Freitag, 27. Dezember 2019

Odebrecht-Tochterfirma insolvent mit 117 Mio. Euro Schulden

ORF, 27.12.2019
Insolvenz in Wien durch Odebrecht-Skandal
Der gigantische Odebrecht-Schmiergeldskandal in Lateinamerika löst jetzt eine große Firmenpleite in Österreich aus. In Brasilien hatte der Konzern einen Insolvenzantrag gestellt. Nun ist auch gegen die Odebrecht-Tochter E&P mit Sitz in Wien ein Insolvenzantrag eingebracht worden.

785 Millionen Dollar an Schmiergeld soll Odebrecht laut Schätzungen der US-Justiz bezahlt haben. Der Skandal brachte die brasilianischen Ex-Präsidenten Lula da Silva, Temer und Collor de Mello ins Gefängnis. In Peru erschoss sich Ex-Präsident Alan Garcia, als ihn die Polizei im April festnehmen wollte. Das Auffliegen des Skandals brachte dem Bau-, Energie- und Infrastrukturkonzern Odebrecht allein in den USA eine 3,5-Milliarden-Dollar-Strafe ein. Im Juni stellte Odebrecht in Brasilien mit 12 Milliarden Euro Schulden einen Insolvenzantrag.

Tochterfirma hat 117 Mio. Euro Schulden
Der Odebrecht-Konzern betreibt in Österreich rund 20 Tochterfirmen, weil das steuerliche Vorteile bringt. Wie die „Presse“ berichtet, gibt es nun einen Insolvenzantrag in Wien gegen die „Odebrecht E&P GmbH“ mit 117 Millionen Euro Schulden.

Der Anwalt und E&P-Geschäftsführer Paul Doralt bestätigte gegenüber Ö1 den Zusammenhang zum Korruptionsskandal und zu einem 100-Millionen-Kredit von Deutscher Bank und ING: „Das hat natürlich damit etwas zu tun. Denn die Kreditmittel wurden in Peru in ein großes Infrastrukturprojekt investiert. Und das mussten wir abschreiben auf null, weil dieses Projekt durch Schmiergeld an Land gezogen wurde und wir es verloren haben naturgemäß. Und jetzt können wir auch den Kredit an Deutsche Bank und ING nicht zurückzahlen.“ Die Banken haben den Insolvenzantrag über die E&P gestellt.

Firma hat keine Mitarbeiter
Laut dem Kreditschutzverband KSV zählt die Odebrecht E&P-Insolvenz zu den größten des Jahres in Österreich, was die Höhe der Schulden betrifft. Aber Auswirkungen habe sie in Österreich nicht, sagte Doralt, die Firma habe keine Mitarbeiter, fungiere nur als Eigentümerin von Firmen in Angola, Peru und Venezuela.

Paul Doralt ist Geschäftsführer von insgesamt 20 Odebrecht-Firmen in Österreich, darunter auch Bohrplattformen im Pazifik. Aus steuerlichen Gründen wurden die Firmen in Wien gegründet: „Wären die Firmen profitabel geworden, dann hätten sie steuerfrei Gewinne vereinnahmen können. Dadurch, dass sie jetzt pleite sind und keinerlei Gewinne machen, bringt das natürlich nichts.“

Doppelbesteuerungsabkommen mit Brasilien
Dass österreichische Firmen, die in Brasilien aktiv sind, keine Gewinnsteuern zahlen müssen, liegt an einem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Österreich und Brasilien. Es sollte österreichischen Firmen nutzen und Investitionen in Brasilien fördern. Aber brasilianische Konzerne haben es durch die Gründung von Tochterfirmen in Österreich genutzt.

Übrigens: Die Odebrecht-Korruptionszahlungen sind zu einem Gutteil über die Meinl Bank auf der Insel Antigua gelaufen, einen Zusammenhang zu den Odebrecht-Töchtern in Wien sieht Doralt nicht: „Das war ja – wie sich jetzt herausgestellt hat – eine eingeschworene Truppe von zehn bis elf Leuten rund um Firmenchef Marcello Odebrecht, die diese ganzen Schmiergeldzahlungen abgewickelt haben. Also, das kann ich mir nicht vorstellen, dass man da in Österreich gefragt hat: ‚Sagts, habt ihr da eine Bank, die wir benutzen können?‘“ Odebrecht hatte die Meinl Antigua von der Meinl Bank in Wien gekauft.


O Globo, 20/12/2019
Marcelo Odebrecht é demitido, mas segue como sócio minoritário
Empresa disse que ele foi desligado por 'recomendação feita pelos monitores externos independentes do MPF e do Departamento de Justiça dos EUA'. Defesa de Marcelo Odebrecht diz que demissão é ' abuso de poder' do presidente da companhia.

DiCaprio unterstützt Indigene im Kampf gegen illegalen Bergbau

ORF,27.12.2019
DiCaprio macht gegen Bolsonaro mobil
US-Schauspieler und Umweltaktivist Leonardo DiCaprio hat am Donnerstag den illegalen Bergbau im Amazonas-Gebiet kritisiert. Der Hollywoodstar setzt sich schon seit Längerem für den Schutz des Regenwalds im Amazonas-Gebiet ein – und geriet deshalb bereits mehrfach mit dem rechten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro aneinander. Ähnlich wie auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg.

DiCaprio veröffentlichte am Donnerstag auf Instagram eine Luftaufnahme von einem Treffen von Anführern der indigenen Völker Yanomami und Yek’wana aus dem Norden Brasiliens. Im Innenhof eines Gemeinschaftshauses hatten sie sich so aufgestellt, dass ihre Körper den Schriftzug „Kein Bergbau“ (Fora Garimpo) bildeten. „Eine starke Botschaft“, kommentierte DiCaprio.

„Obwohl das brasilianische Recht den Bergbau auf dem Land der Yanomami verbietet, sind zuletzt Tausende Goldschürfer in das Reservat eingedrungen“, schrieb DiCaprio neben dem Foto auf Instagram. Laut der NGO „Survival International“ sind die Yanomamidas das größte indigene Volk Südamerikas, das noch weitgehend isoliert im Amazonas-Gebiet lebt. Auch der Yanomi-Park zählt mit fast 100.000 Quadratkilometern zu einem der größten indigenen Reservate Brasiliens.

20.000 Goldsucher auf indigenem Schutzgebiet
Das Bild wurde von der Nichtregierungsorganisation Instituto Socioambiental verbreitet und stammt von einem Treffen Ende November tief im Amazonas-Regenwald. Nach Angaben der Organisation haben sich bereits rund 20.000 Goldsucher auf dem Land der indigenen Gemeinschaften niedergelassen. Sie verbreiten häufig Krankheiten wie Malaria und verschmutzen die Flüsse mit giftigem Quecksilber.

„Die Invasion (der Goldsucher, Anm.) erfolgt, nachdem das Budget für Strafverfolgungsmaßnahmen im Amazonas gekürzt worden ist und Schutzgebiete somit wieder anfälliger für Ausbeutung wurden“, schrieb DiCaprio weiter auf Instagram. Eine Invasion in diesem Ausmaß habe das letzte Mal in den 1980er Jahren stattgefunden.

Damals sei ein Fünftel der indigenen Bevölkerung an Gewalt, Malaria, Unterernährung oder Quecksilbervergiftung gestorben, so der Hollywood-Schauspieler. In einem Brief an die brasilianische Exekutive und Justiz hätten die Stammesführer daher kürzlich gefordert, die Geschichte dieses Massakers „nicht wiederholen“ zu lassen.


Spiegel-Online, 27.12.2019
"Eine starke Botschaft" gegen illegalen Bergbau
Leonardo DiCaprio unterstützt indigene Völker im Kampf gegen illegalen Bergbau. Er setzt sich für den Regenwald ein - und geriet darüber schon mit Brasiliens Präsident Bolsonaro aneinander.

O Globo, 26/12/2019
Leonardo DiCaprio divulga foto de área indígena no Brasil com mensagem 'fora garimpo'
Fotografia foi divulgada no final de novembro e mostra reunião entre etnias Yanomami e Ye'kwana, dos estados do Amazonas e Roraima.

Veja, 27/12/2019
DiCaprio critica mineração em terras indígenas brasileiras
Ator americano compartilhou no Instagram imagem da reunião entre as etnias Yanomami e Ye'kwana com mensagem ambientalista: 'Fora garimpo'

Sonntag, 22. Dezember 2019

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Brasilien will indigene Schutzgebiete für Wirtschaft öffnen


ORF, 19.12.2019
Brasiliens rechter Präsident Jair Bolsonaro will Schutzgebiete der indigenen Völker für Bergbau und Viehzucht öffnen. „Der Fleischpreis steigt. Wir müssen mehr Rinder züchten, um den Fleischpreis zu drücken, und dort können sie Rinder züchten“, sagte der Staatschef der Zeitung „Folha de S. Paulo“ zufolge heute. Der Preis für Fleisch war in Brasilien zuletzt um acht Prozent gestiegen. Verantwortlich dafür ist nach Einschätzung von Experten und Expertinnen vor allem die hohe Exportnachfrage aus China.

Nach der von Bolsonaro geplanten Gesetzesänderung sollen die indigenen Ureinwohnerinnen und Ureinwohner die Schutzgebiete verpachten oder selbst im großen Stil bewirtschaften dürfen. Bisher ist in den geschützten Regionen nur Landwirtschaft zu Selbstversorgung zugelassen. Nichtregierungsorganisationen befürchten, dass die Initiative den Schutz der indigenen Gebiete aufweicht und Farmer, Goldschürfer und Holzfäller in die Reservate einfallen.

Bolsonaro sieht den Regenwald vor allem als wirtschaftliches Potenzial und will mehr Flächen für Landwirtschaft, Bergbau und Energiegewinnung erschließen. Wegen ihrer laxen Umweltpolitik war die brasilianische Regierung zuletzt immer wieder in die Kritik geraten. Bolsonaro hingegen verbittet sich die Einmischung in innere Angelegenheiten und pocht auf die Souveränität des südamerikanischen Landes.


Tagesschau.de, 19.12.2019
Bolsonaro will Viehzucht in Schutzgebieten
Brasilien will nach Bergbau nun auch Viehzucht in indigenen Schutzgebieten erlauben. Der Grund: Der Fleischpreis soll niedrig gehalten werden. Umweltorganisationen sind entsetzt.

Folha de S.Paulo, 19.12.2019
Temos que criar boi em terra indígena para reduzir preço da carne, diz Bolsonaro
Presidente defende alternativa para reduzir preço da carne; ele também quer que projetos de mineração contemplem agronegócio

UOL, 19.12.2019
Nem o gado acredita que terra indígena é solução para a pecuária

Diálogo Chino, 23.10.2019
China compra carne brasileira ligada a risco de desmatamento
22,7 mil hectares de florestas derrubadas em 2017 podem ser ligadas à demanda chinesa por carne brasileira

Mittwoch, 18. Dezember 2019

Großgrundbesitzer attackiert ex-Politiker auf Polizeistation

Fazendeiro Silvério Albano Fernandes
Der frühere Stadtrat von Altamira, Francisco Eduardo Modesto da Silva, wurde am Dienstagabend (17.12.) auf der Polizeistation in Altamira vom Fazendeiro Silvério Albano Fernandes angegriffen. Zuvor hatten beide in einem Restaurant einen handfesten Streit. Nach Informationen der Zivilpolizei ging es um das Symposium "Amazonas - Zentrum der Welt", das im November in den Räumlichkeiten der öffentlichen Universität von Altamira (UFPA) stattfand. Francisco ist nämlich der Ehemann der Koordinatorin der Universität, Maria Ivonete Silva. Bei der Veranstaltung ging es um Maßnahmen gegen Landraub und Landspekulanten sowie gegen Großprojekte in der Region am Xingu wie das Kraftwerk Belo Monte oder das Goldprojekt von Belo Sun. Während des Symposiums war es zu Ausschreitungen seitens der Großgrundbesitzer gekommen,

Wegen der Drohungen infolge des Streits im Restaurant beschloss Francisco, zur Polizeistation zu gehen und Anzeige zu erstatten. Silvério folgte ihm und schlug den ex-Politiker dort zu Boden der sich beim Aufprall an eine Säule am Kopf schwer verletzte. Die Polizei konnte den Angreifer bändigen und ein Strafverfahren einleiten. Silvério wird auf freiem Fuß wegen versuchten Mordes angeklagt, ihm drohen bis zu zwei Jahre Haft.

Silvério Albano Fernandes gilt als Kopf des sogenannten "Todeskonsortiums" der Region am Xingu, das aus mehreren Großgrundbesitzern besteht, die sich gegen die Landreform wehren und in viele Landkonflikte mit tödlichem Ausgang involviert sind.


O Liberal, 18.12.2019
Ex-vereador é agredido dentro da delegacia de Altamira por fazendeiro; agressor está solto
A vítima é esposo da coordenadora do campus Altamira da UFPA

RomaNews, 18.12.2019
Fazendeiro é acusado de tentar matar esposo da coordenadora do campus da UFPA de Altamira
O agressor, Silvério Fernandes, já foi vice-prefeito de Altamira

O Globo, 18/12/2019
Ex-vereador é agredido dentro de delegacia em Altamira, no Pará
Farncisco Eduardo Modesto discutiu com fazendeiro Silvério Fernandes e foi perseguido pelo fazendeiro até a delegacia da cidade, onde iria registrar boletim de ocorrência por ameaça.

Samstag, 7. Dezember 2019

Hauptzeuge im Fall P. Amaro Lopes ermordet


Der Hauptzeuge der Verteidigung von Pater José Amaro Lopes de Sousa, der die pastorale Arbeit der Missionarin Dorothy Stang in Anapu fortgesetzt hatte, wurde am Mittwoch (4.12.) auf einer Straße im Landesinneren von Pacajá-PA ermordet. Die Nationale Kommission der Landpastoral (CPT) bestätigte den Fall und veröffentlichte eine Erklärung.

Demnach sei das Opfer, Márcio Rodrigues dos Reis (33 Jahre) bereits des öfteren mit dem Tod bedroht und überfallen worden. Márcio hat als Motorrad-Taxifahrer gearbeitet und einen Anruf erhalten, um einen Passagier von Anapu in einen Seitenweg der benachbarten Stadt Pacajá zu bringen. Bevor sie das Ziel erreicht hatten, zückte der Passagier ein Messer und tötete ihn. Die Leiche wurde von Passanten gefunden, die auch die Polizei verständigten.

Márcio gehörte zu jener Gruppe von Siedlern, die auf der vom Bund enteigneten Fazenda Santa Maria (Parzelle 44 vom Gleba Bacajá)2016 angesiedelt werden sollten. Der Fazendeiro Silvério Albano Fernandes widersetzte sich dem Urteil und es kam permanent zu Landkonflikten.

Márcio ist bereits das 15. Opfer in der Region von Anapu seit der Ermordung von Schwester Dorothy Stang im Februar 2005. In Brasilien sind 2019 insgesamt 25 Menschen bei Landkonflikten gestorben.


CPT, 06 de dezembro de 2019
Principal testemunha de defesa do processo contra Padre Amaro é assassinada em Anapu (PA)
Marcio Rodrigues dos Reis, 33 anos, casado, pai de 04 filhas, foi assassinado na noite da última quarta-feira (04), em uma estrada vicinal entre os municípios de Anapu e Pacajá, no Pará. Ele estava trabalhando como mototaxista e foi chamado para levar um passageiro na zona rural. Antes de chegarem ao suposto destino, o passageiro pistoleiro desferiu um golpe de faca em seu pescoço, Marcio não teve como reagir e teve morte instantânea. Seu corpo foi localizado por pessoas que trafegavam pela vicinal e avisaram a polícia civil de Pacajá.

O Globo, 06/12/2019
Testemunha de defesa do religioso braço direito de Dorothy Stang é assassinado em emboscada no PA
O mototaxista Marcio Rodrigues dos Reis foi morto a facadas em uma estrada vicinal no sul do estado. Ele havia negado envolvimento de Padre Amaro em suposta ocupação da fazenda Santa Maria.

O Liberal, 6.12.2019
Mototaxista morto em Pacajá era principal testemunha de defesa de padre Amaro
Comissão Pastoral da Terra cobra investigação do Estado para elucidar crime

Agência Brasil, 6.12.2019
Testemunha de defesa de padre Amaro é assassinada em Anapu, no Pará
Pastoral da Terra afirma que vítima foi ameaçada de morte

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Nachruf auf Johann Baptist Metz

Deutschlandfunk, 4.12.2019
Der Mitleidende
Ein Jahrhunderttheologe ist tot. Johann Baptist Metz beschäftigte sich mit Fragen wie: Kann man nach Auschwitz noch beten? Wie politisch ist das Christentum? Er inspirierte die Befreiungstheologie Lateinamerikas. Bis heute sind seine Texte aktuell für katholische Reformdiskussionen.


Domradio, 03.12.2019
Stimmen zum Tod von Johann Baptist Metz Theologe von Weltrang
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet würdigt den im Alter von 91 Jahren verstorbenen Johann Baptist Metz als einen "Theologen von Weltrang" und eine starke Stimme in der Debatte um eine Theologie nach Auschwitz".


Katholisch.de, 3.12.2019
Begründer der "Neuen Politischen Theologie" wurde 91
Theologe Johann Baptist Metz gestorben
Er war Schüler von Karl Rahner, Begründer der "Neuen Politischen Theologie" und galt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Theologen seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil: Jetzt ist Johann Baptist Metz im Alter von 91 Jahren gestorben.


Redaktion Feinschwarz, 3. Dezember 2019
Gottespassion und Compassion.
Zum Tod von Johann Baptist Metz

Am 2. Dezember 2019 ist Johann Baptist Metz im Alter von 91 Jahren in Münster gestorben. Mit ihm verliert die deutschsprachige Theologie einen Giganten. Als Begründer der Neuen Politischen Theologie hat er das Nachdenken über Gott mit dem Engagement für Gerechtigkeit und Solidarität verbunden. Mit ihm hat sich das Jahr 1968 in den deutschen Katholizismus, die europäische Theologie sowie in die Weltkirche eingeschrieben. Ein Nachruf von Edmund Arens.

Sonntag, 1. Dezember 2019

Bolsonaro wirft DiCaprio Unterstützung von Brandstiftung in Amazonien vor


ORF, 1.12.2019
Amazonas-Brände
DiCaprio bietet Bolsonaro die Stirn
Nur kurz vor Beginn der internationalen Klimakonferenz in Madrid (COP25) hat Hollywood-Schauspieler und Umweltaktivist Leonardo DiCaprio am Samstag Vorwürfe von Brasiliens ultrarechtem Staatschef Jair Bolsonaro zurückgewiesen, wonach er die Verantwortung für einige der jüngsten Waldbrände im Amazonas-Gebiet tragen soll.

Bolsonaro hatte am Freitag gesagt, DiCaprio habe Umweltschutzgruppen finanziell unterstützt, die Feuer im Amazonas-Regenwald gelegt hätten. „Obwohl sie es verdient hätten, unterstützt zu werden, haben wir die attackierten Organisationen nicht gesponsert“, erklärte DiCaprio auf Instagram. Bolsonaro hatte dem Schauspieler vorgeworfen, „hinter den Bränden im Amazonas zu stecken“.

So habe DiCaprio eine halbe Million Dollar (450.000 Euro) an eine Umweltschutzorganisation gespendet, die selbst Brände im Amazonas-Regenwald verursacht hätte, um Spenden einzutreiben, sagte Bolsonaro am Freitag. Belege für die Behauptung lieferte der Staatschef nicht. DiCaprio wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die Zukunft der „unersetzlichen Ökosysteme“ im Amazonas-Regenwald stehe auf dem Spiel. „Ich bin stolz darauf, an der Seite jener Gruppen zu stehen, die sie beschützen“, fügte er hinzu.

Freiwillige Feuerbrigade im Mittelpunkt des Streits

„Was haben die NGO-Leute getan? Was ist einfacher? Lege ein Feuer, mache Fotos, filme, starte eine Kampagne gegen Brasilien, kontaktiere Leute wie Leonardo DiCaprio. und Leonardo DiCaprio gibt dir 500.000 Dollar“, hatte Bolsonaro gesagt. „Ein Teil ging an die Leute, die Feuer gelegt haben, stimmt’s? Leonardo DiCaprio hat mit den Bränden im Amazonas-Gebiet etwas zu tun.“

In dem Streit ging es vor allem um die freiwillige Feuerbrigade Alter do Chao, welche die Feuerwehr im brasilianischen Bundesstaat Para seit dem vergangenen Jahr im Kampf gegen die häufigen Waldbrände unterstützt. Kürzlich warf die Regionalpolizei einigen Mitgliedern der Organisation vor, Waldflächen in Brand gesetzt zu haben, um so internationale Aufmerksamkeit für ihre Anliegen zu erzeugen. Am Dienstag waren vier Alter-do-Chao-Aktivisten in Zusammenhang mit den Vorwürfen festgenommen worden, zwei Tage später wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Staatsanwaltschaft stellte klar, dass es keinerlei Grundlage für diese Vorwürfe gebe.

Auch WWF attackiert

Bolsonaros Sohn Eduardo legte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter noch einmal gegen den DiCaprio nach. „Leonardo DiCaprio hat 300.000 Dollar an eine NGO gespendet, die im Amazonas-Gebiet Feuer gelegt hat“, schrieb der Abgeordnete. „WWF hat 70.000 Dollar für Fotos des brennenden Waldes gezahlt.“

Die Umweltschutzorganisation WWF wies die Vorwürfe zurück. „Korruption war und ist die Hauptursache für die Zerstörung des Amazonas-Gebiets, für Landraub, Gewalt gegen lokale Gemeinschaften und indigene Völker, illegale Aktivitäten und Holzdiebstahl“, hieß es in einer Stellungnahme. „Was wir von der Regierung erwarten, ist der Mut, das Problem der Brandstiftung und der Bodenspekulation anzugehen.“ Angesichts der verheerenden Brände hatte DiCaprio im August über seine Earth Alliance fünf Millionen US-Dollar für den Schutz des Regenwaldes in Brasilien und die Unterstützung der indigenen Gemeinschaften in der Region zugesagt.

Kritiker: Bolsonaro ermuntert zu Brandrodung

Bolsonaros Regierung war wegen ihrer Umweltpolitik international in die Kritik geraten. Die heftigen Waldbrände in der Trockenzeit hatten auf der ganzen Welt für Bestürzung besorgt. Bolsonaro sieht den Regenwald vor allem als wirtschaftliches Potenzial und will mehr Flächen für Landwirtschaft, Bergbau und Energiegewinnung erschließen.

Bolsonaro hatte bereits zuvor Nichtregierungsorganisationen (NGOs) vorgeworfen, die Brände gelegt zu haben, um mit Hilfe der dramatischen Bilder dann mehr Spendengelder einsammeln zu können. Kritiker werfen ihm vor, Holzfäller und Farmer zur Abholzung und Brandrodung zu ermutigen.

BR24, 30.11.2019
Bolsonaro: DiCaprio schuld an Waldbränden in Brasilien
Mit einer gewagten These geht der brasilianische Präsident Bolsonaro gegen den Hollywood-Star DiCaprio vor. Sein Vorwurf: Der Oskar-Preisträger sei für die jüngsten Brände im Amazonasregenwald verantwortlich. Beweise liefert Bolsonaro indes nicht.

BBC-Brasil, 30 novembro 2019
Acusação sem provas contra DiCaprio gera críticas e piadas contra Bolsonaro
A acusação que o presidente Jair Bolsonaro fez ao ator americano e ambientalista Leonardo DiCaprio levou o presidente brasileiro a ocupar espaço na imprensa internacional. A declaração também virou motivo de críticas e piadas nas redes sociais.

Jornal da Globo, 30 Nov 2019
Presidente Bolsonaro acusa Leonardo DiCaprio de financiar queimadas criminosas na Amazônia
As declarações de Bolsonaro repercutiram dentro e fora do Brasil. Bolsonaro voltou a dizer que ONGs estariam por trás de incêndios criminosos e citou o ator norte-americano DiCaprio como um dos financiadores das ações.

Jornal da Globo, 1 Dez 2019
Leonardo DiCaprio reage às acusações de Jair Bolsonaro sobre incêndios na Amazônia
Em nota, o ator americano disse que embora merecessem, não financiou nenhum das ONGs investigadas pela polícia do Pará por envolvimento em incêndios florestais.

Donnerstag, 28. November 2019

Bolsonaro beim Festakt zur Fertigstellung des Kraftwerks Belo Monte

Präsident Jair Bolsonaro nahm an der Eröffnungsfeier des fertiggestellten Kraftwerks Belo Monte teil. Am 19.11. wurde der Betrieb der 18. und letzten  Turbine genehmigt.

Agência Brasil, 27/11/2019
Belo Monte liga última turbina e inicia operação completa
Presidente Jair Bolsonaro participou de cerimônia de inauguração

Folha, 27/11/2019
Bolsonaro inaugura última turbina de Belo Monte, e governador do PA faz cobranças
Marcada por controvérsias, usina teve obras interrompidas por determinação judicial

O Globo, 27/11/2019
Bolsonaro participa de inauguração da Usina Hidrelétrica Belo Monte no Pará
Aneel autorizou na última semana o início da operação comercial da 18ª e última turbina da usina. A unidade foi acionada para marcar a inauguração oficial da hidrelétrica.

O Globo, 27/11/2019
Bolsonaro inaugura última turbina da usina de Belo Monte
Na Zona Franca de Manaus, presidente voltou a defender mudanças na legislação ambiental para, segundo ele, facilitar a produção sustentável.

Jornal Liberal, 28/11/2019
Usina de Belo Monte é inaugurada pelo governador Helder Barbalho e o presidente Bolsonaro

Mittwoch, 27. November 2019

Dem Kraftwerk Belo Monte fehlt das Wasser

Worauf Wissenschaftler und Umweltaktivisten von Anfang an als Kritik gegen den Bau des Kraftwerks Belo Monte vorgebracht hatten wird jetzt spürbar: der Xingu-Fluss führt zu wenig Wasser, um die 18 Turbinen betreiben zu können.

Norte Energia veröffentlicht fast täglich den Pegelstand und die Fließ-Wassermenge des Xingu - selten werden während des letzten halben Jahres 97 m erreicht.  Bei der Quote 96 m kann nur eine Turbine während zwei Stunden am Tag funktionieren. Am Tag der Inbetriebnahme der 18. Turbinew am 19.11. betrug der Wasserstand 95,91 m

Kritisch wird es beim Pegelstand 95,2 m - da müssen die Turbinen abgeschaltet werden. Außerdem sind hier wegen der Austrocknung auch Erosionen am Damm zu befürchten.

Blog Telma Monteiro, 25 de novembro, 2019
Belo Monte: vazão do rio Xingu não dá para operar as turbinas
Todos sabiam que construir Belo Monte traria prejuízos inenarráveis, sociais, ambientais e financeiros. Os recursos para construir o monstro do Xingu saíram dos cofres públicos, a juros subsidiados e com carência de 10 anos. Para produzir quase nada de energia. Não dá para iluminar a Itália!


Istoé, 22/11/2019
Incerteza em Belo Monte
Documento aponta risco de erosão caso a vazão do rio Xingu seja afetada por secas rigorosas, como as cinco registradas desde 1971. A Norte Energia nega o problema
A Usina Hidrelétrica de Belo Monte, no rio Xingu, no Pará, foi idealizada para solucionar os problemas sazonais de oferta de energia no Brasil, compensando a época do ano em que os reservatórios das regiões Sul, Sudeste e Centro-Oeste estão prejudicados pela estação seca. Só que um aparente erro no projeto surgiu um mês antes de ser autorizado o início da operação comercial da última das 18 turbinas principais da usina.

Um documento assinado pelo diretor-presidente da concessionária Norte Energia, Paulo Roberto Ribeiro Pinto, em 11 de outubro, pediu à presidente da Agência Nacional de Águas (ANA), Christianne Dias Ferreira, autorização para uma “ação urgente para controle do nível do Reservatório Xingu” diante de severas estiagens, como a atual. O documento, divulgado pelo site El País, afirma que a usina hidrelétrica precisa manter uma vazão acima do mínimo de 700 metros cúbicos por segundo para abastecer a Volta Grande do Xingu, trecho onde o rio foi desviado. As populações ribeirinhas e indígenas daquela área sofrem com o encolhimento do rio, o que afetou a pesca, o meio ambiente e o abastecimento. Com a redução do fluxo, tudo ficaria pior.

Vazão reduzida

Para evitar o problema, a Norte Energia quer reduzir a vazão no reservatório artificial, que dá direto nas turbinas principais, para permitir que a Volta Grande receba água suficiente. A ideia é razoável, só que o documento também cita um risco à integridade da barragem do Pimental, caso o nível do reservatório caia abaixo de 95,2 metros. A partir daí, o talude da barragem deixa de contar com a proteção de rochas, ficando sujeito à erosão. O documento afirma: “pode resultar em danos estruturais à principal barragem do rio Xingu, que é Pimental”. Em nota, a Norte Energia negou os riscos, afirmando que mudanças na vazão estão previstas nas manobras de operação do reservatório. Até pode ser, mas ao custo de R$ 40 bilhões, os projetistas e operadores de Belo Monte deveriam ter sido mais cautelosos.


El País (Eliane Brum), 8.11.2019
Erro de projeto coloca estrutura de Belo Monte em risco
Em outubro, a Norte Energia SA afirmou em documento que precisava alterar a vazão do reservatório intermediário, devido à seca severa do Xingu, para evitar danos estruturais na barragem principal. Cenário lança incertezas sobre a segurança da hidrelétrica

Norte Energia
Vazões e Níveis do rio Xingu
Acompanhe, de segunda à sexta-feira, a previsão das condições hidrológicas do rio Xingu na área de influência da UHE Belo Monte.

Researchgate.net, December 2016
Modelo de previsão fluviométrica para o rio Xingu na cidade de Altamira – PA

Rodolfo Salm, 16/11/2019
Belo Monte: miséria e degradação na Volta Grande do rio Xingu
O novo drama para o povo e a ecologia da Volta Grande é que a administração da hidrelétrica de Belo Monte emitiu um alerta de que o nível do reservatório Xingu (que se situa sobre o leito natural do rio, logo acima do Trecho de Vazão Reduzida) não pode ficar abaixo de 95,2 m ou a estrutura da barragem principal de Belo Monte no rio Xingu poderia ser comprometida. Para tal, pediram permissão para eventualmente não deixar passar nem mesmo o mínimo de 700 m3/segundo que já sabemos estar causando a situação caótica que testemunhamos. Confirmando-se a inviabilidade dessa situação, é certo que os barrageiros irão propor a construção de novas usinas rio-acima no Xingu, conforme o projeto desenhado originalmente pelos governos militares, que armazenariam água na estação chuvosa e ajudariam a regular a vazão do rio na estação seca. Isso não pode acontecer.

Sonntag, 24. November 2019

Rat zur Umsetzung der Amazonien-Synode ist komplett

VaticanNews, 23.11.2019
Amazonien-Synode: Postsynodaler Rat erstmals mit Laien
Der Rat, der über die Umsetzung der Ergebnisse der Amazonien-Synode wachen soll, ist nun vollständig besetzt. Erstmals sind auch drei Laien in einem solchen postsynodalen Rat vertreten. Papst Franziskus hat den Mann und die beiden Frauen persönlich ernannt. Der Vatikan gab an diesem Samstag die Liste der 16 Namen bekannt.

Alle drei Laien des Rates gehören der indigenen Minderheit ihrer Länder an und hatten beratend an der Synode teilgenommen. Es handelt sich um die brasilianische Ordensfrau Laura Vicuña Pereira Manso, die Indigenenführerin Patricia Gualinga aus Ecuador sowie den Peruaner Delio Siticonatzi Camaiteri.

Die 13 übrigen Mitglieder des Rates sind Bischöfe. Sie wurden am Ende der Amazonien-Synode in der Aula gewählt. Unter ihnen finden sich der austro-brasilianische emeritierte Bischof von Xingu, Erwin Kräutler, sowie der brasilianische Kardinal Cláudio Hummes, Präsident des kirchlichen Panamazonien-Netzwerks REPAM.

Die Amazonien-Synode fand von 6. bis 27. Oktober 2019 im Vatikan statt. Sie endete mit Empfehlungen zur seelsorgerlichen und ökologischen Neuausrichtung der Kirche in dem dünn besiedelten und ökologisch sensiblen Gebiet in Südamerika. Auf der Grundlage des Papiers wird Papst Franziskus ein eigenes postsynodales Schreiben verfassen, das er für Ende des Jahres in Aussicht stellte.


Kathpress.at, 23.11.2019
Vatikan: Rat zur Umsetzung der Amazonas-Synode nun komplett
Nach der Amazonas-Synode im Vatikan ist jetzt das Gremium für die Umsetzung der Ergebnisse der Bischofsversammlung bekanntgegeben worden. Wie das Synoden-Generalsekretariat am Samstag mitteilte, ernannte Papst Franziskus Laura Vicuna Pereira Manso aus Brasilien, Patricia Gualinga aus Ecuador und Delio Siticonatzi Camaiteri aus Peru zu Mitgliedern. Alle drei stammen aus indigenen Völkern und nahmen beratend an der Synode teil.

13 weitere Mitglieder des Rats waren bereits von der Synodenversammlung gewählt worden. Unter ihnen sind die Kardinäle Claudio Hummes und Pedro Barreto, Präsident beziehungsweise Vizepräsident des kirchlichen Amazonien-Netzwerks Repam, und der aus Österreich stammende Bischof Erwin Kräutler.

Laura Pereira Manso ist als Ordensfrau der Irmas Catequistas Franciscanas beim Volk der Karipuna im Westen Brasiliens tätig. Patricia Gualinga setzt sich für Menschenrechte und Umweltschutz in Ecuador ein; unter anderem sprach sie auf der UN-Klimakonferenz 2017 in Bonn. Wie die beiden anderen vertrat auch Delio Siticonatzi Camaiteri vom Volk der Ashaninca in Peru die Interessen und Sichtweisen von Indigenen auf dem Bischofstreffen in Rom.

Die Amazoniensynode vom 6. bis 27. Oktober 2019 stand unter dem Thema "Amazonien - neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie". Nach den drei Beratungswochen einigten sich die 280 Teilnehmer der Versammlung auf eine Schlusserklärung, welche Vorschläge an den Papst für Reformen in der Seelsorge in der ökologisch sensiblen Region Südamerikas enthält. Unter den großteils fast einstimmig beschlossenen Anregungen befindet sich auch die Weihe von bewährten Ehemännern zu Priestern ebenso wie die Schaffung eines amazonisch-katholischen Ritus.


VaticanNews, 23/11/2019
Sínodo Amazônico. Divulgados os membros do Conselho pós-sinodal
São 16 membros que formam o Conselho pós-sinodal do Sínodo especial para a Região Pan-Amazônica com a tarefa de aplicar as indicações da Assembleia dos Bispos realizada de 6 a 27 de outubro passado

A Sala de Imprensa da Santa Sé publicou este sábado (23/11) os nomes dos 16 membros do Conselho pós-sinodal do Sínodo especial para a Região Pan-Amazônica, ao qual cabe a tarefa de aplicar as indicações da Assembleia dos Bispos. Treze deles foram eleitos por maioria absoluta durante a 15ª Congregação Geral do Sínodo amazônico, realizada em 25 de outubro passado.

Três membros com nomeação pontifícia
Os outros três são de nomeação pontifícia e representam especificadamente os povos indígenas. Trata-se de: Irmã Laura Vicuña Pereira Manso, C.F, agente pastoral junto ao povo Karipuna, no Brasil; a Sra. Patrícia Gualinga, líder indígena na defesa dos direitos humanos das comunidades Kichwa de Sarayaku, no Equador; e o Sr. Delio Siticonatzi Camaiteri, membro do povo Ashaninca, grupo étnico amazônico no Peru. Vale recordar que, até então, religiosos e leigos jamais fizeram parte de um Conselho pós-sinodal.

Treze membros eleitos
Quanto aos treze membros eleitos, eles representam os países principais que constituem a Região pan-amazônica:
4 provêm do Brasil (o arcebispo emérito de São Paulo, presidente da Comissão para a Amazônia da Conferência Nacional dos Bispos do Brasil – CNBB e presidente da Rede eclesial pan-amazônica – Repam, cardeal Cláudio Hummes; o arcebispo de Belém do Pará, dom Alberto Taveira Corrêa; o arcebispo de Porto Velho - RO, dom Roque Paloschi; e o bispo emérito da Prelazia do Xingu - PA, dom Erwin Kräutler);
2 da Bolívia (o bispo de Potosí e presidente da Conferência episcopal, dom Ricardo Ernesto Centellas Guzmán; e o vigário apostólico de Pando, dom Eugenio Coter);
2 da Colômbia (o vigário apostólico de Puerto Leguízamo-Solano, dom Joaquín Humberto Pinzón Güiza; e o vigário apostólico de Inírida, dom Joselito Carreño Quiñónez);
2 do Peru (o arcebispo de Huancayo e vice-presidente da Repam, cardeal Pedro Ricardo Barreto Jimeno; e o vigário apostólico de Puerto Maldonado, dom David Martínez De Aguirre Guinea);
1 da Guiana Francesa (o bispo de Cayenne, dom Emmanuel Lafont);
1 da Venezuela (o vigário apostólico de Puerto Ayacucho, dom Jonny Eduardo Reyes Sequera) e
1 do Equador (o vigário apostólico de Puyo, dom Rafael Cob García).

Freitag, 22. November 2019

Bolsonaro gründet neue Rechtspartei "38"

Deutsche Welle, 22.11.2019
Brasiliens extreme Rechte
Gott, Familie, Heimat: Brasiliens Präsident Bolsonaro gründet neue Partei
Besonders parteitreu war Jair Bolsonaro ja noch nie. So hat er auch die Partei verlassen, mit der er Brasilien erobern konnte, und eine neue gegründet. Die richtet sich gegen vieles - und hat nur ein Ziel.
Brasiliens rechtsextremer Präsident Jair Bolsonaro hat gemeinsam mit seinem Sohn Flavio eine neue politische Partei ins Leben gerufen. Die Aliança pelo Brasil (Allianz für Brasilien, APB) ist gegen Kommunismus, Sozialismus und Globalisierung. Sie ist gegen Homosexualität und Abtreibung. Sie ist gegen die Legalisierung von Marihuana. Und sie ist für Gott, Familie und Heimat. Und für Schusswaffen. Bei der Wahl wird er deshalb mit der Nummer "38" antreten - in Anlehnung an den in Brasilien sehr populären Revolver Kaliber 38.

Zeit-Online, 22.11.2019
Jair Bolsonaro gründet neue Rechtspartei
Der Präsident will sich mit der sogenannten Allianz für Brasilien gegen Kommunismus und Globalismus einsetzen. Er führt die Partei zusammen mit seinem Sohn Flávio.

FAZ, 22.11.2019
Für Gott und die Familie:
Brasiliens Präsident gründet neue Partei
Neunmal hat Bolsonaro bereits die Partei gewechselt. Mit der Gründung seiner „Allianz für Brasilien“ will er nun evangelikale Wählerstimmen zurückgewinnen. In den Mittelpunkt seiner Politik will er Religion, Familie und Heimat stellen.

Der Standard, 13.11.2019
Brasiliens Präsident Bolsonaro legt sich neue Partei zu
Staatschef will zerstrittene rechte Partei PSL verlassen und sich eine neue politische Heimat schaffen. Es wird seine zehnte Partei

Fans gestalten das Parteilogo aus Patronenhülsen. Das Zahlensymbol der Allianz ist die "38" in Anlehnung an den in Brasilien sehr populären Revolver.
Folha de S.Paulo, 21.11.2019
Bolsonaro lança partido com forte apelo a armas e religião e incertezas sobre viabilidade
Evento do Aliança pelo Brasil teve ainda defesa do porte de armas e repúdio ao socialismo e ao comunismo

O Globo, 21.11.2019
Bolsonaro faz ato de lançamento de novo partido em Brasília
Partido Aliança pelo Brasil ainda depende da coleta de assinaturas e de registro no Tribunal Superior Eleitoral (TSE). Número escolhido para a nova legenda é o 38, afirmou presidente.

acústica, 22.11.2019
Aliança pelo Brasil: 4 coisas sobre o partido de Bolsonaro
O presidente Jair Bolsonaro afirmou nesta quinta-feira (21) que o número nas urnas do Aliança pelo Brasil, será o 38, fazendo analogia ao calibre de um dos revólveres mais populares do Brasil.

Hintergrund: Unstimmigkeit mit PSL-Präsident Luciano Bivar:

O Globo, 08/10/2019
'Esquece o PSL, tá ok?', afirma Bolsonaro ao falar com apoiador no Palácio da Alvorada
Bolsonaro disse a apoiador que presidente do PSL, deputado Luciano Bivar, está 'queimado'. 'Esquece o partido', afirmou o presidente. Bivar disse que não sabe a que Bolsonaro se refere.

Patricia Gualinga und Grupe Sal DUO am 26.11. in Wien


APA-OTS, 22.11.2019
„Die Welt im Zenit“ mit Patricia Gualinga (Ecuador)
Dienstag, 26. November in Wien
ÖGB-Catamaran, Wilhelmine-Moik-Saal, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien (U2 Donaumarina)
Beginn: 19:00 Uhr

Musik-Text-Collage über den Kampf gegen die Zerstörung von Lebensgrundlagen am Amazonas

Eintritt frei!

„Während andere aufgeben mussten, wird Sarayaku niemals aufgeben“, verkündete Patricia Gualinga, historische Führungspersönlichkeit der indigenen Kichwa-Gemeinde Sarayaku in Ecuador. Am 26. November fügen sich Gualingas Erzählungen und Berichte mit der leidenschaftlichen Musik von Grupo Sal Duo zu einer Collage zusammen, die informiert, hinterfragt, berührt und bewegt. Eintritt frei!

Mehr Infos und Plakat:

weltumspannend arbeiten
Der entwicklungspolitische Verein im ÖGB

Donnerstag, 21. November 2019

Symposium "Amazonien - Zentrum der Welt" in Altamira














  • Jornal Liberal 2ª Edição
    O evento reuniu lideranças indígenas, ambientalistas e pesquisadores em busca de soluções para problemas ambientais.
    19/11/2019











  • "Fridays for Future"-Aktivisten besuchen Umweltreservate von Altamira
    O Globo, 18/11/2019
    Ativistas internacionais se reúnem para discutir soluções para o clima em reserva extrativista de Altamira, no PA
    Cerca de 50 ativistas, além de lideranças indígenas, extrativistas e quilombolas participam do evento, que discute alternativas ao aquecimento global e a preservação das florestas.


    Instituto Socioambiental, Dec 20 de 2019
    Amazônia, a floresta que pulsa em nós
    Indígenas, beiradeiros, jovens europeus ativistas pelo clima e cientistas se uniram no coração da floresta, na Reserva Extrativista Rio Iriri (PA), em defesa da Amazônia e do planeta

    Amazônia Centro do Mundo - Reportagem do Jornal The Guardian

    Mittwoch, 20. November 2019

    Belo Monte: 18. und letzte Turbine geht in Betrieb

    Die 18 Turbinen sind eingebaut. Sie scheinen jedoch still zu stehen, denn es sind keine Wasserwirbel oder Strömungen zu sehen.
    Die Nationale Energieagentur (Aneel) hat am 19. November die Inbetriebnahme der 18. Turbine des Wasserkraftwerks Belo Monte genehmigt. Mit dem Betrieb der Turbine verfügt die am Xingu (PA) gelegene Anlage über eine installierte Leistung von 11.233,1 MW und - abhängig von der vorhandenen Wassermenge - eine durchschnittliche Stromerzeugung von 4.571 MW.

    Am Festakt in Brasília nahmen Marisete Pereira, Exekutivsekretärin des Ministeriums für Bergbau und Energie; Wilson Ferreira Jr., Präsident von Eletrobras; Paulo Roberto Pinto, Präsidialdirektor von Norte Energia und André Pepitone, Generaldirektor von Aneel, teil. Vielfach wurde betont und gerühmt, dass Belo Monte nicht irgendein Projekt ist, sondern das größte, das jemals in Brasilien realisiert wurde. Eine Meisterleistung der Ingenieure! Dafür wurden auch an die R$ 50 Mrd. investiert!
    "Belo Monte wird Strom für 60 Mio Menschen oder 18 Mio Haushalte in 17 Bundesstaaten Brasiliens produzieren - das entspricht der Bevölkerung von ganz Italien. Belo Monte allein könnte Italien versorgen..." sagte André Pepitone. "Wie gigantisch dieses Werk der Infrastruktur ist sieht man an der Größe der 18 Wehrklappen bei der 6 km breiten Staumauer von Pimental: jede kann pro Sekunde bis zu 62 Mio l Wasser durchfließen lassen (62.000 qm/s)."


    O Globo, 19.11.2019
    Aneel autoriza operação da última turbina da usina hidrelétrica de Belo Monte, no PA
    A energia deve atender cerca de 60 milhões de pessoas no Brasil, segundo a Aneel.

    Aneel, 19/11/2019
    ANEEL assina liberação para operação da última turbina de Belo Monte
    A ANEEL assinou nessa terça-feira (19/11) o termo de liberação para operação comercial da 18ª turbina da Casa de Força Principal da hidrelétrica de Belo Monte, no Pará. Com isso, a usina, a maior geradora de energia 100% brasileira, passará a operar com toda sua potência instalada, de 11,2 mil MW.

    Brasil em Dia, 20/11/2019
    Autorizada operação da última turbina da hidrelétrica de Belo Monte
    A maior hidrelétrica 100% brasileira, a usina de Belo Monte, no Pará, está concluída. Nesta terça-feira (19) foi liberado o funcionamento da última turbina da hidrelétrica que, a partir de agora, vai funcionar com toda a capacidade.

    Agência Brasil, 19/11/2019
    Aneel autoriza entrada em operação de última turbina de Belo Monte
    A Agência Nacional de Energia Elétrica (Aneel) autorizou hoje (19) a entrada em operação comercial da 18ª turbina da usina hidrelétrica de Belo Monte. Com o funcionamento da turbina, a usina, localizada no Rio Xingu (PA), passa a ter capacidade instalada de 11.233,1 MW e quantidade média de geração de energia de 4.571 MW.

    Vale do Xingu, 21.11.2019
    ANEEL autoriza operação da última turbina de Belo Monte

    O Liberal, 23.11.2019
    Polêmica, Usina de Belo Monte liga última turbina
    O ato marca a conclusão de uma das obras mais caras da história do Brasil, com valor aproximado de R$ 40 bilhões

    Laboratório de Estudos Populacionais e urbanos, 29/11/2019
    Depois de concluída a última turbina de Belo Monte, que legado fica para Altamira e região?
    No dia 24 de novembro de 2019 entrou em operação a última das 18 turbinas do projeto hidrelétrico de Belo Monte, encerrando um período de quase uma década em construção. Em meio a tantos impasses históricos e discussões sobre os impactos causados por essa obra, cabe a pergunta: qual o legado deixado para a cidade de Altamira e região?

    Laboratório de Estudos Populacionais e urbanos, 19/12/2019
    Cenários pós Belo Monte: uma análise da violência em Altamira
    Nos últimos anos, os índices relacionados à violência em Altamira-PA têm crescido de forma alarmante. De acordo com o último Atlas da Violência do IPEA, a cidade atingiu a segunda colocação em todo o Brasil, compondo um cenário preocupante que merece ser analisado de forma criteriosa.

    Installationslizenz für Goldprojekt von Belo Sun ausgesetzt

    Da die Umweltauflagen nicht erfüllt und die Erhebungen zur Umsiedlung der betroffenen Flussbewohner noch nicht begonnen haben, wurde dem Bergbauunternehmen Belo Sun die Installationslizenz für das Gold-Abbauprojekt entlang der Großen Schleife des Xingu (Volta Grande do Xingu) entzogen.


    Defensoria Publica, 19/11/2019
    Ação Cautelar da Defensoria Pública suspende licenciamento do Projeto de Mineração Volta Grande, na área de impacto de Belo Monte
    Em decisão favorável à Ação Cautelar proposta pela Defensoria Pública do Estado, foi garantida a suspensão da licença de instalação do Projeto de Mineração Volta Grande, localizada na Volta do Grande do Xingu, na área de impacto de Belo Monte,, por não cumprimento da licença prévia. Esta ação foi proposta pelo órgão contra a empresa Belo Sun e o Estado do Pará, em fevereiro de 2017, como fundamento a falta de regularidade fundiária e ambiental do empreendimento.
    O requerimento pedindo a suspensão do processo de licenciamento ambiental do Projeto de Mineração Volta Grande é acompanhado desde 2012. A ação cautelar nº 0001062-06.2017.814.0005 visa à suspensão por conta de a instalação gerar, como consequência, um impacto socioambiental aos povos indígenas Xipaia e Curuaia da Ilha da Fazenda, aos garimpeiros, e agroextrativistas que foram colocados em situação de vulnerabilidade social na área diretamente afetada pelo empreendimento.
    De acordo com a decisão, publicada no dia 17 de novembro, os moradores das áreas que estão diretamente afetadas deverão ser previamente realocados, antes da concessão da licença de instalação, ou seja, antes do início das obras. Centenas de famílias continuarão a residir, à espera de resoluções de questões que se arrastam há anos sem apresentação, até o momento, de nenhuma providência efetivamente concreta para a realocação destas famílias. A decisão também aponta que não houve a desafetação do Projeto de Assentamento Ressaca.

    mpf-pará, 9.10.2019
    MPF recomenda ao governo do Pará que suspenda todos os licenciamentos na Volta Grande do Xingu
    O Ministério Público Federal (MPF) enviou hoje uma recomendação ao governador do Pará, Helder Barbalho, e ao secretário estadual de meio ambiente, Mauro Ó de Almeida, para que sejam suspensos todos os processos de licenciamento ambiental de atividades com significativo potencial de degradação ambiental na Volta Grande do Xingu. A suspensão deve ser mantida até que esteja concluído o período de testes previsto para a região ou que se confirme a capacidade dos ecossistemas locais de suportarem o desvio de água realizado para a geração de energia da barragem de Belo Monte. O governo paraense tem prazo de 20 dias para responder ao documento.

    Vale do Xingu, 21.11.2019
    Belo Sun: Suspenção da licença de instalação

    O Globo, 25/09/2019
    Ministério Público pede suspensão de licença ambiental emitida pela Semas para funcionamento de mineradora no sudeste do PA
    De acordo com o MP, o local é de natureza federal e deve ser licenciado pelo Ibama. Medida também diminuiria os impactos ambientais na região.

    Mapa de Conflitos, 26/06/2018
    Projeto de mineração Volta Grande-Belo Sun ameaça modos de vida e sobrevivência de povos indígenas, ribeirinhos e outras comunidades tradicionais

    Dienstag, 19. November 2019

    Belo Monte: 16. Francis-Turbine geht in Betrieb

    Die Nationale Elektrizitätsagentur Aneel genehmigte die Inbetriebnahme der 16. Turbine am Kraftwerk Belo Monte mit einer Leistung von 611,11 MW. Somit können in Belo Monte 9.777,6 MW produziert werden. Dazu kommen noch die 6 Turbinen beim Nebenkraftwerk Pimentel mit insgesamt 232,8 MW, was eine Gesamtmenge von 10.010 MW ergibt.

    Agência CanalEnergia, 25 de setembro de 2019
    Belo Monte recebe liberação comercial para 16ª turbina
    Decisão da Aneel envolve hidrogerador de 611,11 MW. Térmica também foi autorizada em São Paulo
    A Agência Nacional de Energia Elétrica atendeu à solicitação da Norte Energia e deliberou a operação comercial da unidade geradora UG16 da Hidrelétrica de Belo Monte, de 611,11 MW de capacidade instalada em Vitória do Xingu, no Pará. Com a aprovação, a maior UHE 100% brasileira passa agora a funcionar com um total de aproximadamente 10.010 MW de potência.

    Freitag, 15. November 2019

    Altamira ist die 2. gewalttätigste Gemeinde Brasiliens

    O Globo, 14/11/2019
    Com massacre em presídio e desemprego, Altamira (PA) é o 2° município mais violento do Brasil
    Uma cidade que dobrou a população e multiplicou o número de homicídios. Equipes do Profissão Repórter registraram as transformações de Altamira ao longo de sete anos.

    Professor Reporter, 14 Nov 2019
    Altamira (PA) é o segundo município mais violento do Brasil
    Uma cidade que dobrou a população e multiplicou o número de homicídios. Equipes do Profissão Repórter registraram as transformações de Altamira ao longo de sete anos.

    Mittwoch, 13. November 2019

    Bischof Voderholzer distanziert sich von Protestaktion gegen den Papst


    Domradio.de, 13.11.2019
    Bischof Voderholzer auf Distanz zu Protestaktion gegen den Papst
    "Nicht mein Weg"
    Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat sich von einer Online-Protestaktion konservativer Christen gegen Papst Franziskus distanziert. Internetaktionen gingen "an der Sache vorbei" und seien deshalb auch nicht sein Weg.

    Im Internet rufen derzeit rund 100 Unterzeichner, darunter Gloria von Thurn und Taxis, den Papst zu öffentlicher Buße wegen angeblichen Götzendienstes auf. Das Kirchenoberhaupt habe bei der Amazonas-Synode die "heidnische Göttin Pachamama" angebetet, so der Vorwurf. Als Gewährsleute führt die Gruppe neben den deutschen Kardinälen Walter Brandmüller und Gerhard Ludwig Müller auch den Regensburger Bischof an.

    In einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme wies Voderholzer "diesen Bezug und die mit ihm verknüpften Vorwürfe gegen Papst Franziskus entschieden zurück". Zugleich erläuterte Voderholzer Aussagen, die er am 31. Oktober bei einer Predigt getätigt hatte. Darin ging es auch um eine von der Amazonas-Synode aufgeworfene Frage, nämlich, wie Christen mit vor- oder nichtchristlichen Kulturen und Traditionen umgehen sollten.

    Ringen um den richtigen Weg der Kirche
    Das Fazit seiner Predigt beschrieb der Bischof so: Christus selbst sei das Neue, das Christen den Menschen brächten. Er komme den Fragen und der oft unausdrücklichen Sehnsucht aller Menschen sowie ihrer "natürlichen" Religiosität entgegen. In Christus seien alle Religionen in einem dreifachen Sinn "aufgehoben": außer Kraft gesetzt, erhöht und bewahrt. "Deswegen geschieht Inkulturation immer in Anknüpfung und Bruch zugleich."

    Mit seiner Predigt habe er sich "an dem Ringen um den richtigen Weg der Kirche" beteiligt, betonte Voderholzer. "Vorwürfe, Anschuldigungen oder gar Verurteilungen des Heiligen Vaters mit Internetaktionen" gingen "an der Sache vorbei" und seien deshalb auch nicht sein Weg.

    Mexikanischer Bischof verteidigt Papst gegen Vorwürfe
    Der mexikanische Bischof Felipe Arizmendi hat die Zeremonien mit Fruchbarkeitsfiguren zu Beginn der Amazonas-Synode verteidigt. Hierbei habe es sich nicht um Götzendienst gehandelt, sondern um "Symbole amazonischer Lebenswirklichkeit".

    Der wiederholte Vorwurf einiger sehr konservativer Katholiken, die bei Zeremonien in den Vatikanischen Gärten zur Amazonas-Synode verwendete Rituale und Figuren seien Götzendienst gewesen, stimme schlicht nicht, betont Bischof Arizmendi in einem Gastbeitrag für die Vatikanzeitung "Osservatore Romano" (Mittwoch).

    "Unverschämtheit, den Papst als Götzendiener zu verurteilen"
    Es habe sich um "Symbole amazonischer Lebenswirklichkeit und Erfahrungen" gehandelt. Diese seien zwar "nicht nur kulturell, sondern auch religiös zu verstehen, aber nicht im Sinne einer Anbetung", präzisiert der frühere Bischof von San Cristobal de Las Casas im Süden Mexikos.

    Ein Aymara in Bolivien habe ihm einmal erklärt: Pachamama (Mutter Erde) und Inti (Vater Sonne) seien Götter "nur für jene Indigene, die nicht evangelisiert worden" seien. Wer evangelisiert sei, der betrachte sie als "beste Gaben Gottes".

    Im Übrigen sei es eine "große Unverschämtheit, den Papst als Götzendiener zu verurteilen, denn das war er nicht, und er wird es auch nie sein", schreibt der Bischof weiter. Derzeit ruft eine Gruppe konservativer Katholiken den Papst zu öffentlicher Buße wegen angeblichen Götzendienstes auf. Das Kirchenoberhaupt habe die "heidnische Göttin Pachamama" angebetet, heißt es in einem am Dienstag auf mehreren Internetseiten veröffentlichten Brief mit rund 100 Unterzeichnern.

    Mutter Erde wird nicht als Göttin verehrt
    In dem Beitrag beschreibt der Bischof seinen eigenen Lernprozess im Umgang mit indigener Kultur und Denken, in denen säkulare und religiöse Dimensionen verbunden sind. Er habe sich anfangs immer etwas unbehaglich gefühlt, wenn Indigene von "Mutter Erde" sprachen.

    Für ihn selbst seien nur seine leibliche "Mutter, die Jungfrau Maria und die Kirche" Mutter gewesen. Auch die Geste, niederzuknien und die Erde zu küssen, sei ihm fremd gewesen. "Aber je länger ich mit den Indigenen lebte, umso besser verstand ich, dass sie sie nicht als Göttin verehren, sondern dass sie sie schätzen", so Arizmemdi. Sei es doch "die Erde, die uns ernährt", alles gibt, was zum Leben nötig ist.

    "Sie betrachten sie also nicht als Göttin; sie beten sie nicht an - sie drücken nur ihren Respekt ihr gegenüber aus, und das tun sie, indem sie Gott im Gebet für sie danken." In diesem Sinne habe auch der heilige Franz von Assisi die Erde als "Mutter" bezeichnet. Und der, so Arizmendi, war "bestimmt kein Götzendiener".


    BR24, 13.11.2019
    Bischof Voderholzer distanziert sich von Protest gegen den Papst
    Der Regensburger Bischof Voderholzer hat sich von einer Protestaktion gegen Papst Franziskus distanziert. Im Internet werfen rund 100 Unterzeichner dem Papst vor, bei der Amazonas-Synode einer heidnischen Gottheit gehuldigt zu haben.

    VaticanNews, 12.11.2019
    Nachklang Amazonien-Synode:
    Pachamama ist keine Götzenanbetung
    Der emeritierte Bischof von San Cristobal de las Casas in Mexiko, Felipe Arizmendi Esquivel, hat die Zeremonie in den Vatikanischen Gärten zur Eröffnung der Amazonien-Synode verteidigt. In einem Gastbeitrag für die Vatikanzeitung „L´Osservatore Romano“ geht er auf die Bedeutung der Figuren und Rituale der Indigenen ein.

    Domradio.de, 15.11.2019
    Gloria zieht Unterschrift unter papstkritischer Petition zurück
    Heute hü, morgen hott?
    ​Gloria von Thurn und Taxis hat ihre Unterschrift unter einer papstkritischen Petition konservativer Christen zurückgezogen. Ein "schlüssiger Begründungszusammenhang" sei für sie in der Petition nicht mehr gegeben. Woher kommt der Sinneswandel?

    BR24, 16.11.2019
    Der Papst ein Götzendiener? Kritiker distanzieren sich von Brief
    Der Papst soll öffentlich Buße tun – das fordert eine internationale Gruppe konservativer Katholiken. Bei der Amazonas-Synode in Rom habe er die Kultfigur Pachamama angebetet. Damit habe er die Kirche des Apostels Petrus entweiht, so der Vorwurf.

    Kath.net, 16 November 2019
    "Es war nie meine Absicht, Papst Franziskus persönlich anzugreifen"
    Nach Fürstin Gloria Thurn und Taxis zieht auch P. Stefan Dreher von der Petrusbruderschaf seine Unterschrift vom Protestschreiben gegen Papst Franziskus zurück

    Montag, 11. November 2019

    Koblach gratuliert Dom Erwin nachträglich zum 80-iger


    VOL.at, 11.11.2019
    Ein Abend für Don Erwin
    Eigentlich feierte der aus Koblach stammende, seit vielen Jahren aber in Brasilien tätige Bischof Erwin Kräutler seinen 80. Geburtstag bereits im vergangenen Juli. „Don Erwin“ wie er gleichzeitig liebe- wie respektvoll von seiner brasilianischen Gemeinde genannt wird, feierte diesen Tag aber dann genau ebendort mit seinen Schäfchen am Xingu. Seitens der Gemeinde Koblach wurde der runde Geburtstag nun aber entsprechend nachgefeiert, wobei die Gruppe „Koblach am Xingu“ die Organisation des Abends übernommen hatte. Zahlreiche Wegbegleiter, Freunde und Bekannte nutzten die Gelegenheit und versammelten sich in der DorfMitte, um ihr Glas auf Bischof Kräutler zu erheben, ohne aber nicht die ernste Lage in der Diözese des mittlerweile emeritierten Kräutlers zu vergessen.

    So stand der Abend erneut im Zeichen großer Hilfsbereitschaft der Anwesenden, vor allem eine absolute Herzensangelegenheit stand dabei im Mittelpunkt des Interesses. Das Haus für Mutter und Kind in Altamira, welches Kräutler vor über 25 Jahren mitbegründet hatte, setzt sich dafür ein, die weiterhin hohe Säuglingssterblichkeit in Brasilien zu minimieren und kümmert sich um Mütter und ihre Kinder vor und nach der Entbindung.

    Dazu stellten sich Schützenmusikverein Koblach, Männerchor Frohsinn, Kirchenchor St.Kilian sowie Vocale Neuburg, die den Abend musikalisch begleiteten, jeweils mit einer großzügigen Spende bei Kräutler ein. Seitens der Pfarrgemeinderats wurde der Ertrag des 20-Jahre-Kum-Festes ebenso übergeben, wie von Bürgermeister Gerd Hölzl eine Spende der Gemeinde in Form eines „Koblakischtles“ – neben einem Scheck auch einige Koblacher Köstlichkeiten.

    Bischof Kräutler zeigte sich höchst erfreut über die Hilfsbereitschaft und Gratulationen und erzählte ungezwungen von seiner zweiten Heimat in Brasilien. Seitens der Gruppe „Koblach am Xingu“ bemüht man sich nun, Paten in Koblach bzw. Vorarlberg zu finden, um das Lebenswerk von Don Erwin zu erhalten. CEG

    Fotogalerie >>

    Sonntag, 10. November 2019

    Brasiliens Ex-Präsident Lula wieder auf freiem Fuß

    Salzburger Nachrichten, 9.11.2019
    Brasiliens Ex-Präsident Lula wieder auf freiem Fuß
    Der zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilte brasilianische Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva ist vorerst wieder auf freiem Fuß. Nach 580 Tagen hinter Gittern verließ der 74-Jährige am Freitag das Polizeipräsidium von Curitiba, wo er seit April 2018 eine Haftstrafe wegen Korruption verbüßt hatte. Kurz zuvor hatte ein Richter der Stadt seine vorläufige Freilassung angeordnet.


    NZZ, 10.11.2019
    Brasiliens ehemaliger Präsident Lula da Silva ist auf freiem Fuss. Für den Kampf gegen Korruption ist das ein schwerer Schlag
    Das Oberste Gericht verbietet die vorgezogene Inhaftierung von in zweiter Instanz Verurteilten – und kehrt damit eine erst 2016 von denselben Richtern getroffene Entscheidung komplett um.


    amerika21, 10.11.2019
    Lula in Brasilien wieder in Freiheit und direkt kämpferisch gegenüber Bolsonaro
    Nur wenige Stunden nach Gerichtsurteil verlässt Lula Gefängnis. Viele Anhänger feiern ihn bei öffentlicher Rede. Noch Unklarheit über Dauer der Freiheit


    Blickpunkt Lateinamerika, 11.11.2019
    Lula attackiert nach Freilassung Bolsonaro
    Kaum war Brasiliens früherer Präsident Lula da Silva wieder auf freiem Fuß, da entflammte das verbale Scharmützel mit seinem Nach-Nachfolger Bolsonaro. Zündstoff für die politische Landschaft.


    Deutsche Welle, 17.11.2019
    Kommentar: Brasilien - Bye Bye Lula!
    Kann Lula sein Land aus der Krise führen? Nach der Freilassung des Ex-Präsidenten hoffen viele auf ein Comeback. Doch die Hoffnung trügt. Brasilien braucht einen Neuanfang - ohne Lula, meint Astrid Prange de Oliveira.


    Estadão, 8/11/2019
    Em liberdade, Lula diz que vai viajar o País e 'propor alternativas'

    Estadão, 9.11.2019
    Lula solto: 'Estou de volta'

    O Globo, 8/11/2019
    Militantes do PT se reúnem no Centro de Vitória para comemorar liberdade de Lula
    Com cartazes com os dizeres 'Lula Livre' e também máscaras do rosto do ex-presidente, eles acompanharam o discurso após a soltura, nesta sexta-feira (8).

    O Globo, 8!10/2019
    Em liberdade, Lula começa a buscar polarização; Bolsonaro deve resgatar discurso antipetista

    O Globo, 9/11/2019
    Bolsonaro chama Lula de 'canalha' e diz que não responderá a 'criminosos que por ora estão soltos'
    Em rede social, presidente afirmou que Lula 'está cheio de culpa'. Depois, ao sair do Palácio da Alvorada, disse que ele está 'solto mas continua com todos os crimes dele nas costas'.

    Youtube, 8.11.2019
    Assista ao 1º discurso de Lula depois de deixar a prisão

    DW-Brasil, 11/11/2019
    Como fica o cenário político após a soltura de Lula?
    Em seu primeiro discurso após deixar a prisão, ex-presidente ataca o atual governo e avisa: "Estou de volta!" Mas o que o retorno do petista aos palanques políticos significa para a política brasileira?

    notícias.uol, 9/11/2019
    Lula ataca Globo, Moro e Bolsonaro em discurso no ABC: "Eu estou de volta"

    El País, 26/05/2019
    Lula anuncia casamento com namorada e caravana pelo Brasil
    O ex-presidente diz estar apaixonado e anuncia que vai se casar com Rosângela da Silva, socióloga que se uniu a ele durante a sua prisão

    Samstag, 9. November 2019

    kfb protestiert gegen verkürzte Rezeption der Amazoniensynode

    kfbö, 8.11.2019
    Protest gegen Engführung bei der Rezeption der Amazoniensynode
    Seinen Protest „gegen die derzeitige Engführung bei der Rezeption der Amazoniensynode“ erhebt der Geistliche Assistent der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, P. Franz Helm SVD. P. Helm, der während der Amazoniensynode in Rom als Beobachter vor Ort war, beklagt in einem öffentlichen Statement die Fokussierung der gesellschaftlichen wie kirchlichen Debatte auf das Thema „viri probati“, das „den Schrei nach Leben und Überleben“ der Schöpfung überhöre und solidarische Antworten vermissen lasse. Gefragt sei ein Systemwandel, der insbesondere auch die „vermehrte Beteiligung von Frauen an Leitungsverantwortung und ein gleichberechtigtes Mitgestalten und Mitentscheiden in Gesellschaft und Kirche“ verlange.






















    Donnerstag, 7. November 2019

    Brasilianische Bischöfe weisen Kritik an Amazonas-Synode zurück


    VaticanNews, 7.11.2019
    Brasilien: Kritiker an Amazonien-Synode haben „keine Ahnung“
    Der Bischof der brasilianischen Diözese Obidos, Johannes Bahlmann, hat Kritik von Kardinälen und Bischöfen an einigen Vorschlägen der Amazonien-Synode zurückgewiesen. „Mein Eindruck ist, dass sie keine Ahnung haben“, sagte der aus Deutschland stammende Amazonas-Bischof in Würzburg. Auch der aus Österreich stammende frühere Bischof von Xingu in Brasilien, Erwin Kräutler, wandte sich gegen eine bestimmte Form von Kritik an der Synde.

    Bischof Bahlmann äußerte sich am Mittwoch vor Journalisten in Würzburg am Rand einer Tagung zur Synode. Er sei „niemals von einem der Herren" angesprochen und gefragt worden, was denn beschlossen werde, erklärte der Franziskaner. Die von Bischöfen und Kardinälen geäußerte Kritik lasse keine faire Diskussion zu. „Was für eine Kollegialität ist das?“, so Bahlmann. Als „Lüge“ bezeichnete er den Vorwurf, die Synode sei von Bischöfen instrumentalisiert worden, um kirchenpolitische Fragen für Deutschland oder Europa zu verhandeln.

    Dem Papst weitergehende Interessen mit der Synode zu unterstellen, nannte Bahlmann „eine Respektlosigkeit“. Es stehe ihm nicht zu, etwas zu den Problemen der Kirche in Deutschland zu sagen, so der Bischof. Er wünsche sich aber, dass die Kritiker ins Amazonas-Gebiet kämen und sich selbst ein Bild machten. „Sie unterstellen dem Heiligen Geist, dass er nicht ordentlich arbeitet."

    Bischof Kräutler „Opfer von Hasstiraden“
    Der aus Österreich stammende frühere Bischof von Xingu in Brasilien, Erwin Kräutler, sprach angesichts der Vorwürfe von Kritikern ebenfalls von einer „glatten Lüge“. Kräutler sagte, er sei ein „Opfer von Hasstiraden“ geworden, nachdem er darauf verwiesen habe, dass jene, die gegen die vom Papst einberufene Synode seien, sich fragen müssten, ob sie noch auf katholischem Boden stünden. Er sei „fertig gemacht“ worden, „teils unter der Gürtellinie“.

    Hintergrund
    Bahlmann und Kräutler nehmen an einer bis Freitag dauernden Fachtagung mit dem Titel „Amazonas-Synode 2019 - Was hat das mit uns zu tun?" teil. Sie wird von den katholischen Hilfswerken Adveniat und Misereor zusammen mit den Diözesen Würzburg und Hildesheim veranstaltet.


    Katholisch.de, 7.11.2019
    "Was für eine Kollegialität ist das?"
    Kräutler und Bahlmann: Kritiker der Amazonas-Synode lügen
    Die deutschsprachigen Bischöfe Johannes Bahlmann und Erwin Kräutler wenden sich mit scharfen Worten gegen Kritiker der Amazonas-Synode – auch gegen Bischöfe und Kardinäle. Die Rede ist von "glatten Lügen" und "Respektlosigkeit" gegenüber dem Papst.

    Neues Ruhr-Wort, 6.11.2019
    Brasilianische Bischöfe weisen Kritik an Amazonas-Synode zurück
    Der Bischof der brasilianischen Diözese Obidos, Bernardo Johannes Bahlmann, hat die Kritik von Kardinälen und Bischöfen an den Beschlüssen der Amazonas-Synode mit scharfen Worten zurückgewiesen. „Mein Eindruck ist, dass sie keine Ahnung haben“, sagte Bahlmann am Mittwoch in Würzburg am Rande einer Tagung zu dem Bischofstreffen bei einem Pressegespräch. Er sei „niemals von einem der Herren“ angesprochen und gefragt worden, was denn beschlossen werde. Die von Bischöfen und Kardinälen geäußerte Kritik lasse keine faire Diskussion zu. „Was für eine Kollegialität ist das?“, so Bahlmann.


    VaticanNews, 12.11.2019
    Nachklang Amazonien-Synode:
    Pachamama ist keine Götzenanbetung
    Der emeritierte Bischof von San Cristobal de las Casas in Mexiko, Felipe Arizmendi Esquivel, hat die Zeremonie in den Vatikanischen Gärten zur Eröffnung der Amazonien-Synode verteidigt. In einem Gastbeitrag für die Vatikanzeitung „L´Osservatore Romano“ geht er auf die Bedeutung der Figuren und Rituale der Indigenen ein.