Mittwoch, 29. Juli 2020

Über 200 Umweltschützer weltweit getötet

Tagesschau.de, 29.07.2020
Kampf für die Natur
Mehr als 200 Umweltschützer getötet
Für den Naturschutz stellen sie sich gegen Unternehmen, Regierungen und kriminelle Banden - und riskieren dafür auch ihr Leben: Im vergangenen Jahr starben weltweit nach NGO-Angaben mehr als 200 Umweltschützer. Auch in einem EU-Land.

Zeit-Online, 29. Juli 2020
Mehr als 200 Umweltschützer weltweit getötet
Proteste gegen Bergbau oder Abholzung sind vielerorts gefährlich: 2019 sind laut einer Studie mehr Umweltschützer getötet worden als je zuvor, vor allem in Lateinamerika.

n-tv, 29. Juli 2020
Dunkelziffer deutlich höher
Mehr als 200 Aktivisten weltweit getötet
Sie sterben, weil sie sich den Wirtschaftsinteressen von Bergbaufirmen, Energiekonzernen oder Agrarunternehmen entgegenstellen: 212 Aktivisten wurden im vergangenen Jahr getötet - so viele wie nie zuvor. Besonders gefährlich leben sie in Lateinamerika, allen voran in Kolumbien.

RTL, 29. Juli 2020
Im Kampf gegen Bergbau und Abholzung
Über 200 Umweltschützer weltweit getötet
Immer mehr Umweltschützer bezahlen ihren Einsatz für die Natur, sauberes Wasser und die Landrechte indigener Gruppen mit dem Leben. Im vergangenen Jahr seien weltweit 212 Umweltaktivisten getötet worden, teilte die Nichtregierungsorganisation Global Witness am Mittwoch mit. Über zwei Drittel aller Fälle wurden demnach in Lateinamerika registriert. Die Organisation geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl der getöteten Umweltschützer noch deutlich höher liegt.

Sonntag, 26. Juli 2020

Bischof Erwin Kräutler ruft auf zur Kampagne „Amazonisiere dich“


REPAM, 23.7.2020
Organizações eclesiais e da sociedade civil lançam campanha de sensibilização e cuidado para com a Amazônia

Pressemitteilung auf Repam.org.br
„Amazonisiere dich“
Kirchliche und zivilgesellschaftliche Organisationen starten eine Sensibilisierungskampagne für den Amazonas

Am kommenden Montag, dem 27. Juli, um 21 Uhr (CET)wird die Kampagne "Amazoniza-te" (Amazonisiere dich) gestartet. Die von der Bischöflichen Kommission für das Amazonasgebiet der Nationalen Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB) in Partnerschaft mit anderen kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen organisierte Initiativetritt in einem Moment an die Öffentlichkeit, der gezeichnet ist von der Gewalt gegen traditionelle Völker und der durch die Covid-19-Pandemie noch verschärft wird. Die Brandrodungen, Landraub und der illegale Bergbau werden massiv ausgeweitet und verbreiten so gleichzeitig eine weitere eingeschleppte Krankheit, den Coronavirus, der nun in den Gemeinden des Amazonasgebiets seine Opfer fordert.

Die Kampagne ruft zu einer Reihe von Aktionen auf, die die Führung traditioneller Völker und Gemeinschaften, die katholische Kirche und verschiedene kirchliche Einrichtungen im Amazonasgebiet, Künstler und Meinungsmacher, Forscher und Wissenschaftler verbindet. Der Aufruf zur "Amazonisierung" schlägt die aktive Beteiligung aller Menschen an der Verteidigung des Amazonasgebiets, seines Bioms und seiner Völker vor, die in ihren Territorien bedroht sind: Stimmen, die sich angesichts der Realität vieler verletzter Leben zusammenschließen; Leben, die von ihrem Land vertrieben, gefoltert und in Agrar-und sozio-ökologischen Konflikten ermordet wurden, Opfer einer Politik, die sich an den Interessen der Agrarindustrie und an großen wirtschaftlichen Entwicklungsprojekten orientiert, die die Grenzen der Natur und ihrer Erhaltung nicht respektieren.

Die Initiative ist ein weiterer Schritt auf dem langen Weg von Aktivitäten, die in den letzten Jahren im Hinblick auf die Synode für den Amazonas im Oktober 2019 in Rom durchgeführt wurden. Mit Papst Franziskus rückten das Amazonasgebiet und das Leben der Völker, die in der Region leben, in den Mittelpunkt der Debatten in der Kirche. "Im Amazonasgebiet gibt es alle Arten von Ungerechtigkeit, Zerstörung von Menschen, Ausbeutung von Menschen auf allen Ebenen. Und Zerstörung der kulturellen Identität", verkündete Papst Francisco am Ende der Bischofssynode zum Amazonasgebiet. Laut dem Präsidenten der brasilianischen Nationalen Bischofskonferenz, Dom Walmor Oliveira de Azevedo, ist die Kampagne "Amazonisiere dich selbst" eine Einladung, ein Aufruf und eine Gelegenheit, Solidarität mit dem Wald und den Völkern der Region zu bekunden. "Mit dieser Einladung zur 'Amazonisierung' wollen wir die systematische Verletzung der Umweltschutzgesetzgebung und die Zerschlagung öffentlicher Einrichtungen durch Regierungsmaßnahmen zur Deregulierung und illegalen Ausweituciming der Aktivitäten von Bergbauunternehmen, Agrarindustrie, Holzfällern und Viehzüchtern in der Region überwinden", betonte Dom Walmor. In der Absicht, diesen Schreien und Hoffnungen Gehör zu schenken, bildet die Kampagne den Höhepunkt der verschiedenen Aktionen und Mobilisierung, die von kirchlichen und sozialen Organisationen durchgeführt werden, die im Amazonasgebiet arbeiten oder es verteidigen, wie z.B. der Indigene Missionsrat (CIMI), die Pastorale Landkommission (CPT), das Pan-Amazonische Kirchliche Netzwerk (REPAM), die Ninja Media und die Bewegung für menschliche Rechte (MHuD).

Bei der Live-Präsentation, die am kommenden Montag (27.8) um 21 Uhr (CET) stattfinden wird, wird die Website der Kampagne mit unterstützendem Material, politischen Manifesten von Organisationen und einer Zusammenstellung von Studien über die Realität des Amazonasgebiets zur Unterstützung von Aktionen und Positionen veröffentlicht. Die Kampagne umfasst eine Reihevon Videos mit Zeugnissen der traditionellen Bevölkerung des Amazonasgebiets im Dialog mit den Stimmen nationaler und internationaler Künstler. Die Gruppe von Organisationen wird eine Liste konkreter Aktionen vorschlagen, die persönlich oder kollektiv mit Blick auf die "Amazonisierung“ durchgeführt werden sollen.


DIE KAMPAGNE
Die Kampagne "Amazonisiere dich" entstand aus einem Dialog zwischen kirchlichen Organisationen und aus der Notwendigkeit, die brasilianische und internationale Öffentlichkeit für die Gefahren zu sensibilisieren, denen das Leben im Amazonasgebiet mit seinen Territorien und seiner Bevölkerung ausgesetzt ist. Die Zerschlagung der öffentlichen Umweltschutzbehörden, die ständige Missachtung der Gesetzgebung sowie die fehlende Beteiligung der Zivilgesellschaft in den Bereichen Regulierung und Kontrolle der öffentlichen Politik motivierten ebenfalls zur Gründung der Kampagne.

Daher ist die Kampagne "Amazoniziere dich" in drei Linien gegliedert:
1. Anfälligkeit der indigenen Völker und traditionellen Gemeinschaften für die Kontamination durch das neue Coronavirus, mit Schwerpunkt auf der unzureichenden Struktur der öffentlichen Gesundheitsversorgung in den Staaten und Gemeinden der Region, die unter den Bedingungen anderer Regionen des Landes liegt;
2. Beschleunigung der Zerstörung der Amazonas-Biome aufgrund der unkontrollierten Zunahme der Abholzung, der Brände, der Invasion indigener Gebiete und traditioneller Gemeinschaften durch Agenten der Landnahme, des Bergbaus, der Viehzucht und der Anpflanzung von Monokulturen sowie der Auswirkungenvon Wasserkraftwerken auf die Bevölkerung der Flussufer;
3. Systematische Verletzung der Umweltschutzgesetzgebung und Demontage der öffentlichen Kontrollbehörden durch vorsätzliche Maßnahmen der Regierung zur unrechtmäßigen Deregulierung und Ausweitung der Aktivitäten von Bergbauunternehmen, Agrarindustrie, Holzfällern und Viehzüchtern in der Region.

AMAZONISIERE DICH
Der Neologismus "amazonizar" wurde erstmals 1986 in einem Pastoralbrief des damaligen Bischofs der Diözese Rio Branco, Acre, Dom Moacyr Grechi, verwendet. Damals rief der Bischof die Menschen dazu auf, sich für die Sache des Amazonas einzusetzen und ihre Völker zu verteidigen. Das Verb wurde häufig in Bezug auf die Verteidigung des Amazonasgebietes verwendet. Während der Synode für den Amazonasprozess wurde auch der Begriff „Amazonizar“ weit verbreitet und populär gemacht. Das ist die Bedeutung der Kampagne: mehr als die Konjugation des Verbs "amazonisieren", es zu einem persönlichen Ausdruck zu machen, zu einem Aufruf an alle Menschen, sich selbst zu „amazonisieren“.

INFORMATIONEN:
Aktivität: Lancierung der Kampagne "Amazoniziere dich"
Datum:27. Juli 2020
Zeit: 16:00 Uhr Ortszeit Brasilien, 21:00 Uhr CET
Wo: auf dem You Tube Canal der CNBB

Kontaktpersonen:
● Manuela Oliveira de Castro - Pressesprecherin CNBB +5561981183978(WhatsApp)
● Paulo Martins - Pressesprecher von REPAM-Brasil +5561985955278(WhatsApp)
● Mário Manzi - PressesprecherCPT Nacional: +55626292527437(WhatsApp)
● Guilherme Cavalli - Kommunikationsbeauftragter CIMI: +5554996530369(WhatsApp)



Hedwigsforum, 24.7.2020
Amazonieninfos
Mehrere Organisationen, unter ihnen REPAM und die neugegründete 'Conferencia eclesial da Amazonia' haben die Kampagne "Amazoniere-Dich" (also: solidarisiere dich mit Amzonien) gestartet. Hier den in deutsch übersetzten Aufruf und eine PowerPoint Präsentation (leider nur Portugiesisch) zu den Inhalten.



CIDSE, 28.7.2020
Amazonize Yourself
Church and civil society organisations launch awareness and care campaign for the Amazon

TV Canção Nova, 28.07.2020
Lançada a campanha "Amazoniza-te", em prol da Amazônia
A Conferência Nacional dos Bispos do Brasil lançou na tarde desta segunda-feira, 27, a campanha "Amazoniza-te". A convocatória propõe a participação ativa de todo o povo em defesa da Amazônia, seu bioma e seus povos ameaçados em seus territórios.

REDE VIDA, 30.07.2020
Campanha Amazoniza-te dá visibilidade para o contexto e situação atual da Amazônia
Comissão episcopal pastoral para a Amazônia da CNBB promove campanha Amazoniza-te. O objetivo é sensibilizar a opinião pública brasileira e internacional sobre o perigo a que está sendo exposta a Vida na Amazônia, território e as populações. Andrea Bonatelli traz os detalhes.

TV Aparecida, 28.7.2020
Conheça a campanha da CNBB Amazoniza-te
Na reportagem da Central Da Esperança, você conhece a campanha lançada pela CNBB, para consciência e alerta contra o desmatamento da Amazônia.

Samstag, 25. Juli 2020

Facebook und Twitter sperren Konten von Bolsonaro-Anhängern

Der Standard, 25.7.2020
Facebook und Twitter sperrten Konten von bekannten Bolsonaro-Unterstützern
Nach einer Untersuchung wegen der möglichen Verbreitung von Desinformationen wurde die Sperrung verordnet

Zeit-Online, 25.7.2020
Facebook und Twitter sperren Konten von Bolsonaro-Anhängern
Unterstützer des brasilianischen Präsidenten sollen in den Sozialen Netzwerken Fake News gegen das oberste Gericht verbreitet haben. Jetzt wurden die Accounts gesperrt.


Jornal Nacional, 25 jul 2020
Redes sociais retiraram do ar contas de bolsonaristas e políticos após determinação do STF
A decisão faz parte do inquérito que apura ataques a ministros do Supremo Tribunal Federal e a disseminação de informações falsas, e atingiu as contas nas redes sociais de 16 políticos, ativistas e empresários.

O Globo, 24.7.2020
Contas de bolsonaristas em redes sociais são retiradas do ar após decisão de Moraes
Ministro do Supremo Tribunal Federal é o relator do inquérito das fake news. Entre contas suspensas estão a do empresário Luciano Hang e a do presidente do PTB, Roberto Jefferson.

O Globo, 25.7.2020
Após terem perfis suspensos pelo STF, bolsonaristas usam contas alternativas para postar em redes sociais
Blogueiro Allan dos Santos, empresário Luciano Hang e ex-deputado Roberto Jefferson recorreram a páginas alternativas. Decisão do ministro Alexandre de Moraes determinou suspensão de contas de 16 pessoas no Twitter e no Facebook.


Freitag, 24. Juli 2020

Vatikan: Coronavirus als Folge der Umweltzerstörung



VaticanNews, 22.07.2020
Folgen des Coronavirus:
Unzeitgemäße Überlegungen der Akademie für das Leben
„Humana communitas in Zeiten der Pandemie. Unzeitgemäße Überlegungen über die Wiedergeburt des Lebens“: so lautet der Titel des neuen Dokuments der Päpstlichen Akademie für das Leben („PAV“) zu den Folgen der durch das Coronavirus verursachten Gesundheitskrise.

Der Text, der bislang nicht auf Deutsch vorliegt, folgt auf die Publikation vom vergangenen 30. März unter dem Titel „Pandemie und universelle Geschwisterlichkeit“. Im Zentrum der Überlegungen stehen drei Schlüsselprinzipien: die Entwicklung einer Risiko-Ethik, die Umsetzung einer internationalen Zusammenarbeit und die Förderung einer verantwortungsvollen Solidarität. Das Dokument öffnet mit einer drängenden Frage: „Welche Lehren haben wir aus der Pandemie gezogen?“ Die Antwort darauf ist „die Lektion der Zerbrechlichkeit“, die jeden berührt, vor allem aber Krankenhauspatienten, Häftlinge und Flüchtlinge, die in Lagern untergebracht sind. Aber es gibt noch eine weitere Lektion: das Bewusstsein dafür, dass das Leben ein Geschenk ist. Darüber hinaus habe die Pandemie uns begreifen lassen, dass alles miteinander verbunden ist und dass „die Ausplünderung der Erde“ und wirtschaftliche Entscheidungen, die auf Gier und übermäßigem Konsum beruhen, auch Folgen für die Verbreitung des Virus hatten, unterstreicht die Akademie in ihrem etwa achtseitigen Text.
Daher müsse „der gegenseitigen Abhängigkeit der Menschen und ihrer gemeinsamen Verwundbarkeit" mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, denn während „die Länder ihre Grenzen dicht gemacht haben“ und einige sogar „ein zynisches Spiel gegenseitiger Beschuldigungen“ betreiben, „erkennt der Virus keine Grenzen an“. Daraus resultiert die Forderung nach „einer Bündelung der Anstrengungen“, um Informationen auszutauschen, Hilfe zu leisten und Ressourcen zuzuweisen. Eine besondere Anstrengung muss daher der Entwicklung von Behandlungen und Impfstoffen gelten: In diesem Bereich ist „der Mangel an Koordination und Kooperation“ ein Hindernis bei der Behandlung von Covid-19, so die Analyse der Päpstlichen Akademie.

Verantwortungsvolle Forschung im Sinne des Gemeinwohls

Was also ist zu tun? Erstens bekräftigt das Dokument die Bedeutung der „Risiko-Ethik“, die eine besondere Verantwortung gegenüber Menschen beinhaltet, deren Gesundheit, Leben und Würde am stärksten gefährdet sind. Zweitens fordert es „globale Anstrengungen und internationale Zusammenarbeit“, damit der „Zugang zu qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung und unentbehrlichen Medikamenten“ als „universelles Menschenrecht“ anerkannt wird. Und drittens pocht es auf eine „verantwortungsvolle wissenschaftliche Forschung“, die integrativ und frei von Interessenkonflikten sein müsse und auf der Grundlage von Regeln der Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit durchgeführt werde. „Die öffentliche Dimension der Forschung darf nicht auf dem Altar des privaten Gewinns geopfert werden“, so die vielleicht unpopuläre Erkenntnis der Akademie. Daher auch die im Text enthaltene Betonung der Bedeutung der derzeit umstrittenen Weltgesundheitsorganisation, um vor allem „die Bedürfnisse und Sorgen der am wenigsten entwickelten Länder angesichts einer beispiellosen Katastrophe zu unterstützen“.

Schließlich hofft die PAV auf die Förderung einer verantwortungsbewussten Solidarität, die die gleiche Würde jedes Menschen anerkennt, insbesondere derjenigen, die in Not leben. Die Notiz schließt mit einer Einladung zu „einer Haltung der Hoffnung“: „Es ist an der Zeit“, so der Text der Päpstlichen Akademie für das Leben, „sich ein Projekt des menschlichen Zusammenlebens vorzustellen und umzusetzen, das eine bessere Zukunft für alle ermöglicht“.


Kritik an "Engstirnigkeit nationaler Eigeninteressen"
Päpstliche Akademie: Covid-Impfstoff muss es für alle geben
Der Zugang zu einer soliden Gesundheitsversorgung müsse als universales Menschenrecht effektiv umgesetzt werden, fordert ein Vatikan-Dokument. Denn die Corona-Pandemie habe deutlich gemacht, wie ungerecht die Strukturen in der Welt seien.

Domradio.de, 23.07.2020
Päpstliche Akademie fordert Covid-Impfstoff für alle
Weltweite Solidarität statt Egoismus 
Fieberhaft wird an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Covid-19 gearbeitet. "Einzig zu akzeptierendes Ziel" dabei sei es, dass "ausnahmslos alle Zugang dazu erhalten". Das hat die Päpstliche Akademie für das Leben nun klargestellt. 

Vatikan: Hoffnung statt Lähmung in der Coronavirus-Pandemie
Die Päpstliche Akademie für das Lebenhat am 22. Juli das Dokument"Humana communitas in der Ära der Pandemie: Unzeitgemäße Überlegungen über die Wiedergeburt des Lebens"veröffentlicht.
ACI Prensa, die spanischsprachige Schwesteragentur von CNA Deutsch, hat wichtige Passagen des Dokumentes zusammengefasst.
Der vatikanische Text mahnt, "eine Haltung der Hoffnung einzunehmen, die über den lähmenden Effekt" hinausgeht und erklärt: "Alle sind aufgerufen, den eigenen Beitrag zu leisten."

Donnerstag, 23. Juli 2020

Frei Betto wirft Bolsonaro Völkermord vor

Kathpress, 23.7.2020
Corona-Krise: Theologe Frei Betto wirft Bolsonaro Völkermord vor
Brasilianischer Präsident verfolge eine "nekrophile Politik", weil ihm die Rettung der Wirtschaft vor Menschenleben gehe

Rio de Janeiro, 23.07.2020 (KAP/KNA) Der brasilianische Befreiungstheologe Frei Betto (75) hat den Umgang der Regierung mit der Corona-Krise in seiner südamerikanischen Heimat in einem Offenen Brief als Völkermord bezeichnet. Dem rechtspopulistischen Präsidenten Jair Bolsonaro warf er vor, dieser wolle das Massensterben. Zudem spekuliere Bolsonaro darauf, dass der Tod alter und kranker Menschen das Rentensystem und die Gesundheitskassen entlaste. Brasilien stellte mit mehr als 65.000 Neuinfektionen am Mittwoch (Ortszeit) einen negativen Tagesrekord auf, die Zahl der Todesopfer erreichte 83.000.

Bolsonaro sei seit jeher vom Tod besessen, schreibt Betto laut deutscher Katholischer Nachrichten-Agentur (KNA). Er erinnert an ein TV-Interview von 1999, in dem Bolsonaro gesagt hatte: "Durch Wahlen werden Sie in diesem Land nichts ändern, nichts, absolut nichts! Es wird sich leider nur ändern, wenn wir eines Tages hier in einen Bürgerkrieg ziehen und die Arbeit tun, die das Militärregime nicht geleistet hat: 30.000 Menschen zu töten." Zudem erinnerte Betto an Bolsonaros Bewunderung für Folterer der Militärdiktatur. Der Präsident verfolge eine "nekrophile Politik", weil ihm die Rettung der Wirtschaft vor Menschenleben gehe. Brasiliens Indigene würden derweil durch soziale und ökologische Attacken "dezimiert".

Frei Betto erhebt die Vorwürfe in einem auf den 16. Juli datierten "Brief an Freunde im Ausland", der mittlerweile in mehreren Publikationen in Brasilien abgedruckt wurde. "Bitte verbreiten Sie diese Nachricht vom Verbrechen gegen die Menschlichkeit so weit wie möglich", schreibt der Dominikaner. Die Geschehnisse in Brasilien müssten den UN-Menschenrechtsrat in Genf und den Internationalen Gerichtshof von Den Haag erreichen, sowie Unternehmer und Investoren.

Bolsonaro hatte die Pandemie seit Beginn als "Hysterie" und "kleine Grippe" bezeichnet. Zwei Gesundheitsminister mussten gehen, weil sie Bolsonaros Kurs gegen "Social Distancing" und für den Einsatz des umstrittenen Malariamittels Chloroquin nicht mittragen wollten. Seit zwei Monaten leitet ein General das Ministerium. Zuletzt sagte Bolsonaro, der auch selber an Covid-19 erkrankte, das Virus sei wie ein Regen - irgendwann werde man halt nass.

Während der Ex-Militär die Diktatur (1964-85) offen lobt, war Frei Betto damals in der Opposition engagiert. In den 1970er-Jahren musste er deshalb für zwei Jahre ins Gefängnis. Später wurde der Dominikaner zum Verbindungsmann zwischen Kubas Staatschef Fidel Castro und der katholischen Kirche. Die Unesco zeichnete ihn 2013 für seinen Einsatz für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit aus.


Lebenshaus Schwäbische Alb, 20.7.2020
oder
Misereor-Blog, 21.7.2020
Frei Betto: Brief an Freunde im Ausland

Carta Maior, 17.7.2020
Carta aos amigos e amigas do exterior


Buchpräsentation:

Andreas Nöthen
Bulldozer Bolsonaro
Wie ein Populist Brasilien ruiniert
Ch. Links Verlag

Podcast #186, Blickpunkt Lateinamerika, 31.7.2020

Freitag, 17. Juli 2020

Bolsonaro twittert Bau einer Brücke über den Xingu

Präsident Jair Bolsonaro kündigte am Freitag (17.7.) über Twitter den Bau der Brücke über den Xingu-Fluss an. Er veröffentlichte auch ein Video, das Bürger zeigt, die die Brücke über den Xingu fordern.
Bolsonaro schreibt: "Bau einer Brücke über den Xingu-Fluss auf der BR-230/PA. Hauptmann Tarcísio, Minister für Infrastruktur, teilt mit, dass er in den nächsten Tagen das Projekt mit der Erstellung der Umweltgenehmigung starten werde. Geschätzte Zeit für diese erste Phase: 12 Monate".

Bereits 2014 hatte die ehemalige Präsidentin Dilma Rousseff im Zug des Baus des Wasserkraftwerks Belo Monte eine Brücke über den Xingu angekündigt. Das Projekt wurde aber nie näher vorgestellt oder in Angriff genommen.


Folha Política, 17 de julho de 2020
Bolsonaro mostra apelo de cidadãos e anuncia ponte sobre o rio Xingu
O presidente Jair Bolsonaro publicou, em suas redes sociais, um vídeo que mostra cidadãos fazendo um apelo por uma ponte sobre o rio Xingu. Bolsonaro disse: “Construção de ponte sobre o Rio Xingu na BR-230/PA. O Capitão Tarcísio, Ministro da Infraestrutura, informa que nos próximos dias contratará o projeto de engenharia/licença ambiental. Tempo previsto para essa primeira fase: 12 meses”.

RomaNews, 17/07/2020
Bolsonaro anuncia construção de ponte sobre o Rio Xingu na BR-230
O projeto foi apresentado pela ex-presidente Dilma Rousseff em 2014, mas não foi executado






APÓS ATO REIVINDICANDO CONSTRUÇÃO DE PONTE NO RIO XINGU, PRESIDENTE BOLSONARO RESPONDE E PROMETE ATENDER SOLICITAÇÃO.
Gepostet von Record Altamira am Montag, 20. Juli 2020

Donnerstag, 16. Juli 2020

Evangelikale Kirchen Brasiliens nutzten die Corona-Krise

Mitglieder der Universalkirche verteilen Essenspakete

amerika21, 15.07.2020
Coronavirus in Brasilien: Wie die evangelikalen Kirchen die Krise benutzen
Zwei Beiträge zum Kreuzzug der Pfingstbewegung und zur evangelikalen Politik in Brasilien in der Corona-Krise:

Wie die evangelikalen Kirchen die Corona-Krise dazu benutzen, das Staatsvakuum zu besetzen
Von Rosana Pinheiro-Machado

Der Kreuzzug der Pfingstbewegung ‒ Die evangelikale Politik in Brasilien und der Welt
Von Viviane de Santana Paulo


The Intercept_Brasil, 14 de Abril de 2020
Rosana Pinheiro-Machado
Coronavírus: como as igrejas evangélicas estão se aproveitando da crise para ocupar o vácuo do estado


José Luis Pérez Guadalupe
Evangelicals and Political Power in Latin America
Lima-Peru, June, 2019

Mittwoch, 15. Juli 2020

Agrarindustrie immer mehr unzufrieden mit Bolsonaro

Zeit-Online, 15. Juli 2020
Bolsonaro verliert seine reichen Freunde
Der Chaoskurs des brasilianischen Präsidenten schreckt internationale Investoren ab. Selbst aus der mächtigen Agrarindustrie kommt daher Kritik. Doch er bleibt stur.
Eine Analyse von Thomas Fischermann

Brasiliens Überwacherin für Abholzung verliert ihren Job


Deutschlandfunk, 15. Juli 2020
Amazonas in Brasilien
Überwacherin für Abholzung verliert ihren Job
In Brasilien wird gerade viel Amazonaswald abgeholzt – und jetzt verliert die Leiterin der Abteilung für die Überwachungssysteme ihren Job.

Lubia Vinhas arbeitete seit mehr als 20 Jahren beim staatlichen Klima- und Weltrauminstitut INPE. Das hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass die Abholzung auch im Juni weiter angestiegen ist. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurde ein Viertel mehr Wald gerodet, als im Vorjahreszeitraum. Dazu kamen viel mehr Brände als sonst.

Umstrukturierung oder Regierungseinfluss?

Die Pressestelle des INPE begründet die Personalentscheidung mit einer schon lange geplanten Umstrukturierung mit dem Ziel, die Schlagkraft des Instituts gegen die Klimaerwärmung zu stärken. Bei der – als seriös einzustufenden – Klima-Allianz „Observatório do Clima“ heißt es dagegen, es sei keinerlei Geheimnis, dass die Regierung in die Belange des INPE einzugreifen versuche. Und der jetzige Schritt sei ein Zeichen dafür, dass das auch so bleibe.

Die brasilianische Regierung unter Präsident Jair Bolsonaro setzt sich weniger für den Schutz des Regenwaldes ein als die Vorgänger. Umweltminister Ricardo Salles hatte im April dazu aufgefordert, Umweltgesetze schnell abzubauen und es auszunutzen, dass die Presse gerade nur auf die Corona-Pandemie schaue. Die Äußerungen lösten in Brasilien und im Ausland heftige Kritik aus.



Blickpunkt Lateinamerika, 14.07.2020
Brasiliens staatliche Abholzungs-Überwacherin suspendiert
Inmitten steigender Abholzungsraten in den Amazonaswäldern hat die Regierung laut Medien die Leiterin der Abteilung für die Überwachungssysteme Lubia Vinhas beim staatlichen Klimainstitut Inpe suspendiert. Zuletzt hatte Inpe mit 1.034 Quadratkilometern den höchsten Abholzungswert für Juni seit 2015 und so viele Brandherde am Amazonas wie seit 13 Jahren nicht mehr bekannt gegeben. Investoren machen Druck auf die Regierung, den Wald zu schützen.

Dienstag, 14. Juli 2020

Protest gegen Koralm-Kraftwerk

ORF, 14.7.2020
Koralm: Streit über geplante Kraftwerke
Zwei geplante Kraftwerksprojekte auf der Koralm beschäftigen seit Jahren die Politik, die Behörden und auch die Gerichte. Denn die Betreiber und Gegner sind weiterhin in Streit. Konkret geht es um das weststeirische Trinkwasser, das die Projektgegner in Gefahr sehen.

Es geht um das öffentlich bereits bekannte Wasserkraftwerk an der Schwarzen Sulm und ein Pumpspeicherkraftwerk auf der Koralm. Die Gegner der geplanten Projekte wenden sich nun in einem offenen Brief an den Landeshauptmann und die Landtagsabgeordneten. Laut den Projektgegnern ist das Trinkwasser in der Weststeiermark durch die Projekte in Gefahr.
Besorgte Bürgerinitiative

„In großer Sorge und mit tiefer Betroffenheit verfolge man die Vorgänge rund um das geplante Pumpspeicherkraftwerk und das geplante Trinkwasserkraftwerk auf der Koralpe.“ Mit diesen Worten beginnt der offene Brief an den Landeshauptmann und die Mitglieder des steiermärkischen Landtages.

Verfasst wurde der Brief von den Projektgegnern. Dabei handelt es sich um ein Personenkomitee, den „Arbeitskreis zum Schutz der Koralpe“ und die Bürgerinitiative „Nein zum Industriepark Koralm“.
Rund 20.000 Menschen betroffen

Sie wandten sich mit einer Petition an das Land, diese sei vom zuständigen Ausschuss mit einem nichtssagenden Text Ende April abgetan worden, sagte der Sprecher der Bürgerinitiative Andreas Mathauer: „Die Antwort des Landes ist sehr ausweichend und unbefriedigend ausgefallen. Man versteckt sich hinter einem laufenden Verfahren und geht nicht auf die Problematik ein: Wie wird unsere Heimat, unser Trinkwasser geschützt?“

Rund 20.000 Menschen wären in der Region von den Projekten betroffen. Man könne nicht zusehen, wie das wertvolle Trinkwasser der weststeirischen Bevölkerung in Gefahr gebracht werde – heißt es im offenen Brief weiter.
„Massiver Eingriff in die Natur“

„Mit diesen Projekten wird massiv in das Ökosystem der Koralm eingegriffen. Es handelt sich um Natura-2000- bzw. Landschaftschutzgebiete, die von diesen Projekten betroffen sind“, so Mathauer. Die Bürgerinitiativen fordern eine korrekte Abwicklung des Projekts. Und sie möchten mit ihren Bedenken von der Politik ernst genommen werden.

Die Projektbetreiber wollten kein Interview geben. Ihre Position sei klar: Es handle sich um saubere Projekte, die von Experten geprüft werden. Man habe beim Kraftwerk an der Schwarzen Sulm bereits den Förderantrag bei der Behörde eingebracht, sobald er bestätigt ist, werde man mit dem Kraftwerksbau beginnen.


ORF, 8.10.2018
UVP-Verhandlung zu Koralm-Kraftwerk gestartet
n der langjährigen Geschichte des Koralm-Kraftwerks ist am Montag ein neues Kapitel aufgeschlagen worden: Bei der mündlichen UVP-Verhandlung kommen Betroffene noch einmal zu Wort und können auch Einwände einbringen.

Bürgerinitiative Koralm


Pumpspeicherkraftwerk Koralm auf Wikipedia

UVP - Genehmigungsverfahren für das Pumpspeicherkraftwerk Koralm

Das Projekt Pumpspeicherkraftwerk Koralm

Kirchliche Einrichtungen fordern Aufhebung des Vetos gegen CoV-Hilfe für Indigene


Nach Protesten der Bischöflichen Kommission für Amazonien, Repam und Cimi gegen das Veto von Brasiliens Präsident Bolsonaro gegen die Gesetzesvorlage 1142/2020, die Corona-Hilfsmaßnahmen für Indigene vorsehen, wendet sich nun auch der Präsident der CNBB mit einem offenen Brief an den Nationalkongress. Das Dokument vom Montag (13.7.) ruft zu einer schnellstmöglichen Sitzung der Legislative auf, damit die Vetos von Jair Bolsonaro gegen den Gesetzentwurf über Notfallmaßnahmen zur Unterstützung indigener und traditioneller Völker während der Pandemie analysiert und aufgehoben werden können.


VaticanNews, 14 julho 2020
CNBB, Repam e Cimi pedem fim de vetos ao PL 1142 que negam direitos a indígenas e povos tradicionais
Depois de notas públicas de repúdio aos vetos presidenciais ao Projeto de Lei 1142/2020 divulgadas pela Comissão Episcopal para a Amazônia da CNBB, Repam e Cimi, a presidência da CNBB se pronuncia com carta aberta ao Congresso Nacional. O documento desta segunda-feira (13) solicita, o mais breve possível, a realização de uma sessão do Poder Legislativo para que os vetos de Jair Bolsonaro ao projeto de lei sobre medidas emergenciais de apoio a indígenas e aos povos tradicionais durante a pandemia sejam analisados e derrubados.

Donnerstag, 9. Juli 2020

Bolsonaro blockiert mit Veto Corona-Maßnahmen für Indigene

ORF, 8.7.2020
Trotz eigener Infektion
Bolsonaro blockiert CoV-Hilfe für Indigene
Am Dienstag ist bekanntgeworden, dass sich Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro mit dem Coronavirus infiziert hat. Mehr Hilfe will er trotzdem nicht bereitstellen – jedenfalls nicht für gewisse Gruppen: Am Mittwoch legte Bolsonaro sein Veto gegen ein Gesetz ein, das Hilfe für Indigene, die afrobrasilianische Gruppe der Quilombol und andere traditionelle Gemeinschaften vorgesehen hätte.

Das vom obersten Gerichtshof verordnete Gesetz hätte diese Gruppen in der Coronavirus-Krise als „extrem gefährdet“ eingestuft. Damit wären die Behörden verpflichtet worden, diesen Gruppen Zugang zu Trinkwasser, Desinfektionsmitteln und ärztlicher Versorgung inklusive künstlicher Beatmung und Intensivbetten zu garantieren. Zudem sollte die Versorgung mit Internet und Lebensmitteln sichergestellt werden.

Mit seiner Unterschrift stoppt Bolsonaro dieses Gesetz nun vorläufig. Offiziell begründet wurde diese Maßnahme laut einem Bericht der brasilianischen Onlinezeitung Globo damit, dass der Text Ausgaben verordne, aber die budgetären und finanziellen Folgen nicht berücksichtige. Das sei gegen die Verfassung.

Zeit-Online, 9.7.2020
Jair Bolsonaro stoppt Corona-Maßnahmen in Indigenengebieten
In Brasilien sterben Indigene doppelt so häufig an Covid-19 als der Rest der Bevölkerung. Nun sollten sie gezielt unterstützt werden. Der Präsident legte sein Veto ein.


O Globo, 8.7.2020
Bolsonaro sanciona, com vetos, projeto que prevê medidas para tentar proteger indígenas
Entre os trechos vetados estão os que preveem obrigação do governo em fornecer água potável, higiene, leitos hospitalares e facilidades ao acesso ao auxílio emergencial.

Jornal da Globo, 9 jul 2020
Bolsonaro sanciona com vetos lei que estabelece medidas de proteção a povos indígenas
O ministro do Supremo, Luís Roberto Barroso, estipulou cinco medidas que devem ser seguidas pelo governo para proteger a população indígena.


gov.br, 07/07/2020
Projeto de Lei sobre uso de máscaras é sancionado
O Presidente da República sancionou, com vetos, o Projeto de Lei nº 1.562, de 2020, que alterava a Lei nº 13.979, de 6 de fevereiro de 2020, que dispõe sobre a obrigatoriedade do uso de máscaras de proteção individual para circulação em espaços públicos e privados, decorrente da pandemia da Covid-19.

Dienstag, 7. Juli 2020

Bolsonaro mit Coronavirus infiziert


Deutsche Welle, 7.7.2020
COVID-19-Infektion bei Bolsonaro
Wenn ein Verharmloser sich ansteckt: Corona-Infektion bei Jair Bolsonaro
Brasiliens Präsident zeigte Symptome und hat sich testen lassen. Nun hat Jair Bolsonaro offiziell bestätigt, dass er sich mit Corona angesteckt hat. Dabei hatte er die Gefahr stets kleingeredet.

Kurier, 7.7.2020
Coronakranker Bolsonaro: "Bin bei guter Gesundheit"
Laut Medienberichten ist der Rechtspopulist am Montag positiv auf das Virus getestet worden.

Süddeutsche, 7.7.2020
USA haben WHO offiziell verlassen
  • Die Vereinigten Staaten sind offiziell kein Mitglied der Weltgesundheitsorganisation mehr.
  • Brasiliens Präsident Bolsonaro gibt Corona-Erkrankung bekannt.
  • Die Ausbreitung des Coronavirus hat einem UN-Sonderberichterstatter zufolge Hoffnungen auf eine Beendigung der globalen Armut bis 2030 zunichte gemacht.
  • Australien fürchtet sich vor einer zweiten Infektionswelle. Der Bundesstaat Victoria erlässt erneut Ausgangsbeschränkungen.

Tagesschau, 7.7.2020
Bolsonaro mit Coronavirus infiziert
Er nannte Corona eine "leichte Grippe" und redete die Gefahr durch die Pandemie klein - nun ist Brasiliens Präsident Bolsonaro positiv auf das Virus getestet worden. Es gehe ihm aber gut, erklärte er.


O Globo, 7.7.2020
Bolsonaro anuncia resultado positivo de teste de Covid-19 e diz que está 'perfeitamente bem'
Presidente afirmou ainda que teve febre de 38 graus, mal-estar e dor no corpo. Ele vai trabalhar nos próximos dias no Palácio da Alvorada, por videoconferência.

O Globo, 7.7.2020
Bolsonaro diz que exame de Covid-19 deu positivo: frases
Presidente disse ter tido febre e sentido mal-estar, cansaço e dor muscular.

Correio Braziliense, 7.7.2020
Se não se isolar, Bolsonaro comete crime, diz jurista
Após ter resultado positivo para coronavírus, presidente deve atender orientações de profissionais de saúde e atuar para evitar contaminar outras pessoas

Montag, 6. Juli 2020

Mehr als 100 katholische Oberhirten veröffentlichen gemeinsamen Appell für neues Wirtschaftssystem

Katholisch.de, 6.7.2020
Bischöfe: Wirtschaft muss Ausbeutung von Mensch und Umwelt beenden
"Als Bischöfe fühlen wir uns moralisch und spirituell in der Pflicht, eine Neuordnung von Prioritäten für diese Krise und die Zeit danach anzumahnen": Über 100 Oberhirten aus 30 Staaten veröffentlichen einen gemeinsamen Appell – 8 aus Deutschland.

misereor, 6.7.2020
Bischöfe fordern weltweit Unternehmensvorgaben
(Aachen, 06. Juli 2020) In einer gemeinsamen Erklärung fordern mehr als 110 Bischöfe aus aller Welt ihre Regierungen auf, Unternehmen zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards zu verpflichten. "Wenn Unternehmen zur Verschmutzung von Böden, Luft und Grundwasser, zu Menschenrechtsverletzungen oder Kinderarbeit beitragen, müssen sie dafür zur Verantwortung gezogen werden. Betroffenen muss der Zugang zu wirksamen Rechtsmitteln erleichtert werden", forderte der für MISEREOR zuständige Freiburger Erzbischof Stephan Burger, der neben dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, dem Limburger Bischof Georg Bätzing, zu den Unterzeichnern des internationalen Appells gehört.
Die Erklärung der Bischöfe im Wortlaut finden Sie hier. 


KOO, 6.7.2020
Bischöfe fordern weltweite Regeln für Unternehmen zum Schutz von Menschenrechten um Umwelt
Über 100 Bischöfe und Kardinäle fordern die Staatengemeinschaft auf, die Menschenrechtsverantwortung von transnationalen Konzernen und anderen Unternehmen vorantreiben.
Die von 110 Katholischen Bischöfen und Kardinälen unterzeichnete Erklärung „Mehr denn je muss heute die Erfüllung der Sorgfaltspflicht in Lieferketten verpflichtend sein, um unternehmerischen Missbrauch zu unterbinden und weltweite Solidarität zu gewährleisten“ wurde am 6. Juli 2020 der Öffentlichkeit präsentiert und fordert Staaten dringend dazu auf, Menschenrechtsverletzungen und Umweltverbrechen von Konzernen durch verbindliche Rechtsvorschriften zu unterbinden


Kathpress, 7.7.2020
Weltweiter Bischofs-Appell gegen Ausbeutung von Mensch und Umwelt
Die Politik muss aus kirchlicher Sicht Unternehmen und internationale Konzerne zur Einhaltung von Menschenrechten und zum Umweltschutz verpflichten. Das haben 110 katholische Bischöfe aus 30 Staaten in einem am Montag vom Weltdachverband katholischer Entwicklungsorganisationen (CIDSE) veröffentlichten gemeinsamen Appell gefordert. Die Corona-Krise biete die Chance, eine fairen Wandel in Gang zu setzen und einem neuen Wirtschaftssystem den Weg zu bahnen: Das "profitgetriebene System und die damit verbundene Wegwerfmentalität" müsse enden. Unterstützt wird das Dokument u.a. auch durch sechs Bischofs-Unterschriften aus Österreich.

"Mehr denn je muss heute die Erfüllung der Sorgfaltspflicht in Lieferketten verpflichtend sein, um unternehmerischen Missbrauch zu unterbinden und weltweite Solidarität zu gewährleisten", heißt es in dem Text, der zugleich die Staatengemeinschaft dazu aufruft, Menschenrechtsverletzungen und Umweltverbrechen von Konzernen durch verbindliche Rechtsvorschriften zu unterbinden. Die Kirchenvertreter fordern außerdem, die Corona-Krise als Chance für einen solidarischen und ökologischen Umbau der Wirtschaftsregeln zu nutzen. Das "profitgetriebene System und die damit verbundene Wegwerfmentalität" müssten enden.

So kritisieren die Bischöfe, dass zu viele Unternehmen und Konzerne Menschen und Umwelt ausbeuteten. Sie vermieden Steuern, die für Gemeinschaftsaufgaben wie Gesundheitswesen oder Bildungseinrichtungen nötig wären und seien mitschuldig an Menschenrechtsverletzungen wie Zwangs- und Kinderarbeit, heißt es in dem Appell. "Als Bischöfe fühlen wir uns moralisch und spirituell in der Pflicht, eine Neuordnung von Prioritäten für diese Krise und die Zeit danach anzumahnen."

Ein echtes Umdenken sei aber, so die Bischöfe, nur durch klare nationale und internationale Gesetze zu erreichen. "Durch Leitlinien und freiwillige Ansätze gelingt es nicht, Menschen und den Planeten vor Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen zu schützen." Zudem müssten alle Arbeitnehmer das Recht und die Chance erhalten, bei Gesetzesverstößen klagen zu können. Die Bischöfe verweisen etwa auf Landraub, die Ermordung von Menschenrechtsaktivisten, Kinder- und Zwangsarbeit, geschlechterspezifischer Gewalt sowie Umweltzerstörung und die Abholzung von Wäldern.

Unterstützung auch aus Österreich

Aus Österreich haben die Bischöfe Werner Freistetter (Militärdiözese), Hermann Glettler (Innsbruck), Wilhelm Krautwaschl (Graz-Seckau), Ägidius Zsifkovics (Eisenstadt), Benno Elbs (Feldkirch) sowie der aus Vorarlberg stammende Bischof em. Erwin Kräutler den Aufruf unterzeichnet. "Es braucht internationale Gesetze, die Konzerne zu einem respektvollen Umgang mit Menschen und Umwelt verpflichten. Würde und Gerechtigkeit sind Fundamente des christlichen Weltbilds. Sie gelten auch für Wirtschaft und Politik", betonte in einem Statement dazu Bischof Freistetter.

Unterstützt wird der Appell auch von der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar sowie von der Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO): "Es freut mich, dass so viele Bischöfe und Kardinäle gemeinsam die Stimme erheben und sich für eine Regulierung von Unternehmen einsetzen und so den Frauen und Männer zur Seite stehen, die ihr Leben dem Kampf für Menschen- und Umweltrechte verschrieben haben", so der Geschäftsführer der Dreikönigsaktion, Jakob Maierhofer-Wieser.

KOO-Geschäftsführerin Anja Appel verweist auf den weltkirchlichen Rang der Erklärung, der den Forderungen nach mehr globaler Solidarität zusätzlich Nachdruck verleihe: "Kirchenvertreter aus über 30 Ländern stehen hinter dieser Erklärung. Dadurch bekommt sie doppeltes Gewicht. Es zeigt wie wichtig es ist als Weltkirche gemeinsam Stellung zu beziehen. Kirche bezieht Standpunkt. Und dies klar auf der Seite der Armen und Unterdrückten."

Die unterzeichnenden Bischöfe stammen u.a. aus Ländern wie Indien, Myanmar, Uganda und Kolumbien. Zudem haben viele Bischöfe aus Europa (Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz, Spanien) die Erklärung unterzeichnet. Der Appell trägt den Titel "Sorgfaltspflichten für globale Lieferketten - Gegen Menschenrechtsverstöße durch Unternehmen und für weltweite Solidarität" (Dokument im Wortlaut: https://www.cidse.org/wp-content/uploads/2020/07/DE_CIDSE-Press-release_Bihops-Statement.pdf)

Donnerstag, 2. Juli 2020

Brasiliens Bildungsminister tritt nach fünf Tagen zurück

Blickpunkt Lateinamerika, 1.7.2020
Brasiliens Bildungsminister tritt zurück
Brasiliens frisch ernannter Bildungsminister Carlos Alberto Decotelli tritt zurück. Er zieht damit die Konsequenzen aus einem Skandal um einen erfundenen Doktortitel.
Nur fünf Tage nach seiner Ernennung hat der brasilianische Bildungsminister Carlos Alberto Decotelli gestern seinen Rücktritt angekündigt. Er reagierte damit laut lokalen Medienberichten auf die Vorwürfe, er habe seinen Doktortitel erfunden. Den Betrugsvorwurf hatte Decotelli bereits vergangen Freitag selbst eingeräumt. Er ist damit schon der vierte brasilianische Minister, der in den vergangenen drei Monaten zurückgetreten ist.


amerika21, 1.7.2020
Posse in Brasilien:
Vier-Tage-Minister mit Studium in Deutschland erfand Doktortitel
Brasiliens jüngster, ehemaliger Bildungsminister, Carlos Alberto Decotelli, ist wegen Betrugsvorwürfen nach vier Tagen von seinem Amt zurückgetreten. Decotteli reichte am gestrigen Dienstag seinen Rücktritt vom Amt ein, das er nie angetreten hat. Denn Medienberichten zufolge hat Decotelli wesentliche Teile seiner akademischen Laufbahn auf der Plattform Currículo Lattes geschönt oder erfunden, darunter seinen Doktortitel und einen Postdoc an der Bergischen Universität Wuppertal.


O Globo, 25/06/2020
Professor Carlos Alberto Decotelli substitui Weintraub e é o novo ministro da Educação
Oficial reformado da Marinha, Decotelli já atuou no governo Bolsonaro como presidente do FNDE.

O Globo 29/06/2020
Entenda as polêmicas sobre os títulos acadêmicos do novo ministro da Educação, Carlos Alberto Decotelli
As titulações estavam declaradas no perfil pessoal de Decotelli na plataforma Lattes.

Jornal da Globo, 2 Jul 2020
Carlos Alberto Decotelli entrega a carta de demissão como ministro da Educação
Após cinco dias da nomeação de Decotelli, a demissão veio após as diversas informações falsas encontradas no currículo dele.

Mittwoch, 1. Juli 2020

Neue Kirchenkonferenz für das Amazonasgebiet gegründet


VaticanNews, 30.6.2020
Amazonien hat eine neue kirchliche Konferenz
Eine „angemessene Antwort auf den Schrei der Armen und der Schwester Mutter Erde“ will die neue kirchliche Amazonas-Konferenz darstellen. Unter den führenden Mitgliedern der neuen Konferenz, die mit Vertretern der sieben amazonischen Bischofskonferenzen und indigener Völker bestückt ist, fungieren alte Bekannte.

Zum Präsidenten wurde der aus Brasilien stammende Kardinal und Präsident des Amazonas-Netzwerkes Repam, Cláudio Hummes, gewählt. Vizepräsident wurde Bischof David Martínez De Auguirre Guinea, Apostolischer Vikar von Puerto Maldonado in Peru.

Nicht zufällig am 29. Juni, dem Festtag der Heiligen Petrus und Paulus, war die Gründung des neuen Organismus bekannt gegeben worden. Vorausgegangen war eine mehrtägige kostituierende Sitzung, die via Internet abgehalten wurde. Die Versammlung hat es sich vorgenommen, für die konkrete Umsetzung der Vorschläge zu sorgen, die aus der Sonderversammlung der Bischofssynode zum Amazonasgebiet hervorgegangen sind. Außerdem wolle die Konferenz eine „Brücke“ darstellen, „die andere kirchliche, soziale und auf die Umwelt ausgerichtete Netzwerke und Initiativen auf kontinentalem und internationalem Niveau belebt“, hieß es in der entsprechenden Gründungsmitteilung.
Indigene und Vertreter der regionalen kirchlichen Organismen

Der neugegründeten Kirchlichen Amazonien-Konferenz gehören je ein, beziehungsweise aus Brasilien zwei Repräsentanten der sieben Bischofskonferenzen an, die Anteil an Amazonien haben. Für den Exekutivrat wurde der Apostolische Vikar von Pando in Bolivien als Vertreter der Bischofskonferenzen Amazoniens bestimmt, neben den Präsidenten der kirchlichen regionalen Vereinigungen CELAM (Lateinamerikanischer Bischofsrat), REPAM (Kirchliches Panamazonas-Netzwerk), CLAR (Lateinamerikanische Vereinigung der Ordensleute) sowie der Caritas für Lateinamerika und die Karibik. Darüber hinaus sind drei Vertreter der indigenen Völker Mitglied: Patricia Gualinga vom Volk der Kichwa-Sarayakú (Ecuador); Schwester Laura Vicuña Pereira vom Volk der Kariri (Brasilien), und Delio Siticonatzi vom Volk der Asháninka (Perú).
Adveniat zur neuen Konferenz: „Schutzschild für die Bewahrung des Planeten“

„Es ist höchste Zeit, dass wir mit der Kirchlichen Amazonas-Konferenz einen Schutzschild für die Bewahrung des Planeten errichten.“ Das hat der Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Pater Michael Heinz, anlässlich der konstituierenden Sitzung der Conferencia Eclesial de la Amazonía (CEA) am 30. Juni betont.

„Es ist unsere letzte Chance, das Überleben der indigenen Völker und den Fortbestand des Amazonasregenwaldes zu sichern“, ist sich Pater Heinz angesichts der dramatischen Situation gewiss. In ganz Amazonien haben sich bereits 432.028 Menschen mit Covid-19 infiziert, 13.875 (Stand: 29.06.2020) sind daran gestorben. „Es wird immer wieder deutlich, dass das Immunsystem der Indigenen nicht auf einen solchen Virus vorbereitet ist und die Indigenen aufgrund der schlechten Gesundheitsversorgung deutlich häufiger an Covid-19 sterben.“ Gleichzeitig ist die Abholzung im brasilianischen Regenwald im Schatten der Corona-Pandemie im April um 171 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen.

„Wir in Europa können von dieser länderübergreifenden Kooperation viel lernen“

Durch die Einberufung der Kirchlichen Amazonas-Konferenz machen Papst Franziskus und die Amazonasbistümer laut Pater Heinz ernst mit dem dezentralen Kirchenmodell. „Wir in Europa können von dieser länderübergreifenden Kooperation viel lernen: Auf diesem Weg können die drängenden Probleme der Menschheit, wie zum Beispiel der Klimawandel oder der dramatische Verlust an Biodiversität, wirksam angegangen werden“, ist sich Pater Heinz gewiss.

Entscheidend werde aber natürlich sein, mit welchen Kompetenzen die CEA ausgestattet wird. Bereits jetzt entfalte die Kirchliche Amazonas-Konferenz eine größere Wirkung: So wird der Lateinamerikanische Bischofsrat CELAM 2021 eine Konferenz mit jeweils 70 Bischöfen, Ordensleuten und Laien einberufen. „Das ist ein starkes Zeichen dafür, dass das Zusammenspiel von Priestern und Laien, das während der Amazonassynode begonnen wurde, sich dort aber leider nicht strukturell niedergeschlagen hat, jetzt weitergeführt und sogar ausgebaut wird“, sagte Pater Heinz.
Hintergrund

Das Schlussdokument der Synode hatte in Nummer 115 die Einrichtung eines bischöflichen Organs für die amazonische Kirche gefordert. Deren Aufgabe sollte es sein, die Evangelisierung unter Berücksichtigung einer ganzheitlichen Ökologie und den Besonderheiten der Kirche Amazoniens zu stärken. Durch die Verbindung zum Lateinamerikanischen Bischofsrat CELAM können die neuen Ideen aus Amazonien in Zukunft Wiederhall in ganz Lateinamerika und der Karibik finden, ist Adveniat-Chef Heinz überzeugt.


Katholisch.de, 30.6.2020
Einzigartiges kirchliches Organ umfasst neun Länder
Frucht der Synode: Neue Kirchenkonferenz für Amazonien gegründet
Ein solches länderübergreifendes Organ ist ein Novum in der katholischen Kirche: Nach langen Verhandlungen im Verborgenen wurde in Lateinamerika die "Conferencia Eclesial de la Amazonia" gegründet. Sie ist eine Frucht der Amazonas-Synode.


Domradio.de, 30.06.2020
Neue Kirchenkonferenz für das Amazonasgebiet gegründet
Einzigartiges kirchliches Organ umfasst neun Länder
Nach langen Verhandlungen im Verborgenen ist es soweit: In Lateinamerika ist die Conferencia Eclesial Amazonica gegründet worden. Die konstituierende zweitägige Sitzung per Videoschalte ging nun zu Ende.


VaticanNews, 6.7.2020
Brasilien: „Neue Amazonas-Bischofskonferenz ist ein Geschenk der Synode“
Die neue kirchliche Struktur der Bischofskonferenz Amazoniens ist „ein Zeichen der Nähe zu den Bedürfnissen der Bevölkerung, insbesondere der indigenen Bevölkerung“. Das sagt im Gespräch mit Radio Vatikan Bischof Neri José Tondello von Juina. Das Ziel der neuen Institution bestehe auch darin, die Schlussfolgerungen der Amazonien-Synode vom vergangenen Oktober in die konkrete Tat umzusetzen.

VaticanNews, 29/07/2020
Criada a Conferência Eclesial da Amazônia
Neste 29 de Junho, após dois dias de deliberações, nasceu a Conferência Eclesial da Amazônia. O cardeal Claudio Hummes, OFM (Brasil) foi eleito presidente.

REPAM, 29/07/2020
Criada a Conferência Eclesial da Amazônia
Por meio de uma Assembleia virtual, realizada nos dias 26 e 29 de junho, o novo organismo eclesial é fruto das reflexões do Sínodo para a Amazônia, realizado em outubro de 2019, em Roma. O presidente da REPAM e presidente da Comissão Episcopal Especial para a Amazônia, Cardeal Cláudio Hummes também assume a presidência da Conferência Eclesial da Amazônia.
Para o comunicado oficial clique aqui.