Mittwoch, 25. März 2020

Trump und Bolsonaro ignorieren noch die Corona-Krise

ORF, 25.3.2020
Trump und Bolsonaro
Der fahrlässige Umgang mit der Krise
In der internationalen Coronavirus-Krise hinken große Länder wie die USA und Brasilien im Vergleich zu den durchschnittlich in europäischen Ländern gesetzten Maßnahmen weit hinterher. Grund ist die Weigerung der rechtspopulistischen Staatschefs Donald Trump und Jair Bolsonaro, die Ernsthaftigkeit der Gefahr durch das Virus rechtzeitig anzuerkennen. Umgeschwenkt ist mittlerweile der britische Premier Boris Johnson.


Frankfurter Rundschau, 25.3.2020
Corona-Pandemie erreicht Brasilien
Bolsonaro gegen Ausgangsbeschränkungen - Medien schürten „Hysterie“
Medien hatten über Corona-Infektion des brasilianischen Präsidenten berichtet.
* Coronakrise hat auch Brasilien erreicht.
* Bolsonaro sieht Einschränkungen des öffentlichen Lebens kritisch.
* Bolsonaro äußert sich ähnlich wie Trump


Spiegel-Online, 18.3.2020
Brasiliens Präsident Bolsonaro
Der Gefährder
Trotz zahlreicher Corona-Fälle in Brasilien tut Machthaber Jair Bolsonaro das Virus als "Fantasie" ab. Und treibt sein Land in eine doppelte Krise.


Süddeutsche Zeitung, 17.3.2020
Die Corona-Krise entzaubert die Populisten
In der Not zeigt sich, wie weltfremd die Trumps, Johnsons und Bolsonaros denken und handeln - und was der Rechtsstaat wert ist. Doch damit diese später nicht wieder triumphieren, müssen die Demokraten etwas tun.


NOIZZ, 17.3.2020
Trump und Bolsonaro: Wie die Coronakrise die Unfähigkeit mancher Machthaber offenbart
Die Corona-Krise hat uns allen einen ordentlichen Schlag direkt auf die Zwölf verpasst. Gutes Krisenmanagement und eine durchdachte Strategie für Wirtschaft und Gesellschaft: Dadurch zeichnen sich fähige Politiker*innen dieser Tage aus. Haben US-Präsident Trump und Brasiliens Präsident Bolsonaro beides nicht. Eine Krise, wie das Coronavirus, zeigt dies deutlicher denn je.


Stern-Online, 13.3.2020
Von Leugnern zu Mahnern
Trump, Bolsonaro und ihr gemeinsames Problem: das Coronavirus lügt nicht
Sie haben das Coronavirus konsequent heruntergespielt. Nun legen die Präsidenten Jair Bolsonaro (Brasilien) und Donald Trump (USA) eine bemerkenswerte Kehrtwende hin: von Leugnern zu Mahnern.

Dienstag, 24. März 2020

Vor 40 Jahren wurde Oscar Romero in El Salvador ermordet


Katholisch.de, 24.3.2020
Oscar Romero – Heilsbringer mit sperrigem Erbe
Er setzte sich für die Armen ein und kritisierte offen die Regierung – und erntete dafür auch Kritik aus den eigenen Reihen. Doch Oscar Romero ließ sich nicht beirren und bezahlte das mit dem Leben. Heute scheint er in El Salvador präsenter denn je.




feinschwarz, 24.3.2020
Geheimnis des geliebten Hirten:
40. Todestag von Oscar Romero
Oscar Romeros Weg als Hirte einer verfolgten Gemeinde zeugt von erstaunlichen Lernprozessen. Peter Bürger ist überzeugt: Sein Vorbild eröffnet der Weltkirche eine Perspektive der Befreiung aus jenem Klerikalismus, der die Lernunfähigkeit der Hierarchie noch immer zementiert.


Die Tagespost, 23.3.2020
Auf den Spuren Óscar Romeros
Vor 40 Jahren wurde der heilige Óscar Romero in San Salvador ermordet. Auch heute erinnert in der Hauptstadt des mittelamerikanischen Landes El Salvador noch einiges an den populären Geistlichen.


VaticanNews, 24.3.2020
Remembering St Oscar Romero: 40 years after his assassination
On 24 March 1980, in El Salvador, Archbishop Oscar Romero was murdered while celebrating Mass. Recognizing him as “a martyr for the faith”, Pope Francis canonized him in 2018.


Christliche Initiative Romero
Oscar Romeros Bedeutung heute – 40 Jahre nach seinem Todestag

Samstag, 14. März 2020

Thunberg und Bischof Kräutler fordern Schutz indigener Völker

Domradio, 13.03.2020
Thunberg und Bischof Kräutler fordern Schutz indigener Völker
Aufruf an Brasiliens Regierung
Klimaaktivistin Greta Thunberg hat gemeinsam mit 35 Trägern des Alternativen Nobelpreises einen Aufruf zum Schutz indigener Völker an Brasiliens Regierung gerichtet. Auch Amazonasbischof Erwin Kräutler gehört zu den Unterzeichnern.

In dem am Donnerstag von der Right Livelihood Foundation, die den Alternativen Nobelpreis vergibt, und der Menschenrechtsorganisation Survival International veröffentlichten Appell äußern die Aktivisten ihre Sorge angesichts wachsender Vergehen gegen die indigenen Völker Brasiliens. Zu den Unterzeichnern gehört auch der Träger des Alternativen Nobelpreises, Amazonasbischof Erwin Kräutler. Konkret fordern sie die Regierung auf, den Anführer des Yanomami-Volkes, Davi Kopenawa, sowie dessen Volk zu schützen.

Kopenawa, der 2019 den Alternativen Nobelpreis erhielt, wurde nach eigenen Angaben in den vrgangenen Jahren mehrfach von illegalen Goldsuchern und Farmern mit dem Tode bedroht. Diese plünderten das Territorium aus und verseuchten dabei auch die Flüsse mit Quecksilber, hieß es. Die Regierung solle Kopenawa schützen und gegen die illegal auf dem Indigenengebiet der Yanomami aktiven Goldsucher vorgehen, heißt es in dem Aufruf. Zudem möge die Regierung die Sicherung des Yanomami-Territoriums gewährleisten. Konkret seien isoliert lebende Yanomami-Gruppen in der Bergregion der Serra da Estrutura von Goldsuchern bedroht.

Personalpolitik in der Kritik

Kritik äußert der Aufruf zudem an der Nominierung von Ricardo Lopes Dias als Verantwortlichen für den Schutz isolierter Völker bei der staatlichen Indigenenbehörde Funai. Lopes Dias hatte über Jahre als evangelikaler Missionar bei Indigenenvölkern Evangelisierungsarbeit betrieben. Aktivisten hatten deshalb gegen seine Nominierung für den Funai-Posten protestiert. Greta Thunberg hatte den Alternativen Nobelpreis 2019 zusammen mit Davi Kopenawa erhalten.

Brasiliens rechtspopulistischer Präsident Jair Messias Bolsonaro, der im Januar 2019 sein Amt antrat, bezeichnet Indigenengebiete als Hindernisse bei der wirtschaftlichen Erschließung der Amazonasregion. Derzeit versucht die Regierung, neue Regelungen für die Nutzung dieser Gebiete durchzusetzen. Demnach sollen Goldsucher, Landwirte und Unternehmen in den eigentlich exklusiv den Indigenen zustehenden Regionen aktiv werden. Bereits seit Jahren hatte Bolsonaro stets sein Motto bekräftigt, den Indigenen keinen Zentimeter Land mehr zu übertragen.



Der Standard, 13.3.2020
Thunberg und Bischof Kräutler fordern Schutz indigener Völker
Das Yanomami-Volk wird in Brasilien immer öfter von Goldsuchern bedroht. Aktivisten fordern die Regierung auf, das zu unterbinden


Domradio, 13.3.2020
Reportage: Thunberg & Kräutler: Schutz indigener Völker
Klimaaktivistin Greta Thunberg hat gemeinsam mit 35 Trägern des Alternativen Nobelpreises einen Aufruf zum Schutz indigener Völker an Brasiliens Regierung gerichtet. Auch Amazonasbischof Erwin Kräutler gehört zu den Unterzeichnern.

Sonntag, 8. März 2020

Bischofssynode 2022 beschäftigt sich mit „synodaler Kirche“


VaticanNews, 07/03/2020
Nächste Bischofssynode beschäftigt sich mit „synodaler Kirche“
Papst Franziskus hat das Thema der nächsten Bischofssynode festgelegt. Es lautet „Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Mission“. Das gab der Vatikan am Samstag bekannt.
Stefan von Kempis – Vatikanstadt
Der Papst hat das Thema aus mehreren Vorschlägen ausgewählt, die ihm der Generalsekretär der Bischofssynoden, Kardinal Lorenzo Baldisseri, unterbreitet hat. Die nächste Bischofssynode – offiziell spricht man von der „XVI. ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode“ – findet im Oktober 2022 im Vatikan statt.
Franziskus spricht immer wieder davon, dass er von einer „synodalen Kirche“ träumt. Bei einem Festakt 2015 hat er näher erklärt, was er darunter versteht. Synodalität ist für ihn eine „Dynamik der Gemeinschaft“, die die ganze Kirche einbezieht. Bischofssynoden seien „nur der sichtbarste Ausdruck“ dieser Dynamik.

Franziskus' Denken über Synodalität beeinflusst auch den Synodalen Weg in Deutschland
Vor zwei Jahren hat die Internationale Theologische Kommission, die der Glaubenskongregation zugeordnet ist, ein Dokument über „Synodalität in Leben und Auftrag der Kirche“veröffentlicht. Franziskus‘ Denken über Synodalität hat auch den Reformprozess der Kirche in Deutschland, den im letzten Advent begonnenen Synodalen Weg, inspiriert.
Im Pontifikat von Franziskus haben sich Bischofssynoden bisher mit der kirchlichen Ehe- und Familienpastoral sowie mit dem Thema Jugend beschäftigt. Die letzte Bischofssynode fand im Herbst 2019 statt; sie war eine Sondersynode, und e sging um ökologische, soziale und pastorale Herausforderungen im lateinamerikanischen Amazonas-Gebiet.


Vatican.va, 17.10.2015
50-JAHR-FEIER DER ERRICHTUNG DER BISCHOFSSYNODE
ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS