Mittwoch, 20. März 2019

Konferenz in Washington zur Vorbereitung der Amazonas-Synode


Domradio, 19.3.2019
Spitzentreffen in Washington zu Amazonas-Synode
Hohe Erwartungen

An diesem Dienstag startet eine Konferenz in Washington zur Vorbereitung der Amazonas-Synode, die im Oktober im Vatikan stattfindet. Das Schlusswort des Vorbereitungstreffens wird Kardinal Marx halten.

An der katholischen Georgetown-Universität in Washington hat am Dienstag eine hochrangig besetzte Konferenz zur Vorbereitung der Amazonas-Synode begonnen. Das von Papst Franziskus einberufene Bischofstreffen findet vom 6. bis 27. Oktober im Vatikan statt. Die Sondersynode soll über neue Formen von Seelsorge in Gebieten mit wenigen Priestern beraten, die Rechte von Indigenen stärken und die ökologische Situation der arten- und rohstoffreichen Urwaldregion in Lateinamerika in den Blick nehmen.

Adveniat für Formulierung klarer Ziele

Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat sprach sich für klare Ziele aus. "Der umfassende Schutz der ausgegrenzten Armen und der geschundenen Schöpfung haben absolute Priorität", erklärte Hauptgeschäftsführer Michael Heinz. "Die Rechte der indigenen Völker werden regelmäßig mit Füßen getreten, wenn am Amazonas für unsere Autos Erdöl gefördert, für unsere Kraftwerke Kohle abgebaut, oder für unseren Fleischhunger Rinder gemästet werden", ergänzte Thomas Wieland, der für Adveniat an der Konferenz in Washington teilnimmt.

Das Treffen in der US-amerikanischen Hauptstadt endet am Donnerstag mit einem Schlusswort von Kardinal Reinhard Marx. Der Erzbischof von München und Freising ist Mitglied im vom Papst eingesetzten Kardinalsrat und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Außer Marx sind unter anderen in Washington zugegen der im Vatikan für die Synoden zuständige Kardinal Lorenzo Baldisseri, der Leiter der vatikanischen Behörde für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, Kardinal Peter Turkson, und der brasilianischen Kardinal Claudio Hummes als Präsident des Amazonas-Netzwerks Repam.


Adveniat, 19.3.2019
Vorbereitung Amazonas-Synode:
Adveniat will Option für die Schöpfung
Zum Auftakt eines hochkarätig besetzten Vorbereitungstreffens zur Amazonas-Synode in Washington, fordert Adveniat gemäß einer vorrangigen Option für die Schöpfung endlich zu handeln: In der Kirche aber auch in der Politik.


weltkirche.katholisch.de, 19.3.2019
Vorbereitungstreffen zu Amazonas-Synode in Washington
Bei der Konferenz unter dem Titel „Umfassende Ökologie: Eine synodale Antwort aus dem Amazonasgebiet und anderen für den Schutz ‚unseres gemeinsamen Hauses‘ bedeutenden Weltregionen“ beraten neben Indigenenvertretern und Hilfsorganisationen auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Kardinal Reinhard Marx, der Leiter der vatikanischen Behörde für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, Kardinal Peter Turkson, und der brasilianische Kardinal Cláudio Hummes als Präsident des Amazonas-Netzwerks Repam (Red Eclesial PanAmazónica).


REPAM, 18/03/2019
REPAM promove seminário em Washington sobre ecologia integral
A Rede Eclesial Pan-Amazônica/REPAM promove, de 19 a 21 de março, um encontro internacional com o tema “Ecologia integral: uma resposta sinodal a partir da Amazônia e outros biomas/territórios essenciais para o cuidado da nossa casa comum”. O seminário será realizado na Universidade de Georgetown, em Washington, nos Estados Unidos, com a presença do presidente da REPAM, cardeal Cláudio Hummes, membros da equipe executiva e assessores da rede.
Na oportunidade, serão refletidos diversos aspectos da urgência de implementação no mundo de práticas e políticas públicas voltadas para a ecologia integral. Os participantes, do meio acadêmico, devem elaborar propostas no contexto do Sínodo para a Amazônia, marcado para outubro, em Roma.

Dienstag, 19. März 2019

Trump und Bolsonaro auf einer Linie


ORF, 19.3.2019
Trump offen für NATO-Mitgliedschaft Brasiliens
US-Präsident Donald Trump zeigt sich offen für eine NATO-Mitgliedschaft Brasiliens. Er prüfe intensiv eine Aufnahme des lateinamerikanischen Staats in das Militärbündnis oder in eine andere Allianz, sagte Trump heute bei der Begrüßung seines brasilianischen Kollegen Jair Bolsonaro im Weißen Haus.

Für Mauerbau an Grenze zu Mexiko
Auch unterstütze er Brasiliens Antrag auf eine Mitgliedschaft in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), so Trump. Bolsonaro hatte kurz vor seinem ersten Treffen mit Trump dessen Einwanderungspolitik gelobt.
Ausdrücklich sprach er sich für den von Trump versprochenen Bau einer Mauer an der Grenze zwischen den USA und Mexiko aus. „Die überwiegende Mehrheit potenzieller Einwanderer hat keine guten Absichten“, sagte er laut der englischen Übersetzung eines Interviews des Senders Fox News. Er kündigte zudem an, mit Trump über die Krise in Venezuela zu sprechen. Die Regierung von Präsident Nicolas Maduro sei eine „Drogen schmuggelnde Diktatur“.

Trump zum Vorbild genommen
Bolsonaro ist seit Jänner Präsident Brasiliens. Für seinen Wahlkampf und seine rechtsgerichtete Politik nahm er sich bewusst Trump zum Vorbild. Zu Fox sagte er, er hoffe auf eine blühende Freundschaft mit Trump. „Ich bin willens, ihm mein Herz zu öffnen und alles zu tun, was gut ist zum Vorteil des brasilianischen und des amerikanischen Volks.“


Zeit.de, 19.3.2019
Donald Trump stellt Brasilien Nato-Beitritt in Aussicht
Der US-Präsident will Brasilien als wichtigen Nicht-Nato-Verbündeten einstufen. Auch einen möglichen Beitritt des südamerikanischen Landes zum Bündnis deutete Trump an.


Deutsche Welle, 19.3.2019
Trump und Bolsonaro auf Annäherungskurs?
Der erste Staatsbesuch des brasilianische Präsidenten Bolsonaro führte nach Washington. Der selbsterklärte Trump-Bewunderer suchte den Schulterschluss mit dem US-Präsidenten - und erhielt von ihm viele vage Versprechen.


ntv, 19.3.2019
Bolsonaro im Weißen Haus Die zwei Trumps mögen sich
Der umstrittene brasilianische Präsident besucht den nicht minder umstrittenen US-Präsidenten im Weißen Haus. Und Trump und Bolsonaro harmonieren prächtig. Bolsonaros Sohn steht irgendwann auf und wird wie ein Schuljunge gelobt.


O Globo, 19/03/2019
Na Casa Branca, Trump diz que apoia entrada do Brasil na OCDE
Presidente norte-americano falou à imprensa ao lado do presidente brasileiro Jair Bolsonaro durante encontro em Washington. Brasil espera obter apoio dos EUA para entrar na organização.


Folha de S.Paulo, 17/03/2019
Protesto contra Bolsonaro reúne 50 pessoas em frente à Casa Branca
Horas antes da chegada do presidente, americanos e brasileiros pedem que ele volte para casa

Montag, 18. März 2019

Bolsonaro reist nach Washington zu Trump

ORF, 18.3.2019
Brasiliens Präsident Bolsonaro zu Gesprächen in Washington
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist gestern zu einem Besuch in Washington eingetroffen. Nach Berichten brasilianischer Medien begleitet ihn eine Delegation aus sechs Ministern. Bolsonaro und US-Präsident Donald Trump wollen morgen unter anderem über die Situation in Venezuela sprechen. Es ist Bolsonaros erster Staatsbesuch seit seinem Amtsantritt im Jänner.
Brasilien und die USA sind die beiden bevölkerungsreichsten Demokratien in Amerika. Beide Länder unterstützen in Venezuela den Oppositionsführer Juan Guaido, der sich selbst zum Übergangspräsidenten erklärt hat und den amtierenden Präsidenten Nicolas Maduro zum Rücktritt zwingen will. Bei seinem Besuch in Washington will sich Bolsonaro Medienberichten zufolge auch mit Steve Bannon treffen, dem ultrarechten früheren Chefstrategen von Präsident Trump.
Bolsonaro hatte schon mehrfach seine Bewunderung für Trump zum Ausdruck gebracht. Beide Präsidenten verbindet ihre nationalistische Haltung und ihre Ablehnung multilateraler Bündnisse. Nach seiner Landung in Washington schrieb Bolsonaro auf Twitter, es sei das erste Mal seit Langem, dass ein brasilianischer Präsident nach Washington komme, der nicht antiamerikanisch sei.

Tageblatt.lu, 18.3.2019
Wenn „Tropen-Trump“ Bolsonaro auf das US-Original trifft
Scharfe Kommentare gegen Schwule und Frauen, heftige Medienschelte und täglich mehrfach twittern – Brasiliens neuer Staatschef Jair Bolsonaro hat einiges gemein mit US-Präsident Donald Trump. Nun will er am Dienstag in Washington auch politisch etwas von seinem Vorbild.

NZZ, 4. Januar 2019
Bolsonaro und Trump - zwei Brüder im Geiste
Der neue brasilianische Präsident und sein US-Amtskollege haben sehr verschiedene Biografien. Die Macht aber haben sie mit ähnlichen Methoden erobert. Nun verfolgen sie gefährliche Pläne.

O Globo, 17.3.2019
Bolsonaro viaja neste domingo para se encontrar com Trump nos EUA
Reunião entre os presidentes está marcada para terça-feira (19). Venezuela e comércio entre os países devem estar entre as pautas.

Bolsonaros Umweltpolitik mit der Motorsäge


Deutschlandfunk, 18.3.2019
Abholzung des Regenwaldes unter Bolsonaro schreitet voran
Nach dem Amtsantritt des rechtspopulistischen Präsidenten Jair Bolsonaro schreitet die Abholzung des Regenwaldes in Brasilien weiter voran.

Im brasilianischen Amazonasgebiet legte die Abholzung im Januar – dem ersten Monat von Bolsonaros Amtszeit – nach Angaben des Forschungsinstituts Imazon um 54 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 108 Quadratkilometer zu. Den Angaben zufolge wurde vor allem auf Privatgelände Holz eingeschlagen. Sieben Prozent der Abholzung fand auf Ländereien der indigenen Gemeinschaften statt, fünf Prozent in ausgewiesenen Naturschutzgebieten. Allerdings hatte bereits vor Bolsonaros Amtsantritt die Abholzung kräftig zugelegt.

„Die Bekämpfung der Abholzung liegt in der Verantwortung Brasiliens und sollte eine Priorität der Regierung sein“, sagte Carolina Marçal von der Naturschutzorganisation Greenpeace im Vorfeld des Internationalen Tag des Waldes am 21. März. „Die neue Regierung verfolgt eine Politik, die die Rechte der indigenen und angestammten Bevölkerung verletzt und zu mehr Gewalt auf dem Land und mehr Umweltzerstörung führt.“

amerika21, 14.3.2019
Bolsonaro und die neue Umweltpolitik Brasiliens
Umweltschützer weltweit sind besorgt über die politischen und institutionellen Umwälzungen der Regierung zu Lasten der Umwelt, des Klimas und von Indigenenrechten

Der Standard, 16.2.2019
Bolsonaros Umweltpolitik mit der Motorsäge
Für Brasiliens Präsidenten hat der Regenwald Wirtschaftspotenzial. Agrarlobby und Holzfäller wollen Gegenleistungen für den Wahlkampf -

BR24, 1.1.2019
Bolsonaro legt die Axt an Brasiliens Regenwald
Der neue, rechtspopulistische brasilianische Präsident Bolsonaro schließt Umweltagenturen und will industrielle Großprojekte im Amazonas-Regenwald ermöglichen. Bereits vor der Wahl hatte er angekündigt, den Regenwald nicht schützen zu wollen.