Montag, 18. Januar 2021

Brasilien: Erste Impfungen sofort nach Notfallzulassung


Erste Impfung gegen das Coronavirus
In Brasilien ist mit einer Krankenpflegerin in Sao Paulo erstmals eine Person gegen das Coronavirus geimpft worden. 


Tagesschau.de, 17.1.2021
Nach Notfallzulassungen: Impfstart in Brasilien
Nach wochenlanger Verzögerung sind jetzt auch in Brasilien erste Impfstoffe zugelassen. Dabei hatte Präsident Bolsonaro sich stets verächtlich über die Vakzine geäußert. Jetzt hat sein politischer Rivale Doria sich durchgesetzt.


oe24, 17.1.2021
Nach Notfallzulassung erste Brasilianerin geimpft
Bolsonaro trotz Impfskepsis bei Foto von erster Impfung
Nach der Notfallzulassung der Corona-Impfstoffe von Sinovac und AstraZeneca durch die Nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung in Brasilien, Anvisa, ist die erste Brasilianerin geimpft worden. Dies ging aus einer Mitteilung der Regierung des Bundesstaates São Paulo am Sonntag hervor. Demnach bekam die Krankenschwester Mônica Calazans, 54, in dem Hospital das Clínicas in São Paulo den Impfstoff Coronavac des chinesischen Unternehmens Sinovac gespritzt.


Die Presse, 18.1.2021
Sorge um P.1-Mutation: In Brasilien wurde erstmals gegen Covid geimpft
In der Metropole Manaus hatten drei Viertel der Bevölkerung eine Infektion hinter sich, doch erneut explodieren die Corona-Zahlen. Ob das an der japanisch-brasilianischen Mutation liegt, müssen Wissenschaftler erst untersuchen. Brasilien erteilt zwei Impfstoffen eine Notzulassung.

Blickpunkt Lateinamerika, 21.01.2021
Sauerstoff aus Venezuela erreicht die Amazonasmetropole Manaus
Venezuela schickt Tankwagen mit Sauerstoff in Brasiliens Amazonasmetropole Manaus. Während der zweiten Corona-Welle ist die Situation in der Region aus Kontrolle geraten. 

 

Hintergrund:

America21.de, 18.01.2021
In Brasilien wird russischer Covid-19-Impfstoff produziert
Der Russische Investmentfonds hat zusammen mit der União Química nun am 15. Januar die Notzulassung für den Einsatz von zehn Millionen Dosen Sputnik V beantragt. Dies lehnte die brasilianische Gesundheitsbehörde Anvisa am Sonntag ab. União Química habe bislang keine ausreichenden Informationen über Studien vorgelegt, hieß es zur Begründung. Der Gouverneur des Bundestaates Bahia hat daraufhin beim Obersten Gerichtshof um Genehmigung ersucht, den Impfstoff direkt zu kaufen, ohne Vermittlung der Bundesregierung unter Bolsonaro.
Zugelassen ist Sputnik V in Lateinamerika bereits in Argentinien, Bolivien und Venezuela, während in Mexiko derzeit noch die Prüfung läuft.

Deutsche Welle, 15.1.2021
Brasiliens Impfdrama
Und jetzt doch. In Brasilien rückt der Impfstart näher, obwohl sich Präsident Bolsonaro weiterhin skeptisch zeigt. China und Großbritannien hoffen auf eine Notzulassung ihrer Impfstoffe am 17. Januar.


Zeit-Online, 15.1.2021
Corona-Impfstrategien: So läuft die Impfkampagne in anderen Ländern
Impfstoffe entscheiden über den weiteren Verlauf der Epidemie. Wie gehen andere Staaten dabei vor? Unsere Autoren berichten über China, Indien, Brasilien und Südafrika.



Logo após aprovação da Anvisa, governo de SP aplica em enfermeira a 1ª dose de vacina contra Covid-19 no Brasil
Mônica Calazans, de 54 anos, atua na UTI do Instituto de Infectologia Emílio Ribas, foi a primeira pessoa, fora dos estudos clínicos, a ser vacinada contra a Covid-19 no país. Ela foi imunizada neste domingo (17) no Hospital das Clínicas da Faculdade de Medicina da Universidade de São Paulo (USP). No total, 112 pessoas foram vacinadas. 


O Globo, 17.1.2021
'Não tenham medo', diz Mônica Calazans, 1ª pessoa a ser vacinada no Brasil
Enfermeira de 54 anos atua na UTI do Instituto de Infectologia Emílio Ribas. Ela foi imunizada neste domingo (17) no Hospital das Clínicas da Faculdade de Medicina da Universidade de São Paulo (USP).


O Globo, 18.1.2021
Após dizer que não compraria a CoronaVac, Bolsonaro diz que a vacina 'é do Brasil, não é de nenhum governador'
Em 1ª manifestação pública após aprovação pela Anvisa do uso emergencial de duas vacinas, presidente criticou governador João Doria, que já deu início à vacinação em São Paulo.


O Globo, 17.1.2021
Governo da Bahia entra com ação no STF para fazer compra direta de vacina russa
Ação foi ingressada na noite de sábado (16). Governo já havia informado que possui um contrato de prioridade para recebimento de até 50 milhões de doses da vacina.

Samstag, 16. Januar 2021

Brasilien bekommt vorerst keinen Impfstoff aus Indien


ORF, 16.1.2021

Impfstoff verzögert sich: Bolsonaro droht Niederlage

Indien hat zunächst keinen Impfstoff an Brasilien geliefert – anders als von der brasilianischen Regierung erhofft. Dies berichtete die brasilianische Zeitung „Folha de S. Paulo“ gestern Abend (Ortszeit).

Demnach habe Brasiliens Außenminister Ernesto Araujo in einem Telefonat mit seinem indischen Amtskollegen Subrahmanyam Jaishankar am Donnerstag noch versucht, die Freigabe zu erreichen.

Sauerstoff statt Impfung

Ein Flugzeug sollte am Freitag von der nordostbrasilianischen Stadt Recife aus starten, um zwei Millionen Dosen des Impfstoffes von AstraZeneca aus Indien zu holen. Dem Nachrichtenportal „G1“ zufolge wird das Flugzeug nun genutzt, um Sauerstoff in die Amazonas-Metropole Manaus zu transportieren, wo das Gesundheitssystem kollabiert ist.

Präsident Jair Bolsonaro sagte dem Sender „TV Bandeirantes“, dass sich die Indien-Operation verzögere. Dort gebe es auch politischen Druck von verschiedenen Seiten.

Wettlauf um erstes Impffoto

Indien stellt nach eigenen Angaben rund 60 Prozent der Impfstoffe weltweit her. Viele der Impfstoffe gehen in Staaten, die sich nicht wie Deutschland und andere reichere Länder viele Dosen im Voraus gesichert haben. Indien begann nun jedoch auch seine eigene Impfkampagne, laut dem indischen Premierminister Narendra Modi die größte der Welt. Bis Juli sollen dort 300 Millionen Menschen geimpft werden.

Für Bolsonaro könnte die Verzögerung eine politische Niederlage zur Folge haben. Nachdem Brasiliens Staatschef das Coronavirus zuerst verharmlost hatte, zieht er mittlerweile zwar auch eine Impfung in Zweifel. Aber er steht mit dem Gouverneur des Bundesstaates Sao Paulo, Joao Doria, dennoch in Konkurrenz um das erste Foto einer Impfung in Brasilien. Während die brasilianische Regierung ein Abkommen mit AstraZeneca geschlossen hat, ging Sao Paulo eine Übereinkunft mit Sinovac ein.


Tagesschau.de, 15.1.2021
Corona in BrasilienLuftwaffe liefert Sauerstoff nach Manaus
Die abgelegene Amazonas-Metropole Manaus hat sich in Brasilien erneut zum Corona-Hotspot entwickelt. Das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen, vor allem fehlt es an Sauerstoff. Nun hilft die Luftwaffe bei der Versorgung.


G1 - O Globo, 16/01/2021
Após fracasso na importação de vacina, avião que iria à Índia decola de Viracopos para levar oxigênio até Manaus
Voo, que iria para Mumbai pegar o imunizante de Oxford, foi reprogramado para auxiliar na crise sanitária que vive o Amazonas. Aeronave saiu de Campinas às 14h48 deste sábado.

GloboPlay, 16/01/2021
Situação do sistema de saúde de Manaus é caótica
Faltam leitos e oxigênio no sistema de saúde. População faz fila na porta de empresas que abastecem cilindros de oxigênio, que está em falta.

G1 - O Globo, 15.1.2021
Imprensa internacional repercute caos nos hospitais de Manaus
Veículos de comunicação relatam a falta de oxigênio para pacientes com Covid-19 e relembram as valas comuns que chegaram a ser abertas na 1ª onda do vírus na capital manauara.


G1 - O Globo, 15.1.2021
Doria e Bolsonaro trocam acusações sobre colapso em Manaus
Em coletiva em SP, governador paulista falou em 'genocídio' e pediu reação do Congresso contra o presidente na condução da pandemia de Covid-19. Em entrevista à Band, Bolsonaro chamou Doria de 'moleque'.

G1 - O Globo, 15/01/2021
Ministério da Saúde adquire oxigênio por mais 48 horas para manter bebês internados em Manaus
Estados disponibilizaram leitos para receber recém-nascidos e grávidas que possam ficar sem oxigênio na capital.

Folha de S. Paulo, 16/01/2021
Após fracasso de busca de vacina na Índia, governo usa avião para levar oxigênio para Manaus
Aeronave da Azul irá de Campinas a Manaus neste sábado (16) com carregamento dos cilindros

Folha de S. Paulo, 16/01/2021
Secretários de Saúde falam em vexame com vacina e dizem que estão no limite com Bolsonaro
Alguns deles dizem que único caminho daqui em diante é pedido de impeachment do presidente

Folha de S. Paulo, 15/01/2021
Manaus sem oxigênio e a gestão da pandemia; ouça podcast
Com pico de demanda, médicos do Amazonas pedem doação do insumo nas redes sociais

Austro-brasilianischer Bischof Alfredo Schäffler wird 80



Brasilien: Waidhofner "Bischof der Armen" wird 80
Austro-brasilianischer Bischof Alfredo Schäffler kritisiert im "Kirche bunt"-Geburtstagsinterview Ungerechtigkeiten in Brasilien: "Die am Lebensanfang oder Lebensende stehen, werden vielfach vergessen, weil sie noch nichts produzieren oder nichts mehr produzieren"


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Ein Leben für die Kirche – Dom Alfredo Schäffler
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A Cidade Medita com Dom Alfredo Schaffler
Caminhada contra as drogas

Notstand in Manaus: Dom Erwin Kräutler appelliert an Brasiliens Regierung


Der Vorsitzende des brasilianischen Episkopats, Dom Walmor Oliveira de Azevedo, und der Vorsitzende von REPAM-Brasilien, Dom Erwin Kräutler, haben per Video zur Notwendigkeit sofortiger Hilfe angesichts der ernsten Situation im Bundesstaat Amazonas, insbesondere in Manaus, aufgerufen. Die Situation in der Hauptstadt ist wegen der Pandemie eskaliert. Am Freitag, den 15. Januar, gab es 213 Beerdigungen in der Stadt, eine Zahl, die noch nie zuvor erreicht wurde. Bisher lag der Tagesdurchschnitt der Todesfälle bei etwa 30. 30 Personen starben zu Hause ohne medizinische Versorgung, da die Krankenhäusern überfüllt sind.

In seiner Rede griff der emeritierte Bischof der Xingu-Prälatur den Appell von Bischof Leonardo Steiner, Erzbischof von Manaus, auf und bat im Namen der Bischöfe der Region Nord 1, "um Gottes Willen sofort Sauerstoff nach Manaus zu schicken". Die sozialen Netzwerke seien voll von Hilferufen der Bevölkerung und der Mediziner. "Ich hörte, wie eine medizinische Fachkraft in einem Krankenhaus weinte und ihre Verzweiflung über den Mangel an Sauerstoff zum Ausdruck brachte. Wir sehen, wie unsere Schwestern und Brüder durch Erstickung sterben - ein schrecklicher Tod!", so Dom Erwin.

Er sei seit mehr als 50 Jahren als Missionar in der Region tätig ist und müsse anprangern, dass "Brasilien die Völker des Amazonasgebiets in einer so grausamen Zeit vergisst und sich die Ohren verstopft angesichts der Menschen, die sterben, und angesichts ihrer Familien und des medizinischen Personals, das sich aus Mangel an Sauerstoff nicht um die Kranken kümmern kann und passiv zusehen muss, wie die Kranken unter schrecklichen Bedingungen ersticken.

Der Amazonas ist eine Region, die von verschiedenen Regierungen als Ressourcenquelle betrachtet wurde. Diese Haltung hat sich in letzter Zeit verstärkt, insbesondere während der Covid-19-Pandemie, bei der die mangelnde Durchsetzung der Gesetze die illegale Ausbeutung von Rohstoffen, zunehmende Brände und Umweltverschmutzung noch erleichtert hat. In diesem Gebiet sind die Grundrechte der Bevölkerung oft nicht abgedeckt. Dom Erwin appellierte an die Regierung: "Bei der Liebe Gottes und Unserer Lieben Frau:  Manaus und Amazonien gehören zu Brasilien. Bitte wachen Sie auf für die Menschen, die hier leben und diese Pandemie überleben wollen".



Auch Appell der regionalen Bischofskonferenz Nord 1
Auch die Region Nord 1 der Nationalen Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB) hat am Freitag, den 15. Januar, eine Aussendung gemacht, in der sie ihre Besorgnis über die Krise auf dem Gesundheitssektor, die durch die zweite Welle der Covid-19-Pandemie im Amazonasgebiet ausgelöst wurde,  zum Ausdruck bringt. Gleichzeitig bittet sie die Bevölkerung um Solidarität.

Die Behörden werden aufgefordert, Todesfälle zu vermeiden, verantwortungsvoll zu agieren und die verlautbarten Dekrete Ernst zu nehmen.


VaticanNews, 15.1.2021
Amazonas: Tod im Regenwald
40.320 Menschen sind bis heute im Amazonasgebiet, das sich über neun lateinamerikanische Staaten erstreckt, an Corona gestorben. Aus den Krankenhäusern im brasilianischen Manaus werden apokalyptische Szenen berichtet.


CNBB-Norte1, 16.1.2021
Presidente da CNBB e da REPAM-Brasil fazem apelo por ajuda diante a crise sanitária no Amazonas
Seguindo o apelo dos bispos do Regional Norte 1 da CNBB, o presidente do episcopado brasileiro, Dom Walmor Oliveira de Azevedo, e o da REPAM-Brasil, Dom Erwin Kräutler, têm se pronunciado em vídeo sobre a necessidade de ajuda imediatadiante da grave situação que está sendo vivida no estado do Amazonas, especialmente em Manaus. As últimas horas têm sido particularmente graves na capital amazonense, como demonstra o fato de esta sexta-feira, 15 de janeiro, ter havido 213 sepultamentos na cidade, um número nunca antes visto, uma vez que a média diária de mortes na cidade é de cerca de 30. Dentre essas mortes, 30 pessoas morreram em casa, sem atendimento médico, por falta de vaga nos hospitais.


VaticanNews, 16.1.2021
Presidentes da CNBB e da REPAM-Brasil pedem ajuda para o Amazonas
"A CNBB – disse dom Walmor - dará sua colaboração para levar oxigênio aos hospitais da capital do Amazonas". Dom Erwin, presidente da REPAM-Brasil, que também falou em nome do cardeal Claudio Hummes, presidente da Comissão Episcopal da Amazónia da CNBB, manifestou o seu apoio aos apelos angustiantes para que "o governo providencie cilindros de oxigênio.


VaticanNews, 15.1.2021
“Pelo amor de Deus, nos enviem oxigênio”, apelam os bispos do Amazonas e Roraima
Dom Leonardo Steiner em vídeo: "hoje, na segunda onda, as pessoas vão a óbito por falta de leitos nos hospitais, por falta de leitos nas UTIs, e por incrível que pareça, por falta de oxigênio”.


El presidente de la REPAM-Brasil pide que “Brasil no olvide al pueblo de la Amazonía en una hora tan cruel”
La REPAM-Brasil, a través de su presidente, Monseñor Erwin Kräutler, se ha pronunciado en un video en el que se hace eco de la situación que está siendo vivida en el estado brasileño de Amazonas, particularmente en Manaos. Las últimas horas están siendo de especial gravedad, como muestra el hecho de que este viernes, 15 de enero, ha habido 213 entierros en la ciudad, una cifra escalofriante, nunca antes vista, pues la media diaria de fallecidos en la ciudad está en torno de 30. Entre los enterrados se encontraban 30 personas que habían fallecido en sus casas, sin ningún tipo de atención médica.


Regional Norte 1 da CNBB divulga nota sobre crise sanitária no Amazonas
O Regional Norte 1 da Conferência Nacional dos Bispos do Brasil (CNBB) emitiu uma nota nesta sexta-feira, 15 de janeiro, na qual manifesta preocupação e solidariedade pela crise sanitária provocada pela segunda onda da pandemia da Covid-19, no Amazonas.
A nota pede o empenho das autoridades para evitar o maior número de mortes possíveis e que os cuidados e o respeito pelos decretos promulgados sejam assumidos por todos e todas.