Montag, 1. November 2021

Evangelische Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien

 


feinschwarz.net, 30.10.2021
Rechtfertigung aus Gnade und Glauben mit Hoffnung – trotz Bolsonaro
Reformationstag 2021: ein Anlass, die weltweite Verbundenheit reformatorischer und spezifisch lutherischer Kirchen zu feiern. Romeu Ruben Martini gibt Einblick in eine gesellschaftlich engagierte Kirche in schwieriger Lage in Brasilien.


(Evangelische Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien)

Donnerstag, 28. Oktober 2021

CIMI-Jahresbericht 2020 zeigt intensivierte Gewalt gegen Indigene


 

Im Pandemie-Jahr 2020 nahmen Invasionen in indigene Landgebiete und Morde an Indigenen zu

Der Jahresbericht von Cimi zeigt die anhaltend hohe Gewalt gegen indigene Völker in Brasilien, selbst in einem von Covid-19 geprägten Jahr

Der Report Gewalt gegen die Indigenen Völker Brasiliens – Daten von 2020 (Violência Contra os Povos Indígenas do Brasil – dados de 2020), jährlich herausgegeben vom Indigenisten-Missionsrat (Conselho Indigenista Missionário, Cimi – Fachstelle der katholischen Kirche für Indigenenfragen), präsentiert das Bild eines tragischen Jahres für die indigenen Völker Brasiliens. Wider Erwarten hat die von der Corona-Pandemie verursachte schwere Gesundheitskrise die Landschwindler, Erzschürfer, Holzfäller und andere Invasoren nicht daran gehindert, ihre Angriffe auf indigene Territorien weiter zu intensivieren.

Weiterlesen auf CIMI, 28/10/2021

Donnerstag, 21. Oktober 2021

Kanonische Anerkennung der Kirchenkonferenz für Amazonien CEAMA

 


VaticanNews, 20.10.2021
Vatikan: Amazonas-Bischofskonferenzrat gegründet
Papst Franziskus hat die „Conferencia Eclesial de la Amazonía“ (CEAMA) kanonisch als öffentliche kirchliche juristische Person anerkannt und ihr die Aufgabe übertragen, das gemeinsame pastorale Handeln der kirchlichen Bezirke Amazoniens zu fördern. Auch soll sie eine stärkere Inkulturation des Glaubens in diesem Gebiet unterstützen, wie die Bischofskongregation an diesem Mittwoch mitteilte.

weltkirche.katholisch.de, 20.10.2021
Papst erkennt Amazonas-Kirchenkonferenz CEAMA an
Papst Franziskus hat dieim Sommer 2020 geschaffene Kirchenkonferenz für die Amazonas-Regionoffiziell anerkannt. Wie der Vatikan am Mittwoch mitteilte, verlieh er am 9. Oktober bei einem Treffen mit dem Leiter der Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet, der Konferenz den Status einer öffentlichen Körperschaft kirchlichen Rechts.

HINTERGRUND:

VaticanNews, 24 Mai 2021
CELAM beschließt Leitlinien für Erneuerung
Der lateinamerikanische Bischofsrat (CELAM) machte bei seiner viertägigen online- Generalversammlung, die am Freitag endete, den Weg frei für eine Umstrukturierung des Gremiums. 


Blickpunkt Lateinamerika, 30.06.2020
Neue Kirchenkonferenz für Amazonien
Nach langen Verhandlungen im Verborgenen ist es soweit: In Lateinamerika ist die Conferencia Eclesial de la Amazonia gegründet worden. Die konstituierende zweitägige Sitzung per Videoschalte ging am Montag zu Ende.



REPAM, 16/10/2021
Papa Francisco erige canónicamente la Conferencia Eclesial de la Amazonía (CEAMA)
El Papa Francisco ha erigido canónicamente la Conferencia Eclesial de la Amazonía (CEAMA), como persona jurídica pública eclesiástica. Así se lo ha comunicado en una carta con fecha de 11 de octubre, el cardenal Marc Ouellet, prefecto de la Congregación para los Obispos, al cardenal Claudio Hummes, presidente de la CEAMA, respondiendo a una carta de éste, enviada el 30 de septiembre. La aprobación se produjo el pasado 9 de octubre en la Audiencia con el Santo Padre.

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Senat empfiehlt Klage gegen Bolsonaro wegen Corona-Politik

 


ORF, 20.10.2021
Senatoren fordern Klage gegen Bolsonaro
Der brasilianische Senat hat eine Klage gegen Staatschef Jair Bolsonaro wegen dessen CoV-Politik gefordert. Das geht aus einem am Mittwoch vorgelegten Untersuchungsbericht zu Bolsonaros strafrechtlichen Vergehen im Zusammenhang mit dem Krisenmanagement seiner Regierung hervor. Der Ausschuss erhebt schwere Anschuldigungen gegen Bolsonaro, darunter Verbrechen gegen die Menschlichkeit und „Scharlatanerie“.


Tagesschau.de, 20.10.2021
Corona-Politik in Brasilien
Senat empfiehlt Anklage Bolsonaros
Brasilien verzeichnet global die zweithöchste Corona-Totenzahl. Ein Senatsausschuss hat die Pandemie-Politik von Staatschef Bolsonaro untersucht und empfiehlt, ihn anzuklagen - unter anderem wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Tagesschau,de, 21.10.2021
Bolsonaro weist Vorwürfe zurück
Brasiliens Präsident Bolsonaro hat die schweren Vorwürfe gegen seine Corona-Politik zurückgewiesen. Seine Regierung sei "für absolut nichts verantwortlich". Ein Ausschuss hatte zuvor eine Anklage empfohlen.

O Globo, 20/10/2021
Entenda os 9 crimes que a CPI da Covid atribui a Jair Bolsonaro
Relatório final da comissão deve apontar que Bolsonaro responda por crimes como charlatanismo, epidemia com morte e fraude de documentos.

Dienstag, 19. Oktober 2021

Abgeordneter beschimpft Papst und CNBB nach Festgottesdienst in Aparecida

Der Abgeordnete Frederico D'Avila (PSL) ärgerte sich über eine Predigt des Erzbischofs von Aparecida (SP), Dom Orlando Brandes, beim Festgottesdienst zu Ehren der Patronin von Brasilien am 12. Oktober (Unsere Hl. Frau von Aparecida) in der Basilika von Aparecida. Präsident Jair Bolsonaro nahm an der Zeremonie teil und musste sich anhören, er würde "das Heiligtum zu Wahlkampfzwecken entweihen".

Der Erzbischof verteidigte in seiner Predigt die Massenimpfung gegen die Covid-19-Pandemie, verurteilte Hassreden und warnte vor einer Politik, die Waffen verherrlicht. "Die geliebte (amanda) Heimat ist keine bewaffnete (armada) Heimat", sagte Erzbischof Orlando. Bolsonaro ist ein überzeugter Impfgegner und verherrlicht immer wieder den Einsatz von Waffen.

Für D'Avila, einem Anhänger von Bolsonaro, waren das "Seitenhiebe gegen den Präsidenten und die brasilianische Bevölkerung". Zwei Tage später ließ er während der gesetzgebenden Versammlung des Bundesstaates São Paulo (Alesp) seinem Ärger freien Lauf und sparte nicht mit deftigen Ausdrücken gegen den Erzbischof: "Das geliebte Vaterland ist dasjenige, das sich diesem Pöbel nicht unterwirft, du Halunke". Er griff auch die Brasilianische Bischofskonferenz (CNBB) und Papst Franziskus selbst an und nannte sie "Gauner", "Penner", "Dreckskerl" und "Pädophile".

Der Präsident des Landtages von São Paulo (Alesp), Carlão Pignatari (PSDB), sagte bei der Eröffnung der Plenarsitzung am Montag (18.10), er lehne jedes Wort ab, das über sachliche Kritik hinausgehe und Angriffe darstelle, die die Grenzen der Meinungsfreiheit und der parlamentarischen Immunität überschreiten.

Carlão sagte auch, dass die Ausdrücke des Abgeordneten D'Avila regierungsfeindlich seien und ordnete an, die Beleidigungen der CNBB, des Erzbischofs von Aparecida und von Papst Franziskus aus dem Protokolle zu streichen. Er verlas den gesamten Offenen Brief der CNBB, der ihm kurz zuvor vom Bischof von Mogi das Cruzes (und Präsident der südlichen Region 1 des CNBB - Bundesstaat São Paulo), Monsignore Pedro Luiz Stringhini, überreicht worden war.

Die CNBB weist darin "die abscheulichen Aggressionen", die der Abgeordnete Frederico D'Avila am 14. Oktober am Rednerpult von Alesp geäußert hat, entschieden zurück. Er habe mit unkontrolliertem Hass gehandelt und Papst Franziskus, die CNBB selbst und den Erzbischof von Aparecida (SP), Dom Orlando Brandes, zügellos angegriffen und beschimpft. Mit dieser Haltung hätte er "den parlamentarischen Auftrag verletzt und kompromittiert, was eine sofortige und beispielhafte Korrektur durch die zuständigen Gremien erfordert". Man werde Rechtsmittel anwenden, um "zum Wohle der brasilianischen Demokratie" beizutragen.

ORF, 20.10.2021
Untersuchungsausschuss zieht über Bolsonaros CoV-Politik Bilanz
In Brasilien soll ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss zur CoV-Politik der Regierung von Präsident Jair Bolsonaro nach fast sechs Monaten Arbeit heute seine Ergebnisse vorstellen.


g1.oglobo.com, 18/10/2021
Conselho de Ética da Alesp vai analisar ofensas ditas por deputado a arcebispo de Aparecida e papa Francisco
Deputado Frederico D´Avila (PSL) chamou papa de 'vagabundo' e atacou arcebispo Dom Orlando Brandes da tribuna da Assembleia. Em carta nesta segunda (18), o deputado se desculpou com a Igreja Católica e disse que no dia do discurso estava sob impacto de uma 'tentativa de homicídio'.
 

CNBB, 18/10/2021
Presidente da ALESP condena pronunciamento contra o Papa Francisco, Dom Orlando e à CNBB
O bispo de Mogi das Cruzes (SP) e presidente do Regional Sul 1 (Estado de São Paulo) da Conferência Nacional dos  Bispos do Brasil (CNBB),  dom Pedro Luiz Stringhini, entregou oficialmente a Carta Abertaao presidente da Assembleia Legislativa do Estado de São Paulo (ALESP), o deputado estadual Carlão Pignatari, na tarde desta segunda-feira, 18 de outubro. O assessor político da CNBB, padre Paulo Renato, também participou da entrega junto aos deputados estaduais do Estado de São Paulo Emídio de Souza, André do Prado, Reinaldo Alguz e o ex-deputado  padre Afonso Lobato.


g1.oglobo.com, 18/10/2021
CNBB entrega carta à presidência da Alesp cobrando punição a deputado que xingou arcebispo e papa
Conferência divulgou documento no domingo. Bispo Dom Pedro Luiz Stringhini entregará pessoalmente ao deputado Carlão Pignatari na tarde desta segunda (18). Parlamentar bolsonarista Frederico D´Avila (PSL) proferiu as agressões na Tribuna da plenária no dia 14.

Samstag, 16. Oktober 2021

11 Anzeigen gegen Bolsonaro wegen Corona-Politik

 


ORF.at, 16.10.2021
Brasilianischer Senat empfiehlt elf Anzeigen gegen Bolsonaro
Eine Untersuchung des brasilianischen Senats über den Umgang der Bolsonaro-Regierung mit der Covid-19-Pandemie wird einen Antrag auf elf Strafanzeigen gegen Präsidenten Jair Bolsonaro empfehlen. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass sich Bolsonaro vor einem Gericht verantworten werden müsse, sagte der untersuchende Senator Renan Calheiros in einem Radiointerview.

Die Untersuchung habe seit April Beweise für eine Anklage Bolsonaros gesammelt. Der Präsident wird in dem Bericht des Untersuchungsausschusses des Völkermordes an der indigenen Bevölkerung, des Amtsmissbrauchs, der unrechtmäßigen Verwendung öffentlicher Mittel, des Verstoßes gegen sanitäre Maßnahmen, der Anstiftung zum Verbrechen und der Fälschung privater Dokumente sowie weiterer Straftaten bezichtigt.

Der rechtsextreme Präsident, der selbst mit dem Coronavirus infiziert war, wetterte seit Beginn der Pandemie gegen Abriegelungsmaßnahmen, propagierte unbewiesene Heilmethoden, säte Zweifel an Impfstoffen und spielte den Schweregrad von Covid-19 herunter. Der Bericht des Untersuchungsausschusses soll am Dienstag vom Senat veröffentlicht werden. Die Generalstaatsanwaltschaft könnte den Präsidenten anklagen, aber der Oberste Gerichtshof muss die Genehmigung des Unterhauses einholen, um eine Verhandlung einleiten zu können. Experten zufolge sei es unwahrscheinlich, dass das Unterhaus einem solchen Antrag zustimmen wird.


Jornal nacional 15/10/2021
Relatório final da CPI deve pedir indiciamento de Bolsonaro por 11 crimes
Também devem ser responsabilizados filhos do presidente, ministros e ex-ministros, funcionários e ex-funcionários do governo, deputados e médicos.

GloboNews 10/10/2021
Relatório da CPI da Covid deve atribuir pelo menos 11 crimes a Bolsonaro, diz Renan Calheiros
Comissão deve concluir trabalhos ainda neste mês e enviar conclusões ao Ministério Público, que analisará se envia casos à Justiça. Relator, Calheiros prevê ao menos 40 indiciados.

Blog-Archiv vom 29. Juni 2021:
Schwere Vorwürfe gegen Bolsonaro wegen Impfstoff-Deals