Krone, 9.7.2018
Untreue, Betrug:
Pilz will Bürgermeister wegen Murkraftwerk klagen
Das umstrittene Kraftwerk an der Mur in Graz sowie der Zentrale Speicherkanal (ZSK) könnten noch ein gerichtliches Nachspiel für Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) und andere haben: Peter Pilz sowie Gegner der derzeit in Bau befindlichen Staustufe reichen bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) eine Sachverhaltsdarstellung ein. Der Vorwurf lautet auf Untreue und Betrug.
msn video, 9.7.2018
Wegen Murkraftwerk: Pilz zeigt Grazer Bürgermeister an!
Der Listengründer ortet Betrug und Untreue
Liste Pilz, 9. Juli 2018
Murkraftwerk und Zentraler Speicherkanal in Graz werden Fall für Staatsanwalt:
Vorwurf der Untreue und des Betrugs
Peter Pilz und Gegner der Staustufe reichen Sachverhaltsdarstellung ein – Bürgermeister Nagl (ÖVP) und andere sollen „Geschenk in Millionen-Höhe“ aus Steuermitteln vergeben haben
ORF, 9.7.2018
Betrugsvorwürfe um Grazer Murkraftwerk
Peter Pilz hat am Montag bekannt gegeben, dass er sowie andere Gegner des umstrittenen Grazer Kraftwerks eine Sachverhaltsdarstellung mit dem Vorwurf auf Untreue und Betrug einreichen werde.
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(Graz, 31. August 2017) Vor Wochen hat die vom Katholischen Pressverein gegründete „Kleine Zeitung“ auf einen offenen Brief an Papst Franziskus betreffend den Bau des Grazer Murkraftwerks mit einer geradezu propagandistischen Verhöhnung reagiert. Mit der reisserischen Headline „Jetzt soll der Papst das Grazer Murkraftwerk verhindern“ wurden - unserer Ansicht nach - auf geradezu unchristliche Art engagierte Menschen vorgeführt und lächerlich gemacht.
Umso mehr freut sich nun Karin Rausch, die Initiatorin der Petition, dass der Papst über das Staatssekretariat aus dem Vatikan direkt geantwortet hat. Die Zeilen des Papstes lesen sich ermutigend für alle die sich trotz der vehementen, teilweise brutalen Art von Medien und Politik weiter für den Schutz von Natur, Stadt und Menschen einsetzen. So tut es gut, dass „Ihre Ausführungen wurden aufmerksam zur Kenntnis genommen“ wurden.
Der Papst bestätigt, dass die Achtsamkeit mit dem Umgang der Natur sehr wohl seine Berechtigung hat:
„Doch der Preis für die Schäden, die durch die egoistische Fahrlässigkeit verursacht werden, ist sehr viel höher als der wirtschaftliche Vorteil, den man erzielen kann“ (Nrn. 35 und 36).“All jenen Menschen die dieser Petition entsprechend mitfiebern, lässt Papst Franziskus zum Schluss ausrichten:
„In der Hoffnung, dass immer mehr Menschen erfahren, wie befreiend die Genügsamkeit ist, die unbefangen und bewusst im Einklang mit der Natur gelebt wird (Laudato si‘, Nr. 223), erbittet Papst Franziskus Ihnen und allen, die Ihnen nahestehen, von Herzen Gottes Schutz und Segen.“Während sich in Österreich angerufene Autoritäten wie Bundespräsident Alexander Van der Bellen oder der Steirische Bischof nur hinter Ausflüchten verstecken und jegliche inhaltliche Position zur Naturzerstörung im Namen des Götzen Wirtschaftswachstum vermeiden, stellt sich Papst Franziskus klar auf die Seite der von Wirtschaft und Machtpolitik missachteten Natur und Menschen.
Das wird hoffentlich nicht nur die UnterzeichnerInnen ermutigen, nach ihrem Verstand und ihrem Herzen zu handeln und die Natur – nicht ganz uneigennützig für das eigene Wohlbefinden und ein gesundes Leben – schützend zu umarmen, aktiv zu bleiben oder zu werden.
Weitere Infos:
- Antwort von Papst Franziskus (Vatikan, 18.8.2017)
- Offener Brief an Papst Franziskus auf OpenPetition


