Freitag, 1. August 2025

Jan Niklas Collet erhält Erwin-Kräutler-Preis



Erwin-Kräutler-Preis geht heuer an deutschen Theologen Collet

Preisträger Jan Niklas Collet mit Dissertation „Die Theologie der Befreiung weiterschreiben. Ignacio Ellacuría im Gespräch mit dem dekolonialen und postkolonialen Feminismus“ an Universität Tübingen promoviert. Preis wird am 1. Oktober zum achten Mal an der Universität Salzburg vergeben.

Am 1. Oktober wird an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg der achte Erwin-Kräutler-Preis für kontextuelle Theologie, interreligiösen Dialog und befreiungstheologische Forschung verliehen (18 Uhr). Preisträger wird heuer der deutsche Theologe Jan Niklas Collet sein. Der gebürtige Dortmunder wurde 2024 mit seiner Dissertation „Die Theologie der Befreiung weiterschreiben. Ignacio Ellacuría im Gespräch mit dem dekolonialen und postkolonialen Feminismus“ an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen promoviert. Aktuell ist Collet geschäftsführender Vorstand des Ökumenischen Netzwerks Asyl in der Kirche NRW e.V. Daneben ist er freiberuflicher Theologe und als Sozialarbeiter beim Diakonischen Werk in Köln und Region tätig.

In seiner Forschung beschäftigt er sich mit politischen und befreienden Theologien sowie rechter Normalisierung, Klimagerechtigkeit, Migration und Kirchenasyl. In diesen Bereichen hat er mehrere Bücher veröffentlicht.

Antifundamentalistisch und dekolonial
In seiner Dissertation setzt sich Collet mit dem salvadorianischen Befreiungstheologen Ignacio Ellacuría SJ (1930–1989), der dekolonialen Feministin María Lugones (1944­–2020) und der postkolonialen Denkerin Chandra Talpade Mohanty (1955) auseinander. Auf dieser Grundlage formulierte er eine ebenso antifundamentalistische wie dekolonial informierte Befreiungstheologie für den europäischen Kontext. Sie analysiert unterschiedliche Formen von Herrschaft, etwa ökonomische, vergeschlechtlichte und rassialisierte, in ihrer strukturellen Verflechtung. Dazu entwickelt er das Konzept eines dezentralisierten Materialismus für den sozialwissenschaftlichen Analyserahmen der Theologie und argumentiert für eine stärkere Verbindung wissenschaftlicher befreiungstheologischer Reflexion mit dem Engagement von Christinnen und Christen in sozialen Bewegungen.

Zur Person
Jan Niklas Collet ist in Dortmund aufgewachsen. Er hat ab Oktober 2010 bis April 2017 Katholische Theologie an der Universität Münster sowie an der Universidad Iberoamericana in Mexiko-Stadt studiert. Anschließend arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut M.-Dominique Chenu in Berlin bei Professor Ulrich Engel und Professor Thomas Eggensperger sowie am Lehrstuhl für Systematische Theologie des Instituts für Katholische Theologie der Universität zu Köln bei Professorin Saskia Wendel und im DFG-Projekt „Die theologische Relevanz von Michael Tomasellos ‚Evolutionärer Anthropologie‘“ an der Professur für Systematische Theologie des Instituts für Katholische Theologie der TU Dortmund bei Professor Martin Breul. Zudem war er Promotionsstipendiat des Cusansuswerks. Mit seiner Dissertationsschrift „Die Theologie der Befreiung weiterschreiben. Ignacio Ellacuría im Gespräch mit dem dekolonialen und postkolonialen Feminismus“ wurde er 2024 an der Katholisch-Theologischen Universität Tübingen promoviert. Die Arbeit erschien als Buch in der Reihe „ratio fidei“.

Über den Erwin-Kräutler-Preis
Der Namensgeber des Preises, Erwin Kräutler aus Vorarlberg, war von 1981 bis 2015 Bischof von Xingu im Nordosten Brasiliens (mit Sitz in Altamira). Er ist Träger des Alternativen Nobelpreises und wurde für sein beispielhaftes pastorales und soziales Wirken im Jahr 2009 mit dem Ehrendoktorat der Universität Salzburg ausgezeichnet.

Seit 2011 vergibt das Zentrum Theologie Interkulturell und Studium der Religionen alle zwei Jahre den Erwin-Kräutler-Preis für kontextuelle Theologie, interreligiösen Dialog und befreiungstheologische Forschung. Ziel ist es, die Bedeutung befreiungstheologischer Zugänge zu aktuellen Herausforderungen in Gesellschaft und Kirche präsent zu halten und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu fördern, die sich mit jenen Themen auseinandersetzen, für die sich der aus Österreich stammende Bischof Erwin Kräutler engagiert: politische Theologie, Befreiungstheologie, Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung, interkultureller und interreligiöser Dialog, Intersektionalität, soziale Gerechtigkeit und Solidarität, Globalisierungstheorien, Migration und kritische Entwicklungsforschung. Die Auszeichnung ist mit 3000 Euro dotiert.

Mittwoch, 16. Juli 2025

Erste Atombombe vor 80 Jahren explodiert





„ZERSTÖRER DER WELTEN“
Die Reue der Atombomben-„Väter“
„Ich wurde der Tod, Zerstörer der Welten“ – ein Zitat aus der Bhagavad Gita, einer religiösen Hinduschrift – ist dem Physiker Julius Robert Oppenheimer laut eigenen Angaben durch den Kopf gegangen, als er am 16. Juli 1945 zum weltweit ersten Mal eine Atombombe explodieren gesehen hat. Dass die Welt nach dem „Trinity-Test“ nicht mehr dieselbe sein würde, war nicht nur Oppenheimer, einem der „Väter der Atombombe“, klar. Die Folgen sind bis heute signifikant.
ORF, 16.7.2025


Oppenheimer und die Atombombe: Die wahre Geschichte
Er war der Vater der Atombombe – der Physiker Robert Oppenheimer. Seinen Werdegang hat Star-Regisseur Christopher Nolan jetzt bearbeitet – in einem dreistündigen Film, der sich sehr nah an den historischen Entwicklungen bewegt.
BR24, 11.3.2024


Wer war der "Vater der Atombombe"?
Der amerikanische Physiker Oppenheimer ist als Leiter des Manhattan-Projekts und Erfinder der Atombombe bekannt. Doch sein Vermächtnis ist weit größer. Wie verbrachte er sein Leben zwischen Wissenschaft, Politik und Moral?
tagesschau.de, 22.07.2023


„Zerschlage mein Herz, dreieiniger Gott“
Wie durch Robert Oppenheimer der Ort der ersten Atombombenexplosion zum Namen „Trinity Site“ gekommen ist
Jochen Teuffel, 19.7.2018

Samstag, 12. Juli 2025

Bischof Erwin Kräutler wird 86

 

Gottes Segen zum 86. Geburtstag von Bischof Erwin Kräutler, dem emeritierten Bischof vom Xingu. Sein Leben ist geprägt von offenherzigem Engagement für die Armen und Rechtlosen, von unermüdlichem Einsatz für die Völker des Regenwaldes und von bedingungsloser Treue zum Evangelium.

Möge der Herr ihm Kraft und Gesundheit verleihen für seinen weiteren Lebensweg!



Freitag, 4. Juli 2025

Bischof Erwin Kräutler feiert diamantenes Priesterjubiläum


Am 3. Juli feierte Dom Erwin Kräutler, emeritierter Bischof am Xingu, in der Kathedrale von Altamira einen Dankgottesdienst anlässlich seines 60-jährigen Priesterjubiläums. An der Feier nahmen der Diözesanbischof, Dom João Muniz, sowie Diözesanpriester, Ordensleute und Gläubige der Gemeinde teil.

In seiner Predigt erzählte Dom Erwin, dass er alle gefeierten Messen in einem Notizbuch festhält. Es seien bereits 23.693. Während seiner gesamten Amtszeit hat er die Eucharistie in verschiedenen Situationen und an verschiedenen Orten gefeiert, von indigenen Dörfern bis hin zu Gemeinden im Landesinneren, im Unteren, Mittleren und Oberen Xingu sowie entlang der Transamazonica-Straße.

Erwin Kräutler wurde am 3. Juli 1965 in Salzburg zum Priester geweiht. Er gehört der Kongregation der Missionare vom Kostbaren Blut Christi an.

Seine Lebensgeschichte ist tief in der Amazonas-Region verwurzelt. Dom Erwin ist für sein Engagement für die Völker des Regenwaldes und die arme Bevölkerung entlang der Flüsse sowie für den Schutz des Amazonas-Regenwaldes bekannt und dadurch ein echtes Zeichen der Hoffnung und der glaubwürdigen Verkündigung des Evangeliums. Für sein Wirken wurde er auch vielfach ausgezeichnet.

Samstag, 21. Juni 2025

Die Stadtverwaltung von Altamira warnt vor Atemwegserkrankungen in der Region


Die Stadtverwaltung von Altamira-Pará bestätigte am Freitag (20.), dass die Gemeinde mit einem Ausbruch von Atemwegserkrankungen zu kämpfen hat, von denen vor allem Kinder und Säuglinge betroffen sind. 29 Kinder befinden sich mit schwerem Atemwegssyndrom im Allgemeinen Krankenhaus von Altamira. Von den hospitalisierten Kindern mussten neun intubiert werden, zwei sind gestorben. Außerdem wurden zwei Todesfälle bei Erwachsenen aufgrund von Lungenentzündung registriert, die Opfer waren 99 und 41 Jahre alt. Darüber hinaus befinden sich acht Neugeborene auf der Intensivstation des Krankenhauses, zwei davon sind intubiert.

Bronchiolitis und Influenza sind die häufigsten Diagnosen. Im Jahr 2025 wurden bereits 70 Fälle von Bronchiolitis registriert, davon 48 bei Erwachsenen und 22 bei Kindern, sowie 1.865 Fälle von Influenza, davon 909 bei Erwachsenen, 763 bei Kindern und 193 bei älteren Menschen.

Grippesymptome und andere Atemwegsbeschwerden, die durch nicht identifizierte Viren verursacht wurden, wurden ebenfalls gemeldet.
Im März gab es 286 Fälle von grippeähnlichen Symptomen, im April 658, im Mai 532 und im Juni wurden zwischen dem 1. und 18. Juni 322 Fälle bestätigt. Laut einer Mitteilung der Stadtverwaltung wurden die Maßnahmen zur Bekämpfung der Krankheit intensiviert und ein Antrag auf Unterstützung an die Landesregierung gestellt, um die Zahl der pädiatrischen Intensivbetten zu erhöhen und Krankenhausbetten in privaten Krankenhäusern der Region anzumieten. 

„Das kommunale Gesundheitsnetz wurde mit grundlegenden Medikamenten zur Behandlung der Symptome sowie mit persönlicher Schutzausrüstung für das Gesundheitspersonal ausgestattet. Informationskampagnen wurden auch in sozialen Netzwerken, im Radio und in Gesundheitseinrichtungen ausgeweitet, mit Hinweisen zu Symptomen, Präventionsmaßnahmen und wann man einen Arzt aufsuchen sollte”, heißt es in der Mitteilung. Die Grippeimpfkampagne wurde in der Gemeinde ebenfalls verstärkt. „Wir haben die Impfstellen erweitert und mobile Aktionen in abgelegenen Stadtvierteln durchgeführt, um eine größere Anzahl von Menschen zu erreichen, insbesondere unter den vorrangigen Gruppen wie Kindern, älteren Menschen und Schwangeren“, fügte die Stadtverwaltung in einer Mitteilung hinzu.


Prefeitura de Altamira emite alerta para surto de doenças respiratórias no município
Prefeitura confirmou que crianças são as mais afetadas, com nove intubadas e duas mortes
O Liberal, 20.6.2025


Prefeitura alerta para aumento de infecções respiratórias e orienta cuidados com crianças
A Prefeitura de Altamira, por meio da Secretaria Municipal de Saúde, informa que o município enfrenta um pico de bronquiolite, influenza e outras infecções respiratórias.
Prefeitura de Altamira, 17 DE JUNHO DE 2025

Donnerstag, 29. Mai 2025

Neunter Starship-Testflug erneut missglückt


VÖLLIG LOSGELÖST
Erneuter Rückschlag für Musk bei neuntem Starship-Testflug
Der Milliardär Elon Musk sieht "große Verbesserungen gegenüber dem vorherigen Flug". Eigentlich hätten Satelliten ausgesetzt werden sollen – daraus wurde nichts
Der Standard, 28. Mai 2025


Testflug von SpaceX-Rakete missglückt erneut
Erneuter Rückschlag für Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX: Die Rakete Starship war auch bei ihrem neunten Testflug nicht erfolgreich. Sie stürzte unkontrolliert in den Indischen Ozean.
Tagesschau.de, 28.05.2025


Starship-Testflug wieder missglückt
Die Riesenrakete Starship von SpaceX ist das Herzstück von Elon Musks Plan, Menschen zum Mars zu bringen. Doch der Weg dahin scheint noch weit. Denn auch der neunte Testflug der Rakete ist gescheitert.
DW, 28.05.2025


Weitere Pleite für SpaceX – „Wäre sofort dafür, Musk zu enteignen“
Wieder scheitert ein Testflug von Elon Musks „Starship“. Der Tesla-Chef zeigt sich optimistisch. Ein Kritiker spricht vom „großen politischen Skandal“.
Frankfurter Rundschau, 30.05.2025