Samstag, 26. Januar 2019

Dammbruch in Brasilien fordert Hunderte von Toten


ORF, 26.1.2019
Schlammlawine reißt Hunderte in den Tod
Nach dem Dammbruch an einer Eisenerzmine am Freitag in Brasilien werden rund 300 Menschen vermisst. Bisher wurden neun Leichen geborgen, die Chance, noch Überlebende zu finden, geht gegen null. Erst 2015 gab es in der Region ein ähnliches Unglück.

„Sehr wahrscheinlich werden wir jetzt nur noch Leichen bergen“, sagte der Gouverneur des Bundesstaats Minas Gerais, Romeu Zema, am Samstag im Fernsehsender Globo TV. Fernsehbilder zeigten dramatische Szenen mit Rettern, die von Hubschraubern aus Menschen aus roten Schlammmassen zogen. Den Angaben der Rettungskräfte zufolge werden rund 100 bis 150 Arbeiter in der Eisenerzmine vermisst, und bis zu 200 Menschen in der umliegenden Gegend.

Die Mine wird von dem brasilianischen Konzern Vale betrieben. Wie es genau zu dem Unfall kam, sei noch unklar, sagte Vale-Präsident Fabio Schvartsman. Der gebrochene Staudamm eines Rückhaltebeckens ist erst kürzlich von Experten des TÜV Süd untersucht worden. Bei der Inspektion im vergangenen September seien „nach unserem momentanen Kenntnisstand keine Mängel festgestellt“ worden, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Samstag. Aufgrund der laufenden Ermittlungen könne der TÜV zurzeit keine weiteren Auskünfte geben, man werde aber „die Ermittlungen vollumfänglich unterstützen und alle benötigten Unterlagen zur Verfügung stellen“.

Nach Angaben von Schvartsman wurden auch bei einer weiteren Inspektion am 10. Jänner keine Mängel entdeckt. Der 1976 gebaute Damm sollte abgebaut werden, in das betreffende Rückhaltebecken waren nach Unternehmensangaben seit drei Jahren keine neuen Abfallprodukte aus der Eisenerzproduktion mehr eingeleitet worden.


Tagesschau.de, 26.1.2019
"Mit Sicherheit sind viele Opfer zu beklagen"
Eine Schlammlawine in Brasiliens Bergbauregion Minas Gerais hat das Umland unter sich begraben. Hunderte Menschen werden vermisst. Der gebrochene Staudamm war erst kürzlich überprüft worden.


NZZ, 26.1.2019
Behörden gehen nach Dammbruch in Brasilien von Hunderten von Toten aus
Bei einem Dammbruch in einer Eisenerzmine in Brasilien sind am Freitag mehrere Personen umgekommen. Hunderte werden vermisst. Der Rettungseinsatz in der Kleinstadt Brumadinho im Gliedstaat Minas Gerais dauert noch an.


Deutsche Welle, 26.1.2019
Hunderte Vermisste nach Dammbruch in Brasilien
Drei Jahre nach dem Niedergang einer Schlammlawine im Bundesstaat Minas Gerais droht der Region eine neue Umweltkatastrophe. Nahe der Stadt Belo Horizonte brach der Damm des Abraumbeckens einer Eisenerzmine.
In der Kleinstadt Brumadinho im Südosten Brasiliens ist ein Damm des größten brasilianischen Bergbauunternehmens Vale gebrochen. Der Eisenerzriese bestätigte den Vorfall und erklärte, am wichtigsten sei, das Leben von Angestellten und Anwohnern zu retten. Wie die Feuerwehr mitteilte, dauert der Rettungseinsatz noch an. Die genaue Opferzahl stehe deshalb noch nicht fest. Die Rettungskräfte sprachen zunächst von rund 200 Vermissten. Ersten Erkenntnissen zufolge habe es "mehrere Tote" gegeben, so ein Sprecher.


n-tv, 26.1.2019
Dammbruch in Brasilien fordert Tote
Meterhoher Schlamm und Wasser wälzen sich durch eine Mine und ein Wohngebiet. Mindestens neun Menschen kommen ums Leben - es wird befürchtet, dass die Zahl der Toten noch massiv steigt. Für die Bewohner der Region wiederholt sich ein bereits erlebter Alptraum.


O Globo, 26/01/2019
Vale divulga lista de 413 nomes sem contato em Brumadinho
Equipe de resgate continua as buscas e número total será atualizado


O Globo, 27/01/2019
Tragédia em Brumadinho: o caminho da lama
O rompimento de uma barragem da Vale em Brumadinho (MG) na sexta-feira (25) causou a destruição da área administrativa da empresa, casas e propriedades da região. O deslizamento de lama também deixou mortos e desaparecidos, além de pessoas que tiveram que deixar suas casas.


O Globo, 27/01/2019
Avião com militares de Israel pousa em MG para ajudar nos trabalhos em Brumadinho
Cerca de 130 militares e 16 toneladas de equipamentos foram enviados ao Brasil.