr als 15.000 Forschern unterzeichnet. Der Zeitpunkt des Aufrufs kommt nicht von ungefähr: Bei der Weltklimakonferenz in Bonn soll entschieden werden, wie das Pariser Klimaabkommen umgesetzt werden kann. Neue Daten geben wenig Grund zu Optimismus: Nach Jahren der Stagnation erreicht der globale Ausstoß von Treibhausgasen heuer voraussichtlich ein Rekordhoch.


ZDF, 13.11.2017
Klimawandel
CO2-Ausstoß steigt - Forscher warnen
Aktuelle Studien zeigen: Der CO2-Ausstoß ist im Jahr 2017 wieder gestiegen. Forscher warnen: Es gebe ein "nie da gewesenes Risiko für die Menschheit durch die globale Erwärmung".


A Second Notice-PDF


Kirche und Leben,16.11.2017
Franziskus schreibt an Teilnehmer des UN-Klimagipfels in Bonn
Papst wünscht sich »wirksame Entscheidungen« gegen Klimawandel

Dienstag, 7. November 2017

UN-Klimakonferenz in Bonn


Deutsche Welle, 6.11.2017
COP23: Neuer Rekord für Erdtemperatur 2017
Die Erde erwärmt sich dramatisch. 2017 wird wieder eines der drei heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Im Vergleich zur vorindustriellen Zeit ist es schon etwa 1,1 Grad wärmer geworden.
Zum Auftakt der Welt-Klimakonferenz präsentierte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Montag in Bonn ihren neuesten Bericht zur Erwärmung der Erdatmosphäre. Mit einer großen Wahrscheinlichkeit wird 2017 wieder eines der heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung sein.
Nach vorläufigen Daten der WMO lag die durchschnittliche globale Erdtemperatur von Januar bis September 2017 etwa 1,1 Grad Celsius über der vorindustriellen Zeit um ca. 1850.

Aufgrund des El Niño -Ereignisses im tropischen Pazifik mit zusätzlichem Wärme-Schub war zwar 2016 das bisherige Rekordjahr. Zieht man jedoch dieses El Niño–Ereignis ab, dürfte "2017 wird mit Sicherheit das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen ohne ein El Niño-Ereignis sein", erklärt Klimaforscher Stefan Rahmsdorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im DW-Interview.


Blickpunkt Lateinamerika, 6.11.2017
"Brasilien ist kein Problemfall des Klimas"
Beunruhigende Zahlen aus Brasilien: So sind Brasiliens CO2-Emissionen in den Jahren 2015 und 2016 um 12,3 Prozent gestiegen, während die Wirtschaft gleichzeitig um rund acht Prozent einbrach. Ein ungewöhnliches Phänomen, das für die Zukunft nichts Gutes erahnen lässt.
Wir sprachen mit Tasso Azevedo, der Brasiliens Treibhausgas-Prognose-System SEEG leitet. Seit Jahren gehört Azevedo der brasilianischen Delegation bei Klimakonferenzen an. Auch bei der COP23-Klimakonferenz in Bonn (6. - 17. November) ist er wieder dabei.


Deutsche Welle,6.11.2017
Amazonas-Regenwald
COP23: Sein und Schein der brasilianischen Umweltpolitik
Mit dem Amazonas-Regenwald hat Brasilien eine besondere Verantwortung in der Umweltpolitik. Zum Klimagipfel in Bonn reist die Delegation mit einer gemischten Bilanz an. Kritiker warnen vor Schönfärberei.


Zeit-Online, 6.11.2017
Klimakonferenz in Bonn:
Wir Großmäuler
In der Klimapolitik ist Kanzlerin Merkel nicht viel besser als Donald Trump: Beide machen viel zu wenig. Jetzt kommt die Rechnung für die Untätigkeit.


Stadt Gottes, November 2017
"Beim Thema Klima darf die Menschlichkeit nicht verloren gehen"
Schlimme Überschwemmungen, anhaltende Dürren und schwere Stürme – die Wetterphänomene werden extremer. Schuld ist der Klimawandel, der unseren schönen Planeten immer wärmer werden lässt. Vor der Weltklimakonferenz vom 6. bis 17. November, zu der über 25  000 Teilnehmer erwartet werden, sprach stadtgottes-Autor Thomas Pfundtner mit Professor Dr. Anders Levermann über den Klimawandel, die Ursachen und die Folgen


COP23-Homepage
Wer oder was ist die "COP 23"?
Genau genommen handelt es sich bei dem Klimagipfel um drei Konferenzen unter einem Dach, aber mit unterschiedlicher Zusammensetzung. Zum einen kommen Vertreterinnen und Vertreter aller Staaten zusammen, welche die UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel (UNFCCC) unterzeichnet und ratifiziert haben. Diese internationale Vertragsstaatenkonferenz (englisch: Conference of the Parties, COP), versammelt sich in Bonn zum 23. Mal und trägt daher die Abkürzung "COP 23".
Seit 2005 ist die COP um das Treffen der Unterzeichner und Ratifizierer des Kyoto-Protokolls (Conference of the Parties serving as the meeting of the Parties to the Kyoto Protocol, CMP) erweitert und wird seit 2016 um das Treffen der Unterzeichner des Paris-Abkommens (Conference of the Parties serving as the Meeting of the Parties to the Paris Agreement, CMA) ergänzt. Vollständig trägt der Klimagipfel also die Bezeichnung COP23/CMP13/CMA1.2.

Welche Ziele verfolgt die COP 23?
Die Delegierten der Regierungen werden um die Details zur Anwendung des Pariser Abkommens von 2015 verhandeln. Herauskommen soll dabei ein so genanntes "Regelbuch", das beim nächsten Klimagipfel Ende 2018 in Polen verabschiedet werden soll.
Parallel zu den offiziellen Verhandlungen findet wie in den letzten Jahren eine große und bunte Zusammenkunft von Klimaschützern aus aller Welt und aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen statt – Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Religionsgemeinschaften und Umweltverbände.

Dossiers zu UN-Klimakonferenz in Bonn:

Deutschlandfunk

Zeit-Online

Frankfurter Allgemeine