Mittwoch, 17. April 2019

Auftraggeber der Ermordung von Dorothy Stang in Altamira verhaftet


VaticanNews, 17.4.2019
Brasilien: Mord-Auftraggeber nach 14 Jahren verhaftet
Der Auftraggeber des Mordes an der US-Ordensfrau Dorothy Stang erhält nun die Freiheitsstrafe. Seit dem Verbrechen im Jahr 2005 blieb er auf freiem Fuß, einer seiner Mittäter ist noch immer auf der Flucht.

14 Jahre nach dem Mord an Dorothy Stang erhält der Verantwortliche seine Strafe. Die Polizei der Amazonasstadt Altamira hat den bereits in drei Instanzen verurteilten Auftraggeber des Mordes an der aus den USA stammenden Ordensfrau verhaftet. Ende Februar ordnete das Oberste Gericht an, den zu 25 Jahren Haft verurteilten Regivaldo Pereira Galvao zu inhaftieren. Damit wurde eine einstweilige Verfügung aufgehoben, die ihn auf freien Fuß gesetzt hatte.

Jahrelang auf freiem Fuß

Der 2005 verübte Mord sorgte für internationales Aufsehen; die Justizposse zeigt die Langsamkeit der brasilianischen Justiz. Galvao war 2010 erstinstanzlich zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Er soll für den Mord an der damals 73-jährigen Ordensfrau, die sich für die Rechte von Kleinbauern im Amazonasgebiet engagierte und eng mit dem brasilianisch-österreichischen Amazonas-Bischof Erwin Kräutler zusammenarbeitete, mehrere tausend Euro gezahlt haben. Auch nachdem die zweite Instanz das Urteil bestätigte, blieb Galvão auf freiem Fuß. Im Jahr 2017 reduzierte die dritte Instanz die Strafe auf 25 Jahre; Galvão blieb jedoch Dank einer Einstweiligen Verfügung weiter auf freiem Fuß. Ende Februar wurde diese Verfügung aufgehoben.

Weitere Beteiligte

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Galvão den Mord gemeinsam mit dem Landbesitzer Vitalmiro Bastos in Auftrag gegeben hat. Zwei weitere Personen mussten wegen Beteiligung an dem Mord Haftstrafen absitzen, ein dritter Verurteilter ist weiterhin auf der Flucht. Der Mordfall hatte den Blick der internationalen Medien auf die Landkonflikte im Amazonasraum gelenkt. (Siehe Blog-Archiv)


Kathpress, 17.4.2019
Auftraggeber des Mordes an US-Ordensfrau Stang verhaftet
Damals 73-jährige Ordensfrau, die sich für die Rechte von Kleinbauern im Amazonasgebiet engagierte, war 2005 ermordet worden - Jahrelange Justizposse um bereits in drei Instanzen verurteilten Auftraggeber der Tat


Domradio.de, 17.4.2019
Mord an Ordensfrau: Auftraggeber hinter Gittern
Endlich verhaftet
Die amerikanische Ordensfrau Dorothy Stang wurde 2005 ermordet, weil sie sich für die Rechte von Kleinbauern eingesetzt hatte. Nun hat die brasilianische Polizei den Auftraggeber ihrer Ermordung verhaftet, der trotz Verurteilung auf freiem Fuß war.


O Globo, 16/04/2019
Fazendeiro condenado como mandante da morte da missionária Dorothy Stang é preso no PA
O crime ocorreu em Anapu, em 2005. Regivaldo Pereira Galvão foi preso nesta terça-feira (16), na cidade de Altamira.

tribuna, 17/04/2019
Polícia prende ‘Taradão’, mandante da morte da missionária Dorothy Stang
A Polícia Civil do Pará informou que prendeu nesta terça-feira, 16, em Altamira, o fazendeiro Regivaldo Pereira Galvão, o “Taradão”, que teve a prisão decretada pela Justiça após condenação como mandante do assassinato da missionária norte-americana Dorothy Stang. O crime ocorreu em Anapu, no Pará, em 2005.

Agência Brasil, 17/04/2019
Mandante do assassinato de Dorothy Stang volta a ser preso no Pará
Missionária americana foi morta em fevereiro de 2005

Youtube SBT Notícias, 17.4.2019
Mandante do assassinato de Dorothy Stang é preso 14 anos depois do crime

Montag, 15. April 2019

CPT-Jahresbericht: Gewalt bei Landkonflikten nimmt zu


VaticanNews, 15.4.2019
Brasilien: Gewalt um Landkonflikte spitzt sich zu
Der Jahresbericht der Bischöflichen Kommission für Landpastoral (CPT) spricht eine deutliche Sprache: nahezu alle Formen von Gewalt gegen die ländliche Bevölkerung zeigen eine steigende Tendenz. Besonders schwer betroffen ist das Amazonasgebiet.

Fast eine Million Menschen waren 2018 in Landkonflikte verwickelt. Das geht aus dem Jahresbericht der CPT hervor, der am Wochenende am Sitz der Nationalen Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB) in der Hauptstadt Brasília vorgestellt wurde. Demnach wurden 960.630 Menschen Opfer von Gewalt im Rahmen von Landstreitigkeiten, was gegenüber 2017 einen Anstieg von 35,6 Prozent bedeutet. Auch bei den Familien ist die Tendenz steigend: 2018 waren 118.080 Familien in Landkonflikte verwickelt, 11 Prozent mehr als noch im Jahr 2017.

Im Jahr 2018 sei die Zahl der Morde in ländlichen Gebieten zwar deutlich zurückgegangen: von 71 im Jahr 2017 auf 28 im Jahr 2018. Doch schon für das Jahr 2019 sei die Tendenz wieder steigend. In den ersten vier Monaten des Jahres verzeichnete die CPT bereits 10 Morde im Zusammenhang mit Landkonflikten: „Die Gesamtzahl, die seit Januar 2019 bis heute erfasst wurde, entspricht bereits 36 Prozent der im Jahr 2018 registrierten Todesfälle“, halten die Autoren des Berichts fest.

Die Opfer der Landkonflikte: die Ärmsten der Armen

Besorgt äußern sich die Mitglieder der Landpastoralkommission auch über die Situation der Familien in ländlichen Gebieten. So seien allein im Jahr 2018, 2.307 Familien von Großgrundbesitzern, 11.235 von den öffentlichen Behörden vertrieben worden. Insgesamt habe sich die Zahl der Landkonflikte seit 2016 deutlich erhöht, heißt es im Bericht der CPT.

Der Zankapfel Wasser...

Auch an der Front der Kämpfe um Wasser ist die Statistik 2018 alles andere als ermutigend: 2018 war das Jahr mit den meisten Wasserkonflikten seit 2002. Die Zahl der Wasserkonflikte ist um 40 Prozent, die Zahl der betroffenen Familien um 108% gestiegen. Laut CPT-Bericht wurden 50,4% Prozent der Kämpfe um Wasser von Bergbauunternehmen ausgelöst; ein Großteil davon entstand im Zusammenhang mit Wasserkraftwerken. Die Autoren des Berichts weisen darauf hin, dass die Bergbauaktivitäten selbst nicht die einzige Ursache für die Konflikte sind: „Eine Mine erfordert eine ganze Infrastruktur von Büros, Lagern, Straßen, Eisenbahnen, Pipelines. Und die Nutzung dieser neuen Gebiete führt unweigerlich zu Konflikten mit den Bevölkerungsgruppen und Gemeinschaften, die in diesen Gebieten leben und arbeiten.“

Sklavenarbeit und Umweltdelikte

Das CPT-Dokument erinnert auch daran, dass 2017 in ländlichen Gebieten 66 Fälle von Sklavenarbeit registriert wurden. 386 der 530 betroffenen Personen konnten befreit werden. Im Jahr 2018 wurden 86 Fälle registriert, mit 1.465 betroffenen Personen, von denen 945 befreit werden konnten.

In ihrem Bericht weist die Landpastoralkommission auch auf die Problematik der Umweltdelikte hin. So auch auf Fälle von Arbeitnehmern, die Opfer von Pestizid-Vergiftungen geworden seien. Zwischen 2000 und 2018 werden 363 Opfer von Pestizid-Vergiftungen verzeichnet. Hier dürfe aber auch nicht vergessen werden, dass die Dunkelziffer weitaus höher ist, warnen die Verfasser des Berichts. Die meisten dieser Fälle kämen nämlich nie zur Anzeige, da die Arbeiter fürchten würden, ihren Arbeitsplatz zu verlieren.


CPT, 12.4.2019
Conflitos no Campo Brasil 2018

Jahresbericht der Bischöflichen Kommission für Landpastoral (CPT) auf Deutsch

Donnerstag, 11. April 2019

Brasiliens Präsident Bolsonaro ist 100 Tage im Amt

Bolsonaro mit seinem Witschaftsminister Paulo Guedes
ORF, 10.4.2019
100 Tage Bolsonaro
Große Worte, wenige Taten
Mit großen Ambitionen hat der ultrarechte Jair Bolsonaro am 1. Jänner sein Amt als Präsident Brasiliens angetreten. Doch danach verlor sich der Präsident in Skandalen und Skandälchen. In den ersten 100 Tagen konnte die Regierung nur zwei Dinge auf den Weg bringen: eine Liberalisierung des Waffenrechts und den Schutz des Amazonas-Regenwalds zu lockern. Seine Umfragewerte sind alarmierend.

Der Standard, 10.4.2019
Nach hundert Tagen Bolsonaro Ernüchterung und Angst in Brasilien
Der Rechtspopulist wollte Brasilien sicherer machen und Arbeitsplätze schaffen. Stattdessen preist er die Militärdiktatur und blamiert sich im Ausland


Blickpunkt Lateinamerika, 10.4.2019
Bolsonaro: Messias mit Selbstzweifeln
Seit 100 Tagen ist Jair Messias Bolsonaro Brasiliens Präsident. Doch seine Bilanz fällt ernüchternd aus. Für immer mehr Menschen scheint er der falsche Mann für das Amt zu sein - und auch er selbst hadert schon damit.

Domradio.de, 9.4.2019
Brasiliens Präsident Bolsonaro ist 100 Tage im Amt
Twittern statt Regieren
Jair Messias Bolsonaro ist angetreten, um Brasilien aus der ökonomischen und moralischen Misere herauszuführen. Doch in seinen ersten 100 Tage als Brasiliens Präsident gab es mehr Polemik statt Politik.

ZDF, 10.4.2019
Brasiliens Präsident 100 Tage im Amt
Bolsonaro - sprunghaft und führungsschwach
Brasiliens rechtspopulistischer Präsident Jair Bolsonaro hat keinen guten Start hingelegt. Seine ersten 100 Tage waren geprägt von Richtungswechseln und Aussetzern.

Frankfurter Rundschau, 10.4.2019
100 Tage Bolsonaro: Rechte Propaganda und peinliche Auftritte
Die Nachricht vom Rausschmiss kam pünktlich zur ersten Bestandsaufnahme der neuen brasilianischen Regierung von Staatschef Jair Bolsonaro. Am Tag 98 seines Mandats entließ der Präsident am Montag seinen Bildungsminister Ricardo Vélez. Der Ressortchef war selbst seinem Chef zu radikal und zu chaotisch. So schrieb er Briefe an alle öffentlichen Schulen, sie mögen doch bitte die Schüler beim Singen der Nationalhymne filmen und sicherstellen, dass sie dabei den Wahlkampfslogan Bolsonaros wiederholten: „Brasil über allem, Gott über allen“.

NZZ, 11.4.2019
Brasilien: Was Präsident Bolsonaro in den ersten 100 Tagen im Amt geleistet hat
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist politisch umstritten. Für die Wirtschaft hätte er aber gute Reformpläne. Wird er fähig sein, diese und insbesondere die Rentenreform auch durchzusetzen?


O Globo, 10/04/2019
100 dias do governo Bolsonaro; FOTOS
Nesta quarta-feira (10), Jair Bolsonaro completa 100 dias de governo. Veja imagens que marcaram os primeiros dias da gestão do presidente.

O Globo, 11/04/2019
Balanço do G1 aponta: governo cumpriu integralmente 18 e parcialmente 17 das 35 metas para os primeiros 100 dias; entenda
Em janeiro, ministro Onyx Lorenzoni (Casa Civil) anunciou um conjunto de 35 metas para os 100 primeiros dias do governo Bolsonaro, que se completaram nesta quarta-feira (10).

Folha de S.Paulo, 10.4.2019
Após isolamento político, Bolsonaro revê estrutura de governo aos 100 dias
Presidente discute mudar estratégia de comunicação e trocar equipe de articulação parlamentar

BBC, 12.4.2019
O que os primeiros 100 dias de Bolsonaro indicam sobre os desafios de seu governo

Mittwoch, 10. April 2019

Brasiliens Indigene warnen vor Bolsonaros Politik


ORF, 10.4.2019
Ureinwohner Brasiliens warnen vor Bolsonaros Politik
Die Ureinwohner und Ureinwohnerinnen Brasiliens sehen ihren Lebensraum durch die Politik des ultrarechten Präsidenten Jair Bolsonaro bedroht. Seit Bolsonaros Wahl im Jänner „erleben wir die ersten Stufen einer Apokalypse“, deren erste Opfer die Ureinwohner und Ureinwohnerinnen seien, erklärte ein Zusammenschluss indigener Völker in einem Beitrag für die französische Zeitung „Le Monde“ heute.

Vertreter und Vertreterinnen der Ureinwohnerallianz warnten vor Bolsonaros Plänen, den Schutz von Amazonas-Gebieten zu lockern und mehr Landwirtschaft und Abholzung zu erlauben. Zudem wolle er der Bergbauindustrie mehr Lizenzen zum Abbau erteilen und mehr Staudämme bauen. „Wir lehnen Abholzung, Sojabohnen-Plantagen und Rinderhaltung auf indigenem Gebiet kategorisch ab“, heißt es in dem Beitrag.

Bündnis fordert Importstopp der EU
Das Bündnis forderte die EU auf, Bolsonaro durch einen Importstopp unter Druck zu setzen. Es dürften nur noch Produkte importiert werden, die nicht aus Gebieten von Ureinwohnern und Ureinwohnerinnen stammen.

Bolsonaro hatte angekündigt, die rund 800.000 Ureinwohner und Ureinwohnerinnen in Brasilien „integrieren“ zu wollen. Dazu solle das Gebiet am Amazonas durch neue Straßen und Schienen erschlossen und Fläche für die Landwirtschaft gerodet werden.

Seit den 80er Jahren wurden in Brasilien 426 Gebiete als angestammtes Land der Ureinwohner und Ureinwohnerinnen definiert. Bolsonaro hatte die heikle Aufgabe der Abgrenzung von Gebieten dem Landwirtschaftsministerium übertragen. Zuvor war die Behörde Funai zuständig. Kritiker und Kritikerinnen werten Bolsonaros Politik als Landraub und drastische Beschneidung der hart erkämpften Rechte der Ureinwohner und Ureinwohnerinnen.


Brasil247.com, 10.4.2019
'É o apocalipse Bolsonaro', dizem indígenas sobre ameaças à Amazônia
Em um artigo publicado no diário francês Le Monde, 13 signatários disseram que desde a eleição de Bolsonaro estão experimentando os primeiros estágios de um apocalipse, dos quais os povos indígenas são as primeiras vítimas"; lideranças indígenas ressaltaram as promessas de Bolsonaro de permitir mais agricultura e exploração madeireira na Amazônia, e facilitar as salvaguardas e conceder mais licenças para a indústria de mineração, além de construir mais barragens na região

De olho nos ruralistas, 11/03/2019
Líder histórico no Parque do Xingu rejeita “integração” ao agronegócio proposta por Bolsonaro

Brasil de Fato, 21/02/2019
Indígenas questionam "ferrovia da soja", que o governo Bolsonaro pretende retomar
Kayapós protocolaram documento no MPF e exigem ser consultados sobre grandes obras na região do Xingu

Folha de S.Paulo, 14/02/2019
Ministro do Ambiente visita terra indígena que arrenda área para plantar soja
Ministério da Agricultura afirma que há um acordo para o plantio, vetado pela legislação, mas MPF e Ibama negam

Montag, 8. April 2019

Kundgebungen zum Jahrestag der Inhaftierung von Ex-Präsident Lula

ORF, 7.4.2019
Tausende verlangen Freilassung von Brasiliens Ex-Präsidenten
Ein Jahr nach dem Antritt seiner Haftstrafe haben Tausende Anhänger des früheren brasilianischen Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva dessen Freilassung gefordert. Sie zogen gestern in der Stadt Curitiba vor das Gefängnis, in dem Lula einsitzt. Viele riefen Parolen gegen den seit Jahresbeginn amtierenden rechtsradikalen Staatschef Jair Bolsonaro.
Die Chefin von Lulas Arbeiterpartei, Gleisi Hoffmann, verlas eine Botschaft des 73-Jährigen. Darin bezeichnete Lula seine Verurteilung wegen Korruptionsvorwürfen erneut als „ungerecht“. Die Vorwürfe seien konstruiert worden, um seine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im vergangenen Oktober zu verhindern.
Zu zwölf Jahren Haft verurteilt
Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich 10.000 Menschen an dem Protest vor Lulas Gefängnis. Die Militärpolizei gab die Zahl der Teilnehmer mit 3.000 bis 5.000 an. Auch in anderen Städten hatten Demonstrierende des nach wie vor populären Linkspolitikers zu Kundgebungen für Lula aufgerufen.
Lula war von 2003 bis 2010 Staatschef des südamerikanischen Landes. Vor einem Jahr wurde er zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Er verbüßt die Strafe in einer Zelle am Sitz der Bundespolizei in Curitiba im Süden Brasiliens. Dort halten einige seiner Anhängerinnen und Anhänger seither eine Mahnwache. Seit seiner Inhaftierung am 7. April 2018 verließ er das Gefängnis nur zweimal, unter anderem für die Beerdigung seines Enkels vor wenigen Wochen.


Zeit-Online-Video, 8.4.2019
Tausende Anhänger demonstrieren für Freilassung Lula da Silvas
Brasiliens Ex-Präsident sitzt seit 2018 wegen Korruption im Gefängnis. Seine Verurteilung zu zwölf Jahren Haft sei politisch motiviert, glauben die Demonstrierenden.


Internationales Komitee zur Verteidigung Lulas und der Demokratie Brasiliens
Internationaler Aktionszeitraum "Freiheit für Lula" 4.-10. April 2019


Youtube, 7.4.2019
Manifestação "Lula Livre", Berlim 7 de abril 2019

Estadão, 7 de abril de 2019
PT faz ato ‘Lula Livre’ na PF em Curitiba
Justiça, que decretou fevereiro interdito do bairro para protestos, liberou em caráter excepcional manifestação com restrições no entorno da polícia, onde ex-presidente está preso há um ano pela Lava Jato


Rede Brasil Atual, 07/04/2019
Ruas no entorno da PF são tomadas pelas caravanas que cobram Lula livre
Polícia parecia não esperar multidão que chegou a Curitiba para protestar contra a prisão política do ex-presidente, que neste 7 de abril completa um ano

PT, 7.4.2019
Milhares de Lulas: ato por Lula Livre pinta de vermelho ruas de Curitiba
Um ano da prisão política do ex-presidente marcou o encerramento da Caravana Lula Livre pelo Sul. Mais uma vez Haddad mostrou porque está cada vez mais nas graças do povo

O Globo, 7.4.2019
Curitiba tem atos contra a prisão de Lula e a favor da Lava Jato
Prisão do ex-presidente completa um ano neste domingo (7); manifestações ocorreram nos arredores da PF e no Centro da cidade.

Sonntag, 7. April 2019

Zitronensäurefabrik-Projekt in der Wachau sorgt für Aufregung

ORF, 7.4.2019
Bau einer Zitronensäurefabrik sorgt für Aufregung
In Bergern bei Pöchlarn (Bezirk Melk) ist der Bau einer millionenschweren Zitronensäurefabrik geplant, knapp hundert Arbeitsplätze sollen entstehen. Eine Bürgerinitiative will den Bau der Anlage an der Donau verhindern.


NÖN.at, 28.2.2019
Weiche für Zitronensäurefabrik gestellt
Zelking-Matzleinsdorf beschloss Flächenwidmung für Zitronensäurefabrik. Leiben stimmt diese Woche ab.

NÖN.at, 13.3.2018
Region Pöchlarn
"Ritter der Au“: Weltkulturerbe als Joker?
Da möglicher Firmenstandort nah an Wachau liegt, wittern „Ritter der Au“ Chance, Werkspläne zu kippen. Jungbunzlauer-Vertreter zeigt sich davon aber unbeeindruckt.

Jungbunzlauer
Projekt Bergern
Entstehung einer Produktionsanlage für Zitronensäure

Ritter der Au
Wir befürchten...

  • zusätzliche Lärmbelästigung durch Be- und Entladen von Schiffen, LKWs, Güterwaggons, etc.
  • Lärm - 24 Stunden pro Tag, 7-Tage die Woche, 365 Tage durchgehend
  • Geruchsbelästigung
  • Zerstörung des Lebensraumes für Mensch und Tier
  • Lichtverschmutzung

Samstag, 6. April 2019

Bischof Erwin Kräutler nennt 10 Herausforderungen der Kirche Amazoniens


"Der Amazonas gehört uns". Dieses Motto, mit dem die Regierung Brasiliens die sogenannte Integration des Amazonasgebiets und seine wirtschaftliche Nutzung rechtfertigt, war der Leitfaden für den Vortrag des emeritierten Bischofs PA und Koordinator des Pan-Amazonischen Kirchlichen Netzwerks (REPAM-Brasil) in der Aula der Jesuiten-Fakultät für Philosophie und Theologie in Belo Horizonte-MG im vergangenen März. Dem gegenüber sprach er von Amazonas als "Herausforderung für die Kirche und die Menschheit" und hob zehn große Punkte für die Kirche im Amazonasgebiet hervor, die auf der nächsten Versammlung der Bischofssynode vom 6. bis 27. Oktober diskutiert werden sollten:

  • Die Aufwertung von Laien im Dienst (Amt) ihrer Gemeinden, ohne sie zu klerikalisieren.
  • Die Rolle der Frau als Evangelisierende, nicht nur in der Familie, sondern auch in den Gemeinschaften und als energischer Verteidiger der Menschenrechte, mit Zugang zum Diakonat.
  • Das Charisma religiöser Orden und Gemeinden und ihre Einfügung in die Gemeinden Amazoniens.
  • Alternativen suchen für das Fehlen der Eucharistie in Tausenden und Abertausenden von Gemeinden, und vielleicht neben dem traditionellen Modell eines anderen Priestermodells (nicht nur für Männer) entdecken.
  • Die Wiederbelebung der kirchlichen Grundgemeinschaften als erster und grundlegender Kern der Diözesen und Prälaturen.
  • Inkulturation der Sakramente im Leben der Ureinwohner und Integration indigener kultureller Ausdrucksformen in die Liturgie.
  • Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung der gesamten brasilianischen Gesellschaft für die Verteidigung des Amazonas angesichts der Unersättlichkeit von Unternehmen, die diese Makrobiosphäre ausbeuten und zerstören.
  • Die Umsetzung der Enzyklika "Laudato Sì" in den amazonischen Gemeinden.
  • Ein besonderer Anreiz für die städtische pastorale Arbeit angesichts der Zunahme der Städte und der Landflucht.
  • Das Fehlen moderner Kommunikationsmittel oder angemessener Ausrüstung in den Diözesen und Prälaturen.


REPAM, 5 de abril de 2019
Sínodo: dom Erwin apresenta 10 desafios para Igreja na Amazônia
“A Amazônia é nossa”. O mote governamental para justificar a chamada integração da região amazônica e a sua exploração a partir do discurso de desenvolvimento foi o fio condutor da exposição do bispo emérito da prelazia do Xingu/PA e coordenador da Rede Eclesial Pan-Amazônica/REPAM-Brasil, dom Erwin Kräutler, na aula inaugural da Faculdade Jesuíta de Filosofia e Teologia de Belo Horizonte/MG, no último mês de março. Na ocasião, falou da Amazônia como “um desafio para a Igreja e a humanidade” e elencou dez grandes desafios para a Igreja na Amazônia que ele espera que sejam debatidos na próxima Assembleia do Sínodo dos Bispos, entre os dias 6 e 27 de outubro.
Domo Erwin abordou a internacionalização da Amazônia, citando fatos históricos que estavam ou ainda estão justificados na fixação da região como elemento importante para a manutenção da soberania nacional, mas que vem, ao longo dos anos, gerando destruição e mortes à natureza e aos povos.
“Considero de certo modo até grotesco esse mote frente às empresas estrangeiras que se estabeleceram com o aval dos diversos governos brasileiros. Há muito tempo se sentem donas da Amazônia e exploram solo e subsolo e a mão-de-obra barata. A maior parte das atividades econômicas está voltada para interesses de países que têm legislação muitíssimo mais severa que a nossa em relação à preservação do meio ambiente”, disse dom Erwin.

Freitag, 5. April 2019

Filmpremiere für "Countdown am Xingu VI"


Frankfurter Rundschau, 5.4.2019
Hilfe für die Menschen im Amazonasgebiet
Premiere für den sechsten Teil von Martin Keßlers Doku-Filmreihe.

Die Meldung platzte mitten in die Vorbereitungen zur Premiere von Martin Keßlers neustem Film über die politische Lage in Brasilien: „Am 22. März wurde die Menschenrechtsaktivistin Dilma Ferreira da Silva, eine führende Persönlichkeit in den Reihen der MAB, in Tucuruí im Bundesstaat Pará gemeinsam mit ihrem Ehemann und einem Freund der Familie ermordet“, teilte die katholische Nachrichtenagentur Fides mit. „Die Drei wurden geknebelt, brutal gefoltert und erstochen.“

Da Silva und die Umweltorganisation MAB hatten viele Jahre gegen umweltzerstörerische Staudammprojekte gekämpft. Die Frau war selbst, wie 30 000 weitere Familien, für den Bau eines gigantischen Wasserkraftwerks aus ihrer Heimat vertrieben worden. Der Frankfurter Filmemacher Martin Keßler hatte davon in seiner Dokumentation „Countdown am Xingu“ schon vor Jahren berichtet – und von den verbrecherischen Methoden, mit denen die Profiteure solcher Großprojekte am Amazonas sogar über Leichen gehen. Der Mord an Dilma Ferreira da Silva ist nur das vorerst letzte Ereignis in der Kette, und doch schockierte er Martin Keßler zutiefst.

Der Frankfurter Regisseur sorgte 2017 mit seinem Film „Reise in den Herbst“ zur Bundestagswahl für Aufsehen, sein Langzeitprojekt ist jedoch die Begleitung der indigenen Amazonasbewohner bei ihrem Kampf um die letzten Rückzugsgebiete in der Natur. Für den fünften Teil der „Xingu“-Reihe wurde er jüngst beim Neustrelitzer Naturfilmfestival mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Den sechsten Teil führt er am Dienstag, 9. April, im Frankfurter Haus am Dom als Premiere vor.

Darin spielt der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro eine Hauptrolle. Die ersten fünf Filmminuten zeigen ihn als Triumphator im Rolls Royce, von Reitern umgeben. „Er ist ein Mythos, der Erlöser“, jubeln seine weißen Anhänger verklärt. Danach kommen die Gegner zu Wort. Sie befüchten, dass Bolsonaro noch skrupelloser als seine Vorgänger Amazonien und den Regenwald ausbeuten lässt.

Der Film führt Keßler zu den Völkern, die seit Jahrtausenden im Wald auf kleinen Lichtungen ihr Gemüse anbauen, rührend extensive Landwirtschaft im Einklang mit der Natur. Erdölkonzerne und Energieriesen bedrohen ihre Existenz und ihr Leben. „Bolsonaro will alles herausholen, aus der Erde, was es in der Erde und im Wald gibt“, sagt der Vize-Häuptling der Arara.

Auch die Leute, die in Handarbeit Gold aus dem Fluss waschen, sind alarmiert. „Der kanadische Minenkonzern Belo Sun will sich hier alles einverleiben“, sagt Antonia Melo vom Protestbündnis Xingu Vivo. Und Alessandra, Abgesandte der Munduruku, beeindruckt mit ihrem Mut. Ihnen stehe ein Monster gegenüber, sagt sie: „Aber wir werden kämpfen.“ Der emeritierte Bischof Erwin Kräutler ruft auf: „Wir brauchen die Unterstützung aller Völker und Nationen.“ Keßlers Film soll dazu beitragen.


Dienstag, 2. April 2019

Brasiliens Bischöfe kritisieren geplante Pensionsreform


VaticanNews, 1.4.2019
Brasilien: Bischöfe kritisieren geplante Pensionsreform
Die Brasilianische Bischofskonferenz lehnt die von Staatspräsident Jair Bolsonaro geplante Pensionsreform ab. Das Rentensystem müsse zwar weiterentwickelt und an die soziale Sicherheit angepasst werden, die vorgeschlagenen Änderungen gingen aber zu Lasten der Ärmsten. Das geht aus einer aktuellen Erklärung des Ständigen Rates der Bischofskonferenz hervor, berichtet fides.

Weitere Gruppen, deren soziale Sicherheit gefährdet sei, seien Frauen, Landarbeiter, Menschen mit Behinderungen sowie Arbeitslose und jüngere Generationen, so die Bischöfe.
In ihrer Botschaft fordern die Kirchenführer den Kongress auf, eine öffentliche Debatte über den Vorschlag zur Reform auf den Weg zu bringen, da sie das Leben aller Brasilianer betreffe.

Die Pensionsreform gehört zu den zentralen Projekten der Bolsonaro-Regierung. Seit fünf Wochen liegt dem Parlament die entsprechende Gesetzesvorlage vor. Die brasilianischen Bischöfe hatten schon 2017 in einer Stellungnahme eine „ethische Matrix“ für die soziale Sicherheit gefordert.

O Globo, 28/03/2019
CNBB diz que proposta da reforma da previdência sacrifica os mais pobres, mulheres e trabalhadores rurais
Entidade ligada à Igreja Católica também pede que governo esclareça pontos do texto

CNBB, 28/03/2019
Conselho Permanente da CNBB divulga mensagem após reunião em Brasília
No texto, os bispos reafirmam que o sistema da Previdência Social possui uma intrínseca matriz ética. “Ele é criado para a proteção social de pessoas que, por vários motivos, ficam expostas à vulnerabilidade social (idade, enfermidades, acidentes, maternidade…), particularmente as mais pobres. Nenhuma solução para equilibrar um possível déficit pode prescindir de valores ético-sociais e solidários” (Nota da CNBB, março/2017).
Eles reconhecem que o sistema da Previdência precisa ser avaliado e, se necessário adequado à Seguridade Social. Alertam, no entanto, que as mudanças contidas na PEC 06/2019 sacrificam os mais pobres, penalizam as mulheres e os trabalhadores rurais, punem as pessoas com deficiência e geram desânimo quanto à seguridade social, sobretudo, nos desempregados e nas gerações mais jovens.

Rede TVT, 1.4.2019
"Reforma da Previdência sacrifica os mais pobres", diz CNBB

Montag, 1. April 2019

Bolsonaro rudert zurück: Keine Botschaft in Jerusalem


ORF, 29. März 2019
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro will entgegen früheren Ankündigungen womöglich doch nicht die Botschaft seines Landes von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Es könnte dort aber eine Handelsvertretung eröffnet werden, sagte er gestern nach einer Gedenkveranstaltung in Brasilia örtlichen Medien.

Bolsonaro hatte die Umzugspläne der Botschaft im November bekanntgegeben. Kurz vor seiner geplanten Israel-Reise an diesem Sonntag ruderte er nun zurück. „Trump hat neun Monate gebraucht, um den Umzug der Botschaft zu beschließen“, sagte Bolsonaro den Journalisten und Journalistinnen. „Vielleicht eröffnen wir jetzt eine Handelsvertretung in Jerusalem.“ Eine Verlegung der Botschaft könnte laut Medienberichten wichtige muslimische Handelspartner Brasiliens verärgern. Das Land ist weltweit einer der größten Exporteure von Halalfleisch.

Die Verlegungen von Botschaften nach Jerusalem sind umstritten. Der Status Jerusalems soll nach Auffassung des überwiegenden Teils der internationalen Gemeinschaft in zukünftigen Friedensgesprächen zwischen Israel und den Palästinensern festgelegt werden. Israel beansprucht ganz Jerusalem als Hauptstadt, die Palästinenser wollen Ostjerusalem als Hauptstadt für einen künftigen eigenen Staat Palästina.


Frankfurter Allgemeine, 31.3.2019
Bolsonaro bei Netanjahu:
„Wir werden zusammen Geschichte schreiben“
Drei Tage lang besucht der brasilianische Präsident Bolsonaro Israel. Ministerpräsident Netanjahu kündigt zum Auftakt des Staatsbesuchs eine „neue Ära“ für die Beziehungen beider Länder an – und einen umstrittenen Programmpunkt.


Der Standard, 1.4.2019
Bolsonaro besucht mit Netanjahu Klagemauer in Jerusalem
Der rechtsradikale Brasilianer ist der erste Ausländer, der als Staatsoberhaupt offiziell Seite an Seite mit Israels Regierungschef dort hingeht -

Reuters, 3.4.2019
Brazil's president calls Nazis leftists after Israel Holocaust museum visit
Brazil’s right-wing President Jair Bolsonaro said “there is no doubt” that Nazism was a leftist movement, just after visiting Israel’s Yad Vashem Holocaust memorial and museum.
Bolsonaro’s remarks directly contradicted information on the museum’s website saying Germany’s Nazi movement rose out of right-wing radical groups responding to the rise of communism.

Samstag, 30. März 2019

Brasilien: Putsch-Gedenkfeiern nun doch erlaubt

Deutsche Welle, 30.3.2019
Gericht in Brasilien erlaubt nun doch Putsch-Gedenkfeiern
Wenige Stunden nachdem ein Gericht der ultrarechten Regierung von Jair Bolsonaro Feiern zum 55. Jahrestag des Militärputsches untersagt hat, kommt die Kehrtwende. Ein Berufungsgericht hob das Verbot wieder auf.

Brasilien: Gericht verbietet Militärputsch-Feiern


Tagesschau, 30.03.2019
55. Jahrestag in Brasilien
Gericht verbietet Militärputsch-Feiern
Während der Militärdiktatur in Brasilien wurden Menschen getötet und gefoltert. Zum 55. Jahrestag des Militärputsches soll es nach dem Willen des rechtsextremen Präsidenten Feiern geben. Doch ein Gericht verbot sie.


NZZ, 30.3.2019
Brasiliens Präsident will Militärputsch zelebrieren
Die Zeit der Militärdiktatur ab 1964 ist ein dunkles Kapitel in der Geschichte Brasiliens. Trotzdem ruft Präsident Bolsonaro dazu auf, den Jahrestag der Machtergreifung durch die Generäle zu feiern. Die Staatsanwaltschaft reagiert mit harscher Kritik und droht mit Strafen.


Deutsche Welle, 28.3.2019
Kommentar: Jair Bolsonaro - Getrieben von seinen Obsessionen
Brasiliens neuer Präsident Bolsonaro will den Militärputsch von 1964 feiern - ganz unbekümmert davon, ob dieser Schritt das Land weiter spaltet. Das stört nun sogar die Militärs, meint Philipp Lichterbeck.


FAZ, 14.11.2013
Leiche des früheren Präsidenten Goulart exhumiert
João Goulart wurde 1964 durch einen Militärputsch entmachtet- mit Hilfe der Vereinigten Staaten. 1976 starb er im argentinischen Exil - angeblich an einem Herzinfarkt. Oder wurde er doch vergiftet? Die Exhumierung soll Klarheit bringen.

Deutsche Welle, 13.11.2013
Brasiliens Ex-Präsident Goulart wird exhumiert
Die Gerüchte über einen gewaltsamen Tod des 1964 gestürzten linken Präsidenten Brasiliens sind nie verstummt. Besonders seine Familie geht von Mord aus. Nun werden die sterblichen Überreste von Joao Goulart untersucht.


O Globo, 28/03/2019
Bolsonaro diz que não mandou comemorar golpe, mas 'rememorar' e 'rever' erros e acertos
Porta-voz da Presidência disse, na segunda-feira, que o presidente determinou que o Ministério da Defesa fizesse "as comemorações devidas" no aniversário da data

DW-Brasil, 26.3.2019
Bolsonaro determina comemoração do golpe de 1964
O presidente brasileiro nunca escondeu que, para ele, não houve ruptura antidemocrática por parte dos militares. Agora, 55 anos depois, ele ordena que a data seja comemorada pelas Forças Armadas.

O Globo, 25/03/2019
Bolsonaro determina que militares celebrem golpe de 64
A informação foi confirmada na tarde desta segunda-feira pelo porta-voz da Presidência, Otávio do Rêgo Barros

Donnerstag, 28. März 2019

Aktivistin Dilma Ferreira da Silva gefoltert und ermordet

agenzia fides, 28.3.2019
BRASILIEN - Dilma Ferreira Silva: Erste seit Anfang 2019 ermordete Aktivistin
Tucurui (Fides) – Eine "rasche Aufklärung der Tat" und "Sicherheitsmaßnahmen für durch den Bau von Dämmen in ganz Brasilien geschädigte Menschen" fordert das "Movimiento dos Atingidos por Barragens" (MAB), dem sich verschiedene Menschenrechtsorganisationen anschließen, darunter die Kommission für die Landpastoral (CPT) der brasilianischen Bischofskonferenz.

Am 22. März wurde die Menschenrechtsaktivistin Dilma Ferreira da Silva, eine führende Persönlichkeit in den Reihen der MAB, in Tucuruí im Bundesstaat Pará gemeinsam mit ihrem Ehemann und einem Freund der Familie ermordet. Die Drei wurden geknebelt, brutal gefoltert und erstochen. "Der Mord an Dilma am Internationalen Wassertag ist ein trauriger Moment in der Geschichte der Menschen, die vom Bau der Staudämme betroffen sind, ", heißt es in den Kommentaren der MAB in ihren sozialen Netzwerken.

An der Spitze des MAB arbeitete Dilma Ferreira Silva (45) für eine nationale Politik, die die Rechte der von Staudämmen geschädigten Menschen anerkennt. Ende der 70er Jahre, während des Baus des Wasserkraftwerks Tucuru (das größte in Brasilien), gehörte Dilma zu den rund 30.000 Familien, die aufgrund des Projekts gezwungen waren, ihr Zuhause zu verlassen. Im Jahr 2011 legte Dilma Ferreira der damaligen Präsidentin Dilma Rousseff einen Gesetzentwurf zum Schutz von Personen vor, die durch den Bau eines Staudamms Schäden erlitten hatten. Sie war eine besondere glaubwürdige Aktivistin, weil sie selbst in dieser Gegend aufwuchs, als der große Tucuruí-Damm vor 30 Jahren in der von ihrem Volk bewohnten Region gebaut wurde. Seitdem hatte Dilma nicht aufgehört, die Ausbeutung des Tocantins-Flusses zu bekämpfen, und sich aktiv für den Schutz der Anrainer eingesetzt.

Obwohl das Sekretariat für öffentliche Sicherheit in Pará bekräftigt, dass bereits ein Ermittlerteam zur Untersuchung des dreifachen Mordes eingesetzt wurde, "wurden bisher noch keine Linie für die Untersuchung von Straftaten bekannt gegeben", heißt es in der Verlautbarung des MAB. Die bischöfliche Kommission für Landpastoral (CPT) teilte mit, dass der Ort, an dem die Opfer gefunden wurden, für Konflikte bekannt ist und es dort immer wieder zu Zusammenstößen kommt. Die Morde könnten daher leicht mit Landrechtskonflikten in Verbindung gebracht werden. Laut CPT ist Dilma Ferreira die erste Aktivistin, die seit Anfang 2019 im Amazonasgebiet ermordet wurde. Erst vor wenigen Tagen wurde an die Tragödie des Brumadinho-Staudamms im vergangenen Januar erinnert, bei der 300 Menschen getötet wurden. Immer noch leiden 14 Millionen Menschen unter kontaminiertem Wasser. Mehrere Organisationen berichten, dass es in Brasilien 45 andere Staudämme gibt, die wegen ihres Alters kurz vor dem Zusammenbruch stehen, mit allen zu erwartenden Konsequenzen.


neues deutschland, 25.3.2019
Gefesselt, gefoltert, ermordet
In Brasilien wurde erneut eine linke Aktivistin ermordet. Unter Bolsonaro nimmt die Gewalt gegen Umweltschützer*innen zu


amerika21, 2.4.2019
Mord an Aktivistin Ferreira Silva: Großgrundbesitzer in Brasilien verhaftet
Brasília/Aachen. Die Polizei hat einen lokalen Großgrundbesitzer im nördlichen brasilianischen Bundesstaat Pará festgenommen. Er wird verdächtigt, den Mord an der brasilianischen Aktivistin Dilma Ferreira Silva von der Bewegung der von Staudammbauten Betroffenen (Movimiento dos Atingidos por Barragens, MAB) angeordnet zu haben. Die 47-jährige, ihr Ehemann und ein Freund der Familie wurden am 22. März getötet. Zuvor sollen sie gefoltert worden sein.


MAB, 23/03/2019
Últimas informações sobre o assassinato de Dilma Silva
Dilma Ferreira Silva, 47 anos, foi assassinada junto a seu marido, Claudionor Costa da Silva, 42 anos, e Hilton Lopes, 38 anos, amigo do casal. O crime ocorreu na própria casa de Dilma, no assentamento Salvador Allende, na zona rural de Baião, de quinta para sexta-feira (22/03/19). Dilma era atingida pela hidrelétrica de Tucuruí e integrava a coordenação do Movimento dos Atingidos por Barragens (MAB) na região.


CPT, 22/03/2019
Três assentados são mortos no Assentamento Salvador Allende, região de Tucuruí (PA)
Conforme informações preliminares, três pessoas, sendo Dilma Ferreira Silva, da coordenação do Movimento dos Atingidos por Barragens (MAB) em Tucuruí, no Pará, seu esposo e outro homem (esse ainda não identificado) foram mortos na residência do casal. Ainda não há informações sobre a motivação do crime.


Carta Campinas, 23/03/2019
Ativista dos Direitos Humanos, Dilma Ferreira da Silva, é assassinada em chacina no Pará
O Movimento dos Atingidos por Barragens (MAB) informou nesta sexta-feira (22) o assassinato de Dilma Ferreira Silva, coordenadora regional do movimento em Tucuruí (PA). O crime aconteceu no assentamento Salvador Allende, zona rural de Baião.


MAB, 26/03/2019
Polícia Civil do Pará prende possível mandante da morte de Dilma Ferreira, militante do MAB
A Polícia civil do Pará prendeu na tarde desta terça-feira (26) Fernando Ferreira Rosa Filho, suspeito de ser o mandante dos assassinatos de Dilma Ferreira Silva, coordenadora do MAB em Tucuruí/ PA, seu companheiro Claudionor Costa da Silva e Hilton Lopes.

CPT, 27/03/2019
Grileiro foi o mandante de dois massacres na região de Tucuruí (PA) que vitimaram seis pessoas
Após prisão do mandante da morte da liderança do Movimento dos Atingidos por Barragens (MAB), Dilma Ferreira Silva, a força-tarefa da Polícia Civil confirmou que Dilma, seu esposo e um amigo do casal, mortos no dia 22 de março, foram assassinados a mando do grileiro Fernando Ferreira Rosa Filho, conhecido como “Fernandinho”. O mandante era vizinho do assentamento de Dilma e queria as famílias fora da área. Ele também seria o responsável pelo massacre ocorrido dois dias depois (24), do casal de caseiros e do tratorista de sua fazenda que, de acordo com a polícia, estariam insatisfeitos com o não-cumprimento de seus direitos trabalhistas. Com esses dois massacres, sobe para 49 o número massacres no campo com 230 vítimas, registrados pela CPT no período de 1985 a 2019.


Brasil de Fato, 26/03/2019
Polícia prende suspeito do assassinato de Dilma Silva, militante do MAB no Pará
Fazendeiro Fernando Ferreira Rosa Filho é acusado de encomendar o crime; motivações ainda são investigadas

Montag, 25. März 2019

Österreich: Umweltschützer kritisieren Ausbau der erneuerbaren Energien


ORF, 25.3.2019
Die Hürden bei der Energiewende
Ende vergangenen Jahres hat Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) im Ministerrat ein Gesetz zum Ausbau der erneuerbaren Energien angekündigt. Ein entsprechender Entwurf soll noch im Frühjahr vorliegen. Umweltschützer machen nun im Vorfeld mobil und fordern Naturverträglichkeit – auf dem Spiel stehen ihrer Ansicht nach vor allem Österreichs letzte noch intakte Gewässer.


WWF, 21.3.2019
WWF Österreich zum Weltwassertag:
Wichtigste Ressource der Menschheit muss besser geschützt werden
60 Prozent der heimischen Gewässer sind sanierungsbedürftig – WWF Österreich warnt vor den Folgen der Klimakrise und fordert ausreichende Finanzierung für Wasserschutz

WWF, 27.2.2019
Neuer EU-Bericht zeigt Österreichs Aufholbedarf beim Wasserschutz
EU-Staaten säumig bei Wasserrahmenrichtlinie: WWF Österreich fordert von Umweltministerin Köstinger eine effektive Finanzierung des ausgetrockneten ökologischen Gewässerschutzes - 330.000 Menschen engagieren sich für „Rette unser Wasser“

Industrie-Magazin, 6.12.2018
EAG: Lob aus der Wirtschaft, Kritik von Konsumentenschützern
Lob für die Pläne der Regierung beim Erneuerbaren Ausbau Gesetz kommen aus der Energiewirtschaft. Die Arbeiterkammer verweist darauf, dass Endverbraucher schon heute die Hälfte der Kosten bei diesem Ausbau zahlen. Umweltschützer rechnen mit neuen "Ausbaufantasien der Wasserkraft-Lobby".

APA-OTS, 16.11.2018
WWF fordert Naturschutz-Check für Ökostrom-Förderungen
Natur- und Umweltschutzorganisation für mutige Reform: Von der Gießkanne zum Bestbieter-Prinzip mit klaren ökologischen Kriterien – Bundesregierung muss auch Energiesparen forcieren

Lebendiger Kamp, 30.10.2018
Falter-Reportage: Fluss, Strom, Streit
Die EVN will im Kamptal ein Kraftwerk vergrößern – mitten im Naturschutzgebiet. Einmal mehr wird die Frage ausgefochten: Wann ist Wasserkraft wirklich grün?

Wiener Zeitung, 17.10.2018
Wasserkraft
"Im Zweifel gegen die Natur"
Der geplante Neubau des EVN-Wasserkraftwerks in Rosenburg treibt Umweltschützer auf die Barrikaden.

Der Standard, 13.5.2018
Kleine Wasser, starker Strom aus Kleinwasserkraftwerken
Kleinwasserkraftwerke könnten in Zukunft die wichtigste Infrastruktur des Landes vor dem europaweiten Blackout schützen. Umweltschützer lehnen sie trotzdem ab -

Samstag, 23. März 2019

Proteste gegen Lithium-Projekt im Lavanttal


Kleine Zeitung, 22.3.2019
European Lithium will im Lavanttal Chemiefabrik bauen
375 Millionen Euro Investition, davon 220 Millionen für eine Chemiefabrik. 400 bis 500 Jobs sollen geschaffen werden, davon 85 in der Mine.

Die Presse, 22.3.2019
Lithiumabbau auf der Koralpe ab Ende 2021
European Lithium will in den Wiener Prime Market.

APA-OTS, 20.3.2019
European Lithium Limited / Stellungnahme zur OTS-Meldung von Mag. Josef Wallner, Bürgermeister Stadtgemeinde Deutschlandsberg

APA-OTS, 6.3.2019
Keine Einigung zu einer möglichen Trinkwassergefährdung zwischen "European Lithium" und dem Wasserverband Koralm bzw. Deutschlandsberg

Kurier, 20.11.2018
Steirer torpedieren Lithium-Projekt
Gemeinden beziehen Trinkwasser von Koralpe und befürchten Umweltgefährdung 

Industrie-Magazin, 25.10.2018
Steirische Gemeinden wehren sich gegen Lithiummine auf der Koralm
Gemeinden in der Steiermark klagen gegen den geplanten Abbau von Lithium auf der Kärntner Seite der Koralm. Das Trinkwasser von 20.000 Bewohnern der Region könnte gefährdet sein, heißt es in der Anklageschrift.

Der Standard, 23.1.2017
Kärntner Lithium-Vorkommen größer als gedacht
Der Bürgermeister von Wolfsberg, Hans-Peter Schlagholz (SPÖ), schätzt, dass bis zu 150 Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, wenn das Material nicht nur aus dem Boden gefördert, sondern auch vor Ort extrahiert, also aus dem Gestein gelöst wird. Dafür allerdings benötigt es viel Wasser, und im Lavanttal gibt es eher Trinkwassermangel, erläutert Albert Kreiner von der Wirtschaftsabteilung der Kärntner Landesregierung: "Es gibt dort keine bekannten Trinkwasserquellen." Auf Natur- und Wasserschutz werde besonderes Augenmerk gelegt werden müssen, sagt er.

ORF, 30.5.2012
Lavanttal setzt Hoffnung in Lithiumabbau
In den 1980iger Jahren hat die ÖIAG als Eigentümer mehr als 100 Millionen Schilling in die Erschließung der Lagerstätten investiert, das Projekt aber dann aus betriebswirtschaftlichen Gründen verworfen. 1991 wurden die Lagerstätten um einen Schilling an die Montanindustrie der Familie Henkel-Donnersmark verkauft. In einem Gutachten wurde damals schon angemerkt, dass ein Abbau in Zukunft interessant werden könnte.
Tatsächlich hat KMI-Chef Andreas Henckel-Donnersmarck das Lithiumvormkommen im Vorjahr um 10,25 Millionen Euro an einen australischen Bergbaukonzern weiterverkauft. Dieser will jetzt mit dem Lithium aus Kärnten das große Geschäft machen.

ORF, 12.2.2011
Bald "Lithium"-Abbau auf der Koralm?
Das vermutlich europaweit größte Vorkommen von Lithium gibt es auf der Koralm. Durch die gestiegenen Rohstoff-Preise könnte sich der Abbau bald lohnen - eine australische Firma hat bereits Interesse bekundet.

attac-workshop-Unterlagen 2018
Energiedemokratie im Spannungsfeld zwischen globaler Verantwortung und lokaler Betroffenheit
Lithiumabbau in Südamerika und auf der Koralm-Weinebene

Global 2000
Kennwort "Lithium"
Lithium wichtiger Bestandteil von modernen Batterien und Akkus. Doch der Abbau des Rohstoffes bring zahlreiche negative Folgen für die Umwelt und Bevölkerung vor Ort.

Freitag, 22. März 2019

Bischof Erwin Kräutler unterstützt Protest gegen Pensionsreform


Aus Protest gegen die geplante Pensionsreform der Regierung Bolsonaro gingen in Altamira rund 2000 Menschen auf die Straßen. Auch aus Brasil Novo und Medicilândia kamen Teilnehmer. In ganz Brasilien gab es Demonstrationen zum "Nationalen Tag des Kampfes zur Verteidigung der sozialen Sicherheit" als Reaktion auf den von der Regierung Bolsonaro vorgelegten Vorschlag zur Pensionsreform. Bolsonaro stellte diese Woche die Rentenreform des Militärs vor. Die darin enthaltenen privilegierten Sozialleistungen führten zu Empörung, sodass sich die Debatte im Parlament verschoben werden musste.

Die Demonstration in Altamira wurde von der Gewerkschaft der im öffentlichen Bildungsbereich Angestellten (SINTEPP) organisiert. Besonders kritisiert wurden der Plan der Kapitalisierung sowie Kürzungen bei Sozialleistungen. Auch Erwin Kräutler, emeritierter Bischof von Altamira, nahm daran teil und zeigte sich solidarisch.

Bereits die Regierung Temer hatte die Pensionsreform in Angriff genommen, aber Bolsonaro hat die Schwerpunkte verändert. Der Plan sieht für jene, die neu in die Arbeitswelt eintreten, einen Pensionsantritt mit 65 Jahren für Männer und 62 Jahren für Frauen vor, wenn mindestens 30 (Frauen) bzw. 35 Jahre (Männer) in den Pensionsfond (INNS) einbezahlt wurde.

Jene, die arbeiten und Beiträge zahlen, können unter mehreren Möglichkeiten wählen:
1) durch ein Punktesystem; 2) Mindestalter mit Beitragszeit; 3) nach Alter;
Für jene, die 2 Jahre vor der Pensionierung stehen, gibt es eine weitere Option: die Zahlung einer "Maut", d.h. sie müssen 50 % mehr Zeit für den wirklichen Pensionsantritt einbringen. Wenn also der Arbeitnehmer nach geltendem Recht in einem Jahr in den Ruhestand treten könnte, muss er nun noch eineinhalb Jahre arbeiten. Bei zwei fehlenden Jahren wären es noch drei bis zur Pensionierung.


Confirma Notícia, 22/03/2019
Trabalhadores fazem protesto contra a reforma da previdência em Altamira
Todos os estados e o Distrito Federal organizam ações para o Dia Nacional de Luta em Defesa da Previdência

O Globo, 20/02/2019
Reforma da Previdência: o futuro da aposentadoria
Um guia para entender as mudanças e fazer a simulação do tempo que falta para se aposentar




Brasiliens Ex-Präsident Michel Temer in Haft


Der Standard, 22.3.2019
Korruptionsvorwürfe
Nach Lula nun Temer:
Bolsonaros Vorgänger in Brasilien in Haft

São Paulo / Rio de Janeiro – Im Zuge der Ermittlungen über einen riesigen Korruptionsskandal in Brasilien ist nun auch Ex-Staatschef Michel Temer festgenommen worden. Der 78-Jährige sei am Donnerstag in São Paulo in Gewahrsam genommen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Rio de Janeiro.

Anlass sind Vorwürfe im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre "Lava Jato" (Autowäsche) um den Staatskonzern Petrobras, die bereits Temers Amtsvorgänger Luiz Inácio Lula da Silva ins Gefängnis brachte. Hauptermittler in der Affäre ist der ehemalige Oberstaatsanwalt Sérgio Moro. Ihn hat der rechtsextreme Präsident Jair Bolsonaro mittlerweile zu seinem Justizminister gemacht.

Temer werde nun nach Rio de Janeiro geflogen, wo der Haftbefehl gegen den 78-Jährigen ausgestellt wurde. Auf Fotos war zu sehen, wie der Politiker von schwer bewaffneten Polizisten zum Flughafen gebracht wurde.

Anwälte sehen Übertreibung
"Das ist eine Unverschämtheit", sagte Temer am Telefon zu einem Journalisten des Radiosenders CBN auf dem Weg zum Flughafen. Temers Anwälte hielten die Verhaftung für übertrieben und kündigten Rechtsmittel gegen die Untersuchungshaft an. Neben Temer wurden am Donnerstag auch der frühere Energieminister Moreira Franco und sechs weitere Verdächtige festgesetzt.

Der Eigentümer des Energieunternehmens Engevix sagte laut einem Bericht des Nachrichtenportals "G1" bei einer Vernehmung durch die Bundespolizei, er habe auf Bitten eines Vertrauten Temers eine Million Reais (rund 230.000 Euro) Schmiergeld gezahlt. Später erhielt das Unternehmen einen Auftrag beim Bau des Atomkraftwerks Angra 3.

Unbeliebter Präsident
Temer blickt auf eine lange politische Karriere zurück: Er war zweimal Vizepräsident unter Dilma Rousseff, 2016 rückte er nach deren Amtsenthebung selbst an die Staatsspitze. Temer, der das Präsidentenamt Ende 2018 nach zweieinhalb Jahren abgegeben hatte, war der unbeliebteste brasilianische Präsident überhaupt. Schon während seiner Amtszeit waren Korruptionsvorwürfe laut geworden. Zum Jahreswechsel gab er das Amt an den rechtsradikalen Bolsonaro ab. Zuvor war er Präsident der Abgeordnetenkammer, Minister für öffentliche Sicherheit und Generalstaatsanwalt in São Paulo gewesen.

Im Zuge der "Lava Jato"-Ermittlungen um den halbstaatlichen Ölkonzern Petrobras wird gegen dutzende Politiker, Funktionäre und Unternehmer ermittelt. Lula wurde wegen Bestechlichkeit bereits zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Petrobras soll zu überteuerten Bedingungen Aufträge an Baukonzerne und andere Firmen vergeben haben; diese wiederum zahlten Bestechungsgelder an Politiker und Parteien.

Tagesanzeiger.ch, 21.3.2019
Justiz lässt Brasiliens Ex-Präsidenten festnehmen
Die Ermittler bezeichnen den 78-jährigen Michel Temer als Chef einer «kriminellen Organisation».

Deutsche Welle, 21.3.2019
Brasiliens Ex-Präsident Michel Temer verhaftet
Seit Jahren wird in Brasilien im Zusammenhang mit dem riesigen Korruptionsskandal um den halbstaatlichen Ölkonzern Petrobras ermittelt. Nun ist mit Michel Temer ein weiterer Ex-Präsident festgenommen worden.

Blickpunkt Lateinamerika, 22.3.2019
Temer-Verhaftung: Muskelspiele oder Bumerang?
Die spektakuläre Verhaftung von Brasiliens Ex-Präsident Michel Temer könnte zum Pyrrhussieg für die Ermittler der "Operation Waschstraße“ werden - und im Kongress die Agenda von Präsident Jair Bolsonaro behindern.


O Globo, 21/03/2019
Após prisão, Temer é transferido de São Paulo para o Rio de Janeiro
Ex-presidente foi preso na manhã desta quinta quando saía de casa na Zona Oeste de SP. O mandado contra Temer e os demais 9 alvos foram expedidos pelo juiz Marcelo Bretas, da 7ª Vara Federal Criminal do Rio.

O Globo, 21/03/2018
Michel Temer e Moreira Franco são presos pela Lava Jato do RJ
Mandados foram expedidos pelo juiz Marcelo Bretas, da Justiça Federal do Rio de Janeiro. Temer é suspeito de liderar uma organização criminosa para desvios de dinheiro público. Defesa pediu habeas corpus no TRF-2.

Agência Brasil, 21/03/2018
Na primeira noite preso, Temer ficará em sala da PF no Rio
Ex-presidente é acusado de receber propina de obras de Angra 3

G1 Jornal Nacional, 21/03/2019
Ex-ministro Moreira Franco é o quinto ex-governador do Rio a ser preso
PF esperava Moreira no desembarque de aeroporto no Rio, mas ele conseguiu sair sem ser visto. Taxista levou policiais federais até o carro onde estava o ex-ministro.




Mittwoch, 20. März 2019

Konferenz in Washington zur Vorbereitung der Amazonas-Synode


Domradio, 19.3.2019
Spitzentreffen in Washington zu Amazonas-Synode
Hohe Erwartungen

An diesem Dienstag startet eine Konferenz in Washington zur Vorbereitung der Amazonas-Synode, die im Oktober im Vatikan stattfindet. Das Schlusswort des Vorbereitungstreffens wird Kardinal Marx halten.

An der katholischen Georgetown-Universität in Washington hat am Dienstag eine hochrangig besetzte Konferenz zur Vorbereitung der Amazonas-Synode begonnen. Das von Papst Franziskus einberufene Bischofstreffen findet vom 6. bis 27. Oktober im Vatikan statt. Die Sondersynode soll über neue Formen von Seelsorge in Gebieten mit wenigen Priestern beraten, die Rechte von Indigenen stärken und die ökologische Situation der arten- und rohstoffreichen Urwaldregion in Lateinamerika in den Blick nehmen.

Adveniat für Formulierung klarer Ziele

Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat sprach sich für klare Ziele aus. "Der umfassende Schutz der ausgegrenzten Armen und der geschundenen Schöpfung haben absolute Priorität", erklärte Hauptgeschäftsführer Michael Heinz. "Die Rechte der indigenen Völker werden regelmäßig mit Füßen getreten, wenn am Amazonas für unsere Autos Erdöl gefördert, für unsere Kraftwerke Kohle abgebaut, oder für unseren Fleischhunger Rinder gemästet werden", ergänzte Thomas Wieland, der für Adveniat an der Konferenz in Washington teilnimmt.

Das Treffen in der US-amerikanischen Hauptstadt endet am Donnerstag mit einem Schlusswort von Kardinal Reinhard Marx. Der Erzbischof von München und Freising ist Mitglied im vom Papst eingesetzten Kardinalsrat und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Außer Marx sind unter anderen in Washington zugegen der im Vatikan für die Synoden zuständige Kardinal Lorenzo Baldisseri, der Leiter der vatikanischen Behörde für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, Kardinal Peter Turkson, und der brasilianischen Kardinal Claudio Hummes als Präsident des Amazonas-Netzwerks Repam.


Adveniat, 19.3.2019
Vorbereitung Amazonas-Synode:
Adveniat will Option für die Schöpfung
Zum Auftakt eines hochkarätig besetzten Vorbereitungstreffens zur Amazonas-Synode in Washington, fordert Adveniat gemäß einer vorrangigen Option für die Schöpfung endlich zu handeln: In der Kirche aber auch in der Politik.


weltkirche.katholisch.de, 19.3.2019
Vorbereitungstreffen zu Amazonas-Synode in Washington
Bei der Konferenz unter dem Titel „Umfassende Ökologie: Eine synodale Antwort aus dem Amazonasgebiet und anderen für den Schutz ‚unseres gemeinsamen Hauses‘ bedeutenden Weltregionen“ beraten neben Indigenenvertretern und Hilfsorganisationen auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Kardinal Reinhard Marx, der Leiter der vatikanischen Behörde für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, Kardinal Peter Turkson, und der brasilianische Kardinal Cláudio Hummes als Präsident des Amazonas-Netzwerks Repam (Red Eclesial PanAmazónica).


Domradio, 21.3.2019
Misereor-Chef Pirmin Spiegel zur Amazonas-Synode
"Wir laufen auf eine Grenze zu"
In den Vatikan lädt Papst Franziskus im Herbst diesen Jahres zur Amazonas-Synode. In Washington findet dazu bis diesen Donnerstag ein hochrangig besetztes Vorbereitungstreffen statt. Mit dabei ist auch Misereor-Chef Pirmin Spiegel.

Domradio, 22.3.2019
Amazonas-Synode ruft Geheimdienst auf den Plan
"Ein Weltereignis"
Die für Oktober geplante Amazonas-Synode im Vatikan stößt von unerwarteter Seite auf Interesse: Der brasilianische Geheimdienst hat sich eingeschaltet. Auch ohne diesen steht für das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat fest: Es wird ein "Weltereignis".

COMECE, 22/03/2019
COMECE-Präsident fördert "Integrale Ökologie" in Washington DC
Mgr. Jean-Claude Hollerich, S.J., Präsident der COMECE, nahm an einer internationalen Konferenz über „Integrale Ökologie" teil, die an der Georgetown University (USA) zur Vorbereitung der Amazonas-Synode (6. bis 27. Oktober 2019) organisiert wurde. Mgr. Hollerich forderte, die Rechenschaftspflicht für den Privatsektor in Bezug auf rechtliche, soziale und ökologische Standards zu gewährleisten.

REPAM, 18/03/2019
REPAM promove seminário em Washington sobre ecologia integral
A Rede Eclesial Pan-Amazônica/REPAM promove, de 19 a 21 de março, um encontro internacional com o tema “Ecologia integral: uma resposta sinodal a partir da Amazônia e outros biomas/territórios essenciais para o cuidado da nossa casa comum”. O seminário será realizado na Universidade de Georgetown, em Washington, nos Estados Unidos, com a presença do presidente da REPAM, cardeal Cláudio Hummes, membros da equipe executiva e assessores da rede.
Na oportunidade, serão refletidos diversos aspectos da urgência de implementação no mundo de práticas e políticas públicas voltadas para a ecologia integral. Os participantes, do meio acadêmico, devem elaborar propostas no contexto do Sínodo para a Amazônia, marcado para outubro, em Roma.

REPAM, 19/03/2019
Estamos exigiendo el derecho a la vida:
Queremos la acción de millones de católicos.
Conferencia Internacional de Ecología Integral

Dienstag, 19. März 2019

Trump und Bolsonaro auf einer Linie


ORF, 19.3.2019
Trump offen für NATO-Mitgliedschaft Brasiliens
US-Präsident Donald Trump zeigt sich offen für eine NATO-Mitgliedschaft Brasiliens. Er prüfe intensiv eine Aufnahme des lateinamerikanischen Staats in das Militärbündnis oder in eine andere Allianz, sagte Trump heute bei der Begrüßung seines brasilianischen Kollegen Jair Bolsonaro im Weißen Haus.

Für Mauerbau an Grenze zu Mexiko
Auch unterstütze er Brasiliens Antrag auf eine Mitgliedschaft in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), so Trump. Bolsonaro hatte kurz vor seinem ersten Treffen mit Trump dessen Einwanderungspolitik gelobt.
Ausdrücklich sprach er sich für den von Trump versprochenen Bau einer Mauer an der Grenze zwischen den USA und Mexiko aus. „Die überwiegende Mehrheit potenzieller Einwanderer hat keine guten Absichten“, sagte er laut der englischen Übersetzung eines Interviews des Senders Fox News. Er kündigte zudem an, mit Trump über die Krise in Venezuela zu sprechen. Die Regierung von Präsident Nicolas Maduro sei eine „Drogen schmuggelnde Diktatur“.

Trump zum Vorbild genommen
Bolsonaro ist seit Jänner Präsident Brasiliens. Für seinen Wahlkampf und seine rechtsgerichtete Politik nahm er sich bewusst Trump zum Vorbild. Zu Fox sagte er, er hoffe auf eine blühende Freundschaft mit Trump. „Ich bin willens, ihm mein Herz zu öffnen und alles zu tun, was gut ist zum Vorteil des brasilianischen und des amerikanischen Volks.“


Zeit.de, 19.3.2019
Donald Trump stellt Brasilien Nato-Beitritt in Aussicht
Der US-Präsident will Brasilien als wichtigen Nicht-Nato-Verbündeten einstufen. Auch einen möglichen Beitritt des südamerikanischen Landes zum Bündnis deutete Trump an.


Deutsche Welle, 19.3.2019
Trump und Bolsonaro auf Annäherungskurs?
Der erste Staatsbesuch des brasilianische Präsidenten Bolsonaro führte nach Washington. Der selbsterklärte Trump-Bewunderer suchte den Schulterschluss mit dem US-Präsidenten - und erhielt von ihm viele vage Versprechen.


ntv, 19.3.2019
Bolsonaro im Weißen Haus Die zwei Trumps mögen sich
Der umstrittene brasilianische Präsident besucht den nicht minder umstrittenen US-Präsidenten im Weißen Haus. Und Trump und Bolsonaro harmonieren prächtig. Bolsonaros Sohn steht irgendwann auf und wird wie ein Schuljunge gelobt.


O Globo, 19/03/2019
Na Casa Branca, Trump diz que apoia entrada do Brasil na OCDE
Presidente norte-americano falou à imprensa ao lado do presidente brasileiro Jair Bolsonaro durante encontro em Washington. Brasil espera obter apoio dos EUA para entrar na organização.


Folha de S.Paulo, 17/03/2019
Protesto contra Bolsonaro reúne 50 pessoas em frente à Casa Branca
Horas antes da chegada do presidente, americanos e brasileiros pedem que ele volte para casa


Montag, 18. März 2019

Bolsonaro reist nach Washington zu Trump

ORF, 18.3.2019
Brasiliens Präsident Bolsonaro zu Gesprächen in Washington
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist gestern zu einem Besuch in Washington eingetroffen. Nach Berichten brasilianischer Medien begleitet ihn eine Delegation aus sechs Ministern. Bolsonaro und US-Präsident Donald Trump wollen morgen unter anderem über die Situation in Venezuela sprechen. Es ist Bolsonaros erster Staatsbesuch seit seinem Amtsantritt im Jänner.
Brasilien und die USA sind die beiden bevölkerungsreichsten Demokratien in Amerika. Beide Länder unterstützen in Venezuela den Oppositionsführer Juan Guaido, der sich selbst zum Übergangspräsidenten erklärt hat und den amtierenden Präsidenten Nicolas Maduro zum Rücktritt zwingen will. Bei seinem Besuch in Washington will sich Bolsonaro Medienberichten zufolge auch mit Steve Bannon treffen, dem ultrarechten früheren Chefstrategen von Präsident Trump.
Bolsonaro hatte schon mehrfach seine Bewunderung für Trump zum Ausdruck gebracht. Beide Präsidenten verbindet ihre nationalistische Haltung und ihre Ablehnung multilateraler Bündnisse. Nach seiner Landung in Washington schrieb Bolsonaro auf Twitter, es sei das erste Mal seit Langem, dass ein brasilianischer Präsident nach Washington komme, der nicht antiamerikanisch sei.

Tageblatt.lu, 18.3.2019
Wenn „Tropen-Trump“ Bolsonaro auf das US-Original trifft
Scharfe Kommentare gegen Schwule und Frauen, heftige Medienschelte und täglich mehrfach twittern – Brasiliens neuer Staatschef Jair Bolsonaro hat einiges gemein mit US-Präsident Donald Trump. Nun will er am Dienstag in Washington auch politisch etwas von seinem Vorbild.

NZZ, 4. Januar 2019
Bolsonaro und Trump - zwei Brüder im Geiste
Der neue brasilianische Präsident und sein US-Amtskollege haben sehr verschiedene Biografien. Die Macht aber haben sie mit ähnlichen Methoden erobert. Nun verfolgen sie gefährliche Pläne.

O Globo, 17.3.2019
Bolsonaro viaja neste domingo para se encontrar com Trump nos EUA
Reunião entre os presidentes está marcada para terça-feira (19). Venezuela e comércio entre os países devem estar entre as pautas.

Bolsonaros Umweltpolitik mit der Motorsäge


Deutschlandfunk, 18.3.2019
Abholzung des Regenwaldes unter Bolsonaro schreitet voran
Nach dem Amtsantritt des rechtspopulistischen Präsidenten Jair Bolsonaro schreitet die Abholzung des Regenwaldes in Brasilien weiter voran.

Im brasilianischen Amazonasgebiet legte die Abholzung im Januar – dem ersten Monat von Bolsonaros Amtszeit – nach Angaben des Forschungsinstituts Imazon um 54 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 108 Quadratkilometer zu. Den Angaben zufolge wurde vor allem auf Privatgelände Holz eingeschlagen. Sieben Prozent der Abholzung fand auf Ländereien der indigenen Gemeinschaften statt, fünf Prozent in ausgewiesenen Naturschutzgebieten. Allerdings hatte bereits vor Bolsonaros Amtsantritt die Abholzung kräftig zugelegt.

„Die Bekämpfung der Abholzung liegt in der Verantwortung Brasiliens und sollte eine Priorität der Regierung sein“, sagte Carolina Marçal von der Naturschutzorganisation Greenpeace im Vorfeld des Internationalen Tag des Waldes am 21. März. „Die neue Regierung verfolgt eine Politik, die die Rechte der indigenen und angestammten Bevölkerung verletzt und zu mehr Gewalt auf dem Land und mehr Umweltzerstörung führt.“

amerika21, 14.3.2019
Bolsonaro und die neue Umweltpolitik Brasiliens
Umweltschützer weltweit sind besorgt über die politischen und institutionellen Umwälzungen der Regierung zu Lasten der Umwelt, des Klimas und von Indigenenrechten

Der Standard, 16.2.2019
Bolsonaros Umweltpolitik mit der Motorsäge
Für Brasiliens Präsidenten hat der Regenwald Wirtschaftspotenzial. Agrarlobby und Holzfäller wollen Gegenleistungen für den Wahlkampf -

BR24, 1.1.2019
Bolsonaro legt die Axt an Brasiliens Regenwald
Der neue, rechtspopulistische brasilianische Präsident Bolsonaro schließt Umweltagenturen und will industrielle Großprojekte im Amazonas-Regenwald ermöglichen. Bereits vor der Wahl hatte er angekündigt, den Regenwald nicht schützen zu wollen.

Donnerstag, 14. März 2019

Brasilianische Regierung will 21.000 öffentliche Stellen streichen


Präsident Jair Bolsonaro hat ein Dekret erlassen, das Tausende öffentliche Stellen streicht. Das Dekret 9725/19 wurde am Mittwoch (13.3.) im Bundesamtblatt (DOU) veröffentlicht.

Damit wird die Regierung rund 21.000 Angestellte entlassen. Besonders betroffen sind die Bundesuniversitäten. Mit sofortiger Wirkung wurden 119 Führungspositionen in Bundesbildungseinrichtungen abgeschafft. Es ist nicht genau definiert, welche Institute betroffen sind. Außerdem werden 1.870 kommissionierte Kurskoordinierungsstellen geschlossen.

Darüber hinaus bestimmt das Dekret die Beendigung aller Doktoratsstudien an den Bundesuniversitäten Catalão (GO), Jataí (GO), Rondonópolis (MT), Delta von Parnaíba (PI) und Agreste von Pernambuco (PE). Alle diese Universitäten wurden im Jahr 2018 als Zweigstellen anderer Bundesuniversitäten offiziell gegründet. Bis zum 31. Juli werden an den bundesstaatlichen Universitäten der Stufen vier bis neun mehr als 11.000 andere Dienststellen gestrichen.

Mit diesen Personalkürzungen will das Ministerium jährlich R$ 195 Millionen einsparen.



Diário Oficial da União, 13/03/2019
DECRETO Nº 9.725

ANDES-Sindicato, 14/03/2019
Decreto extingue funções gratificadas nas IFE
Com isso, o governo vai eliminar cerca de 21 mil funções comissionadas e gratificadas. E a conta maior será paga pelas universidades federais. Imediatamente, foram extintos 119 cargos de direção em instituições de ensino federais. Não foram definidas especificamente quais IFE serão afetadas. Também estão eliminadas 1.870 Funções Comissionadas de Coordenação de Curso.

O Globo, 13/03/2019
Governo anuncia corte de 21 mil cargos comissionados e funções gratificadas
O governo publicou nesta quarta-feira decreto que acaba com 21 mil cargos , funções e gratificações no serviço público federal. A medida faz parte da agenda de 100 dias do presidente Jair Bolsonaro . Desse total, 6.587 são cargos que já estavam vagos, que deixarão de existir imediatamente. O restante será extinto em fases, uma parte a partir de 30 de abril e outra, a partir de 31 de julho. Se as funções estiverem preenchidas, os ocupantes terão que ser exonerados. De acordo com o ministério da Economia, a ação vai garantir uma economia de R$ 195 milhões por ano.

Bolsonaro-Clan hinter Mordanschlag auf Marielle Franco?


ORF.at, 13.3.2019
Mord an Politikerin
Bolsonaros Familie im Zwielicht
Ein Jahr nach dem Mord an der linken Stadträtin und Aktivistin Marielle Franco in Rio de Janeiro tauchen in den Ermittlungen immer mehr Verbindungen zwischen den beiden mutmaßlichen Tätern und dem ultrarechten Staatschef Jair Bolsonaro auf.

Wiener Zeitung, 13.3.2019
Mord im Auftrag des Bolsonaro-Clans?
Ein Jahr nach den tödlichen Schüssen auf die Linkspolitikerin Marielle Franco verhaftet Brasiliens Polizei zwei mutmaßliche Täter. Beide weisen Verbindungen zur Präsidentenfamilie auf.

Der Standard, 13.3.2019
Mordverdächtiger ließ sich mit Bolsonaro fotografieren
Ein Jahr nach dem Mord an der linken Stadträtin und Aktivistin Marielle Franco in Rio de Janeiro haben Ermittlungen mögliche Verbindungen zwischen den beiden mutmaßlichen Tätern und dem rechtsradikalen Staatschef Jair Bolsonaro ergeben. Einer der beiden Verdächtigen postete auf seiner Facebookseite ein Foto von sich und Bolsonaro, das in den Online-Netzwerken geteilt wurde.

Deutsche Welle, 14.3.2019
Ein Jahr nach dem Tod von Marielle Franco: "Marielle anwesend!"
Schwarz und rebellisch - die vor einem Jahr ermordete Politikerin Marielle Franco ist zum weltweiten Symbol geworden. Der konservativ geprägten Politik Brasiliens gefällt sowas trotzdem nicht.

Euronews, 15.3.2019 (Video)
Wer hat Marielle Franco ermordet?
In Rio de Janeiro sind hunderte Menschen am Jahrestag des Todes von Marielle Franco auf die Straßen gegangen. Sie wollen wissen, wer hinter der Ermordung der schwarzen, offen homosexuellen und progressiven Stadträtin steckt.

amerika21, 23.1.2019
Brasilien: Verbindung zwischen Sohn des Präsidenten und Mördern von Marielle Franco
Sohn von Staatschef Bolsonaro beschäftigte Mutter und Ehefrau von Auftragskiller. Verdächtige festgenommen. Ging es um Immobiliengeschäfte?

NachDenkSeiten, 16.3.2018
Brasilien – Der Mordanschlag auf Marielle Franco, die faschistische Gewaltpredigt und der Vernichtungskrieg gegen Afrobrasilianer
Rio de Janeiro, Mittwoch, 14. März, gegen 21 Uhr 30, im citynahen Bezirk Estácio. Die Stadtverordnete der linken Partei für Sozialismus und Freiheit (PSOL), Marielle Franco, kehrt von einer Sitzung mit afrobrasilianischen Slumbewohnerinnen nach Hause zurück.
Sie sitzt ausnahmsweise auf dem hinteren Sitz, auf dem von ihr üblicherweise bevorzugten Beifahrersitz leistet diesmal ihre Referentin Fernanda Chaves dem Fahrer Anderson Pedro Gomes Gesellschaft. Als der bis vor wenigen Wochen arbeitslose Gomes mit dem weißen Chevrolet in die Joaquim-Palhares-Straße einbiegt, wird er von einem dunkelsilbernen PKW eingeholt, aus dem aus halber Höhe mindestens neun Schüsse auf den weißen Chevrolet abgefeuert werden. Vier Projektile zerschmettern Marielle Francos Kopf und Nacken, ihr Fahrer Anderson erleidet drei Schüsse in den Rücken. Franco und Gomes sind auf der Stelle tot, Referentin Fernanda Chaves kommt mit einer Armverletzung davon.

O Globo-G1, 12/03/2019
Bolsonaro diz esperar que investigações cheguem ao mandante da morte de Marielle
PM reformado e ex-PM foram presos na manhã desta terça-feira (12) suspeitos de participarem dos assassinatos da vereadora Marielle Franco e seu motorista Anderson Gomes.

CartaCapital, 14/03/2019
A postura do clã Bolsonaro no caso Marielle
O presidente e os filhos se dividiram entre silêncio, desprezo e em minimizar importância do crime ao longo de um ano de investigações