Mittwoch, 20. November 2019

Installationslizenz für Goldprojekt am Xingu von Belo Sun ausgesetzt

Da die Umweltauflagen nicht erfüllt und die Erhebungen zur Umsiedlung der betroffenen Flussbewohner noch nicht begonnen haben, wurde dem Bergbauunternehmen Belo Sun die Installationslizenz für das Gold-Abbauprojekt entlang der Großen Schleife des Xingu (Volta Grande do Xingu) entzogen.


Defensoria Publica, 19/11/2019
Ação Cautelar da Defensoria Pública suspende licenciamento do Projeto de Mineração Volta Grande, na área de impacto de Belo Monte
Em decisão favorável à Ação Cautelar proposta pela Defensoria Pública do Estado, foi garantida a suspensão da licença de instalação do Projeto de Mineração Volta Grande, localizada na Volta do Grande do Xingu, na área de impacto de Belo Monte,, por não cumprimento da licença prévia. Esta ação foi proposta pelo órgão contra a empresa Belo Sun e o Estado do Pará, em fevereiro de 2017, como fundamento a falta de regularidade fundiária e ambiental do empreendimento.
O requerimento pedindo a suspensão do processo de licenciamento ambiental do Projeto de Mineração Volta Grande é acompanhado desde 2012. A ação cautelar nº 0001062-06.2017.814.0005 visa à suspensão por conta de a instalação gerar, como consequência, um impacto socioambiental aos povos indígenas Xipaia e Curuaia da Ilha da Fazenda, aos garimpeiros, e agroextrativistas que foram colocados em situação de vulnerabilidade social na área diretamente afetada pelo empreendimento.
De acordo com a decisão, publicada no dia 17 de novembro, os moradores das áreas que estão diretamente afetadas deverão ser previamente realocados, antes da concessão da licença de instalação, ou seja, antes do início das obras. Centenas de famílias continuarão a residir, à espera de resoluções de questões que se arrastam há anos sem apresentação, até o momento, de nenhuma providência efetivamente concreta para a realocação destas famílias. A decisão também aponta que não houve a desafetação do Projeto de Assentamento Ressaca.

mpf-pará, 9.10.2019
MPF recomenda ao governo do Pará que suspenda todos os licenciamentos na Volta Grande do Xingu
O Ministério Público Federal (MPF) enviou hoje uma recomendação ao governador do Pará, Helder Barbalho, e ao secretário estadual de meio ambiente, Mauro Ó de Almeida, para que sejam suspensos todos os processos de licenciamento ambiental de atividades com significativo potencial de degradação ambiental na Volta Grande do Xingu. A suspensão deve ser mantida até que esteja concluído o período de testes previsto para a região ou que se confirme a capacidade dos ecossistemas locais de suportarem o desvio de água realizado para a geração de energia da barragem de Belo Monte. O governo paraense tem prazo de 20 dias para responder ao documento.


O Globo, 25/09/2019
Ministério Público pede suspensão de licença ambiental emitida pela Semas para funcionamento de mineradora no sudeste do PA
De acordo com o MP, o local é de natureza federal e deve ser licenciado pelo Ibama. Medida também diminuiria os impactos ambientais na região.

Mapa de Conflitis, 26/06/2018
Projeto de mineração Volta Grande-Belo Sun ameaça modos de vida e sobrevivência de povos indígenas, ribeirinhos e outras comunidades tradicionais

Mittwoch, 13. November 2019

Bischof Voderholzer distanziert sich von Protestaktion gegen den Papst


Domradio.de, 13.11.2019
Bischof Voderholzer auf Distanz zu Protestaktion gegen den Papst
"Nicht mein Weg"
Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat sich von einer Online-Protestaktion konservativer Christen gegen Papst Franziskus distanziert. Internetaktionen gingen "an der Sache vorbei" und seien deshalb auch nicht sein Weg.

Im Internet rufen derzeit rund 100 Unterzeichner, darunter Gloria von Thurn und Taxis, den Papst zu öffentlicher Buße wegen angeblichen Götzendienstes auf. Das Kirchenoberhaupt habe bei der Amazonas-Synode die "heidnische Göttin Pachamama" angebetet, so der Vorwurf. Als Gewährsleute führt die Gruppe neben den deutschen Kardinälen Walter Brandmüller und Gerhard Ludwig Müller auch den Regensburger Bischof an.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme wies Voderholzer "diesen Bezug und die mit ihm verknüpften Vorwürfe gegen Papst Franziskus entschieden zurück". Zugleich erläuterte Voderholzer Aussagen, die er am 31. Oktober bei einer Predigt getätigt hatte. Darin ging es auch um eine von der Amazonas-Synode aufgeworfene Frage, nämlich, wie Christen mit vor- oder nichtchristlichen Kulturen und Traditionen umgehen sollten.

Ringen um den richtigen Weg der Kirche
Das Fazit seiner Predigt beschrieb der Bischof so: Christus selbst sei das Neue, das Christen den Menschen brächten. Er komme den Fragen und der oft unausdrücklichen Sehnsucht aller Menschen sowie ihrer "natürlichen" Religiosität entgegen. In Christus seien alle Religionen in einem dreifachen Sinn "aufgehoben": außer Kraft gesetzt, erhöht und bewahrt. "Deswegen geschieht Inkulturation immer in Anknüpfung und Bruch zugleich."

Mit seiner Predigt habe er sich "an dem Ringen um den richtigen Weg der Kirche" beteiligt, betonte Voderholzer. "Vorwürfe, Anschuldigungen oder gar Verurteilungen des Heiligen Vaters mit Internetaktionen" gingen "an der Sache vorbei" und seien deshalb auch nicht sein Weg.

Mexikanischer Bischof verteidigt Papst gegen Vorwürfe
Der mexikanische Bischof Felipe Arizmendi hat die Zeremonien mit Fruchbarkeitsfiguren zu Beginn der Amazonas-Synode verteidigt. Hierbei habe es sich nicht um Götzendienst gehandelt, sondern um "Symbole amazonischer Lebenswirklichkeit".

Der wiederholte Vorwurf einiger sehr konservativer Katholiken, die bei Zeremonien in den Vatikanischen Gärten zur Amazonas-Synode verwendete Rituale und Figuren seien Götzendienst gewesen, stimme schlicht nicht, betont Bischof Arizmendi in einem Gastbeitrag für die Vatikanzeitung "Osservatore Romano" (Mittwoch).

"Unverschämtheit, den Papst als Götzendiener zu verurteilen"
Es habe sich um "Symbole amazonischer Lebenswirklichkeit und Erfahrungen" gehandelt. Diese seien zwar "nicht nur kulturell, sondern auch religiös zu verstehen, aber nicht im Sinne einer Anbetung", präzisiert der frühere Bischof von San Cristobal de Las Casas im Süden Mexikos.

Ein Aymara in Bolivien habe ihm einmal erklärt: Pachamama (Mutter Erde) und Inti (Vater Sonne) seien Götter "nur für jene Indigene, die nicht evangelisiert worden" seien. Wer evangelisiert sei, der betrachte sie als "beste Gaben Gottes".

Im Übrigen sei es eine "große Unverschämtheit, den Papst als Götzendiener zu verurteilen, denn das war er nicht, und er wird es auch nie sein", schreibt der Bischof weiter. Derzeit ruft eine Gruppe konservativer Katholiken den Papst zu öffentlicher Buße wegen angeblichen Götzendienstes auf. Das Kirchenoberhaupt habe die "heidnische Göttin Pachamama" angebetet, heißt es in einem am Dienstag auf mehreren Internetseiten veröffentlichten Brief mit rund 100 Unterzeichnern.

Mutter Erde wird nicht als Göttin verehrt
In dem Beitrag beschreibt der Bischof seinen eigenen Lernprozess im Umgang mit indigener Kultur und Denken, in denen säkulare und religiöse Dimensionen verbunden sind. Er habe sich anfangs immer etwas unbehaglich gefühlt, wenn Indigene von "Mutter Erde" sprachen.

Für ihn selbst seien nur seine leibliche "Mutter, die Jungfrau Maria und die Kirche" Mutter gewesen. Auch die Geste, niederzuknien und die Erde zu küssen, sei ihm fremd gewesen. "Aber je länger ich mit den Indigenen lebte, umso besser verstand ich, dass sie sie nicht als Göttin verehren, sondern dass sie sie schätzen", so Arizmemdi. Sei es doch "die Erde, die uns ernährt", alles gibt, was zum Leben nötig ist.

"Sie betrachten sie also nicht als Göttin; sie beten sie nicht an - sie drücken nur ihren Respekt ihr gegenüber aus, und das tun sie, indem sie Gott im Gebet für sie danken." In diesem Sinne habe auch der heilige Franz von Assisi die Erde als "Mutter" bezeichnet. Und der, so Arizmendi, war "bestimmt kein Götzendiener".


BR24, 13.11.2019
Bischof Voderholzer distanziert sich von Protest gegen den Papst
Der Regensburger Bischof Voderholzer hat sich von einer Protestaktion gegen Papst Franziskus distanziert. Im Internet werfen rund 100 Unterzeichner dem Papst vor, bei der Amazonas-Synode einer heidnischen Gottheit gehuldigt zu haben.

VaticanNews, 12.11.2019
Nachklang Amazonien-Synode:
Pachamama ist keine Götzenanbetung
Der emeritierte Bischof von San Cristobal de las Casas in Mexiko, Felipe Arizmendi Esquivel, hat die Zeremonie in den Vatikanischen Gärten zur Eröffnung der Amazonien-Synode verteidigt. In einem Gastbeitrag für die Vatikanzeitung „L´Osservatore Romano“ geht er auf die Bedeutung der Figuren und Rituale der Indigenen ein.

Domradio.de, 15.11.2019
Gloria zieht Unterschrift unter papstkritischer Petition zurück
Heute hü, morgen hott?
​Gloria von Thurn und Taxis hat ihre Unterschrift unter einer papstkritischen Petition konservativer Christen zurückgezogen. Ein "schlüssiger Begründungszusammenhang" sei für sie in der Petition nicht mehr gegeben. Woher kommt der Sinneswandel?

BR24, 16.11.2019
Der Papst ein Götzendiener? Kritiker distanzieren sich von Brief
Der Papst soll öffentlich Buße tun – das fordert eine internationale Gruppe konservativer Katholiken. Bei der Amazonas-Synode in Rom habe er die Kultfigur Pachamama angebetet. Damit habe er die Kirche des Apostels Petrus entweiht, so der Vorwurf.

Kath.net, 16 November 2019
"Es war nie meine Absicht, Papst Franziskus persönlich anzugreifen"
Nach Fürstin Gloria Thurn und Taxis zieht auch P. Stefan Dreher von der Petrusbruderschaf seine Unterschrift vom Protestschreiben gegen Papst Franziskus zurück

Montag, 11. November 2019

Koblach gratuliert Dom Erwin nachträglich zum 80-iger


VOL.at, 11.11.2019
Ein Abend für Don Erwin
Eigentlich feierte der aus Koblach stammende, seit vielen Jahren aber in Brasilien tätige Bischof Erwin Kräutler seinen 80. Geburtstag bereits im vergangenen Juli. „Don Erwin“ wie er gleichzeitig liebe- wie respektvoll von seiner brasilianischen Gemeinde genannt wird, feierte diesen Tag aber dann genau ebendort mit seinen Schäfchen am Xingu. Seitens der Gemeinde Koblach wurde der runde Geburtstag nun aber entsprechend nachgefeiert, wobei die Gruppe „Koblach am Xingu“ die Organisation des Abends übernommen hatte. Zahlreiche Wegbegleiter, Freunde und Bekannte nutzten die Gelegenheit und versammelten sich in der DorfMitte, um ihr Glas auf Bischof Kräutler zu erheben, ohne aber nicht die ernste Lage in der Diözese des mittlerweile emeritierten Kräutlers zu vergessen.

So stand der Abend erneut im Zeichen großer Hilfsbereitschaft der Anwesenden, vor allem eine absolute Herzensangelegenheit stand dabei im Mittelpunkt des Interesses. Das Haus für Mutter und Kind in Altamira, welches Kräutler vor über 25 Jahren mitbegründet hatte, setzt sich dafür ein, die weiterhin hohe Säuglingssterblichkeit in Brasilien zu minimieren und kümmert sich um Mütter und ihre Kinder vor und nach der Entbindung.

Dazu stellten sich Schützenmusikverein Koblach, Männerchor Frohsinn, Kirchenchor St.Kilian sowie Vocale Neuburg, die den Abend musikalisch begleiteten, jeweils mit einer großzügigen Spende bei Kräutler ein. Seitens der Pfarrgemeinderats wurde der Ertrag des 20-Jahre-Kum-Festes ebenso übergeben, wie von Bürgermeister Gerd Hölzl eine Spende der Gemeinde in Form eines „Koblakischtles“ – neben einem Scheck auch einige Koblacher Köstlichkeiten.

Bischof Kräutler zeigte sich höchst erfreut über die Hilfsbereitschaft und Gratulationen und erzählte ungezwungen von seiner zweiten Heimat in Brasilien. Seitens der Gruppe „Koblach am Xingu“ bemüht man sich nun, Paten in Koblach bzw. Vorarlberg zu finden, um das Lebenswerk von Don Erwin zu erhalten. CEG

Fotogalerie >>

Sonntag, 10. November 2019

Brasiliens Ex-Präsident Lula wieder auf freiem Fuß

Salzburger Nachrichten, 9.11.2019
Brasiliens Ex-Präsident Lula wieder auf freiem Fuß
Der zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilte brasilianische Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva ist vorerst wieder auf freiem Fuß. Nach 580 Tagen hinter Gittern verließ der 74-Jährige am Freitag das Polizeipräsidium von Curitiba, wo er seit April 2018 eine Haftstrafe wegen Korruption verbüßt hatte. Kurz zuvor hatte ein Richter der Stadt seine vorläufige Freilassung angeordnet.


NZZ, 10.11.2019
Brasiliens ehemaliger Präsident Lula da Silva ist auf freiem Fuss. Für den Kampf gegen Korruption ist das ein schwerer Schlag
Das Oberste Gericht verbietet die vorgezogene Inhaftierung von in zweiter Instanz Verurteilten – und kehrt damit eine erst 2016 von denselben Richtern getroffene Entscheidung komplett um.


amerika21, 10.11.2019
Lula in Brasilien wieder in Freiheit und direkt kämpferisch gegenüber Bolsonaro
Nur wenige Stunden nach Gerichtsurteil verlässt Lula Gefängnis. Viele Anhänger feiern ihn bei öffentlicher Rede. Noch Unklarheit über Dauer der Freiheit


Estadão, 8/11/2019
Em liberdade, Lula diz que vai viajar o País e 'propor alternativas'

Estadão, 9.11.2019
Lula solto: 'Estou de volta'

O Globo, 8/11/2019
Militantes do PT se reúnem no Centro de Vitória para comemorar liberdade de Lula
Com cartazes com os dizeres 'Lula Livre' e também máscaras do rosto do ex-presidente, eles acompanharam o discurso após a soltura, nesta sexta-feira (8).

O Globo, 8!10/2019
Em liberdade, Lula começa a buscar polarização; Bolsonaro deve resgatar discurso antipetista

O Globo, 9/11/2019
Bolsonaro chama Lula de 'canalha' e diz que não responderá a 'criminosos que por ora estão soltos'
Em rede social, presidente afirmou que Lula 'está cheio de culpa'. Depois, ao sair do Palácio da Alvorada, disse que ele está 'solto mas continua com todos os crimes dele nas costas'.

Youtube, 8.11.2019
Assista ao 1º discurso de Lula depois de deixar a prisão

DW-Brasil, 11/11/2019
Como fica o cenário político após a soltura de Lula?
Em seu primeiro discurso após deixar a prisão, ex-presidente ataca o atual governo e avisa: "Estou de volta!" Mas o que o retorno do petista aos palanques políticos significa para a política brasileira?

notícias.uol, 9/11/2019
Lula ataca Globo, Moro e Bolsonaro em discurso no ABC: "Eu estou de volta"

El País, 26/05/2019
Lula anuncia casamento com namorada e caravana pelo Brasil
O ex-presidente diz estar apaixonado e anuncia que vai se casar com Rosângela da Silva, socióloga que se uniu a ele durante a sua prisão