Dienstag, 7. Mai 2013

Belo Monte: Journalistenverband kritisiert Einschränkung der Pressefreiheit

Der nationale Verband der Journalisten (FENAJ) und die Gewerkschaft der professionellen Journalisten im Bundesstaat Pará (SINJOR) veröffentlichten heute (7) eine gemeinsame Erklärung, in die Verurteilung der Journalisten und internationalen Korrespondenten zum Verlassen der Baustelle Belo Monte zurückgewiesen wird.

In der Erklärung heißt es, dass die Entscheidung der Richterin Cristina Collyer Sandoval vom Distrikt Altamira (PA) "ein brutaler Angriff auf die professionellen Ausübung der Berichterstattung" und "eine Verurteilung jener Menschen sei, die verschiedene Probleme der Bevölkerung dieser Region aufzeigen und der Bevölkerung von Pará und Brasiliens zur Kenntnis bringen".

Das Konsortium Belo Monte widersprach dem: "Fenaj ist desinformiert. Während andere Journalisten ohne Probleme nach der Pressekonferenz gingen, sind die drei bei den Demonstranten geblieben. Die Baustelle ist aber privat und wir sind dafür verantwortlich", sagte Fernando Santana, Sprecher des Konsortiums.

Agência Brasil, 07/05/2013
Jornalistas repudiam decisão que dificulta cobertura da ocupação de Belo Monte
Brasília – A Federação Nacional dos Jornalistas (Fenaj) e o Sindicato dos Jornalistas Profissionais no Estado do Pará divulgaram hoje (7) uma nota conjunta repudiando a decisão judicial que, na prática, impede que assessores, repórteres e correspondentes internacionais entrem em um dos canteiros de obras da Usina Hidrelétrica de Belo Monte, no Rio Xingu, no Pará, para acompanhar de perto a ocupação do local, que entrou hoje no sexto dia.
Para as entidades, a decisão da juíza estadual Cristina Sandoval Collyer, da comarca de Altamira (PA), “condena quem se dispõe a prestar o serviço da denúncia de diversos problemas vividos pela população daquela região à sociedade paraense e brasileira”.

Agência Brasil, 07/05/2013
Consórcio rebate críticas de entidades da imprensa sobre ocupação de Belo Monte
Brasília – Responsável pela construção da Usina Hidrelétrica de Belo Monte, no Rio Xingu, no Pará , o Consórcio Construtor Belo Monte lamentou a posição da Federação Nacional dos Jornalistas (Fenaj) e do Sindicato dos Jornalistas Profissionais no Estado do Pará em relação à decisão da Justiça paraense que resultou na retirada de três jornalistas do canteiro de obras ocupado por manifestantes desde a última quinta-feira (2).
“A Fenaj e o sindicato estão desinformados. Lamentamos não termos sido procurados para que pudéssemos esclarecer os fatos. É lamentável que as entidades contrariem um princípio básico do jornalismo, que é ouvir o outro lado”, disse há pouco, à Agência Brasil, o assessor do consórcio, Fernando Santana.

Blog Xingu Vivo, 7.5.2013
Nota de Repúdio / Agressão ao exercício profissional
O Sindicato dos Jornalistas Profissionais no Estado do Pará e a Federação Nacional dos Jornalistas vêm a público repudiar, veementemente, a forma violenta e anti-democrática com que o fotógrafo da Reuters, Lunaé Parracho, o jornalista do Conselho Indigenista Missionário, Ruy Sposati, e o correspondente da Radio France Internationale (RFI) no Brasil, François Cardona, foram retirados do canteiro de obras no Sítio Belo Monte, localizado no município de Vitória do Xingu, a 60 Km de Altamira, em cumprimento a uma ordem judicial expedida dia 03 de maio deste ano, que determinou a retirada de pessoas não indígenas do local.
 

"Die Regierung hat den Verstand verloren!"

4. Presseaussendung der Besetzer von Belo Monte:

Die Regierung hat den Verstand verloren!

Wir haben die Meldung aus dem Generalsekretariat der Präsidentschaftskanzlei gelesen.

Die Regierung hat den Verstand verloten. Gilberto Carvalho lügt. Die Regierung ist völlig verzweifelt. Sie weiß nicht, was sie mit uns tun soll.

Die Banditen, Vergewaltiger, die Manipulierer, die Unaufrichtigen und Unehrlichen seid ihr. Und dennoch, wir bleiben ruhig und friedlich. Ihr nicht.

Ihr verbietet Journalisten und Anwälte die Baustelle zu betreten, und sogar einem Abgeordneten eurer eigenen Partei.

Ihr habt die Streitkräfte geschickt um uns zu sagen, dass die Regierung mit uns nicht verhandelt. Ihr habt Leute geschickt, die von uns einen Forderungenskatalog wollten. Ihr militarisiert die Baustelle, kontrolliert die Leute, die kommen und gehen, auch unser Essen, macht Fotos, beschimpft uns und kommandiert herum.

Wir verstehen, dass es einfacher ist, uns Banditen zu nennen und uns als Banditen zu behandeln. So kann die Rede von Gilberto Carvalho irgendeinen Sinn bekommen.

Aber wir sind keine Banditen und ihr müsst lernen damit umzugehen.

Unsere Forderungen basieren auf Verfassungsrechte. Auf der Bundesverfassung, auf internationalem Recht. Und wir haben die Unterstützung der Gesellschaft und sogar der Arbeiter, die für euch arbeiten.

Die Regierung wird immer violenter. Mit Worten in den Medien, und auch hier auf Baustelle mit ihrem Heer.

Die Regierung ist es, die nicht mit dem Gesetz zusammenarbeiten will. Sie manövriert herum und versucht unseren Kampf zu disqualifizieren, indem sie Geschichten für die Presse erfindet.

Heute sind es sechs Monate, dass ihr Adenilson Munduruku ermordet habt. Wir wissen genau, wie ihr handelt, wenn ihr etwas wollt.

Gilberto Carvalho hat böse Absichten. Trotzdem wollen wir, dass er zu uns nach Belo Monte kommt, um mit uns zu reden. Wir warten auf Sie, Gilberto. Hören Sie auf, Polizisten mit Gewehren in der Hand zu schicken, um uns leere Versprechungen zu überreichen. Hören Sie auf, uns vor der Presse zu demütigen.

Wir bleiben auf der Baustelle und wir werden sie nicht verlassen, solange ihr nicht aus unseren Dörfern abzieht.

Baustelle Belo Monte, Vitória do Xingu, 7. Mai 2013

Quelle: Blog da Ocupação de Belo Monte

Regierung lehnt Gespräche mit Kazikes Munduruku ab und nennt sie "zweifelhafte Gestalten"

Minister Gilberto Carvalho will mit den Munduruku nicht verhandeln
Regierung beschuldigt Indios des illegalen Goldabbaues
Das Präsidentiale Generalsekretariat berichtete am Freitag (3.5.) laut O Globo, dass jene Indios Munduruku, die seit Donnerstag Belo Monte besetzt halten, in den illegalen Goldabbau am Rio Tapajós involviert sind. Minister Gilberto Carvalho nannte sie "zweifelhafte Gestalten", die keine Legitimation für Verhandlungen haben, die launisch und wortbrüchig sind, und mit denen nicht verhandelt wird.
Die Antwort der Indios kam prompt. In einer Presseaussendung bezeichneten sie diese Meldungen als Unterstellungen und Lügen und dass "die Regierung den Verstand verloren hat..."

Kathpress, 07.05.2013
Brasiliens Regierung lehnt Dialog mit Belo-Monte-Besetzern ab
Megabaustelle wird mittlerweile von Spezialeinheiten des brasilianischen Militärs geschützt

Brasilia, 07.05.2013 (KAP) Brasiliens Regierung will nicht mit den indigenen Besetzern des Belo-Monte-Staudamms im Amazonas-Urwald verhandeln. Die rund 180 Indigenen, die seit einer Woche die Arbeiten an einer der Baustellen unterbrechen, fordern einen einstweiligen Baustopp sowie öffentliche Anhörungen zu drei Staudammprojekten in der Region, wie die deutsche katholische Nachrichtenagentur KNA am Dienstag berichtet. Zudem verlangen sie den Abzug von Spezialeinheiten des brasilianischen Militärs, die die Baustellen schützen, sowie Umweltgutachten zu den Auswirkungen der Bauten auf die Flussläufe.

Neben dem Megastaudamm von Belo Monte plant die Regierung weitere Kraftwerke an den Flüssen Tapajos und Teles Pires. Die drei Staudammprojekte haben nach Angaben der Indigenen negative Auswirkungen auf indigene Territorien im Amazonasgebiet.

Die Regierung wirft den Indigenen vor, illegale Goldgräberlager in der Region zu unterhalten. Ihr Protest diene allein dem Erhalt dieser Lager. Ein Regierungssprecher bezeichnete die Indigenen als "nicht ernst zu nehmen und unehrlich". Im Februar und April habe die Regierung Vertreter der Indigenen zu Verhandlungen eingeladen; diese seien aber nicht erschienen. Die Regierung lehnte daher die Forderung der Indigenen ab, in Belo Monte persönlich mit dem Minister für den Dialog mit der Zivilgesellschaft, Gilberto Carvalho, zu verhandeln.

Auch Kirchenvertreter zum Verlassen aufgefordert

Am Freitag hatte ein Gericht den Antrag des Baukonsortiums von Belo Monte auf Räumung der besetzten Baustelle abgelehnt. Allerdings wurde verfügt, dass drei vor Ort arbeitende Journalisten die Baustelle zu verlassen haben, darunter auch ein Vertreter des von Erwin Kräutler geleiteten Indigenen-Missionsrates CIMI der Brasilianischen Bischofskonferenz. Kräutler und der CIMI kämpfen seit Jahren für die Belange der Indios und gegen die Staudammprojekte.

Der Belo-Monte-Staudamm soll mit einer Leistung von 11.233 Megawatt der drittgrößte der Welt werden. Das zehn Milliarden Euro teure Bauwerk soll 2015 ans Netz gehen.


Secretaria-Geral da Presidência da República - Comunicação, 06.05.2013
Esclarecimentos sobre a consulta aos Munduruku e a invasão de Belo Monte
Indígenas de várias etnias, coordenados por autodenominadas lideranças do povo Munduruku, ocuparam na última quinta-feira, 02/05, o canteiro de obras da Usina Hidrelétrica Belo Monte, no Pará. De acordo com a imprensa “eles reivindicam a regulamentação da consulta prévia e a suspensão imediata de todas as obras e estudos relacionados às barragens nos rios Xingu, Tapajós e Teles Pires”. Além disso, esses indígenas afirmam que só aceitam negociar com um representante da Secretaria-Geral da Presidência da República.

O Globo, 6/05/13
Governo acusa indígenas invasores de Belo Monte de ligações com garimpo ilegal
BRASÍLIA - Em nota divulgada na noite desta segunda-feira, a Secretaria Geral da Presidência da República, do ministro Gilberto Carvalho, acusa os índios munduruku que invadiram e ocuparam instalações da usina de Belo Monte, no Pará, na última sexta-feira, de estarem envolvidos com o garimpo ilegal de ouro no rio Tapajós. Para o governo, esses índios são "pretensas lideranças" e não têm legitimidade.

Folha, 6.5.2012
Planalto diz que índios que invadiram Belo Monte 'não são sérios' e rejeita diálogo
Por meio de assessoria, a Secretaria-Geral afirmou que os índios munducuru não são sérios e não querem negociar. Chegou a relacionar um dos líderes do movimento ao garimpo ilegal no Tapajós, cuja manutenção estaria por trás dos interesses do grupo.

O Globo, 7.5.2013 (mit Video!)
Índios mantém ocupação de obras na usina de Belo Monte, no Pará
Ocupação entra nesta terça-feira (7) no sexto dia.
Índios dizem que só deixarão o local após negociação com o governo.
Jornalistas e advogados estão proibidos de entrar. Duzentos índios permanecem no local.
Com rituais de dança, índios de pelo menos cinco etnias voltaram a protestar. Eles protocolaram um documento no Ministério Público Federal pedindo a regulamentação das consultas indígenas em áreas onde há projetos hidrelétricos, a suspensão de operações policiais no Xingu e Tapajós e a paralisação das obras da hidrelétrica de Belo Monte.

Montag, 6. Mai 2013

Nationale Entwicklungsbank verlangt keine Umsetzung der Umweltauflagen

Belo Monte wird von der Nationalen Entwicklungsbank (BNDES) großzügig finanziert. Der Vertrag sieht zwar eine Einstellung der Kredite für den Fall vor, dass keine Maßnahmen zur Verringerung der Umweltauswirkungen gemacht oder Umweltauflagen nicht zeitgerecht umgesetzt werden. In der Praxis kam es noch zu keiner Einstellung der Kreditzahlungen, auch wenn IBAMA Geldstrafen für Unregelmäßigkeiten oder Nichteinhaltung des Zeitplanes verfügt hatte.

Im November 2012 hat die Entwicklungsbank 22,5 Mrd Reais (ca. € 8,3 Mrd) zur Finanzierung von Belo Monte genehmigt, der bisher größte Kredit in der Geschichte Brasiliens.

Wegen fehlender oder nicht zeitgerechter Umsetzung der Umweltauflagen sind 24 Prozesse im Laufen. Erst im vergangenen April forderte die Staatsanwaltschaft von Pará wiederholt die Einstellung der Arbeiten für Belo Monte, weil Müll- und Kanalsystem in Altamira noch immer nicht fertig sind.


O Globo, 5.5.2013
BNDES não cumpre exigência ambiental no crédito a Belo Monte
Contrato prevê suspensão de desembolso em caso de irregularidades

Financiada pelo BNDES, a construção da usina hidrelétrica de Belo Monte, no Pará, tem recebido tratamento privilegiado do banco. Embora o contrato determine a suspensão dos desembolsos em caso de descumprimento das exigências ambientais ou atrasos na adoção de medidas para minimizar o impacto da obra no meio ambiente, na prática, essa determinação não está sendo seguida. Mesmo descumprindo exigências ambientais, o que já resultou na aplicação de multa pelo Ibama, a obra segue recebendo regularmente os recursos do financiamento de R$ 29,5 bilhões, o maior crédito da história do banco.

Enquanto a construção segue com condicionantes em atraso, 24 ações estão na Justiça tentando, em sua maioria, suspender a licença ambiental dessa obra, que é a mais polêmica do Programa de Aceleração do Crescimento (PAC) e deve balizar a relação de outros grandes empreendedores da infraestrutura com o meio ambiente no futuro.

No mês passado, o Ministério Público Federal (MPF) no Pará entrou na Justiça para suspender a licença e cobrar o cumprimento de condicionantes pela Norte Energia, entre as quais destacam-se as instalações de saneamento básico, que já deveriam ter sido feitas na região do Xingu, conforme o cronograma oficial.

Sonntag, 5. Mai 2013

Indios fordern freie Berichterstattung über die Besetzung von Belo Monte


Am Freitag (3.5.) hat Richterin Cristina Sandoval Collier am Gericht von Altamira dem Antrag von Norte Energia zur Räumung der Baustelle Belo Monte von Aktivisten und Journalisten stattgegeben. "Nicht-Indigene" wurden per richterlicher Verfügung zum sofortigen Verlassen der Baustelle genötigt. Davon betroffen waren drei Journalisten: der Reuters-Fotograf Lunaé Parracho, der CIMI-Journalist Ruy Sposati und der Korrespondent für Radio France Internationale (RFI) in Brasilien, François Cardona. Sie sorgten für die tägliche Berichterstattung über die Besetzung der Baustelle Belo Monte. RFI brachte am Samstag einen Bericht über den Platzverweis der Reporter.

Dritte Presseaussendung zur Besetzung von Belo Monte:

Lasst die Journalisten da!

Gestern schickte die Regierung Berater, um uns, die wir die Baustelle Belo Monte besetzt halten, einen Vorschlag zu machen. Zusammen mit ihnen kamen 100 Militär-, Zivil- und Bundespolizisten, Spezialeinheiten und Streitkräfte.

Wir wollen keine Berater. Wir wollen mit Leuten der Regierung sprechen, die auch etwas zu entscheiden haben. Und ohne ihre Armeen.

Der Beamte wollte von uns, dass wir die Baustelle verlassen und dass nur eine kleine Abordnung von uns mit den Leuten vom Ministerium redet. Wir akzeptieren das nicht. Wir wollen, dass sie hierher auf die Baustelle kommen und dass sie mit uns allen zusammen reden.

Gestern erteilte die Justiz eine einstweilige Verfügung gegen die Weißen. Mit dieser Entscheidung vertrieben die Polizei und das Gericht zwei Journalisten, die Interviews und Dreharbeiten zu unserer Besetzung machten. Ein weiterer Journalist wurde zu einer Geldstrafe von tausend Reais verurteilt. Ein Aktivist wurde auch vertrieben.

Die Berichterstattung hilft uns sehr. Wir verlangen, dass die Richterin die Verfügung und die Geldstrafe zurücknimmt. Wir verlangen, dass Journalisten, Wissenschaftler, Freiwillige und Organisationen Zutritt bekommen um weiterhin zu bezeugen, was wir hier mitmachen. Sie sollen helfen, dass unsere Stimme in der Welt gehört wird.

Besetzer der Baustelle Belo Monte, Vitória do Xingu, Samstag, 4. Mai 2013

Quelle: Blog da Ocupação de Belo Monte
Übersetzung © Plattform Belo Monte



Belo-Monte-Arbeiter unterstützten den Protest der Indios am Samstag! Weitere Fotos hier


Dem PT-Abgeordneten Padre Ton wird der Zutritt zur Baustelle Belo Monte verweigert. Auch der CIMI-Rechtsanwalt der Indios muss draußen bleiben! Zuvor waren drei Journalisten mit richterlicher Verfügung entfernt worden.

 Jairo Munduruku beklagt die menschenverachtende Behandlung seitens der Regierung: "Wir wollen nur fischen und jagen, und sie schicken uns Polizisten und Soldaten. Die Anhörung hat nicht stattgefunden!"
Kazike Kandiru Munduruku ist entschlossen zu bleiben, bis die Regierung kommt und verhandelt.


Folha, 5.5.2013
Justiça determina que jornalistas deixem canteiro invadido por índios em Belo Monte
A Justiça do Pará determinou na sexta-feira (3) a saída de não índios que acompanhavam o segundo dia da ocupação do canteiro de obras da usina hidrelétrica de Belo Monte, no sudoeste do Estado. O local foi ocupado por cerca de cem indígenas de oito etnias na manhã da quinta-feira (2).
Dois jornalistas --um brasileiro e um francês-- e um ativista tiveram que deixar o local depois que um oficial de Justiça apresentou um mandado de reintegração de posse requerido pelo CCBM (Consórcio Construtor de Belo Monte).

CIMI, 05/05/2013
Belo Monte: deputado é impedido pela polícia de conversar com indígenas; imprensa é barrada; militares ‘negociam’ em nome do governo
O deputado Padre Ton (PT-RO) foi impedido por policiais da Força Nacional de Segurança de entrar no canteiro de obras da Usina Hidrelétrica Belo Monte, no Pará. O sítio está ocupado desde quinta-feira, 2, por indígenas que reivindicam a realização da consulta prévia e a suspensão da construção de hidrelétricas nos rios Xingu, Tapajós e Teles Pires.

Agência Brasil, 07/05/2013
Consórcio rebate críticas de entidades da imprensa sobre ocupação de Belo Monte
Brasília – Responsável pela construção da Usina Hidrelétrica de Belo Monte, no Rio Xingu, no Pará , o Consórcio Construtor Belo Monte lamentou a posição da Federação Nacional dos Jornalistas (Fenaj) e do Sindicato dos Jornalistas Profissionais no Estado do Pará em relação à decisão da Justiça paraense que resultou na retirada de três jornalistas do canteiro de obras ocupado por manifestantes desde a última quinta-feira (2).

Keine polizeiliche Räumung der Baustelle von Belo Monte

Das Bundesgericht wies den Antrag des Konzessionärs Norte Energia zur Räumung der Baustelle Belo Monte ab.

Die Entscheidung wurde am Freitag (4.5.) veröffentlicht und stellt fest, dass die "Räumung (...) polizeiliche Gewalt verlangte, die (...) den Tod von Indios wie auch Polizisten nicht ausschließt. Außerdem seien Kinder und Frauen dabei. Die Darstellung des finanziellen Verlust von Norte Energia wurde als "nicht nachvollziehbar" bezeichnet, vor allem im Hinblick auf mögliche Folgen eines Polizeieinsatzes.

Für Richter Sérgio Wolney, bedeuteten "die indigenen Angelegenheit und die sozialen Auswirkungen des Kraftwerkbaues, dass besondere Vorsicht im Hinblick auf eine eindeutige Entscheidung geboten war, die noch dazu mit Gewalt hätte umgesetzt werden müssen."

Die Entscheidung fordert die Nationale Indiostifung (Funai) auf, bei den Verhandlungen mit dem Bauunternehmen zu vermitteln. Weiters sollen Bundesstaatsanwälte und Bundespolizei zum Einsatz kommen.


Indigene Völker entlang der Flüsse Xingu, Teles Pires und Tapajós besetzen seit 2. Mai die Baustelle Belo Monte und fordern den Stopp aller Staudammprojekte in Amazonien, solange es keine Anhörung gegeben hat, wie sie in der ILO-Konvention 169 für indigene Völker vorgesehen  ist. Die Indios Munduruku vom Tapajós-Fluss wollen jetzt eine solche Anhörung mit allen betroffenen Völkern  und Vertretern der Regierung auf der Baustelle Belo Monte.

Norte Energia hat weitere Ansuchen zur Räumung der Baustelle angekündigt.

CIMI, 4.5.2013
Belo Monte: Justiça nega pedido de reintegração de posse contra indígenas
A Justiça Federal negou pedido da concessionária Norte Energia de reintegração de posse do canteiro de obras da Usina Hidrelétrica Belo Monte, ocupado desde quinta-feira por cerca de 200 indígenas, em protesto contra a construção de barragens nos rios Xingu, Tapajós e Teles Pires.

Leia aqui a íntegra da decisão da Justiça Federal

O Globo, 4.5.2013
Justiça do PA nega pedido de reintegração de posse em Belo Monte

Norte Energia ingressou com liminar na Justiça Federal na última sexta, 3.
Indígenas de oito etnias ocupam canteiro de obras há três dias.

Terra, 5.5.2013
Indígenas mantêm ocupação no canteiro de obras de Belo Monte
Eles pedem que as obras de todos os empreendimentos hidrelétricos na Amazônia sejam suspensas
Um grupo de indígenas que ocupa o canteiro de obras da Usina Hidrelétrica de Belo Monte, no Rio Xingu (PA), desde a última quinta-feira (2) permanece no local e mantém as obras paralisadas. Eles pedem que as obras de todos os empreendimentos hidrelétricos na Amazônia sejam suspensas até que o processo de consulta prévia aos povos tradicionais, previsto na Convenção 169 da Organização Internacional do Trabalho (OIT), seja regulamentado.

WD-Notícias, 5.5.2013
Norte Energia diz que irá pedir nova reintegração de posse nesta segunda
Depois de ter o primeiro pedido de liminar para reintegração de posse negado pela Justiça de Altamira, a Norte Energia - empresa responsável pela implantação da Usina Hidrelétrica Belo Monte, no rio Xingu, no Pará - informou neste domingo (5) que vai entrar novamente na justiça nesta segunda-feira (6) para que os índios e ribeirinhos, que ocupam o Sítio Belo Monte há três dias, saiam da área. As obras no canteiro continuam suspensas.